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Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

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lifesgood
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 14.09.2019, 17:19

PB350 hat geschrieben:Was ich bei der Differenzbesteuerung nicht ganz verstehe: Warum schlägt man zuerst hohe 18 Prozent beim Verkauf drauf, um dann beim Ankauf über dem Kassapreis zahlen zu können? smilie_08


Diese 18% müssen wohl sein, um die Kosten und Margen in der Lieferkette zu decken.

Als erstes wäre da die Mint, die ja Prägekosten hat und darüber hinaus natürlich auch noch was verdienen möchte, da kann man alleine schon 50 - 60 Cent rechnen. Dann kommen logistische Kosten für den Transport z.B. eines Maples von Canada nach D. Hier in D kommen auf diese Gesamtsumme 7% Einfuhrumsatzsteuer drauf. Dann muss das Ganze wieder zum (Groß-)Händler transportiert werden und der will natürlich auch noch ein paar Cent pro Unze Silber verdienen. Ist zwischen Mint und Händler noch ein Großhändler dazwischengeschaltet (nicht alle sind direkter Partner der Mint) will der natürlich auch noch ein bisschen was haben.

@Silberschatzimsee: Gold in Euro ist seit dem 1.1. immer noch 20,21% im Plus, Silber um 16,52% und Platin 22,42 %, macht für mein physisches Depot immer noch 19,58 % Buchgewinn in 2019.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Betonsammler » 14.09.2019, 17:53

Sollte der BIZ Beschluss wirklich und definitiv festgezogen werden,
das Silber Reserverwährung wird, neben Gold, und wenn dann die erste Landeszentralbank,
sagen wir mal das schlaue Polen, dazu übergeht ihr Silber zu behalten anstatt billig zu verscherbeln, dann wird sich alles ändern.
ALLES!
Dann haben wir den sogenannten Gamechanger.
Wirklich real als Gesetz, und nicht irgendwie fiktiv als feuchten Egon Traum!
Silber war von den letzten 5000 Jahren 4900 Jahre Geld, und lediglich 100 Jahre Rohstoff.
Und nur weil wir in diesem Endstadium diese letzten Zeitfensters leben, haben wir ein kleines verwirrendes Akzeptanzproblem mit den Fakten.
1/12 zu 1/15 ist dann programmiert. Es war 4900 Jahre so, und ich erkenne keinen Grund warum unsere Generationen irgendwas Besonderes machen- oder sein sollte.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon silberschatzimsee » 14.09.2019, 18:21

PB350 hat geschrieben:Bist du zu 100 Prozent in Silber investiert? Mein Gesamtvermögen hat in der letzten Zeit immer höhere Allzeithochs erreicht. smilie_09



Nein, habe jetzt nachgeschaut. Mein Portfolio besteht zu
70:30 Au/Ag

@lifesgood
So genau hab ich es nicht aufgeschlüsselt. Insgesamt bin ich

+17%Gold
-4% Silber
+38% Pd
+13% Pt

smilie_24

Hoffe meine Formeln stimmen jetzt smilie_11
Zuletzt geändert von silberschatzimsee am 14.09.2019, 18:59, insgesamt 4-mal geändert.
Milchflecken sind das neueste Sicherheitsfeature bei der RCM

silberschatzimsee
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon silberschatzimsee » 14.09.2019, 18:41

Retrospektiv gesehen hätte ich 2019 nach derzeitigem Erkenntnissstand und Ansicht meiner Inventarliste voll auf Pt setzen sollen. Da konnte ich mein Minus ins Positive drehen.

Wenn ich mich nicht verschaut habe sind wir gerade auf einem Wert aus dem Jahre 2006
Bild
Milchflecken sind das neueste Sicherheitsfeature bei der RCM

PB350
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon PB350 » 14.09.2019, 19:11

lifesgood hat geschrieben:
PB350 hat geschrieben:Was ich bei der Differenzbesteuerung nicht ganz verstehe: Warum schlägt man zuerst hohe 18 Prozent beim Verkauf drauf, um dann beim Ankauf über dem Kassapreis zahlen zu können? smilie_08


Diese 18% müssen wohl sein, um die Kosten und Margen in der Lieferkette zu decken.

Als erstes wäre da die Mint, die ja Prägekosten hat und darüber hinaus natürlich auch noch was verdienen möchte, da kann man alleine schon 50 - 60 Cent rechnen. Dann kommen logistische Kosten für den Transport z.B. eines Maples von Canada nach D. Hier in D kommen auf diese Gesamtsumme 7% Einfuhrumsatzsteuer drauf. Dann muss das Ganze wieder zum (Groß-)Händler transportiert werden und der will natürlich auch noch ein paar Cent pro Unze Silber verdienen. Ist zwischen Mint und Händler noch ein Großhändler dazwischengeschaltet (nicht alle sind direkter Partner der Mint) will der natürlich auch noch ein bisschen was haben.lifesgood


Dann verstehe ich erst recht nicht, warum mir im besten Fall zuerst beim Kauf 18 Prozent abgezogen werden, um mir bei einem anschließenden Verkauf 15 Prozent zurückzugeben, was einem Verlust von 3 Prozent entspricht.

