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Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

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nordmann_de
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon nordmann_de » 15.09.2017, 22:21

Sei ohne Sorge, keiner wird so wichtig genommen.
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Silbermann 1984
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Silbermann 1984 » 15.09.2017, 22:23

Pfennigfuchser Maxi hat geschrieben:
Silbermann 1984 hat geschrieben:Wahnsinn was hier alles für Unterschiedliche Erfahrungen gemacht wurden!

Ne Masterbos für für 28€ pro Stück,da wär ich auch bedient davon ,mehr als genug .

Ich frage mich grade warum einige dabei immer ein glückliches Händchen haben ,andere eher weniger?

Wie gut das ich nicht über diese Finanziellen Mittel verfüge,sonst hätte ich mich bestimmt auch Ruiniert :roll: .


<<< Ich gestehe, dass ich mich mit einer Masterbox Silber beinahe ruiniert hätte.

smilie_18 smilie_10

Kurz vor knapp smilie_25 konnte ich allerdings, da mir das Schicksal gewogen war, den allzu bekannten Standardkram noch in eher sammelwüdigen Sammelkram umschichten und so eine zusätzliche stabile Rücklage für meine Mietswohnungen, Reihenhäuser und sonstigen Anlageobjekte schaffen.

Das Dingens unter den Linden habe ich schon vor über 15 Jahren den Experten in Sachen Ost Immobilen überlassen und konnte jüngst freilich dank ausgwählter Experten auch in diesem Bereich profitabel verkaufen.


Oh Entschuldigung,ich hab mal wieder zu klein gedacht smilie_11 ,wenn ich die Bilder sehe und das dazu lese ist es eigentlich egal wenn da mal paar 1000 € weg sind smilie_02

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lifesgood
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 16.09.2017, 09:12

Es ist nie egal, wenn ein paar Tausend Euro weg sind. Denn die hätte man immer spassvoller einsetzen können.

Wenn ich mir meine Käufe vom März ansehe, dann sind da auch ein paar Tausend Euro weg. Aber ich würde ja jetzt sowieso nicht verkaufen (Jahresfrist wegen Steuerfreiheit). Entscheidend ist immer, was man bekommt wenn man verkauft.

Das Geld ist weg, wenn man die Münzen kauft und es kommt zurück, wenn man die Münzen wieder verkauft. Was dazwischen passiert ist nicht so wichtig. Natürlich ist es angenehmer, wenn es dazwischen im Plus und nicht im Minus liegt, aber für den letztendlichen Erfolg oder Misserfolg der Anlage spielt es keine Rolle.

Und um die Münzen eben nicht im Minus verkaufen zu müssen, sollte man eben nur Geld investieren, das wirklich über ist, aber das hatten wir ja schon mehrmals.

Mit einem glücklichen Händchen hat das eher weniger zu tun, wenn man günstig kauft, sondern eher mit dem Setzen von "Marken" und konsequentem Einhalten derselben. Diese Marke war bei mir lange (vor 2010/2011) bei 15 € Kaufpreis pro Unze und nach 2011 bei 20 € pro Unze. Darüber habe ich nur minimal Dinge gekauft, die ich haben wollte, aber keine Bullions zur Anlage.

Für einen Sammler ist das natürlich schwieriger, als für jemanden, der ohne große Emotionen Bullion und Standardware kauft.

lifesgood
Zuletzt geändert von lifesgood am 16.09.2017, 09:21, insgesamt 1-mal geändert.

silberhai

Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon silberhai » 16.09.2017, 09:21

smilie_01 smilie_01 genauso ist es.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Silbermann 1984 » 16.09.2017, 10:05

lifesgood hat geschrieben:
Wenn ich mir meine Käufe vom März ansehe, dann sind da auch ein paar Tausend Euro weg. Aber ich würde ja jetzt sowieso nicht verkaufen (Jahresfrist wegen Steuerfreiheit). Entscheidend ist immer, was man bekommt wenn man verkauft.



lifesgood


Kannst du mir mal erklären wie da eine Behörde etwas mitbekommen soll wenn man schon vorhher verkauft und einen Gewinn erziehlt?

Könnte ja auch Münzen verkauft haben die ich schon 3 Jahre besitze ,oder aber die ,die ich erst 8 Monate habe smilie_11

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lifesgood
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 16.09.2017, 10:14

Manchmal bist Du echt etwas blauäugig.

