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Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Allgemeine Themen wie Kurse, Wirtschaft und Politik, Lagerung, (Steuer-)Rechtliches, Finanzen, Immobilien etc.

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lifesgood
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 15.10.2018, 17:25

Ric III hat geschrieben:
Grandmaster hat geschrieben:
Hornblower hat geschrieben:Anlage in Silber ist differenziert zu sehen.
Da gibts die reinen Bullion - hier ist der Inflationsschutz bzw Katastrophenschutz vorrangig [...]

q.e.d.

Grandmaster hat geschrieben:Das ist der Fehler, den viele Neueinsteiger machen. Die sind...usw, usw....


Silber hat seit dem letzten Hoch von 2011 grob 60% verloren. Selbst wer in Abschnitten (Cost-Average) die letzten 7 Jahre gekauft hat, hat stand heute nur Verluste eingefahren. Für viele dieser Käufer müsste Silber im hohen zweistelligen, für manche sogar im dreistelligen Prozentbereich steigen, um überhaupt wieder bei +-0 raus zu kommen. Da dann noch von einem zusätzlichen Inflationsausgleich zu reden...


Stimmt! Es gab in der Tat Leute welche just im Frühjahr 11 eingestigen sind. Ich habe da sogar den einen oder anderen Verdacht. :mrgreen:


... wenn sonst keine Argumente mehr greifen, müssen wieder die Doofen, die am Top 2011 gekauft haben als Beispiel herhalten.

Cost-Average, wenn man nicht eine fixe Stückzahl, sondern für einen fixen Betrag kauft, ist nicht zu unterschätzen. Denn man kauft zu günstigen Preisen deutlich mehr Stück als zu teuren Preisen.

Ich will es mal an einer einfachen Beispielrechnung verdeutlichen.

Kauft jemand immer dieselbe Unzenzahl, einmal zu 10 €, einmal zu 20 € und einmal zu 30 €, hat er einen Durchschnittspreis von 20 €.

Kauft er jedoch immer für einen fixen Betrag (ich nehme mal 60 € weil es sich leichter rechnen läßt), kauft er zu 10 € 6 Stück, zu 20 € noch 3 Stück und zu 30 € dann 2 Stück. Somit hat er für 11 Stück dann 180 € bezahlt und damit einen Durchschnittspreis von 16,36 €.

Wenn nun jemand nicht gerade am Hoch 2011 angefangen hat, sondern 2005, dann hatte er auch lange Jahre unter den aktuellen Kursen und damit wohl auch einen Durchschnittspreis der irgendwo leicht unter den aktuellen Preisen liegt. Das jetzt für die 13 Jahre mit den jeweiligen Monatskursen durchzurechnen ist mir aber zu mühsam.

War er clever und hat bei der Übertreibung auch mal was abgegeben, hat er auf seinem Silberkonto tiefschwarze Zahlen ;)

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Ric III » 15.10.2018, 17:31

Wird eventuell erstaunen, aber mit Bullion bin ich im Großen und Ganzen durch.

Mag sein daß ich irgenwo mal über ein Zweitmarkttübchen stolpere welches kleben bleibt oder sich beim Au tafeln ein paar Beifanglinge zu mir flüchten.

Barren(in der Regel Zweitmarkt)/Münzbarren und eben Junk langt mir für weiteren Masseaufbau.

Aktuell geht aber sogar das nur moderat (Immoerwerb).
Um dem Prinzip Aktion-Reaktion treu zu bleiben sei darauf hingewiesen daß der Edelmetallhandel mit Hypokriten nicht meinem Standart entspricht und somit unerwünscht ist.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 15.10.2018, 17:37

... ich bin mit Anlagesilber generell durch. Einzig die Queens-Beast-Serie ziehe ich noch durch bis die Serie komplett ist, ansonsten nur noch Dinge an denen ich Freude habe und die nicht für einen späteren Verkauf gedacht sind.

