Beginnende Bargeldverbote

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Hannoveraner
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitrag von Hannoveraner »

Seeadler hat geschrieben: 29.11.2025, 14:28
salito hat geschrieben: 29.11.2025, 13:17 Das Beispiel mit der Klasse und den Billig Brötchen, wird nun aber nicht wirklich oft vorkommen...
Leider doch: Selbst regelmäßig erlebt und etliche weitere Fälle aus Erster Hand! Es hängt auch damit zusammen, dass die Schüler ihr Mittagessen oft nicht mehr in den Schulen einnehmen. In mehreren mir bekannten Fällen ist die Anmeldequote nur noch zwischen 30 und 50%. Das hat sicher Ursachen. An unserer und mir bekannten Uni-Mensen sieht es (noch) anders aus. "Billigbrötchen" ist nicht ganz korrekt, meist kaufen die Schüler Pizzastangen o.ä. + Energie-Getränke. Wenn ein dutzend Jugendliche per Handy bezahlen, dauert es wirklich länger, weil immer eins oder mehrere Bezahlvorgänge nicht funktionieren. Diese "Überfälle" sind bei den Mitarbeitern sehr beliebt. Praktisch verlernen die Jugendlichen auch den sinnvollen Umgang mit Geld, das halte ich für das größte Problem. Proteste gegen die Abschaffung des Bargeldes wird es aus dieser Generation kaum noch geben. In weiterbildenden Schulen anderer Länder, mir sind konkret Schulen in Tschechien und Russland bekannt, funktioniert das Prinzip Schulspeisung noch perfekt. So wie früher in Deutschland.

Nachtrag:

Die Schulspeisung selbst läuft meist auch Bargeldlos, also über Bezahlkarte, mit unterschiedlichen Bezeichnungen.
Das mit den Schülern erlebe ich regelmäßig. „Mein“ Supermarkt liegt an einem Schulzentrum. In den großen Pausen um die Mittagszeit drängeln sich die Schüler. Energiedrinks , Chips und co und die genannten Billigbrötchen, Pizzastangen usw sind das Standard. Vernünftige Ernährung , Mittagessen zu Hause usw, nimmt auch in Deutschland immer mehr ab.
Für uns waren die Malzeiten immer extrem wichtig. Wir haben versucht immer frisch zu kochen und vorzukochen. Gemeinsame Malzeiten in denen die Familie zusammenkommt um sich auszutauschen und Zeit zu verbringen. Für unseren Sohn waren das wichtige und prägende Rituale. Er kocht auch heute noch viel selber und hat Freude an den Lebensmitteln und der Zubereitung. Er wohnt jetzt in der vierten Studenten WG und ist immer wieder erschrocken wie unselbstständig viele in seinem Alter sind. Selber kochen können die kaum Nudeln, Fertigsaucen sind deren kulinarischen Highlight .

Bezahlen auch alle mit Apps , Uhren , Ringen usw. weiter weil das normal geworden ist. Die genanten Herausforderungen und zusätzliche Dauer erlebe ich auch immer wieder.
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Kolibri
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitrag von Kolibri »

Gemeinsame Mahlzeiten sind heute Nostalgie,da bist du ein Qldtimer.
In den Familien sind beide Eltern in der Regel berufstätig,Nachmittags sind die Kinder in der Betreuung,eine warme Mahlzeit am Abend muß schnell gehen.
Es ist in der Woche gar nicht mehr möglich das Essen frisch zuzubereiten und den Kindern Pausenbrote mitzugeben funktioniert auch nicht,die landen im Müll.
Das Schulessen ist für viele unbezahlbar,frisch gekocht wird da auch nicht.
Da wollen Eltern schon im Kindergarten vegane Ernährung,Schweinefleisch geht gar nicht.(Religion)
Wer an der Supermarktkasse Probleme hat ist selbst Schuld.Jeder kann seine Einkaufszeit selbst festlegen.
Wenn ich donnerstags morgens um 10 Uhr bei Aldi einkaufe stehe ich an der Kasse in der Schlange,komme ich dienstags morgens an die Kasse sitzt dort eine gelangweilte Kassiererin und freut sich auf Kundschaft.
Was spielt es für eine Rolle ob Kartenzahlung oder Barzahlung schneller geht,wer da im Zeitdruck ist macht etwas verkehrt.Zum Bezahlvorgang gehört auch die Waren auf das Laufband auflegen nach dem Scannen in den Einkaufswagen packen und bezahlen.Jeder der dabei in Hektik und Stress verfällt sollte den Einkaufswagen verkehrt mit dem Griff vom Körper weg in die Kassengasse schieben,einfach mal probieren,das Münzgeld lose in der Jackentasche und dann bezahlen,erst das Hartgeld dann die Scheine.
Da überlegt der Kartenzahler noch seine Geheimnr. da bist du schon fertig.
Wer zu den Stoßzeiten an der Kasse steht sollte auch mal an die Kassiererin denken und sich beim Bezahlen etwas Zeit lassen.
Sorry,ich bin vom Thema etwas abgekommen.
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Silbermann 1984
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitrag von Silbermann 1984 »

