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China-Adventskalender

Anlagemünzen, Sammlermünzen, Numismatik und Barren - alphabetisch sortiert

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John_McClane
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Adventskalender 2017

Beitragvon John_McClane » 10.12.2017, 09:07

10. Türchen

Guten Morgen Zusammen,

ich möchte aufgrund des 10. Türchens, am 10. Dezember, einen Goldpanda anlässlich des 10. Jahrestages zur 1. Prägung des Pandamotives zeigen.

Wie Ihr wisst wurde der erste Goldpanda 1982 von der China Mint geprägt. 1991 wurde infolge des 10. jährigen Jubiläums eine Sonderprägung herausgegeben.

Folgende Varianten wurden dafür geprägt:
5 Kilo Gold, Auflage 10 Stck.
1oz Gold, Piefort Auflage 2.500 Stck.
1oz Silber, Piefort, Auflage 10.000 Stck.
1g Gold, Auflage 100.000 Stck.
3x verschiedene Medaillen je 3.3oz aus unterschiedlichen Materialien

Die zwei Piefort Stücke aus Silber und Gold haben beide das gleiche Motiv (kletternder Panda) auf der Vorderseite. Die Rückseite zeigt wie immer den Himmelstempel.

Nach Aussage von Peter Anthony soll auch der kleine 1g Goldpanda, 3yuan zu der 10. Jahres Gedenkserie gehören. Merkwürdig dabei finde ich jedoch, dass dieses Motiv sich nicht von der sonstigen 1991iger Serie abhebt, außer halt von der ungewöhnlichen Größe mit 1g.

In diesem Jahr zeige ich den Goldpanda in der Piefort Version zu diesem Anlass, 50 yuan, 1oz Gold, doppelt so dick wie die üblichen Goldunzen, dafür hat die Münze einen kleineren Durchmesser (27 mm). Die Auflage beträgt laut Literatur 2.500 Stück.
20171103_185426.jpg

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Öfters zu sehen bei Ebay ist das Pendant dazu in Silber (Auflage 10.000). Ich persönlich finde das Motiv ausgesprochen schön, auch wenn ich sonst nicht so der Pandasammler bin, konnte ich bei diesem Stück nicht widerstehen. Das Motiv ist für mich der Inbegriff für die Summe aller Goldpandas.

Viel Spaß weiterhin beim Sammeln vom Münzen/Medaillen aus dem Reich der Mitte und dem diesjährigen Chinaweihnachtskalender….

P.S.: Das 5 Kilo Goldstück zu dieser Gedenkserie zeige ich dann nächstes Jahr... smilie_07

Euer
„old school“ John
Zuletzt geändert von John_McClane am 10.12.2017, 10:21, insgesamt 1-mal geändert.
Das Maß der Dinge wenn es um Chinamünzen geht.....,die hercules Sammlung:

https://www.ngccoin.com/gallery/hercules/?Category=3168

"Frauen haben Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung........! Männer haben selbst Schuld und Selbstbefriedigung.....!"

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tenor
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Adventskalender 2017

Beitragvon tenor » 11.12.2017, 07:41

11. Türchen

Guten Morgen,
inspiriert durch das immer wieder diskutierte Thema „Verpackungen“ möchte ich Euch heute das
4x 10 Yuan Silber Set von 1997 „Chinesische Minderheiten“ vorstellen, die Motive der Münzen sind:

Gesal.jpg

Gesal König von Tibet

Gadamellin.jpg

Gadameilin aus der Mongolei

Li Xian.jpg

Madame Li Xian

She Xiang.jpg

Madame She Xiang

Auflage laut Zertifikat sind 28.000 Stück, aber es wurde wohl auch von diesem Set nur ein Bruchteil der geplanten Auflage tatsächlich hergestellt, da diese Münzen im Vergleich zu den Historischen Persönlichkeiten oder den Erfindungen & Entdeckungen wesentlich seltener auftauchen.

Als mich damals dieser Münzen Satz erreichte, war ich überrascht wegen des hohen Gewichtes und der Größe der Verpackung. Beim Auspacken war ich dann positiv überrascht, als eine etwas überdimensionierte Holzkiste zum Vorschein kam, in welcher eine klappbare Holzwand zum Aufstellen enthalten war.
Box.jpg


Die 4 Münzen sind in die Segmente der Holzwand eingelassen. Leider kann ich die chinesischen Schriftzeichen auf der Holzwand nicht lesen.
97 Minority.jpg


Eine wirklich schöne Art der Präsentation für dieses doch eher durchschnittliche Münzen Set.

Euch Allen weiterhin Viel Spaß beim China-Adventskalender !

EM-ET
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Adventskalender 2017

Beitragvon EM-ET » 12.12.2017, 08:11

Heute nun die Nr. 12

Heute möchte ich Euch die 2 Oz Silbermünze Mount Putuo vorstellen.
Dabei handelt es sich um eine Münze aus der Sacred Buddhist Mountain Serie. Im Rahmen dieser Serie fristet der Mt. Putuo ein wenig ein Mauerblümchendasein, da alle Welt nur von der wesentlich bekannteren Mt. Wutai Münze spricht.
Um diese Münze auch einmal ins Schaufenster zu stellen möchte ich sie zum diesjährigen Kalender beisteuern.
Die 2 Oz Silbermünze wurde mit einem Nominal von 20 Yuan im Jahr 2013 verausgabt. Die Auflage beträgt 100.000 Stück.


Der Mt. Putuo (Putuo Shan) ist einer der heiligsten Berge der chinesischen Buddhisten. Der Putuo Shan ist eine Insel und gehört zur Zhejiang Provinz unweit von Shanghai. Der Putuo Shan wird in der buddhistischen Mythologie als Sitz des Guanyin Bodhisattva (Erleuchtungswesen) Avalokiteshvara bezeichnet. Avalokiteshvara ist der Bodhisattva des universellen Mitgefühls und sein Name bedeutet frei übersetzt „Der Herr der die Welt betrachtet“. Eine Ältere Übersetzung des Namens bedeutet „Hörer der Klagen der leidenden Lebewesen“ Daher auch die Bezeichnung „Bodhisattva des univerellen Mitgefühls“.
Die Ursprünge dieses Heiligtums gehen zurück bis ins Jahr 863 als in der Chaoying Höhle von einem Mönch die erste Guanyin Statue aufgestellt wurde. Heute befinden sich auf dem Putuo Shan viele Tempel sowie eine mehr als 20 Meter große Guanyin Statue.

