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Gairsoppa
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Gairsoppa » 23.04.2016, 14:17

Ganz generell bin ich der Meinung: Wer ehrlich arbeitet, sollte auch von seiner Arbeit (und im Alter) würdig leben können. (Artikel 1. GG: Die Würde des Menschen ist unantastbar - welch Hohn)
https://dejure.org/gesetze/GG/1.html
Ob das Renten-Eintritt-Alter nun alle paar Jahre aus wahltaktischen Gründen von 65 auf 63 gesenkt, dann wieder auf 67 angehoben oder bis zum Tode ausgedehnt wird - kotzt mich so was von an....

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... rkschaften

Entweder wir (vor allem die Politiker) bekennen uns endlich zu einer solidarischen Gemeinschaft (und handeln entsprechend) - oder aber irgendeiner soll endlich mal sagen, wie es ist: Auf den Kleinen Mann (und Frau) ist geschissen ! Er ist nur dazu da, um sich kaputt zu schuften, durch die Medien blöde gehalten zu werden und um bitte schön anständig zu konsumieren (bestes Beispiel: Fußball).

Aaarrrrgggg:
rage against the machine
https://www.youtube.com/watch?v=8de2W3rtZsA
Das Geld ist der Punkt, den Archimedes suchte, um die Welt zu bewegen (Johann Nestroy)
8x erfolgreich gehandelt

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barny68
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon barny68 » 23.04.2016, 14:44

@ Gairsoppa

Wir Deutschen sind und bleiben obrigkeitshörig.
Egal ob es die Nazizeit war, die Sozialistische Zeit oder die aktuell Linke Einheitsbrei Parteienlandschafte

Wir lassen uns ohne Widerstand zur Schlachtbank führen und alles mit uns machen

Frankreich sieht da anders aus
http://www.sueddeutsche.de/politik/fran ... -1.1014233
http://www.sueddeutsche.de/politik/fran ... -1.1014233
Hier meine Bewertung
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san agustin
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon san agustin » 23.04.2016, 14:52

barny68 hat geschrieben:@ Gairsoppa

Wir Deutschen sind und bleiben obrigkeitshörig.
Egal ob es die Nazizeit war, die Sozialistische Zeit oder die aktuell Linke Einheitsbrei Parteienlandschafte

Wir lassen uns ohne Widerstand zur Schlachtbank führen und alles mit uns machen

Frankreich sieht da anders aus
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mein Reden !!!

wir gehen lieber für den weltfrieden und atomkraft auf die strasse

nicht falsch verstehen: sind auch wichtige demonstrationsgründe

aber für unseren SOZIALEN frieden vertrauen wir blind unserer gewählten regierung smilie_27

daher geht es uns wohl in der mehrzahl immer noch gut genug und es juckt niemanden smilie_08
Ich will meiner Linie und meiner Ansicht eines menschlichen und respektvollen miteinander in diesem Land treu bleiben und jeglicher Art von Diskriminierung entgegenwirken, daher: der EM Handel mit folgenden Personen ist nicht erwünscht: die User, welche es betrifft, wissen es und damit ist es ausreichend....

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avalanche
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon avalanche » 23.04.2016, 14:54

Wie sieht es mit den “versicherungsfremden (nicht beitragsgedeckten) Leistungen” aus? Die “Bundeszuschüsse” für die Rentenkasse waren von 1957 bis heute entsprechend niedriger als die aus der Rentenkasse gezahlten “versicherungsfremden Leistungen”.
Es wird aber immer so dargestellt als würden die (barmherzigen Samariter) ähm... Politiker uns Gelder aufstocken.
@ Gairsoppa bin ganz Deiner Meinung! Und es fällt mir nur ein Satz dazu ein...
''Ich kann nicht so viel fressen wie ich kotzen müsste''(Max Lieberman)1847-1935 :evil:
„bang that head that doesn’t bang“

barny68
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon barny68 » 23.04.2016, 15:02

@ san Augustin

Zudem muss man bedenken das weite Teile der Anti Atomdemomstranten wie Leminge hinter der Masse her gelaufen sind.,Die wussten doch ansatzweise gar nicht was die Taten. Auf die Frage wo die Ihren Strom beziehen kammReihenweise Yello Strom.
Kaum einem von denen war bewusst was ein Ausstieg aus der Atomkraft bedeutet.
Angefangen von zwangsläufigen Preiserhöhungen sowie Arbeitsplatzverluste

@ Avalanche
So sieht es auch.
Man könnte auch sagen das die extrem hohen Pensionen der Beamten von den Rentenkassen mitfinanzierte wurden und werden.

Von den Steuern der Rentner sowieso
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Schwachzocker
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Schwachzocker » 23.04.2016, 16:11

Gairsoppa hat geschrieben:Ganz generell bin ich der Meinung: Wer ehrlich arbeitet, sollte auch von seiner Arbeit (und im Alter) würdig leben können. (Artikel 1. GG: Die Würde des Menschen ist unantastbar - welch Hohn)
...

