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immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon Bumerang » 10.10.2019, 10:32

MaciejP hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Wenn sie doch einiges an Geld kosten und auch noch besteuert werden, wie können sie den Index genau abbilden? Merkste was? Sie werden aber als solche angepriesen!

Wo werden sie als Anlageprodukte angepreisen, die nach Kosten und Steuern den Index "genau abbilden"? Und nach dieser Logik müsste man auch fragen, ob ein Krügerrand den Goldkurs überhaupt abbildet, der kostet auch Gebühren und ggf. Steuern.


Nein, sie sagen es eben nicht, sie suggerieren es. Dass diese Suggestion wirkt, kannst du ja auch hier im Forum beobachten. Viele glauben, dass ETF sich im Gleichschritt mit dem Index bewegen.

MaciejP hat geschrieben:
Jemand der wenig Geld verdient und in kleinen Summen spart ist dem Kursrisiko per Definition nicht gewachsen. Wer wenig verdient und kleine Summen spart, kann gar kein Risiko verkraften.

Wo ist das definiert? Gibt es da eine Regelung, bis X Euro pro Monat dürfen sie nur in ... ja was eigentlich anlegen? Gar kein Risiko hat nämlich überhaupt keine Anlageform, nicht mal Bargeld unter dem Kopfkissen.


Moment mal, du wirst mir vor, was du selbst sagst? Du sagst, der Anleger muss dem Risiko gewachsen sein, wenn er ETF kaufen möchte. Und wenn er nicht ist, was rätst Du ihm??

Sonst wird es zu einem "Entweder der Anleger verkraftet das Risiko, oder er verkraftet das Risiko", Nonsens Aussage.


MaciejP hat geschrieben:
saho111 hat geschrieben:Die interessanten Aktien (Nebenwerte) gibt es als ETF nicht, oder die gute Performance wird in einem Index/Basket plattgemacht.

Welche Nebenwerte fändest du interessant? Für den deutschen Aktienmarkt gibt es bspw. ETFs auf den MDAX oder den SDAX. Es gibt auch diverse internationale Small-Caps-ETFs, obwohl die nicht die richtigen Small Caps abbilden, sondern nur die kleineren der großen Unternehmen.


saho111 hat es auf den Punkt gebracht. Wer viel gewinnen will, muss Risiken eingehen. Wer das verkraftet, ist frei das zu tun.

Wer nicht, kann keine ETF kaufen, denn darin werden die Gewinner plattgemacht, mit den Verlieren. Also ist die Chance schon mal mäßig. Die ETF (wie alle Fonds) suggerieren aber sicheren Wohlstand weil perfekt gestreut. Sie sind aber ein Mix aus Gewinnern und Verlierern. Die im Index genau wie in allen Fonds aber NUR MIT VERLUSTEN ausgetauscht werden können. Wenn der Markt bricht, brechen sie mit ein, trotz Streuung. Am Ende wird sich zeigen wie die reale Kaufkraft dieser ETF sind. Nicht in 10 Jahren, sondern in 30 werden wir darauf schauen und es mit Immobilien und Gold vergleichen.

Dann wird aber jeder ETF Befürworter entweder Verschwunden sein, oder unter einem anderen Nick was anderes anpreisen, wie einst Silbersparer und Tysk die KLV noch vor ca 7 Jahren verteidigt haben.
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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon lifesgood » 10.10.2019, 12:14

Bumerang hat geschrieben: Am Ende wird sich zeigen wie die reale Kaufkraft dieser ETF sind. Nicht in 10 Jahren, sondern in 30 werden wir darauf schauen und es mit Immobilien und Gold vergleichen.


Nun wir besitzen alle nicht die Toplagen in Hamburg, Stuttgart oder München. Wie sich eine Immobilie entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab.

Ich habe im Juni hier vor Ort eine schöne, vermietete 2-Zimmer-Wohnung mit 51 qm TG-Stellplatz Baujahr Anfang der 90er für die Fa. gekauft. Im Grundbuch war noch die Grundschuld vom Kauf der Vorbesitzer eingetragen mit 170.000 DM (= 86.920 €). Das geht hin, damals hatte der qm neu 3.000 DM gekostet + TG-Stellplatz. Bezahlt haben wir 55.000 €. Und das war schon teuer. Wir haben in dem Haus schon mehrere Wohnungen gekauft, vor 3 - 4 Jahren noch für 800 €/qm.

