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Altersvorsorge

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PB350
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon PB350 » 07.10.2019, 22:31

rosab2000 hat geschrieben:@Silbermann1984 smilie_01 smilie_01

als ein mit 84ziger kann ich nur sagen: vollste Zustimmung smilie_01
aber über Rente brauchen wir uns sowieso keine Gedanken mehr zu machen :roll:


Und ich als 85er kann nur sagen, dass wir noch mehr als ausreichend Zeit haben werden, um nicht nur unsere gesetzliche Rentenlücke schließen zu können. Dank des Internets und anderer Technologien waren die Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung noch nie so fantastisch wie heute. Jede noch so große Wissenslücke lässt sich mehr oder weniger kostenlos schließen. Was ,,uns" auf jeden Fall nicht weiterbringt, ist Defätismus. smilie_13

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Silbermann 1984
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon Silbermann 1984 » 07.10.2019, 23:15

salito hat geschrieben: Er ist mit seine finanziellen Möglichkeiten sicherlich einer der ganz wenigen in den deutschen Edelmetallforen und trotzdem jemand der sich Gedanken um seine Zukunft macht.


Ich denke es gibt bestimmt noch den ein oder anderen ,ich weis nicht ob der Silberfuchs von Youtube hier auch aktiv ist ,ich schau gerne seine Videos ,er ist mit Herz und Seele dabei und scheint von den Videos her auch nicht so vermögend zu sein ,trotzdem zeigt er immer alles ganz genau und erklärt vieles .

PB350 hat geschrieben:An Silbermann: Wieso arbeitest du nicht an der Verbesserung deiner finanziellen Situation? Ich verstehe nicht, was du hier mit deinen ständigen Erwähnungen deiner prekären Situation erreichen möchtest. Wenn du so weitermachst, ertrinkst du hier eines Tages an deinem Selbstmitleid. smilie_11

Nun konstruktiv: Meine grundsätzliche Meinung ist, dass sich jeder in jedem Lebensbereich um mindestens 1 Stufe verbessern kann, wenn er dies wirklich will. Auch du. Wie wäre es mit einer beruflichen Weiterqualifizierung oder Neuausrichtung? Oder mit Überstunden? Oder mit einer Nebentätigkeit an den Wochenenden?

Von nichts kommt nichts und fast jeder hat mal klein angefangen. Man darf sich auf dem Weg nach oben für nichts zu schade sein. Du hast total falsche Vorstellungen: Es gibt nicht nur dich und sehr Vermögende.

Und wie wäre es, beim Anlegen auf mehr Streuung und Rendite zu setzen? Soweit ich weiß, investierst du mehr oder weniger alles in Silber und etwas Gold. Zum Teil in aufpreisteure Sammlermünzen, dabei ist es beim Vermögensaufbau wichtig, die Kaufnebenkosten möglichst klein zu halten. Eine durchdachte Altersvorsorge sieht anders aus.

Natürlich kenne ich nicht deine genaue Lebenssituation, weshalb ich nur grobe Überlegungen anstellen kann, aber deine regelmäßigen Klagelieder sind hier nicht zu überlesen. Auf jeden Fall bist du noch jung genug, um deine Weichen neu oder anders zu stellen. smilie_24


Ich ertrinke nicht in Selbstmitleid ,nach der Ausbildung hätte ich 2 jahre später meinen Meister machen können ,das Geld hatte ich damals nicht ,brauchte ein neues Auto um überhaupt weiter Geld verdienen zu können .

Dann war ich über den Winter oft Arbeitslos nach der Ausbildung da hat man sich schon fast wie ein Tagelöhner gefühlt ,die manchmal hier erwähnten Befristeten Arbeitsverträge .Schütze Arsch ,letztes Glied :wink:

Dadurch bin ich dann in ein ganz schön tiefes schwarzes Loch gefallen und konnte dadurch dann gar nicht mehr arbeiten.Hat fast 3 Jahre gedauert da wieder rauszukommen .

Dann hatte ich glück und hab eine Hausmeisterstelle bekommen ,endlich nicht mehr immer entlassen zu werden ist schon schön .

