Aktuelle Zeit: 07.03.2021, 12:39

Silber.de Forum

Altersvorsorge

Allgemeine Themen wie Kurse, Wirtschaft und Politik, Lagerung, (Steuer-)Rechtliches, Finanzen, Immobilien etc.

Moderatoren: winterherz, Mahoni, Forum-Team, Mod-Team

Frank the tank
Silber-Guru
Beiträge: 2531
Registriert: 25.04.2016, 12:58

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Frank the tank » 31.10.2019, 08:07

Schön zu lesen, wie Aurifer das Wort "bodenständig" diskreditiert.
Das ich KKK gut finde, habe ich mit keinem Wort geschrieben.

Anzeigen
Silber.de Forum
Hannoveraner
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1509
Registriert: 03.08.2019, 22:48

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Hannoveraner » 31.10.2019, 08:45

san agustin hat geschrieben:
Aurifer hat geschrieben:....

Es gibt verdammt viel Positives - wenn man es sehen will!



really ?

jeder hat seine andere Lebensstrategie und Sicht der Dinge

Ich bin kurz davor meinem Arbeitgeber den Stinkefinger zu zeigen, meine Reserven aufzulösen
und für 2 Jahre mich abzumelden smilie_01

und ja: dafür brauche ich niemanden zu fragen, ,,wir,, machen das einfach und gut ist es !


Denke das war auf sein Leben gemünzt

Mach das mit den 2 Jahren.
Kommt natürlich auch auf deine kompletten Lebensumstände an. Familie, wie schnell findest du was neues, wie alt bist Du usw.
Wenn ich jünger wäre würde ich das machen. Versuchen in der Zeit mir einige Länder ansehen, schauen wo ich Leben könnte nach passenden Jobs umsehen und auswandern.
Ich hab das vor einigen Jahren einer jungen , Studierten Berufsanfängerin geraten die Totunglücklich im Job war. Die hat mir vor 1 Jahr ein Hochzeitsfoto aus Neuseeland gesendet. Job im gleichem Beruf. Komplett andere Welt. Arbeitsbedingungen, Lebensbedingungen usw.
Rangar Y,"Lasst uns gemeinsam die Chance ergreifen und Zuhören statt Verurteilen, Fragen statt Antworten, Verstehen statt Verdammen, Argumentieren statt Diffamieren und Einladen statt Ausgrenzen. Dieter Nuhr: Wir haben ein Problem mit Denunziation, Diffamierung und Etikettierung Andersdenkender

Hannoveraner
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1509
Registriert: 03.08.2019, 22:48

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Hannoveraner » 31.10.2019, 08:57

Wo die Reise hingehen kann ist hier schön zu sehen.
https://www.stiftung-marktwirtschaft.de ... _10_02.pdf

Update 2019
EHRBARER STAAT? DIE GENERATIONENBILANZ FOKUS: PFLEGEFALL PFLEGEVERSICHERUNG

Trübe Konjunkturaussichten erhöhen die Nachhaltigkeitslücke:
Der Staat bilanziert nur 27 Prozent seiner Gesamtschulden
Rangar Y,"Lasst uns gemeinsam die Chance ergreifen und Zuhören statt Verurteilen, Fragen statt Antworten, Verstehen statt Verdammen, Argumentieren statt Diffamieren und Einladen statt Ausgrenzen. Dieter Nuhr: Wir haben ein Problem mit Denunziation, Diffamierung und Etikettierung Andersdenkender

Aurifer
Silber-Guru
Beiträge: 3018
Registriert: 05.12.2010, 09:15

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Aurifer » 31.10.2019, 09:55

Frank the tank hat geschrieben:Schön zu lesen, wie Aurifer das Wort "bodenständig" diskreditiert.
Das ich KKK gut finde, habe ich mit keinem Wort geschrieben.


Ich diskreditiere das Wort "bodenständig" nicht, weil darin - kannst du oben bei mir lesen - auch meine eigenen Wurzeln liegen und ich mich nicht für abgehoben halte, mögen manche hier meine momentan positive Einstellung im Jammerfaden Altersvorsorge auch nicht nachvollziehen können.