Vielleicht bin ich als Börsianer zu sehr von der bestechend einfachen Logik des Aktienhandels versaut: Dort steht der Kurs immer exakt in der Mitte zwischen An- und Vekaufspreis. Jeweils 50 Prozent der Spanne verliere ich beim Kauf und Verkauf. :-D

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 14.09.2019, 20:32

PB350 hat geschrieben:Dann verstehe ich erst recht nicht, warum mir im besten Fall zuerst beim Kauf 18 Prozent abgezogen werden, um mir bei einem anschließenden Verkauf 15 Prozent zurückzugeben, was einem Verlust von 3 Prozent entspricht.


Das liegt einfach daran, dass der Händler der Dir die Münzen abkauft, um sie wieder weiter zu verkaufen, kein gemeinnütziger Verein ist, sondern ein profitorientiertes Unternehmen.

Meist bieten die Händler diese Rückläufer etwas günstiger an, als neue Münzen und ein paar Cent Marge pro Unze müssen für den Händler auch noch bleiben.

Ganz umsonst ist der Aktienhandel ja auch nicht. Du hast einen Spread zwischen Bid- und Askpreis und häufig kommen noch weitere Gebühren hinzu.

@Silberschatzimsee: ich berechne immer nur die Jahresperformance, also ab 1.1. des aktuellen Jahres.

lifesgood

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon PB350 » 14.09.2019, 20:59

lifesgood hat geschrieben:
PB350 hat geschrieben:Dann verstehe ich erst recht nicht, warum mir im besten Fall zuerst beim Kauf 18 Prozent abgezogen werden, um mir bei einem anschließenden Verkauf 15 Prozent zurückzugeben, was einem Verlust von 3 Prozent entspricht.


Das liegt einfach daran, dass der Händler der Dir die Münzen abkauft, um sie wieder weiter zu verkaufen, kein gemeinnütziger Verein ist, sondern ein profitorientiertes Unternehmen.

Meist bieten die Händler diese Rückläufer etwas günstiger an, als neue Münzen und ein paar Cent Marge pro Unze müssen für den Händler auch noch bleiben.

Ganz umsonst ist der Aktienhandel ja auch nicht. Du hast einen Spread zwischen Bid- und Askpreis und häufig kommen noch weitere Gebühren hinzu.

@Silberschatzimsee: ich berechne immer nur die Jahresperformance, also ab 1.1. des aktuellen Jahres.

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Die Handelsspannen bei den üblichen Einzelaktien und Indexfonds sind während der Haupthandelszeiten faktisch nicht existent, aber mir geht es nur um den Sachverhalt, warum man einem erst mit 18 Prozent übermäßig viel Aufgeld zahlen lässt, aber dann bei einem möglichen Rückkauf einen sehr hohen Anteil davon zurückerstattet. Zumindest bei den aus Kundensicht vorteilhaftesten Händlern. Das ist für mich einfach unlogisch. Vielleicht kannst du nicht nachvollziehen, was ich meine, weil du mit Aktien nichts am Hut hast.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Goldfisch » 14.09.2019, 21:44

Wenn es so wäre wie beschrieben, dann wäre es auch völlig unlogisch. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Das Aufgeld, welches auf den Spot gezahlt wird, bekommt man eben zum großen Teil beim Verkauf nicht zurück. Der Verkäufer findet immer irgendwelche Ausreden, warum er den im Netz zugesagten Preis nicht zahlen will.
Im Enddefekt ein Märchen der Verkäufer, um den Verkauf anzukurbeln.
100% positive Bewertungen :
http://www.silber.de/forum/goldfisch-t14411.html
Erfolgreich gehandelt mit : Argentur, hollaender, Tazwild, John_McClane, Mike123, Enno&Tara

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 14.09.2019, 21:55

... ich habe bisher bei jedem Verkauf, den im Internet angegebenen Ankaufspreis erhalten, im 5- und 6-stelligen Eurobereich.

Egal ob bei Gold, Silber oder Palladium - egal ob von proaurum, auragentum oder der ESG. Die Preise wurden jeweils vorab gemäß der online angegebenen Ankaufspreise gefixt und jedes mal auch bezahlt.

