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kookapanda
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon kookapanda » 05.06.2016, 16:40

Auszug aus dem Interview von Welt am Sonntag mit Frauke Petry (nur der Teil, wo es um die Rente geht):

http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... sache.html


...

Petry: Erst einmal verlangen wir Steuersenkungen. Familien soll weniger Geld abgezogen werden, ärmere Familien wollen wir bei den Sozialbeiträgen entlasten. Das wird von Kinderlosen mitfinanziert werden müssen. Bisher werden ja kinderlose Paare durch das Ehegattensplitting massiv bevorzugt. Diese Besserstellung der Kinderlosen wollen wir beenden und durch ein Familiensplitting ersetzen, bei dem es auf die Kinder ankommt. Die Entlastung der Familien kann auch zu mehr Geburten führen und damit dem demografischen Wandel entgegenwirken.

Welt am Sonntag: Das kann erst langfristig wirken. Schon vorher werden die Sozialkassen unter der wachsenden Zahl von Rentnern leiden. Daher fordern viele die Rente mit 73. Sie auch?

Petry: Man wird die vielen Fehler, die in den vergangenen Jahrzehnten in der Rentenpolitik gemacht wurden, nicht innerhalb kurzer Zeit reparieren können. Insofern ...

Welt am Sonntag: ...brauchen wir mehr Flüchtlinge zur demografischen Stabilisierung?

Petry: Sind Sie jetzt für die ironischen Fragen zuständig?

Welt am Sonntag: Nein, wir meinen das ernst.

Petry: Es kann doch gar keinen Zweifel geben, dass die Flüchtlinge die Sozialkassen nicht etwa ent-, sondern noch zusätzlich sehr stark belasten werden. Aber auch ohne die weitere Verschärfung durch die Flüchtlinge brechen für die Rentenkassen schwere Zeiten an. An einer weiteren Verlängerung der Lebensarbeitszeit führt daher kein Weg vorbei. Das ist brutal, genauso, dass man vermutlich über eine weitere Kürzung der Renten wird reden müssen. Wir brauchen auch einen stärkeren innerfamiliären Zusammenhalt zur Entlastung des Sozialstaats.
...
Es ist auch moralisch sinnvoll, dass diese Flüchtlinge nur vorübergehend aufgenommen werden sollten. Das Ziel sollte sein, dass sie zurückkehren und beim Wiederaufbau ihrer eigenen Länder mithelfen. Der Dalai Lama 01.06.2016 zur Flüchtlingskrise in Deutschland

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barny68
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon barny68 » 05.06.2016, 20:21

Silbersparer hat geschrieben:In meinem Bundes Land musste meine Nichte für ihre Tochter für 12 Monate einen Beitrag an den Kindergarten zahlen. Das heisst vom 1. Bis 2 Lebensjahr, die restliche Zeit bis zum 6. Lebensjahr ist kostenfrei. Sollte ein Kind erst ab dem 3. Lebensjahr in die Kita gehen kostet dies auch nichts.

Meine Nichte blieb nach der Geburt 10 Monate Zuhause ihr Ehemann 2 Monate. Hierfür gab es dann Elterngeld. Sowohl Elterngeld als auch kostenfreier Kindergarten sind Neuerungen, welche in den letzten Jahren eingeführt worden sind um auch berufstätige zu unterstützen.

Es wurden gesetzliche Regelungen die den Anspruch auf Teilzeit festschreiben eingeführt.
Hier zu schreiben das sich nichts getan hat trifft nicht die Veränderungen.


Das ist dann ja positiv.
Gibt es dann auch genug Plätze ?
In Hannover gibt es z.b. Nur ca. 55 % Plätze die Ganztagsbetreuung zur Verfügung.
Hier gehen jede Menge Eltern leer aus die Ganztags arbeiten müsse
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Bumerang » 06.06.2016, 16:59

kookapanda hat geschrieben:
Petry: Erst einmal verlangen wir Steuersenkungen. Familien soll weniger Geld abgezogen werden, ärmere Familien wollen wir bei den Sozialbeiträgen entlasten. Das wird von Kinderlosen mitfinanziert werden müssen.


Petry: ...An einer weiteren Verlängerung der Lebensarbeitszeit führt daher kein Weg vorbei. Das ist brutal, genauso, dass man vermutlich über eine weitere Kürzung der Renten wird reden müssen. Wir brauchen auch einen stärkeren innerfamiliären Zusammenhalt zur Entlastung des Sozialstaats.
...