In deinem Beitrag hast du die alten Zeiten beschworen - 1 Verdiener, der die Familie ernährt. So war die Zeit, die Begleiterscheinungen KKK waren aber auch da. Mutter machte Küche / Haushalt, erzog die Kinder (habe nie einen Kindergarten besucht), sonntags ging es mit der Familie zur Kirche (für mich um 14.00 Uhr auch noch zur Andacht). Wir waren bodenständig - KKK ist nicht abwertend, das ist es allerdings, wenn ich es heute fordere und Frauen ihren Lebensweg vorschreibe (hast du nicht getan, wäre aber die Konsequenz aus dem einen Verdienst für die ganze Familie).
Wenn man die alten Zeiten in verklärender Rückschau - was wir alle gerne tun - über die Gegenwart stellt, dann sollte man nicht nur einzelnes herauspicken, sondern die Gesamtsituation sehen. In welcher Situation befand sich Deutschland in der so genannten Wirtschaftswunderzeit, wo stehen wir heute? Vieles ist heute nicht gut (ich schreibe bewusst nicht: schlecht), aber das war es früher auch nicht.

Um das abzuschließen: Ich mag Bodenständigkeit!
Wenn jemand ein Problem mit dir hat, lass es ihm. Es ist seines!

Hannoveraner
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1509
Registriert: 03.08.2019, 22:48

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Hannoveraner » 31.10.2019, 10:19

@ Aurifer
KKK ist nicht abwertend, das ist es allerdings, wenn ich es heute fordere und Frauen ihren Lebensweg vorschreibe (hast du nicht getan, wäre aber die Konsequenz aus dem einen Verdienst für die ganze Familie). ....



Spannender Diskussionspunkt
1 Konsequenz aus dem einen Verdienst könnte aber auch bedeuten der Mann bleibt zu Hause.
Mann könnte auch Hälfte / Hälfte

Wir haben ein gesellschaftliches Problem. Eine Frau die zu Hause bleibt um sich um die Kinder zu kümmern ist gesellschaftlich nicht respektiert. Besonders wenn es sich um eine deutsche, studierte Frau handelt.
Bleibt der Mann zu Hause, wird das als modernes Familienleben gefeiert.
KKK ist leider durch unser linkes Familienpolitisches Weltbild zum Schimpfwort mutiert.
Selbst die damalige Familienministerin Schwesig hat sich verächtlich zu KKK gezeigt.

Auch wenn Du, ich und viele andere KKK als eines von vielen Modellen sehen
Rangar Y,"Lasst uns gemeinsam die Chance ergreifen und Zuhören statt Verurteilen, Fragen statt Antworten, Verstehen statt Verdammen, Argumentieren statt Diffamieren und Einladen statt Ausgrenzen. Dieter Nuhr: Wir haben ein Problem mit Denunziation, Diffamierung und Etikettierung Andersdenkender

Benutzeravatar
Tykon
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1022
Registriert: 30.03.2016, 11:14

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Tykon » 31.10.2019, 10:25

PB350 hat geschrieben:Man kann ja mit kleineren monatlichen Sparbeträgen ab 25/50 Euro in ein äußerst breit diversifiziertes ETF-Portfolio anfangen und sich nach und nach steigern. Zudem ein Haushaltsbuch führen, weil sich leicht Einsparungen finden lassen, die zu keinem spürbaren Verzichtsgefühl führen. Auf der Einnahmenseite kann der eine oder andere Zuverdienst nützlich sein.

Im Grunde hast du ja recht. Es ist m. E. aber auch eine Frage des Typs.
Ich z. B. war auch mit 25 bereits extrem sicherheitsorientiert. Habe mein Geld nur in Tagesgeldkonten und Finanzierungsschätzen angelegt. Gut, da gabs in den 90ern auch noch 6% Zinsen und mehr ....

Ich vermute, die extrem sicherheitsorientierte Einstellung resultiert aus meinen Erfahrungen, als meine Mutter uns mit Sozialhilfe einige Zeit über die Runden bringen mußte. Quasi finanzielle Verlustängste. Zumindest denke ich, es hat damit zu tun.

Mein erster Ausflug an die Börse endete dann mit dem Neuer Markt Crash und entsprechenden Verlusten. Und ich fühlte mich mit meiner sicherheitsorientierten Anlage wieder bestätigt.
Das habe ich erst Anfang diesen Jahres wieder geändert, da ich vom AG, der mich an den 300km entfernten Hauptsitz holen wollte, ne sehr gute Abfindung erhalten habe (Sozialplan und so.).