Ein einziger Händler wollte zu dem im Net angegebenen Preis nicht in größeren Mengen ankaufen, den Namen nenne ich hier aber nicht.

lifesgood

PB350
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon PB350 » 14.09.2019, 22:01

Goldfisch hat geschrieben:Wenn es so wäre wie beschrieben, dann wäre es auch völlig unlogisch. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Das Aufgeld, welches auf den Spot gezahlt wird, bekommt man eben zum großen Teil beim Verkauf nicht zurück. Der Verkäufer findet immer irgendwelche Ausreden, warum er den im Netz zugesagten Preis nicht zahlen will.
Im Enddefekt ein Märchen der Verkäufer, um den Verkauf anzukurbeln.


Doch, ein einfaches Beispiel mit Heubach und dem Maple Leaf 2019:

Aktueller Kurs: 15,76 Euro
Aktueller Verkaufspreis: 18,54 Euro
Aktueller Ankaufspreis: 18,01 Euro

Zuerst werden mir beim Kauf rund 18 Prozent über dem aktuellen Kurs berechnet, was einem Buchverlust in Höhe von 15 Prozent entspricht, aber wenn ich die Münze direkt zurückgebe, werden aus diesem Megaverlust plötzlich nur noch rund 3 Prozent. Ich weiß, dass die Differenzbesteuerung nur bei meinem Kauf anfällt (bei Aktien grundsätzlich steuerfrei), aber das erklärt mir die große Diskrepanz nicht.

Aktienkäufer werden verstehen, was ich mit ,,unlogisch" meine, weil dort die eine Hälfte der Handelsspanne (in diesem Fall 26,5 Cent) zuerst beim Kauf der Aktie und die andere Hälfte (wiederum 26,5 Cent) beim Verkauf der Aktie anfällt. Der Kurs steht immer genau in der Mitte zwischen An- und Verkauf. :wink:

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon silberschatzimsee » 15.09.2019, 00:42

Glaub mit Bullion ist aufgrund der Vergleichsseiten eh kein großes Geschäft zu machen und deswegen wird sehr knapp kalkuliert.
Deswegen hat der gemeine Händler auch afrikanische Sondermünzen/veredelte Chinapandas im Sortiment mit denen man den Sammlerdeppen das Geld aus der Tasche ziehen kann. Ich glaub zu 90% wird damit das Geschäft gemacht. :roll:

Naja beim GSR von 50 werde ich es so wie lifesgood machen und vorher herumtelefonieren wer meine 2 Maple Leafs abkaufen will.
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon silvergypsy » 15.09.2019, 09:56

silberschatzimsee hat geschrieben: Sammlerdeppen
smilie_47
Ohne die Sammler müsste bei den geringen Margen im Bullion Bereich so mancher Edelmetall Händler seinen Laden schon lange dicht machen. Also zeig bitte etwas mehr Respekt smilie_48. Schließlich profitieren auch Bullion Horter indirekt von der Großzügigkeit der Sammler, nämlich indem die Deutschen Händler dem Preiswettbewerb dank der Sammler noch Stand halten können

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Aurifer
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Aurifer » 15.09.2019, 14:10

Ich habe eine ganze Menge Sammlerkram - dennoch stört mich der Ausdruck 'Sammlerdepp' überhaupt nicht, denn - rein rational betrachtet - trifft er zu!

Wenn die Händler an den Bullions wg. der großen Konkurrenz so wenig verdienen und der Sammlerkram sie über Wasser halten muss, stellt sich für mich die Frage, warum man dann überhaupt Bullion anbietet. Da wäre es doch besser, mehr Mühe in den Absatz des Sammlerkrams zu stecken. Die Bullion-Käufer sind wohl untreue Seelen und kaufen dort, wo es am billigsten ist, also keine Kundenbindung.

Wenn ich mir einerseits ansehe, was in den letzten Jahren an Unmengen an neuen Ausgaben und Aufpreis-Münzen auf den Markt geworfen wurde, dann sind da viele dabei, die man auch als Bullion viel günsitger anbieten könnte. Aber es gibt ja die Sammlerdeppen - wenn jeder von denen 1 Belegexemplar kauft, reicht das schon.

Deutsche Händler haben gegenüber den ausländischen Händlern den Vorteil der Versandkosten, wenn sie denn wollen. Der hier oft genannte Belgier ist beispielsweise bei Goldmünzen und Silberbarren vollkommen uninteressant. Andererseits verkauft ein Heubach wohl deutlich weniger Sammlerkram als Silberbarren und Bullion und kann immer wieder mit einzelnen Angeboten den Belgier problemlos ausstechen. Wie macht der das nur in Deutschland?

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon silvergypsy » 15.09.2019, 14:33

Aurifer hat geschrieben:... Andererseits verkauft ein Heubach wohl deutlich weniger Sammlerkram als Silberbarren und Bullion und kann immer wieder mit einzelnen Angeboten den Belgier problemlos ausstechen. Wie macht der das nur in Deutschland?