In einer gewissen Größenordnung (eine ganze Masterbox oder mehr) verkauft man nicht hier an privat, sondern an Händler. Der Händler hat das in seinen Büchern und muss seine gesamten Buchhaltungsunterlagen dem Finanzamt in digitaler Form zur Verfügung stellen. Gleichzeit hat man einen Zahlungseingang auf seinem eigenen Konto.

Auch wenn Du hier im Forum privat verkaufst und nicht persönlich übergibst hast Du einen Zahlungseingang auf Deinem Konto.

Zudem ist man, wenn man eine Einkommensteuererklärung macht, verpflichet alle steuerpflichtigen Einnahmen anzugeben.

Wenn man das nicht macht und die kommen drauf, wird das teuer und unangenehm.

Sowas muss ich nicht haben, zumal ja ein Jahr ein nicht allzulanger Zeitpunkt ist um ganz legal steuerfrei zu bleiben.

Silbermann 1984 hat geschrieben:Könnte ja auch Münzen verkauft haben die ich schon 3 Jahre besitze ,oder aber die ,die ich erst 8 Monate habe smilie_11


... das solltest Du im Zweifelsfall aber auch nachweisen können. Wenn Du jedes Jahr Maples gekauft hast und dann Maples verkaufst, wird man dir das nicht unterstellen.

Wenn Du aber in dem einen Jahr Maples, im nächsten Jahr Eagles, oder bestimmte Sammlermünzen gekauft hast, ist es nachvollziehbar, was Du wann gekauft hast und auch ob der Jahreszeitraum erfüllt ist. Wenn Du z.B. in 2017 eine (Sammler-)Münze verkaufst, die es serst seit 2017 oder Ende 2016 gibt, dann zieht Dein Argument nicht.

Wobei sich beim Verkauf von ein paar Unzen kein Mensch drum kümmern wird und Du hast ja auch einen Freibetrag für Privatverkäufe. Wenn die Beträge 5-stellig oder noch höher sind, sicher schon.

Da sind wir wieder bei dem Punkt, dass das was für den Einen richtig ist, es nicht zwangsläufig für den Anderen, mit total anderen Voraussetzungen, sein muss

lifesgood
Zuletzt geändert von lifesgood am 16.09.2017, 10:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 16.09.2017, 10:45

... stimmt, drum schrieb ich ja auch, was für den einen richtig ist, muss es für den anderen nicht sein und dass das bei ein paar Unzen keine Rolle spielt im 5-stelligen Bereich aber schon.

Vielleich sollte man ein Posting genau lesen, bevor man drauf antwortet ... smilie_08

lifesgood

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Silbermann 1984 » 16.09.2017, 10:54

lifesgood hat geschrieben:Manchmal bist Du echt etwas blauäugig.

In einer gewissen Größenordnung (eine ganze Masterbox oder mehr) verkauft man nicht hier an privat, sondern an Händler. Der Händler hat das in seinen Büchern und muss seine gesamten Buchhaltungsunterlagen dem Finanzamt in digitaler Form zur Verfügung stellen. Gleichzeit hat man einen Zahlungseingang auf seinem eigenen Konto.

Auch wenn Du hier im Forum privat verkaufst und nicht persönlich übergibst hast Du einen Zahlungseingang auf Deinem Konto.

Zudem ist man, wenn man eine Einkommensteuererklärung macht, verpflichet alle steuerpflichtigen Einnahmen anzugeben.

Wenn man das nicht macht und die kommen drauf, wird das teuer und unangenehm.

Sowas muss ich nicht haben, zumal ja ein Jahr ein nicht allzulanger Zeitpunkt ist um ganz legal steuerfrei zu bleiben.

Silbermann 1984 hat geschrieben:Könnte ja auch Münzen verkauft haben die ich schon 3 Jahre besitze ,oder aber die ,die ich erst 8 Monate habe smilie_11


... das solltest Du im Zweifelsfall aber auch nachweisen können. Wenn Du jedes Jahr Maples gekauft hast und dann Maples verkaufst, wird man dir das nicht unterstellen.

Wenn Du aber in dem einen Jahr Maples, im nächsten Jahr Eagles, oder bestimmte Sammlermünzen gekauft hast, ist es nachvollziehbar, was Du wann gekauft hast und auch ob der Jahreszeitraum erfüllt ist. Wenn Du z.B. in 2017 eine (Sammler-)Münze verkaufst, die es serst seit 2017 oder Ende 2016 gibt, dann zieht Dein Argument nicht.

