Brakteat hat geschrieben: ↑26.03.2026, 11:25
Man muss sich erst dran gewöhnen und die eigenen Frustmomente aushalten, aber dann geht's wieder. Munter bleiben!
Tja das ist die menschliche Psyche, die uns hier einen Streich spielt.
Wenn ich mir aktuell die 2026er Performance meiner physischen Metalle ansehe, sind die dank des hohnen Goldanteils 2,7% im Plus (war Montag morgen auch schon im Minus).
Also eigentlich Alles gut. Aber da sie ja vor dem Absturz kurzzeitig auch schon knapp 40% im Plus waren und sich Unsummen an Buchgewinnen in Luft aufgelöst haben, fühlt man sich irgendwie als Verlierer, obwohl es nicht so ist.
Offenbar hat die Moderation die ganze off-topic-Diskussion um ein Gedicht gelöscht.
Dem fiel auch ein Youtube-Link zu Philoro zum Opfer. Ich poste ihn nochmals, denn er hat ja mit dem Silberkurs zu tun. Und vielleicht ist das ja interessant für den ein oder anderen.
Aber viele Investoren haben sich auch die Finger mit Silber verbrannt. Es hat nun eine grosse Ernüchterung im Silbermarkt eingesetzt. Der Iran-Krieg hat nun wohl auch fundamentale Auswirkungen auf das westliche Finanzsystem. Bei gallopierender Inflation schliesse ich persönlich auch Zinserhöhungen der EZB in 2026 nicht aus.
Ich selbst kann mir bei einem Aktiencrash einen weiteren Abverkauf bei Gold und Silber sehr gut vorstellen.
Ein Volk das keine Waffen tragen möchte, wird Ketten tragen.
Also, wenn wir von Investoren reden (also nicht von Leuten, die in Probleme kommen, die Miete oder die Nahrung nicht mehr zahlen zu können), dann stellt sich die Frage, was sie denn stattdessen mit ihrem Geld machen.
- Bei Silber hätten sie sich also "die Finger verbrannt". Das kann ja nur die kurzfristigen Zocker betreffen, die beim letzten Allzeithoch einstiegen, weil sie von Kursen um die 300 Dollar träumten. Wenn die oder noch viel mehr Leute nun Edelmetalle verkaufen, muss das Geld ja irgendwo anders hin.
- Bei Aktien besteht demnach das Risiko eines Crashs. Ergo müssten die vorausschauenden Investoren ja dann aus den Aktien herausgehen. Also muss das Geld ja irgendwo anders hin.
- Bei Immobilien drohen höhere Abgaben, also Grundsteuer, energetische Zwangsmaßnahmen usw. Auch Betongold scheint also mit Risiken behaftet. Außerdem können sich viele Leute keine Immobilie mehr leistern. Also muss das Geld ja irgendwo anders hin.
- Sparbuch und Lebensversicherungen sind bei einer prognostizierten galoppierenden Inflation extrem gefährdet. Wer da sein Geld nicht abzieht oder kündigt, geht gewisse Risiken ein. Also muss das Geld ja irgendwo anders hin.
Bleiben Staatsanleihen oder die Flucht ins Ausland. Oder die Tilgung von Schulden, wenn sich Investoren übernommen haben (obwohl, eigentlich würde eine Inflation ja die Schulden auffressen).
Wohin mit dem Geld,gute Frage.
Soll ich bei einem Kurs von 64€ für die Unze Silber 78€ zahlen,ich werde es nicht tun.Für Anleger ist das Risiko noch zu hoch,die größeren Spekulanten haben den Silbermarkt abgegrast und sind weitergezogen.
Wer noch nicht in Gold investiert ist könnte das jetzt nachholen,für mich gilt Gold als Versicherung, da spielt der Preis eine untergeordnete Rolle.Da ich mit rund 30% überversichert bin gibt es bei mir keine Zukäufe.
Immobilien nein danke,ich wohne im eigenen Haus,für mich gepflegter Altbau,für andere energetische Ruine.25 leerstehende Häuser im Ort sprechen ihre eigene Sprache.