Ich wünsche uns allen noch viel Spaß mit dem Kalender 2017, eine schöne Vorweihnachtszeit und vor allem friedliche Weihnachten im Kreise unserer Lieben
Dateianhänge
Putuo 1.jpg
Putuo 2.jpg

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Adventskalender 2017

Beitragvon New » 12.12.2017, 23:07

Hallo alle zusammen und fröhlichen 13ten Dezember!

Ich habe die Ehre heute folgende Münzen vorstellen zu dürfen.

Und zwar die Münzen der traditionellen chinesischen „Huangmei Oper“ von 2017.


Kurz und knapp!
Die Vorläufer der „Huangmei Oper“ wurde soweit bekannt im späten 18. Jahrhundert in den Grenzregionen Anhui, Hubei und Jiangxi also im Süd-Osten Chinas entwickelt. Die „Huangmei Melodie“ wurde dort im Wesentlichen beim Teepflücken praktiziert und hat deshalb auch die Beinamen „Teepflück-Spiel“ oder „Lieder der Teepflückerinnnen“.
Mitte des 19. Jahrunderts wurde diese als eigener „Typ“ der Bühnenkunst anerkannt. Sie spiegelt überwiegend durch Gesang und Tanz das natürliche Leben ab.

So nun zu den Münzen...

Die 3g Au zeigt das Porträt der Hauptdarstellerin (Protagonistin) der Oper „Der weibliche Prinzen Gemahl“.
Auflage: 30000

Eine der 15g Ag Münzen zeigt eine klassische Szene der Oper „Nao Hua Deng – Feiern des Laternen Festes“.
Auflage: 60000

Die andere 15g Ag Münze zeigt eine klassische Szene der Oper „Da Zhu Cao – Den Garten jähten“.
Auflage: 60000


Die 150g Ag Münze zeigt eine klassische Szene der Oper „The Heavenly Maid and the Mortal – Das himmlische Mädchen und der Sterbliche“. Im Hintergrund die „Zhenfeng Pagode in Anqing“.
Auflage: 6000


Wünsche allen ein fröhliches, gesundes und entspanntes Weihnachtsfest.

Grüße
New

PS: Mein Bild ist nicht professionell aber ich bin ja auch kein Fotograf! smilie_01
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Aurifer
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Adventskalender 2017

Beitragvon Aurifer » 14.12.2017, 00:09

14. Türchen

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Guten Morgen, liebe China-Freunde!
Wie bereits bei der Platzvergabe angekündigt, geht es heute weniger um das Motiv an sich als vielmehr um den Hintergrund. Nach dem zu Beginn des Kalenders gezeigten güldenen Panda 2008 ist das silberne Pendant nun wahrlich nicht das, was mit Recht einen Platz an diesem Orte numismatischer Feinheiten beanspruchen könnte. Dennoch nimmt die Münze in meiner Sammlung einen wichtigen Platz ein und genießt eine Sonderstellung.

Seit einer Reihe von Jahren trage ich Britannia-Silberunzen und -Goldies auf Ersttagsbriefen oder als Coin Cover oder als besondere Sets zusammen. Meistens kommen sie aus England, aber auch in USA, Neuseeland, Australien, Norwegen usw. wurde ich schon fündig. Oft ist nur eine Britannia mit Briefmarken auf einem solchen Numisbrief zu finden, doch hin und wieder gibt es auch eine Kombination von 2 Silberlingen: Britannia und Concorde – Lady Liberty hat es auch schon in verschiedenen Sets mit der Britannia geschafft, allerdings nicht in einem Numisbrief.

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Auswahl aus der Britannia-Sammlung

Als ich erstmals den Panda-Britannia-Numisbrief 2008 als Erinnerungsgabe an die Olympischen Spiele in Beijing in der Bucht entdeckte, bot ich natürlich mit, kam aber nicht zum Zuge, da ich damals auch nicht einschätzen konnte, wie selten das Exemplar in Europa angeboten werden würde. Wie es kommen musste, wurde ich überboten. Der Ärger darüber wurde mit der Zeit größer, weil die Chance eines der 450 Exemplare zu ergattern mangels fehlendem Angebot gar nicht bestand.

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Doch das Schicksal wendete sich und tatsächlich tauchte vor drei Jahren das gesuchte Stück in der Bucht auf – zu einem ansehnlichen dreistelligen Sofort-Kaufen-Preis. Zuerst brauchte ich eine Woche, um den Verkäufer zu überzeugen, doch bitte nach Deutschland zu liefern, dann gab es harte Verhandlungen um den Preis: „You drive a hard bargain“ (ich kannte ja den letzten erzielten Preis) ist mir in Erinnerung geblieben.

Gekauft – bezahlt – auf den Versand gewartet. Der Brief wurde schnell abgeschickt und ... kam nicht ... und kam nicht ... und kam nicht. Unruhig geworden kontaktierte ich den Verkäufer und bat um die Sendungsnummer. Track & Trace auf Royal Mail zeigte mir an, dass meine Sendung auf dem Weg war. Ein paar Tage tat sich nichts. Bei einer erneuten Sendungsverfolgung dann großes Erstaunen: meine Sendung war kurz von Weihnachten in San Francisco gelandet. So langsam dämmerte mir, dass es mit den Weihnachtsgeschenk an mich selbst nichts werden würde.

Trotz meiner Erfahrungen bei DHL-Nachforschungen bei Verzögerungen nahm ich Kontakt mit Royal Mail auf. Am nächsten Tag hatte ich per Mail eine detaillierte halbseitige (!) Antwort zum seltsamen Verlauf der Sendung. Man bereitete mich darauf vor, dass es einige Tage dauern könnte, denn an / zwischen den Feiertagen stand wohl kein Flugzeug für die Postsendung zur Verfügung. Im neuen Jahr traf nach einem größeren Abstecher meine Sendung doch noch wohlbehalten ein – große Freude!

