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Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Allgemeine Diskussionen zu Silber, Gold und Edelmetallen, sowie die Entwicklung des Gold- und Silberkurs.

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ChesterChrome
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Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon ChesterChrome » 22.01.2022, 00:14

Servus,

Ich hab mit meinen Bruder mal so diskutiert was bei einem eventuellen Verkauf passieren könnte.
Ich sag mal zum Beispiel habe ich einige Münzen in Prooflike, oder polierte Platte.
Jetzt sagen wir mal müsste ich diese verkaufen, dann kann es doch möglich sein, das ich zu einem Händler gehe, er das erkennt das es wertigere Münzen wären aber der mir lediglich den schmelzpreis zahlen will, und sich Gründe raussucht warum die Münze kein prooflike wäre oder sonst was.

Ich meine, das wäre ein Haufen Gewinn dann für ihn wenn er diese wieder verkauft.

Denkt ihr das es wirklich solche Händler gibt, oder sind die auch wirklich so, das die auch den Preis bezahlen die die Münze wirklich wert wäre.

Das spukt mir nun schon im Kopf rum, weil man es ja echt nicht genau sagen kann was in den Köpfen von manchen Händlern so rumschwirrt.

LG, chesterchrome

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salito
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon salito » 22.01.2022, 00:56

naja, was willste hören. Der Gewinn liegt im Einkauf.... es wird beide Arten Händler geben, wobei ich die Zahl derer fair bezahlen (würden), geringer einschätze

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kkdooo
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon kkdooo » 22.01.2022, 01:36

Hallo und willkommen im Forum Chesterchrome,

was Du als "Herumspuken in Deinem Kopf" bezeichnest sagt aus, dass Du auf Gedeih und Verderb der Silbersammelleidenschaft verfallen bist smilie_02 smilie_01

In so fern erstmal gut für Dich, da Du nun die Ruhe und die Zeit hast keine unüberlegten Kaufentscheidungen zu treffen, da Du a eh bei der Stange bleiben wirst.

Und glaube mir, man kann endlos lange hin und her abwägen (Herumspuken im Kopf..), Preise vergleichen, Infos heranziehen etc. etc. und greift dennoch tief ins Klo.

Oder ein Kumpel erzählt voller Begeisterung von einer Münze
wo ich selber nur denke: Lieber ab ins Klo damit.
1-2 Jahre später hat die Münze dann 50% plus gemacht und ich mach ne lange Nase.

So gibt es im EM-Bereich fast unzählige Themen, die aufkommen können/werden, wenn man sich für einen bestimmten Taler interessiert.

Den größten Hype bei Lunar II gab es zur Drachenzeit 2012. Durch Zufall vorhin Preise der 0,5oz gesehen.
Es sind heute die günstigsten 1/2ozler der Lunar II... (über die Gründe Grübel mal selbst).

Zu Deiner Frage: Händler proof Ankauf...
Antwort: Proof an Händler ist so gut wie immer schei...

Und Ausnahmen wüsste ich aus den letzten Jahren wenig bis so gut wie keine

Was glaubst Du, wo von der lebt ??? Wie beim Autohändler, der gibt Dir auch nicht (deutlich/merkbar) mehr nur weil Dein Ofen so hübsche Zierleisten hat.

Aber ich sage Dir ganz ehrlich, ich hatte damals ähnliche Fragen, leider oft dann nach dem Kauf noch mehr als vor dem Kauf :mrgreen:

Aber zu proof und Aufpreise An-Verkauf etc. findest Du hier im Forum noch diverse Meinungen, auch konträre, und dennoch, obwohl sehr unterschiedliche Anlage-und Auswahlaspekte herangezogen werden, beides erfolgreich möglich. Grade das finde ich auch so interessant an den em´s, es ist eben ein sehr vielfältiges und vielschichtiges Hobby insgesamt.

Suchst Du was proofmäßiges schaue Dich (zu Anfang) vielleicht etwas in der Semi Numismatik Ecke um.
Der Aufpreis ist nicht so hoch wie bei "reinen" proofs, das Münzbild für Dich aber wahrscheinlich schon etwas ansprechender als reine Bullion. Obwohl Dir die Libertadsfreunde sicher auch wieder was ganz anderes erzählen werden, oder Maple Fans etc etc, wie zB. schimmernder/matter Glanz oder ähnliches, keine Ahnung.

