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Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Allgemeine Themen wie Kurse, Wirtschaft und Politik, Lagerung, (Steuer-)Rechtliches, Finanzen, Immobilien etc.

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Outback 1403
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Outback 1403 » 06.08.2022, 10:58

" Einige abschließende Gedanken für Silberliebhaber:

1. Silber muss jetzt bei 64 Dollar liegen, um den inflationsbereinigten Höchststand vom April 2011 zu erreichen.
2. Selbst wenn der Silberpreis jetzt bei 64 Dollar liegen würde, müsste er immer noch dreimal so hoch sein, um den Höchststand vom Januar 1980 zu erreichen.
3. Der inflationsbereinigte Tageshöchststand von 1980 für Silber liegt derzeit bei 187 Dollar je Unze.
4. Mit 20 Dollar je Unze liegt der Silberpreis 90% unter dem Tageshöchstpreis von 1980.

Die Erwartung eines neuen Höchststandes des Silberpreises ist reines Wunschdenken. Selbst gewöhnliche, optimistische Prognosen für höhere Silberpreise werden von den Fundamentaldaten und historischen Fakten nicht gestützt. "

Quelle: https://www.goldseiten.de/artikel/54692 ... ml?seite=2

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foxele
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon foxele » 06.08.2022, 11:01

You made my Day. smilie_14

Spielt doch gar keine Rolle was der gute Mann da schreibt.
Wir leben mittlerweile in 2022 und nicht in 1980 oder 2011.
Historische Hochs der letzten 2000 Jahre würden noch einiges andere darlegen.
Interessiert aber in 2022 nicht.
Man kann nur im jetzt und hier handeln.

Gimli
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Gimli » 06.08.2022, 12:57

Wenn die Rechnung bislang nicht aufgegangen ist und die Aussichten eher trübe scheinen....

Lass' doch einfach die Finger von "dem Stoff"!

Gym Lee
Moo kari makka?

Köni123
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Köni123 » 06.08.2022, 16:32

Wenn in China 1980 ein Sack Reis umgekippt ist, interessiert mich das genauso wenig oder viel, wie der Inflationsbereinigte Silberpreis von 1980.

Aber wenn man Silber kaufen möchte, sind die jetzigen Einstigspreise super, danke Outback 1403 für deine Marktanalyse. smilie_01
Schon oft gehandelt und bisher nie enttäuscht worden!

foxele
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon foxele » 06.08.2022, 16:39

Köni123 » 06.08.2022, 16:32 hat geschrieben:Wenn in China 1980 ein Sack Reis umgekippt ist, interessiert mich das genauso wenig oder viel, wie der Inflationsbereinigte Silberpreis von 1980.

Aber wenn man Silber kaufen möchte, sind die jetzigen Einstigspreise super, danke Outback 1403 für deine Marktanalyse. smilie_01


Ist ja nicht auf seinen Mist gewachsen.
Hat er ja nur kopiert.

Ist von
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libelle
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon libelle » 07.08.2022, 09:41

Outback 1403 » 06.08.2022, 10:58 hat geschrieben:" Einige abschließende Gedanken für Silberliebhaber:

4. Mit 20 Dollar je Unze liegt der Silberpreis 90% unter dem Tageshöchstpreis von 1980.

Die Erwartung eines neuen Höchststandes des Silberpreises ist reines Wunschdenken. Selbst gewöhnliche, optimistische Prognosen für höhere Silberpreise werden von den Fundamentaldaten und historischen Fakten nicht gestützt. "

smilie_11


Die persönliche Anspar und Auszahlungsphase ist doch das A und O
Ich befinde mich jetzt im letzten Drittel meiner Ansparphase und habe dann, so Gott will, eine 20 oder 30 Jahre andauernde Auszahlungsphase vor mir.
Da wird sich dann auch zeigen ob die Rechnung aufgeht.
Dass wir die letzten 20 Jahre zu teuer eingekauft haben, denke ich eher nicht.

