Altersvorsorge

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Hannoveraner
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Re: Altersvorsorge

Beitrag von Hannoveraner »

san agustin hat geschrieben: 13.10.2025, 20:06 @ Schubidu
@ Hannoveraner

Euch beiden ist schon bewusst , das ihr zu den nur 0,1 % der Rentner in Deutschland gehört , welche mehr als 70 RP = mehr als € 3000 erhält
Ja , unbedingt. Auch wenn es etwas unter 3000€ sind.

Von daher lehne ich mich auf der einen Seite zurück und genieße mein Leben.

Ärger mich aber trotzdem über das was in D passiert und wie viele Deutsche ticken.

In Deutschland gehen wir zu huntertausenden auf die Straße und demonstrieren für teureren Strom indem wir Atomkraftwerke abschalten.
Dann gehen wir zu Hunderttausenden Freitags auf die Straße und Demonstrieren für eine CO2 Steuer die das komplette Leben teurer macht.

Am Ende wird verkündet das wir bis 70 Arbeiten müssen und niemand rührt sich.

In Frankreich würden die Straßen brennen.

Ich muss mich korrigieren. Jetzt sollen es 73 Jahre werden .
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Dr. Metall
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Re: Altersvorsorge

Beitrag von Dr. Metall »

Leider hast du recht Hannoveraner, das ist wirklich traurig. Die Gehirnwäsche-Politik hat sehr gute Arbeit geleistet. Anders kann man es nicht sagen.

Wie stellt man sich am besten für das Alter auf? Das ist schwer zu sagen, besonders für jene, die noch viel Arbeitszeit vor sich haben. Edelmetalle halte ich für eine gute und sinnvolle Sache, ebenso eine kleine Immobilie, um mietfrei zu wohnen. Alles Andere ist schwierig vorherzusagen. Ich kann mir leider vorstellen, dass es noch schlimmer kommt (worst case), auch wenn man sich die Frage stellt, was denn noch so viel mehr passieren kann. Die Antwort ist einfach: der mehr oder weniger komplette Zusammenbruch.

Wer kann sich beispielsweise heute noch eine Immobilie leisten? Ich lenke den Blick auf unscheinbare Städte. Da wird es schon schwierig. Wenn ich an Großstädte oder beliebte Städte denke (Köln, Düsseldorf, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Dresden, Karlsruhe, Freiburg), wer kann sich von seinem normalen Arbeitsplatz (Bankangestellte, Beschäftigte im öffentlichen Dienst, diverse kaufmännische Berufe wie Industriekaufmann, Versicherungskaufleute, Handwerker im Angestelltenverhältnis) noch bezahlbaren Wohnraum in einer (mehr als) soliden Gegend seiner Stadt leisten?
Nicht jeder ist Ingenieur, Informatiker, Arzt oder was auch immer, die breite Masse übt beruflich etwas im unteren bis mittleren Einkommensbereich aus. Ich sehe große Schwierigkeiten auf uns alle zukommen, es wird von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer schlechter.
Wer kann heute noch halbwegs sparen?
Wer kann heute noch mit seiner Familie in den Urlaub ohne ein halbes Vermögen auszugeben?
Viele brauchen einen zweiten Job, um offenbar zu überleben (https://de.statista.com/infografik/1171 ... -nebenjob/).

Die Wirtschaft läuft alles Andere als florierend:
https://www.welt.de/wirtschaft/plus6a19 ... l#Comments (mit dem Plus-Abo).

Wie ist das Wirtschaftswachstum aktuell in Deutschland?
Übersicht mit KI
+3
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland befindet sich in einer anhaltenden Stagnationsphase. Nach einem minimalen Plus von 0,2 Prozent im Jahr 2025 erwarten führende Forschungsinstitute und die Bundesregierung für 2026 nur noch ein schwaches Bruttoinlandsprodukt-Wachstum (BIP) von 0,5 bis 0,6 Prozent.

Konjunktur im Überblick:
Wachstumsprognose (2026): ~ 0,5 % bis ~ 0,6 %
Wachstumserwartung (2027): ~ 0,9 %
Wirtschaftsleistung 2025: Rund 4.470 Milliarden Euro

Belastende Faktoren:
Geopolitische Krisen: Die Auswirkungen geopolitischer Konflikte, wie der Iran-Krieg, treiben die Energie- und Rohstoffpreise in die Höhe.

Investitionszurückhaltung & Zinsen: Die Konsumenten sind zurückhaltend und hohe Zinsen verteuern Investitionen.

Standortnachteile: Unternehmen klagen zudem über hohe Energiekosten, Bürokratie und mangelnde Digitalisierung.

Genaue historische Daten sowie detaillierte Quartalszahlen zur gesamtwirtschaftlichen Situation finden Sie im ⁠Statistischen Bundesamt. Aktuelle Konjunkturberichte und wirtschaftspolitische Einschätzungen bietet das ⁠Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Um die Automobil- und Chemieindustrie ist es schlecht bestellt:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... r-100.html

https://www.deutschlandfunk.de/stellena ... r-100.html

https://chemanager-online.com/de/themen ... hen-chemie

https://www.ifo.de/fakten/2026-02-02/ge ... verbessert

Die Insolvenzen nehmen zu, in 2025 ein neues Rekordjahr innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte (https://www.wiwo.de/unternehmen/mittels ... 89691.html).


