Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

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Rhenanus
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Rhenanus »

Stimmt - ich hätte besser Währungscrash geschrieben.

Letztlich ist es mir relativ egal, ob ich in Euro oder ECU oder EU-Dollar / EU-Pfund usw. zahle oder mein Geld bekomme. Einzelbeispiele zur Inflation bei der Euro-Umstellung sind aber wenig hilfreich. Natürlich haben damals viele die Chance genutzt, Preise bei der Umstellung zu erhöhen. Aber was ist denn mit den Lebensmittelpreisen in den letzten Jahren ohne Währungsumstellung passiert? Dagegen war die Euro-Einführung doch eher moderat. Gestern bei der Tankstellenpreiserhöhungsreform schlugen einige wohl 23 Cents drauf. Schokolade, Vanille und einige andere Sachen heben ab. Im Urlaub sah ich in einem gut sortierten und mehrfach ausgezeichneten Edeka-Supermarkt Spargel für 30 Euro pro Kilo und der war nicht einmal mehr frisch. Bei mir vor der Haustür (Spargelregion an der NL-Grenze) bekomme ich den ersten in Superqualität und Frische für 13-16 Euro, den krummen sogar für 8,90 Euro. Schmeckt nicht schlechter als die Klasse I, ist eben nur krumm, teils farbig, und in verschiedenen Dicken. Am Problem Mietpreisexplosion dürfte der Euro auch nicht schuld sein. Also haben wir nach fast 25 Jahren Euro eine in manchen Bereichen sehr hohe Inflation, in anderen Bereichen sind Krisen ausschlaggebend. Die Spritpreise zwischen 2000 und 2010 stiegen um gut 50%, im Jahrzehnt darauf fielen sie nicht unerheblich. 2022 waren wir dann bekanntermaßen über 2 Euro/Liter, wie eben auch jetzt wieder. Die einzelnen Regierungen haben es doch längst nicht mehr im Griff, was von außen einwirkt: Corona, Angriff auf die Ukraine, Containerschiff hängt im Suez-Kanal, Trumps Zollphantasien, Angriff auf Iran, Sperrung der Straße von Hormus.
Bis vor einigen Jahren gab es von der Stiftung Warentest noch regelmäßig Vergleiche von Hauskauf und Mieten. Wer keinen Kredit aufnahm und sein Eigenkapital über Jahre bei der Bank arbeiten ließ, kam mit der Miete besser weg als der Immobilienkäufer. Und heute heißt es, dass der Normal-Mieter kein Haus mehr kaufen kann, weil es zu teuer ist. Umziehen kann er auch nicht, weil er keine neue Wohnung findet und deshalb in der zu kleinen oder zu großen Wohnung (solange bezahlbar) bleiben muss. Welche Schuld trägt daran die Währung? Und die Inflation stellt sich für jeden anders dar. Wer im ländlichen Raum in der eigenen Immobilie wohnt und nicht gerade ein supertolles Auto fährt, kann bedeutend billiger über die Runden kommen als ein Mieter in der Stadt (etwa München), wo sich Beamte aus dem unteren bis mittleren Bereich teilweise keine Wohnung mehr leisten können. Gestern wurde das mittlere Jahreseinkommen mit gut 54.000 Euro angegeben, im Osten aber auch ca. 10.000 Euro darunter. Nach Abzug von Sozialabgaben und Steuern bleibt bei einer hohen Miete und womöglich teuren Fahrkosten natürlich wenig übrig. Bei zwei Verdienern evtl. mit Ehegattensplitting (am besten DINCs: double income, no kids) wird es besser, für Alleinerziehende ist das Finanzchaos absehbar.
Die Kaufkraft der Rente bleibt erst einmal an die Lohnsteigerungen gebunden, sodass ein Kaufkraftverlust nur in kleineren Schritten erfolgt. Hier sehe ich das Problem der Staatsausgaben, momentan so um die 120 Mrd. (?). Was in den Sozialsektor fließt, kann nicht noch einmal investiert werden. Fällt die Kaufkraft der Rentner, steigen die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen direkt.
Gold geht gerade wieder ca. 3% und Silber 5-6% in den Keller. Es tanzen nicht nur die Benzinpreise oder der Preis für den Likör in der Kneipe. Waren früher Sprünge bei Gold von 50 Euro am Tag ein Highlight oder Einbruch, so sind 3-5% heute schon normal. Bei einem Spot um die 4000 Euro / oz lässt sich das für diejeningen, die früh investiert haben, mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehmen und aussitzen. Der gegenwärtige Goldkäufer sieht allerdings, wie von einem Tag zu anderen oder in einer Woche auch mal schnell 300-500 Euro von seinem Unzenkauf verschwinden.
Von Speditionen und mobilen Vertretern und Pendlern mit langen Strecken mal abgesehen, wird manches auch zu schnell dramatisiert. Ich bin in der letzen Woche 1400 km gefahren, Verbrauch 6 l E10 macht ca. 85 Liter Sprit. Vorher habe ich ca. 1,70 bezahlt, im Urlaub für 1,95 und 1,97 getankt. Rechne ich die 85 l mal 30 Cents, so habe ich Mehrkosten von gut 25 Euro für die Urlaubszeit, 450 km hin, 450 km zurück, vor Ort 500 km. Urlaubs-Bahnticket habe ich für einen Trip nach Karlsruhe genutzt. Für die 25 Euro Mehrkosten kann ich kaum einmal ins Restaurant essen gehen mit Getränk und Trinkgeld, wenn ich es nicht bei Currywurst mit Pommes belassen will. Inzwischen sind die Spritpreise wieder höher, aber wer 1000-1500 km im Monat fährt, musste bis jetzt nicht unbedingt den Aufstand proben und gleich nach staatlicher Regulierung schreien. Bestimmte Vielfahrer habe ich oben ausgenommen. Ich muss also nicht die ganze Nation mit einem Nachlass beglücken, insbesondere die nicht, die es wie ich nicht brauchen (unter 10.000 km im Jahr).

