Brakteat hat geschrieben: ↑24.01.2026, 15:47
Bei gold.de schreibt Korbinian Penzkofer übrigens, dass das Bundesverwaltungsamt schon am 14. Januar die Ausgabe der nächsten Silbermünzen 2026 ausgesetzt habe. Nicht, dass mich das überraschen würde. Aber weder auf der Seite des BVA noch beim Bundesfinanzministerium ist das bisher zu finden. Zumindest habe ich es nicht gefunden.
Ist von euch jemand schlauer? Liest der Herr Penzkofer hier mit? Ich finde immer doof, wenn solche Nachrichten auf solchen Seiten rausgehauen werden, ohne dass eine Quelle verlinkt wird. So weit sollte eigentlich jeder sein, der solche Informationen auf seiner Webseite veröffentlicht. Oder es ist exklusiv, weil Herr Penzkofer beim BVA angerufen hat. Dann sollte er das auch so schreiben.
Dass die Münzen nicht kommen werden, ist ja jedem von uns klar. Frage wäre nur, ob überhaupt noch Silbergedenkmünzen geprägt werden.
14. Januar 2026
Aufgrund des stark gestiegenen Silberpreises ist der Verkauf der Silbermünzen zu den derzeitigen Konditionen leider nicht möglich. Wann der Verkauf wieder möglich sein wird, hängt von der Entwicklung des Silberpreises ab.
Das bezieht sich aber nur auf den Verkauf der Gedenkmünzen über den Shop von "Münze Deutschland". Dort gab es ja auch noch die Spiegelglanz-Ausgaben, die immer einen Aufpreis hatten. Aber auch der ist jetzt natürlich weit überholt.
Darüber, was jetzt allgemein aus den geplanten Silber-Gedenkmünzen wird, sagt das natürlich noch nichts aus. Das muss dann irgendwann das Bundesfinanzministerium bekanntgeben. Und dort steht im Moment noch nichts. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass sie die Prägung von Silber-Gedenkmünzen einstellen. Ich glaube nicht an irgendein anderes Modell mit höherem Nennwert oder mit Extra-Aufpreis. Das haut alles nicht mehr hin. Würden sie die 18g (16,65g fein) etwa zu 100 Euro Nennwert ausgeben - wer wollte sich die noch holen, auch wenn es die weiter 1:1 gibt? Oder 50 Euro Nennwert plus Aufpreis, der jedesmal höher ausfällt? Nee, das haut alles nicht mehr hin. Adios!
Die geplanten Serien wird es noch als Kupfer-Nickel-Münzen geben, für alle, die Spaß an sowas haben.
Offenbar will man auf jeden Fall die Weihnachtsmünze prägen. Man will sie nämlich mit einer digitalen Signatur versehen:
"Künftig können sich Sammler über eine neue Verbindung von analogen Sammlermünzen mit digitalen Services und Erlebniswelten freuen. Beginnend mit den drei Goldmünzen des Jahres 2026 und der Feinsilbermünze „Stille Nacht, heilige Nacht“ (nur in der Prägequalität Spiegelglanz) werden die deutschen Sammlermünzen mit einem patentierten Feature ausgestattet, das dem analogen Objekt Münze eine digitale Identität verleiht. Dafür kommt eine weltweit einzigartige Technik zum Einsatz."
Die Münze kommt also nur in Spiegelglanz. Was das für alle anderen bisher geplanten Silbermünzen bedeutet, wird uns noch verschwiegen.
Diese digitale Signatur wird derzeit bei der World Money Fair in Berlin vorgestellt, heißt es in der Mitteilung. Das sind doch bestimmt einige von euch, oder?
Hallo, verstehe eigentlich nicht diese Problematik, sollen sie doch einfach die neuen 20-100 Euro Münzen( in gleicher Größe )zum Nennwert, statt Gold aus Silber prägen. Dann haben die Sammler ihren Spaß und notfalls zur Sparkasse zurück.
Ich glaub, da müssten die ihr ganzes Konzept auf den Kopf stellen, ohne zu wissen, ob das überhaupt ankommt.
Als der Materialwert 2011 zum ersten mal über den Nennwert stieg, haben sie sich doch auch völlig vergaloppiert. Da haben sie eine 14-Gramm-Münze aus 625er Silber zu 10 Euro ausgegeben und jedesmal je nach aktuellem Kurs einen anderen Aufpreis verlangt. Und als 1:1-Variante gab's die gleiche Münze aus CuNi. Das war der reinste Rohrkrepierer. Wollte keiner haben.
Mit der 20-Euro-Münze und der Ausgabe zum Nennwert ohne Aufpreis hatten sie noch mal die Kurve gekriegt. Aber das war schon riskant genug, denn die baugleiche Münze wie den früheren Zehner zum doppelten Nennwert an den Sammler zu bringen, hätte auch schiefgehen können. Das Finanzministerium will ja nur ungern riskieren, dass alle Welt sofort "Inflation!" schreit.
