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Bankschließfach

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redtshirt
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Re: Bankschließfach

Beitragvon redtshirt » 17.07.2019, 18:20

amabhuku hat geschrieben:
redtshirt hat geschrieben: Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass es mehr Wohnungseinbrüche gibt als ausgeräumte Bankschließfächer.

Übrigengens. Wer mal einen Tresor gekauft hat und der geliefert und eingebaut wurde, wird gemerkt haben, dass auf dem Lieferfahrzeug nicht Franz Jäger Tresorlieferservice stand. Die Verpackung nicht nach Tresor aussieht und es hier sehr seriöse Firmen gibt.


Schliessfächer: Wenn du allerdings die staatlich ausgelösten Schliessfachaufbrüche einbeziehst, zu allen Zeiten und in fast allen Regionen dieser Welt, sieht deine Statistik "geringfügig" schlechter aus.
Z.B. USA Goldverbot, Judenverfolgung im Deutschen Reich, Russland nach 1917, Maos China, Deutschland - Aktion "herrenlose" Schliessfächer,...........Fortsetzung folgt.

Tresore: Bei den Tresoreinbauten ist nicht die Firma entscheidend, die seriös sein sollte und auch will, sondern einzelne Mitarbeiter. Ob nun gekündigt, frustriert oder genetisch bedingt kriminell ist egal.
Es ist bekannt das du einen Tresor hast und wo. Den Rest entscheidet das (russische) Roulette des Zufalls.
Das es dann dich trifft ist nicht gerade unwahrscheinlich.


Da stellt sich die Frage ob die Besitztümer der Juden im Privathaushalt 1939, der Oberschicht 1917 zur Revolution, in Maos China besser aufgehoben waren. Ich glaube nicht. Der Besuch der SA, des KGB usw. kann man ja dann auch als Einbruch sehen. Egal wie, die Besitztümer und die Person selbst waren im falschen Land. Da hilft das Zeug zu Hause auch nicht.
Was heißt wahrscheinlich? Woraus liest du ab, dass ein Einbruch in einer Wohnung / Haus öfter passiert, nur weil ein Tresor verbaut ist. Die Frage ist auch ob der Tresor dabei ausgeräumt wurde. Aus den Erfahrungen im persönlichen Umfeld kann ich das nicht bestätigen. Woher die Tresorfirma weiß, was im Tresor liegt erschließt sich mir auch nicht. Da halte ich es für wahrscheinlicher, dass die Leute/Kennzeichen notiert werden, die "anonym" im Edelmetallgeschäft waren. Da kann sich der gezielte Dieb den ganzen Aufwand sparen.
Aber im Leben hat man die Wahl. Persönlich halte ich aktuell die Aufbewahrung im Schließfach heute für die sicherste Variante. Morgen kann sich das ändern. Da bin ich offen und nicht festgelegt. Ist wie mit Aktien, irgendwann hat jeder Recht.

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Finerus
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Re: Bankschließfach

Beitragvon Finerus » 18.07.2019, 11:49

Ein Bankschließfach sehe ich z.Zt. auch als den sicheren Aufbewahrungsort an. Geschlagen nur von seinem Plural, d.h. mehrere Fächer bei verschiedenen Banken. In der Praxis genügt sicher ein Schließfach. Aber wer weiß? Wer hätte vor 1990 für möglich gehalten, daß die SED den Bundestag kapert, daß Deutschland und alle anderen Überschussländer der EG EU für die exzessiven Staatsschulden des "Club Med" haften? Wer sichergehen möchte, verteilt seine Vermögenswerte, hält auch einen Bestand im Ausland (nicht EU). Ob Schließfach, Konto oder Depot, ist beinahe zweitrangig.
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lifesgood
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Re: Bankschließfach

Beitragvon lifesgood » 18.07.2019, 11:51

smilie_01

Boey-Jesus-Christus
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Re: Bankschließfach

Beitragvon Boey-Jesus-Christus » 16.09.2019, 15:49

Ab vorgestern ist das Onlinebanking dank Brüssel bis 30 Euro TAN Nummer frei. (Aussage meiner
Sparkassendame "Man kann das auch online wieder abschalten" sagte sie, nachdem ich schallend gelacht habe) Hatte mich gestern gewundert, dass meine Pizzabestellung ohne TAN Verfahren lief.

Also haltet eure Rechner sauber (keine Key Logger), sonst ist das Geld futsch. In den Dritttaaten werden bestimmt grad 100 Computernerds angeworben. :roll:

Gott muss man dumm sein, um im EU Parlament einen Stuhl zu bekommen.

KarlTheodor
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Re: Bankschließfach

Beitragvon KarlTheodor » 16.09.2019, 17:03

Boey-Jesus-Christus hat geschrieben:Ab vorgestern ist das Onlinebanking dank Brüssel bis 30 Euro TAN Nummer frei.
...