@ Edelmetall47
Darum hatte ich den Osten ausgenommen, weil bei euch eben nicht 1:1 getauscht wurde. Andererseits hast du für etwas "Wertloses" eine harte Währung bekommen smilie_10 und dann haben wir noch Jahrzehnte den Soli gezahlt smilie_04. Und die Rentenkasse hat die Ostbürger zum Schaden der Westbürger auch integriert. Ich selbst kann mich darüber nicht beklagen, da ich es nicht negativ wahrgenommen habe, lediglich das gebrochene Versprechung bezüglich der Abschaffung des Soli nach einer gewissen Zeit fand ich schlimm.
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Edelmetall47
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Edelmetall47 »

Rhenanus hat geschrieben: 02.04.2026, 09:16 @ Edelmetall47
Darum hatte ich den Osten ausgenommen, weil bei euch eben nicht 1:1 getauscht wurde. Andererseits hast du für etwas "Wertloses" eine harte Währung bekommen smilie_10 und dann haben wir noch Jahrzehnte den Soli gezahlt smilie_04. Und die Rentenkasse hat die Ostbürger zum Schaden der Westbürger auch integriert. Ich selbst kann mich darüber nicht beklagen, da ich es nicht negativ wahrgenommen habe, lediglich das gebrochene Versprechung bezüglich der Abschaffung des Soli nach einer gewissen Zeit fand ich schlimm.

