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Altersvorsorge

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haehnchen03
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon haehnchen03 » 11.08.2020, 09:50

Die beiden eben genannten dienen für mich nur noch dazu

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WhiteWarrior
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon WhiteWarrior » 11.08.2020, 15:54

lifesgood hat geschrieben:Bevorzugt gehen die Borkenkäfer (Buchdrucker, Kupferstecher) an die Fichte. An Tannen und Kiefern nur, wenn nichts Anderes da ist. Bei uns bleiben die Kiefern weitestgehend verschont, weil genug Fichten da sind :(

Aber Du hast Recht, Wald macht momentan keinen Spaß. Zum Einen gab es dieses Jahr bisher viel Schadholz (Sturm Sabine, Borkenkäferbefall) was ich in der Masse so noch nicht erlebt habe und zum Anderen ist der Holzpreis miserabel. In normalen Jahren hat man mal ein paar befallene Bäume im Bestand, dieses Jahr bilden sich richtige "Käferlöcher", wo man dann schnell an einem Standort 100 Festmeter Holz schlagen muß oder mehr.

Wenn es nicht ein klein wenig Zuschuß dafür gäbe, dass man das Holz schnell aus dem Wald verbringt, damit sich der Borkenkäfer nicht weiter ausbreitet, dann wäre das finanziell fast eine 0-Nummer, weil Fällen und Rücken fast so viel kostet, wie man für das Schadholz noch bekommt.

Die Arbeit ist ungleich mehr, weil man seine Bestände permanent kontrollieren muss. Das macht seit diesem Jahr meine Tochter und das macht sie sehr gut. Meist gelingt es uns die Bäume zu fällen, wenn der Käfer noch drinsitzt. So fährt man den Käfer mit dem Holz aus dem Wald und der Preis für das Holz ist auch noch etwas besser. Aber die verbringt momentan auch mindestens 20 Std. die Woche im Wald.

Andererseits sind die Preise für Wald (wenn man überhaupt welchen bekommt) in unserer Gegend recht stabil und gut beim Doppelten dessen, was wir 2010 dafür bezahlt hatten.

lifesgood


Was lifesgood sagt ist alles korrekt und kann ich als Waldbesitzer nur bestätigen.
Vor allem der Curvidens-Käfer der jetzt an die alten Weisstannen geht ist verheerend. Vor allem in Württemberg. Auch ich verbringe pro Monat eine Woche im Wald. Holzaufarbeitung, Pflanzungen, Auslichten, Baumpflege, Wegebau usw.

Dennoch ein sehr gutes Investment auf Generationen gesehen. Wenn bei uns in Nord-Ost Württemberg ein guter Wald verkauft wird gibt es mittlerweile 30 - 40 Bieter/Interessenten.

Es werden aber auch -monetär - wieder bessere Zeiten für Waldbesitzer kommen.
Ein Volk das keine Waffen tragen möchte, wird Ketten tragen.

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Siebenundvierzig900
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon Siebenundvierzig900 » 11.08.2020, 16:58

Wald ist schon OK ...wenn er über lange Zeiträume in der Familie bewirtschaftet wird immer eine Option.

Hatte seinerzeit leider nur miese Angebote als ich kaufen wollte und neben den vorhandenen Flächen (geht kaum über Eigenbedarf hinaus) kam nichts mehr hinzu.

Aktuell bin ich jedoch eher an Weideflächen interessiert und will praktisch uach nicht auf zu vielen Hochzeiten tanzen.

Ach ja, Otte,Wiek,Krall und Müller haben in ihren Kernbetrachtungen freilich recht. Die Zeiten schreien förmlich danach gesellschaftliche und politische Verwerfungen an zentraler Stelle in eigene Investplanungen einzubeziehen.

Hannoveraner
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon Hannoveraner » 05.10.2020, 13:35

Die verschwundenen 2 Mrd.

In den Haushaltsunterlagen für die Berichterstatter des Bundestags von Mitte August 2019 heißt es im entsprechenden Rentenkapitel: Mit Blick auf die "absehbaren demografiebedingten Herausforderungen" sehe der Finanzplan des Bundes von 2021 an eine "jährliche Zuführung" von zwei Milliarden Euro an die Rücklage "Demografievorsorge Rente" vor, aus dem Haushalt des Bundessozialministeriums.