Bei dem aktuellen Zinsniveau funktioniert meine Anlagestrategie nicht mehr. Aber die Papiere, in die ich jetzt investiert habe, gehen nicht über die Risikoklasse 3/4 hinaus .... für mehr habe ich persönlich nicht die Nerven. Dafür kann ich da allerdings dann auch nicht mit 25% Portfoliozuwächsen rechnen wie du sie hast.
Ich kann die Floskel "bleibt Gesund" nicht mehr hören oder lesen. Es kotzt mich mittlerweile an. smilie_44

Benutzeravatar
Tykon
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1022
Registriert: 30.03.2016, 11:14

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Tykon » 31.10.2019, 10:41

PB350 hat geschrieben:Ich kann nicht erkennen, dass das Leben vor 20 oder 30 Jahren besser gewesen ist. Nur ein paar banale Dinge: In meiner frühen Kindheit hatten wir beispielsweise nur ein Wählscheibentelefon und einen Röhrenfernseher im Wohnzimmer für alle. Navigationssysteme gab es auch noch nicht, was für viel unnötigen Stress gerade auf Urlaubsreisen sorgte. Die Bibliotheken vor Ort konnten mit dem heute abrufbaren Wissensschatz auch nicht mithalten: viel weniger Auswahl und oft veraltetes Wissen. Mir fallen spontan 100 weitere Dinge ein, die damals schlechter oder zumindest mühseliger waren.

Das sehe ich noch einwenig differenzierter. Beim Beispiel Telefon .... ich war früher im Büro das wandelnde Telefonbuch. Wenn jemand die Nummer eines Kollegen oder einer Abteilung wollte, hat er meist mich gefragt. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben wußte ich extrem viel auswenig. Seitdem man jeder Nummer aus nem Speicher oder einer Datenbank abruft, ist davon einiges verloren gegangen.

Zum Thema Navigation und Urlaubsreisen, ich bin zweimal mit nem Shell Atlas nach Spanien gefahren. Hat auch nicht länger gedauert als heute. Der einzige Unterschied war, man mußte sich vorbereiten und sich die Route im Vorfeld auch mal anschauen und einprägen. Ist mit Navi ja gar nicht nötig. Mit Navi geht dadurch m.E. aber auch ein Stück Orientierungssinn verloren.
Hier in Deutschland hatte ich die Strategie, dass ich in jeder fremden Stadt erstmal zum Hauptbahnhof gefahren bin. Dort hingen nämlich immer komplette „Falk-Pläne“ für ankommende Reisende. Da hab ich mir mein Ziel raus gesucht und bin dann weiter gefahren. Hat wunderbar geklappt.

Beim Thema Wissen stimme ich zu. Das ist heute deutlich einfacher und umfangreicher zu erhalten.

Das Leben war anders, nicht unbedingt besser. Aber definitiv nicht schlechter. smilie_01

Hannoveraner hat geschrieben:@ Aurifer
KKK ist nicht abwertend, das ist es allerdings, wenn ich es heute fordere und Frauen ihren Lebensweg vorschreibe (hast du nicht getan, wäre aber die Konsequenz aus dem einen Verdienst für die ganze Familie). ....



Spannender Diskussionspunkt
1 Konsequenz aus dem einen Verdienst könnte aber auch bedeuten der Mann bleibt zu Hause.
Mann könnte auch Hälfte / Hälfte

Wir haben ein gesellschaftliches Problem. Eine Frau die zu Hause bleibt um sich um die Kinder zu kümmern ist gesellschaftlich nicht respektiert. Besonders wenn es sich um eine deutsche, studierte Frau handelt.
Bleibt der Mann zu Hause, wird das als modernes Familienleben gefeiert.
KKK ist leider durch unser linkes Familienpolitisches Weltbild zum Schimpfwort mutiert.
Selbst die damalige Familienministerin Schwesig hat sich verächtlich zu KKK gezeigt.

Auch wenn Du, ich und viele andere KKK als eines von vielen Modellen sehen

Bei KKK basiert aber die Lebensplanung auf einer dauerhaften Ehe. Und da sind wir wieder beim Hauptthema. Aufgrund der gesellschaftlichen Änderungen kann sich heute doch kein Mann und keine Frau mehr, im Hinblick auf die Rente, leisten, nicht das maximum an Rentenanspruch zu erwirken.

