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ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

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ManuJunker
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ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon ManuJunker » 24.05.2018, 11:39

In einem der reichsten Länder der Erde geht es ungleich zu. Die Reichen setzen sich ab, die Armen sind abgehängt. Der Film bereist das Deutschland und liefert anschaulich Zahlen und Hintergründe.

https://www.ardmediathek.de/tv/Reportag ... d=52230614

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JSBroker
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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon JSBroker » 24.05.2018, 13:29

Bei solchen Beiträge wäre ich immer sehr vorsichtig. Oft werden Einzelschicksale beschrieben und diese dann auf die gesamte Bevölkerung adaptiert. Ich sehe da viel Populismus als Triebfeder.

Wirklich aussagekräftig ist für mich hierbei lediglich der sog. "Gini Koeffizient", der die Einkommensungleichverteilung misst und statistisch erfasst. Demzufolge hat Deutschland heute den selben Gini-Koeffizient wie im Jahre 2007.

Ich möchte das Thema nicht schönreden. Der Koeffizient zeigt klar, dass eine Ungleichverteilung vorhanden ist. Aber sie steigt zumindest in Deutschland offensichtlich an nicht an oder wird größer wie in vielen anderen Ländern.

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buntebank
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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon buntebank » 24.05.2018, 14:40

vor was willst Du da vorsichtig sein?
ich schicke vorweg - Statistiken sind fuer mich persoenlich so eine Sache...

mal angenommen erwaehnte Statistik waere korrekt (is ja denkbar)
dann koennte man daraus schliessen, dass die Einkommensverteilung
die letzten zehn Jahre gleich geblieben waere.

das koennte moeglicherweise bedeuten, dass die unteren Einkommensschichten
heute mit dem selben wenigen Geld auskommen duerfen wie vor 10 Jahren.

ein ironisches - es is ja auch nix teurer geworden... - eingeschoben,
man kennt ja reichlich Statistiken welche erklaeren "es waere nix teurer geworden".

ich lebe in Hamburg. Jobs welche vor 10 Jahren noch mit 15-16,50 Euro die Stunde
bezahlt wurden - werden Heute fuer 10 Euro die Stunde verramscht...

ein Hoch auf die neu geschaffene Geld-Druck-Bande Jobvermittler Zeitarbeit etc.
das Geld ist also nicht weg - es haben halt nur andere...
(sobald die "Vermittler" 20-23 Euro die Stunde kassieren -
ist die Arbeit sogar teurer geworden - nur "der/die Arbeiter" sieht davon nichts.)

jetzt unterstelle ich mal die Statistik stimmt -
aber behaupte die Leute die vor 10 Jahren fuer wenig Geld gearbeitet haben -
bekommen Heute ein Drittel weniger - was natuerlich immer noch wenig ist,
somit die Statistik weiterhin korrekt sein koennte - nur alles andere leider nicht mehr X (

das ficht nur niemanden an - weil in dem Moment in dem du mit Statistik arbeitest
wird dein Lohn dafuer sicher mehr als 'n Zehner betragen -
und allen anderen die da mit rumruehren sind die "die so bloed sind" (extrem-ironie)
fuer so wenig zu arbeiten schlussendlich auch egal.

dazu dann noch die wundersame Vermehrung von Buerokratie (wollten wa abbauen ne...)
und der Druck von globalen Oligopolen mit dem Wunsch nach 100% Marktanteil
kann man den schwarzen Peter nicht mal immer den Chefs oder Firmen zuschieben,
weil die je nachdem in welchem Markt taetig ja ebenfalls zu kaempfen haben.

Fakt ist: wenn die Leute nix mehr zu Fressen haben gibts Aerger.
Mit Vorsicht wird sich da wenig richten lassen.
zufrieden verschiedenste Sorten getauscht mit einem guten Dutzend Forums-Mitgliedern.

Unendlicher Geld-Nachschub auf: https://www.buntebank.com/

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McSilver80
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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon McSilver80 » 25.05.2018, 11:28

Während die meisten Einkommensgruppen in der Bundesrepublik für die Zeit von 1991 bis 2015 ein Plus verzeichnen können, gilt das für die beiden unteren Gruppen der in Zehnteln eingeteilten Einkommensstatistik nicht. Das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin festgestellt. In dem am Donnerstag veröffentlichten DIW-Wochenbericht über die Einkommensverteilung heißt es, dass die Einkommensungleichheit in der Bundesrepublik weiterhin „auf einem hohen Niveau“ liegt.