Ich finde euch da alle viel Symphatischer da man hier das gefühl hat das man noch was mit dem Wert des Geldes anfangen kann bzw. Dinge viel mehr zu schätzen weiß.

Ich kann nämlich sonst oft auch nur noch mit dem Kopf schütteln wieviele Konsum Lemmlinge da so rum laufen ohne Sinn und Versand das Geld nur so aus dem Fenster werfen .

Ich frag mich dann auch was mit mir nur nicht stimmt smilie_08 .
Selbst wenn man die Menschen direkt drauf Stößt und man denkt es müsste doch mal Klick machen und nichts passiert .

Und ich bin vielleicht so aus der Rolle gefallen das ich immer gerne bei meinen Großeltern gewesen bin die selbst eigentlich immer bescheiden gelebt haben (Kriegsgeneration) und nichts einfach so weg geworden wurde ohne vorher nicht noch mal einen Blick drauf zu werfen .
Deshalb kann ich meine und auch jüngere Generationen nicht wirklich verstehen ,sei es das sie 99ct. mit was weiß ich bezahlen als auch das sie wie die Lemmlinge konsumieren und konsumieren.
Da bin ich dann immer der Freak .
Ich hab neulich den 7 Jahre alten TV auseinander genommen als dieser auf einmal so einen Violetten Stich im Bild bekommen hat .
Ich konnte die LED Hintergrundbeleuchtung ausmachen ,bei Ebay habe ich für knapp 40€ Ersatz bekommen und diese Verbaut ,das Bild ist wieder wie neu .
Auch ich habe noch ein Butterbrot mit bekommen, von daher vermisse ich diese Zeit auch sehr denn heute ist so viel verrückt .

Grade heute wieder fragt mich eine anfang 30 Jährige wie das eigentlich mit den Adventskalendern ist wann man da das erste Türchen aufmacht ich hab erst gedacht ich hör nicht richtig.
Hab dann gesagt keine Ahnung aber die KI weiß das bestimmt .

Da denkt man sich noch 3 IQ Punkte weniger und die stehen auf einem Misthaufen und gaggern wie ein Huhn und suchen nach Würmern.
Rhenanus
500 g Barren Mitglied
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitrag von Rhenanus »

Was ich nie verstehen konnte, waren im Lehrerzimmer Kolleginnen und Kollegen, die kein Bargeld bei sich hatten. Wenn für irgendeinen Geburtstag oder ein Baby etc. gesammelt wurde, mussten viele immer passen, weil sie selbst Kleinbeträge nicht begleichen konnten.

Zu den Klassen an der Supermarktkasse: Das mag in Niedersachsen möglich sein, aber in vielen Bundesländern ist es den Schulen verboten, dass die Schüler/innen bis einschließlich Klasse 10 selbst mit Genehmigung der Eltern (begründete Einzelfälle) in der Mittagspause das Schulgelände verlassen. Die Oberstufe hat ihre Schulpflicht erfüllt und darf in die 'Stadt - bei G8 Chaos: Realschüler in Jgst. 11 durften, Gymnasiasten mit G8 waren noch ein Jahr schulpflichtig und durften nicht! Die Schüler der Mittelstufe sind über die Schule versichert, diese Aufsichtspflicht der Lehrer kann auch in der Mittagspause nicht auf die Eltern delegiert werden. In einigen Ländern ist das möglich. Die Haftung geht dann allerdings auf die Eltern über. Da darf man auf die Kosten für die Krankenkasse gespannt sein, wenn der Versicherungsschutz über die Schule von den Eltern in Eigenverantwortung übernommen wird: beim Unfall ist die Krankenkasse wohl nicht zuständig, wenn die Eltern eine Genehmigung für das Mittagessen in der Stadt erteilten.
Wir in NRW mussten vor dem Mittagsgong oft die Ausgänge besetzen, damit Schüler der Sek. I das Gelände nicht verlassen konnten. Außerdem gab es regelmäßig Kontrollgänge in der Stadt. Wer beim unerlaubten Verlassen des Schulgeländes erwischt wurde, musst mit einer Elternbenachrichtigung rechnen. Die Maßnahmen der Schulen sind in dem Fall begrenzt, aber in einigen Fällen wurden Schüler, die wiederholt auffielen, nicht mit auf Klassenfahrt genommen - das wirkte für den Rest der Klasse!