Die wissen, dass sich CuNi kaum lohnt, außer vielleicht bei dem Firlefanz, den sie sonst noch ausgeben mit diesem Polymerring und so. Das erinnert mich alles an diese Blumen-, Tier- und Berufsserien, die die DDR seinerzeit auf Briefmarken herausgegeben hat. Lauter billige Massenware fürs Volk.
Die Sterlingzehner und -zwanziger haben schon gut funktioniert, würd ich sagen. Alles andere wird krachen. Und noch kleinere Silbermünzen? Weiß nicht. Ein klares Konzept sieht anders aus.
Ich frage mich ganz allgemein, warum Deutschland nicht auch Anlagemünzen ausgibt, so wie das Österreich macht. Das wär cool. Den alten Heiermann als Motiv mit dem schönen Adler und dann die Unze zu fünf Euro Nennwert.
"Dementsprechend wird ab dem Ausgabejahr 2026 die Legierung der 35-Euro-Sammlermünzen von Ag 925 auf Ag 444 reduziert. Zudem wird die Masse dieser Münzen von 18 Gramm auf 16,667 Gramm verringert. Bei der 50-Euro-Weihnachtssammlermünze wird die Legierung von Ag 999 auf Ag 500 reduziert, die Masse bleibt unverändert."
"Dementsprechend wird ab dem Ausgabejahr 2026 die Legierung der 35-Euro-Sammlermünzen von Ag 925 auf Ag 444 reduziert. Zudem wird die Masse dieser Münzen von 18 Gramm auf 16,667 Gramm verringert. Bei der 50-Euro-Weihnachtssammlermünze wird die Legierung von Ag 999 auf Ag 500 reduziert, die Masse bleibt unverändert."
Sehr "kreativ" die Münze Deutschland: 444er Silber.
Wäre schon April würde ich bei dieser Meldung an einen Aprilscherz glauben.
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Danke für die Info, foxl60! Super aktuell!!
Puuuhhh... 444er Silber...
Gilt das überhaupt noch als Silbermünze?
Für mich war schon vorher klar, dass mich die Gedenkmünzen nicht mehr wirklich interessieren. Und für 444er Silber werde ich jetzt definitiv nicht mehr zur Bundesbank fahren.
"Billon" werden Münzen mit einem Silber- bzw. EM-Gehalt von unter 50% genannt. Aber das waren historisch eher Umlaufmünzen.
Aus Schweden habe ich einige Billon-Münzen, gab es dort bis ca. 1968.
Parallel ist der Silberpreis soweit gefallen, dass diese Anpassung aktuell unnötig wäre. Zumindest, wenn es nicht wieder raufgeht.
Nennwert verdoppeln (25 --> 50 und fast bei 20 --> 35) und dafür den Silbergehalt derart drastisch abzusenken ist ja fast noch schlimmer, als wieder 10-Euro-Münzen aus Kupfernickel auszugeben. So hat man jetzt Inflationsmünzen aus Billon, die nur noch viel Kapital bündeln. Wenn man nachgedacht hätte, wäre eine Verkleinerung der Münzen bei Beibehaltung des bisherigen Silbergehalts wohl sinnvoller gewesen.
Bei der WMF hst mein Nachbar am Freitag, den PP-Satz 2025 für 240 EUR von der Münze Deutschland erworben. Der Ausgabepreis war so glaube ich bei ca. 160 Eur. Hätte nicht gedacht dass die Münze Deutschland den Satz so verkaufen darf. Dann könnte sie das ja jetzt auch im Shop teurer verkaufen, als ursprünglich geplant.
Münzteufel hat geschrieben: ↑05.02.2026, 22:53
Bei der WMF hst mein Nachbar am Freitag, den PP-Satz 2025 für 240 EUR von der Münze Deutschland erworben. Der Ausgabepreis war so glaube ich bei ca. 160 Eur. Hätte nicht gedacht dass die Münze Deutschland den Satz so verkaufen darf. Dann könnte sie das ja jetzt auch im Shop teurer verkaufen, als ursprünglich geplant.
Im Onlineshop gibt es keinen PP Satz 2025 zu verkaufen, sonst würden die natürlich die Münzen zum Ausgabepreis von 159,95 Euro verkaufen .
Wenn es auf der WMF dafür Käufer gab, die 240,00 Euro für den Satz bezahlten, warum sollten sie dann nicht zu diesem Preis verkaufen ?
Ich hatte so ein Bauchgefühl, als ich mich im Sommer / Herbst 2025 Rollenweise mit den 20 Euro Gedenkern in 925 Silber eingedeckt habe. Habe auch ein befreundetes Ehepaar mitgenommen, die haben voll zugeschlagen. Die Frau bezeichnet mich inzwischen als "Starinvestor."
Eine Silbergedenkmünze für 35 Euro mit 44,4% Silbergehalt werde ich nicht kaufen. Das ist doch Schrott, im besten Fall Spielerei. Da interessiert mich auch keine Richard Wagner Münze 2026 mehr.
