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Zahlungsunfähigkeit der USA

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Ric III
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon Ric III » 23.12.2018, 20:59

san agustin hat geschrieben:wir wollten alle eine globalisierte Welt, nun haben wir SIe, da kannst du nicht einfach der
Meinung sein, das dein Schrebergarten in Wanne-Eickel der schönste und friedlichste Ort der Welt ist

glaubst du eine Mauer lässt die ursachen und probleme der Flucht beheben ?

Wenn die Völkergemeinschaft hier keinen gemeinsamen Nenner finden wird, ist es das ende
der zivilisierten Welt.

Dann wird auch in deinem Schrebergarten Sodom und Gomorra herrschen


Nun, in einer erschreckenden Anzahl von Schrebergärten ist gerade durch die völlige Rücksichtslosigkeit transnationaler "Eliten" auf alle gewachsenen Strukturen,Identitäten,Charaktere,Regionalitäten und Besonderheiten Sodom+Gomorra längst bittere und messerreiche Realität geworden.

Die Hyperglobalisierung welche gewachsene Städte,Regionen,Nationen und Kulturkreise auf ihre Funktion als "Standort" reduziert welcher nicht nur als Knotenpunkt frei verschiebarer Dienstleistungen,Kapitalströme,Produkte und Ideen,sondern nun eben auch als beliebig austauschbare Verortung von Konsumenten und billigen Arbeitskräften dienen soll kommt dem postulierten Ende der zivilisierten Welt in der Tat recht nahe.

Gern auch die Mauerfrage...

Ja, die Mauer kann Ursachen und Probleme von "Flucht" beheben.

Ähnlich wie das australische NO WAY Programm oder das für Europa angedachte Festungskonzept.

Schlicht weil es Signale aussendet.
Betrachten wir unter diesem Aspekt des notwendigen Signals zunächst mal die "Flucht".

Entgegen dem bessermenschlichen Relotiusnarrativ sind es faktisch nie die Ärmsten der Armen welche sich in einen Migrationsprozess begeben.
In der Regel setzen die Wünsche an der ach so dollen Glitzerwelt der Bildschirme und Malls teilzuhaben erst dann ein wenn man selbst in den Herkunftsregionen das untere Ende der dortigen Mittelklase erklommen hat , respektive dies ohnehin schon in Reichweite der eigenen Lebenswirklichkeit lag.Zugänglich sind Kommunikationsmittel welches diese "ersterbenswerte" Welt vorgaukeln,zugänglich ist die (oftmals erstaunlichen hohe)Ausstattung finanzieller Mittel um die Migration in Gang zu setzen.
Können die wirklich Bitterarmen durch die Bank nicht!

Im Grunde "hilft" diese Wanderung Niemanden.

Die Herkunfstsstaaten bleiben in einem Modus des "weiter so" und leiten keine strukturellen Änderungen ein.
Wäre übrigens gerade für Afrika und Südamerika durchaus möglich und sinnvoll das dort während der letzten Halbgeneration tatsächlich stattgefundene Wirtschaftswachstum in örtliche,regionale und raumbezogene Substanz zu leiten,statt es in den Malls der Golfregion ,Europas und Nordamerikas versinnlosen zu lassen.

Die Aufnahmeländer verlieren schrittweise ihre Identitäten,ihre Strukturen und mittelfristig freilich auch ihre ökonomische Leistungskraft.

Die "Wandernden" selbst?
Werden zum unzufriedenen Prekariat.
Im Gegensatz zum autochtonen Prekariat aber zudem noch völlig wurzellos.
Der Ostafrikaner welcher sich in einer Großstadt entlang der Rheinschiene "integrieren" soll hat die freischwingene Auswahl welche Anteile anatolischer Befindlichkeiten,welche arabischen Elemente und welche Splitter rotationseuropäischer Traditionen aus seiner realen Lebenswirklichkeit in das taktgebende mediale Bild aus US GetthogangstA und Banlieuchic einzufügen wären.


Ich weise im Übrigen scharf zurück jemals eine "globalisierte Welt" gewünscht zu haben.
Schon gleich gar nicht in einer hyperglobalisierten Form.