Bei alledem weiß ich ehrlich gesagt nicht, wer wirklich sehr zuversichtlich und mit einem guten Gefühl in die Zukunft blickt.
Spieglein, Spieglein an der Wand, was ist das beste Edelmetall?
slts
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Re: Altersvorsorge

Beitrag von slts »

Dr. Metall hat geschrieben: 06.06.2026, 14:01 Bei alledem weiß ich ehrlich gesagt nicht, wer wirklich sehr zuversichtlich und mit einem guten Gefühl in die Zukunft blickt.
Da hast Du vollkommen Recht.

Beobachtung aus meinem privatem Umfeld: Den etwas linken Geistern geht es ganz gut. Die lassen sich nicht so Stressen. Die interessiert die Wirtschaft auch nicht so, da zuckt man einfach mit den Schultern und macht irgendwie weiter --> das sieht man ja auch am Wählerverhalten. Verarmen? Na und? Wird schon.

Ich blicke mit Faszination darauf und möchte auch etwas gelassener werden. Auswandern kommt familiär bei mir nicht in Frage, daher mache ich mein Kreuz wo es hingehört und sorge so gut vor wie es gerade geht.

Also nicht zu sehr versteifen. Die Gegenbewegung kommt - spätestens wenn der "Marsch durch die Institutionen" in Rente ist.

Und das Leben geht weiter - bis es dann vorbei ist.
WhiteWarrior
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Re: Altersvorsorge

Beitrag von WhiteWarrior »

Auch in Baden-Württemberg geht es stark rückwärts. Viele Firmen können die Kosten nicht mehr tragen. Energie, Wasser, Grundsteuer, Gewerbesteuer. In meiner Gemeinde ist wegen ein paar Pleiten die Gewerbesteuer stark rückläufig. Daraufhin haben Bürgermeister und Gemeinderat beschlossen die Hebesätze für die Gewerbesteuer stark anzuheben.
Und schon passt es wieder smilie_10

In meinem Umfeld haben jetzt 3 Personen Ihren Arbeitsplatz verloren. Bei den Landtagswahlen haben 30% die Grünen gewählt. Solange die Leute Ihre Kreditkarten durchziehen können ist für die meisten die Welt in Ordnung. Miete zahlt dann irgendwann das Amt, Hauptsache der Kühlschrank ist noch voll.

Edelmetalle? Aktien? Cashreserve?
Totale Fehlanzeige. Es wird von der Hand in den Mund gelebt und wenn es noch schlimmer wird sind "die Reichen" Schuld.
Dabei haben viele der wirklich Reichen die BRD längst verlassen.

Ich sorge für das Alter weiter privat vor. Wichtig ist es am Rentenbeginn völlig schuldenfrei zu sein und in einer abbezahlten vertreibungsfreien Immobilie zu wohnen.

Die Aktien kann man nicht verstecken, aber 2000 Euro anonymes Tafelgeschäft sind immer noch möglich. Meine Steuerrückerstattung 2026 habe ich vor in EM zu investieren.

Ich kann halt auch nur das machen was einem finanziell möglich ist. Aber besser als nichts. Das auf und ab von Aktien- und Edelmetallkursen ist dabei für mich völlig belanglos. Ich habe noch ein paar Jahre bis zur Rente.
Ein Volk das keine Waffen tragen möchte, wird Ketten tragen.
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Nappo
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Re: Altersvorsorge

Beitrag von Nappo »

Bei der Frage nach dem "richtigen" Produkt, muss man wohl vorne anfangen....:

Politik ist, wenn jemand mehrere Chancen und Ideen über Jahre vergeigt, um dir dann zu erklären, dass er sie jetzt ganz bestimmt nutzen wird, um dir dann zusätzlich feist ins Gesicht zu lügen, diese Idee gerade erst gehabt zu haben.

Das 3-Säulen-Modell (gerade wieder im Gespräch) war/ist ein Konstrukt aus der Kanzlerschaft Schröders. Ich habe u.a. lange in der Versicherungswirtschaft gearbeitet. Schon in den 90ern – man sollte ja private Altersvorsorgeprodukte verkaufen – war die auf dem Kopf stehende Alterspyramide bekannt.

30 Jahre lang folgte Politik des „Ett hätt noch immer joot jegange!“. Als jeweilige Reform verkaufte man Senkungen des Rentenniveaus und ein höheres Eintrittsalter. Das war nichts anderes, als sich durch die Gezeiten zu schummeln.

Jetzt, wo das Kind im Brunnen liegt, der Staat pleite ist, eine Migrationskrise hat, 108 Milliarden Euro fürs Militär verbläst, Schulden als Sondervermögen bezeichnet und sich in einer Rezession befindet, die Menschen weg besteuert, von zusätzlichen Steuererhöhungen fantasiert und eigentlich gar nicht mehr weiß, wie er den Laden noch zusammen halten soll, kommen diese Quacksalber und reden vom Aufbau zusätzlicher privater Versorgung.