Wäre ich Du, würde ich wohl derzeit mit den halben Tigern beginnen, kann man (Silberpreisunabhängig) grad wohl nicht zu viel mit falsch machen (oder doch, Drache und so ?!?) und wenn Du es lieber gleich etwas spannender liebst, dann vielleicht ein paar von den Tiger Kilos. Könnte ne schmerzhafte Erfahrung werden, dadurch aber auch eine sehr lehrreiche smilie_09

Auf jeden Fall rennt man nicht mit seinen pp-Münzen zum Händler.

Dort gibt es den Schmelzpreis, fertig aus und anonymer geht es wenn gewünscht sicher auch.

ChesterChrome
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon ChesterChrome » 22.01.2022, 03:27

Das ich der sammlerleidenschaft verfallen bin, glaub ich auch smilie_11

So eine ähnliche Meinung wie kkdooo hab ich auch, wie mit dem Autoverkäufer. Und ja ich wäge auch wirklich ab und Vergleiche Preise. Ich kauf mir auch nicht Impuls mäßig eine, sondern wäge ab ob ich sie wirklich brauche. Außer es gefällt mir eine richtig gut und der Preis stimmt, dann nehme ich die mit :)
Fänge auch nicht mitten in einer Serie an. Aktuell hab ich mit den fiji Cats Serie angefangen und werde auch die Dogsserie mit ins Portfolio nehmen. Die gefallen mir hald echt super und wenn irgendwann plus drauß wird auch gut.

Kaufe auch bullionmunzen wie maple leaf, krugerrand usw. Je nachdem welche gerade nah am Spot verkauft wird und ich das Kleingeld habe. Somit hab ich so ne schöne Mischung und wenn ich wirklich mal verkaufen muss, tut es mir bei den bullionmunzen nicht wirklich weh :)

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ddag47
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon ddag47 » 22.01.2022, 04:04

Genauso halte ich das auch.
Grabbelsilber nah am Spot für den Verstand, was schönes für die Augen und immer mal wieder eine Erstausgabe/Serienstart für den Bauch.
smilie_01

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sternengong
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon sternengong » 22.01.2022, 07:35

ddag47 » 22.01.2022, 04:04 hat geschrieben:Genauso halte ich das auch.
Grabbelsilber nah am Spot für den Verstand, was schönes für die Augen und immer mal wieder eine Erstausgabe/Serienstart für den Bauch.
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Das hast Du schön umschrieben. smilie_01
Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden smilie_01

Learner
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon Learner » 14.06.2022, 08:32

Hallo zusammen,
meine Frage schließt hier an - allerdings in der anderen Richtung. Ich beschäftige mich eher mit Junk-Silber. Allerdings nicht mit irgendwelchen 5 oder 10 EUR Münzen sondern eher mit Standard 1oz-Münzen wie Maple, American Eagle oder dergleichen. Diese kann man ab und zu im 100er Pack bei der ESG kaufen und sie sind unglaublich viel günstiger als der normale 1oz Preis derselben Münzen. Nun kann man zu Junk-Silber viel lesen, findet aber dann i. A. doch immer wieder nur Hinweise dazu, wie es mit abgekrabbeltem Zeug ist und nichts darüber, wie es sich mit dem Zeug verhält.

Die Ankaugspreise von Münzen generell kann man ja bei gold.de/silber.de vergleichen. Was mir dabei nicht so wirklich klar ist: welchen Zustand erwarten denn die Händler da? Ich vermute, es wird so sein, dass die Händler, welche mit einer Bereitschaft viel zu bezahlen auftreten auch den besten Zustand erwarten und andersrum (entsprechend wenn dann die o. g. Probleme entstehen können). Insofern gehe ich davon aus, dass die Junk-Münzen der ESG im Endeffekt bei jedem Händler den selben Preis bringen - wenig bis nichts über dem Spot? Alles andere wäre auch eher unlogisch, da die höchsten Ankaufspreise immer über dem VK der ESG liegen.
Insofern finde ich das eine recht sichere Anlagesache, weil man sich beim Verkauf wenig mit dem Händler über den Zustand streiten muss, sondern einfach den Spot bekommt - wenn man mehr bekommt - umso schöner.

Habe ich da irgendwelche Denk- oder Wissenslücken?