Das Besondere an dieser Ausgabe im Kreis meiner anderen Britannia-Numisbriefe ist einerseits der Umstand, dass zwei NATIONALMÜNZEN – Britannia und Panda – es auf einen Numisbrief geschafft haben, vielleicht weil die Idee von Olympia völkerverbindend ist. Diese Doppelnationalität findet sich auch in der Frankierung wieder, denn die eine Hälfte der Briefmarken ist chinesisch, die andere britisch.
Es gibt immer mal wieder einzelne Silberpandas bei mir, die als Beifang kommen und gehen. Nur dieser 2008er Silberpanda bleibt auf Jahre erhalten. Dies ist vielleicht eine Berechtigung, ihm im diesjährigen Chinakalender einen Platz einzuräumen – aber das müsst ihr entscheiden.

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Frohe Adventstage! smilie_24

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Polkrich
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Adventskalender 2017

Beitragvon Polkrich » 15.12.2017, 07:42

Kalenderblatt vom 15.12.2017

Nach den vielen schönen Münzen, die hier bereits gezeigt worden sind, habe ich lange überlegt, welche Münzen ich nun vorstellen bzw. zum Besten geben soll. Zuerst dachte ich an die Opernsätze 1999-2002, dann an die Berühmten Persönlichkeiten der chinesischen oder (Welt-)Geschichte, die wunderschöne Serie Entdeckungen&Erfindungen oder die traditionelle Kulturen. Diese wundervollen Serien sind hier aber bereits einem breiteren Sammelpublikum bekannt.

Dann erinnerte ich mich an die Worte von Wittu smilie_09 , dass es Münzen sein sollen, zu denen man eine persönliche Geschichte zu erzählen hat oder die ein Hobby wiederspiegeln. Seit langem bin ich an allem Militärischen interessiert, lese dazu viel und pflege viele Kontakte zu ehemaligen Offizieren. Auch wenn dieses Thema leider wenig "weihnachtlich" ist, möchte ich dennoch zu diesem Thema einige meiner Chinesen zu diesem Thema zeigen. Daher habe ich mich für zwei Münzen entschieden, die einen starken Bezug zu meiner Affinität für alles Militärische haben.

Münze 1:

10 Yuan Liaoning Flugzeugträger
Auflage: 50.000

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Die Münze wurde im Jahre 2012 anläßlich der Indienststellung des ersten chinesischen Flugzeugträgers, der Liaoning, herausgeben. Dieser Flugzeugträger hatte zu dem Zeitpunkt bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Er wurde zunächst 1985 in der Sowjetunion als "Riga" auf Kiel gelegt. Nach Fertigstellung der Außenhülle und der Maschinenanlagen wurde der Bau wegen der politischen Umstürze aufgegeben, die Riga an die Ukraine abgegeben und dort wegen Geldmangels an einen Unternehmer in Macao verkauft (1998). Dieser wollte ein Hotel/Casino auf dem Schiff errichten. Dort eingetroffen hatte der Käufer jedoch keine Lizenz für ein Casino, die Pläne lagen auf Eis. 2005 wurde das Schiff von der chinesischen Marine aktiviert und nun begann der große Umbau bzw. Modernisierung. Die Indienststellung geschah am 25.09.2012. Seither ist die Liaoning im aktiven Dienst der chinesischen Marine und im Verband mit Begleitschiffen bereits mehrmals dem Möchtegern-Hegemon in die Quere gekommen ;).

Münzen 2:

2 x 10 Yuan Chinesische Luftfahrtindustrie
Auflage: 20.000

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Das Set, bestehend aus 2 Münzen (2x 1oz), wurde anläßlich des 45. Jahrestages des Bestehens der chinesischen Luftfahrtindustrie 1996 herausgegeben. Gezeigt werden zwei chinesische Jagdflugzeuge, unten die J-8 II, oben die CJ-5. Die J8-II, auch Shenyang J-8 oder Jian-8 genannt, ist ein chinesisches Jagdflugzeug, welches 1969 erstmals in Dienst gestellt worden ist. Gebaut und häufig weiterentwickelt wurde der Jäger von der Shenyang Aircraft Corporation. Der Entwurf geht auf die sowjetische MIG-152 zurück. Das Flugzeug wurde häufig modernisiert und letztmalig 1997-2000 auf den Stand der Technik gebracht. Insgesamt wurden etwa 300 Flugzeuge dieses Typs gebaut, wovon laut Wikipedia noch 120 Einheiten im aktiven Dienst sind.

Die Nanchang CJ-5 ist ein chinesischer Lizenzbau der sowjetischen JAK-18, einem propellerbetriebenen 2-sitzigen Schulflugzeug. Sie wurde in China von 1954-58 mit einer Stückzahl von 379 Maschinen von der Hongdu Aviation Industry Group (früher Nanchang Aircraft Manufacturing Corporation) gebaut. Die Nachfolger-Maschine, die CJ-6, wurde ab 1958 gebaut, ebenfalls für Flugschüler etc.

Das Set konnte ich nach längerer Suche von einem älteren Sammler erstehen. In diesem Zustand (original sealed), mit CoAs und Box, relativ selten zu finden und wohl auch nicht ausgeprägt. Es zählt zu meinen Lieblingsstücken und wird wohl nie wieder verkauft, sondern vererbt werden 8).

Danke fürs Schauen. Euch allen eine weiterhin freudenreiche und vor allem friedliche Adventszeit. smilie_14
Judex non calculat smilie_06

pandapaule
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Adventskalender 2017

Beitragvon pandapaule » 16.12.2017, 00:03

16. Türchen

So ihr Lieben , nachdem hier ja schon so einiges an Münzen gezeigt wurde, hab ich mich in diesem Jahr für eine besondere Medaille entschieden. Natürlich mit Panda 8)

Es handelt sich hierbei um die erste " jüdische " Medaille , die von China geprägt wurde. (Shanghai Mint)
Sie erinnert an den 70. Jahrestag der Gründung eines Gebietes, das als " Shanghai Ghetto " bekannt ist . Es wurde ein vorübergehendes Zuhause für etwa 20 000 jüdische Flüchtlinge im 2. Weltkrieg .
Die Gestaltung der Medaille ist voller Symbolik in Bezug auf die humanitären Bemühungen Chinas, den seit 1930er Jahren aus Europa geflohenen Menschen einen sicheren Zufluchtsort zu bieten.

Jede Medaille ist einzeln nummeriert. Es gibt sie in
5oz Gold = 36
1oz Gold = 570
1oz Silber = 5773

Warum diese krumme Zahl bei Silber ? Ausgabejahr war 2013 , was im jüdischen Kalender dem Jahr 5773 entspricht .