Vorher hat man immer mit der Angst und Sorgen gelebt .

Mitlerweile mit mitte 30 gehts mir Körperlich nicht mehr so gut ,ging vor etwas über einem Jahr los das ich wahnsinnige Schmerzen bekam und den Kopf nicht mehr richtig bewegen konnte,bin von Arzt zu Arzt aber keiner hat richtig was gefunden ,die ganze Muskulatur ist eigentlich mehr oder weniger Dauerhaft angespannt bzw. verkrampft,Empfindungsstörungen im Gesicht inklusive,teilweise auch die Arme .
Muskelentspanner helfen auch nicht wirklich.
Deshalb bin ich froh wenn ich den Tag einigermaßen rum bekomme und hoffe auch das es so bleibt .
Nebenher noch einen Nebenjob würde ich nicht schaffen ,hier und da mal ne kleinigkeit Nachbarschaftshilfe,ich helf gerne vorallem älteren Menschen die nicht mehr so viel können das sind immer die Dankbarsten wenn man mal anpackt .

Ich spar € neben hin für evtl. anschaffungen und zur anderen hälfte kaufe ich EM und da was mir gefällt zur häfte und zur anderen Anlagekram ,nur Anlagekram da hat man wenn man schon auf einiges verzichten muss ja gar keinen Spaß mehr dran ,alles nur für irgendwann später mal wo man noch nicht mal weiß ob man überhaupt so alt wird.

Ich probier ja schon für später,eigentlich ist das ja alles für später aber so freut man sich jetzt auch schon etwas dran und irgendwas braucht man jetzt auch schon weil sonst fragt man sich für was man das eigentlich überhaupt alles macht ,man jetzt auf vieles verzichtet um später dann wovon man vielleicht gar nichts mehr hat.

So hat man jetzt schon bestimmte Zeiten im Jahr wo man sich auf die neue Ausgaben freut und wenn man dann das Geld hat die sich zu leisten ist man glücklich .

So jetzt wirds allerhöchste Zeit ,schlaft dann mal schön smilie_24

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lifesgood
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon lifesgood » 07.10.2019, 23:21

PB350 hat geschrieben:
Und ich als 85er kann nur sagen, dass wir noch mehr als ausreichend Zeit haben werden, um nicht nur unsere gesetzliche Rentenlücke schließen zu können.


Man muss die Zeit natürlich auch nutzen.

Rückwirkend betrachtet sind 20 - 30 Jahre ratzfatz vorbei.

Aber da seid Ihr wohl auf dem richtigen Weg smilie_01

Egal wie man vorsorgt, es ist schon ein guter Schritt, es überhaupt zu machen und nicht wie Viele schon in jungen Jahren die Kreditwürdigkeit bis auf die letzte Naht auszuschöpfen, wie man es häufig sieht.

lifesgood

P.S.: Ich mag den Silbermann smilie_57

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Re: Altersvorsorge

Beitragvon PB350 » 08.10.2019, 00:08

lifesgood hat geschrieben:
PB350 hat geschrieben:
Und ich als 85er kann nur sagen, dass wir noch mehr als ausreichend Zeit haben werden, um nicht nur unsere gesetzliche Rentenlücke schließen zu können.


Man muss die Zeit natürlich auch nutzen.

Rückwirkend betrachtet sind 20 - 30 Jahre ratzfatz vorbei.

Aber da seid Ihr wohl auf dem richtigen Weg smilie_01

Egal wie man vorsorgt, es ist schon ein guter Schritt, es überhaupt zu machen und nicht wie Viele schon in jungen Jahren die Kreditwürdigkeit bis auf die letzte Naht auszuschöpfen, wie man es häufig sieht.

lifesgood

P.S.: Ich mag den Silbermann smilie_57


Klar, vertane Zeit erhält man natürlich nicht zurück. Ich habe mit 16 angefangen und bin im Laufe der Zeit ein paar unternehmerische Risiken eingegangen, die im Nachhinein Gold wert waren. Zudem lag meine mir selbst auferlegte Sparquote stets bei mind. 50 Prozent, die mir als Minimalist/Frugalist nie besonders schwer fielen. Daher spielt die Altersvorsorge für mich nur noch ein untergeordnetes Thema.