Dieser Passus fehlt im aktuellen Haushaltsentwurf.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... bFntlEhgAo


Sollte das bedeuten das es zu weiteren Kürzungen oder Beitragserhöhungen kommt, wird die eigene, zusätzliche Altersvorsorge noch wichtiger
Zuletzt geändert von Hannoveraner am 05.10.2020, 14:04, insgesamt 1-mal geändert.
Rangar Y,"Lasst uns gemeinsam die Chance ergreifen und Zuhören statt Verurteilen, Fragen statt Antworten, Verstehen statt Verdammen, Argumentieren statt Diffamieren und Einladen statt Ausgrenzen. Dieter Nuhr: Wir haben ein Problem mit Denunziation, Diffamierung und Etikettierung Andersdenkender

domrepp
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon domrepp » 05.10.2020, 14:00

Hannoveraner hat geschrieben:Sollte das bedeuten das es zu weiteren Kürzungen oder Beitragserhöhungen kommt, wird die eigene, zusätzliche Altersvorsorge nich wichtiger


...mit Sicherheit sogar - und das ist jedem der beteiligsten Politikern*innen klar.
Das System war schon in "guten" Zeiten ein Zuschusssystem....

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 67947.html

...nicht auszudenken, was in "schlechten" Zeiten passieren soll...

https://rentenbescheid24.de/bundeszusch ... te-steigt/

Im Prinzip ist das System mehr oder weniger bis 2025 gedacht. Was danach kommt, traut sich wohl bisher niemand klar auszusprechen.

Dementsprechend ist die Altersvorsorge essenziell!

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Turnbeutelvergesser
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon Turnbeutelvergesser » 05.10.2020, 15:59

Die Alarmglocken hätten schon bei Nobis 'Die Rente ist sicher Aktion' in den 80ern laut schrillen müssen. Allerdings war ich zu dem Zeitpunkt noch zu jung und noch gar nicht im Berufsleben. Kollege von mir meinte, sein Vater hat darauf hin angefangen noch mehr privat für seine Kinder und somit auch für ihn vorzusorgen.

Hannoveraner
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon Hannoveraner » 05.10.2020, 16:55

Turnbeutelvergesser hat geschrieben:Die Alarmglocken hätten schon bei Nobis 'Die Rente ist sicher Aktion' in den 80ern laut schrillen müssen. Allerdings war ich zu dem Zeitpunkt noch zu jung und noch gar nicht im Berufsleben. Kollege von mir meinte, sein Vater hat darauf hin angefangen noch mehr privat für seine Kinder und somit auch für ihn vorzusorgen.


Das sowieso, der Bericht bezieht sich auf die demographische Regelung bis 2025. hier sollte es zu keinen Beitragserhöhungen kommen. Dafür wurden 2 Mrd jährlich im Etat eingestellt um das auszugleichen.
Diese 2 Mrd. fehlen im aktuellen Entwurf. Wo sind die hin? Wie sollen die 2 Mrd aufgefangen werden?
Kommt doch eine Rentenbeitragserhöhung?
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domrepp
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon domrepp » 05.10.2020, 17:37

Hannoveraner hat geschrieben:Diese 2 Mrd. fehlen im aktuellen Entwurf. Wo sind die hin?


Die Frage ließe sich in Bezug auf so einige Bereiche der Geldverwendung durch die Politik stellen. Aber auch hier fürchte ich, dass es keine transparente Antwort gibt.

Hannoveraner hat geschrieben:Wie sollen die 2 Mrd aufgefangen werden?
Kommt doch eine Rentenbeitragserhöhung?


Das werden wir nächstes Jahr nach der Wahl evtl. hören! Könnte mir vorstellen, dass dann Mittel aus Steuererhöhungen, die offenbar bereits intern heiß diskutiert werden, in diese Richtung fließen. Aber da können wir natürlich nur spekulieren.

Turnbeutelvergesser hat geschrieben:Die Alarmglocken hätten schon bei Nobis 'Die Rente ist sicher Aktion' in den 80ern laut schrillen müssen. Allerdings war ich zu dem Zeitpunkt noch zu jung und noch gar nicht im Berufsleben. Kollege von mir meinte, sein Vater hat darauf hin angefangen noch mehr privat für seine Kinder und somit auch für ihn vorzusorgen.


Dann hat der Vater wohl goldrichtig reagiert. Je nach getätigter Vorsorge kann er sich heute freuen.

Womit wir wieder beim Thema sind. Wer wohl nicht bis mindestens 67 Jahren volles Rohr arbeiten möchte - und ich gehe davon aus, dass mindestens die Generationen 1980 und jünger deutlich länger müssen -, der muss an's Vorsorgen denken. Wobei dort die Schwierigkeit liegt. Auf der einen Seiten werden die Belastungen aus verschiedenen Gründen höher, womit mir Mittel zur Vorsorge fehlen, und andererseits die Auswahl der richtigen Anlage komplizierter.

Und ja, natürlich, EM gehört dazu...


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