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Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

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Xiaolong
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Xiaolong » 24.09.2019, 13:26

Die erste Hemmschwelle ist überwunden, wenn ich mir eine Waffe zulege und diese trage.
Welcher Art diese Waffe ist, ist erst einmal egal. Es geht um die Bereitschaft diese einzusetzen und mit der Gefahr zu leben, das wenn es dumm läuft sich die Waffe gegen mich richtet.

Und wie oben geschrieben ohne Training ist so eine Waffe wertlos. Wer etwas älteren Semesters ist und gedient hat wird das verstehen. Ich könnte heute keine Waffe vom Typ Makarov/P3/AK/G3/MG3 oder Uzzi mehr unter einer Plane im dunkeln zerlegen und wieder zusammenbauen, das hatten wir alle mal gekonnt...
Und ich denke es ist gut, das man das nicht mehr wissen muss.
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IrresDing
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon IrresDing » 24.09.2019, 15:17

Eine Waffe zu nutzen und zu trainieren ist richtig und wichtig. Dass ichs Sturmgewehr auf dem Bauch mit verbundenen Augen zerlegen, zusammensetzen und die Funktionsprüfung machen kann. Alles mal gelernt. Waffendrill war gern gemacht. Aber außerhalb einer Stellung bei Nacht nicht weiter notwendig und nicht weiter interessant. Wer gedient hat weiß dass eine P8 sehr einfach zu bedienen is. Mehr als ein paar Schuß auf der Schießbahn brauchts nich um den Prügel zu bedienen. Gib mir eine Stunde und du zerlegst, setzt zusammen, kannst die Baugruppen benennen, machst Funktionsprüfung, übergibst die Waffe richtig und triffst auf 10m einen Pappkamerad*.

Grüße vom Videoersteller.

* Pappkamerad natürlich nur in einer Kaserne. Sonst Schießscheibe.

Panik95
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Panik95 » 24.09.2019, 16:15

Kann ich alles nachvollziehen,es ist nur ein Unterschied ob ich auf eine Pappfigur feuere oder auf einen lebenden Menschen.Selbst jahrelanger Drill ist keine Garantie dass ich auf einen Menschen abdrücke.
Bei den Damen im Bekanntenkreis ist eher der kleine Pfeffersprayer in der Handtasche,bis das Ding dann gefunden und ausgepackt ist hat der Ganove schon sein nächstes Opfer ausgeplündert.
Ich war unterwegs noch nie bewaffnet,wurde auch noch nie überfallen.

Silbermann 1984
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Silbermann 1984 » 24.09.2019, 16:48

Xiaolong hat geschrieben:Die erste Hemmschwelle ist überwunden, wenn ich mir eine Waffe zulege und diese trage.
Welcher Art diese Waffe ist, ist erst einmal egal. Es geht um die Bereitschaft diese einzusetzen und mit der Gefahr zu leben, das wenn es dumm läuft sich die Waffe gegen mich richtet.

Und wie oben geschrieben ohne Training ist so eine Waffe wertlos. Wer etwas älteren Semesters ist und gedient hat wird das verstehen. Ich könnte heute keine Waffe vom Typ Makarov/P3/AK/G3/MG3 oder Uzzi mehr unter einer Plane im dunkeln zerlegen und wieder zusammenbauen, das hatten wir alle mal gekonnt...
Und ich denke es ist gut, das man das nicht mehr wissen muss.


Das würde ich so jetzt nicht Unterschreiben,als eine Hemmschwelle würde ich es nicht bezeichnen wenn man damit aufgewachsen ist,ich hab mit 12 das Schiessen und den sicheren Umgang mit dem Luftgewehr gelernt.

War mit 13 oder 14 auch mal in einem Schützenverein und hab da dann scharf geschossen,dadurch das ich da schon den sicheren Umgang kannte musste man mir nichts großartiges mehr erzählen smilie_11 .