Meine Baustellen, bei denen ich mich aktuell verbessern möchte, sind mein Übergewicht (-10 kg erwünscht) und die Verbesserung meines Spanischsprachniveaus, weil ich oft in Spanien unterwegs bin.

Niemand ist perfekt, jeder hat sein Päckchen zu tragen und es wird immer jemanden geben, der in irgendeiner Lebensdisziplin besser als man selbst abschneidet.

Wichtig finde ich, dass man immer wissbegierig bleibt und sich Verbesserungspotenziale herausarbeitet. Stillstand bedeutet nämlich einen langsamen Verfall. :-)

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Re: Altersvorsorge

Beitragvon PB350 » 08.10.2019, 00:20

Silbermann 1984 hat geschrieben:Ich ertrinke nicht in Selbstmitleid ,nach der Ausbildung hätte ich 2 jahre später meinen Meister machen können ,das Geld hatte ich damals nicht ,brauchte ein neues Auto um überhaupt weiter Geld verdienen zu können .

Dann war ich über den Winter oft Arbeitslos nach der Ausbildung da hat man sich schon fast wie ein Tagelöhner gefühlt ,die manchmal hier erwähnten Befristeten Arbeitsverträge .Schütze Arsch ,letztes Glied :wink:

Dadurch bin ich dann in ein ganz schön tiefes schwarzes Loch gefallen und konnte dadurch dann gar nicht mehr arbeiten.Hat fast 3 Jahre gedauert da wieder rauszukommen .

Dann hatte ich glück und hab eine Hausmeisterstelle bekommen ,endlich nicht mehr immer entlassen zu werden ist schon schön .

Vorher hat man immer mit der Angst und Sorgen gelebt .

Mitlerweile mit mitte 30 gehts mir Körperlich nicht mehr so gut ,ging vor etwas über einem Jahr los das ich wahnsinnige Schmerzen bekam und den Kopf nicht mehr richtig bewegen konnte,bin von Arzt zu Arzt aber keiner hat richtig was gefunden ,die ganze Muskulatur ist eigentlich mehr oder weniger Dauerhaft angespannt bzw. verkrampft,Empfindungsstörungen im Gesicht inklusive,teilweise auch die Arme.

Muskelentspanner helfen auch nicht wirklich.
Deshalb bin ich froh wenn ich den Tag einigermaßen rum bekomme und hoffe auch das es so bleibt .
Nebenher noch einen Nebenjob würde ich nicht schaffen ,hier und da mal ne kleinigkeit Nachbarschaftshilfe,ich helf gerne vorallem älteren Menschen die nicht mehr so viel können das sind immer die Dankbarsten wenn man mal anpackt .

Ich spar € neben hin für evtl. anschaffungen und zur anderen hälfte kaufe ich EM und da was mir gefällt zur häfte und zur anderen Anlagekram ,nur Anlagekram da hat man wenn man schon auf einiges verzichten muss ja gar keinen Spaß mehr dran ,alles nur für irgendwann später mal wo man noch nicht mal weiß ob man überhaupt so alt wird.

Ich probier ja schon für später,eigentlich ist das ja alles für später aber so freut man sich jetzt auch schon etwas dran und irgendwas braucht man jetzt auch schon weil sonst fragt man sich für was man das eigentlich überhaupt alles macht ,man jetzt auf vieles verzichtet um später dann wovon man vielleicht gar nichts mehr hat.

So hat man jetzt schon bestimmte Zeiten im Jahr wo man sich auf die neue Ausgaben freut und wenn man dann das Geld hat die sich zu leisten ist man glücklich .

So jetzt wirds allerhöchste Zeit ,schlaft dann mal schön smilie_24


Das ist doch alles kein Beinbruch. Warum sollte es nicht möglich sein, mehr Lebensqualität herbeizuführen? Schritt für Schritt. Mit Mitte 30 ist man dafür definitiv nicht zu alt und notfalls kann man sich professionelle Hilfe angedeihen lassen.