Sollten jedoch die hier offensichtlich als fast sicher angesehenen 10 € pro Unze noch kommen, würde ich nochmal heftigst kaufen smilie_20

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Ric III » 15.10.2018, 17:48

lifesgood hat geschrieben:Sollten jedoch die hier offensichtlich als fast sicher angesehenen 10 € pro Unze noch kommen, würde ich nochmal heftigst kaufen


Die waren doch bereits Ende der vorletzten Woche sicher..... ach nee.....da sind die 14$/12€ unterschritten worden. smilie_02
Um dem Prinzip Aktion-Reaktion treu zu bleiben sei darauf hingewiesen daß der Edelmetallhandel mit Hypokriten nicht meinem Standart entspricht und somit unerwünscht ist.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon PB350 » 15.10.2018, 23:16

libelle hat geschrieben:Interessant wäre ja mal zu wissen, was denn der eine oder andere Unser als Alternative zum Silber als Wertspeicher empfehlen würde.
In was soll denn bitte derzeit ein potenzieller Anlager, eine vier oder fünfstellige Summe investieren, wenn er in 10 oder 20 Jahren wieder verkaufen möchte.
Das ist die Frage die beantwortet werden muss, wenn man der Meinung ist, dass Silber aktuell noch zu teuer ist.


Ich würde immer in verschiedene Anlageklassen streuen. Mir sind beispielsweise laufende und möglichst passive Einnahmen sehr wichtig, weil ich von ihnen leben möchte. Edelmetalle sind zur weiteren Vermögenstreuung und -absicherung ganz nett, aber sie erwirtschaften nun einmal nichts. :wink:

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Nappo
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Nappo » 16.10.2018, 09:21

Der immer wieder feuchte Tagtraum eines Jeden von der sagenhaften Rendite. Seit Beginn meiner beruflichen Tätigkeiten, habe ich mit Zahlen zu tun. Rote, schwarze, versteckte, falsche ....

Renditen jedoch, sind eine recht selten anzutreffende Spezies. Tatsächlich sind sie, wie das Monster von Loch Ness. Gesehen haben es schon viele. Drauf geritten ist noch keiner.

Sie mögen für Manche (!) durchaus erzielbar und wichtig sein. Für die Meisten ist es nur ein Wort. Und mit den Meisten, meine ich die Mehrheit der Bevölkerung:

Dazu einige Beispiele aus der Praxis:

1. Ein Freund beschäftigte sich zur gleichen Zeit mit Edelmetallen, als ich damit anfing. Das ist nicht sonderlich lange her. Dreimal darf geraten werden: Zu Zeiten der Höchststände. Während er sich damit beschäftigte, begann ich zu kaufen.

Kurzfassung des Ergebnisses: Er beschäftigt sich noch heute mit vielen Dingen. Auch mit Edelmetallen. Gekauft hat er nicht.
Ich beschäftigte mich ebenfalls damit UND kaufte. Was heißt das für den Mathematiker?

Er: Hat NIX!
Ich: Habe höhere Durchschnittskaufpreise als der heutige Kurs. Aber habe was!
Frage: Wer hat mehr?


2. Vor über fünfundzwanzig Jahren unterhielt ich mich mit einem Freund. Damals war ich noch als Versicherungsfuzzi unterwegs. Trotzdem habe ich diesen Freund heute noch! ... ;-)
Er: Hatte NIX
Ich: Hatte auch nicht viel mehr ;-)
Er: Ach, das lohnt sich doch nicht, für 50 DM irgendetwas abzuschließen.
Ich: Man muss eben klein anfangen

Kurzfassung des Ergebnisses:
Er hat heute als Rentner immer noch NIX! Und mit NIX meine ich NIX !
Ich habe - trotz einiger Anschläge auf mich - immerhin etwas. Sei es, dass es zwei Oldtimer sind oder eben etwas EM oder eben ein klein wenig woanders.