Ein Austausch von Waren.Dienstleistungen,Wissen und Ideen war und ist auch ohne Killerphrasen wie "Globalisierung" möglich und sollte im Hinblick auf die beteiligten Menschen,Kulturen,Völker und Nationen in all ihren Befindlichkeiten , Eigenheiten und Unterschieden mit Maß,Sinn und Verstand geschehen.
.
Zuletzt geändert von Ric III am 23.12.2018, 21:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Nappo
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon Nappo » 23.12.2018, 21:14

Ric III smilie_01

Kai
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon Kai » 23.12.2018, 23:47

Wenn das hier bei dem Spendenaufruf so weiter geht, muss man sich nicht mehr überlegen, wer den Großteil der Kosten für die Mauer zahlen wird.

https://www.gofundme.com/TheTrumpWall?p ... 4UKfyOCeKw

Krügi
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon Krügi » 24.12.2018, 00:09

Ric III hat geschrieben:Im Grunde "hilft" diese Wanderung Niemanden.


Naja sie hilft den Leuten die es tatsächlich nach Europa, Nordamerika, Australien oder sonstwo in die "westliche" Welt schaffen, da sie hier ein besseres Leben führen können. Sonst wären sie ja nicht in Versuchung ihre Heimat zu verlassen. Ich denke es gibt auch einige die es schaffen mehr als im "Prekariat" zu landen und ich kenne auch Ausländer die sich hier rundum wohl und nicht entwurzelt fühlen. Warum auch nicht, es gibt ja z.B. auch Deutsche die freiwillig auswandern weil sie sich woanders wohler fühlen.
In der Gesamtbetrachtung gebe ich dir aber absolut Recht, wir können Probleme in Entwicklungsländern nicht lösen indem wir die Leute einfach nach Europa holen. Die Hilfe muss vor Ort statt finden. Bs auf ganz wenige die im extrem linken Spektrum stehen bezweifelt das aber denke ich auch gar keiner. Ich halte das jedenfalls nicht für ein allgemeines Narrativ.
Sinnvoll im Rahmen von Entwicklungsmaßnahmen könnte es beispielsweise sein, gezielt kluge junge Leute über Stipendien nach Deutschland zu lassen, um ihnen eine gute Ausbildung zu ermöglichen und ihnen das Handwerkszeug mitzugeben in ihrer Heimat etwas zu bewegen. Aber ich denke das wolltest du mit der Aussage auch nicht ausschließen und wie gesagt im Kern stimme ich deiner Aussage vollkommen zu.

Auch sonst sehr guter Beitrag smilie_01 Ich finde du beleuchtest die negativen Folgen der Globalisierung sehr schlüssig, man sollte aber nicht vergessen dass die Globalisierung insbesondere in den ohnehin wohlhabenen Ländern auch viele Annehmlichkeiten mitbringt. Die riesige Produktauswahl zu niedrigen Preisen sowie ganzjährige Verfügbarkeit von saisonalen Produkten haben wir eben auch der Globalisierung zu verdanken. Am Ende sollte man also abwägen wie viel Globalisierung "zu viel" ist, ich denke aber auch dass wir das Rad mittlerweile überdreht haben. Ich denke das ist das was du mit "Hyperglobalisierung" meinst. Oder, wie es ein brillianter Comedian mal mal deutlich überspitzt, aber im Kern sehr treffend ausgedrückt hat:
"You really have a choice. You can have candles and horses and be a little kinder to each other or let someone suffer immeasurably far away Just so you can leave a mean comment on YouTube while you’re taking a shit."

In diesem Sinne wünsche ich allen im Forum ein besinnliches Weihnachtsfest smilie_24

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gullaldr
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon gullaldr » 25.12.2018, 00:18

Krügi hat geschrieben:
gullaldr hat geschrieben:Das Kostenargument spricht also klar für eine Mauer.

Da wäre ich mir nicht so sicher. Das ganze ist wesentlich komplexer als "Wir bauen die Mauer für x Millarden und sparen dafür hier x Millarden ein." Ob die USA bei Fertgstellung der Mauer überhaupt beim Grenzschutz Kosten sparen bzw. Budgets kürzen wage ich mal zu bezweifeln, insbesondere unter Trump.
gullaldr hat geschrieben:Hierzulande wurden allein 2017 nach dem Jahresbericht der Regierung 20 Milliarden Euro für die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen ausgegeben.