Schlimm wäre es nur, wenn du dich bereits aufgegeben hättest. Ich kenne leider jemanden, der sich bereits in seinen 20ern komplett aufgegeben hat und nur noch in den Tag hinein lebt. Traurig. smilie_04

Alles steht und fällt mit der eigenen Lebenseinstellung bzw. den eigenen Glaubenssätzen.

Panik95
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon Panik95 » 08.10.2019, 00:52

Hannoveraner hat geschrieben:Da es jetzt komplett in eine andere Richtung geht.
Vielen Dank für die vielen Interessanten Kommentare zum Thema Ruhestand 56/57.
Habe etliche Gedanke mitgenommen auch wenn ich etwas überrascht war das ich hier keinen gefunden habe der ähnliches vorhat.
Gerne weiteren Austausch hier oder per PN. Gerne auch tiefgehend und detailliert

Du kannst hier niemanden finden der sich mit 57 Jahren aus dem Arbeitsleben verabschiedet.
Die Mehrheit kann nicht auf 8 Jahre Arbeitslohn verzichten und gleichzeitig seine Rentenbeiträge selbst bezahlen,bei einem Monatsbedarf von 2000€ kosten 8 Jahre rund 250000€.
Ein Fall aus meinem Umfeld,ein Ehepaar beide berufstätig mit dem Traum vom eigenen Haus.
Immer gespart und sich den Traum erfüllt,mit 60 im schuldenfreien eigenen Haus der Oberklasse,das Haus ein Schmuckstück.
Mit 65 beide in Rente,etwas später die Scheidung.
Der Traum war erfüllt,die Rente war da und beide hatten sich nichts mehr zu sagen.
Oder ein Arbeitskollege,schönes Mietshaus von den Eltern geerbt,alleinstehend,leichter Hang zum Geiz,schöne Abfindung wollte sich ein paar Jahre früher aus dem Arbeitsleben verabschieden.
Hat noch ein paar Resturlaub genommen und sollte am Ende noch 2 Tage arbeiten.
Dazu ist es nicht mehr gekommen,er lag tot schon einige Tage in seiner Wohnung,keiner hats bemerkt.
Dies als kleine Anmerkung zur Rentenplanung.

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Siebenundvierzig900
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon Siebenundvierzig900 » 08.10.2019, 01:28

Panik95 hat geschrieben:Dazu ist es nicht mehr gekommen,er lag tot schon einige Tage in seiner Wohnung,keiner hats bemerkt.
Dies als kleine Anmerkung zur Rentenplanung.


https://www.youtube.com/watch?v=o1z4Xn0yJWM

Hannoveraner
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon Hannoveraner » 08.10.2019, 06:25

@Panik95
Wie schon geschrieben. Das sollte nicht despektierlich sein, falls das so rüberkam sorry.
Gut zusammengefasst im Post.
Gerade das Thema Gesundheit ist bei mir und meiner Frau, wie beim Silbermann, ein großes Thema. Daher ist das auch einer der Hauptgründe für die Überlegung .
Realistisch sind es 5 Jahre früher aufhören + 1 Jahr ALG 1. Dann Rente mit 63 und Abschlägen.
Geplant war immer 60 und dann überbrücken. Das hab ich über 20 Jahre im Auge gehabt und einen entsprechenden Sparplan verfolgt.
Das wären 2 Jahre überbrücken.