Dabei hat er versäumt – zuletzt von Lindner angeregt – einen Teil der RV kapitalgedeckt angelegt zu wissen und – was noch viel Schlimmer ist – Produkte zu bieten, die etwas taugen. Das Drama um z.B. die Riester-Rente dürfte bekannt sein.

Um eine angemessene private Versorgung betreiben zu können, müsste der Bürger erst einmal auch die Mittel dazu haben. Hätte er sie, ist das durchaus in Ordnung und fällt in den Bereich der Eigenverantwortung. Er hat sie aber nicht und er wird sie auch nicht bekommen, weil in alter Tradition auch diese Regierung den Bürger als Beute ansieht und deshalb diese Geschichte hier, einmal mehr zur Nullnummer wird.

Fazit: Auf die GRV ist kein Verlass mehr. "Was tun?" sprach Zeus. "Die Götter sind besoffen. Der Olymp ist voll gek...tzt."

Zuerst einmal sind die üblich dargebotenen Produkte Schrott. Und hier kommt der Moment, wo der Frosch ins Wasser rennt. Wir lassen den Schwachsinn des "Bausparkassensparplanes" etc aus und springen zu einem Produkt, dass vermeintlich modern und gewinnbringend ist. Der fondgebundenen Rentenversicherung.

Da mich am Ende dann doch einige Leute über einen längeren Zeitraum hinweg leiden konnten, habe ich teils deren Ablauf erlebt. Also den derer Versicherungen ,-). So geschehen letzten Monat: Kunde hatte 3 Verträge. Rein fondgebunden. Keine Risiko-Zusätze. Zuletzt - weil dynamisch - insg. knapp 900 € Monatsbeitrag. Keiner dieser Verträge kam über eine Rendite von 3% hinaus.

Fazit: Wie ein Vorredner schon sagte, "vermutete" er den Kollpas dieses Landes. Sagen wir´s so: Wer sein Dasein hier noch fristen möchte und noch Zeit hat zum vorsorgen, dem bleiben ja grundsätzlich also nur 2 Dinge:

Edelmetall physisch horten und abwarten, sowie hoffen, dass der Staat hier nicht restriktiver wird.

Ein Aktiendepot aktiv managen und lernen, lernen, lernen....

Alles andere, mündet - wen man nicht erbt und auch da will man ja ran - in einem billigen Zimmer eines Altersheimes mit Grundsicherung.
san agustin
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Re: Altersvorsorge

Beitrag von san agustin »

@ Nappo

genau da ist das Problem:

,,Ein Aktiendepot aktiv managen und lernen, lernen, lernen....,,

Die Bürger verlassen sich auf andere (Versicherungen,AG) und sind der Annahme, dass sich da auch schon der Staat um alles kümmert (angefangen von der gesetzlichen Rente)

Dabei vergisst man sehr gerne: NEIN - Du musst dich selber darum kümmern smilie_13

und lernen, lernen, lernen.....

Und wer sich schon im jungen Alter damit beschäftigt hat - Die Mechanismen der Finanzwelt zu verstehen, ja der ist zum jetzigen Zeitpunkt gut aufgestellt

Ich hebe hier die Boomer hervor

klar: es wird immer schwerer ,,erspartes,, einzubringen - der Alltag frisst zuviel auf

Für die jetzige und junge Generation kaum tragbar, außer Sie vergessen die Zukunft und das Alter
und leben jetzt :roll:
smilie_38
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IrresDing
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Re: Altersvorsorge

Beitrag von IrresDing »

Ich hadere schwer mit dem Begriff "Aktiendepot aktiv managen".

Alle, ausnahmslos alle, seriösen Studien zeigen, dass das aktive managen eines Aktiendepots nur eines verursacht: Unterperformance und im schlimmsten Fall Verluste.

Buy & Hold. Möglichst marktbreit. Die Diversifikation und die Anlagedauer sind die beiden größten zuverlässigen Faktoren zur Rentabilität.

A1JX52 und fertig ist. Das ist für 90% der Anleger da draußen die beste Option. Die restlichen 10% mischen lediglich noch ein paar Anleihen dazu, weil sie dieses Risiko nicht in gleicher Höhe, wie die 90% eingehen können, der A1JX52 bleibt aber die Basis. Klar, statt dem kann man alle möglichen anderen alternativen mehr oder weniger marktbreiten ETFs nehmen. Aber das ist alles Geplänkel, sinnloses herumoptimieren mit zweifelhaftem Return in der letzten Nachkommastelle. Die Zeit kann man sich sparen und lieber einen schönen kühlen Weißwein auf der Terrasse köpfen. Stur und stetig A1JX52 und fertig, so ist's, so bleibt's.

P.S.: Meine Aussage bezieht sich ausdrücklich auf ein Aktiendepot (und Anleihedepot). Nicht damit gemeint sind andere Assets.
„Plötzlich erkannte er, dass er die Welt entweder mit den Augen eines armen, beraubten Opfers sehen konnte, oder aber als Abenteurer auf der Suche nach einem Schatz.“
– Paulo Coelho: Der Alchimist
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