Deutliche Worte. Frage mich, ob die vielen Anhänger mit niedrigen Einkommen, diese Sätze verstanden haben!

Die angeblichen Steuersenkungen sind eigentlich nur Umverteilungen von Kinderlosen auf Familien mit Kindern. Zunächst klingt das gut. Doch ist das bei weitem keine Lösung für die ärmeren Familien. Sie zahlen wenig Steuern und erfahren daher kaum eine Entlastung. Freibeträge wirken immer progressiv, sowohl nach oben als auch nach unten.

Im Zweiten Abschnitt wird die Petry schon deutlicher. Wenn sie von dem "innerfamiliären Zusammenhalt" spricht, sagt sie nichts anderes als, dass (erwachsene) Kinder für Eltern und umgekehrt haften werden! Sprich, wenn die Eltern ins Heim müssen, zahlen die Kinder wahrscheinlich nicht nur wie heute ab einem relativ hohen Einkommen sondern unabhängig davon. Vielleicht auch im Falle der Grundsicherung. Vielleicht zahlen Eltern für Erwachsen Kinder, wenn sie arbeitslos sind.

Bevor hier der Jubel losbricht. Betroffen sind immer die Familien, in denen Teile ein (gutes) Einkommen haben!
Gruß

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kookapanda
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon kookapanda » 06.06.2016, 17:24

Also ich finde das Familienpolitik-Programm der AfD mehr oder weniger scheiße. Länger arbeiten- toll. Zusammenhalt in den Familien fördern.- Wie soll das gehen, wenn ein Partner einfach abhaut/sich trennen will?

Das Programm hat nur einen (-1-) einzigen wirklich guten Punkt und das ist die Abschaffung des Ehegattensplittings.
Das ist mehr als überfällig. Warum sind Verheiratete besser
gestellt (Steuerklasse 1/5) als Nicht-Verheiratete (Steuerklasse 1) und Alleinerziehende (Steuerklasse 2)?

Das das noch so ist liegt wohl am großen C im Parteinamen von CDU/CSU. Schutz der Ehe? Von mir aus, aber bitte keine steuerliche Begünstigung von kinderlosen Ehepaaren !
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon barny68 » 06.06.2016, 17:42

@ Kookapanda
Wenn SichnPartner trennen wollen, werden die das tun.
Beinden Familienprogramm geht es in erster Linie die Familie wieder in den Fordergrund zu stellen.

Aktuell hab ich durch die Politik das Gefühl ein Außenseiteiter zu sein, weil ich seit 20 Jahren glücklich und monogam liiert bin.
Mit gib die politische und Linke Gesellschaftlich Darstellung der Familie das Gefühl erst dazuzugehören wenn du eine Patchworkfamilie hast und mindestens 3 mal getrennt oder Single bist.
Heiraten ist eh doof.

Letztendlich auch egal, ob Patchwork oder " richtige" Familie, die Familien die Kinder haben wollen sollen mit verschiedensten Maßnahmen unterstützt werden.
Unterstützt auch , wenn ein Elternteil zur Erziehung komplett zu Hause bleiben oder nur halbtags arbeiten möchte. Gewisse steuerliche, aber auch rententechnische Dinge richten sich nach Kinderzahl.
Wer viele Kinder hat soll nicht mehr so extrem schlecht gestellt werden. Egal ob in der Familie oder Alleinerziehende.
Des Weiteren sollen Frauen die aus sozialen Gesichtspunkten abtreiben wollen vor und nach der Geburt finanziell unterstützt werden was ich auch klasse finde.
Wer abtreiben möchte soll es tun. Wer sich aber bisher aus finanziellen Gründen für eine Abtreibung entscheiden möchte, der soll Hilfe erhalten.
Gerade bei diesen Frauen kommt es oft zu späteren Gewissensbissen und Vorwürfen abgetrieben zu haben,

Auch das finde ich klasse
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Silbersparer » 06.06.2016, 19:34

barny68 hat geschrieben:
Silbersparer hat geschrieben:In meinem Bundes Land musste meine Nichte für ihre Tochter für 12 Monate einen Beitrag an den Kindergarten zahlen. Das heisst vom 1. Bis 2 Lebensjahr, die restliche Zeit bis zum 6. Lebensjahr ist kostenfrei. Sollte ein Kind erst ab dem 3. Lebensjahr in die Kita gehen kostet dies auch nichts.

Meine Nichte blieb nach der Geburt 10 Monate Zuhause ihr Ehemann 2 Monate. Hierfür gab es dann Elterngeld. Sowohl Elterngeld als auch kostenfreier Kindergarten sind Neuerungen, welche in den letzten Jahren eingeführt worden sind um auch berufstätige zu unterstützen.