Das heißt aber noch lange nicht dass die USA 20 Milarden sparen würden durch die Mauer, das sind die berühmten Äpfel und Birnen. Deutschland und die USA sind da einfach nicht vergleichbar. Viele Leute kommen aus Mexiko über die Grenze mit dem klaren Fokus dort (illegal) zu arbeiten und nicht um Sozialleistungen oder andere Hilfe vom Staat zu beziehen. Dem Staat gehen also eher indirekt Einnahmen verloren, z.B. durch nict gezahlte Steuern bei Schwarzarbeit. Die direkten Kosten für den US-Staat sind also vermutlich deutlich geringer als für den Deutschen, selbst wenn die Anzahl der Migranten gleich wäre.
Weiterhin betrachten sollte man die die wirtschaftlichen Folgewirkungen der Mauer, da ja die Südstaaten auch von den billigen Arbeitskräften profitieren.

Ich will damit nicht sagen dass die Mauer aus ökomischen Gründen nicht sinnvoll ist, weil ich mich dafür schlicht und einfach nicht genug auskenne und es nicht weiß. Wenn du mich aber überzeugen möchtest dass das Kostenargument für die Mauer spricht musst du deutlich überzeugender argumentieren oder ggf. seriöse Studien vorlegen die zu dem Schluss kommen und dabei möglichst viele Faktoren wie z.B. die oben genannten berücksichtigen.


Meine Gegenüberstellung war weniger als direkter ökonomischer Kosten-Nutzen-Vergleich gedacht, sondern vielmehr eine Art Denkanstoß an die hiesigen Deutschen, die sich über die Kosten des Trumpschen Mauerbaus aufregen bzw. die Vorbehalte der Demokraten unterstützen. Sie sollte schlicht sagen: "Ihr regt Euch über die Investition von Trump auf, aber zugleich scheinen die jährlichen Kosten im eigenen Haus für Euch kein großes Thema?"

Eine seriöse Kosten-Nutzen-Analyse des Mauerbaus kann ich als Forums-Diskutant nicht liefern. Ganze Büros von Architekten, Juristen, Beamten des Finanzministeriums arbeiten an so etwas und können das nicht 100%-ig. Das weißt Du aber aber selbst. Insofern sehe ich Deine Aufforderung an mich dazu eher als eine Art rhetorische Frage.

Ich habe aber mal - wenn auch ganz kurz - auf deutschen Presseseiten gegoogelt. Was auffällt: Dort wird eine solche Analyse auch so gut wie nicht geliefert. Überall fällt aber das von Dir angeführte Argument, wie wirtschaftlich notwendig und nützlich angeblich die illegale Einwanderung aus Mexiko sei. Z.B. in Aussagen wie "Ohne die Papierlosen steht die US-Wirtschaft still". (https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-02/us-einwanderer-donald-trump-abschiebung-migration)
(Anm.: Auf englischsprachigen Seiten wird das Thema indes schon versucht anzugehen, doch zu einer Vertiefung in der Fremdsprache fehlt mir hierfür derzeit die Zeit.)

Da frage ich mich, warum dann Trump und die Amerikaner nicht jubelnd alle Grenzzäune einreißen? Amerika würde boomen, es würde Steuereinnahmen sprudeln, Sozialprogramme könnten finanziert werden, die USA wären ruckzuck wieder "first".

Als einzige Erklärung, warum es nicht zur Legalisierung und Erleichterung dieser Einwanderung kommt, suggerieren unsere deutschen Medien dazu (fast täglich): Trump ist eben ein armer Irrer, und seine Wähler sind verblendete Redneck-Dummköpfe.

Irgendwie aber ist dieses Erklärungsmuster für mich nicht befriedigend. :wink:

Frank the tank
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon Frank the tank » 23.01.2019, 09:36

Wegen Shutdown: FBI kann Informanten nicht mehr bezahlen

https://web.de/magazine/politik/shutdow ... n-33528732

Aus dem Artikel:
Durch die seit viereinhalb Wochen andauernde Haushaltssperre in den USA ist die Arbeit des FBI erheblich eingeschränkt. Die Bundespolizei könne etwa Informanten und Übersetzer nicht mehr bezahlen und auch keine Drogen für verdeckte Einsätze kaufen, beklagten anonyme FBI-Mitarbeiter laut einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung ihres Berufsverbandes FBIAA.
ENDE

san agustin
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon san agustin » 23.01.2019, 13:09

@ gullaldr

Was sind das für unchristliche debatten ?