Wobei sich beim Verkauf von ein paar Unzen kein Mensch drum kümmern wird und Du hast ja auch einen Freibetrag für Privatverkäufe. Wenn die Beträge 5-stellig oder noch höher sind, sicher schon.

Da sind wir wieder bei dem Punkt, dass das was für den Einen richtig ist, es nicht zwangsläufig für den Anderen, mit total anderen Voraussetzungen, sein muss

lifesgood


Danke,ja du hast recht aber mit so Finanzfragen hatte ich noch nie großartig was zu tun wenn man Imobilien oder so hat ist das natürlich anders .
Aber ich bleib ja sowieso immer unter der Freigrenze wenn überhaupt.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Grandmaster » 16.09.2017, 12:00

Silbermann 1984 hat geschrieben:Oh Entschuldigung,ich hab mal wieder zu klein gedacht smilie_11 ,wenn ich die Bilder sehe und das dazu lese ist es eigentlich egal wenn da mal paar 1000 € weg sind smilie_02

Mann muss sich erst mal daran gewöhnen, als kleiner Guppy im Teich voller Kois zu schwimmen... smilie_20

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 16.09.2017, 12:11

Man sollte bei Immos nicht von 10% Steigerung pro Jahr ausgehen.

Die letzten 5 Jahre hat das geklappt. Aber wenn man die Boomregionen München, Hamburg, Stuttgart usw. aussen vorläßt, dann mußten diejenigen, die beim letzten Boom Mitte der 90er gekauft hatten bis 2010 unter ihrem Kaufpreis verkaufen. Ich denke wer heute zu Höchstpreisen einen Neubau kauft, dem wird es genauso ergehen, dass er mindestens 20 Jahre braucht, bis er beim Verkauf seinen finanziellen Aufwand wieder sieht.

Zudem muss man beim Kauf nicht nur den Kaufpreis reinholen, sondern auch die Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar, Umschreibungskosten, ggf. Makler usw. usw.

Ich hatte das Glück, dass ich mir zur Eigennutzung 2011 vom dem Silberverkauf wegen Trennung von meiner Frau eine kleine ETW aus Mitte der 90er gekauft habe. Diese habe ich gerade wegen meiner Alterswohnung wieder verkauft - Beurkundungstermin war diese Woche.

Wenn ich alle kosten rechne, also Kaufpreis + Erwerbsnebenkosten + die Sachen die ich renoviert habe (neue Böden, Rolläden eingebaut, EBK die drin bleibt) verkaufe ich jetzt 1/3 über dem Preis, den mich die Wohnung in Summe gekostet hat. 6 Jahre mietfrei gewohnt und über 33% steuerfrei Plus gemacht.

Das war aber schlicht und ergreifend Glück. Wenn die Preise 2011 schon so hoch gewesen wären hätte ich trotzdem kaufen müssen. Allerdings hätte ich sie dann nicht verkauft, wenn es nicht mit Gewinn möglich gewesen wäre, sondern vermietet. Aber die Möglichkeit steuerfreien Gewinn zu generieren habe ich gerne mitgenommen.

Vermietete Immos, die keine Probleme machen, werde ich nicht verkaufen, die werden vererbt oder werden im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge an den Nachwuchs übergeben.

Zunkünftig werde ich den eigengenutzten Wohnraum mieten. Aber das Ganze gehört ja eher in den Immothread.

lifesgood

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spikes
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon spikes » 17.09.2017, 05:01

Pfennigfuchser Maxi hat geschrieben:(...) Aber in Sachen "Werterhalt" bin ich schon mit meiner Masterbox Maples aus 2012, die Unze damals noch günstig um die 28,00 Euro, voll und ganz bedient. (...)


Ich möchte das mal aufgreifen. Ist auch allgemein gemeint und nicht auf Pfennigfuchser bezogen.