Wir mussten eben mit diesem "Wertlosen" über die Runden kommen. Danke für deinen Ironie Button.
Ich weis schon wie du es meinst. Selber habe ich gut gelebt in der DDR, hatte immer Arbeit trotz
bescheidenen Lohn. Essen war immer da, die Gaststättenbesuche so billig. Was hilft mir da heute eine
harte Währung, wenn sie zwischen den Fingern zerrinnt. Im übrigen ihr regt euch immer über den
Soli auf, wir haben den auch bezahlt, wissen nur die Wenigsten. Die gerühmte Einigkeit ist noch in weiter Ferne, selber werde ich die nicht mehr erleben. Und die Generation "Z" ? .... oh je.
Aber gut nun, ich schreibe hier über das Thema nichts mehr, bringt nur heikle Debatten, und meine
Meinung und Erfahrung wird sich eh nicht ändern.
Gehört auch nicht in diesen Faden, die Mods werden schon mit den Hufen scharren.
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Silberigel1
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Silberigel1 »

Ich mag die Ossis, immer zu einem Kontra bereit :)

Im Endeffekt sind wir alle Deutsche !
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gullaldr
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von gullaldr »

Danke Rhenanus. Das klingt schon differenzierter.

Was Du etwas unterschätzt, ist die Energiekrise. Es geht nicht nur um den Literpreis, und ob jemand viel oder weniger mit dem Auto fährt. Auch der Wenigfahrer wird betroffen sein, weil sich Produktions- und Handelsketten verteuern, somit die Verbraucherpreise in toto. Falls es nicht in einigen Segmenten sogar Engpässe - z.B. in der Lebensmittelversorgung - gibt. Der Staat könnte auch mit Sparmaßnahmen reagieren, nach denen man nur noch bestimmte Autofahrten machen darf. Dann ist die Reise mit dem Auto in die Niederlande oder gar den Urlaub gestrichen. In asiatischen Ländern wird derleit wohl bereits diskutiert. Natürlich ist diese Entwicklung keine mit Ursache in der Währung, aber sie kann auf die Währung durch Inflation einen großen Einfluss haben.

Damit wir zum Thema zurückfinden. Dieses Video behandelt beides. Es beginnt bei der derzeitigen Energiekrise und nennt dann die Auswirkungen auf den Silberpreis.

Gold & Silber - Diese Entwicklung sieht kaum jemand!
https://www.youtube.com/watch?v=BkTt2IbJTeI
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roddi
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von roddi »

Silberigel1 hat geschrieben: 02.04.2026, 11:20 Ich mag die Ossis, immer zu einem Kontra bereit :)

Im Endeffekt sind wir alle Deutsche !
Die haben das sozialistische Chaos hinter sich und leiden nicht unter Long Tagesschau. Danke Ossis smilie_09 smilie_09 smilie_09
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Schubidu
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Schubidu »

@gullaldr: Das führt uns wieder zu der vorherigen Frage "wohin mit dem Geld".
Evtl. in zukünftige Kostenersparnis investieren.

Wenn man die Möglichkeit hat, eine PV-Anlage aufs Dach und ggf. noch einen Speicher dazu. Ggf. ein E-Auto usw..

Freunde von mir haben in den letzten Jahren massiv in zukünftige Kosteneinsparung investiert. Die vorhandene Gasheizung um eine Wärmepumpe erweitert, PV-Anlage aufs Dach, Wallbox haben sie prophylaktisch auch gleich montieren lassen und aktuell suchen sie nach einem E-Auto.
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roddi
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von roddi »

gullaldr hat geschrieben: 02.04.2026, 15:05 Danke Rhenanus. Das klingt schon differenzierter.

Was Du etwas unterschätzt, ist die Energiekrise. Es geht nicht nur um den Literpreis, und ob jemand viel oder weniger mit dem Auto fährt. Auch der Wenigfahrer wird betroffen sein, weil sich Produktions- und Handelsketten verteuern, somit die Verbraucherpreise in toto. Falls es nicht in einigen Segmenten sogar Engpässe - z.B. in der Lebensmittelversorgung - gibt. Der Staat könnte auch mit Sparmaßnahmen reagieren, nach denen man nur noch bestimmte Autofahrten machen darf. Dann ist die Reise mit dem Auto in die Niederlande oder gar den Urlaub gestrichen. In asiatischen Ländern wird derleit wohl bereits diskutiert. Natürlich ist diese Entwicklung keine mit Ursache in der Währung, aber sie kann auf die Währung durch Inflation einen großen Einfluss haben.