Mittagessen in der Schule ist wirklich kaum zu empfehlen, da es meist Nudeln, Kartoffeln, Reis mit roter Tomatensoße und kleinen Frikadellen, magere Hähnchenschenkel, Würstchen gibt, was sich gut abzählen lässt. Dazu etwas verkochtes Gemüse, meist Möhren / Erbsen, einen Joghurt oder Apfel. Wie beim Seniorenessen meist mehrere Stunden warm gehalten, oft werden nur die Sättigungsbeilagen in der mensa gekocht. Viele Ganztagsschulen sind mit der Umstellung auf den Ganztag bezüglich der Räumlichkeiten für das Mittagessen überfordert gewesen. Kein Platz für eine Mensa mit Küche, lediglich ein paar Kochstellen und eine Essensausgabe. Da müssen die Kleinen zum Essen schon mal klassenweise in einem Klassenraum untergebracht werden.
Weiterhin spielt die Schulform eine große Rolle: das Mittagessen wird an Gymnasien eher akzeptiert als an Gesamtschulen, wo die Kids am Mittag schnell an den Kiosk gehen (holländische Frikandel im Teigmantel), um dann zum Mittagsangebot zu wechseln. Wer zu spät kommt, für den ist Hallenfußball, Basketball, Comperterraum, Kicker, Sitzplatz in der Schülerbücherei etc. nicht mehr drin. Alle mit Bewegungsdrang verzichten da schon auf das warme Mittagessen. Wie oben schon erwähnt, müssen die Eltern meist eine Vorüberweisung für den Monat tätigen, was einige überfordert. Lieber dem Kleinen ein paar Euro in die Hand gedrückt, die an der Tanke in Chips und Süßkram / Cola umgesetzt werden. Bei vielen Familien am Gymnasium wird dennoch mehrfach pro Woche frisch gekocht und zusammen gegessen. Wer Geld / Bildung hat, verfügt meist über bessere Lebensmittel, einen gesünderen Lebensstil und wird älter, wie gerade in der Rentendiskussion wieder zu hören ist: Rentner mit geringen Renten sterben demnach 5-10 Jahre früher.

Zwischenzeitlich boomte an meiner Schule der Lieferdienst: Da wurden pro Klasse manchmal 10-15 Pizzen und Döner am Tor angeliefert, weil man dem Lieferdienst das Betreten des Schulgeländes untersagt hatte. Die Speisung fand dann in der Klasse statt, nach der Mittagspause durfte man dann im Pizzagestank neben einem Turm von Kartons unterrichten. Es gibt immer Mittel und Wege, wie man an anderes Essen als das in der Schule angebotene kommen kann!
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gullaldr
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitrag von gullaldr »

Die Schilderung der Pausenkontrolle klingt ja wie bei der Zonengrenze. :lol:

Also, ich bin lange aus der Schule raus. Aber bei uns in den 80ern war es überhaupt kein Problem, während Freistunden und Pausen den Schulhof zu verlassen. Der war nicht abgeriegelt, und die 2-3 Lehrkräfte, die vielleicht auf dem Pausenhof waren (sicher bin ich mir da nicht mal), hätten gar keine Möglichkeit gehabt, 1000 Schüler zu kontrollieren. Klar, wir sind regelmäßig in die Stadt gelaufen.

Wer wusste etwas von Versicherungen oder interessierte sich dafür?

Damals gab es auch subtile Zigaretten-Promotion für Jugendliche. Die hatten (ich glaube) von Schwarzer Krauser einen Truck-Anhänger auf einen großen Platz fußläufig zur Schule platziert. Darin waren Flipperautomaten, an denen man kostenlos spielen konnte. Bei Erreichen einer bestimmten Punktzahl gewann man ein Päckchen Tabak und Paper. Ich war 16, als ich den ersten Tabak gewann. Bin aber trotzdem kein großer Raucher geworden.
Rhenanus
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitrag von Rhenanus »