IrresDing hat geschrieben:Eine Waffe zu nutzen und zu trainieren ist richtig und wichtig. Dass ichs Sturmgewehr auf dem Bauch mit verbundenen Augen zerlegen, zusammensetzen und die Funktionsprüfung machen kann. Alles mal gelernt. Waffendrill war gern gemacht. Aber außerhalb einer Stellung bei Nacht nicht weiter notwendig und nicht weiter interessant. Wer gedient hat weiß dass eine P8 sehr einfach zu bedienen is. Mehr als ein paar Schuß auf der Schießbahn brauchts nich um den Prügel zu bedienen. Gib mir eine Stunde und du zerlegst, setzt zusammen, kannst die Baugruppen benennen, machst Funktionsprüfung, übergibst die Waffe richtig und triffst auf 10m einen Pappkamerad*.

Grüße vom Videoersteller.

* Pappkamerad natürlich nur in einer Kaserne. Sonst Schießscheibe.


Dazu muss man noch nicht mal gedient haben ,die P8 ist nichts anderes als eine H&K USP der Polygonlauf wurde durch einen mit Zügen und Feldern ersetzt ,und die Sicherrung da ist die Rastung anders, wenn man die vorgespannte USP über die Entspannfunktion des Sicherungshebels entspannt, steht der Sicherungshebel danach wieder in F Position. Das bedeutet, der Schütze könnte sofort wieder mit dem Spannabzug einen Schuss abfeuern. Bei der P8 hingegen muss der Schütze die Waffe erst wieder entsichern.

Wie gesagt man braucht nur Interesse an dem Thema.

Alles nur einfache Mechanik ,wie das einzelne Modell dann genau funktioniert kann man bei Youtube in erfahrung bringen.

Magazin rein ,Schlitten nach hinten ,los lassen Sichern und Entspannen und das ganze Holstern.

Umgekehrt Magazin raus ,Patrone aus dem Patronenlager repetieren ,nochmal vergewissern ob das Patronenlager wirklich frei ist,entspannen .

Wie bei vielem heute hat aber kaum noch ein Mensch bezug dazu deshalb wissen viele nicht mehr mit umzugehen .

Meine Freundin hatte davor auch eine heiden Angst,nach einer Stunde konnte sie sicher damit umgehen ,Laden ,Entladen,Sichern....natürlich mit abgeschlagenen Kartuschen :wink: und wusste was ein Hahn,ein Schlagbolzen ne Federführungsstange,eine Zuführrampe,ein Ausstoßer und eine Rückholfeder ist .

Und war Fastziniert wie leicht und flüssig ich damit umgehen kann ,ich brauch da nicht mehr nachzudenken ,das geht alles Automatisch ,ist wie Autofahren.

Ich finde das ist Wissen das jeder besitzen sollte ,vielleicht ist es mal von Vorteil.

Panik95 hat geschrieben:Kann ich alles nachvollziehen,es ist nur ein Unterschied ob ich auf eine Pappfigur feuere oder auf einen lebenden Menschen.Selbst jahrelanger Drill ist keine Garantie dass ich auf einen Menschen abdrücke.
Bei den Damen im Bekanntenkreis ist eher der kleine Pfeffersprayer in der Handtasche,bis das Ding dann gefunden und ausgepackt ist hat der Ganove schon sein nächstes Opfer ausgeplündert.
Ich war unterwegs noch nie bewaffnet,wurde auch noch nie überfallen.


Da ist ein gewaltiger Unterschied ,ich wurde auch noch nie Überfallen,hoffe das bleibt auch so,trotzdem fühlt man sich wenn man "größere" Summen einstecken hat ,ich sag nur Tafelgeschäft.... :wink: etwas sicherer.

Ja das ist viel unwissenheit,sowas gehört alles nicht in die Handtasche.

Aber wie gesagt, toll finde ich das alles auch nicht und bis vor ein paar Jahren hätte ich mir über sowas auch nie im Leben gedanken gemacht,erst als es immer mehr wurde mit den Berichten hatte ich den Schein dann beantragt .

Aber da werden einem auch nur Steine in den Weg gelegt,da wo es angebracht wäre darf man nichts führen,da wo man führen dürfte braucht man es nicht smilie_11 und die Verbrecher interessiert das alles nicht die machen eh was sie wollen und die trifft man mit so Gesetzen eh nicht.