„Unterteilt man die Bevölkerung in zehn gleich große Gruppen nach Höhe des Einkommens (Dezile), so haben die acht oberen Dezile Einkommenszuwächse erfahren – zwischen fünf Prozent für das dritte und 30 Prozent für das oberste Dezil, also die einkommensstärksten zehn Prozent.“ Das zeigt deutlich, wie ungleich der Einkommenszuwachs verteilt ist: „Bei den zehn Prozent der Personen mit den niedrigsten Einkommen, die monatlich im Durchschnitt real über rund 640 Euro verfügen, waren die Einkommen im Vergleich zum Jahr 1991 rückläufig; im zweiten Dezil haben sie stagniert.“


http://www.zaronews.world/zaronews-presseberichte/unsoziales-deutschland-anteil-der-menschen-mit-niedrigeinkommen-gestiegen/

Damit sollte eigentlich klar sein, die Ungleichheit beim Einkommen hat deutlich zugelegt.

Cardy
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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon Cardy » 25.05.2018, 12:14

McSilver80 hat geschrieben:
„Unterteilt man die Bevölkerung in zehn gleich große Gruppen nach Höhe des Einkommens (Dezile), so haben die acht oberen Dezile Einkommenszuwächse erfahren – zwischen fünf Prozent für das dritte und 30 Prozent für das oberste Dezil, also die einkommensstärksten zehn Prozent.“ Das zeigt deutlich, wie ungleich der Einkommenszuwachs verteilt ist: „Bei den zehn Prozent der Personen mit den niedrigsten Einkommen, die monatlich im Durchschnitt real über rund 640 Euro verfügen, waren die Einkommen im Vergleich zum Jahr 1991 rückläufig; im zweiten Dezil haben sie stagniert.“


Verstehe ich das richtig, dass es 80% der Bevölkerung besser geht?

Frank the tank
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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon Frank the tank » 25.05.2018, 13:04

So kann jeder die Statistik interpretieren wie er es möchte.
Ich glaube nur Statistiken, die ich selber gefälscht habe .......

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McSilver80
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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon McSilver80 » 25.05.2018, 14:25

@ Cardy

Sicher geht es heute vielen Menschen besser als noch 1991. An den 80% würde ich aber zweifeln. Nehmen wir mal von unten gesehen den Bereich zwischen 20 und 30 Prozent. Hier steht im Artikel, das reale Einkommen wäre um 5% gestiegen seit 1991. Wenn man jetzt mal davon ausgeht, dass die Inflation nicht ganz so genau zu dieser Bevölkerungsgruppe passt, dann haben sich diese 5% seit 1991 in nix aufgelöst. Denn es ist ja so, dass bei geringem Einkommen, die Kosten des alltäglichen Bedarfs verhältnismäßig hoch gewichtet sind.

Selbst wenn es wirklich 80% der Menschen seit 1991 besser gehen würde, würde es ja nichts daran ändern, dass das Einkommen ( und auch das Vermögen) immer ungleicher ist. In einer Demokratie wie der unseren, die alle Menschen gleich behandeln will, sollten doch vom Wachstum auch alle Menschen profitieren.

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lifesgood
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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon lifesgood » 25.05.2018, 17:36

McSilver80 hat geschrieben:In einer Demokratie wie der unseren, die alle Menschen gleich behandeln will, sollten doch vom Wachstum auch alle Menschen profitieren.


... da stellt sich die Frage was ist besser, Verteilungsgerechtigkeit oder Leistungsgerechtigkeit. Ich bin ja eher ein Anhänger der Leistungsgerechtigkeit, aber momentan ist beides nicht gegeben. Diejenigen, die das Wachstum erwirtschaften profitieren unterproportional und das Kapital profitiert überproportional.

Wenn jemand, der selbst nichts zur Wertschöpfung in diesem Land beiträgt, nach einer Umverteilung von Vermögen schreit, widerspricht das genauso meinem Gerechtigkeitsempfinden, wie der Umstand dass derzeit das Kapital den großen Reibach macht und die arbeitende Bevölkerung, die diese Gewinne in der Realwirtschaft erwirtschaftet, mit den Krümeln abgespeist wird.

lifesgood

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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon Alteisen1965 » 25.05.2018, 18:52

Cardy hat geschrieben:
McSilver80 hat geschrieben:
„Unterteilt man die Bevölkerung in zehn gleich große Gruppen nach Höhe des Einkommens (Dezile), so haben die acht oberen Dezile Einkommenszuwächse erfahren – zwischen fünf Prozent für das dritte und 30 Prozent für das oberste Dezil, also die einkommensstärksten zehn Prozent.“ Das zeigt deutlich, wie ungleich der Einkommenszuwachs verteilt ist: „Bei den zehn Prozent der Personen mit den niedrigsten Einkommen, die monatlich im Durchschnitt real über rund 640 Euro verfügen, waren die Einkommen im Vergleich zum Jahr 1991 rückläufig; im zweiten Dezil haben sie stagniert.“


Verstehe ich das richtig, dass es 80% der Bevölkerung besser geht?