Damit wir zum Thema zurückfinden. Dieses Video behandelt beides. Es beginnt bei der derzeitigen Energiekrise und nennt dann die Auswirkungen auf den Silberpreis.

Gold & Silber - Diese Entwicklung sieht kaum jemand!
https://www.youtube.com/watch?v=BkTt2IbJTeI
[/quote

Man kann ja über Spritpreise diskutieren, why not. Mich besorgt eher wieviel Millionen Menschen betroffen sind, wenn diese Irren anfangen gegenseitig Entsalzungsanlagen zu bombadieren. Der Schaden wird global epochal werden, da interessiert mich der POS gar nicht. Frohe Ostern, roddi smilie_24
Rhenanus
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Rhenanus »

gullaldr hat geschrieben: 02.04.2026, 15:05 Was Du etwas unterschätzt, ist die Energiekrise. Es geht nicht nur um den Literpreis, und ob jemand viel oder weniger mit dem Auto fährt. Auch der Wenigfahrer wird betroffen sein, weil sich Produktions- und Handelsketten verteuern, somit die Verbraucherpreise in toto. Falls es nicht in einigen Segmenten sogar Engpässe - z.B. in der Lebensmittelversorgung - gibt.
Ich denke nicht, dass ich diese Entwicklung unterschätze. Fehlende Düngemittel durch den Iran-Krieg werden in den ärmsten Teilen der Erde wohl wahre Hungerkatastrophen auslösen. Höhere Transport- und Produktionskosten schlagen auf unser gesamtes Leben, nicht nur auf Lebensmittel, durch. Ich befürchte, die Preise werden in vielen Bereichen auch nach einer Normalisierung und freiem Verkehr in der Straße von Hormus nicht zum früheren Stand zurückkehren. China und Taiwan könnten die nächsten Verwerfungen iniziieren. Da tut ein EM-Polster mit hohen Kursen gut, sodass man sich als Rentner keine Sorgen machen muss.

Gegen die Aktionen der Kriegswilligen können die unbeteiligten Regierungen kaum etwas machen und die Länder müssen schauen, wie sie die ärmsten Teile ihrer Bevölkerung am Leben erhalten, sofern ein Staat sich das leisten kann. Die Globalisierung frisst ihre Kinder - ohne sie geht es nicht vorwärts, mit ihr wächst die Abhängigkeit, sobald es irgendwo knallt.

Ich halte es seit einigen Jahren mit Schubidus Vorschlägen zu Kosteneinsparungen im Leben zu Hause. Und ich bin mir sehr wohl bewusst, dass es mir in diesen Zeiten so gut geht, dass ich mir noch keine Sorgen machen muss. Von einem Einbruch der EM-Preise auf ein Niveau vor 2022 gehe ich momentan nicht mehr aus. Und bei einer Halbierung wäre ich noch gut im Plus. Zugleich bin ich froh, dass ich bei den Kursen nicht mehr kaufen muss, hier und da höchstens ein Must-have fürs Gemüt oder eine Anlage nach Verkauf. Die Sorgen der Leute, die bei den steigenden Preisen nicht wissen, wie sie den nächsten Monate über die Runden kommen sollen, hat man auch als Nichtbetroffener dennoch im Blick.
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Dr. Metall
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Dr. Metall »

gullaldr hat geschrieben: 02.04.2026, 15:05
Der Staat könnte auch mit Sparmaßnahmen reagieren, nach denen man nur noch bestimmte Autofahrten machen darf. Dann ist die Reise mit dem Auto in die Niederlande oder gar den Urlaub gestrichen. In asiatischen Ländern wird derleit wohl bereits diskutiert. Natürlich ist diese Entwicklung keine mit Ursache in der Währung, aber sie kann auf die Währung durch Inflation einen großen Einfluss haben.
Das wird der Staat machen. Corona war ein Test, da ging es auch den Menschen zu sagen, dass sie ab 22 Uhr nicht mehr raus durften. Alle haben mitgespielt. So wird es auch jetzt kommen. Wir werden nur noch arbeiten gehen (weil das Geld nicht für mehr reichen wird).