Die Aufpasser- und Kontrollfunktion der Lehrkräfte wurde immer mehr ausgeweitet. Bis Ende der 90-er Jahre kam der Karnevalsverein am Altweiberdonnerstag morgens um 10 Uhr zur Schule und holte die ganze Schulgemeinde ab, um zur Erstürmung des Rathauses zu gehen - die Lehrer als Aufpasser dabei. In Köln fielen schon am Vormittag haufenweise alkoholisierte Jugendliche in der Innenstadt auf. Und schon erging an die Schulen der Bezirksregierung Köln die Anordnung, dass vor Mittag (meist 12.30) die Schüler/innen in der Schule zu halten seien. Da standen wir dann mit 5-7 Kollegen vor den Türen des Pädagogischen Zentrums und hielten den Ansturm zurück.
Bis in meine letzten Dienstjahre haben ich um Karneval morgens ab 7 Uhr am Eingang der Schule (Beginn 7.45) mit mehreren Lehrkräften den Rucksack und die Tasche jedes Schülers und jeder Schülerin auf Alkohol und Böller untersucht. An nicht mehr original verschlossenen Flaschen wurde geschnuppert, ob Alkohol drin war.

Die Ankündigung, dass Alkohol auch an diesem Tag in der Schule verboten sei, erging an Eltern und Schüler/innen. Aber wer hält sich dran, wenn nicht kontrolliert wird? Einige Schulen haben schließlich die Konsequenz aus diesem auch für Lehrkräfte entwürdigenden Verhalten gezogen und am Donnerstag vor Karneval einen Studientag (Schularbeiten zu Hause) bzw. eine Fortbildung für die Lehrer angesetzt.

Als ich die Oberstufe besuchte (bis 1977), gab es noch eine offizielle Raucherecke auf dem Schulhof. Vor ca. 20 Jahren kam das Rauchverbot an Schulen (gesamtes Schulgebäude und Schulgelände) auch für Lehrer, die seit dieser Zeit zum Rauchen auf die Straße müssen - ja, wo bleibt denn da die Vorbildfunktion? 2007 durfte man mit 16 nicht mehr rauchen. 2003 schenkten mir ein paar nette Mädels auf der Abifeier einen Aschenbecher. Am nächsten Tag begann nach 30 Raucherjahren mein absolutes Nichtraucherdasein.

Damals wurden Zigaretten noch vielfach gegen Münzen am Automaten gezogen und das Bier am Kiosk bar bezahlt. Und in der Kneipe mit Karte bezahlen, habe ich nicht erlebt. Fahre ich heute über die Grenze nach NL zur Frittenbude oder zum Woichenmarkt, so ist bei den Nachbarn das Pinnen (digitales Bezahlen) sehr beliebt. Für mich nicht akzeptabel.
Seeadler
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitrag von Seeadler »

Eben im Selbstbedienungsbereich meiner Bank: Ein Geldautomat defekt, der andere spuckt kein Geld aus :(
Mehr Automaten bietet die Bank in meiner Stadt nicht. Früher waren es deren vier. Die zweite Filiale wurde allerdings vor einigen Wochen geschlossen.

Brecht würde sagen: Erst funktionieren die Bankautomaten nicht, dann das bargeldlose Bezahlsystem an sich nicht mehr...
Kolibri
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitrag von Kolibri »

Wochenende,Monatsende,da brauchen viele Bargeld.
Da darf man sich nicht wundern wenn der Automat mal leer ist.
Planung und Vorsorge ist alles.
Seeadler
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitrag von Seeadler »

Kolibri hat geschrieben: 30.11.2025, 20:00 Planung und Vorsorge ist alles.
Gilt auch für die Bank: Soll nämlich 12 x pro Jahr vorkommen, seit Jahrzehnten...
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Dr. Metall
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitrag von Dr. Metall »

Wir leben mehr und mehr in der Welt, in der man den Menschen haben möchte. Es soll alles gläsern sein und kontrolliert werden können. Die Menschen werden immer mehr zur Unselbstständigkeit und zur Verblödung erzogen.

Ich kenne Menschen, die um die Anfang 40 sind und die Welt von früher mitbekommen haben. Diese Menschen sind in Teilen nicht in der Lage, selbst einkaufen zu gehen, sondern lassen sich systematisch Einkäufe nach Hause liefern. Mir kann niemand erzählen, dass bei rund 70 bis 80 Stunden, die die Supermärkte von montags bis samstags geöffnet haben, man nie Zeit hat, um seine Einkäufe zu erledigen, zumal einige Geschäfte um 22 Uhr schließen.