Immer wieder muss man hier lese, dass diejenigen die erst 2012 bei Höchstkursen eingestiegen sind, jetzt auf Verlusten sitzen. Und sie es jetzt aussitzen müssen. Länger-Investierte äußern sich auch eher negativ über besagte Leute. Und alles ist ja soooo schlimm....
Wo ist das Problem? Hier schreibt doch fast jeder von langen Anlagehorizonten. Komischer Weise wird dann aber wieder kurzsichtig gedacht.
Den Cost Average Effekt vergessen die meisten leider. Wer einfach immer weiter investiert, korrigiert seine "Fehlkäufe" automatisch. Ja ja, ich weiß, ihr wisst das alle! Aber trotzdem fühlt es sich nicht gut an bei 30€/Oz eingekauft zuhaben, wo der Kurs jetzt doch bei 18€/Oz liegt, oder?
Aber wie schlimm ist es denn wirklich? Ein komisches Gefühl ist eine Sache, nackte Mathematik eine andere.

Grundbedingung:
-wie so oft genannt, nur Geld investieren, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht benötigt wird.
-es ist ein mittel- bis langfristiges Investment, keine kurzfristige Zockerei

Rechnen wir doch einfach mal (es sind alles Zirka Angaben und dient nur als Rechenbeispiel):
2012 zu einem Kurs von 30 Euro genau 100 Oz gekauft = 3000€ investiert bei einem Schnitt von 30€/Oz
2013, Kurs=22 Euro, 100 Oz gekauft= 2200€ investiert. Summe: 5200€ Gesamtschnitt von 26€/Oz
2014, Kurs=18 Euro, 100 Oz gekauft= 1800€ investiert. Summe: 7000€ Gesamtschnitt von 23,3€/Oz
2015, Kurs=18 Euro, 100 Oz gekauft= 1800€ investiert. Summe: 8800€ Gesamtschnitt von 22€/Oz
2016, Kurs=20 Euro, 100 Oz gekauft= 2000€ investiert. Summe: 10800€ Gesamtschnitt von 21,6€/Oz
2017, Kurs=18 Euro, 100 Oz gekauft= 1800€ investiert. Summe: 12600€ Gesamtschnitt von 21€/Oz

Und siehe da, der Kurs liegt bei 18€/Oz und wir haben einen Gesamtschnitt von 21€/Oz.
Das ist doch gar nicht mal so schlecht für einen Absturz von 30 auf 18€/Oz.
Buchverluste sind es trotzdem. 3€/Oz = 1800€ Verlust.
Aber so schlimm wie das Bauchgefühl ist es allemal nicht!

Nun kann man natürlich bei tieferen Kursen, mehr investieren um den Schnitt schneller/tiefer zu korrigieren. Oder zieht das kontinuierlich durch. Oder oder oder...

Letztendlich verschwimmen Absolut-Höchstpreise im Gesamtschnitt auf einen gewissen Anlagehorizont.
Das gleiche gilt natürlich auch für Absolut-Niedrigpreise!
Alles je nach Gewichtung!

P.S. Da kann man zwischendurch auch ruhig mal eine überteuerte Sammlermünze mitnehmen...fällt im Schnitt gar nicht auf :lol:
Du hast ganz schön viel Meinung, für so wenig Ahnung. smilie_08
Der Narr sagt, was er weiß. Der Weise, weiß was er sagt. smilie_01

zufriedene Transaktionen hier: 37x

Em-Bug
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Em-Bug » 17.09.2017, 07:16

Danke @spikes für den Beitrag und ich kann dem nur zustimmen. Ich habe auch Standardunzen für ca. 30 Euro gekauft und es war richtig so!!! Das denke ich auch heute noch in der Rückschau.

Denn es war zu dem Zeitpunkt eine Situation rund ums Geld und in meinem persönlichen Portfolio, die diese Käufe absolut gerechtfertigt hat. Wie es weitergeht weiß doch außerdem niemand. Daher braucht man sich doch gar keine Vorwürfe wegen einer vermeintlichen Fehlentscheidung machen.

Wenn dann der Bestand angewachsen, das Portfolio ausgeglichen und die Erfahrungen gemacht sind, dann kann man sowieso gelassener werden. smilie_03
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Frank the tank
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Frank the tank » 17.09.2017, 08:09

Ich würde meinen beiden Vorschreibern Recht geben, aber ....
Mittlerweile ein wenig dazu gelernt.
Bei Kursen über, na sagen wir mal 22,-/oz würde ich nicht mehr kaufen. Mein Fiat würde ich trocken halten bis es wieder einen Rücksetzer gibt.
Man benötigt ein gewisses Polster als Absicherung für den schlimmsten Fall. Wenn man dann in der glücklichen Lage ist, einen spekulativen Anteil auf zu bauen, kann man auch schon mal beim Verkauf dieses Anteils Gewinne mitnehmen.
Vielen Dank an Lifesgood, er hat mich viel zum Nachdenken gebracht und mein Anlageverhalten geändert. Das heißt jetzt nicht, dass das für jeden 1:1 übernommen werden kann.
Jede finanziellle Situation ist anders. Bei Einem reichen 1000 Unzen zur Absicherung, bei dem Anderen nicht. Also, jeder so wie er kann.
Achso, manchen reicht natürlich auch der ominöse Andorra!!!