Irgendwann war das ganze Thema dann für mich ausgelutscht und 100 mal durchgekaut und heute gilt mein Interesse eher dem Silber und dem Geldsystem und ich probier mir da vieles anzueignen und in erfahrung zu bringen.

So hat alles seine Zeit smilie_01

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Xiaolong
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Xiaolong » 24.09.2019, 20:08

Oh, mag sein das ihr das könnt, von mir weiß ich es nicht. War nie in der Situation und will es auch nicht wissen.
Dieses "man muss vorbereitet sein", impliziert in meinen Augen auch die Bereitschaft Gewalt selber gegen andere zu richten. Das sollte immer Job von Staatsorganen sein und keine "kann" Sache vom sicheren Stuhl aus mit einer Drohne oder Aufgabe einer privaten Sicherheitsfirma oder einer Privatperson die 5 Euro in der Tasche herumträgt.
Ich bin stolz das es zumindest hier in weiten Teilen Westeuropas bislang so zivilisiert zugeht, dass ich mir über so etwas keine Gedanken machen muss. Was die Amerikaner für Barbaren sind, ist ja hinlänglich bekannt, da rottet sich jedes Jahr eine Kleinstadt mit Schusswaffen aus.
Von der zwei Jahre alten Tochter aus dem Einkaufswagen heraus erschossen werden ist so unglaublich makaber, aber passiert dort jedes Jahr bestimmt mindestens einmal. Suizid by Cop ist auch eine nette Methode, oder Einbrecher mit Knarre erschiessen zu dürfen ist auch schick. Gibt es ein Land auf der Erde in dem noch mehr Leute pro Kopf im Knast sitzen, als in den USA?
Denke das hat sehr viel damit zu tun, das da jeder Vollhonk mit Knarre rumlaufen kann. Gewalt zieht Gewalt an, meine Meinung.
Das dieses Land es mittlerweile nicht mehr geschi... bekommt, seine eigenen Grenzen und Leute zu schützen, ist sehr traurig, haben aber alle Ü18 in der Hand. Man muss nur am Wahltag den Haken an der richtigen Stelle setzen...
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Silbermann 1984
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Silbermann 1984 » 24.09.2019, 20:22

Xiaolong hat geschrieben:Oh, mag sein das ihr das könnt, von mir weiß ich es nicht. War nie in der Situation und will es auch nicht wissen.
Dieses "man muss vorbereitet sein", impliziert in meinen Augen auch die Bereitschaft Gewalt selber gegen andere zu richten. Das sollte immer Job von Staatsorganen sein und keine "kann" Sache vom sicheren Stuhl aus mit einer Drohne oder Aufgabe einer privaten Sicherheitsfirma oder einer Privatperson die 5 Euro in der Tasche herumträgt.
Ich bin stolz das es zumindest hier in weiten Teilen Westeuropas bislang so zivilisiert zugeht, dass ich mir über so etwas keine Gedanken machen muss. Was die Amerikaner für Barbaren sind, ist ja hinlänglich bekannt, da rottet sich jedes Jahr eine Kleinstadt mit Schusswaffen aus.
Von der zwei Jahre alten Tochter aus dem Einkaufswagen heraus erschossen werden ist so unglaublich makaber, aber passiert dort jedes Jahr bestimmt mindestens einmal. Suizid by Cop ist auch eine nette Methode, oder Einbrecher mit Knarre erschiessen zu dürfen ist auch schick. Gibt es ein Land auf der Erde in dem noch mehr Leute pro Kopf im Knast sitzen, als in den USA?
Denke das hat sehr viel damit zu tun, das da jeder Vollhonk mit Knarre rumlaufen kann. Gewalt zieht Gewalt an, meine Meinung.
Das dieses Land es mittlerweile nicht mehr geschi... bekommt, seine eigenen Grenzen und Leute zu schützen, ist sehr traurig, haben aber alle Ü18 in der Hand. Man muss nur am Wahltag den Haken an der richtigen Stelle setzen...