Ich habe das Thema in meinem persönlichen Umfeld angesprochen. Das auch Personen beinhaltet die auf gleichem Niveau verdienen oder auch mehr haben. Ähnliches Alter , ähnliche Lebensumstände.
Generell hab ich positive Rückmeldungen erhalten.
Aber nicht einer von momentan 7 oder 8 Verwandten oder Freunden konnte sich auch nur ansatzweise vorstellen das zu machen. Aufhören, theoretisch ja, klar. Man müsse 1 Mio im Lotto gewinnen. Ein Platz in der Vorruhestandsregelung ergattern.? Die tiefe Sehnsucht aufzuhören und nur noch das zu machen was man möchte ist bei nahezu allen mit den ich gesprochen habe da. Bei dreien weis ich definitiv das da auch aus diversen Gründen nicht bis 65 arbeiten wollen, hier fehlt allerdings überhaupt die Vorstellungskraft aufzuhören und sich selbst zu finanzieren oder teilweise inkl. Verdienst der Frau. Geht das überhaupt, kam auch mehrfach.
Ich denke das ist ein extrem anerzogenes Sicherheitsdenken und Klammern an dem was man hat. Das ist in anderen Ländern nicht so ausgeprägt. Zumindest in meinem Umfeld klammern die Freunde an dem was die geschaffen haben. Das nach und nach auszugeben geht über deren Vorstellungskraft.
Was? Wieso willst du das gesparte ausgeben? Ist doch wichtig Rücklagen zu haben.. man könnte doch usw. usw.
Klar ist es wichtig Rücklagen zu haben. Aber wieviel?
Das soll natürlich jeder für Sich werten. Ich werte das auch nicht und respektiere das vollumfänglich. Jeder soll so leben wie er will und kann, komplett Wertfrei. Wer Spaß daran hat soll bis 70 arbeiten. Wer aber mit Mitte 50-60 über die Arbeit jammert oder wie ich gesundheitlich Probleme hat. Alternativ einfach nur gerne reist und der Meinung ist mehr Freizeit haben zu wollen, was ich oft höre, der sollte sich Gedanken mache was vielleicht möglich ist. So war mein Gedanke.
Das Sicherheitsdenken ist in Deutschland scheinbar extremer als ich dachte. Schon der Gedanke mit Abzügen mit 63 zu gehen überfordert viele. Das bei ausreichenden Rücklagen.
Man will ja nichts verschenken. Was auch verständlich ist und jedem selbst überlassen.
Mir kommt halt dann in den Gesprächen immer wieder der Gedanke warum sich so viele nicht von dem Sicherheitsdenken loslösen können. Besonders da bei vielen eine tiefe Sehnsucht da ist früher aufzuhören. Bei uns gibt Altersteilzeitprogramme, wenn ich es schaffe da mit 59 reinzukommen , dann bin ich sofort weg und genieße das Leben, Reise und habe Spaß. So oder so ähnlich hab ich schon oft gehört. Von Menschen denen ich meine Pläne offenbart habe und anderen wo nicht.
Bei denen wo ich weis das es denen finanziell genauso oder besser geht, verstehe ich halt nicht das die Vorstellungskraft komplett fehlt früher zu gehen.
Das trotz gesundheitlicher Probleme. Man kann nichts mit ins Grab nehmen. Der Tot kommt früher als viele denken.

Noch einmal bitte nicht falsch verstehen. Es soll nicht despektierlich sein.
Bin mir auch sicher das einige hier ähnlich denken und Ihr leben hier nicht offen darlegen was in Ordnung ist.
Mir hat das bislang viel gebracht hier und daher danke an alle Anregungen in allen Richtungen.

Frank the tank
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon Frank the tank » 08.10.2019, 09:47

„Seniorenaufstand“: 30 Milliarden Euro fehlen in der Rentenversicherung – „und keiner kriegt es mit“

https://de.sputniknews.com/gesellschaft ... in-gefahr/

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MaxeBaumann
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon MaxeBaumann » 08.10.2019, 10:06

Ist schon starker Tobak wenn man das so liest...... :shock:

Maxe
Wer die Wahrheit sagt braucht ein schnelles Pferd ( indianische Weisheit ).

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lifesgood
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon lifesgood » 08.10.2019, 10:52

@Hannoveraner: Es ist immer schwierig Situationen zu beurteilen, in denen man sich (noch) nicht befindet.

Daher mal ein paar Gedanken, von jemandem, der schon einen Schritt weiter ist ...