Das gibts bei meiner Bank schon länger.

Denke aber, dass in diesem Fall die Bank für eventuelle Schäden haftet.

Aurargint
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Re: Bankschließfach

Beitragvon Aurargint » 16.09.2019, 19:34

Boey-Jesus-Christus hat geschrieben:Ab vorgestern ist das Onlinebanking dank Brüssel bis 30 Euro TAN Nummer frei. (Aussage meiner
Sparkassendame "Man kann das auch online wieder abschalten" sagte sie, nachdem ich schallend gelacht habe) Hatte mich gestern gewundert, dass meine Pizzabestellung ohne TAN Verfahren lief.

Also haltet eure Rechner sauber (keine Key Logger), sonst ist das Geld futsch. In den Dritttaaten werden bestimmt grad 100 Computernerds angeworben. :roll:

Gott muss man dumm sein, um im EU Parlament einen Stuhl zu bekommen.


Onlinebanking? Nein danke! In meinem Verwandten- und Freundeskreis nutzt dies NIEMAND! smilie_09

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IrresDing
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Re: Bankschließfach

Beitragvon IrresDing » 16.09.2019, 20:04

Meine Bank hat diese Haftung sogar zugesagt.

Ich finde Onlinebanking klasse. Es gab für mein Verständnis keine technische Innovation im Bereich Kundenmgmt/Kommunikation die besser war als das Onlinebanking.

Gleich dahinter kommen die NFC Karten. Nebenbei gehen die im Kleinbereich mittlerweile auch ohne jede Authentifikation.
Passt auf, dass der Aluhut nicht zu eng sitzt. Bye.

san agustin
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Re: Bankschließfach

Beitragvon san agustin » 16.09.2019, 20:17

IrresDing hat geschrieben:Meine Bank hat diese Haftung sogar zugesagt.

Ich finde Onlinebanking klasse. Es gab für mein Verständnis keine technische Innovation im Bereich Kundenmgmt/Kommunikation die besser war als das Onlinebanking.


Zustimmung smilie_01

seitdem brauche ich mir das arrogante Getue der Angestellten am Bankschalter nicht mehr antun
Auch interessant das durch diese Innovation sich das Bankgewerbe in großen Teilen selber aufgelöst hat
bzw. immer noch dabei ist.
Ich will meiner Linie und meiner Ansicht eines menschlichen und respektvollen miteinander in diesem Land treu bleiben und jeglicher Art von Diskriminierung entgegenwirken, daher: der EM Handel mit folgenden Personen ist nicht erwünscht: die User, welche es betrifft, wissen es und damit ist es ausreichend....

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Re: Bankschließfach

Beitragvon user210 » 16.09.2019, 20:33

KarlTheodor hat geschrieben:
Boey-Jesus-Christus hat geschrieben:Ab vorgestern ist das Onlinebanking dank Brüssel bis 30 Euro TAN Nummer frei.
...


Das gibts bei meiner Bank schon länger.

Denke aber, dass in diesem Fall die Bank für eventuelle Schäden haftet.


Die Bank haftet quasi schon immer. Außer man geht wirklich fahrlässig mit seinen Daten um.

user210
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Re: Bankschließfach

Beitragvon user210 » 16.09.2019, 20:35

Aurargint hat geschrieben:
Boey-Jesus-Christus hat geschrieben:Ab vorgestern ist das Onlinebanking dank Brüssel bis 30 Euro TAN Nummer frei. (Aussage meiner
Sparkassendame "Man kann das auch online wieder abschalten" sagte sie, nachdem ich schallend gelacht habe) Hatte mich gestern gewundert, dass meine Pizzabestellung ohne TAN Verfahren lief.

Also haltet eure Rechner sauber (keine Key Logger), sonst ist das Geld futsch. In den Dritttaaten werden bestimmt grad 100 Computernerds angeworben. :roll:

Gott muss man dumm sein, um im EU Parlament einen Stuhl zu bekommen.


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Das ist kein Grund zum Jubeln.
Man muss sich nur die alten Leute anschauen die keinen Geldautomaten bedienen wollten.
Tja. Jetzt gibt es nur noch Geld am Geldautoamten. Die Kasse wurde geschlossen.
Entweder man bildet sich ständig weiter oder man geht unter.

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Re: Bankschließfach

Beitragvon IrresDing » 16.09.2019, 21:02

Ja, die Banken schaffen sich selbst in Sachen Filialnetz ab. Ob das nun gut oder schlecht ist vermag ich nicht zu bewerten. Ich bin Kundin bei Filialbanken und auch bei reinen Onlinebanken. Mein Bankberater war immer freundlich und zuvorkommend. Auch ein Grund weshalb ich mich früh für Aktien interessiert habe. Dafür bin ich meiner Volksbank durchaus dankbar.