Nun zur weiteren Symbolik :
Eine Seite zeigt eine chinesische Dame, die einen Regenschirm über einem jungen Mädchen hält, das einen Spielzeugpanda in der Hand hält .
Das Mädchen steht für einen jungen Flüchtling , der Panda ist ein Symbol für China und die Frau mit dem Regenschirm symbolisiert, daß China Freundlichkeit anbietet , die Flüchtlinge zu schützen.
Eine Mesusa(oder Mezuzah), ein kleines Pergament mit einer biblischen Passage, die in einem kleinen Kasten untergebracht ist, ist an einer Tür links neben dem Mädchen zu sehen .
Die Adresse an einer Tür neben der Dame ist 1943 , das Jahr, in dem der Distrikt geöffnet wurde.
Auf der anderen Seite sieht man die SS Conte Biancamano , eines der Dampfschiffe, das die Flüchtlinge transportierte.
Die Vögel am Himmel fliegen in einer Formation, die der Zahl 70 entspricht . (70.Jahrestag)

Eine kleine Schriftrolle begleitet jede Medaille und erklärt einige Symbole
Die Medaille und die Schriftrolle befinden sich in einer Holzkiste mit einer Glasplatte , die die Geschichte der "Kristallnacht" aus dem Jahr 1938 darstellen soll.

Ich habe selten eine Münze,oder Medaille gesehen, die so viele Details enthällt, die alle eine eigene kleine Geschichte erzählen.
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Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit

Euer PP smilie_24

PS: Bevor mich jemand für die Recherche lobt... ich hab fast alles abgeschrieben ;-)

PPS: @wittu Ich hatte tatsächlich erst vor, einen besonderen meiner kleinen Lieblinge zu zeigen...
Jedes Problem hat eine einfache Lösung.
Das Geheimnis liegt auf der Strecke zwischen den beiden.

rosab2000
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Adventskalender 2017

Beitragvon rosab2000 » 17.12.2017, 00:36

Hallo Liebe China Sammler Gemeinde (und alle Stillen Mitleser),

heute pünktlich zum 3.Advent möchte ich euch etwas ganz besonders zeigen.
Aygo hatte schon einen kleinen Ausblick auf die Mogao Grotten gegeben mit seiner Münze. Dieses möchte ich mit diesem Set etwas vertiefen. Es ist mein erstes Grotto Set und ich bin mächtig stolz darauf es bekommen zu haben.

Es besteht aus 6 Barren a 20 yuan und wird mit einem wunderschönen Buch geliefert in dem die Barren eingefasst sind. Es ist limitiert auf eine Auflage (offiziell) von 11.800 Stk. weltweit. Aufgrund das ich dieses Set erst einmal die Jahre in der Bucht gesehen habe, bin ich mir da aber nicht sicher, ob es auch ausgeprägt wurde. Das Set wurde 2000 ausgegeben und ist somit (glaube ich zumindest) das erste Set in den modernen chinesischen Münzen was sich mit den Grotten beschäftigt.


DISCOVERY Of LIBRARY CAVE IN DUNHUANG

Dieses Einzigartige Barren- Set widmet sich dem Magao Grotten Höhlenkomplex ( mit seinen 492 Höhlen auf einer Fläche von 41.806 qm2) in Dunhuang. Dieses Höhlensystem wurde zwischen dem vierten und vierzehnten Jahrhundert erschaffen und liegt direkt neben der altertümlichen Seidenstraße, die sich damals enormen Wachstums erfreute. Die Höhlen wurden im vierzehnten Jahrhundert aufgegeben und blieben bis Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts unberührt.

Die buddhistische Höhlenkunst, ganz wie der Buddhismus selbst, waren ein indischer Export nach China. China passte und wandelte diese Höhlenkunst ,als auch den buddhismus nach seinen Glauben und politischen Ansichten ab.

Die Höhlen wurden mit vielen religiösen Wandmalerein versehen ( die berühmtesten bildet dieses Barrenset ab). Diese Wandmalereien hatten die Funktion die buddhistischen Geschichten und Konzepte an ein des Lesens unkundiges Puplikum weiterzugeben. (Die Mogao Grotten sind wahrscheinlich die ältesten bekannten Grotten in China)

Folgende Höhlenmalereien sind im Set enthalten:

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Als eines der repräsentativen Werke der Dunhuang-Kunst wurde diese fliegende Devata auf der äußeren Gasse der Maler des himmlischen Palastes gemalt. Gemalt in der nördlichen Liang-Periode (421-439). Sie ist stark, mit vollem und rundem Gesicht. Sie hat eine Krone auf dem Kopf und einen Schal, der ihren Körper drapiert und im Wind tanzt. Die Hauptmerkmale dieser fliegenden Devata sind die gleichen wie die der Kucha, die zum Stil der westlichen Regionen gehört.


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Als eines der repräsentativen Werke der Dunhuang-Kunst war diese fliegende Devata in dem Gemälde Buddha, das das Gesetz an der Nordwand der Höhle predigte. Bis zur Taille nackt und mit einem weißen Rock bekleidet, verstreut die Blume fliegendes devata. Die attraktiven weißen Linien zeichnen ihre aufsteigende Bewegung. Die Künste des Nordens spiegeln den Wandel der buddhistischen Künste wieder, die sich unter dem kulturellen Einfluss der einheimischen Han-Nationalität einstellten.


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Als eines der repräsentativen Werke der Dunhuang-Kunst wurde diese fliegende Devata am oberen Teil der Südwand der Höhle bemalt. Elegant in rosigen Wolken schlendernd, hat sie ein schlankes Gesicht mit feiner Frisur, schlanke Figur. Sie spielte mit ihren schlanken Fingern das Konghu (das alte Zupfinstrument). Das Gemälde beweist, seit der Wei-Dynastie und der Jin-Dynastie, einen anderen Stil, der aus dem Zentralchina stammt, von dem die schlanke und listige Figur das Schlüsselwort ist.


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Als eines der repräsentativen Werke der Dunhuang-Kunst wurde diese fliegende Devata an der Decke der Höhle bemalt. die abgerundete fliegende devata ist stämmig, kräftig und kurz an vier Gliedmaßen. Die Auskleidungen des Gemäldes sind einfach und glatt. Ihr Gesichtsausdruck ist natürlich. Dieses Wandbild zeigt den typischen künstlerischen Stil der chinesischen nördlichen Nation-Xianbei.