Rendite? Eher nicht. Aber etwas, das mir heute zur Verfügung steht!


3. Nehmen wir als letztes ein anderes Beispiel, das klassisch dafür ist, immer wieder auf die "fehlende Rendite" hingewiesen zu werden.

Die gesetzliche Rentenversicherung.

Diesen Fehler begehen heute noch viele Versicherungsmakler, welche vorwiegend kleine Selbständige darauf hinweisen, dass sie nun nicht mehr freiwillige Beiträge in die ges. RV zahlen sollen, sondern in privat abgeschlossene Verträge (welche auch immer) investieren mögen.

Renditetechnisch stimmt das. Selbst der schlechteste Vertrag dürfte mehr abwerfen, als die regelmäßige und teure Zahlung in die ges. RV, um eine Rente von X zu erlangen.


Wie sieht die Praxis aus?

1. Heute sitzen - im Rahmen meiner Tätigkeit - viele dieser kleinen Selbständigen vor mir und geben zu: "Ich habe die Beitragszahlung in die ges. RV aufgegeben, aber tatsächlich blieb es nur bei der Absicht, anders vor zu sorgen.

Das sind die ganz extremen Fälle...

2. Die anderen sitzen vor mir, oder ich habe es in der Praxis bei ihnen selbst gesichtet, und haben tatsächlich anderweitig vorgesorgt. Zumindest eine Zeit lang. Dann aber kam etwas dazwischen...

- Entweder wurden die Verträge vorzeitig gekündigt (Versicherungen kündigt man immer als Erstes)
- Oder sie wurden beliehen
- Oder sie sind abgetreten

Aber in den allermeisten Fällen sind sie absolut unzureichend und haben das Wort "Versorgung" nicht annähernd verdient...

Rendite bei der gesetzlichen Rentenversicherung? Die taugt zwar immer noch nichts, aber das interessiert doch gar keinen Rentner heutzutage. Der ist froh, wenn er sein Auskommen über eben diese Art des Einkommens hat! Darauf kommt es ihm an! Der rechnet nicht nach, was er einbezahlt hat, oder was er anderweitig hätte bekommen können, wenn die RENDITE besser gewesen wäre. Der rechnet nach, ob es heute zum Leben reicht und - ja! - er freut sich, wenn es so ist!

Rendite ist und bleibt ein meist unerfüllter Traum des Kleinsparers. Es geht nicht darum, etwas unter oder über 10 € zu kaufen. Es geht heutzutage darum, dass jemand überhaupt etwas kaufen KANN und es letztlich dann auch tatsächlich TUT.

Wenn er dann etwas billiger hat kaufen können, als er es verkauft, dann ist das ein erfreuliches Ergebnis. Nicht mehr. Nicht weniger.

Und selbst, wenn all die selbsterkorenen Spezialisten sich mal hinsetzten und kaufmännisch nachrechnen würden, kämen auch diese kaum - wenn überhaupt - auf eine Rendite, die man als Nennenswert bezeichnen könnte, denn im Verkauf muss ich einkalkulieren:

- Kann ich tatsächlich dem Händler meinen ganzen Block verkaufen und habe immer noch Rendite gemacht? Eher nicht...

Also ergibt sich daraus:

- Wieviel Zeitstunden benötige ich, mein EM auf dem Zweitmarkt anzubieten? Stundensatz?
- Wo biete ich überall an und wie hoch sind die Verkaufsgebühren?
- Was kostet mich die Verpackung und das Material?
- Was kostet mich die Zeitstunde, beim Verpacken und versenden per Post. Hinweg/Rückweg/Zeitaufwand
- Habe ich Reklamationen und wie gehe ich damit um? Zeitaufwand?
- Wie lange dauert der ganze Vorgang an sich, um möglichst viel erzielen zu können?
- Biete ich jede Münze einzeln an? Und wie manage ich das, bei einigen tausend Unzen?