Sollte Silber weiter stark fallen, werde ich mir immer wieder eine Handvoll Wiener Philharmoniker im anonymen Tafelgeschäft kaufen. Ich nehme da 2.Wahl bei meinen Händlern, möglichst nahe am Spot.
Aber über 50 Euro Spotpreis pro Unze Silber kaufe ich nichts. Wir können durchaus noch weiter fallen. Langfristig, auf Sicht von 5 Jahren steigt es aber weiter.
Ein Volk das keine Waffen tragen möchte, wird Ketten tragen.
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Ich habe mir die Zwanziger auch gern geholt, wenn auch nicht in Rollen. Aber wenn ich jetzt sehe, zu welchen Ankaufpreisen etwa die ESG die Münzen annimmt, bin ich doch eher ernüchtert. Die Abschläge auf den rechnerischen Silberwert sind enorm. Letzte Woche, noch vor dem Silber-Absturz, waren die Zwanziger rechnerisch zeitweise etwa 50 Euro wert. Da hat die ESG die Ankaufpreise einfach mal von zunächst noch 40 Euro auf 35 Euro runtergesetzt. Seitdem denke ich wieder stärker Richtung Anlagemünzen, trotz Mehrwertsteuer.
Keine Frage, mit den Münzen mache ich keine Verluste. Meine 20 Euro bekomme ich im Zweifel schon zurück. Und jeden Euro obendrauf werte auch ich als Gewinn. Aber inzwischen warte ich nur auf eine gute Gelegenheit, die Zwanziger zu einem guten Preis abgeben zu können und nur ein paar Handschmeichler als Thaler-Gedenkmünzen zu behalten. Immerhin habe ich von jeder 20-Euro-Münze mindestens eine, also eine halbwegs abgeschlossene Sammlung, und ein paar Extramünzen noch dazu. Mal schauen, wann die weggehen.
Münzteufel hat geschrieben: ↑05.02.2026, 22:53
Bei der WMF hst mein Nachbar am Freitag, den PP-Satz 2025 für 240 EUR von der Münze Deutschland erworben. Der Ausgabepreis war so glaube ich bei ca. 160 Eur. Hätte nicht gedacht dass die Münze Deutschland den Satz so verkaufen darf. Dann könnte sie das ja jetzt auch im Shop teurer verkaufen, als ursprünglich geplant.
Im Onlineshop gibt es keinen PP Satz 2025 zu verkaufen, sonst würden die natürlich die Münzen zum Ausgabepreis von 159,95 Euro verkaufen .
Wenn es auf der WMF dafür Käufer gab, die 240,00 Euro für den Satz bezahlten, warum sollten sie dann nicht zu diesem Preis verkaufen ?
Ich dachte, dass die Münze Deutschland für eine Veränderung der VK-Preise eine Genehmigung des BMF benötigt. Das hatte ich mal so gelesen, finde aber die Quelle nicht auf die Schnelle.
Jetzt erhöht das Bundesfinanzministerium auf einmal wieder die Silberlegierung.
Die bisherigen Sterlingzwanziger und künftigen 35er soll es nun mit einer 500er Silberlegierung geben. Anfang Februar war noch von 444er Silber die Rede. Auch die Masse wird von den geplanten 16,667 Gramm auf 17 Gramm erhöht (bisher: 18 Gramm Ag 925)
Die künftige 50-Euro-Weihnachtsmünze soll es nun zu 21 Grammn 625er Silber geben (bisher 22 Gramm 999 Ag zu 25 Euro). Anfang Februar war noch von 500er Silber und 22 Gramm die Rede.
Die alte Pressemitteilung von Anfang Februar ist nicht mehr auffindbar. Man hat sie offenbar überschrieben. Hier deshalb noch mal der Post von foxl60:
"Dementsprechend wird ab dem Ausgabejahr 2026 die Legierung der 35-Euro-Sammlermünzen von Ag 925 auf Ag 444 reduziert. Zudem wird die Masse dieser Münzen von 18 Gramm auf 16,667 Gramm verringert. Bei der 50-Euro-Weihnachtssammlermünze wird die Legierung von Ag 999 auf Ag 500 reduziert, die Masse bleibt unverändert."
Mich interessieren die neuen Gedenkmünzen ja nicht mehr als Bargeldreserve. Den Gang zur Bundesbank kann ich mir sparen. Aber unterhaltsam ist es schon, was die für ein Chaos veranstalten. Zumal ja niemand weiß, ob diese Maße überhaupt halbwegs Bestand haben werden.
Gott sei Dank, das geht mich alles nichts mehr an. Sammle schon seit Jahren nicht mehr
die Münzen der BRD in Silber. Habe aber trotzdem noch einen schönen Altbestand und
erfreue mich auch heute noch über die hohen Legierungen.
Was ich noch gesammelt hatte waren die Weihnachtsmünzen 22g in 999, nun auch vorbei.
So ein Chaos wie hier in Deutschland auf Bezug der Münzausgaben brauche ich nicht mehr.
Ist wohl auch ein Alleinstellungsmerkmal in Europa, sollten sich was schämen.