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Als eines der repräsentativen Werke der Dunhuang-Kunst wurde diese fliegende Devata um die Caisson-Decke der Höhle in der Sui-Dynastie gemalt. Sie trägt einen langen Rock, hat eine kindliche Frisur und spielt hinter ihrem Rücken eine Konghu. Sie erfreut sich mit Leichtigkeit. Die Art und Weise, wie sie spielt, kann vom Menschen gehört werden, aber sie kann in einer imaginären Malerei verwirklicht werden.


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Diese stämmige fliegende devata wurde an der Südwand der vorderen Kammer der Höhle der Yulin-Grotten in Anxi County gemalt. Sie trägt Juwelen und hält Blumen in den Händen. Diese fliegende Devata springt von den rosigen Wolken herab, ihre Ärmel schweben in der Luft. Die künstlerische Konzeption dieses Wandbildes ist Leere und Vergänglichkeit.


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Rückansicht bei allen Barren gleich


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Komplett Set Mit Buch und Coa



Ich wünsche allen ein besinnliches Weihnachtsfest bald und noch schöne weitere spannende Tage mit unserem Kalender.... und verabschiede mich mit den Worten.... sind wir nicht alle ein bisschen China smilie_06 smilie_24


ps. Ich muss mich revidieren... die Mogao Grotten wurden schon früher am Rande eines Münz-Sets erwähnt bzw. dessen Malereien... und zwar bei der Seidenstraße 96. smilie_08 sehe ich gerade... der vollständigkeit halber noch ein Bild hierzu. Ich hoffe ich greife da niemanden vor smilie_06

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smilie_14 lg rosab2000 smilie_24

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Libertad1999
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Adventskalender 2017

Beitragvon Libertad1999 » 18.12.2017, 06:08

Guten Morgen ! Wir öffnen das Türchen Nr.18....

...nachdem wir nun tolle Raritäten, seltene Sammler-Editionen und sehr schöne Medaillen gesehen haben, möchte ich im heutigen Türchen nochmal einen Klassiker beleuchten, welcher gut in den China-Weihnachtskalender passt.

Gerade zur besinnlichen Weihnachtszeit sollte jeder von uns auch die Menschen bedenken, welche im Leben nicht so viel Glück hatten. Mit sinnvollen Spenden, Weihnachts-Päckchen Aktionen für arme Kinder o.ä. lässt sich dies sehr gut unterstreichen. Meine Frau und meine Wenigkeit sind in dieser Hinsicht alljährlich aktiv und freuen uns, wenn wir Bedürftige damit glücklich machen können.

Sinngemäß "die Armen zu unterstützen" ist auch die Kernbotschaft der Wasserufergeschichte welche bekannter ist unter dem Namen:

"OUTLAWS OF THE MARSH" -
die Räuber vom Liang Schan Moor


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Eines der bedeutendsten Werke der chinesischen Literatur. Der mutmaßliche Autor Schi Nai An lebte zwischen 1279 und 1370 und kam aus der Provinz Honan. Da es unterschiedliche Versionen des Romans gibt, wird dieser auch manchmal Luo Guanzhong zugeschrieben (1330 - 1400)...es wird vermutet, dass dieser das Werk auf Basis der Erstfassung von Schi Nai An nach dessen Tod vollendet hatte.
Der Roman schildert sehr anschaulich in 3 Bänden und auf 1605 Seiten, wie Menschen aufgrund ungerechter Behandlung, Denunziation und Korruption mehr oder weniger unfreiwillig zu Gesetzlosen wurden.

Die Schuld an diesen Zuständen wird der Obrigkeit gegeben. Aufstände gegen jede Art von Willkürherrschaft werden so legitimiert, was dem Roman revolutionäres Potenzial verleiht.
Dem Haupthelden der Geschichte, Sung Kiang, liegt eine historische Gestalt zugrunde, die im zwölften Jahrhundert tatsächlich am Rand eines Sumpfgebiets mit einer Räuberbande lebte. In gewisser Weise kann man in ihm einen chinesischen Robin Hood sehen: Wie dieser genießt er den Ruf eines Gönners und Rächers der Armen.

Das Werk ist nicht nur ein vergnüglicher Schelmenroman, sondern auch ein historisches Dokument von großem Wert. Es zeugt von Beamtenwillkür, Unterdrückung und einer spontanen Rebellion einzelner Männer, die sich zu einer mächtigen Organisation aus 108 geächteten zusammenschließen.
Sie sind in Bergfestungen, Teehäusern, Gasthäusern, Privathäusern, Gerichtssälen und auf Straßen- und Wasserwegen zu finden. Ihre Geschichten beinhalten Strategeme, Verführungen, Verrat, Warnungen und eine Fülle anderer Vorfälle. Nach dem Sieg über die kaiserlichen Armeen erhalten die Geächteten schließlich Amnestie vom Kaiser, der die Geächteten zu einem kaiserlichen Militärkontingent rekrutiert. Die Helden eliminieren ausländische Invasoren der Liao-Dynastie und unterdrücken die Aufstände der Rebellen um die Nation.

Einzelne Helden an verschiedenen Schauplätzen wurden für die Outlaw – Münzserie hervorgehoben und spiegeln sinnbildlich die Tugenden der Outlaws. Die Münzen zum Roman wurden von 2009 – 2011 ausgegeben.
Die gezeigten Sets bestehen aus jeweils 2 Silberunzen zu 10 Yuan und haben folgende Auflagen:

2009 – 60.000
2010 – 70.000
2011 – 70.000


Wobei die Hälfte dieser Münzen auch jeweils mit einer Drittel Unze Gold als Set zu haben sind. Zusätzlich wurden jährlich ein 5 Unzen Silber / Goldbarren sowie eine abschließende Kilomünze aus Silber und Gold aufgelegt.



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2009 Die erste Münze der Serie zeigt Lin Chong. Der Roman legt Lin Chong eine Höhe von 6 Fuß 4 Zoll mit wilden Augen und einem katzenartigen Kopf, der ihm den Spitznamen "Panther Head" einbrachte.
Er verbrachte sein früheres Leben als Kampfsportlehrer für die Imperial Guards, die über 800.000 Mann zählten



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2009 Die Münze zeigt Lu Zhishen, bekannt als der 'Blumige Mönch', der einen Weidenbaum entwurzelt. Lu Zhishen ist der erste Held, auf den sich die "Outlaws of the Marsh" konzentriert, und er wird zum idealen Beispiel für Loyalität, Stärke, Gerechtigkeit und Mutlosigkeit.