Das ist eine wirklich schöne Meinung. Nur kommt die Rente leider nicht von "ehrlicher" oder "harter" Arbeit, sondern von den Kindern, die wir zeugen. Letzteres wurde versäumt. Und ich habe den Eindruck, dass sich jetzt genau diejenigen beschweren, die es verbockt haben.

..oder aber irgendeiner soll endlich mal sagen, wie es ist...

Genau das wird aber in dem Eingangsbeitrag gesagt. Das Problem liegt nicht darin, dass die Wahrheit nicht gesagt wird, sondern das Problem liegt darin, dass die Leute (und Du) die Wahrheit nicht hören wollen.

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Chinese
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Chinese » 23.04.2016, 16:16

Schwachzocker hat geschrieben:
Gairsoppa hat geschrieben:Ganz generell bin ich der Meinung: Wer ehrlich arbeitet, sollte auch von seiner Arbeit (und im Alter) würdig leben können. (Artikel 1. GG: Die Würde des Menschen ist unantastbar - welch Hohn)
...

Das ist eine wirklich schöne Meinung. Nur kommt die Rente leider nicht von "ehrlicher" oder "harter" Arbeit, sondern von den Kindern, die wir zeugen. Letzteres wurde versäumt. Und ich habe den Eindruck, dass sich jetzt genau diejenigen beschweren, die es verbockt haben.


Endlich mal wer der es auf den Punkt bringt und nicht auf die unsoziale Ungerechtigkeit in diesem Lande schiebt.
»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.« Albert Einstein

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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Schwachzocker » 23.04.2016, 16:25

Jacob hat geschrieben:Letztendlich handelt es sich bei jeder Erhöhung des Renteneintrittsalters faktisch um eine Rentenkürzung, da das reale Renteneintrittsalter in Deutschland, durch die Lebenswirklichkeit, nicht dem Gesetzlichen entspricht.

Das ist aber nicht die Lebenswirklichkeit, sondern Deine Lebenswirklichkeit.
Die Lebenswirklichkeit sieht so aus, dass das Einkommen von irgendjemanden erwirtschaftet werden muss. Und es wird halt soviel Einkommen geben wie erwirtschaftet wird. Wenn immer mehr Leute nicht mehr arbeiten können oder wollen gibt es eben weniger. Das ist alles!
Das ändert sich auch im Sozialismus nicht.

avalanche hat geschrieben:''Ich kann nicht so viel fressen wie ich kotzen müsste''(Max Lieberman)1847-1935 :evil:
Ich auch, angesichts einer Anspruchshaltung in diesem Land, die an Realitätsverdrängung grenzt.
Sei froh, wenn Du noch kotzen kannst. Das bedeutet jedenfalls, dass Du gegessen hast.

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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Jacob » 23.04.2016, 17:08

:roll: meine Lebenswirklichkeit ist X Jahrzehnte vom gesetzlichen sowie vom realen Renteneintrittsalter entfernt.

Und es ist ja auch nicht so, dass Das :arrow:
https://de.statista.com/infografik/2199 ... in-europa/
im zitierten Beitrag verlinkt war ...

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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Jacob » 23.04.2016, 17:16

Chinese hat geschrieben:
Schwachzocker hat geschrieben:
Gairsoppa hat geschrieben:Ganz generell bin ich der Meinung: Wer ehrlich arbeitet, sollte auch von seiner Arbeit (und im Alter) würdig leben können. (Artikel 1. GG: Die Würde des Menschen ist unantastbar - welch Hohn)
...
Das ist eine wirklich schöne Meinung. Nur kommt die Rente leider nicht von "ehrlicher" oder "harter" Arbeit, sondern von den Kindern, die wir zeugen. Letzteres wurde versäumt. Und ich habe den Eindruck, dass sich jetzt genau diejenigen beschweren, die es verbockt haben.

Endlich mal wer der es auf den Punkt bringt und nicht auf die unsoziale Ungerechtigkeit in diesem Lande schiebt.

Ist ja nicht so, dass die Problematik der Umlagefinanzierung ihren Ursprung in der Zeit Adenauers findet ...

Nachtrag:

https://de.wikipedia.org/wiki/Rentenreform_1957

Kurzfristige Politik ohne Weitblick, aber daran hat sich auch nach fast 60 Jahren nichts geändert ...

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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Sapnovela » 23.04.2016, 17:32

lifesgood hat geschrieben:
Das ist richtig, aber nur solange der Eigner der Immobilien-GmbH die Erträge in der GmbH beläßt, er kann also weder davon leben, noch sich privat etwas davon kaufen.

...