Grüße

Rhenanus
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon Rhenanus » 14.06.2022, 10:04

Learner » 14.06.2022, 08:32 hat geschrieben:Die Ankaugspreise von Münzen generell kann man ja bei gold.de/silber.de vergleichen. Was mir dabei nicht so wirklich klar ist: welchen Zustand erwarten denn die Händler da? Ich vermute, es wird so sein, dass die Händler, welche mit einer Bereitschaft viel zu bezahlen auftreten auch den besten Zustand erwarten und andersrum (entsprechend wenn dann die o. g. Probleme entstehen können). Insofern gehe ich davon aus, dass die Junk-Münzen der ESG im Endeffekt bei jedem Händler den selben Preis bringen - wenig bis nichts über dem Spot? Alles andere wäre auch eher unlogisch, da die höchsten Ankaufspreise immer über dem VK der ESG liegen.


Händler sind Profis mit einem durchkalkulierten und sich täglich neu den Anforderungen des Marktes stellenden Handelsprinzip. Sie haben laufende Kosten, zahlen Steuern und müssen unter dem Strich schwarze Zahlen schreiben. Zunächst einmal solltest du deine Kosten berechnen: da fällt in der Regel schon Versand beim Kauf und Verkauf an. Bei größeren Gewichten und höherem Wert - es soll sich ja lohnen - kommen da schon erwähnenswerte Kosten zustande.
Bullionmünzen, die Händler zum guten Preis über Spot ankaufen, sind in der Regel Tube-Ware. Da darf die oberste Münze auch mal angelaufen sein. Viele machen keine Abschläge bei Milchflecken, andere schon. Die Münzen sollten jedenfalls nicht geschrubbt, verkratzt (tiefe Kratzer), am Rand beschädigt oder krumm sein. Ältere Bullions in gutem Zustand legen die Händler wahrscheinlich auf die Seite und verkaufen sie mit kräftigem Aufschlag (siehe ältere Jahrgänge Eagles, Libertad u.a.). Wenn Händler ältere Tubes ankaufen, reichen sie diese mit günstigerer Differenzbesteuerung an die Kunden weiter, d.h. du kannst solche Posten günstiger als die frisch geprägten des aktuellen Jahrgangs erwerben - und nimmst in Kauf, keine einwandfreie - frische - Ware zu bekommen. Die Münzen sind jedenfalls bankhandelsfähig.
Bei stark angelaufenen und verkratzten Münzen, wo es nur noch auf den Silbergehalt ankommt, kann die ESG oder ein Händler nach Gewicht als Junksilber verkaufen. Beim Ankauf reden wir aber nicht mehr von Spot, sondern vom Schmelzpreis, der ca. 10-12 Ct/Gramm unter Spot liegt. Als Vergleich sollte man auch immer die Preise für (Münz-)barren heranziehen: reines Silber, einmaliger Guss (statt 30-40 Prägungen und Verpackungen), gut lagerbar, in Folie wenig anfällig (Anlaufen, Milchflecken, Kratzer - auch hier wird A- und B-Ware unterschieden).
Bei stagnierendem Silberpreis solltest du einfach mal den Versuch machen, das gekaufte Junksilber bei einem anderen Händler - abzüglich deiner Kosten - mit Gewinn zu verkaufen. Der Händler seinerseits muss es auch wieder mit Gewinn / Steuer verkaufen können. Da würde der Händler doch besser sofort bei deinem Verkäufer einkaufen und deinen Gewinn ausschalten.
Viel Erfolg beim Versuch (gleicher Silberpreis bei Kauf / Verkauf ist Voraussetzung). Junksilber als Anlage bevorzugen einige, weil man sich nicht großartig darum kümmern muss. Man setzt auf steigende Silberpreise (auf Dauer). Davon sind dann aber auch Bullions und Barren betroffen. Günstig im Ankauf, aber auch weniger ergiebig beim Verkauf (vgl. bei Bullions Wiener / Maple mit Am. Eagle / Libertad).

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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon Learner » 14.06.2022, 10:34