Solange man im Hamsterrad strampelt, ist es ein Wunschtraum, das Ganze komplett hinter sich zu lassen. Wenn man dann jedoch die Situation erreicht hat, dass Arbeit keine wirtschaftliche Notwendigkeit mehr darstellt, sieht es anders aus. Man stellt sich die Frage, was man wirklich will.

Ich habe Zeit meines Lebens gerne und viel gearbeitet. Einzig die wenige Freizeit und das starre Zeitfenster hat mich in den letzten Jahren zunehmend gestört. So war für mich schnell klar, dass ich mit 56 Jahren nicht ganz ohne Arbeit leben möchte, aber eben auch, dass die Arbeit mein Leben nicht mehr so stark dominieren darf, wie bisher.

Ich seh das so. Arbeit gibt ein wenig Struktur im Leben und die Freizeit verliert schnell an Wertschätzung, wenn man nur noch Freizeit hat.

So ist meine aktuelle Work/Lifebalance für meine aktuelle Situation perfekt. Ich arbeite 4 Tage die Woche, wobei ich mich am Donnerstag frühzeitig ins Wochenende verabschiede. Mehr Freizeit würde mir aktuell nichts bringen, weil meine Lebensgefährtin noch vollzeit arbeitet und eine pflegebedürftige Mutter zu Hause hat. Die Kohle die dafür reinkommt wäre zwar nicht mehr erforderlich, wird aber dennoch gerne mitgenommen, sonst müßte ich jetzt schon an die Rücklagen, was aber auch kein Problem wäre.

Sollte sich hieran etwas ändern, kann ich an meinem Arbeitszeitmodell beliebig justieren und auf 20 oder 25 Std. die Woche runtergehen, oder den Jahresurlaub aufstocken. Je nachdem was mir dann mehr entgegen kommt.

Es ist mir durchaus bewußt, dass dies so natürlich nicht bei jedem praktiziert werden kann. Aber mir ist es jetzt lieber, als gar nicht zu arbeiten. Was die Zukunft bringt muss man sehen.

Wenn ich nur die Wahl hätte ganz oder gar nicht, würde ich wohl auch zu gar nicht tendieren. Irgendeinen unterqualifizierten Job würde ich sicher nicht machen.

Und noch was zur Finanzierung: Ich möchte am Lebensabend weder davon abhängig sein, dass meine Mieter ihre Miete zahlen (können), noch davon dass der Euro dauerhaft überlebt. Wenn es so sein sollte, freu ich mich und brauche weniger an die Rücklagen.
Aber die Rücklagen fürs Alter halte ich rein in EM. Das läßt sich immer schnell und problemlos in die gerade gültige Währung tauschen. Die Kaufkraft mag schwanken, dafür sollte das Polster etwas größer sein. Läuft´s gut, bleibt mehr über für meine Erben, läuft´s nicht so gut eben weniger.

lifesgood

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Re: Altersvorsorge

Beitragvon pumpingiron111 » 08.10.2019, 11:15

MaxeBaumann hat geschrieben:Ist schon starker Tobak wenn man das so liest...... :shock:

Maxe


Warum smilie_08 Siehe auch hier:


https://www.epochtimes.de/wirtschaft/fu ... 20566.html

Eine ungebremste Einwanderung in die Sozialsysteme bei gleichzeitiger Abkühlung (im besten Fall) der Wirtschaft bzw. Rezession und damit verbunden mehr Arbeitslosigkeit/ weniger Beitragszahler, wie lange soll das gut gehen??? Entweder hat ein Staat gesicherte Grenzen und Sozialsysteme oder es funktioniert gar nichts. Eine gewisse Zeit kann der „Staat“ durch Steuererhöhung (siehe eine panisch herbeigeredete CO2-Abgabe) entgegen wirken, aber wie lange noch....

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Re: Altersvorsorge

Beitragvon libelle » 08.10.2019, 11:50

@ Hannoveraner

Einer der Gründe warum viele nicht frühzeitig (selbst finanziert) aus dem Arbeitsleben ausscheiden, dürfte das fehlende Vertrauen in die Zukunft, den Staat sein.
Die Rente ist eben nicht Sicher!
Gar nichts ist sicher und alles ist möglich.