Das darf man auch nicht so verallgemeinern,die meisten Toten gibts da durch Bandenkriege der Gangs ,jeder Bundesstaat hat da sein eigenes Waffengesetz ,von alles erlaubt zu streng,in New York kommt man legal an eine Waffe gar nicht.

Oft gibts in den viel Verboten Staaten die meisten Waffentoten ,die Suizite muss man nochmal gesondert bewerten ,derjenige hätte sich dann vielleicht vor den Zug geworfen.

Die Schweiz hat ein ziemlich lasches Waffengesetz,komischerweise hört man von da wenig,Österreich hat ein Gesetz wie bei uns vor 1972 ,auch da ist es ziemlich ruhig.

In Tschechien kann jeder über 18 einen Waffenführerschein machen und darf dann scharfe Schusswaffen tragen ,hört man auch nicht viel von.

Auf der anderen seite England ,bis auf Luftgewehre sind dort alle Waffen verboten,die Kriminalität ist trotzdem sehr hoch,sämtliche Messer darf man da auch nicht mehr bei sich haben,trotzdem wird da zugestochen bis zum geht nicht mehr.

Das treibt da immer buntere Blüten

https://www.focus.de/politik/ausland/ka ... 98543.html

aber auch das wird nichts verhindern!

In der Schweiz

https://de.wikipedia.org/wiki/Waffengesetz_(Schweiz)

Österreich

https://de.wikipedia.org/wiki/Waffengesetz_1996

Paar interesannte Zahlen
http://waffenbesitzer.net/index.php/foo ... -mordraten

Silbermann 1984
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Silbermann 1984 » 24.09.2019, 20:52

Xiaolong hat geschrieben:Dieses "man muss vorbereitet sein", impliziert in meinen Augen auch die Bereitschaft Gewalt selber gegen andere zu richten.


Bereitschaft hmmm irgendwo ja obwohl ich eigentlich ein Mensch bin der ziemlich Friedlich ist ,ich hab gerne meine Ruhe,kann mit Gewalt auch nichts anfangen ,ich hab im Leben noch nie eine Prügellei angefangen und geh sowas auch immer aus dem Weg.

Allerdings habe ich einen Selbsterhaltungstrieb ,den eigentlich jeder gesunde Mensch haben sollte und die Polizei ist meistens weit weg,bis man die gerufen hat ist meistens schon alles passiert in 99% der Fälle kommen die erst hinterher.

Kommt man jetzt in so eine Saublöde Situation und hat da einen vor sich dem alles egal ist,was will man dann machen,weglaufen ja wenn es möglich ist gerne.

Ansonsten bleibt nur ich oder er ,dann lieber er!

Wobei was dann nachher alles auf einen zu kommt damit macht man sich auch Unglücklich denn hier in D wird das Opfer dann gerne zum Täter gemacht nur wenn man nach Zivilcourage in der Kiste liegt bekommt man einen Orden dran genagelt wofür man sich auch nicht mehr kaufen kann.

Deshalb ist es am besten man kommt in so eine Situation nie im Leben.

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Xiaolong
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Xiaolong » 24.09.2019, 21:07

Interessante Artikel, besonders der letzte Link.

Könnte man zusammenfassend sagen, dass eine Gesellschaft die halbwegs zivilisiert ist und ein geringeres Gefälle zwischen arm und reich aufweist, für Allgemeinbildung ihrer Mitglieder sorgt und versucht die Gesellschaft zusammen zu halten weniger mit Mord und Totschlag konfrontiert ist, egal wieviele Schußwaffen in Privatbesitz sind?
Deutschland gehört scheinbar zu diesen Ländern mit Unmengen an Schußwaffen in Privatbesitz und relativ niedriger Mordrate.
Dann sollte man doch nicht in noch mehr Waffen investieren, sondern zusehen, das die Menschen hier miteinander klar kommen.
Also eine wirkungsvolle Zusammenarbeit von Exekutive, Legislative und Judikative scheint mir der bessere Weg zu sein. Das das momentan in Schieflage ist, wird immer mehr Menschen bewusst und ich hoffe demensprechend wird demnächst auch gewählt.
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Alteisen1965 » 24.09.2019, 21:25

Silbermann 1984 hat geschrieben:Kommt man jetzt in so eine Saublöde Situation und hat da einen vor sich dem alles egal ist,was will man dann machen,weglaufen ja wenn es möglich ist gerne.