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Staatswappen der Volksrepublik Chinas mit traditionellen Verzierungen. Bis auf die Jahreszahl sind die Rückseiten der Münzen jeweils identisch.

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2010 Yang Zhi, der in den Kampfkünsten hoch qualifiziert ist, wird dargestellt, einen Rowdy zu töten. Er tötet später einen Banditenführer und schließt sich den anderen Geächteten an

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2010 Wu Song wird gezeigt, wie er mit seinen bloßen Händen einen wilden Tiger tötet. Er entkommt später als Priester aus dem Exil und wird zum Anführer der Outlaw Band


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2011 Die Münze zeigt, wie der muskulöse Li Kui seine Mutter besucht und sie auf seinem Rücken trägt.


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2011 Die Münze zeigt Hua Rong in einer Szene, in der der hübsche junge Mann seine Fähigkeiten als Bogenschütze zeigt.


Ich hoffe das Türchen hat Euch gefallen ! Danke auch für Eure Geduld den doch etwas längeren Beitrag zu lesen. Die Geschichte der Outlaws ist mit all seinen Charakteren und Helden doch etwas umfangreicher und ich habe nur einen kleinen Einblick zeigen können.

Euch Allen ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage !

Euer Libertad1999


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"ESTADOS UNIDOS MEXICANOS"

Libertad1999

http://www.silber.de/forum/libertad1999-t12893.html

silvergod
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Adventskalender 2017

Beitragvon silvergod » 18.12.2017, 23:02

.

So, und hier ist das Türchen zum 19.12.2017. Ich weiß, ich weiß es ist noch nicht ganz der 19.12. !! smilie_06
Aber schon früher als Kind konnte ich mich manchmal nicht zurück halten und hab heimlich mal ein Türchen vorher aufgemacht und die Schokolade rausgefressen! smilie_02
Und ich denke, da war ich nicht der Einzigste, der daß so gemacht hat. Deshalb für alle Ungeduldigen mein Türchen ein bißchen früher. Ich hoffe, es wird mir verziehen!


Nationaler Baumpflanztag


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Ich habe mich für dieses tolle Set entschieden. Es ist aus dem Jahre 2003 und hat den nationalen Baumpflanztag zum Thema. Es umfaßt 2 Münzen aus Feinsilber mit jeweils 1 oz Gewicht und 10 Yuan Währungsangabe, die Auflage beträgt 30000 Sets, die Erhaltung ist in polierter Platte.

Auf einer Münze sind Fahrradfahrer in einem prächtigen Wald zu sehen und auf der anderen Münze sind stilisierte Vögel zu betrachten, welche über den Baumwipfeln bis zu den Wolken fliegen.
Bei beiden Münzen ist die jeweilige Rückseite gleich. Es zeigt mittig Laub- und Nadelbäume, welche von einem Blattornament umgeben sind. Dann steht noch Volksrepublik China in chinesischen Zeichen und die Jahreszahl drauf. Beide Münzen sind auch noch original in Plastikfolie versiegelt.



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Ursprünglich ist der Baumpflanztag auf den us-amerikanischen Bauern Sterling Morton zurückzuführen. Dieser rief ihn im Jahre 1872 ins Leben, um die Leidenschaft und Verantwortung der Menschen für das Pflanzen und Schützen von Bäumen zu wecken, sowie für den Schutz und Verbessserung der natürlichen Umwelt einzutreten.

Der nationale Baumpflanztag in China ist wahrscheinlich auf einen Vorschlag von Sun Yat-sen (1866-1925, großer Führer der chinesischen Revolution und 1912 der 1. provisorische Präsident der Republik China, mit der das 2000jährige Kaiserreich in China endete) im Jahre 1915 an die Regierung von Beiyang hin, umgesetzt worden.
In diesem Jahr wurde eine Verordnung veröffentlicht, daß das Fest der Grabpflege am 5. April als nationaler Tag der Baumpflanzung adaptiert werden sollte.
Der 5. April war jedoch für die Gebiete im Süden Chinas eine sehr späte, klimatisch ungünstige Zeit um Bäume anzupflanzen. Deshalb wurde von der späteren Nanjing Nationalregierung ( 1927-1949) der Tag auf den 12. März verlegt, welcher den Todestag von Sun Yat-sen markiert, um an den großen chinesischen Revolutionär und Staatsmann zu erinnern.

Im Februar 1979 wurde vom 5. Nationalen Volkskongress der Volksrepublik China der Beschluß gefaßt, den 12. März als nationalen Baumpflanztag zu implementieren, so daß das ganze Land verpflichtet würde, an diesem Tag Baumpflanzaktionen durchzuführen und den Aufbau der Forstwirtschaft zu unterstützen!



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So ist jedes Jahr am 12. März ein Ritual entstanden, daß Staatsoberhäupter, Beamte, Angestellte, Arbeiter, Studenten, Schüler und Kinder, also das ganze Volk, nach draußen gehen, um die Verpflichtung der Staatsbürger zu erfüllen, Bäume zu pflanzen.
Dank des Baumpflanzfestivals erkennen immer mehr Chinesen, auch anhand der problematischen Umwelt- und Luftbedingungen in weiten Teilen Chinas, wie wichtig es ist, die Umwelt zu schützen und eine umweltfreundliche Entwicklung zu fördern und zu betreiben.
Schätzungen zufolge wurden in den vergangenen Jahren in ganz China 50 Milliarden Bäume in den Baumpflanzaktionen angepflanzt.
Inzwischen ist die Baumpflanzung im Frühling zu etwas wie eine Tradition für die Chinesen geworden. Es markiert den Beginn der Schulbildung für Kinder, die Einschulung eines Kollegen in den Armeedienst, oder ist ein beliebter Tag für Hochzeiten oder auch Geburtstagsfeiern.
Auch spielt der Ursprung des chinesischen Baumpflanztag immer noch eine Rolle, denn es wird auch den Verstorbenen und den Vorfahren gedacht.

Für viele Stadtbewohner ist dieser Feiertag auch eine gute Möglichkeit, den Betonwüsten und smogbelasteten Städten zu entkommen und aufs Land zu fahren und zurück zur Natur zu finden.
So werden die Pflanzaktionen zu Familienausflügen, romantischen Tagestrips für Verliebte, oder auch Touren mit Freunden, wo nicht nur die Verbundenheit zur Natur im Vordergrund steht, sondern auch innerfamiliäre, freundschaftliche und soziale Bindungen und Kontakte bekräftigt und gepflegt werden können.