vielen Dank für den Beitrag. Leider suggeriert er, dass ich die Idee habe, Junk-Münzen der ESG bei anderen Händlern mit Gewinn zu verkaufen. Genau dazu hatte ich aber was geschrieben, oder? Eben genau weil ich diesen angesprochenen Versuch nicht machen möchte, hatte ich hier gefragt. Was wird denn passieren? Wie läuft denn so ein Münzverkauf ab? Ich schreib dem Händler, was ich loswerden möchte, schicke das Zeug dann nach Aufforderung ab und dann? Gibt es eine Bewertung des Händlers oder wie läuft das? Ich gehe davon aus, dass z. B. die ESG die versprochenen, extrem niedrigen Ankaufspreise auch einfach bezahlen wird, egal wie die Münzen aussehen. Andere, die zunächst suggerieren, mehr zu bezahlen als die ESG für ihr Junk-Silber verlangt, werden wohl Abstriche machen, sodass am Ende ähnliches raus kommt. Stimmt das so? Oder wie kann ich einschätzen, welcher Händler "die Besten" oder auch nur faire Preise bezahlt? Am Ende muss ich sicher das Risiko eingehen und da hin fahren oder gar was abschicken, mit dem Risiko, dass ich mir das Zeug zurück schicken lasse und die Kosten trage. Aber - ist das alles, was ich machen kann?

Wenn ich mir die Preise dieser "Bullionmünzen" - zumindest der letzten Monate anschaue, bin ich eben nicht zu dem Schluss gekommen, dass ältere Münzen nennenswert günstiger sind, als aktuelle. Wenn man den Jahresfilter setzt, passiert am Preis fast nichts. Sind wir momentan in einer Sonderlage? Aus dem Grund gibt es für mich momentan 2 Alternativen: 1. Junk-Silber, ohne irgendwelche Erwartungen an Aussehen und Qualität oder 2. nagelneue Münzen, die dann vom Aussehen und der Qualität maximal gut sind, sodass sich tatsächlich auch ein höherer Verkaufspreis ergibt.
Letzeres erfordert für mich wahrscheinlich einfach einen zu hohen Aufwand. Ich hoffe, es kam raus, es geht mir nicht um Münzen gucken und sammeln sondern um Investment und ganz wenig anderes. Es mag schön sein, Mal so ne Münze in der Hand zu haben, aber insgesamt habe ich genügend Hobbies ...

Der andere Vorteil, den Junk-Silber eben hat ist, dass er alle Untergangsszenarien befriedigt, weil der Bauer, von dem man ggf. hofft, einen Sack Kartoffeln zu bekommen, wohl kaum auf die Qualität der Münze achtet - zumindest nicht so sehr, wie ein Münzhändler. Und genau da eignen sich die genannten bekannten Münzen am ehesten, weil sie einen wesentlich höheren Bekanntheitsgrad besitzen. Ein Bauer, der wissen soll, welchen Silbergehalt die 5DM Münze von 19xx hat, wird sich das sparen und einfach einen niedrigeren Wert ansetzen.

Ich möchte eigentlich ungern Werbung für die ESG machen, kenne aber keinen anderen Silberhändler, der das so anbietet. Interessant finde ich außerdem, dass die Pakete bei der ESG IMMER sehr schnell wieder weg sind. Über Ostern waren Mal für einige Zeit mehr zu haben, aber seither ...

Insgesamt möchte ich betonen, dass ich neu in dem Business bin und nicht nur mein Nick suggerieren soll, dass ich nahe keine Ahnung geschweige denn Erfahrung habe. Momentan beobachte ich den Markt einfach eine gewisse Zeit und möchte dabei entscheiden, was ich machen werde.

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Mahoni
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon Mahoni » 14.06.2022, 11:52

Nun weiß ich ja nicht in welchen Größenordnungen du dein Investment tätigen möchtest....aber ich meine raus zu hören das du das Zeug kaufst und auf die Seite packst für den Tag X.

Tubes oder besser noch Masterboxen der Top5 Bestseller unter den 1oz Münzen wären da mMn sinnvoll da hohe Fungibilität. Damit solltest du später keine großen Probleme haben. Daher eventuell auch eine Überlegung wert. Die 5er und 10er Gedenker haben mittlerweile auch ein ordentliches Aufgeld.
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Marek
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon Marek » 14.06.2022, 12:15

Moin,

Aus meiner Sicht sind so "Mangelunzen" zumindest privat nur schlecht zu verkaufen,
bzw. mit sehr hohen Abschlägen.
In der Regel kriegt man halt die billig eingekauften Sachen auch nur wieder billig "vom Hof" :? ,
man ist also (in €) letztlich wieder da wo man gestartet ist und hatte wahrscheinlich mehr Theater...
Ich denke auch mal, das der (Händler-) Spread für solche Dinger auch ca. dem von neuen Münzen entspricht... smilie_08

Bei neuen Münzen hat man zumindest die Chance, das die Sammlerwert entwickeln.
Eine Lunar III Maus in 1 OZ z.B. war somit ein echt guter Kauf...