In diese Situation wird wohl kaum Jemand hier jemals kommen.
Wenn Deinem Gegenüber alles egal ist, dann fragt er nicht nach Deinem Geldbeutel oder dem Smartphone, dann macht er Dir wohl eher einfach das Licht aus. Da nützt Dir auch Dein Schießprügel nix.
Aber von solchen Vorfällen hört man eigentlich nur äusserst selten.

Silbermann 1984 hat geschrieben:Ansonsten bleibt nur ich oder er ,dann lieber er!


Da unterhalte Dich mal mit ausgebildeten Kampfsportlern.
Seriöse unter denen werden Dir zu 99% sagen "wenn der Kollege Metall aus der Tasche zieht, egal ob mit Geräusch oder Klinge, dann sei mit dem 2. Platz zufrieden".
Da musst Du schon wirklich was drauf haben, und IMMER darauf gefasst sein, daß es jetzt los geht, um solch eine Situation gewinnen zu können.

Das ist nicht wie bei Netflix, daß da Einer drei Meter weg steht und Dir erst einmal erzählt, was er vorhat.
Bei einem "regulären" Überfall hat der Angreifer innerhalb von 2 bis 3 Sekunden die Kontrolle übernommen. Und da ist er dann an Dir dran.
Da stehst Du mit 'ner Distanzwaffe nicht so gut da...

Waffen mögen (ganz bedingt) einen Sinn ergeben, wenn es darum geht, seine Familie und sein Eigentum vor marodierenden Gesellen zu verteidigen.
Wobei auch da für Jeden die Frage im Raum steht, ob er dann auch wirklich die Eier hat, draufzuhalten.
Ich denke mal, die meisten machen's nicht. Sonst müssten sie ihren Reichtum nicht eingraben...
Ich weiß, was ich weiß, und ich sage, was ich sage. Das muss nicht zwangsläufig gleichzeitig stattfinden...

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Alteisen1965
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Alteisen1965 » 24.09.2019, 21:43

Xiaolong hat geschrieben:Interessante Artikel, besonders der letzte Link.

Könnte man zusammenfassend sagen, dass eine Gesellschaft die halbwegs zivilisiert ist und ein geringeres Gefälle zwischen arm und reich aufweist, für Allgemeinbildung ihrer Mitglieder sorgt und versucht die Gesellschaft zusammen zu halten weniger mit Mord und Totschlag konfrontiert ist, egal wieviele Schußwaffen in Privatbesitz sind?


Vielleicht kann man das so herleiten, ich weiss es nicht genau.
Auffallend ist allerdings, daß z.B. in den USA die Opfer von Schiessereien doch zumeist nicht durch VERTEIDIGUNG, sondern durch ANGRIFFE getötet werden.
Das zeigt eigentlich, wie pervertiert das verfassungsmäßige Recht des US-Bürgers auf Waffenbesitz inzwischen ist:
Du musst Dich quasi durch Waffen verteidigen, weil Andere Dich angreifen mit Waffen, die sie eigentlich zu ihrer Verteidigung benutzen dürfen/sollten.
Ich denke, daß man mit einer Schusswaffe schlecht beraten ist.
Wenn mir Jemand ans Leder will, und er ist bewaffnet, dann hat er eben gewonnen, so what...!
Wenn ich dann eine Waffe ins Spiel bringe, dann läute ich damit die letzte Runde ein, so oder so.
Und dann muss ich es auch durchziehen (und viiiiel Glück haben). Ansonsten war's das.

Da bin ich dann ganz bei Silbermann1984:
" Deshalb ist es am besten man kommt in so eine Situation nie im Leben."
Ich weiß, was ich weiß, und ich sage, was ich sage. Das muss nicht zwangsläufig gleichzeitig stattfinden...