Der Silbermarkt ist mit 50 Milliarden Dollar extrem klein, da braucht es auch nicht viel um alles auf links zu drehen.

Das Interesse an Silber scheint auf jeden Fall zu zunehmen.
200.000 Mitglieder zählt die WSS Gruppe bereits und legt weiter kräftig zu.
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Schubidu
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Schubidu » 07.08.2022, 13:18

... natürlich kann man die Spitze einer durch Marktmanipulation (Hunt-Brüder) getriebenen Übertreibung als Benchmark nehmen. Und man kann natürlich auch das Intraday-Hoch nehmen, damit die Zahlen noch dramatischer aussehen.

Hier mal der Silberkurs vom 01.07.1979 - 30.06.1980

Screenshot 2022-08-07 13.07.08.png


Die VW-Aktie z.B. war während des Short Sqeeze 2008 auch intraday über 1.000 € geschnellt, stellt deshalb dieser Höchstkurs den Maßstab für die Bewertung der VW-Aktie dar? Ich denke nicht.

Natürlich hat Silber auch im geglätteten Verlauf nicht die Inflation ausgeglichen. Aber das Silber sehr volatil ist und sich im Gegensatz zu Gold nur bedingt zu "buy and hold" eignet , ist ja nichts Neues.

Wer zu niedrigen Kursen gut eingekauft hat und zu hohen Kursen auch mal was abgegeben, ist mit Silber nicht schlecht gefahren. Noch im März 2022 hat man im Herbst 2018 gekauftes Silber zum doppelten Preis wieder beim Händler abgeben können. Während einer kurzen Phase im Frühjahr 2020 war bei Privatverkäufen noch deutlich mehr drin. Einige User hier hatten zu Preisen deutlich über 30 € bei ebay-Kleinanzeigen verkauft.

Aber selbst wer nicht den optimalen Kauf- und Verkaufszeitpunkt erwischt hat, hätte innerhalb von 3,5 Jahren locker 50% steuerfrei mitnehmen können.

foxele
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon foxele » 07.08.2022, 14:46

Schubidu » 07.08.2022, 13:18 hat geschrieben:... natürlich kann man die Spitze einer durch Marktmanipulation (Hunt-Brüder) getriebenen Übertreibung als Benchmark nehmen. Und man kann natürlich auch das Intraday-Hoch nehmen, damit die Zahlen noch dramatischer aussehen.

Hier mal der Silberkurs vom 01.07.1979 - 30.06.1980

Screenshot 2022-08-07 13.07.08.png


Die VW-Aktie z.B. war während des Short Sqeeze 2008 auch intraday über 1.000 € geschnellt, stellt deshalb dieser Höchstkurs den Maßstab für die Bewertung der VW-Aktie dar? Ich denke nicht.

Natürlich hat Silber auch im geglätteten Verlauf nicht die Inflation ausgeglichen. Aber das Silber sehr volatil ist und sich im Gegensatz zu Gold nur bedingt zu "buy and hold" eignet , ist ja nichts Neues.

Wer zu niedrigen Kursen gut eingekauft hat und zu hohen Kursen auch mal was abgegeben, ist mit Silber nicht schlecht gefahren. Noch im März 2022 hat man im Herbst 2018 gekauftes Silber zum doppelten Preis wieder beim Händler abgeben können. Während einer kurzen Phase im Frühjahr 2020 war bei Privatverkäufen noch deutlich mehr drin. Einige User hier hatten zu Preisen deutlich über 30 € bei ebay-Kleinanzeigen verkauft.

Aber selbst wer nicht den optimalen Kauf- und Verkaufszeitpunkt erwischt hat, hätte innerhalb von 3,5 Jahren locker 50% steuerfrei mitnehmen können.