Mich erstaunt immer wieder, dass viele nur von Rendite reden. Rendite von was? 10% Rendite sind viel. Von was? Von meinem Apfelbaum auf der Wiese nebenan, oder der Lackdicke meines Autos?

Von welchen Grundwerten wird ausgegangen? In einem Forum wird immer so getan, als hätten die Meisten hier Hunderttausende im Keller rum liegen. Das mag bei 4% der Fälle so sein. Die anderen 96% jedoch, werden da eher hinter dem Computer etwas kleiner und brauchen vieeeel Zeit, um zu einem erkläklichen Vermögen zu kommen. Das ist auch nicht schlimm und ganz normal so.

Im Zuge von Niedrigzinsen, Inflation und einer Politikerkaste, die von sich behaupten müsste, dass der Bildungsnotstand bei ihnen voll Einzug gehalten hat, ist das mit der Rendite genauso wie mit der Sicherheit: Sie wird schnell zum Wunschdenken.

Deshalb rate ich meinen Klienten immer: Der "Vierzig-Euro-Schein" im Monat, wird Dir keine Rendite bringen. Aber nach schon einem Jahr, kannst Du Dir Deine kaputte Waschmaschine durch eine Neue aus dem Angebot ersetzen. Du kannst etwas realisieren, das für viele Millionen Menschen in Deutschland mittlerweile schon einer Katastrophe gleich kommt.

So, jetzt dürft Ihr Euch über meine exotische Ansicht über Traum und Wirklichkeit aufregen ... :D

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon libelle » 16.10.2018, 09:30

Nappo hat geschrieben:Er: Hat NIX!
Ich: Habe höhere Durchschnittskaufpreise als der heutige Kurs. Aber habe was!
Frage: Wer hat mehr?

So, jetzt dürft Ihr Euch über meine exotische Ansicht über Traum und Wirklichkeit aufregen ... :D




Warum sollte man sich aufregen ist doch nett umschreiben smilie_01

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 16.10.2018, 10:46

Nappo smilie_01

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon trepid » 16.10.2018, 11:33

Analyse von Clive Maund vor einem Monat:
trepid hat geschrieben:Hier dazu zwei Artikel von Clive Maund und von zerohedge:

https://www.clivemaund.com/article.php?id=4744

https://www.zerohedge.com/news/2018-09- ... rt-squeeze


Update:
https://www.gold-eagle.com/article/gold ... phase-over

Ich finde den Vergleich mit 2008 interessant:
Of course, it’s not hard to see why the PM sector might do the opposite to what it did back in 2008 when the market crashed, and it nosedived too. There are two very big differences this time. One is that, before the 2008 crash, the PM sector was actually quite elevated. That is in marked contrast to now where it is beaten into the ground with sentiment in the basement – basically it is so unloved and neglected that the only way is up. The other big difference between now and 2008 is that while a major asset liquidation cycle will result in a flight to cash that could drive the dollar significantly higher...


Alles hier schön bullish, bin gespannt ob etwas rauskommt.

(und hier für Silver:
https://www.silverdoctors.com/silver/si ... is-coming/)

Viele Grüße,
Trepid
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Grandmaster » 16.10.2018, 12:01

Nappo hat geschrieben:
1. Ein Freund beschäftigte sich zur gleichen Zeit mit Edelmetallen, als ich damit anfing. Das ist nicht sonderlich lange her. Dreimal darf geraten werden: Zu Zeiten der Höchststände. Während er sich damit beschäftigte, begann ich zu kaufen.

Kurzfassung des Ergebnisses: Er beschäftigt sich noch heute mit vielen Dingen. Auch mit Edelmetallen. Gekauft hat er nicht.
Ich beschäftigte mich ebenfalls damit UND kaufte. Was heißt das für den Mathematiker?