Tolle Rendite, nicht wahr?

Das liegt daran, dass in den 90ern ein ähnlicher Immo-Hype war, wie zur Zeit. Ob die Immobesitzer, die heute zu horrenden Preisen neu kaufen, in 30 Jahren eine bessere Performance haben als die ETF steht in den Sternen. Für die Toplagen, von denen man in der Zeitung liest, mag dies stimmen. In der Breite habe ich da meine Zweifel.

Ich will Dir mal erläutern, was mich dazu bewegt, mich aktuell mit Aktien und ETFs zu beschäftigen.

Ich habe privat kürzlich im Immobereich was verkauft, wo mir die Renovierung zur Neuvermietung im Verhältnis zur erzielbaren Miete nicht sinnvoll erschien.

Mein EM-Anteil am Gesamtvermögen war bisher objektiv betrachtet schon zu hoch und ist durch die gut 20% Buchgewinn in 2019 noch weiter gestiegen.

Also macht eine Umschichtung in EM keinen Sinn, ebensowenig macht es für mich Sinn, den privaten Immobestand zu erweitern.

Daher fange ich zaghaft an mir ein dividendenorientiertes Depot aufzubauen. Zu diesem Depot zählen neben Einzelwerten eben auch ausschüttende ETFs. Zaghaft deshalb, weil ich durchaus noch mit einem (kräftigeren) Rücksetzer rechne und daher noch Pulver trockenhalte.

Wenn ich nun noch dagegenhalte, dass ich Mieterträge mit 47,67% (42% + Soli + Kirchensteuer) versteuern muss, aber Dividendenerträge nur mit 28,375% (25% + Soli + Kirchensteuer) und bei ETFs sogar nur 70% der Dividenden versteuere, dann sollte es möglich sein, dieselbe Nettorendite zu erwirtschaften, ohne den Arbeitsaufwand, der mit der Vermietung der verkauften Einheiten verbunden wäre. Rechne ich noch hinzu was durch Klimapaket noch zusätzlich in die verkauften Immos zu investieren gewesen wäre, komme ich auf jeden Fall besser weg. An weitere Szenarien, wie nicht mehr umlegbare Grundsteuer usw. mag ich gar nicht denken.

Was ich damit sagen will: Es gibt kein generelles Gut oder Schlecht, es ist immer vom individuellen Einzelfall abhängig.

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon Cardy » 10.10.2019, 13:02

lifesgood hat geschrieben:Wenn ich nun noch dagegenhalte, dass ich Mieterträge mit 47,67% (42% + Soli + Kirchensteuer) versteuern muss, aber Dividendenerträge nur mit 28,375% (25% + Soli + Kirchensteuer) und bei ETFs sogar nur 70% der Dividenden versteuere, dann sollte es möglich sein, dieselbe Nettorendite zu erwirtschaften, ohne den Arbeitsaufwand, der mit der Vermietung der verkauften Einheiten verbunden wäre. Rechne ich noch hinzu was durch Klimapaket noch zusätzlich in die verkauften Immos zu investieren gewesen wäre, komme ich auf jeden Fall besser weg. An weitere Szenarien, wie nicht mehr umlegbare Grundsteuer usw. mag ich gar nicht denken.

Was ich damit sagen will: Es gibt kein generelles Gut oder Schlecht, es ist immer vom individuellen Einzelfall abhängig.

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Dazu kommt noch ein Aspekt, den viele unterschätzen. Ein ETF (oder auch Standardaktien) lässt sich innerhalb von Minuten zu einem marktgerechten Preis veräussern. Das bedeutet natürlich nicht, dass man immer den erhofften Preis bekommt, aber im Fall der Fälle ist man damit sehr viel flexibler.

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon lifesgood » 10.10.2019, 13:20

... dieser Vorteil greift aber für EM ebenso. Ich kann den Verkaufspreis online fixen und habe, wenn ich es am selben Tag noch zum Händler bringe, auch noch am selben Tag die Kohle.

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon Bumerang » 10.10.2019, 13:57

Cardy hat geschrieben:Dazu kommt noch ein Aspekt, den viele unterschätzen. Ein ETF (oder auch Standardaktien) lässt sich innerhalb von Minuten zu einem marktgerechten Preis veräussern.