Silbermann 1984
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Silbermann 1984 » 24.09.2019, 22:41

Xiaolong hat geschrieben:Interessante Artikel, besonders der letzte Link.

Könnte man zusammenfassend sagen, dass eine Gesellschaft die halbwegs zivilisiert ist und ein geringeres Gefälle zwischen arm und reich aufweist, für Allgemeinbildung ihrer Mitglieder sorgt und versucht die Gesellschaft zusammen zu halten weniger mit Mord und Totschlag konfrontiert ist, egal wieviele Schußwaffen in Privatbesitz sind?
Deutschland gehört scheinbar zu diesen Ländern mit Unmengen an Schußwaffen in Privatbesitz und relativ niedriger Mordrate.
Dann sollte man doch nicht in noch mehr Waffen investieren, sondern zusehen, das die Menschen hier miteinander klar kommen.
Also eine wirkungsvolle Zusammenarbeit von Exekutive, Legislative und Judikative scheint mir der bessere Weg zu sein. Das das momentan in Schieflage ist, wird immer mehr Menschen bewusst und ich hoffe demensprechend wird demnächst auch gewählt.


Trifft es ganz gut auf den Punkt :wink:

Alteisen1965 hat geschrieben:
Xiaolong hat geschrieben:Interessante Artikel, besonders der letzte Link.

Könnte man zusammenfassend sagen, dass eine Gesellschaft die halbwegs zivilisiert ist und ein geringeres Gefälle zwischen arm und reich aufweist, für Allgemeinbildung ihrer Mitglieder sorgt und versucht die Gesellschaft zusammen zu halten weniger mit Mord und Totschlag konfrontiert ist, egal wieviele Schußwaffen in Privatbesitz sind?


Vielleicht kann man das so herleiten, ich weiss es nicht genau.
Auffallend ist allerdings, daß z.B. in den USA die Opfer von Schiessereien doch zumeist nicht durch VERTEIDIGUNG, sondern durch ANGRIFFE getötet werden.
Das zeigt eigentlich, wie pervertiert das verfassungsmäßige Recht des US-Bürgers auf Waffenbesitz inzwischen ist:
Du musst Dich quasi durch Waffen verteidigen, weil Andere Dich angreifen mit Waffen, die sie eigentlich zu ihrer Verteidigung benutzen dürfen/sollten.
Ich denke, daß man mit einer Schusswaffe schlecht beraten ist.
Wenn mir Jemand ans Leder will, und er ist bewaffnet, dann hat er eben gewonnen, so what...!
Wenn ich dann eine Waffe ins Spiel bringe, dann läute ich damit die letzte Runde ein, so oder so.
Und dann muss ich es auch durchziehen (und viiiiel Glück haben). Ansonsten war's das.

Da bin ich dann ganz bei Silbermann1984:
" Deshalb ist es am besten man kommt in so eine Situation nie im Leben."


Waffen sind nie Allheilmittel ,sie gibt dir nur eine größere Chance und macht einen nicht ganz Wehrlos,100% tige Sicherheit gibt es allerding nie.

In der einen Situation kann die Präsenz deeskalierend wirken ,kann die ganze sache aber auch weiter aufschaukeln ,wie alles ist es immer Situationsabhänig .

Das problem ist schon so alt wie die Menschheit selbst ,irgendwann wurden Waffen entwickelt ,die einen brauchten sie um ihre Interessen durchzusetzen ,die anderen damit sie sich gegen diese Menschen verteidigen konnten .

Das was zur Zeit gemacht wird ist das man die legelen Waffen verbietet wo der Staat eh weiß wer was besitzt....an die Illegalen mit denen die meisten verbrechen begangen werden kommt man nicht dran.

Also haben die bösen Menschen die Waffen und setzen ihre Interessen damit durch die anderen haben aber nichts um sich dagegen zu Schützen.

Die ganze Thematik ist wie gesagt sehr interessant .