Inzwischen nehmen mehr und mehr Expats in China und ausländische Touristen die Gelegenheit wahr um an diesem jährlichen Festival teilzunehmen. Einige lokale Behörden erteilen sogar Genehmigungen, die gepflanzten Bäume zu benennen und auch zu pflegen. Das ist im Grunde genommen eine Patenschaft für den selber gepflanzten Baum.


Mir gefällt das Set besonders wegen dem minmalistischen, aber gleichzeitig wunderschönem spielerischen Design! Habe es gesehen und wollte es haben.
In diesem Set sind auch wieder viele verschiedene Themen verbunden, was ich mit der Erläuterung deutlich machen wollte! Es bezieht sich auf die Geschichte Chinas, auf wichtige Persönlichkeiten, gibt Hinweise auf die Staatsform und macht auf die umweltlichen, sozialen und kulturellen Aspekte in China aufmerksam.
Obwohl es in einer verhältnismäßig kleinen Auflage erschienen ist, kann man es doch noch häufiger zu einem günstigen ( auf Chinamünzen bezogen) Preis finden und ist somit auch was für den kleineren Geldbeutel!
Das alles hat mich in meiner Wahl für den diesjährigen Kalender bekräftigt und mir die Entscheidung schlußendlich leichter gemacht!



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Das ist mein Beitrag zum diesjährigen China-Weihnachtskalender und ich hoffe, ich konnte den Erwartungen gerecht werden! smilie_06
Gleichzeitig ist mit diesem Kalendertürchen auch der Aufruf verbunden, zu Weihnachten mal einen Gang zurückzuschalten, innezuhalten, mal einen ausgedehnten Winterspaziergang durch unsere wunderbaren verschneiten Wälder zu machen, tief durchzuatmen und einfach auch mal wieder in der Natur anzukommen.
Wer will kann auch einfach mal einen Baum umarmen!! smilie_01

Ich möchte mich auch noch für die vielen, tollen vorangegangen Beiträge und Inspirationen bedanken und es ist eine Ehre für mich in diesem Jahr ein Teil von diesem Kalender zu sein!! smilie_12 und smilie_14

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Tim
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Adventskalender 2017

Beitragvon Tim » 20.12.2017, 05:21

Türchen Nr. 20

Heute möchte ich euch 2x 5 Oz Reise nach Westen der Jahre 2003 und 2004 vorstellen.

Hinter den Münzen steht ein chinesischer Roman der basiert auf einer Pilgerreise eines buddistischen Meisters Xuanzang, der im 7. Jahrhundert n. Chr. buddistische Schriften von Indien nach China bringen wollte. Es werden im Roman die Hindernisse und Schwierigkeiten geschildert, die der Mönch und seine 3 Jünger erlebten. In dem Roman drückte der Autor seine Vorstellungen über das wahre Leben unverblümt aus. Der Roman besteht aus mehreren Geschichten die unabhängig voneinander, aber miteinander verwoben sind. Es kommen zahlreiche Götter und Dämonen im Roman vor. Der Held des Romans, Affenkönig Wukong, verabscheut die aufgefundenen Zustände abgrundtief und kämpft gegen alle Teufel und Dämonen, die er tötet oder gefangen nimmt. Der Autor stellt diese Parabel zu korupten Kräften und Auswüchsen der Gesellschaft her.

Das Besondere an den Münzen für mich ist der Weg, wie sie ihn aus dem Reich der Mitte zu mir gefunden haben. Ich war im Mai in Shanghai und auch in der Jumen Road und dort sah ich unter anderem diese Münzen, aber etwas teuer. Sie wurden dann für mich in China ersteigert (thx) und dann waren sie halt noch dort. Leider wurde es nichts aus meiner Reise im Oktober nach Shanghai. So musste ich einen Kollegen bitte, diese mitzubringen. Über meine Dolmetscherin vom Mai gelang es mir dann, diese meinem Kollegen zu übergeben, kurz vor der Abreise. Mein Kollege wurde dann wegen der Münzen in Paris und Berlin vom Zoll und der Sicherheit ausgiebig kontrolliert, ohne weitere Folgen. Ich war glücklich, diese Werke in meinen Händen endlich halten zu dürfen.

Jetzt fehlen mir aber nach den 1 Unzern auch die Kilos aus den Serien. Oder die 5 Oz Au. Also wer abzugeben hat,.... gern :wink:

Ich wünsche allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.
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Lg Tim

pandapaule
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Adventskalender 2017

Beitragvon pandapaule » 21.12.2017, 10:02

21. Türchen

"Mein heutiges Türchen hat in gewisser Weise etwas mit dem Kalender vom letzten Jahr zu tun. Denn damals machte mich Golden-Lord mit seinem Türchen auf die Nanjing-Panda-Medaillen 2016 aufmerksam, bei denen mir vor allem die Rückseite mit der chinesischen Mauer sehr gefiel.

Ich möchte hier die 2015er-Ausgabe, die von der Nanjing Mint paradoxerweise erst nach der 2016er-Ausgabe produziert und ausgegeben wurde, in den Versionen Messing und Kupfer antik zeigen (Auflage jeweils 30 Stück).

Auch bei dieser Ausgabe gefällt mir die Rückseite besonders.
2015 Nanjing Pandas antiqued front.JPG

2015 Nanjing Pandas antiqued back.JPG

Ich teile die Bedenken, die man gegen solche Medaillen haben kann, aber an dieser Stelle soll es nicht um Pro und Contra sondern um die Bilder gehen.

Viele Grüße
Mick smilie_24 "
Jedes Problem hat eine einfache Lösung.

Das Geheimnis liegt auf der Strecke zwischen den beiden.

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Springer-Patriarch
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Adventskalender 2017

Beitragvon Springer-Patriarch » 22.12.2017, 07:45

22.Türchen

Guten Morgen miteinander.
Als mein Türchen für heute habe ich mir meine allererste Farbmünze ausgesucht. Mir hat dabei besonderst gefallen das die Farbe recht schlicht gehalten ist. Und auch die Rückseite finde ich schön. Nicht immer dieser Stern......