Nicht nur EM, wie lifesgood sagt, auch ein Haus lässt sich zu einem marktgerechten Preis immer veräußern.
Da es sich aber um eine große Summe handelt, will man einen bestimmten preis erzielen, bzw der Verlust scheint es einem hoch, deshalb wartet man, wenn man kann, um eben einen höheren Preis zu erzielen. Das bedeutet nicht, dass man nicht sofort verkaufen kann. Im Umkehrschluss nützten mir die 2 Minuten nix, wenn die ETF um 50% gefallen sind. Auch hierbei gilt das Gleiche. Wer warten kann und will, könnte höhere Kurse erzielen.

lifesgood,

du beschriebst eine etwas unübliche Situation. Du hats mehrere Immos, EM in nicht unerheblichem Umfang und liebäugelst nun auch mit Aktien(Fonds).

Ich rede vom Otto Normal. Der wird all das nicht nie erreichen. Er wird froh sein, wenn er seine Rente um den kaufkraftbereinigten Betrag eines Minijobs (500€), aufbessern kann. Meinetwegen der besser situierte Otto vielleicht um das doppelte. Und so weiter.

Wie viel man dann angespart haben muss mit 67, ist also leicht zu rechnen. Zwischen 100 und 200T kaufkraftbereinigt um davon 18 Jahre zu zerren. Das bedeutet, dass man monatlich Kaufkraftbereinigt 250 bis 500 sparen muss, ca 30 Jahre lang. Hier ist Schulöe, Studium Arbeitslosigkleit un d die erste Phase, in der man eher nicht spart, einkalkuliert.

Man muss locker 4 bis 5 % Rendite einfahren (mit Blick auf die Vergangenheit) um die Kaufkraft des Ersparten zu erhalten.

EM, haben das geschlagen, die eigene Immobilien um längen, denn hierbei muss man sogar die ersparte Miete einrechnen.

In deinem Beispiel nennst du den Preis für eine vermietet Wohnung, der 20 bis 30% unter dem Leerpreis liegen kann. Warum weiß du besser. Eigennutzer zahlen mehr als Investoren, letztere Machen den Abschlag bezogen auf die kleinere Mietrendite bei bereits vermieteten Objekte, die heute deutlich unter Neuvermietungspreise liegt, u.U., kann das schon mal das Doppelte sein. AUf 10 bis 20 Jahre hochgerechnet, könntest du die Wohnung günstig erworben haben ;-).

Hierbei hat nicht der Verloren, der Gebaut hat, weil er gebaut hat, sondern weil er vermietet hat. Das ist wiederum eine ganz andere Geschichte.

Wie bei Allem, muss man auf den Einkaufspreis achten. Wenn er zu hoch ist, klappt es halt nicht, man spart solange, bis es finanzielle möglich ist. Am besten EM.

Anders als bei Immobilien, wo die Lage und die Substanz relativ einfach geschätzt werden könne, ist man auf dem gesamten Aktienmarkt, ob mit Hilfe von Fonds oder nicht, in einer deutlich schwierigeren Positioin.

Die Hinnterherbeispiele kann man sich schenken! Die Masse hat bei SpK, VoBa, und Privaten so ziemlich abgeloosed. Nun kommen die, oder halt andere wie Balck Rock und sagen: Nee, alles scheiße, ws ihr hattet, die ETF bringen es. Ehernwort"

smilie_08 .War das in den 80-ern und 90-ern nicht mit Versicherungen? "Hast die Falsche", war die (eine) Masche, meine ich.
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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon PB350 » 10.10.2019, 14:10

lifesgood hat geschrieben:Wenn ich nun noch dagegenhalte, dass ich Mieterträge mit 47,67% (42% + Soli + Kirchensteuer) versteuern muss, aber Dividendenerträge nur mit 28,375% (25% + Soli + Kirchensteuer) und bei ETFs sogar nur 70% der Dividenden versteuere, dann sollte es möglich sein, dieselbe Nettorendite zu erwirtschaften, ohne den Arbeitsaufwand, der mit der Vermietung der verkauften Einheiten verbunden wäre.