Genau so sieht es aus. smilie_01

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Unzen999
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Unzen999 » 07.08.2022, 17:24

libelle » 07.08.2022, 09:41 hat geschrieben:
Outback 1403 » 06.08.2022, 10:58 hat geschrieben:" Einige abschließende Gedanken für Silberliebhaber:

4. Mit 20 Dollar je Unze liegt der Silberpreis 90% unter dem Tageshöchstpreis von 1980.

Die Erwartung eines neuen Höchststandes des Silberpreises ist reines Wunschdenken. Selbst gewöhnliche, optimistische Prognosen für höhere Silberpreise werden von den Fundamentaldaten und historischen Fakten nicht gestützt. "

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Die persönliche Anspar und Auszahlungsphase ist doch das A und O
Ich befinde mich jetzt im letzten Drittel meiner Ansparphase und habe dann, so Gott will, eine 20 oder 30 Jahre andauernde Auszahlungsphase vor mir.
Da wird sich dann auch zeigen ob die Rechnung aufgeht.
Dass wir die letzten 20 Jahre zu teuer eingekauft haben, denke ich eher nicht.

Der Silbermarkt ist mit 50 Milliarden Dollar extrem klein, da braucht es auch nicht viel um alles auf links zu drehen.

Das Interesse an Silber scheint auf jeden Fall zu zunehmen.
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libelle
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon libelle » 08.08.2022, 22:36

Die LBMA-Silberbestände fallen auf ein 6-Jahres-Tief von unter 1 Milliarde Unzen

https://www.bullionstar.com/blogs/ronan ... on-ounces/

TunisiaMan
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon TunisiaMan » 09.08.2022, 08:00

Lässt euch nicht verwirren. Die "Sieben Schläfer von Ephesus" haben es richtig gemacht:

„Und so erweckten Wir sie auf, damit sie sich gegenseitig fragten. Einer von ihnen sagte: ‚Wie lange habt ihr verweilt?‘ Sie sagten: ‚Verweilt haben wir einen Tag oder den Teil eines Tages.‘ Sie sagten: ‚Euer Herr weiß am besten, wie lange ihr verweilt habt. So schickt einen von euch mit diesen euren Silbermünzen in die Stadt; er soll sehen, welche ihre reinste Speise ist, und euch davon eine Versorgung bringen. Er soll behutsam sein und ja niemanden etwas von euch merken lassen.‘“

– Sure 18:19

Panik95
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Panik95 » 09.08.2022, 12:21

TunisiaMan » 09.08.2022, 08:00 hat geschrieben:Lässt euch nicht verwirren. Die "Sieben Schläfer von Ephesus" haben es richtig gemacht:

„Und so erweckten Wir sie auf, damit sie sich gegenseitig fragten. Einer von ihnen sagte: ‚Wie lange habt ihr verweilt?‘ Sie sagten: ‚Verweilt haben wir einen Tag oder den Teil eines Tages.‘ Sie sagten: ‚Euer Herr weiß am besten, wie lange ihr verweilt habt. So schickt einen von euch mit diesen euren Silbermünzen in die Stadt; er soll sehen, welche ihre reinste Speise ist, und euch davon eine Versorgung bringen. Er soll behutsam sein und ja niemanden etwas von euch merken lassen.‘“

– Sure 18:19

Amen - Amin

Outback 1403
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Outback 1403 » 11.08.2022, 10:48

"

Prämien für Silbermünzen - ein weiterer Einbruch?

Silbermünzprämien

Im Jahr 1972 wurde ein Beutel (Nennwert 1.000 Dollar) mit "Schrott"-Silbermünzen aus den USA für etwa 1.300 Dollar bis 1.350 Dollar verkauft. Der durchschnittliche Schlusskurs für Silber lag in jenem Jahr bei 1,68 Dollar je Unze; der Wert des Silbergehalts (715 Unzen) betrug also 1.200 Dollar je Beutel. Die verbleibende Differenz war ein Aufschlag von etwa 10%. Ein niedrigerer Silberpreis würde im Allgemeinen zu höheren prozentualen Aufschlägen führen, da der Nennwert von 1.000 Dollar eine "Untergrenze" darstellte, die das Risiko des Besitzes der Münzen begrenzte.