Das wäre m.M.n. zu kurz gedacht:
Mehr Einkommen bedeutet ja nur bedingt mehr Wohlstand. Oftmals hinken z.B. Lohnerhöhungen dem Anstieg der Lebenshaltungskosten hinterher. Und es ist wohl eher so, daß die unteren 20% real keinen Zuwachs verzeichnen können...
Man muss dann einfach mal überlegen, AB WANN denn eine Erhöhung der Bezüge spürbar wird: Im Mindestlohn-Sektor sicherlich nicht, beim sog. Durchschnittseinkommen gibt es vielleicht etwas Spielraum, und darüber kann man vielleicht schon von einer Verbesserung der Lebenssituation reden...
Es ist immer schwierig, dazu eindeutige Aussagen über eine Statistik ersichtlich zu machen, denn jede Statistik lässt auch einen gewissen Interpretations-Spielraum zu, und erfasst naturgemäss auch keine "Härtefälle" an BEIDEN Enden.
Statistisch gesehen haben mein Kater und ich drei Beine...
Ich weiß, was ich weiß, und ich sage, was ich sage. Das muss nicht zwangsläufig gleichzeitig stattfinden...

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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon Ric III » 25.05.2018, 19:37

Macht und Reichtum?

Hm....
Der Intendant des WDR beispielsweise fährt knapp 400k €uronen/Anno.
Monatsgehälter der ARD Direktoren wabbern in der Regel um die 18k€/mtl
Selbst in den Redaktionen geht es noch bis an vergleichsweise "bescheidene" 10k€ im Monat heran.

Und wer wolle es bestreiten daß die mediale Deutungshoheit eine nicht ganz unwesentliche (Macht)Rolle in diesem Land spielt?Wenn auch charmanterweise mit zügig abschmelzender Tendenz.

Ach ich Dummerchen.....
so wird ja auch Macht eher Reichtum und ned umgekehrt. :mrgreen:

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IrresDing
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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon IrresDing » 25.05.2018, 19:59

Uff. Bitte beachtet doch die Änderungen seit 1991. Das DIW hat nicht umsonst so alte Daten heran gezogen um die geringen Einkommen da hübsch propagandamäßig als abgehängt zu bezeichnen.

Sind diese denn abgehängt?

Nein. Im Gegenteil. Sie sind angehängt.

Was gabs 1991 noch was es heute in der Form nicht mehr gibt? Richtig. Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe.

Oder anders gesagt: Jeder Idiot hat es damals geschafft den Staat abzuzocken. Für dieses Geld ging keiner arbeiten. Das mussten dann alle anderen erwirtschaften. Wenn ich also 2/10 der Bevölkerung mit Arbeitseinkommen damals und heute vergleiche, dann ist das Kraut und Rüben. Es ist völlig natürlich, dass wenn ich die Arbeitslosen verpflichte auch für weniger Geld in einem anderen Job zu arbeiten, dass dann die Gruppe der geringen Verdiener größer wird und auch deren Durchschnitt an Einkommen sinkt.

Und bevor jetzt die große Keule der angeblichen Ungerechtigkeit mit den Hartz-Reformen geschwungen wird: Die Sozialleistungen fressen heute 29% des Bruttoinlandsprodukts. Ein solcher Wohlfahrtsstaat wie 1991 wäre heute schlichtweg nicht finanzierbar. Außer natürlich für Gregor Gysi. Der kann alles. Vor allem hätten wir dann noch mehr Armutsmigration und gleich das komplette Lunik IX bei uns.

LG
"I'm half-Irish, half-Dutch, and I was born in Belgium. If I was a dog, I'd be in a hell of a mess!"

Frank the tank
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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon Frank the tank » 25.05.2018, 20:57

Ich sage nur Digitalisierung 4.0
Irgendwann wird nicht mehr genug Arbeit für alle da sein. So dass die klassische "ich habe eine Arbeit und verdiene damit meinen Lebensunterhalt" Version vom Leben nicht meht funktioniert.
Ich verweise da auf die Vorträge von Richard David Precht!
Irgendwann haben wir Reichenghettos (wie in Brasilien und Mexiko), die sich vor den abgehängten der Gesellschaft verbarrikadieren.
Aber, wirtschaftet und argumentiert nur weiter so! So lange das Großkapital von Steuerzahlung verschont bleibt bzw selber aushandeln kann, gibt es keine Gerechtigkeit. Der Staat holt sich das Geld bei der arbeitenden Bevölkerung, den Freiberuflern und Selbständigen. Von denen kann keiner seinen Steuerwohnsitz ins Ausland verlagern.
Lifesgood scheint sehr gut situiert zu sein, er hat aber immer noch bodenständige Ansichten. So lange nur die Arbeit die Sozialsysteme finanzieren muss, läuft einiges schief in unserem Land.
Passend dazu: Wie aus Reichtum Macht wird!