Deine Aktienberechnung ist leider zu schön, um wahr zu sein, weil es bereits vor der Ausschüttung auf deinem Konto unternehmensseitig zu einer Versteuerung (Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag) kommt. Und die von dir genannten freigestellten 30 Prozent gibt es nicht geschenkt, sondern sie sind eine Art Kompensation für die Nachteile der neuesten Investmentsteuerreform.

Nichtsdestotrotz begrüße ich jeden Edelmetallanleger, der mehr Wert auf eine Vermögensstreuung legen möchte. smilie_01
Zuletzt geändert von PB350 am 10.10.2019, 14:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon PB350 » 10.10.2019, 14:27

Bumerang hat geschrieben:Nicht nur EM, wie lifesgood sagt, auch ein Haus lässt sich zu einem marktgerechten Preis immer veräußern.
Da es sich aber um eine große Summe handelt, will man einen bestimmten preis erzielen, bzw der Verlust scheint es einem hoch, deshalb wartet man, wenn man kann, um eben einen höheren Preis zu erzielen. Das bedeutet nicht, dass man nicht sofort verkaufen kann. Im Umkehrschluss nützten mir die 2 Minuten nix, wenn die ETF um 50% gefallen sind. Auch hierbei gilt das Gleiche. Wer warten kann und will, könnte höhere Kurse erzielen.


Das sehe ich komplett anders. Ein Haus lässt sich niemals so schnell zu einem marktgerechten, weil transparenten Preis veräußern, wie das bei Aktien der Fall ist. Das beinhaltet schon das Wort: immobil (unbeweglich, nicht mobil).

In einem Fall wird von Millionen Menschen gleichzeitig der marktgerechte Preis einer Sache gleicher Güte/Beschaffenheit (z. B. eines Siemens-Anteils) in einem transparenten Verfahren sekündlich ermittelt. Und das Schöne ist, dass der ganze Verkaufsprozess komplett anonym, stress- und arbeitsfrei abläuft und man umgehend seine Moneten erhält.

In dem anderen Fall handelt es sich um eine einzigartige, lokale Sache, für die erst einmal in einem sehr intransparenten und kleinen Markt ein marktgerechter Preis durch Interessenten und einen späteren Käufer ermittelt werden muss. Und danach kann es immer noch einige Wochen bis Monate dauern, bis man endlich seinen Verkaufserlös auf dem Konto liegen hat.

Am besten finde ich persönlich ja die Ansicht mancher Betongoldinhaber, dass ihnen Aktien wertmäßig zu sehr schwanken würden. Dabei schwanken einzelne Immobilienpreise in der Realität mehr als einzelne Aktien großer Unternehmen oder ein Strauß davon es je tun würden. Nur bekommen sie davon während des Haltens nicht viel mit, weil es keine Börse für Einzelimmobilien gibt.

Und ganz nebenbei: Die letzte große Finanzkrise ging aufs Konto der Immobilienmärkte. :wink:
Zuletzt geändert von PB350 am 10.10.2019, 14:53, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon lifesgood » 10.10.2019, 14:39

Bumerang hat geschrieben:Nicht nur EM, wie lifesgood sagt, auch ein Haus lässt sich zu einem marktgerechten Preis immer veräußern.
Da es sich aber um eine große Summe handelt, will man einen bestimmten preis erzielen, bzw der Verlust scheint es einem hoch, deshalb wartet man, wenn man kann, um eben einen höheren Preis zu erzielen. Das bedeutet nicht, dass man nicht sofort verkaufen kann. Im Umkehrschluss nützten mir die 2 Minuten nix, wenn die ETF um 50% gefallen sind. Auch hierbei gilt das Gleiche. Wer warten kann und will, könnte höhere Kurse erzielen.


... aus meiner Erfahrung; von der Entscheidung eine Immo zu verkaufen, bis die Kohle am Konto ist, mußt Du bei einem marktgerechten Preis mit 6 - 12 Monaten rechnen. Zum Schleuderpreis geht´s ein bisschen schneller. ;)

Den ETF oder das EM muss ich genausowenig verkaufen, wenn mir der Preis nicht gefällt. Aber wenn ich die Meinung bin, der Preis ist top, hab ich es schnell weg. So geschehen im April 2011, 2 Tage nach Verkauf kackte der Silberkurs ab.