Es wurden gesetzliche Regelungen die den Anspruch auf Teilzeit festschreiben eingeführt.
Hier zu schreiben das sich nichts getan hat trifft nicht die Veränderungen.


Das ist dann ja positiv.
Gibt es dann auch genug Plätze ?
In Hannover gibt es z.b. Nur ca. 55 % Plätze die Ganztagsbetreuung zur Verfügung.
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Ferienbetreuung Schule ist noch Schlimmer
Die Kosten von ca. 300€ oberhalb eines Einkommens von ca. 30.000€ hab ich hier ja schon einmal verlinkt


Es gab damals genügend Plätze. Mittlerweile wird der Kindergarten um eine Gruppe erweitert.
In einer großen Stadt wie Hannover ist es natürlich auch schwieriger die Kindergartenplätze inklusive Betreuung relativ schnell hochzufahren. Die Lösung für dieses Problem ist wohl dann der interfamiliäre Zusammenhalt ein paar Beiträge vorher beschrieben...
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon barny68 » 06.06.2016, 19:59

Das Problem Sind in Hannover auch die Kosten wer mit 30000€ Fam. Einkommen kann mal locker 300€ zahlen?
In unserem Ort haben wir 110% Versorgung
Die freien Plätze gehen an die Firmen für Auswertige Mirarbeiter
Lockt Firmen an ;)
Zuletzt geändert von barny68 am 07.06.2016, 13:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Kermit » 07.06.2016, 12:34

Die nächste Rentenreform:
https://youtu.be/yOV8mBjHHYg

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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Bumerang » 07.06.2016, 14:56

Kermit hat geschrieben:Die nächste Rentenreform:
https://youtu.be/yOV8mBjHHYg



Für uns makaberes SF, für fast den gesamten afrikanischen Kontinent Realität.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon kookapanda » 09.06.2016, 05:22

Rentenreformen – Wer verliert am meisten?
...
Für den Sozialwissenschaftler Christoph Butterwegge sind die demografischen Zahlenspiele reine Nebelkerzen. Auskömmliche Renten seien auch in Zukunft ohne weiteres bezahlbar, wenn man das wirklich wolle.
Kein Arbeitnehmer finanziere irgendeinen Rentner, ''sondern die Renten werden aus der laufenden Wertschöpfung einer Volkswirtschaft bezahlt. Und da die Arbeitsproduktivität steigt, und auch der Reichtum der Gesellschaft, können die Renten auch künftig leicht finanziert werden. Denn die Höhe der Rente ist keine Frage der Biologie, sondern ist eine Frage der eine Frage der Politik – nämlich: Wie wird dieser wahrscheinlich weiter wachsende gesellschaftliche Reichtum bei uns auf die verschiedenen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen verteilt?''
...

http://www.daserste.de/information/wirt ... n-100.html


Guter Beitrag heute in plusminus zum Thema Rente. Ansehen lohnt sich.
Ich hab mal den für mich "interessantesten" Punkt herauskopiert.

Auf den ersten Blick scheint der Bericht ja OT zu sein, da es ja um die Rentenhöhe und nicht um das Renteneintrittsalter geht.
Wenn man sich aber mal die Kernaussage genauer ansieht,

"Denn die Höhe der Rente ist keine Frage der Biologie, sondern ist eine Frage der Politik – nämlich: Wie wird dieser wahrscheinlich weiter wachsende gesellschaftliche Reichtum bei uns auf die verschiedenen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen verteilt?''

dann kann man doch ganz leicht zu dem Schluß kommen, dass wenn die Rente nichts mit der demographischen Entwicklung zu tun hat und es lediglich nur um eine politische (Um?)Verteilung geht, dann ist das Renteneintrittsalter natürlich auch nicht entscheidend. - wenn die These denn stimmt.
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon AgCluster » 09.06.2016, 09:26

kookapanda hat geschrieben:dann kann man doch ganz leicht zu dem Schluß kommen, dass wenn die Rente nichts mit der demographischen Entwicklung zu tun hat und es lediglich nur um eine politische (Um?)Verteilung geht, dann ist das Renteneintrittsalter natürlich auch nicht entscheidend. - wenn die These denn stimmt.