Des weiteren fühlen sich sicherlich die meisten Menschen immer noch stark für ihren Partner mitverantwortlich.
Ein Risiko oder Entbehrungen nur für sich einzugehen ist etwas ganz anderes als es auch dem Partner zuzumuten.

Und es ist nicht nur das Sicherheitsbedürfnis, sondern auch unser Verantwortungsbewusstsein, welches überdurchschnittlich stark ausgebildet ist und uns unermüdlich antreibt. Es gibt immer noch die alte Schule, pflichtbewusst bis zum letzten Tag zu arbeiten.



In diesem Artikel sind einige interessante Tabellen eingearbeitet, die vielleicht etwas weiter helfen.

Schluss mit Schuften – ab in die Frührente So klappt’s mit dem früheren Rentenstart

https://www.focus.de/finanzen/altersvor ... 85964.html

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Re: Altersvorsorge

Beitragvon MirandaV » 08.10.2019, 14:21

Hannoveraner hat geschrieben:@Panik95
Wie schon geschrieben. Das sollte nicht despektierlich sein, falls das so rüberkam sorry.
Gut zusammengefasst im Post.
Gerade das Thema Gesundheit ist bei mir und meiner Frau, wie beim Silbermann, ein großes Thema. Daher ist das auch einer der Hauptgründe für die Überlegung .
Realistisch sind es 5 Jahre früher aufhören + 1 Jahr ALG 1. Dann Rente mit 63 und Abschlägen.
Geplant war immer 60 und dann überbrücken. Das hab ich über 20 Jahre im Auge gehabt und einen entsprechenden Sparplan verfolgt.
Das wären 2 Jahre überbrücken.

Hallo Hannoveraner,

wenn in Deinem Fall die Möglichkeit besteht, könntest Du folgendes machen:

1. Dein Arbeitsverhältnis mit Vollendung des 58. Lebensjahres beenden. Wichtig dabei: Dein Arbeitgeber muss dies tun, sonst gibt es Sperrfristen beim ALG1 von bis zu 6 Monaten.

2. Danach 2 Jahre ALG1 beziehen (Anspruch ab 58!). Das kann mitunter etwas anstrengend sein, je nach Sachbearbeiter beim Arbeitsamt (Bewerbungen schreiben, Angebote abwimmeln).

3. Wenn Du mehr als 35 Jahre in die RV eingezahlt hast, kannst Du dann mit 63 und den entsprechenden Abschlägen in Altersrente. Die Abschläge sind nicht so gravierend, erst ab ca. 85 machst Du Verlust bei diesem Modell.

Wichtig hierbei ist, dass Du spätestens dann, wenn der ALG1-Bezug endet, keine Schulden mehr hast. Ich halte Deine vermietete, jedoch noch nicht schuldenfreie ETW für ein Risiko (s. die Ausführungen von lifesgood zum Thema Mietausfallrisiko). Wenn Du die Hypothek nicht vorher tilgen kannst, dann wäre es sinnvoll, mindestens 12 Monatsraten verfügbar zu haben. Das sollte reichen, damit Du nicht in Verzug gegenüber Deiner Bank gerätst, falls der Mieter nicht zahlt und sich gegen die Räumung wehrt.

Wenn es zufällig bei Deinem Arbeitgeber ein Programm zur Restrukturierung gibt, könnte dies nützlich sein, um zusätzlich Cash in Form einer Abfindung zu generieren. Das ist allerdings nicht immer einfach. Vielleicht hat man gute Beziehungen zum Betriebsrat, der helfen kann, auf die Liste zu kommen. Oder man fährt seine Leistung herunter. Das allerdings kann einem eine harte Zeit bescheren (unangenehme Mitarbeitergespräche etc.). Solltest Du diese Möglichkeit haben und einen Auflösungsvertrag mit Abfindung angeboten bekommen, wäre es nicht so schlau, diesen zu unterschreiben. Warum? Es kostet Dich bis zu 6 Monate ALG1. Um den Mitarbeiter tatsächlich loszuwerden, lassen sich viele Arbeitgeber auf folgenden Deal ein: Du bekommst formal eine betriebsbedingte Kündigung, gegen die Du absprachegemäß vor dem Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage erhebst. Danach gibt es einen gerichtlichen Vergleich, der die gleichen Bedingungen wie der Auflösungsvertrag enthält. Mit dieser Konstruktion macht das Arbeitsamt keine Probleme.