Bumerang hat geschrieben:du beschriebst eine etwas unübliche Situation. Du hats mehrere Immos, EM in nicht unerheblichem Umfang und liebäugelst nun auch mit Aktien(Fonds).

Ich rede vom Otto Normal. Der wird all das nicht nie erreichen. Er wird froh sein, wenn er seine Rente um den kaufkraftbereinigten Betrag eines Minijobs (500€), aufbessern kann. Meinetwegen der besser situierte Otto vielleicht um das doppelte. Und so weiter.


Wenn aber Otto Normal nicht genug Geld für eine Immo hat, sollte er auch nicht alle Äpfel in einen Korb legen und seine Anlage diversifizieren. Gerade wer wenig hat muss sich auf mehrere Beine stellen, mit seiner Anlage. Hat er nur eine Anlageklasse, hat er ein Problem, wenn die gerade unten ist, wenn er Geld braucht.

Bumerang hat geschrieben:In deinem Beispiel nennst du den Preis für eine vermietet Wohnung, der 20 bis 30% unter dem Leerpreis liegen kann. Warum weiß du besser. Eigennutzer zahlen mehr als Investoren, letztere Machen den Abschlag bezogen auf die kleinere Mietrendite bei bereits vermieteten Objekte, die heute deutlich unter Neuvermietungspreise liegt, u.U., kann das schon mal das Doppelte sein. AUf 10 bis 20 Jahre hochgerechnet, könntest du die Wohnung günstig erworben haben ;-).

Hierbei hat nicht der Verloren, der Gebaut hat, weil er gebaut hat, sondern weil er vermietet hat. Das ist wiederum eine ganz andere Geschichte.


Stimmt so nicht, vor 6 Jahren hatte meine älteste Tochter im selben Haus eine leerstehende 3-Zimmer-Wohnung mit 72 qm und 2 TG-Stellplätzen für 60 k€ gekauft (nutzt sie aktuell selbst) und meine damalige Frau ein leerstehendes 40 qm-Appartement mit TG-Stellplatz für 25 k€ zum Vermieten.

Derjenige der vermiete hat, hat auch nicht verloren, weil der ja auch 25 Jahre die AfA hatte.

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon Frank the tank » 10.10.2019, 14:58

Der Herr Krall spricht in seinen Videos immer von Volatilität. Die Leute wollen alle keine Volatilität sondern Sicherheit! Die Volatilität ist aber in allen Anlageformen zu Hause.
Bei den KLV versprochene Renditen, kann nicht gehalten werden.
Immos schwanken, Em schwankt, Aktien auch, Sparbuchzinsen dito. So what
Es gibt keine 1000% Sicherheit. Als Anleger muss man mit Preisschwankungen leben und diese aushalten können. Deshalb ist die vielbeschworene Diversifikation ja so wichtig!
Läuft ein Asset schlecht, läuft meist ein anderes gut.
Benötige ich dann Cash, wird das zZt. gut laufende Asset verkauft.
Die selbstgenutzte Immo ist bei diesem Gedankenspiel außen vor.

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon PB350 » 10.10.2019, 15:07

Frank the tank hat geschrieben:Der Herr Krall spricht in seinen Videos immer von Volatilität. Die Leute wollen alle keine Volatilität sondern Sicherheit! Die Volatilität ist aber in allen Anlageformen zu Hause.
Bei den KLV versprochene Renditen, kann nicht gehalten werden.
Immos schwanken, Em schwankt, Aktien auch, Sparbuchzinsen dito. So what
Es gibt keine 1000% Sicherheit. Als Anleger muss man mit Preisschwankungen leben und diese aushalten können. Deshalb ist die vielbeschworene Diversifikation ja so wichtig!
Läuft ein Asset schlecht, läuft meist ein anderes gut.
Benötige ich dann Cash, wird das zZt. gut laufende Asset verkauft.
Die selbstgenutzte Immo ist bei diesem Gedankenspiel außen vor.


100-%ige Zustimmung, nur tritt mir Herr Krall stellenweise zu marktschreierisch auf. 2020 wird die große Bombe platzen, aber wenn wir seine Bücher erwerben, können wir uns davor schützen. smilie_11

Edit: Jahreszahl korrigiert.
Zuletzt geändert von PB350 am 10.10.2019, 18:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon Sapnovela » 10.10.2019, 15:11

Frank the tank hat geschrieben:Deshalb ist die vielbeschworene Diversifikation ja so wichtig!