Wieviele Ehen blieben früher doch nur wegen der Versorgung der Frau bestehen? Das kann doch auch niemand wollen.
Die Gesellschaft hat sich geändert, und da paßt ein Modell KKK einfach nicht mehr rein. Das mögen einige schade finden, ist aber trotzdem so.

Auch hier gerne weiteres persönliches:
Mein jetziger Mann, aufgewachsen in einer katholischen Kleinstadt, hat mit 24 geheiratet, weil es eben so üblich war. Vom Elternhaus direkt in die eheliche Wohnung. Er hat schon öfter gesagt, wenn er zuerst eine eigene Wohnung allein gehabt hätte, hätte er wohl nie geheiratet, da er sich dann früher „anders“ orientiert hätte.
Aus diesem ersten Leben sind zwei mittlerweile erwachsene Töchter hervor gegangen. Seine Frau hatte nach dem ersten Kind nur noch auf Minijob weiter gearbeitet. Das wäre wohl auch so geblieben, wenn wir uns nicht kennen gelernt hätten.

Und plötzlich war die Altersversorgung seiner Frau in Form des Ehemanns futsch ....

Paare wie uns gab es vor 40 Jahren kaum .... ich bin froh heute zu leben und nicht in der „guten alten Zeit“.
Aber mein Beispiel funktioniert mit jedem Paar ... egal wie zusammengestellt. Niemand kann und sollte sich m. E. ein Leben lang in einer Partnerschaft gefangen fühlen, die eigentlich keine mehr ist. Und deswegen funktioniert ein KKK Modell heute nicht mehr.

Ist jedenfalls meine Sicht der Dinge.
Zuletzt geändert von Tykon am 31.10.2019, 11:05, insgesamt 1-mal geändert.
Ich kann die Floskel "bleibt Gesund" nicht mehr hören oder lesen. Es kotzt mich mittlerweile an. smilie_44

Benutzeravatar
Bumerang
Silber-Guru
Beiträge: 5635
Registriert: 18.05.2010, 10:50

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Bumerang » 31.10.2019, 10:48

Aurifer hat geschrieben:
Schulden für Immobilien waren akzeptabel, aber gewiss nicht für Konsumgüter.


Als ich meine Bankausbildung began, lagen die Habenzinsen bei ca 6/7%. Ich hielt das für unanständig. Wie kann jemand der es geschafft hatte, eine Million zu erwirtschaften, einfach ohne was zu tun, 70T DM im Jahr verdienen? Damals wusste ich nicht, dass nicht der Zinssatz das Problem war sondern das System insgesamt.

Mit einer Zentralbank im Rücken, die die Risikomarge der Kreditgewährung praktisch auslöscht, wenn man das Geld zur Bank bringt und 7% risikofrei erhält (ist genau das), sind die 7% unanständig. Als wir eine harte Währung hatten, goldgebunden z.B., waren die Zinsen niedriger und das Risiko real, das Geld zu verlieren, ob man es der Bank oder einem privaten Schuldner verlieh. Somit waren reale Zinssätze von 4 bis 5 % in Goldwährungen einem Risiko ausgesetzt. Zog man die Ausfälle mit in die Berechnung, war die Nettoverzinsung niedriger.

Also war es damals gerechtfertigt, einen guten Zinssatz für sein Erspartes/Erwirtschaftetes zu verlangen, wenn man es anderen zur Verfügung stellte. Diese wiederum liehen es sich nur aus, wenn sie damit eine höhere Marge erzielen konnten als dieser Zins. Von Konsum war gar keine Rede.
Das war gerecht. Vor allem aber hat der Lohnempfänger und Sparer die Möglichkeit gehabt, sein Vermögen zu mehren, ohne hinter der Inflation her zu laufen.

Immobilienkredite waren deshalb gerechtfertigt, weil sie auch eine Investition waren. Man hatte später ein Haus und musste keine Miete zahlen. Maschinen und ggf auch noch PKW, wenn man damit zur Arbeit fährt, können ebenfalls als sinnvolle Investition angesehen werden. Vielleicht gerade noch die Ersteinrichtung wenn man heiratet, gepaart mit eine wenig Ersparnissen. Wenn man mit Anfang 20 heiratet und keine Hilfe von den Eltern bekommt, aber beide arbeiten, spricht nichts gegen.