Hier werden finanzielle Beträge mit Menschenleben gleichgesetzt

Du hast es dem Zufall zu verdanken das Du
In Deutschland leben darfst und seine Privilegien in Anspruch nehmen kannst
Und n i c h t in Krisengebieten lebst
Wo Tod, hunger und verwüstung an der Tagesordnung ist

Wer weis, eventuell wärst du nun der flüchtling welcher sich hier ein besseres leben verspricht

Also: bitte ein wenig demütig und barmherzig
An die Sache herantasten

PS: natürlich auch bezogen auf die Trump Mauer
Ich will meiner Linie und meiner Ansicht eines menschlichen und respektvollen miteinander in diesem Land treu bleiben und jeglicher Art von Diskriminierung entgegenwirken, daher: der EM Handel mit folgenden Personen ist nicht erwünscht: die User, welche es betrifft, wissen es und damit ist es ausreichend....

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buntebank
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon buntebank » 23.01.2019, 13:38

was für eine absurd (scheinheilige) Diskussion...
2017 wurden $1.739 Milliarden US Dollar für Rüstung ausgegeben
davon ca. 700 Milliarden von der USA
sind unsere umbei 40 oder 44 oder egal wieviele fast ein Witz jaja...

es ist ja keinesfalls so das die Probleme über die sich alle aufregen
irgendwas damit zu tun haben könnten...

gibt wohl auch schon Zahlen für 2018 - kommt auf's selbe 'raus
mir ist inzwischen leider auch schon die Ironie abhanden gekommen X )

als nächstes kommen dann die Chinesen mit der Weltherrschaft -
die haben ja das Problem der Unterdrückung noch erfolgreicher gemeistert.
zufrieden verschiedenste Sorten getauscht mit einem guten Dutzend Forums-Mitgliedern.

Unendlicher Geld-Nachschub auf: https://www.buntebank.com/

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gullaldr
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon gullaldr » 23.01.2019, 14:53

San Augustin, diese Argumente, dass ich angeblich privilegiert sei und deshalb abgeben solle oder Einwanderer (die natürlich alle arme Opfer von Krieg etc. seien) mit Teddys bewerfen soll, weil ich sonst ein böser Mensch sei, habe ich unlängst auch von einem guten Bekannten gehört. Ich habe ihm gesagt, das er nur Medien-Klischees äußere, worauf er ganz unchristlich reagierte und mich aus der Wohnung schmeißen wollte. So viel Toleranz konnte man ja auch nicht erwarten.

Sorry, was auch Du äußerst, ist Religion. Und mit Gläubigen kann man nicht diskutieren.

Ich habe mir nur bereits bei meinem Bekannten gedacht: Du hast keine Ahnung von meiner Herkunft und dem Schicksal meiner Familie. Aber Du willst mir etwas von Krieg und Armut erzählen? Da lachen die Hühner. Wenn es Dir zu gut geht und Du Dich wegen Deiner "Privilegien" schuldig fühlst, steht es Dir jederzeit frei, zugunsten karitativer Einrichtungen auf die Hälfte Deines Einkommens zu verzichten und Dein Vermögen zu spenden. Belästige aber nicht andere Leute damit.

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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon Outback 1403 » 23.01.2019, 15:01

Man sollte doch immer im Leben das Verursacherprinzip anwenden. Derjenige, der für den Schaden verantwortlich ist, kümmert sich um die verursachten Schäden und zahlt.

Fangen wir doch dann mal bei Obama an, der aus Libyen einen Hord von Flüchtlingen gemacht hat durch seine Bombenwerferei. Er sollte entsprechend alle Flüchtlinge aus diesem Land aufnehmen. Als " Friedensnobelpreisträger ", lach, kann er das schon mal tun.

Ebenso diejenigen, die gerne Waffen in Krisengebiete exportieren ( also die Regierenden der betreffenden Länden und ihre Unterstützer sprich Wähler ) so wie die aktuell kriegsführenden Länder, wie z.B. Saudi-Arabien im Jemen.