So gibts viele Beispiele wo es von Vorteil war

https://www.youtube.com/watch?v=bWhMTmaAKUo

https://www.youtube.com/watch?v=bEbkeLJNuuU

https://www.youtube.com/watch?v=rqyDHwZcL1Y

Nun wird man alle Waffen nie verbieten können irgendwo her kommen die immer, die illegalen, und diese Menschen verschaffen sich damit dann den Vorteil.

Ich finde Gesetze wie in Österreich gar nicht schlecht ,Selbstverteidigung ist da ein Bedürfnis, so kann sich jeder der sich noch nie was hat zu Schulden kommen eine Schrotfinte ins Schlafzimmer stellen um sich und die Familie im Ernstfall zu schützen .

Dann brauchts auch Gesetze das der Täter ein Täter bleibt und nicht vor Gericht zum Opfer wird ,wenn es allgemein bekannt ist das in Wohnungen sowas vorhanden ist wird sich 2 mal überlegt ob man wirklich Einbrechen will.

Und dafür gibts so schöne Dinge wie Bohnensäckchen die einem die Rippen brechen als hätte ein Pferd nach einem getreten.

Toll ist das alles nicht am besten wär es wenn man sowas gar nicht bräuchte aber sag das mal den Verbrechern das man keine Lust hat Opfer zu werden und sie sich doch bitte ne legale Beschäftigung suchen sollen .

Und da es in Deutschland eben ziemlich Streng ist suchen die Menschen die eben in der Mehrheit Gesetzestreu sind nach legalen Mitteln .

Deshalb dann eben da https://www.bild.de/politik/inland/poli ... .bild.html mehr nachfrage.

Frank the tank
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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Frank the tank » 12.12.2019, 09:48

Angst vor Mega-Blackout: Innenministerium will THW und Katastrophenschutz aufrüsten

http://www.politik24.de/angst-vor-mega- ... n/2019/12/

Wenn man das googelt bekommt man etliche Berichte angezeigt.

Was ich auch einmal zu bedenken geben möchte:
Das THW , die Freiwilligen Feuerwehren und die Hilfsorganosationen rekrutieren ihre Helfer aus Ehrenamtlichen. Diese opfern ihre Freizeit für die Allgemeinheit.
Sollte es zu großflächigen Schadensfällen kommen, müssen diese Helfer sich natürlich auch selber um ihre Familien und Bekannten kümmern. Jeder dieser Helfer hat ein persönliches Umfeld, evtl. muss man sich um die Versorgung der eigenen Familie kümmern oder aber um die Unversehrtheit seiner Wohnung oder seines Hauses. Somit weiß ich nicht, für wen die sich in einem Schadensfall entscheiden.
Ich für meinen Teil weiß, für wen ich mich dann entscheide!

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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon haehnchen03 » 14.12.2019, 09:13

Frank, diesen Artikel bezweifle ich sehr.
Das kaufen dieser Geräte kann einen ganz einfachen Grund haben.
1. Am Jahresende werden noch Gelder verkauft, sonst sieht es in den Folge Jahren mit den Schlüsselzuweisungen mau aus.
2. Der katastrophenschutz ist zum Teil mit noch sehr alten Gerätschaften ausgestattet, die werden nun mal getauscht.
3. Evtl hat beim Katastrophenschutz einer entdeckt, das da noch Gelder sind welche man abrufen kann/ soll/muss.

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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon durchdenwind » 14.12.2019, 10:15

Merkt eigendlich keine(r), wie hier alles den Bach runter geht?
Neubauten für Milliarden von Euro, aber für ein paar Tausender, um `ne (vorhandene!) Straße zu reparieren, da ist kein Geld da! smilie_04
Deshalb sind auch SUVs so beliebt. Mit meinem tiefergelegten Golf aus den 90ern würde ich heute nicht mehr aus meiner Siedlung kommen...

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Re: Krisenvorsorge übertrieben? - Gründe dafür und dagegen

Beitragvon Tykon » 14.12.2019, 14:46

durchdenwind hat geschrieben:Merkt eigendlich keine(r), wie hier alles den Bach runter geht?

Nö, ist ja auch nicht so. smilie_05


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