Ich persönlich nehme lieber neue Münzen
( teils auch solche mit möglichst geringen Aufschlägen)
oder gleich "richtigen" Junk, also 5 / 10 DM z.B.
Letztlich auch eine Geschmacksfrage:
Ich gucke mir so "Leichen" schlicht nicht gerne an... smilie_08

Liebe Grüße
Marek

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hasenstab
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon hasenstab » 14.06.2022, 13:55

Wer für 14 Euro oder billiger gekauft hat, der macht auch mit der verkratztesten MF Bombe einen guten Schnitt, wenn er Heute verkaufen würde...alles eine Sache des Timings.

Rhenanus
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon Rhenanus » 14.06.2022, 13:59

Learner » 14.06.2022, 08:32 hat geschrieben:Die Ankaugspreise von Münzen generell kann man ja bei gold.de/silber.de vergleichen. Was mir dabei nicht so wirklich klar ist: welchen Zustand erwarten denn die Händler da? Ich vermute, es wird so sein, dass die Händler, welche mit einer Bereitschaft viel zu bezahlen auftreten auch den besten Zustand erwarten und andersrum (entsprechend wenn dann die o. g. Probleme entstehen können). Insofern gehe ich davon aus, dass die Junk-Münzen der ESG im Endeffekt bei jedem Händler den selben Preis bringen - wenig bis nichts über dem Spot? Alles andere wäre auch eher unlogisch, da die höchsten Ankaufspreise immer über dem VK der ESG liegen.


Sorry für das Missverständnis, Junk bei ESG zu kaufen und dann an Händler zu verkaufen.

Frage zur roten Markierung: Wenn der Händler dir Junk zum Spot oder wenig darüber abkauft, zu welchem Preis soll der dann die Dinger verkaufen, wenn die ESG sie nur zum Schmelzpreis ankauft? Um aus Junk verwertbares / handelbares Silber zu machen, muss man es einschmelzen. Schmelzpreis und Spot sind nicht gleich, weil dazwischen Kosten entstehen.

Du redest von Münzen und Händlern. So wird das nichts. Willst du Bullions verkaufen, müssen sie bankhandelsfähig sein, d.h. der Händler muss diese Ware mit Gewinn an Kunden weiterverkaufen können. Fehler habe ich oben beschrieben.
Willst du Sammlermünzen verkaufen, wird es schwieriger. Alles sollte original vorhanden sein, keine Kratzer, keine Milchflecken, meistens auch nicht angelaufen. Der Preis auf gold.de bezieht sich auf einwandfreie Ware - fehlen Verpackung oder Zertifikat oder die O-Kapsel, gibt es Abschläge oder gar keinen Ankauf.

PREISFINDUNG: manche Händler zahlen den Preis, wenn du die Ware in den Korb legst und sie am nächsten Tag abgeholt ( von dir geliefert) werden kann. Einige zahlen einen Teil oder sogar den kompletten Versand ab einer gewissen Höhe. Ist alles ok, gibt es schnell Geld aufs Konto (z.B. Heubach, Gold-Silber-Münzenshop, Silber Corner u.a.). Andere zeigen dir einen Preis im Netz, aber du bekommst, wenn alles ok ist, den Tagespreis, der höher oder niedriger sein kann, wie sich der Preis vom "Verkauf" bis zum Händler-Empfang entwickelt hat (z.B. Lohmann). Du weißt also nur ungefähr, was du bekommst.
Wenn der Händler nicht ankauft oder du seinen Preis ablehnst, geht es um die Kosten der Rücksendung. Es gibt auch Händler, die stellen dir eine Rechnung für ihre Arbeit, wenn die Ware nicht ihren Vorstellungen entspricht (Kratzer, Flecken etc.) - mit Rückversand kann das schon mal schnell 20-40 Euro ausmachen (ein solcher Ankäufer mit hohen Preisen fängt mit A ... an).

Fazit: Was du bekommst, hängt vor allem von dir selbst ab, indem du die Ankaufsmodalitäten der Händler genau durchliest. Nicht immer der höchste Preis ist das beste Angebot, sondern ein Mix aus Festpreis vor Abgabe, Versandbeteiligung und Verständigung mit dem Aufkäufer (Bedingungen). In jedem Fall vorher Kontakt aufnehmen und nicht einfach Münzen dorthin schicken. Hast du Fragen bei Sammlermünzen, weil sie vielleicht einen kleinen Fehler (Kapsel / oder Fehlteile) haben, lohnt ein kurze Anfrage. Einige wie Lohmann haben auch einsehbare Preise für Sammlerkram ohne Zertif. / Schatulle.