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Turnbeutelvergesser
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon Turnbeutelvergesser » 23.01.2019, 17:44

OT: Der Begriff 'Völkergemeinschaft' ist m.E. ein Oxymoron. smilie_13

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Grandmaster
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon Grandmaster » 23.01.2019, 18:34

gullaldr hat geschrieben:Wenn es Dir zu gut geht und Du Dich wegen Deiner "Privilegien" schuldig fühlst, steht es Dir jederzeit frei, zugunsten karitativer Einrichtungen auf die Hälfte Deines Einkommens zu verzichten und Dein Vermögen zu spenden. Belästige aber nicht andere Leute damit.

Das ist dann oft der Zeitpunkt, wo die Gutmenschen und ähnliche Gestalten in der Kommunikation entweder sehr ruhig oder aggressiv werden. Dann geht es nämlich um ihre eigenen Pfründe. Die Verteilung von Geld/Vermögen anderer ist halt doch sehr viel angenehmer.

Wenn jemand
- alle seine Ersparnisse von der Bank geholt und das Geld gespendet hat,
- Seine Aktien/Firmenanteile/u.ä. verkauft und das Geld gespendet hat,
- seine Lebensversicherung/Rentenversicherung/Bausparvertrag aufgelöst und das Geld gespendet hat,
- sein Wohneigentum (Haus/Eigentumswohnung) verkauft und das Geld gespendet hat (und jetzt zur Miete in einer günstigen 1-2 Zimmerwohnung wohnt),
- die Hälfte seines Einkommens jeden Monat spendet (bzw. nur so viel behält, dass es für seine eigenen Grundbedürfnisse reicht),
- und weil es so schön hierher passt, seine ganzen Edelmetalle in der Kilo- oder Zentnergewichtsklasse verkauft und das Geld gespendet hat,

dann darf er, wenn er das alles gemacht hat, mir gerne was erzählen oder versuchen, mir ein schlechtes Gewissen zu machen.
Die Berühmtheit manches Zeitgenossen ist unmittelbar mit der Dummheit seiner Bewunderer verbunden.

Ric III
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon Ric III » 23.01.2019, 21:54

Grandmaster hat geschrieben:

Wenn jemand
- alle seine Ersparnisse von der Bank geholt und das Geld gespendet hat,
- Seine Aktien/Firmenanteile/u.ä. verkauft und das Geld gespendet hat,
- seine Lebensversicherung/Rentenversicherung/Bausparvertrag aufgelöst und das Geld gespendet hat,
- sein Wohneigentum (Haus/Eigentumswohnung) verkauft und das Geld gespendet hat (und jetzt zur Miete in einer günstigen 1-2 Zimmerwohnung wohnt),
- die Hälfte seines Einkommens jeden Monat spendet (bzw. nur so viel behält, dass es für seine eigenen Grundbedürfnisse reicht),
- und weil es so schön hierher passt, seine ganzen Edelmetalle in der Kilo- oder Zentnergewichtsklasse verkauft und das Geld gespendet hat,

dann darf er, wenn er das alles gemacht hat, mir gerne was erzählen oder versuchen, mir ein schlechtes Gewissen zu machen.


Nö, selbst dann oder besserer gerade dann sollte er mich liebenswürdigerweise mit seinen bigotten Klischeephrasen verschonen.
Im Allgemeinen ist die Drittweltspenderei sogar eher kontraproduktiv.
Zumindes was die konkrete Situation vor Ort angeht und das Ziel der Spende nicht eine moderne Form des Ablaßhandels für eine vermeindliche Schuld darstellen soll.

Neben der Zuschüttung einiger Problemauswirkungen vor Ort durch Geldmittel welche im Grunde die tiefliegenden regionalen Ursachen (u.a. Korruptrion+Vetternwirtschaft) langsfristig eher verstärken statt bekämpfen führt es in diesen Regionen mittelfristig eben auch zu der Schlaraffiavorstellung in Bezug auf Europa/Nordamerika welche ihrerseits Hauptmotor der Wanderungswilligkeit der Leute wird.