Er: Hat NIX!
Ich: Habe höhere Durchschnittskaufpreise als der heutige Kurs. Aber habe was!
Frage: Wer hat mehr?


Mehr an was? Silber? Erfahrung?

Zumindest habt ihr beide an Erfahrung gewonnen. Jeder auf seine Weise.

Wenn der Freund das gleiche Geld, was du zu Höchstzeiten in Silber gesteckt hast, jetzt aktuell in Silber stecken würde, hätte er danach wahrscheinlich die doppelte Menge an Silber. Wer weiß, vielleicht macht er es ja jetzt, wenn er sieht, wie viel mehr an Edelmetall im Vergleich zu dir er für die gleiche Summe bekommen kann. Das wäre evtl. eine Kaufentscheidung. Zumindest wird er ein gutes Gefühl dabei haben.

Geht aber auch andersrum. Wenn andauernd jemand damit prahlt, dass er Zentnerweise Silber zu Hause liegen hat, was er vor Jahren für durchschnittlich 6-7€/oz gekauft hat, hätte man nicht wirklich Lust, aktuell Silber für 15-16€/oz zu kaufen.

Fazit: Man kann sich alles schön reden. Ist nur eine Frage der Verpackung.
Die Berühmtheit manches Zeitgenossen ist unmittelbar mit der Dummheit seiner Bewunderer verbunden.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 16.10.2018, 12:22

Ich denke, Du hast den Tenor der Aussage von Nappo nicht verstanden, denn die entscheidende Frage ist, wäre das Geld noch da?

Ich kann nur von mir ausgehen, Geld das in Edelmetallen steckt, wird nicht so leicht ausgegeben, wie Geld das bar oder auf dem Konto rumliegt.

Ich persönlich neige schon dazu "leichtsinnig" zu werden, wenn die Liquidität zu groß wird und erwische mich dann selbst dabei, bei mobile.de oder so nach Spielzeugen zu suchen ... ;)

Grandmaster hat geschrieben:Geht aber auch andersrum. Wenn andauernd jemand damit prahlt, dass er Zentnerweise Silber zu Hause liegen hat, was er vor Jahren für durchschnittlich 6-7€/oz gekauft hat, hätte man nicht wirklich Lust, aktuell Silber für 15-16€/oz zu kaufen.


Das ist die Frage. Wäre diese Aussage richtig, gäbe es hier nicht so viele User, die 2011 zu Preisen über 30 € gekauft haben. Denn 3 Jahre vorher gab´s die Unze noch für 1/3 des Preises.

Wer etwas kauft, kauft ja die Zukunft und nicht die Vergangenheit. Je nachdem wie man die Zukunftsperspektive einschätzt, kann auch ein teurer Kauf gewinnversprechend sein.

Rechnet man jedoch mit niedrigeren Kursen, wartet man ab.

lifesgood
Zuletzt geändert von lifesgood am 16.10.2018, 12:28, insgesamt 1-mal geändert.

Panik95
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon Panik95 » 16.10.2018, 12:23

@Nappo
Wenn ich mir über die Bezahlung einer kaputten Waschmaschine Gedanken machen muß habe ich alles falsch gemacht.
Dein Freund der nix hat,hat zuviel Konsum betrieben und die Vorsorge vergessen.
Vorsorge auch mit kleinsten Beträgen führt früher oder später zu einem besseren Leben.
Das eigene Geld für sich arbeiten zu lassen ist die einfachste Form es zu vermehren.In früheren Jahren war das risikolos möglich(Bundesschatzbriefe,Finanzierungsschätze,Bausparverträge,624DM Gesetz usw.).
Das Ergebnis war Geldvermehrung durch Zinsen( Rendite).
Heute geht das nicht mehr ohne Risiko,die neuen Anlagen Immobilien,Aktien,Edelmetalle haben die sicheren Anlagen abgelöst.
Ich kann jeden Monat 50,100 oder 200€ auf das Sparbuch bringen,bei aktuell 0,01% reicht es beim Renteneintritt nicht mal aus um das Rentenloch zu stopfen.
Wenn ich ein sorgenfreies Leben führen will muß ich Vorsorge betreiben,Risiko eingehen und Gewinn erwirtschaften,d.h. Rendite erzielen.
Wer mtl. 200€ aufs Sparbuch stellt bekommt nach 50 Jahren 120300€ ausbezahlt,bei einer gesunden Aktienanlage mit 4% Rendite sind es 374339€
Auch Edelmetalle müssen Rendite bringen,in Form von Kurssteigerungen.
Den Kopf in den Sand stecken und gar nichts machen ist natürlich der schlechteste Weg.
Ich möchte am Ende meine Frau gut versorgt zurücklassen und mein Grabstein sollte bar bezahlt sein.