Was aber ungerecht ist, wenn Geld präferentiell verteilt, aber mittels Inflation anderen abgeknüpft wird.

Geldwertillusion.


Heute kann man nicht ordentlich sparen um später zu kaufen, wenn man nicht schneller als das Hamsterrad ist. Das geht aber nur, wenn man aussteigt. Ca 80% könne aber nicht aussteigen bzw begreifen nicht dass, sie Im Hamsterrad sind.

Wer nicht überdurchschnittlich verdient und gleichzeitig Disziplin aufweist, nicht das Geld zum Fenster hinaus zu werfen, kann nix tun. Durschnittsverdiener und Wenigverdiener leben fast von heute auf morgen.
Die Mieten, Steuern, Sprit, Lebensmittelpreise steigen unaufhörlich, das Gehalt aber kaum. Wovon sparen? Was damit später noch kaufen?

Das Bisschen was man zurücklegen könnte, anlegen in was? Aktien?

Da hat es nur noch geholfen, die Zinsen zu senken und damit das Rad etwas zu verlangsamen. Der Hamster ist aber schon erschöpft. Er kann bald gar nicht mehr gehen, geschweige denn laufen.

Selbst wenn das Rad still steht (nullzins) hechelt er bereits. Wobei für ihm die Zinsen noch lange nicht 0 sind. Was soll jetzt passieren? Das Rad zurückdrehen (Minuszinsen)? Als ob das keine Bewegung wäre. Was nütz ihm der niedriger oder Minus Zins, wenn er damit sein Erspartes verliert.

Bevor man also den Zeigefinger hebt, sollte man sich überlegen, ob die Mehrheit überhaupt eine Chance hat, dem Rad zu entkommen. Tönt doch aus allen Kanälen, das Wachstumsmantra.

Man erzieht das Hammster zum Rennen und jetzt wirft man ihm das vor.

Das erinnert mich an einem Witz.

Man macht ein Experiment, mit jeweils 2 Männer und einer Frau auf je einer einsamen Insel. Franzosen, Engländer und Sovjetbürger.

Nach einem Monat gehe sie zu den Briten. Die Männer hatten sich eine Hütte gebaut und tranken Tee, die Frau etwas weiter weg auch. Sie redetet nicht miteinander. Auf die Frage warum, antworteten die Gentlemen, naja, niemand hat uns die Lady vorgestellt.

Die Franzosen hatte alle drei eine gemeinsame Laube aus Blätter, gerade gut gegen den Regen, lagen nackt am Strand. Auf die Frage wie sie so gelebt haben, antwortete die Frau: Eine Woche war Piere der Ehemann und Jacques der Liebhaber und dann umgekehrt.

Bei den Sovjets, die Männer am Strand, die Frau bereitete das Essen vor. Na, und wie war es so ?
Sie sagte, naja, sie nahmen mich wie se gerade wollten. Einmal die Woche in der Parteisitzung musste ich dann Selbstkritik üben, weil ich eine Hure sei.
Zuletzt geändert von Bumerang am 31.10.2019, 11:23, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß

Bumerang
________________________________________

Entweder man hat Kapital oder man ist Kapital

Weizenbiertrinker
1 Unze Mitglied
Beiträge: 10
Registriert: 13.02.2016, 20:30

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Weizenbiertrinker » 31.10.2019, 11:01

Tykon hat geschrieben:
PB350 hat geschrieben:Ich kann nicht erkennen, dass das Leben vor 20 oder 30 Jahren besser gewesen ist. Nur ein paar banale Dinge: In meiner frühen Kindheit hatten wir beispielsweise nur ein Wählscheibentelefon und einen Röhrenfernseher....
Beim Beispiel Telefon .... ich war früher im Büro das wandelnde Telefonbuch. Wenn jemand die Nummer eines Kollegen oder einer Abteilung wollte, hat er meist mich gefragt. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben wußte ich extrem viel auswenig....

Das Leben war anders, nicht unbedingt besser. Aber definitiv nicht schlechter. smilie_01


Sorry,

aber dies ist einer der besten "Freudschen"
Das ist einfach nur schön, so etwas zu lesen!