Es handelt sich um die 1Oz Silber (Auflage 20.000)
"20th Anniversary of Hainan Economic Zone"

Leider konnte ich nicht viel Infos zur Münze finden.
Hainan ist eine Insel am südlichsten Punkt Chinas. Es ist ein wahres Naturparadies das zur Touri-metropole ausgebaut werden soll. Bleibt zu hoffen das sich die Natur erhält.
Die Vorderseite der Münze zeigt das colorierte Logo des Jubiläums und das Internationale Konferenzzentrum.
Die Rückseite hat als Hauptmotiv die Haikou Century Bridge.
Sorry für die wenigen Infos.
Wünsch Euch einen schönen Tag heute
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arsulah
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Adventskalender 2017

Beitragvon arsulah » 23.12.2017, 07:28

23. Türchen

Seid gegrüßt, meine lieben >Chinesen<!

Zuallererst ein großes Dankeschön meinerseits wegen all der fernöstlich-münztechnischen Vielfalt, die bislang hier präsentiert wurde! smilie_12

Angeworben und zugesagt, das ging Ende November schnell.
Womit fülle ich aber das Türchen?
Da dachte ich mir, daß ich im Hinblick auf die allseits bekannten Rückseiten der Panda-Münzen und mit ein wenig Lokalkolorit punkten könne...

>Wie denn das?<, mag der geneigte Leser sich jetzt fragen.
Zum einen ziert das Motiv des Himmelstempels bzw. Himmelsaltars in Peking die Rückseiten von Panda-Münzen. Andererseits liegt meine Heimat nördlich von Berlin, wo vor 16 Jahren der Grundstein für eine architektonische Besonderheit in Form eines Restaurants gelegt wurde.

Meine lieben China-Freunde: ich präsentiere die Himmelspagode in Hohen-Neuendorf!

>Der monumentale Gourmet-Tempel mutet im Landkreis Oberhavel schon sehr exotisch an. Die "Himmelpagode", wie sich das überdimensionale Chinarestaurant nennt, ist nicht einfach nur eine Adresse chinesischer Esskultur, sondern aufgrund der eindrucksvollen Architektur inzwischen auch ein Sightseeing-Highlight für Touristen und Besucher der Hauptstadt geworden. Zahlreiche Touristen zücken ihren Fotoapparat, um den schillernden Prachtbau mit seinen Drachensäulen, Zierfischteichen und der riesigen goldenen Buddhafigur abzulichten. Eyecatcher im Inneren der Pagode ist ein über alle drei Etagen reichender, 16 Meter langer Kronleuchter, der aus sagenhaften 770 Kilo Kristall, 570 Kilo Messing und 420 Leuchten besteht.

Vorbild für die dreistöckige Pagode war übrigens der Himmelstempel von Peking, in
welchem in der Ming- und Quing-Zeit die Kaiser dem Himmel ihre Opfer darbrachten und für eine reiche Ernte beteten. Kein Wunder, dass die Himmelpagode in Hohen Neuendorf innen wie außen ganz in den Lieblingsfarben des Kaisers gehalten ist: Während das Dach in goldfarbenen Ziegeln gedeckt ist, sind Fenster und Türen in der Glücksfarbe Grün gestrichen. Die weißen Geländer sowie die ebenfalls blütenweißen Skulpturen, die allesamt von Hand in China gefertigt worden sind, stehen - farbsymbolisch gesehen - für das reine Gewissen des Kaisers gegenüber seinem Volk.

Kaiserzeiten sind zwar sowohl bei uns Deutschen wie auch im kommunistisch-totalitären China längst passé, dafür kann in der Himmelpagode nun das Volk selbst himmlischen Genüssen huldigen. Auf der umfangreichen Speisekarte stehen die klassischen Speisen der "Vier Großen Schulen der Kochkunst": der Pekinger-, Shanghaier-, Kantoner- und Sichuan-Küche. Allein schon das Lesen der Speisekarte ist ein Erlebnis, findet man darauf doch für die Gerichte lustige Namen wie z.B. "Glückliches Huhn", "Betrunkenes Huhn", "Neugieriges Schwein", "Schwein auf Abwegen" oder "Wilder Stier". Und wer einmal wirklich authentisch speisen möchte, sollte sich die Extrakarte für traditionelle chinesische Zubereitung bringen lassen, denn hier verzichtet die Küche auf die ansonsten üblichen, dem europäischen Geschmack geschuldeten Geschmacksverstärker. Manche Kritiker bemängeln zwar, die Küche der Himmelspagode sei inzwischen, nachdem das Restaurant kein Geheimtipp mehr ist, zur Touristenabfertigung verkommen und die Qualität der Speisen habe etwas gelitten. Doch nichtsdestotrotz ist die Himmelspagode nach wie vor eines der besten Restaurants für extravagante fernöstliche Küche und einen Ausflug nach Hohen Neuendorf allemal wert.<

Quelle: https://www.in-berlin-brandenburg.com/B ... agode.html
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Zuletzt geändert von arsulah am 23.12.2017, 10:45, insgesamt 1-mal geändert.
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konterbande
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Adventskalender 2017

Beitragvon konterbande » 24.12.2017, 00:05

24. Türchen

Der Wechsel der Gewichtseinheiten von Unzen auf Gramm in 2016 war für mich der Anlass über mein Sammelgebiet Viertel Unzen Gold Pandas nachzudenken… und am Ende zum Schluss zu kommen, dass das Sammelgebiet für mich mit der Ausgabe 2015 beendet ist. Die Jahrgänge 1982 und 2015 bieten eine schöne Klammer: 1982 ohne Nennwert und 2015 ohne Gewichtsangabe, aber beide eine Viertel Unze wie die anderen Jahrgänge dazwischen, die alle Nennwert und Gewichtsangabe zeigen. Müßig zu erwähnen dass es einige Jahre gedauert hat fehlende Stücke zu suchen, das ein oder andere Stück auszutauschen und letztendlich die Sammlung zu komplettieren. Mit 2016 startete für mich damit eine neue Gold Panda Sammlung und hier für den Kalender „verewige“ ich das Bild meiner abgeschlossenen Sammlung, 34 x ¼ Unze Gold Panda 1982 – 2015 omp
Allen „Chinesen“ und allen anderen Forumskollegen wünsche ich schöne Weihnachten, besinnliche und erholsame Feiertage und einen guten Übergang nach 2018
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