libelle
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon libelle » 16.10.2018, 13:22

jab2 hat geschrieben:
Vielmehr ist also die Frage relevant warum und wann Silber selbst eigentlich die Anlagealternative zu allen anderen Möglichkeiten ist, wenn man darauf eine Klare Antwort für sich findet ist man schon einen deutlichen schritt weitergekommen . Zb die Antworten auf die Frage ``was genau erhofft man sich mit dieser Silberanlage genau zu erreichen`` und was tut man wenn dieses erreicht wurde !



Für mich ist die Sache ganz klar! Statistisch gesehen habe ich seit Anfang meiner ersten Investition in EM ca. 40 Jahre Zeit um die Höhen und Tiefen der Kurse abzugreifen.
Meine Hoffnung, das Zeug dennoch niemals aus der Not heraus verkaufen zu müssen schwingt zusätzlich als Plan B immer auch noch mit. Ich vererbe auch gerne etwas weiter, wenn es mir doch sonst an nichts Materiellem im Leben gefehlt hat. :wink:

Um noch einmal einen anderen Punkt aufzugreifen....

Wer hier fallende Kurse als negativ empfindet hat in der Regel schon seine Einkäufe in ausreichendem Umfang getätigt.
Da lässt es sich auch denken, dass von da ab an dann nur eine Richtung wünschenswert ist.

Mir ist es relativ egal ob der Kurs nun nach oben oder nach unten geht, Hauptsache er bewegt sich und um so heftiger um so besser.

Ein „Problem“ mit einem sehr niedrigen Kurs hätte ich also nur dann, wenn ich unerwartet aus irgendwelchen Gründen zwingend verkaufen müsste. Das ist für mich auch der einzige Grund, warum ich nicht weit mehr Kohle in Silber investiere. Hat also nicht mit meiner grundsätzlichen positiven Haltung zu Silber zu tun.

Und dass ich auf mehrere Jahrzehnte plane ist für mich, wie für viele andere Anleger sicherlich auch, gezielt so gesetzt, spiegelt dieser Zeitraum doch unsere Rentenzeit wider.

Dass manch anderer User das nicht so gelassen sieht, kann ich ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen. Wäre also mal ganz interessant zu wissen, woher die Unsicherheit/ Unzufriedenheit eigentlich kommt?
Im Grunde können es ja nur unerfüllte Erwartungen sein, die dazu führen.
Und dann muss ich mich natürlich fragen, ob man sich denn nicht im Vorfeld auch Gedanken gemacht hat wie man mit der Situation umgeht, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden. Das ist doch wichtig zu wissen, ob einem Buchverluste auch über Jahre hinweg Bauchschmerzen bereiten oder nicht.

jab2
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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon jab2 » 16.10.2018, 14:34

8)
Zuletzt geändert von jab2 am 18.10.2018, 21:13, insgesamt 17-mal geändert.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon jab2 » 16.10.2018, 14:57

@ Libelle
sehr gutes Posting
Zuletzt geändert von jab2 am 18.10.2018, 21:13, insgesamt 1-mal geändert.


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