Benutzeravatar
Tykon
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1022
Registriert: 30.03.2016, 11:14

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Tykon » 31.10.2019, 11:10

Weizenbiertrinker hat geschrieben:
Tykon hat geschrieben:
PB350 hat geschrieben:Ich kann nicht erkennen, dass das Leben vor 20 oder 30 Jahren besser gewesen ist. Nur ein paar banale Dinge: In meiner frühen Kindheit hatten wir beispielsweise nur ein Wählscheibentelefon und einen Röhrenfernseher....
Beim Beispiel Telefon .... ich war früher im Büro das wandelnde Telefonbuch. Wenn jemand die Nummer eines Kollegen oder einer Abteilung wollte, hat er meist mich gefragt. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben wußte ich extrem viel auswenig....

Das Leben war anders, nicht unbedingt besser. Aber definitiv nicht schlechter. smilie_01


Sorry,

aber dies ist einer der besten "Freudschen"
Das ist einfach nur schön, so etwas zu lesen!

smilie_01
Ist mir auch erst jetzt aufgefallen ..... smilie_14
Ich kann die Floskel "bleibt Gesund" nicht mehr hören oder lesen. Es kotzt mich mittlerweile an. smilie_44

dirty old
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 234
Registriert: 19.04.2012, 17:15
Wohnort: Westerwald

Re: Altersvorsorge

Beitragvon dirty old » 31.10.2019, 11:30

Machen wir uns nichts vor,wenn all die Hirnlosen nicht über ihre Verhältnisse leben würden,gäbe es ja das wahnwitzige Wachstum im Konsum gar nicht.Von den Leuten wie "wir" es sind,die ihre Anschaffungen erst ersparen und dann kaufen bzw. unsinnigen Konsum erst gar nicht begehen,würde die Wirtschaft doch nicht leben können.Wobei ich mich immer frage wie das in der Praxis überhaupt geht.Wenn das Auto finanziert ist,und der Autohändler auch nicht gleich zahlt,und der Hersteller bei seinen Zulieferern Verbindlichkeiten hat usw.usw………
Schaurigen Halloween und schönen Feiertag smilie_24
Grüsse

Benutzeravatar
Bumerang
Silber-Guru
Beiträge: 5635
Registriert: 18.05.2010, 10:50

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Bumerang » 31.10.2019, 12:01

dirty old hat geschrieben:Machen wir uns nichts vor,wenn all die Hirnlosen nicht über ihre Verhältnisse leben würden,gäbe es ja das wahnwitzige Wachstum im Konsum gar nicht.Von den Leuten wie "wir" es sind,die ihre Anschaffungen erst ersparen und dann kaufen bzw. unsinnigen Konsum erst gar nicht begehen,würde die Wirtschaft doch nicht leben können.Wobei ich mich immer frage wie das in der Praxis überhaupt geht.Wenn das Auto finanziert ist,und der Autohändler auch nicht gleich zahlt,und der Hersteller bei seinen Zulieferern Verbindlichkeiten hat usw.usw………


Genau das. Alle schreiben einen Deckel und freuen sich über das Wachstum. Den Deckel zahlt später der unbeteiligte Sparer. Deshalb braucht man unbedingt Fiat Money.
Gruß

Bumerang
________________________________________

Entweder man hat Kapital oder man ist Kapital

Aurifer
Silber-Guru
Beiträge: 3018
Registriert: 05.12.2010, 09:15

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Aurifer » 31.10.2019, 12:03

dirty old hat geschrieben:Machen wir uns nichts vor,wenn all die Hirnlosen nicht über ihre Verhältnisse leben würden,gäbe es ja das wahnwitzige Wachstum im Konsum gar nicht.Von den Leuten wie "wir" es sind,die ihre Anschaffungen erst ersparen und dann kaufen bzw. unsinnigen Konsum erst gar nicht begehen,würde die Wirtschaft doch nicht leben können.


smilie_01 Massive Wohnzimmer- und Schlafzimmer-Möbel bei der Ersteinrichtung einmal gekauft fürs Leben und darüber hinaus. Wasch- / Spülmaschine > 20 Jahre, erste Microwelle 26 Jahre, Autos (seitdem ich nicht mehr 45.000 km / Jahr fahre) 12-16 Jahre - im letzten Jahr einen Neuwagen als Auslaufmodell / Ausstellungsfahrzeug mit Eintausch Altfahrzeug, Umweltprämie, Barzahlungsrabatt gekauft, Schnellkochtopf / Qualitätsmesser > 35 Jahre, Arbeits-PC (ohne Internetanschluss) 8-12 Jahre. Manchmal denke ich, kann nicht dieses oder jenes alte Stück den Geist aufgeben, dass man einen Grund hat, dem Konsum zu frönen - ausgenommen natürlich meine Ehefrau (da reichen 33 Jahre Ehe noch lange nicht).