Je weniger sich der Otto-Normalverbraucher leisten kann, umso eher rückt das Ende für Kleinstbetriebe, Gastronome, etc.
Spieglein, Spieglein an der Wand, was ist das beste Edelmetall?
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Silberigel1
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Silberigel1 »

Warum steigt Silber noch, mal die bekannten Gründe aussen vor,
also Kanppheit und Industrieverlangen usw.

Ich habe mal versucht mir ein paar Gedanken zu machen und kam
unter anderem auf die Sammler die wohl deutlich mehr geworden sind.
Da Silber immer etwas stiefmütterlich neben Gold herlief und das grosse
Interesse erst Später kam. Die Aufmerksamkeit der Schönheit von
Silbermünzen ( in all Ihrer Form ) wurde sicherlich bei vielen durch das
Interesse am Silbermarkt geweckt. Es ist wie so oft und auch ganz einfach
und logisch, mehr Menschen mehr Zuseher, der Mensch begehrt das was er sieht
und so kommt der Stein ins rollen. Lustig und interessant finde ich das der Staat
sogar dabei hilft mit seiner Idee die Menschen an den Aktienmarkt zu bringen.
Auch hier fliest sicherlich etwas Geld in Edelmetalle. Beide Felder finde ich
bedeutend. Da beide einen stehten Zufluss garantieren.

@ Mods bitte verschieben fals hier falsch, danke.
Kolibri
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Kolibri »

Ob Silber noch steigt und wie schnell kann ich nicht beurteilen.
Der Preisanstieg von Dez. bis März war wilde Spekulation,die Geschäfte sind gemacht jetzt wird ein anderes Geschäftsfeld gesucht.
Die Sammler haben sehr wenig Einfluss auf den Preis,Gold wurde zu teuer da sind viele auf Silber umgestiegen,das hat nichts mit Schönheit zu tun.
Silber braucht Anleger,die wollen keine Schönheit sondern Rendite.
Bisher ist mir niemand bekannt der Silber physisch im nennenswerten Umfang für 70€ und mehr in den letzten Monaten gekauft hat.
Aufgefallen sind mir aber viele Youtuber die Silber in den Himmel heben,wer sich ganz neutral den Chart der letzten Jahre anschaut erkennt nach jedem steilen Anstieg die Kursrücksetzer mit langer Durststrecke.
Den Kursrücksetzer hatten wir gerade,aktuell die leichte Erholung,kommen jetzt weitere Rücksetzer oder kommt seitwärts die Durststrecke.
Ich habe keine Ahnung,würde aber aktuell keine Unze kaufen.
Richtig bitter ist es für die Kleinanleger die zu 50-60-70% in EM investiert sind,das hat massiv Buchwert gekostet.
Rhenanus
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Rhenanus »

Kolibri hat geschrieben: 03.04.2026, 16:04 Ob Silber noch steigt und wie schnell kann ich nicht beurteilen.
Der Preisanstieg von Dez. bis März war wilde Spekulation,die Geschäfte sind gemacht jetzt wird ein anderes Geschäftsfeld gesucht.
Die Sammler haben sehr wenig Einfluss auf den Preis,Gold wurde zu teuer da sind viele auf Silber umgestiegen,das hat nichts mit Schönheit zu tun.
Silber braucht Anleger,die wollen keine Schönheit sondern Rendite.
Bisher ist mir niemand bekannt der Silber physisch im nennenswerten Umfang für 70€ und mehr in den letzten Monaten gekauft hat.
Aufgefallen sind mir aber viele Youtuber die Silber in den Himmel heben,wer sich ganz neutral den Chart der letzten Jahre anschaut erkennt nach jedem steilen Anstieg die Kursrücksetzer mit langer Durststrecke.
Den Kursrücksetzer hatten wir gerade,aktuell die leichte Erholung,kommen jetzt weitere Rücksetzer oder kommt seitwärts die Durststrecke.
Ich habe keine Ahnung,würde aber aktuell keine Unze kaufen.
Richtig bitter ist es für die Kleinanleger die zu 50-60-70% in EM investiert sind,das hat massiv Buchwert gekostet.
Es ist in der letzten Zeit viel verkauft worden, das kann ich für einige Leute im Forum und mich selbst bestätigen. Es geht nicht um den Höchstpreis von 100 Euro / oz, auch jetzt sind mit ca. 70 Euro / oz Bullion die Preise noch prima. Dass für 70 Euro / oz keine nennenswerte Käufe in deinem Bekanntenkreis stattfinden, mag so sein. Aber wo sind die ganzen Ankäufe der Händler hin? Die großen Händler haben täglich sicherlich einige tausend oz angekauft. Die lagern doch nicht im Keller. Wenn man momentan versucht, bei SC oder MP Edelmetalle oder Gold-Silber-Münzen-Shop American Eagles zu kaufen, dann gibt es gerade mal 50 bis max. 250 Stück pro Händler, mehr ist nicht auf Lager von der Gebrauchtware. Im Bullionbereich wechselt weiterhin manche Unze den Besitzer und das täglich tausendfach.