Somit ist die Immobilien-GmbH erst ab rund 200.000 € Jahreseinkommen bei Alleinstehenden, bzw. 400.000 € Jahreseinkommen bei Verheirateten steuerlich interessanter.

lifesgood


Deine Zahlen stimmen soweit, der Mechanismus ist aber ein anderer. Es geht nicht darum das Geld in der GmbH schnell wieder abzuziehen, das Geld wird in der Immobilien-GmbH geparkt und kann dann bei 15% Belastung durch "Zinsen" und "Zinseszinsen" hervorragend "arbeiten" und sich vermehren. Ein Bestverdiener muss seine Erträge außerdem eben genau nicht in der Zeit versteuern, in der er ein hohes Einkommen hat, sondern dann, wenn es im steuerlich gerade passt. Dazu gibt es diverse Mechanismen wie Gewinnausschüttung (ungünstig), Arbeitslohn (günstiger, da als Aufwand in der GmbH verbuchbar), Dienstwagen und der 450 Euro Job für Frau und Freunde mit geringer Pauschalbesteuerung.

Auf kurze Zeit betrachtet und ohne Verkaufsgewinne ist der Zinseszins-Effekt nicht sonderlich beeindruckend. Bei z.B. 1 Mio Euro Anlagevermögen und angenommenen 30% Steuern "privat" und 15% in der GmbH fallen bei 2,5% Rendite nach Abschreibungen privat 7500 und in der GmbH 3750 Euro Steuern an. Nach 10 Jahren beträgt der Vorteil durch die niedrigere Steuer dann ca. 44k, nach 20 Jahren 108k und nach 30 Jahren 196k Euro (bei 100%iger Wiederanlage). Abzuziehen sind pro Jahr ca. 1 k für Jahresabschluss & Co.

Nimmt man dagegen 5% Rendite wg. Wertsteigerungen an, ist der Unterschied auf 105k (10 Jahre), 309 k (20 Jahre) und 678 k (30 Jahre) angestiegen... und 5% halte ich bei Immobilien inkl. Wertzuwachs für völlig realistisch über einen längeren Zeitraum. Würde ich jetzt anfangen Berliner oder Münchener Zahlen der letzten 15 Jahre zu Grunde zu legen....

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Sapnovela
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Sapnovela » 23.04.2016, 17:50

lifesgood hat geschrieben:Mehr als 1/4 des Bundeshaushaltes geht in die Rente

...

Man kann sicher kontrovers diskutieren, aber man sollte sich doch eine realistische Betrachtungsweise bewahren und das Ganze betrachten, anstelle sich auf Stammtisch-Niveau vermeintliche Aufreger rauszupicken, die einer objektiven Betrachtung nicht standhalten.
lifesgood


Ich halte das schweizer Rentenmodell nicht für Stammtisch-Niveau, es ist schlicht die bessere Perspektive in einer Zeit, wo die Löhne einen immer geringeren Anteil am Volkseinkommen darstellen. Die niedrigeren Steuern auf Kapitalerträge lassen den Kapitalstock der Besitzenden auf Kosten der Arbeitenden (denn irgendwer muss die Rendite ja erarbeiten...) immer weiter steigen. Das mit Hilfe des Steuersystems und der Sozialversicherung noch zu unterstützen, ist absurd.

Der hohe Anteil der Steuern an der Rentenversicherung deckt aktuell noch nicht mal die sog. versicherungsfremden Leistungen ab, die von diversen Regierungen in die Rente verlagert worden sind.

Insb. die Beitragsbemessungsgrenze führt zu einer Spitzenbelastung der Einkommen im mittleren Bereich (https://logicorum.files.wordpress.com/2 ... raphik.jpg siehe auch unten)
Das führt im Mittel natürlich zu sehr hohen Belastungen bei Durchschnittsarbeitnehmer:
(http://images.google.de/imgres?imgurl=h ... 2&biw=1536)

Ich halte das für ziemliche Verarschung. smilie_13
Dateianhänge
y.JPG
x.jpg

ultramarinus
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon ultramarinus » 23.04.2016, 17:56

Nur kommt die Rente leider nicht von "ehrlicher" oder "harter" Arbeit, sondern von den Kindern, die wir zeugen. Letzteres wurde versäumt. Und ich habe den Eindruck, dass sich jetzt genau diejenigen beschweren, die es verbockt haben.


Hätten die Kinderlosen das was sie mehr an Krankenkassenbeiträge und Steuern bezahlen müssen gegenüber Familien in eine private Rentenversicherung gesteckt, wer würde sich dann wohl beschweren?

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Lancelot
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon Lancelot » 23.04.2016, 18:39

ne doch nicht :mrgreen:

barny68
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Re: Die Rente ab 70

Beitragvon barny68 » 23.04.2016, 18:50

Hy Lancelot,

Die Kirchlichen Beamten werden über Kirchliche Versorgungskassen bezahlt.
Die haben massive Probleme.
Daher sollten schon 2015 die Beamten massiv runtergefahren werden.

Vor einigen Tagen war in den Medien ein Interessanter Bericht zu lesen.
Das ist aber schon seit einigen Jahren immer wieder einnThema.
Schön das dann Beamte wie Kässmann verkünden schon mit 60 in den Ruhestand zu gehen um ein entspanntes Leben zu führen.

Dadurch das die Kirchen gerade verkündet haben mit AFD Symphatisanten nichts zu tun haben zu wollen kommt die nächst Austrittswelle , da nicht wenige der Indirekten Aufforderung folgen die Kirche zu verlassen.
Hier meine Bewertung

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