Auch Sehenswert:
Was Deutschland bewegt: Die Schattenseiten des Booms

https://www.daserste.de/information/rep ... o-102.html

Steuern sparen wie Großkonzerne - ein Experiment | 45 Min | NDR

https://www.youtube.com/watch?v=FjfoNLaE1Hc

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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon Alteisen1965 » 25.05.2018, 21:44

Ich bin der Meinung, Themen wie dieses hier kann man nur bedingt unter Verwendung von Statistiken, Zahlen und Fakten abhandeln. Dieses veranschaulicht lediglich die beschriebene Situation, welche die Allermeisten von uns sowieso individuell erleben und dahingehend interpretieren.
Hier ist wohl eher der philosophische Ansatz der Bessere:
Welche Motivation steckt hinter "je reicher, desto besser"? Wann hat man genug Geld? Wann hat man genug Macht? Warum scheint "unheimlich viel Geld" besser zu sein als "viel Geld"?
Kein Tier auf der Welt könnte dazu eine Aussage treffen, aber jeder zweite Mensch bestimmt!
Selbstverständlich wäre wohl Jeder von uns glücklich, wenn er eine Milliarde auf dem Konto hätte. Aber wäre er bei zwei Milliarden doppelt so glücklich? Bei 5 superglücklich und bei 25 "Ich-kann's-kaum-beschreiben"-glücklich...?
Ich kann mich da schwer hineinversetzen, weil mir zu solchen Dimensionen doch noch so einige Andorras fehlen. :wink:
Verselbständigt sich dieser Prozess irgendwann und man beginnt, die Situation zu abstrahieren?
Kommt da nicht mehr dieser Gedanke "Meine Sorgen sind vorbei, jetzt lass die Anderen auch mal"...?

Vielleicht hole ich hier auch viel zu weit aus, ich weiss es nicht.
Aber bei Problemstellungen wie "Einige haben Alles und Viele haben ganz schön wenig" frage ich mich dann, ob das überhaupt nötig ist... smilie_08
Ich weiß, was ich weiß, und ich sage, was ich sage. Das muss nicht zwangsläufig gleichzeitig stattfinden...

Frank the tank
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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon Frank the tank » 25.05.2018, 22:05

Nee, Deine Gedanken sind schon i.O.

Ich, rein subjektiv, stelle jeden Tag fest:
Die "Leute" merken, dass etwas verdammt schief läuft. Das hat noch keinen durchschlagenden Einfluß auf Ihr Leben. Die Stimmung ist im Ganzen nicht gut, ich kann das schlecht in Worte fassen.

Es sind die 200 Festangestellten, denen stehen 200 Zeitarbeiter gegenüber.
Es sind die Reinigungskräfte, denen die Minuten gestrichen werden, die dann bei Beschwerden unbezahlt nacharbeiten müssen.
Es sind die Azubis , denen 20% von der Azubi-Vergütung laut Satzung der Rechtanwaltskammer gestrichen werden können. Nach der unterbezahlten Ausbildung dann für 1500€, 20 Tage Urlaub ohne Sonderzahlungen arbeiten. Bei einer 40 Stundenwoche ist das unter Mindestlohn bei einer absolvierten Ausbildung.
Eine Schuhverkäuferin mit zwei neuen Kniegelenken, die mit 57 keinen Job mehr findet und 'rumhartzen muss ....
So, jetzt reichts aber.

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Alteisen1965
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Re: ARD: Ungleichland - Wie aus Reichtum Macht wird

Beitragvon Alteisen1965 » 25.05.2018, 22:32

Deine Beispiele sind (leider) nicht weit hergeholt und auch keine Einzelfälle mehr...

Ich bin seit mehr als 30 Jahren im Öffentlichen Dienst, und selbst hier ist es inzwischen so, daß frei gewordenen Stellen mit Leiharbeitern besetzt und Auszubildende nur noch befristet übernommen werden. Die hangeln sich dann mit 6-Monats-Verträgen über die Runden. Und diese Leute nehmen dann auch am Wirtschaftskreislauf nur bedingt teil, weil sie erstens nicht viel verdienen und zweitens nicht mal einen Fernseher im Blöd-/Planetenmarkt auf 12 Raten bekommen.
Von Deinen anderen Beispielen mal ganz abgesehen...

Dein "Die Stimmung ist im Ganzen nicht gut,..." trifft's ganz gut.
Ist wie bei Monopoly: Wenn einer der Spieler irgendwann 3/4 der Straßen hat, kannst Du eigentlich aufhören, weil Du weisst, daß da für Dich jetzt nichts Dolles mehr bei 'rüberkommt... :cry:
Ich weiß, was ich weiß, und ich sage, was ich sage. Das muss nicht zwangsläufig gleichzeitig stattfinden...


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