muenzfuchs hat geschrieben: ↑31.07.2025, 19:01
Kann ich erklären, es gab die letzten Jahren vor Jahresende keine offizielle Mitteilung mit den finalen Prägezahlen. Somit gab es auch keine Möglichkeit diese mitzuteilen.
Ich entschuldige mich für Informationen, die ich hier teilen wollte.
Kommt nicht wieder vor!
Bashing für Händler - Da komme ich mit klar, ABER:
1. Können die Händler nichts für die Ausgabepolitik der Mexikaner!
2. Es wäre jedem Händler lieber jeden seiner Kunden glücklich zu machen und um einiges lukrativer, 5.000 oder 10.000 Unzen zu verkaufen als 5 oder 10 oz, wie in diesem Jahr! Da müssten wir schon fünfstellige Beträge für Stücke bekommen, um diesen massiven Umsatzverlust auszugleichen.
Dass Händler nichts für die Ausgabepolitik der Mexikaner können, ist unbestritten. Entscheidend ist jedoch, wie sie mit den vorliegenden Informationen umgehen. Nirgends wird ein Nachweis der Quelle geliefert und die Banco de Mexico publiziert zum Beispiel NIE die Auflagen der Silber Reverse Proof. Sie hat dies auch noch NIE im VORAUS bezüglich BU-Ware getan und es wird hier nicht erklärt, warum die Liste eines amerikanischen Händlers, welche mir schon seit längerem bekannt war, ausschliesst, dass die Mexikaner so viel BU nachprägen werden, wie sie wollen (was übrigens schon 2015 bei den Gold-Libertads geschah). Wer mithin bereits auf Basis interner Stückzahlen mit überzogenen Preisen agiert, nutzt gezielt die Unsicherheit am Markt aus. Das hat mit seriösem Handel wenig zu tun und noch weniger mit einem fairen Umgang gegenüber Sammlern.
Der Verweis auf angebliche Umsatzverluste wirkt vorgeschoben. Wer tatsächlich beliefert wird – sei es mit fünf oder zehn Unzen – hat durchaus die Möglichkeit, diese marktgerecht an seine besten oder treusten Kunden weiterzugeben. Niemand zwingt Händler, aus jeder Knappheit ein Luxusprodukt für alle Spekulanten zu machen.
Wer stattdessen auf intransparente Einzelverkäufe und maximal denkbare Preisvorstellungen setzt, verspielt Vertrauen und schadet langfristig der Sammlergemeinschaft.
Wenn einem Händler Fairness egal ist, zeigt das vor allem eines: Er sieht Sammler nicht als Partner, sondern als reine Umsatzquelle. Das mag kurzfristig funktionieren – gerade bei stark limitierten Ausgaben, wo die Nachfrage ohnehin hoch ist. Doch langfristig untergräbt es Vertrauen und Glaubwürdigkeit.
Ein Händler, der bewusst auf maximale Gewinnspanne setzt und sich nicht um Transparenz oder gerechte Verteilung bemüht, macht sich zum Teil eines spekulativen Systems. Das ist sein gutes Recht – aber es ist auch legitim, ihn dafür zu kritisieren. Denn wer sich als Fachhändler positioniert, trägt Verantwortung gegenüber der Sammlerszene.
Wenn Fairness keine Rolle spielt, bleibt nur Marktlogik: Angebot, Nachfrage, maximaler Preis. Doch dann sollte man auch ehrlich sein und sich nicht hinter Ausreden wie „Umsatzverlust“ oder „Marktdruck“ verstecken. Wer sich so positioniert, muss mit dem Image leben – und mit der Frage, ob kurzfristiger Profit wirklich nachhaltiger Erfolg ist.