Mit anderen Worten: Das tatsächliche Anlagerisiko war auf den Betrag begrenzt, den man über den Nennwert von 1.000 Dollar hinaus zahlte. Fällt der Silberpreis beispielsweise auf 1,00 Dollar, beträgt der Wert des Beutels 715 Dollar (1,00 Dollar x 715 Unzen). Da die Münzen jedoch gesetzliches Zahlungsmittel waren und weiterhin zu ihrem Nennwert akzeptiert wurden, behielt der volle Beutel mit Münzen seinen Nennwert von 1.000 Dollar.


Wilde Schwankungen der Münzprämien

Die Prämien für Schrottsilbermünzen haben im Laufe der Jahre stark geschwankt. In den 1970er Jahren, als die Besorgnis über die Inflation und ihre Auswirkungen ihren Tribut forderte, stiegen die Aufschläge für diese Münzen erheblich. Dann änderte sich etwas. Der Silberpreis stieg drastisch an und die Aufschläge gingen zurück. Als der Silberpreis im Januar 1980 mit 49 Dollar je Unze seinen Höchststand erreichte, hatte ein Beutel mit US-Silbermünzen im Nennwert von 1.000 Dollar einen Silbergehalt von 35.000 Dollar.

Die Münzsäcke wurden jedoch mit einem Abschlag von 10% bis 20% verkauft. Ein Teil des Abschlags war darauf zurückzuführen, dass ein Überangebot an Silbermünzen auf den Markt gebracht wurde. Die Leute verkauften alles, was Silber enthielt, auch Münzen, die jahrelang eingelagert worden waren. Rückblickend lässt sich feststellen, dass es kaum eine Rechtfertigung für die hohen Aufschläge auf die Münzen gab, da der Nennwert von 1.000 Dollar keinen Schutz bot, wenn Taschen zu 30.000 Dollar oder mehr verkauft wurden. Der Einbruch des Silberpreises kurz danach war so stark und lang anhaltend, dass das Interesse an den Münzen schwand. Die Münzen waren aufgrund ihres Silbergehalts häufig mit einem geringen oder gar keinem Aufschlag erhältlich.


Weitere Volatilität der Münzprämien

Ein paar Jahrzehnte später beflügelte die Sorge um das Jahr 2000 den Markt für Schrottsilbermünzen. Selbst bei einem unveränderten Silberpreis im Jahr 1999 stiegen die Aufschläge auf die Münzen auf 50%. Am 3. Januar 2000 waren die Anleger davon überzeugt, dass das Jahr-2000-Risiko nicht gerechtfertigt war, und begannen zu verkaufen. Sie verkauften das ganze Jahr über und bis ins Jahr 2001 hinein Schrottsilbermünzen und drückten damit die Preise, bis die Münzen wieder mit einem Abschlag verkauft wurden. Zu diesem Zeitpunkt war es billiger, Beutel mit US-Silbermünzen zu kaufen als 100-Unzen-Barren aus Silberbarren.


Aktuelle Silbermünzprämien

Heute zahlen Kleinanleger Aufschläge von 40% auf US-Silbermünzen. In letzter Zeit haben sie auch höhere Aufschläge gezahlt, und sie scheinen bereit zu sein, so gut wie jeden Aufschlag zu zahlen, um die Münzen zu besitzen. Das Gute am Kauf von US-Silbermünzen aus der Zeit vor 1965 mit Aufschlägen von 40% bis 50% ist, dass sie im Vergleich zum Kauf von frisch geprägten US-amerikanischen Silver Eagles mit einem Aufschlag von 70% geradezu ein Schnäppchen sind. (Sollte es nicht andersherum sein?)


Ein weiter Einbruch der Silbermünzprämien?

Wie bereits erwähnt, kam es 1980 und 20 Jahre später, im Jahr 2000, zu einem massiven Rückgang der Prämien für US-Silbermünzen. Der letzte Einbruch der Silbermünzprämien liegt nun schon wieder etwas mehr als 20 Jahre zurück. Werden wir einen weiteren Einbruch der Prämien erleben? Einige werden argumentieren, dass die Nachfrage nach US-Silbermünzen immer stark genug sein wird, um einen hohen Aufschlag gegenüber Goldbarren aufrechtzuerhalten. Vielleicht, aber das ist nicht unbedingt der Fall.