Festgeld,Tagesgeld,Sparbuch,Lebensversicherung ?,da kann ich das Geld gleich ins Kopfkissen stopfen.
Was bleibt ist die Anlage in Aktien,die Dividendenmonate starten,viele Kurse sind im Keller, das sind Chancen.
Man kann auf tiefere Kurse warten,ich warte nie,um den Tiefstkurs oder Höchstkurs zu erwischen bin ich viel zu blöd.
"Soll ich bei einem Kurs von 64€ für die Unze Silber 78€"
Wäre übrigens bei Neumünzen von der Mint, in etwa der aktuelle Händler Einkauf incl. 19% Mwst.
Ps.
ich orientiere mich u.a. im Chart an der GD 200, dort prallt der Kurs oftmals nach oben ab.
Bei Silber dürfte die Konso" noch nicht abgeschlossen sein.
Außerdem ist der aktuelle Golfkrieg ein Risiko. Weltwirtschaftliche folgen? Geringere Silber Nachfrage? steigende Zinsen? zudem werden Gelder vom EM Markt abgezogen, respektive Gold verkauft, weil Mittel benötigt werden.
Zuletzt geändert von juergen1228 am 31.03.2026, 20:44, insgesamt 3-mal geändert.
die 300 waren jetzt auch nur ein Beispiel, ich wäre/bin mit dem
momentanen Stand auch schon sehr glücklich. Aber es ging ja hier
um die Aussage von Kolibri.
Sorry, da hatte ich Dich falsch verstanden, weil ja Kurse von 300 hier im Januar schon gehandelt wurden.
Ich seh das wie Du, mit den aktuellen Kursen kann ich sehr gut leben. Natürlich freut man sich wenn´s steigt, aber aktuell sind keine Verkäufe oder Umschichtungen mehr geplant. Eine ETC-Order zu 50 € als Abstauberlimit liegt noch im Orderbuch, aber ich hoffe mal, dass die nicht mehr gezogen wird.
Und wenn´s nur rumliegt, spielt der aktuelle Kurs nicht die entscheidende Rolle.
Silberigel1 hat geschrieben: ↑31.03.2026, 20:43
... Die Frage ist auch was du von Papier das bedruckt ist hast am Ende. Schon die ewige Frage ....
Die letzte Währungsrefom (von der Wiedervereinigung abgesehen) liegt etwa ein Menschenleben zurück. Das stellt sich mir die Frage, ob die "ewige Frage" nicht eine Frage der Ewig-Gestrigen ist, von Leuten, die seit Jahrzehnten Angst vor einer Währungsreform bzw. Geldentwertung haben. Übrigens ist es bald nicht einmal mal mehr bedrucktes Papier, wenn man den digitalen Euro nimmt - was aber auch keine Währungsreform ist. So wie man hier den Euro schon immer als Totgeburt gesehen hat, wären Wetten interessant gewesen, wer länger durchhält: die Lebenserwartung der Euro- / Währungsskeptiker oder der Euro an sich.
Wenn die BRICS-Währung kommt, darf man gespannt sein, welches Gewicht der chinesische Yuan neben dem Goldanteil darin beanspruchen wird. Ich sehe die Verbindungen zwischen den BRICS-Staaten und Beitrittskandidaten und Sympathisanten jedenfalls als lockerer an als die in der Eurozone. Vielleicht wird es auf Dauer schwerer für die einzelnen Nationalwährungen im Markt zu bestehen.
Rhenanus hat geschrieben: ↑01.04.2026, 17:06
Die letzte Währungsrefom (von der Wiedervereinigung abgesehen) liegt etwa ein Menschenleben zurück. Das stellt sich mir die Frage, ob die "ewige Frage" nicht eine Frage der Ewig-Gestrigen ist, von Leuten, die seit Jahrzehnten Angst vor einer Währungsreform bzw. Geldentwertung haben.