Leben und leben lassen. Wer gut berät darf auch für seine Leistung belohnt werden. Man muss nur (leider) ganz klar trennen können und sich selbst immer ebenso informieren. Aber das ist bei den meisten Dienstleistungen so.
Passt auf, dass der Aluhut nicht zu eng sitzt. Bye.

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Re: Bankschließfach

Beitragvon Finerus » 17.09.2019, 12:55

Das sehe ich ähnlich. So ein dichtes Filialnetz wie bisher ist wahrscheinlich einfach nicht mehr zeitgemäß. In kleineren Städtchen werden sich in Zukunft vielleicht nur noch ein oder zwei kleine Bankfilialen halten, wo früher das Geschäft locker für fünf ausreichte. Dörfer gehen leer aus oder werden einmal die Woche von der rollenden Sparkasse bedient.

Man braucht diese Entwicklung nicht zu bedauern, denn dank Online-Banking führt es die Kundschaft immer seltener in eine Filiale vor Ort. Für Ein- und Auszahlungen genügen Automaten. Teilweise ist das Auszahlen auch im Supermarkt möglich. Für Devisenbeschaffung, Beratung und natürlich die Verwahrung von Wertsachen im Schließfach - eigentliches Thema des Threads - kommen die Banken um eine physische Präsenz vor Ort dann aber doch nicht herum. Wenn das selten genug nachgefragt wird, nimmt die Kundschaft auch weitere Wege in Kauf. Etwas erstaunlich fand ich die Entwicklung hin zu Schließfachanlagen mit automatischen Kassettensystemen. Auch das spart Personalaufwand. Diese automatischen Schließfachanlagen ähneln in ihrer Funktion schon sehr einem Geldautomaten - nur eben in XXL und mit wahren Werten statt Euro-Spielgeld gefüllt.
Zuletzt geändert von Finerus am 17.09.2019, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bankschließfach

Beitragvon IrresDing » 17.09.2019, 14:32

Schließfachanlagen sind aber idR ein Zuschussgeschäft der Bank an ihre Kunden. Die Miete der Anlage steht in keinem Verhältnis zur Abzinsung der Investitionen und der Verwaltung. D.h. wo es keine Filiale gibt, gibts auch keine Schließfächer, zumindest nicht zu dem Preis. Vgl mal den Preis der VR-Banken/Sparkassen zu den Preisen der privaten Schließfächer bei Pro Aurum, Eppli, usw. Das ist teils das mehrfache davon.
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Re: Bankschließfach

Beitragvon Finerus » 17.09.2019, 14:52

Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Der Preisunterschied ist wirklich enorm. Für ein 60mm hohes Automatenfach verlangt meine örtliche Sparkasse gerade mal 30,00 Jahresmiete. Ob das noch die Kosten deckt?

Viele Banken bieten das Schließfach aus Tradition an und auch zur Kundenbindung. Früher dienten die Kassetten in erster Linie der Unterbringung von Wertpapieren, die einmal im Jahr um einen Coupon erleichtert wurden. Den löste man per Tafelgeschäft gegen Dividende oder Zins ein. So machte es Sinn, diese Papiere auch gleich in der Bank zu verwahren, und zwar in einem Fach, das der Eigentümer v.a. zu diesem Zweck anmietete. Heute dienen Bankschließfächer anderen Zwecken, hauptsächlich der sicheren Verwahrung von Schmuck, Edelmetallen, Policen, wichtigen Dokumenten etc.

Anbieter wie Pro Aurum zielen wohl auch ganz direkt auf eine Klientel, die sich eine sichere und bequeme Verwahrung vor Ort wünscht. Und das läßt man sich dann eben gerne etwas kosten. Vor allem, wenn der Verwahrort wieder so günstig liegt, wie das früher für das Tafelgeschäft mit Wertpapieren in der Bank galt. Nur heißt es heute Edelmetalle statt Wertpapiere: direkt vom Schalter des Edelmetallhändlers in den Safe und umgekehrt. So jedenfalls erkläre ich mir den Preisunterschied, kann damit aber auch falschliegen.
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Re: Bankschließfach

Beitragvon IrresDing » 17.09.2019, 15:49

Da liegst du vollkommen richtig. Und die Bank hat, anders zu vielen Schließfachanbietern, ein eigenes Interesse. Oftmals gibt es in großen Tresoranlagen hinter einer Wand mit Scheinschließfächern eine weitere Tresortür. Oder sogar ganze Zimmer. Habe beides schon in der Realität erlebt.

Wer sich in manchen Banktresoranlagen kritisch über den Querschnitt der Aufteilung Gedanken macht wird fest stellen, dass es bei genauer Betrachtung keinen Sinn macht. Was hinter dem Raum ist der keinen Sinn macht, da darf jeder seine Phantasie bemühen.
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