Richtig! Diversifikation ist das A und O.
Mit ein klein wenig Übung, weiß man auch wie viel in die verschiedenen Anlageklassen sinnvollerweise angelegt werden.

Zum Lesen:
https://etf-blog.com/die-portfoliotheor ... -erklaert/

Der Hasenfuss an der Sache sind die Renditeerwartungen...
deshalb ist nach Michaud auch ein gleichgewichtetes Portfolio schon ein guter Startpunkt und nicht weit weg vom Optimum.

Man sollte auch nicht den Zeithorizont aus dem Auge verlieren, ein Portfolio will in Ruhe aufgebaut werden. Jede Anlageklasse hat ihre Zeit zum Kauf / Verkauf. Bspw. wäre ich bei Platin aktuell ehr auf der Kaufseite, bei Immobilien ehr auf der Verkaufsseite. Jetzt nur um das Portfolio rund zu bekommen viel in Immos zu stecken... muss man dann auch nicht zwangsweise. Gold konnte man letztes Jahr noch gut aufbauen, aktuell bin ich da auch ein bisschen vorsichtiger. Nicht anfassen / verkaufen würde ich aktuell Aktien, die durch kreditfinanzierte Rückkaufprogramme gepushed worden sind. McDonalds ist da ein schönes Beispiel.

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon Frank the tank » 10.10.2019, 16:19

Danke für den Link.

Für mich ist es jetzt zu spät in überteuerte Aktien zu gehen.

Die eigene finanzielle Intelligenz in frühen Jahren ersetzt den Bankberater.
Aber, wer bringt Dir das bei. Es ist doch gar nicht gewollt bei den jungen Leuten diese zu erzeugen. Schön arbeiten (die Rente ist sicher), später auf die Rentenlücke hinweisen und dann zu obskuren Finanzprodukten hin drängen. Diese Produkte sind dann teilweise so beschissen, dass man die versprochene Rendite nicht garantieren kann. Alle meine Kollegen die in Rente gegangen sind, haben sich die Augen über ihre Auszahlungen aus den Versicherungen gerieben. Die Versicherer: Das konnten wir doch nicht wissen .....

Daher werde ich auf meine Art und Weise diversifizieren.

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon saho111 » 10.10.2019, 16:23

PB350 hat geschrieben:
100-%ige Zustimmung, nur tritt mir Herr Krall stellenweise zu marktschreierisch auf. 2022 wird die große Bombe platzen, aber wenn wir seine Bücher erwerben, können wir uns davor schützen. smilie_11


Ich dachte, er erwartet den großen Bankencrash schon zum 2. Quartal 2020. Hat er den jetzt auf 2022 verschoben ?

Cardy
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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon Cardy » 10.10.2019, 16:36

Frank the tank hat geschrieben:Benötige ich dann Cash, wird das zZt. gut laufende Asset verkauft.

Verständlich. Man realisiert den Gewinn und fühlt sich gut, man lag ja richtig. Für das schlechte Investment gilt "hat noch Zeit sich zu erholen", "wird schon werden", "war langfristig gedacht", "die anderen sind zu blöd" und noch ein paar andere Ausreden. Meist dauern aber Trends länger, als man denkt, und die Erholung lässt auf sich warten.
Deshalb würde ich es eher umgekehrt machen. Das schlecht laufende Investment verkaufen und somit den Verlust begrenzen und das gut laufende eben weiter laufen lassen.

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Re: immer schön ETFs kaufen BlackRock auf arte

Beitragvon Bumerang » 10.10.2019, 16:52

PB350

marktgerecht ist das was man dir für genau deine Immobilie anbietet. Da ich selbst eine verkauft habe, weiß ich, dass man ziemlich schnell ernsthafte Angebote hat. Wartet man die 12 Monate ab, die lifesgood nennt, bekommt man mehr. Oder auch nicht. Dann verkauft man eben zum geringeren Preis, der dann doch marktgerecht war. Spielt es überhaupt einer Rolle, dass ich meine Immo nicht in 2 Minuten verkaufen kann? Wohl eher nicht.