1. Die letzte Währungsreform erfolgte hierzulande 1999 bzw. 2002. Das war die Einführung des Euro. Allerdings erfolgte diese Währungsreform geordnet, ohne Abwertung von Sparguthaben, ohne Umtauschrationierung und ohne Schuldenschnitt.
Real war sie aber in vielen Bereichen mit einer Inflationierung einhergehend. Ich erinnere mich noch, dass in meiner damaligen Stammbar mein Lieblingslikör zuvor 5 Mark gekostet hat, danach 3,50 Euro.
2. Geldentwertung findet ja real statt. Man nennt das Inflation, wie wir alle wissen. Sie erfolgt schleichend, besteht aber nicht nur aus unbegründeter Angst. Und die Entwicklung der Edelmetallkurse dürfte auch damit etwas zu tun haben. https://www.goldsilber.org/wahre-inflation.php
Was Du meinst, ist die Sorge vor einem Währungscrash, der dann zu einer "Reform", also Entwertung, führen könnte. Das wird sich zeigen. Vielleicht werden wir es durchaus noch erleben, wie sich derzeit die Weltlage entwickelt. Vielleicht aber läuft die Entschuldung der faktisch bankrotten Staaten, die ihren "Service" nur noch von immer stärkerer Schuldenaufnahme abhängig machen, auch durch einfache Inflationierung. Dann bleibt die Fassade der Währung bestehen, aber z.B. die Rente/Pension hat nur noch ein Drittel der jetzigen Kaufkraft.
Rhenanus hat geschrieben: ↑01.04.2026, 17:06
Die letzte Währungsrefom (von der Wiedervereinigung abgesehen) liegt etwa ein Menschenleben zurück. Das stellt sich mir die Frage, ob die "ewige Frage" nicht eine Frage der Ewig-Gestrigen ist, von Leuten, die seit Jahrzehnten Angst vor einer Währungsreform bzw. Geldentwertung haben.
1. Die letzte Währungsreform erfolgte hierzulande 1999 bzw. 2002. Das war die Einführung des Euro. Allerdings erfolgte diese Währungsreform geordnet, ohne Abwertung von Sparguthaben, ohne Umtauschrationierung und ohne Schuldenschnitt.
Real war sie aber in vielen Bereichen mit einer Inflationierung einhergehend. Ich erinnere mich noch, dass in meiner damaligen Stammbar mein Lieblingslikör zuvor 5 Mark gekostet hat, danach 3,50 Euro.
2. Geldentwertung findet ja real statt. Man nennt das Inflation, wie wir alle wissen. Sie erfolgt schleichend, besteht aber nicht nur aus unbegründeter Angst. Und die Entwicklung der Edelmetallkurse dürfte auch damit etwas zu tun haben. https://www.goldsilber.org/wahre-inflation.php
Was Du meinst, ist die Sorge vor einem Währungscrash, der dann zu einer "Reform", also Entwertung, führen könnte. Das wird sich zeigen. Vielleicht werden wir es durchaus noch erleben, wie sich derzeit die Weltlage entwickelt. Vielleicht aber läuft die Entschuldung der faktisch bankrotten Staaten, die ihren "Service" nur noch von immer stärkerer Schuldenaufnahme abhängig machen, auch durch einfache Inflationierung. Dann bleibt die Fassade der Währung bestehen, aber z.B. die Rente/Pension hat nur noch ein Drittel der jetzigen Kaufkraft.
gullaldr hat geschrieben: ↑02.04.2026, 02:37
Die letzte Währungsreform erfolgte hierzulande 1999 bzw. 2002. Das war die Einführung des Euro. Allerdings erfolgte diese Währungsreform geordnet, ohne Abwertung von Sparguthaben, ohne Umtauschrationierung und ohne Schuldenschnitt.
Ach ja? Das werden aber viele Ostdeutsche anders sehen, gehöre auch dazu. Musste für meine DDR - Mark
ebenfalls hart rackern. Meines Wissens wurden vom Sparguthaben 4000 Mark der DDR 1 : 1 umgetauscht,
der restliche Betrag halbiert. Für mich eine klare Abwertung und Benachteiligung.