Das Aufgeld für US-Silbermünzen stieg an und brach wieder ein, als die Silberpreise in den späten 1970er Jahren dramatisch anstiegen. In ähnlicher Weise explodierte der Aufschlag nach oben und brach dann zusammen, als die Silberpreise in den Jahren 2000/01 im Wesentlichen unverändert blieben. Möglicherweise ist es an der Zeit für einen erneuten Einbruch der Silbermünzprämie, der mit einem sinkenden Silberpreis einhergeht. Wie dem auch sei, es gibt nichts Historisches, das es rechtfertigen würde, Aufschläge von 40% bis 50% und mehr (vor einigen Jahren sogar 100%) für etwas zu zahlen (siehe "Silber-Pechsträhne"), das für sich genommen keine rentable Anlage war.


© Kelsey Williams

"

Quelle: https://www.goldseiten.de/artikel/54782 ... bruch.html

smilie_11 smilie_11 smilie_11

xailu14
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon xailu14 » 11.08.2022, 12:44

Ich kaufe schon lange nur noch sehr begrenzt Silber. Meist nur wenn es mich numismatisch interessiert. Aufschläge zum Spot mit 17% bis über 30% für normale Bullionware zu Anlagezwecken oder einen 15kg Münzbarren (+17%) meide ich.

Für Anlagezwecke kann man auf kleine Goldbarren ausweichen, die liegen bei ca +1,02% zum Spot :shock:

So lange aber die Anleger für einen American Eagle ca. +40% Aufschlag bezahlen gibt es keinen Grund etwas zu ändern. smilie_08

Klar, Silber ist kein Gold und wer auf Silber "wetten" möchte und den physischen Besitz vorzieht muss, leider deutlich tiefer in die Taschen greifen und freut sich über nur 20% Aufschlag bei den "steuerreduzierten" Münzbarren...

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Grandmaster
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Grandmaster » 11.08.2022, 14:26

xailu14 » 11.08.2022, 12:44 hat geschrieben:Für Anlagezwecke kann man auf kleine Goldbarren ausweichen, die liegen bei ca +1,02% zum Spot :shock:

Was versteht man hier unter "kleine Goldbarren"? Goldbarren zu einer Unze? Die gibt es tatsächlich für etwas über 1% Aufpreis. Unter kleinen Goldbarren verstehe ich Barren mit max. 5g und keine Barren für knapp 1800€. Ich persönlich mag die 1g Barren von Heimerle und Meule in diesen versiegelten Mehrfachkästchen. Finde ich weitaus besser als diese Kombibarren, wo man 1g Stücke abbrechen kann.

xailu14 » 11.08.2022, 12:44 hat geschrieben:Klar, Silber ist kein Gold und wer auf Silber "wetten" möchte und den physischen Besitz vorzieht muss, leider deutlich tiefer in die Taschen greifen und freut sich über nur 20% Aufschlag bei den "steuerreduzierten" Münzbarren...


Wer Silber physisch kaufen will, muss nicht tief in die "Aufpreistasche" greifen. Die alten DM und die Euro Gedenkmünzen gibt es von privat weit unter den Aufpreisen, welche man tlw. für Anlagemünzen im Handel hinlegen muss. Diese Gedenkmünzen haben über diesem Weg mMn das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Man bekommt sie für 5% - 10% Aufpreis, mit etwas Glück zum Spot oder sogar darunter. Wer auf die Marktschreier und die Werbung hört/reinfällt und immer nur über hohe Aufpreise überteuerte Silberanlagemünzen kauft, der kauft halt teuer.
Die Berühmtheit manches Zeitgenossen ist unmittelbar mit der Dummheit seiner Bewunderer verbunden.


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