Bis auf einen Händler habe ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht mit den oben genannten Händlern. Viele nicht genannte Händler werden sicherlich ähnlich gute Leistungen bringen. Man muss sich nur selbst darum kümmern!


"Der andere Vorteil, den Junk-Silber eben hat ist, dass er alle Untergangsszenarien befriedigt, weil der Bauer, von dem man ggf. hofft, einen Sack Kartoffeln zu bekommen, wohl kaum auf die Qualität der Münze achtet - zumindest nicht so sehr, wie ein Münzhändler. Und genau da eignen sich die genannten bekannten Münzen am ehesten, weil sie einen wesentlich höheren Bekanntheitsgrad besitzen. Ein Bauer, der wissen soll, welchen Silbergehalt die 5DM Münze von 19xx hat, wird sich das sparen und einfach einen niedrigeren Wert ansetzen."

Wenn der Bauer seinen Sack Kartoffeln gegen den Altkram eintauscht, ist er schön blöd. Da kommen sicherlich auch Leute vorbei, die mit Gold mehr auf den Tisch legen und es liegt nicht so schwer in der Tasche, lässt sich besser verstecken und wieder zu Geld machen. Vielleicht ist dem Bauern aber auch die Flasche Schnaps lieber, um das Elend um ihn herum zu ertragen ...

Learner
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon Learner » 14.06.2022, 15:46

Danke für die Antworten.

Naja - die Frage ist: wie extrem die Krise wird. Anfangen wird sicher keine Krise damit, dass der Sack Kartoffeln eine Unze Gold kostet ;-)
Über meine Schnapsbrennerei oder andere Methoden sinnvolle Handelsware zu haben, schreibe ich ggf. in anderen Foren.

Abgesehen von all dem halte ich es für sehr kurzfristiges Denken, wenn jemand nur bis zum Ende dieses Lebens denkt. Krise ist daher endlich und ich zumindest, sehe keinen Grund, mich vor dem danach zu fürchten.

Panik95
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Re: Neulingsfrage zwecks Silberverkauf

Beitragvon Panik95 » 15.06.2022, 01:10

@learner
Den Sack Kartoffeln beim Bauer gegen Silber einzutauschen ist ein Irrglaube,wer kennt heute noch einen Bauern?Im Ernstfall wird sich der Bauer zuerst selbst versorgen,dann kommt Familie und Freundeskreis,der Staat wird einen Großteil der Ernte einkassieren.Du kannst nur nachts die Kartoffeln selbst ausgraben und klauen.
Silber würde ich nur 1. Wahl kaufen,sind die Aufschläge zu hoch abwarten oder ETCs kaufen.
Ich habe ca.2014 größere Mengen 1 Unzen bei Händlern gekauft,alles 1. Wahl in einwandfreiem Zustand.
Sauber verpackt und ca. 3 Jahre eingelagert.
2017 alles ausgepackt und geprüft,der Anteil mit Milchflecken war erschreckend.Die Münzen mit Milchflecken habe ich aussortiert und verschiedenen Händlern mit Fotos zum Kauf angeboten.
Viele Händler haben erst gar nicht geantwortet,es kamen auch ein paar Angebote deutlich unter dem Silberkurs.
Ich habe dann die Münzen in Lots zu 10 bis 20 Stück bei Ebay zum Spotpreis eingestellt,nach jeder Auktion war ich froh wenn 1 Gebot vorlag,die Hälfte aller Angebote mußte ich mehrfach einstellen.
Es dauerte mehrere Monate bis alles weg war.
2018 und19 habe ich dann wieder größere Mengen 1 Unzen zugekauft,nur milchfleckenfreie Ware.
2020 habe ich meinen gesamten Bestand schnell und problemlos über Ebay und Ebay Kleinanzeigen verkauft.
Es gab da viele Mehrfachkäufer,Qualität zahlt sich aus,Verkaufspreise deutlich über Händlerankaufspreisen.
Nur einwandfreie Qualität bringt die besten Preise.
Wer beim Händler 2.Wahl als Sonderangebot kauft sollte gleich prüfen was der Händler im Ankauf zahlt.
Die ESG zahlt im Moment 20,16€/Unze.


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