Die einkommensfreie Zeit bis zur Rente zu überbrücken, ist unter Umständen gar nicht so schwierig. Zunächst einmal fallen einige arbeitsbedingte Kosten weg bzw. sind deutlich weniger, z.B. Kfz oder Kleidung. Falls Deine Frau noch berufstätig ist in dieser Zeit, macht sich das Ehegattensplitting bemerkbar. Das können einige 100 Euro im Monat sein. Wenn man dann noch mietfrei wohnt, kann man, wenn man es will, mit 50000 Euro die 3 Jahre bis zur Rente überbrücken. Beachten sollte man jedoch, dass man krankenversichert ist. Wenn man in der GKV ist, bekommt man das eigentlich immer hin. Bist Du in der PKV, dann wird es deutlich anstrengender, weil Du Beiträge komplett selbst aufbringen musst.

Ich hoffe, Du findest die eine oder andere Anregung nützlich.

VG

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Bumerang
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Re: Altersvorsorge

Beitragvon Bumerang » 08.10.2019, 14:34

Hallo,

aus meiner Sicht gibt es zwei Gruppen, die für einen deutlich früheren Ruhestand in Frage kommen.

a) Menschen die finanziell dermaßen abgesichert sind, sprich, über ein zusätzliches Passiveinkommen verfügen, z.B. aus Vermietung und Verpachtung oder aber auch und aktive Beteiligungen an Unternehmen (GmbH, KG etc), so das sie nicht allein auf die Rente angewiesen sind und in der Zwischenzeit damit auskommen können.

Aus meiner Sicht sind Depots aller Art nicht ausreichend, bzw das Risiko zu Groß, doch noch ohne Geld zu bleiben. Aber auch Gold im Keller reicht m.E. nicht.


Wenn man mit z.B. 55 aufhört zu arbeiten, hat man noch gute 30 Jahre zu leben! Leute, das ist sehr, sehr lange. Der finanzielle Bedarf mag unterschiedlich ausfallen, aber bei sagen wir 1500 pro Monat, bräuchte man 216T€ bis 67! Dazu kommen noch ca 500€/Monat Ausgleich für die kleinere Rente bis 85. Also weitere 108T€

Das sind rund 324T€, Kaufkraft/2019, also inflationsbereinigt!!!!

Wie will man diese Summe bis 55 (abzüglich Verzinsung) mit Aktien, Fonds, ETF, erreichen und für weitere 30 Jahre sichern?? Also ich hätte Schiss davor, selbst wenn ich diese Summe mit 55 hätte. In 30 Jahren kann so vieles schief gehen, inkl Crash etc.

Hat man mit 55 das eigene Heim und zwei weitere Objekte bezahlt und kann sie vermieten für 1500+, kann man darüber nachdenken. Ob Menschen die das geschafft haben, so stark zurückfahren, sei dahingestellt. Aber gehen würde es.

b) Menschen die mit 55 am Existenzminimum oder knapp darüber leben.

Bevor die Moralkeule kommt. Wer trotz Arbeit, mit 55 nur um den H4 Niveau bezahlt wird, gleichgültig warum, wurde vom System verarscht! Hätte er das mit 18 gewusst, hätte er sicher den sog. Generationsvertrag in Frage gestellt. Aus meiner Sicht hat er das moralische Recht zu sagen, l.m.a.A. System. Er würde trotz Arbeit bis 67 seine finanzielle Situation nicht verbessern. Da ist was faul im System.

Für alle Anderen, ist die Rente mit "55" ein finanzieller Amoklauf.
Gruß

Bumerang
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