@ Hannoveraner
"Auch wenn Du, ich und viele andere KKK als eines von vielen Modellen sehen"

Nein - war nur ein Vergleich mit der alten Zeit. Ich besuche die Kirche recht selten, meine Frau ist berufstätig (was ich auch für die Beziehung toll finde), Kinder sind keine da. Und in der Küche / beim Einkaufen verbringe ich mehr Zeit als meine Frau, die dafür ein deutliches Übergewicht bei der Wäsche (ich bügele selbst) usw. hat. Wenn beide einen Beruf ausüben, sollte Aufgabenteilung selbstverständlich sein.
KKK kann ein Modell sein, wenn Frau / oder Mann sich bewusst für den erzieherischen und häuslichen Teil entscheidet(entsprechendes Einkommen des anderen vorausgesetzt). Kirche ist daneben immer möglich.
Zuletzt geändert von Aurifer am 31.10.2019, 12:07, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn jemand ein Problem mit dir hat, lass es ihm. Es ist seines!

Benutzeravatar
buntebank
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 686
Registriert: 15.02.2011, 10:07
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: Altersvorsorge

Beitragvon buntebank » 31.10.2019, 12:06

aha - koennte man nicht auch sagen -
wenn Arbeit besser bezahlt werden wuerde,
hatten diejenigen, welche dafuer schuften,
mehr Geld zum Ausgeben -
oder von mir aus Sparen -
und die Herren (Damen?) Grosskapitalisten,
muessten sich wegen einer Null weniger auch keine grossen Sorgen machen ?
zufrieden verschiedenste Sorten getauscht mit einem guten Dutzend Forums-Mitgliedern.

Unendlicher Geld-Nachschub auf: https://www.buntebank.com/

Aurifer
Silber-Guru
Beiträge: 3018
Registriert: 05.12.2010, 09:15

Re: Altersvorsorge

Beitragvon Aurifer » 31.10.2019, 12:22

@ bb

Könnte man in der Tat, aber wenn man die Grenzen verschiebt vom Großkapitalismus hin zum Sozialismus / Kommunismus - mit staatlicher Lenkung -, dann hören viele wieder auf sich zu engagieren, weil es sich für sie nicht lohnt. Beispiele für das Scheitern dieser Staaten / Wirtschaftsform haben wir vor 30 Jahren hinreichend erlebt. Andererseits glaube ich, dass gebotene Möglichkeiten an viel Geld zu kommen, auch immer wieder genutzt werden, sobald ein Türchen entdeckt wird.
Man darf sich fragen, inwieweit unsere Markwirtschaft sozial ist. Aber wollen wir auf dem Wohnungsmarkt Enteignungen oder staatlich starre Mietenregelungen? Dann geht es in den Städten wieder Richtung möblierte Vermietung (nicht geregelt), Ferienwohnungsangebote usw. Natürlich verdienen bei den großen Konzernen die Leute an der Spitze unverschämt viel Geld. Deckelt man Gehalt und Boni wandern die Spitzenleute ins Ausland ab - funktioniert besonders gut im Sport! Und bei Aktiengesellschaften ist es natürlich schwer, irgendeinem etwas wegzunehmen. Vermögenssteuer bleibt auch umstritten (siehe damals Erhöhung in Frankreich - Landesflucht).

Wenn die Politik Regelungen aufstellt, gibt es andere, die schon wieder neue "Rezepte" sich zu bereichern erfinden. Ein Politikapparat, der von Lobbyisten gesteuert wird und auf Kompromisse angewiesen ist, läuft da leider immer nur hinterher.
Wenn jemand ein Problem mit dir hat, lass es ihm. Es ist seines!


Zurück zu „Stammfäden Allgemein“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 13 Gäste