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 17.09.2017, 08:26

@spikes: Vielen Dank für Deine Berechnung zum CostAverage-Effekt.

Meines Erachtens fällt der sogar noch positiver aus, weil man in der Regel nicht jedes Jahr eine fixe Zahl an Unzen kauft, sondern jedes Jahr einen fixen Betrag einsetzt. Dadurch kauft man nicht jedes Jahr dieselbe Anzahl an Unzen, sondern bei hohen Preisen weniger Unzen und bei günstigen Preisen mehr Unzen. Ich hab´s jetzt nicht durchgerechnet, aber ich denke, wenn man bei Deinem Beispiel jedes Jahr 3.000 € einsetzen würde, läge der Schnitt wohl schon knapp unter 20 €/Oz.

Aber zu CostAverage gehört eben genauso wie zu den Kaufmarken, dass man das konsequent durchzieht.

Ich persönlich ärgere mich nicht über diejenigen die teuer eingestiegen sind und jetzt natürlich schimpfen.

Was ich nicht verstehe ist, dass sie durch ihren Ärger eben häufig zu diesen niedrigen Preisen nicht mehr kaufen. Daher stelle ich auch hin und wieder die Frage, weshalb man zu den hohen Preisen gekauft hat und nun bei günstigen Preisen nicht mehr kaufen will.

Hier spielt dem Menschen die eigene Psyche einen Streich. Man glaubt, dass etwas das steigt, immer weiter steigt und etwas das fällt immer weiter fällt.

Man sieht das auch an dem Immo-Beispiel von Maxi. Ich bin mittlerweile über 30 Jahre (teils beruflich und privat) in dem Thema drin und habe eben die Erfahrung gemacht, dass alles in Wellen verläuft. Daher gehe ich davon aus, dass diejenigen die heute Immos neu kaufen (Ausnahmen gibt es natürlich immer), eben nicht mehr mit den Steigerungen der letzten Jahre rechnen können.

Zudem verhält sich eine Neu-Immo genauso wie ein Neuwagen. Mit der ersten Nutzung sinkt der Preis erstmal. Denn wer Neubaupreise zahlt, will auch einen Neubau haben und entsprechend Einfluß auf die Gestaltung, Ausstattung usw. nehmen können.

Ich denke die 20%- 25% Wertverlust, die ein Neuwagen erfährt, wenn man die Schilder dransteckt lassen sich auch auf eine Neubau-Immo übertragen, wenn man einzieht. Klar die Angebotspreise in den einschlägigen Börsen liegen, wie bei den Autos höher, aber was letztendlich bezahlt wird ist in den seltensten Fällen der Angebotspreis.

Schönen Sonntag!

lifesgood

KarlTheodor
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon KarlTheodor » 17.09.2017, 09:15

lifesgood hat geschrieben:...
Ich hatte das Glück, dass ich mir zur Eigennutzung 2011 vom dem Silberverkauf wegen Trennung von meiner Frau eine kleine ETW aus Mitte der 90er gekauft habe. Diese habe ich gerade wegen meiner Alterswohnung wieder verkauft - Beurkundungstermin war diese Woche.

Wenn ich alle kosten rechne, also Kaufpreis + Erwerbsnebenkosten + die Sachen die ich renoviert habe (neue Böden, Rolläden eingebaut, EBK die drin bleibt) verkaufe ich jetzt 1/3 über dem Preis, den mich die Wohnung in Summe gekostet hat. 6 Jahre mietfrei gewohnt und über 33% steuerfrei Plus gemacht.
...


Wieso hast Du 33 % steuerfrei aus dem Verkauf Deiner ETW gemacht ?

Du hast doch die Immobilie innerhalb der Spekulationsfrist von 10 Jahren verkauft.


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