Wenn ich 30 Jahre in Aktien gespart habe, kommt es sicher auch nicht darauf an, sie in 2 Minuten zu verkaufen. Denn sie können, wie gesagt, im Crash auch schon zu lang sein. Falls du überhaupt so schnell zu deinem PC/Smartphone greifen kannst um sie zu verkaufen.


lifesgood hat geschrieben:

Wenn aber Otto Normal nicht genug Geld für eine Immo hat, sollte er auch nicht alle Äpfel in einen Korb legen und seine Anlage diversifizieren. Gerade wer wenig hat muss sich auf mehrere Beine stellen, mit seiner Anlage. Hat er nur eine Anlageklasse, hat er ein Problem, wenn die gerade unten ist, wenn er Geld braucht.


Otto hat nie genug Geld für eine Immobilie. Aber er zunächst muss 250 bis 500 monatlich sparen, haben wir festgestellt. Warum Risiken eingehen damit? In 10 Jahren hat er 30 bis 60k plus Nominalverzinsung.
Damit kann er dann bequem finanzieren, was er sich halt leisten kann.

Mag sein, dass wer die letzte 10 Jahre auch Fonds neben Cash gespart hat, eine etwas bessere Rendite erwirtschaftet hat. Das muss aber nicht sein. Doch das Risiko, eine 50% cut zu erleiden, ist permanent. Wenn er dann die 60 voll hat und auf 30 zurückfällt, tut das weh bei der Finanzierung. Wie werden sich die Aktien in den nächsten 10 Jahren entwickeln? Schwer zu sagen, aber viel Luft nach oben dürfte nicht vorhanden sein. In EM schon eher. Also meine Strategie für Beginner, 50% Cash 50% E sparen, bis genug da ist um zu finanzieren.

lifesgood hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:In deinem Beispiel nennst du den Preis für eine vermietet Wohnung, der 20 bis 30% unter dem Leerpreis liegen kann.


Stimmt so nicht,.....

Derjenige der vermiete hat, hat auch nicht verloren, weil der ja auch 25 Jahre die AfA hatte.

lifesgood


Haarspalterei. Ja, in den 90-ern waren Immobilien mancherorts zu teuer, so dass sie sich bis in die 2010-er eher nicht positiv entwickelt haben. Das mag aber vor allem an der falschen Lage für den Preis liegen.
Sowas gibt es immer. Und ja, auch heute sind die Preise stark oben. Also muss man die Augen weit aufmachen. Ist alles zu teuer, dann eben weiter sparen. Dann eben mehr in EM als in Cash.



Es gibt Phasen im Leben, da stellt man fest, dass man zu spät ist. Das trifft heute für alle die bauen wollen, die noch vor 5 bis 10 Jahren gezögert hatten. Da kann ich leider nicht helfen.

Für EM ist noch nicht zu spät. Vielleicht diskutieren wir in 5 Jahren darüber, dass 5k für AU und 150 für AG ein wenig zu hoch sind, um darin noch zu investieren (eine ähnliche Inflation wie derzeit unterstellt).
Unmöglich? In den Medien lese ich seit 2000, dass die Immobilien fallen werden. Möglicherweise zünden die EM später als von uns Bugs gedackt. Doch die werden es.

Der Kursdax war 2000 höher als heute. Der Fakedax hat in der Zeit ohne Kosten und Steuern gerade mal 2,3% Rendite erwirtschaftet. Da hat man 2000 für einen Sparbrief mehr bekommen.

Wenn man glaubt, in einer Blase zu sein, weil Immos teuer sind. Wo sind dann die Aktien??? All time high wie bei Immos. Aber die Immos bringen noch sichere Mieteinnahmen. Ob die Aktiengesellschaften auch morgen noch die Dividende zahlen können?? Ob man morgen noch die Produkte braucht, oder sich leisten kann? Wohnen müssen wir immer. Seit wir die Höhlen enteckt haben.

Nachtrag:

Diversifikation.

Wer 2008 noch kein Haus/ETW gekauft hat, stattdessen sein erspartes in Aktien, Cash und EM hielt, hat garantiert die Differenz zum heutigen Immobilienpreis nie und nimmer erwirtschaftet, schon gar nicht überkompensiert.

Erst Sparen, dann Dach über dem Kopf dann der Rest. Wer anders handelt, wird es bereuen.

Krall sagt öffentlich was man machen soll, dafür braucht man sein Buch nicht.
Gruß

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