Die private Rentenversicherung wurde nach der Regierung Kohl stark beworben und die Menschen haben den Versprechungen geglaubt. Überschussbeteiligungen trotz hoher Kosten für Verwaltung&Vertrieb. Zu Zeiten hoher Zinsen und anscheinend guten Gläubigern alles kein Problem. Und jetzt? Wie soll der ganze Apparat der Vesicherungen bei NULL-Zins finanziert werden?
Man könnte meinen, dass die Ursache für die ständige Diskussion um die Erhöhung der Renteneintrittsalter die private Rentenversicherung selber ist. Die private Rentenversicherung kann nur dann überleben, wenn die Summe der eingezahlten Gelder größer ist als die Summe der ausgezahlten Renten. Und das kann man nur mit einer Erhöhung des Renteneintrittsalters garantieren.
The euro zone has the power to defeat market speculations.

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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Bumerang » 09.06.2016, 09:35

Perfekt auf den Punkt gebracht!

Wir leben nicht in einer freien Marktwirtschaft (hatten auch noch nie!) sondern in einer privaten Planwirtschaft. Die 100% staatliche ist gescheitert, die 100% private auch, sogar mehrmals!

Es geht um Politik und sonst nichts.

Warum macht Mann nicht ein Referendum zum Rentensystem und Volgendes zur Wahl steht:

a) jeder zahlt Beiträge auf alle Einkommen!

b) so hoch, dass die Rente bei 45 Beitragsjahren 60% des Dutchschnitseinkommens der letzten 10 Arbeitsjahren mind. 1.500 beträgt und das ab 63! Beitragsbemessungsgrenze 10.000

Das wäre doch demokratisch!
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon lifesgood » 09.06.2016, 09:50

kookapanda hat geschrieben:[
"Denn die Höhe der Rente ist keine Frage der Biologie, sondern ist eine Frage der Politik – nämlich: Wie wird dieser wahrscheinlich weiter wachsende gesellschaftliche Reichtum bei uns auf die verschiedenen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen verteilt?''


Genau, die entscheidende Frage, die auch nicht beantwortet wird, ist das "WIE".

Die Politik ist (gewollt oder ungewollt) schon heute nicht in der Lage, die Großverdiener wie Konzerne usw. dazu zu bringen, ihre Gewinne dort zu versteuern, wo sie generiert werden. Daher habe ich erhebliche Zweifel, dass da eine gesellschaftlich gerechte Lösung herauskommen würde.

Ohne einer grundlegenden Umstrukturierung, die ich als Realist derzeit nicht sehe, bleibt eben nur das Rentenalter hochzusetzen und/oder die Rentenhöhe zu reduzieren um in Anbetracht der demografischen Entwicklung die jungen Generationen nicht über Gebühr zu belasten.

lifesgood
Paßt auf Euch auf und bleibt gesund!!!

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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Bumerang » 09.06.2016, 10:17

lifesgood hat geschrieben:
kookapanda hat geschrieben:[
"Denn die Höhe der Rente ist keine Frage der Biologie, sondern ist eine Frage der Politik – nämlich: Wie wird dieser wahrscheinlich weiter wachsende gesellschaftliche Reichtum bei uns auf die verschiedenen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen verteilt?''


Genau, die entscheidende Frage, die auch nicht beantwortet wird, ist das "WIE".



Ich würde sagen, blicken wir einfach in die 80-er zurück.

De facto Mindestlohn durch ALH (bis zu 80% waren's Mal)
Zeitarbeitsbranche und generell ALLE an Tarifverträge binden! (Allgemeinverbindlicherklärung, haben viele vergessen.
Viele Gewerkschaften die ihren Namen verdienen, nicht wenige "Konzerne" deren Ziele inzwischen zweifelhaft sind.
Höhere KöSt
Vermögenssteuer

So zusagen Agenda 2010 rückwärts. Damit würde ich anfangen. Nichts tun bringt auch nichts, bzw verschärft das Problem nur.
Gruß

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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Polkrich » 09.06.2016, 10:31

Verehrter Bumerang, zu deinem Post weiter oben meine volle Zustimmung. Generelle Beitragspflicht für jedes Einkommen, egal woher, egal wie hoch. 1500€ mtl sind ok, auch 1250€ wären ok. Dann ein bestimmter Prozentsatz von jedem Einkommen. Klar würde man mehr zahlen, je höher das Einkommen. Aber gesamtgesellschaftlich ist das vertretbar. Und wenn der VW Vorstand halt 5 Millionen seines Jahreseinkommens abdrücken muss für die og Rente, dann ist das eben so. Und schon wäre das Problem gelöst. Ergänzen könnte man das System noch durch Rabatt auf den ansonsten festen Beitragssatz je Kind.
Judex non calculat smilie_06


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