Leider muß man im Angesicht der in D herrschenden Naivität in der Tat betonen daß eben in der Massen nicht die Ärmsten der Armen das Heer der Wandernden stellen,sondern dieses sich vielmehr aus der jeweiligen unteren Mittelschicht rekrutiert,Hier sind die Voraussetzungen erst gegeben sich per I-Phone eine Vorstellung der schicken Konsumwelt des globalen Nordens zu machen.
Hier auch erst die Voraussetzungen dafür die Schlepper zu bezahlen.
Und da der bösartige Norden und seine noch bösartigen Bewohner schlußendlich an grundsätzlich ALLEM SCHULD tragen und den Rest der Welt zwingen ihre Waffen* zu kaufen und sich damit gegenseitig an die Gurgel zu gehen haben die selbstverständlich auch die Pflicht mich in ihre coole und hippe Welt der Shopping Malls,Glitzershows und Events aufzunehmen und zu integrieren.
*Diese deutschen und österreichischen Geheimwaffen sind zudem derart perfide konstruiert daß es immer so ausschaut als handelte es sich um chinesische,bulgarische,rumänische und jugoslawische AK Klone aus den 70er-80er und 90er Jahren wenn man die Bewaffnung der Bürgerkriegsmilizen zwischen Hindukusch-Maghreb und dem Horn von Afrika mal unter die Lupe nimmt.

Nope, ich habe keine Pflicht mir die Worthülsen der gängigen Heuchelei unwidersprochen vorsetzen zu lassen.Auch nicht wenn der heilige Regenbogenkrieger gerade seine Unnerbux gespendet hat um das Problem noch weiter zu verschärfen.

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Mike
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon Mike » 23.01.2019, 22:21

san agustin hat geschrieben:PS: natürlich auch bezogen auf die Trump Mauer


Hallo san agustin,

falls man sich für diese Mauer ausspricht bzw. einen intensiven Grenzschutz von Staaten befürwortet, betrifft einen dann, wie in deiner Signatur erwähnt, der nicht erwünschte EM Handel mit dir?


"Ich will meiner Linie und meiner Ansicht eines menschlichen und respektvollen miteinander in diesem Land treu bleiben und jeglicher Art von Diskriminierung entgegenwirken, daher: der EM Handel mit folgenden Personen ist nicht erwünscht: die User, welche es betrifft, wissen es und damit ist es ausreichend...."
...

san agustin
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Re: Zahlungsunfähigkeit der USA

Beitragvon san agustin » 23.01.2019, 23:13

@ gullaldr

du wirst es nicht glauben, aber ich bin schon seit vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten
Religion und Gläubig sind für mich nicht gleichlautend

trotzallem kann ich als Christ durchs Leben spazieren
und als Christ haben die Worte Barmherzigkeit und Demut eben mehr Bedeutung als
das kleinkarierte Denken bis zum eigenen Gartenzaun in Wanne-Eickel

übrigens haben viele ,,Deutsche,, wohl in Ihrem Stammbaum zahlreiche Familienangehörige
die ebenfalls durch Verteibung nach dem 2.Weltkrieg ungewollt zu MIgranten geworden sind
und es ist unumstritten das diese Gruppen (Sudendeutsche etc.) nicht mit offen Armen
im zerstörten Deutschland aufgenommen worden sind

@ Outback 1403

Verursacherprinzip ?
naja....die Deutschen sind ja auch Weltmeister im exportieren von Rüstungsgütern

und Obama zum Judas zu stempeln ist schon sehr tollkühn !
Es war eine UN Resolution welche die Operation beschlossen hatte und es waren knapp
20 Nationen direkt daran beteiligt

@ Ric III

sorry, aber Deine Beiträge sind für mich etwas anstrengend zu lesen

@ Mike

Du kennst nicht den Anlass meiner Signatur

@ all der Hetzfraktion

Hat sich für irgend jemanden durch die Zuwanderung/Migranten/Flüchtlingen persönlich
etwas im Leben geändert ?
hat jemand dadurch weniger Geld aufm Konto ? Ist die Bewegungsfreidheit eingeschränkt ?
ist der Job dadurch verloren gegangen oder wurde in die 2.Reihe gestellt ?
Bekommt jemand dadurch keinen Platz mehr im Restaurant oder keinen Parkplatz ?

ich kann nur für mich sprechen: mein Leben hat sich dadurch nicht negativ verändert

und ja: natürlich gibt es auch in dieser Gruppe Schmarotzer, aber diese gibt es auch
unter den deutschen Staatsbürgern

so what ?
Ich will meiner Linie und meiner Ansicht eines menschlichen und respektvollen miteinander in diesem Land treu bleiben und jeglicher Art von Diskriminierung entgegenwirken, daher: der EM Handel mit folgenden Personen ist nicht erwünscht: die User, welche es betrifft, wissen es und damit ist es ausreichend....


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