Kleinanleger, die 60-80% in EM, bes. Silber, investiert sind, haben dieses Investment doch wohl nicht bei Höchstkursen getätigt, ansonsten hat wohl kurzfristig die Gier gesiegt. Und wenn sie schon einige Jahre dabei sind, haben sie auf die 100 Euro / oz gesehen zwar die berühmten Buchverluste, liegen aber noch gehörig im Plus. Wahre Verluste sind genau genommen nur die, bei denen man teurer gekauft als verkauft hat. Den richtigen Zeitpunkt für Kauf und Verkauf erwischt man selten - und manchmal braucht es Jahre, bis es sich wieder erholt oder gar die Rakete zündet. Wer in den letzten 5 Jahren regelmäßig eingekauft hat, erzielt auch jetzt noch nette Gewinne beim Verkauf. Aber da ist in den Köpfen die Hoffnung, es könnte ja demnächst noch mal auf 100 Euro / oz hochgehen.
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Schubidu
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Schubidu »

So ist es. Ich betrachte ja die Performance meines goldlastigen physischen EM-Bestandes nach Kalenderjahren.

Im Jahr 2024 waren es 32,57% Buchgewinn, im Jahr 2025 sogar 58,4 % Buchgewinn und in 2026 aktuell 8,77%.

Das heißt im Klartext, aus 1 € Buchwert am 1.1.2024 sind Stand heute 2,28 € Buchwert geworden.

Bei einem silberlastigen Bestand fällt der Zuwachs noch größer aus, weil Silber in € seit dem 1.1.2024 um über 190% gestiegen ist, Gold aber "nur" um 117%.

Klar in 2026 war es schon deutlich mehr, aber als "richtig bitter" würde ich die 8,77% in 2026 jetzt auch nicht betrachten ;)
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Silberigel1
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Silberigel1 »

Schubidu

2026 ist ja noch nicht zu Ende smilie_06
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Schubidu
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 8

Beitrag von Schubidu »

... deshalb hatte ich ja "aktuell" geschrieben.

Nach den zwei starken Jahren 2024 und 2025 könnte ich in 2026 auch gut mit einer schwarzen 0 oder einem kleinen Rückgang leben, ohne dass es bitter wäre.

Ich hatte ja sehr früh mit den Metallen angefangen, beim Gold schon in den 90er Jahren und beim Silber 2006 und hatte dann 2008 die Anlagekäufe beim Gold und 2017 die Anlagekäufe beim Silber abgeschlossen. Wobei ich beim Silber 2011 in Teilen auch mal Gewinne mitgenommen und später wieder günstiger zurückgekauft und den Bestand erweitert habe.

Entsprechend niedrig sind meine durchschnittlichen Kaufpreise In finanzieller Hinsicht waren die Edelmetalle für mich der größte Glücksfall meines Lebens.

Wenn's da noch ein bisschen runtergeht, kümmert mich das nicht mehr.
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