Das Edelmetall Geschäft 2019 war ein komplett anderes als das in 2006. Der große Wechsel kam 2007/08 als große Produzenten wie die Perth ihre Produktion für Bullion und Sammlerkram deutlich ausgeweitet haben. Vergesst nicht, dass die hohe Nachfrage damals einen Grund hatte, nämlich die Finanzmarktkrise. 2015 drängten die Silberkängurus und 2017 die Silber Krügerrand auf den Markt. Zuletzt wer der Anlagemarkt für Silber Bullion trotz niedriger Preise regelrecht eingebrochen. Die starke Gold Nachfrage der Zentralbanken ( Rußland, Türkei, China ) gab wohl den Investoren Anlass mittels ETFs Gold massiv auszustocken. Dabei ist es fraglich, ob die ETFs überhaupt physisches Material einlagern. Schließlich blieb das Nachfrageaufkommen bei den Schweizer Edelmetall Produzenten sehr niedrig.

Aber zurück zu deiner Theorie bzw. Vermutung, dass Heubach auf Grund bestimmter Lieferketten bei Bullion günstigere Preise als die Mitbewerber machen kann: Wenn dem so wäre frage ich mich, weswegen er in seinem letzten Newsletter das folgende schreibt:

Bild

Ich meine, dass es sich dabei nicht um Panikmache zwecks Werbung handelt sondern Heubach ehrlich auf Engpässe und Lieferschwierigkeiten hingewiesen hat. Es ist nun mal so, dass Niemand Ware unter Wert verkaufen wird. Dass ein Rücksetzer von über 2,50 Euro in nur einer Woche vom physischen Markt in der Preisgestaltung abgebildet werden kann verdanken wir wohl eher den von mir ausgangs genannten Gründen. Eben den noch gut gehenden Geschäften mit Seminumismatik; sogen. Querkalkulation mit günstiger Bullionware und hochpreisiger Sammlerware. Da ist Heubach auch keine Ausnahme.
Mit meinem post möchte ich nicht darüber hinwegtäuschen, dass am Sammler-Markt einiges doch sehr verwundert. In USA hat es diese Woche ein Edelmetall Händler via Youtube ganz gut auf den Punkt gebracht: https://youtu.be/_ZsvbOq__bg

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 15.09.2019, 15:05

silvergypsy hat geschrieben:Ich meine, dass es sich dabei nicht um Panikmache zwecks Werbung handelt sondern Heubach ehrlich auf Engpässe und Lieferschwierigkeiten hingewiesen hat. Es ist nun mal so, dass Niemand Ware unter Wert verkaufen wird. Dass ein Rücksetzer von über 2,50 Euro in nur einer Woche vom physischen Markt in der Preisgestaltung abgebildet werden kann verdanken wir wohl eher den von mir ausgangs genannten Gründen. Eben den noch gut gehenden Geschäften mit Seminumismatik; sogen. Querkalkulation mit günstiger Bullionware und hochpreisiger Sammlerware. Da ist Heubach auch keine Ausnahme.


Der Händler hat einen Preis, den er bei der Mint oder bei der Landesbank bezahlt und einen Preis wie der die Münze an seine Kunden verkauft. Die Differenz zwischen diesen beiden Preisen ist der Rohaufschlag des Händlers.

Ob die Kurse sinken oder steigen spielt dabei keine Rolle.

Ein Händler lebt vom Handel. Wenn er nicht mehr handelt beraubt er sich seiner Existenzgrundlage.

Um mit dem Handel Geld zu verdienen, ist es unerheblich, zu welchem Preis er die Lagerware eingekauft hat.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:

1.) der Händler verkauft Ware, die er nicht im Bestand hat (daher Lieferzeiten). Er verkauft die Ware zu einem Preis X und ordert sie zu einem Preis Y bei der Mint oder der Landesbank. Da X größer ist als Y verdient er auch zum gesunkenen Kurs Geld mit dem Verkauf.

2.) der Händler verkauft Ware, die er am Lager hat. Nehmen wir mal an, ein Händler hat 10.000 Oz am Lager, die er für 19 € gekauft hatte und eigentlich für 19,80 € verkaufen wollte. Nun fällt der Kurs um 2 €. Er verkauft nun 5.000 dieser Unzen zu 17,80 und ordert gleichzeitig diese 5.000 Unzen für 17 € wieder nach.

Er hat also nachher denselben Bestand wie vorher und hat mit dem Verkauf der 5.000 Unzen dennoch 4.000 € verdient. Die anderen 5.000 Oz sind aber auch im Wert um 2 € gesunken, nur verdient hat er am Verkauf nichts.

Durch steigende oder sinkende Kurse ändert sich vordergründig der Wert des Lagerbestandes, aber am Verkauf wird immer verdient.

Wenn ein Händler clever taktiert und bei niedrigen Kursen die Bestände vergrößert und sie bei Hohen Kursen wieder verkleinert, kann er das noch optimieren.

lifesgood


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