Gleiches gilt für die Nutzung der KI. Sie ist praktisch, ja. ChatGPT kann binnen einer Minute einen Bewerbungstext schreiben oder welchen Text auch immer. Aber will man wirklich, dass das unsere Zukunft ist?
Irgendwann ist der Mensch von heute falsch abgebogen, das beginnt vor 15/20 Jahren, vielleicht sogar etwas früher. Die Zeit des Internets, der sozialen Medien und Netzwerke, etc. waren und sind der Anfang vom Ende in der genutzten Form wie wir es erleben.

Ich gehe möglichst ohne aktives Navi. Wenn ich wohin muss, schreibe ich mir auf, wie ich von der einen Stadt in die andere komme, wann ich welche Ausfahrt an der Autobahn nehmen muss. Erst wenn ich in der unbekannten Stadt bin, schmeiße ich das Navi an, um die Zieladresse zu finden. Innerhalb der Stadt, wo ich bin, gucke ich vorher auf Maps, wie ich ans Ziel komme, wenn ich das Ziel nicht kenne und gehe genauso vor. In aller Regel klappt es gut. So nutze ich das Internet zielgerichtet und so ist es eine Hilfe.

Wenn ich darauf mein ganzes Leben stütze, verliere ich meine Selbstständigkeit. Deshalb sieht unsere Welt so aus wie sie ist. Die Menschen kommunizieren immer weniger, sie ziehen sich zurück, sie vereinsamen und verlernen immer mehr. Ich sehe den Tag kommen, an dem die Schulen die Handschrift durch das Tippen am Computer ersetzen werden. Wozu noch Stift und Papier?

Wir sind auf einem ganz falschen Weg, nur merken das die Wenigsten, weil sie sich kaum Gedanken machen. Im Gegenteil, alle finden es hervorragend, mit Handy, Karte und Co. zu bezahlen und digital unterwegs zu sein. Willkommen in der schönen neuen Welt.
Zuletzt geändert von Dr. Metall am 05.12.2025, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Polkrich
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitrag von Polkrich »

Dr. Metall hat geschrieben: 05.12.2025, 12:01 Wir leben mehr und mehr in der Welt, in der man den Menschen haben möchte. Es soll alles Gläsern sein und kontrolliert werden können. Die Menschen werden immer mehr zur Unselbstständigkeit und zur Verblödung erzogen.

Ich kenne Menschen, die um die Anfang 40 sind und die Welt von früher mitbekommen haben. Diese Menschen sind in Teilen nicht in der Lage, selbst einkaufen zu gehen, sondern lassen sich systematisch Einkäufe nach Hause liefern. Mir kann niemand erzählen, dass bei rund 70 bis 80 Stunden, die die Supermärkte von montags bis samstags geöffnet haben, man nie Zeit hat, um seine Einkäufe zu erledigen, zumal einige Geschäfte um 22 Uhr schließen.

Gleiches gilt für die Nutzung der KI. Sie ist praktisch, ja. ChatGPT kann binnen einer Minute einen Bewerbungstext schreiben oder welchen Text auch immer. Aber will man wirklich, dass das unsere Zukunft ist?
Irgendwann ist der Mensch von heute falsch abgebogen, das beginnt vor 15/20 Jahren, vielleicht sogar etwas früher. Die Zeit des Internets, der sozialen Medien und Netzwerke, etc. waren und sind der Anfang vom Ende in der genutzten Form wie wir es erleben.

Ich gehe möglichst ohne aktives Navi. Wenn ich wohin muss, schreibe ich mir auf, wie ich von der einen Stadt in die andere komme, wann ich welche Ausfahrt an der Autobahn nehmen muss. Erst wenn ich in der unbekannten Stadt bin, schmeiße ich das Navi an, um die Zieladresse zu finden. So nutze ich das Internet zielgerichtet und so ist es eine Hilfe. Wenn ich darauf mein ganzes Leben stütze, verliere ich meine Selbstständigkeit. Deshalb sieht unsere Welt so aus wie sie ist. Die Menschen kommunizieren immer weniger, sie ziehen sich zurück, sie vereinsamen und verlernen immer mehr. Ich sehe den Tag kommen, an dem die Schulen die Handschrift durch das Tippen am Computer ersetzen werden. Wozu noch Stift und Papier?

Wir sind auf einem ganz falschen Weg, nur merken das die Wenigsten, weil sie sich kaum Gedanken machen. Im Gegenteil, alle finden es hervorragend, mit Handy, Karte und Co. zu bezahlen und digital unterwegs zu sein.
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Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also hört auf, euch wie ein Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit. Anthony Hopkins
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