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Crash Time? - Teil 2

Allgemeine Themen wie Kurse, Wirtschaft und Politik, Lagerung, (Steuer-)Rechtliches, Finanzen, Immobilien etc.

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lifesgood
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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon lifesgood » 18.02.2020, 10:00

Na zum Thema Crash Time braucht man sich ja nur die Entwicklung des Euro zum Dollar in den letzten Tagen ansehen smilie_08

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Bumerang
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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Bumerang » 18.02.2020, 14:34

PB350 hat geschrieben:
Silber ist alles andere als knapp, genau wie Erdöl. Ansonsten würde der Preis viel höher sein. Eine einfache Sache von Angebot und Nachfrage. 

Allein schon das pauschale Abwerten aller anderen Deutschen, obwohl du es bist, der mit sich selbst ein Problem zu haben scheint. 


Gestern wieder den Fehler gemacht und „hart aber fair“ geschaut, so um die 15 Minuten.

Ich zitiere mal John Doe Silver als Zusammenfassung.

„Realität nimmt auf die deutsche Ignoranz keine Rücksicht“.

Ich sage, Ignoranz ist es nicht mehr, es ist schlichte DUMMHEIT! Das ist leider kein Abwerten, sondern traurige Feststellung.

Der Welt geht am Ars… vorbei, was wir machen und denken! Wir schließen moderne Kohlkraftwerke und bauen keine Neuen, aber die Welt plant weitere Tausende. Wie dumm ist das denn?

Plasberg sagte ernsthaft und ihm wurde sogar zugestimmt, wenn das Fleisch durch Steuern teurer wird, wird weniger produziert, weil man weniger kauft.

Wie unterbelichtet kann man sein?

VWL Grundkurs

Preis durch Steuern geht hoch, Nachfrage geht zurück, Preis geht zurück, Nachfrage steigt wieder. Dabei geht die Marge zurück, Kosten werden gesenkt!!!, Preise gehen weiter runter, denn mehr Umsatz ist nötig, um die Marge vor der Steuererhöhung zu erreichen.

Ergebnis: Noch mehr Hühner in einer Batterie, noch enger Käfige für Schweine. Oder noch mehr Schweine/Fleisch aus dem Ausland.

Produkte bleiben nicht liegen in einer globalen Wirtschaft, nur weil die Deutschen sie nicht konsumieren!

Bei 1,5 Mio. Tafelgänger (2017), von „höheren gerechteren Preisen“ dummzuschwätzen ist die zweite Perle der „logischen“ Schlussfolgerungen. Ekelhaft diese Überheblichkeit. Diese o.g. Menschen haben ihren persönlichen Crash seit Jahren.

https://www.tafel.de/presse/zahlen-fakten/

Wer demnächst deswegen weniger Fleisch kaufen kann, wird sich demnächst dazu stellen.

 

Öl ist billig PB350? Frag dich mal, wo der Ölpreis stünde, wenn die Amis uns im Westen die Nachfrage durch die „Demokratisierung“ des Orients nicht erleichtern würden! Dabei ist Öl nicht das größte Problem, sondern die Nahrungsmittel!

Man kann die Bevölkerung nicht mit Müsli, Obst und Gemüse satt bekommen, da können die Vegetarier nur von Träumen. Oder sich davor hüten, falls die Mehrheit ihnen folgt!

Gemüse und Obst sind TEUERER als Fleisch, bei nur einem Bruchteil der Kalorien. Wenn alle plötzlich mehr Obst und Gemüse kaufen, schießt der Preis durch die Decke. Dann bleiben vielen Kindern nur noch „Fruchtzwerge“ als Alternative übrig.

Die Umwelt leidet darunter, mindestens wie durch den Fleischkonsum. Oder glaubst du, Obst und Gemüse kommen von blühenden Bio-Landschaften? Sie werden in Gewächshäusern oder industriell mit Pestiziden und hohem Wasserverbrauch als Monokultur gezüchtet.

Du kannst dir ausrechen, was passiert, wenn die „dekadenten Unterschicht“ statt 100g Bratwurst (375kcal) für 0,50€ ca. 6 Salatgurken für 8€, oder 1,5 kg Auberginen für 4,50€ oder 700g Äpfel für immerhin 1,50€ kaufen muss um auf die 375 kcal  zu kommen, wenn sie die Kartoffeln nach ‚ner Woche satt hat. Die Grünen können einfach nicht rechnen.

https://www.foodspring.de/kalorientabelle

Aber vielleicht sollen wir so werden wie die fetten Amis und uns von Zucker ernähren. Da reichen 100g, die nur 0,07€ kosten!   

Ich könnte das beliebig fortsetzen.

 

FAZIT: Wir sind zu Viele. Das ist die bittere Pille, die keiner Wahrhaben will.

 

Also gibt es zwei Szenarien.

Wir vergiften uns mit immer mehr Dreck und sterben, danach tritt der Crash für die Überlebenden ein, da unser Wirtschaftssystem ohne Wachstum nicht funktioniert. Das kümmert uns dann nicht mehr, weil wir im Himmel Vollpension haben. Hoffentlich.

Oder

Wir starten (mehr) Kriege, weil wir uns nicht vergiften wollen und deshalb die gesunde Nahrung der anderen klauen müssen. Die Wirtschaft bricht aber trotzdem ein, weil niemand mehr unsere T-Shirts nähen und unsere Avocados pflücken kann, aber wir haben überlebt. Jetzt begreifst du vielleicht, was Köhler mit den „Interessen am Hindukusch“ meinte.

Danach starten wir vielleicht ein nachhaltiges Wirtschaftssystem. Oder auch nicht.

 

Was man in dem Kontext mit Aktien machen will, leuchtet mir nicht so Recht ein, egal wie oft ich in den MSM und Internet dazu aufgefordert werde, damit „das Beste für meine Zukunft“ zu machen.

Och neeeeeeeee, ne lass mal, ich bin da nicht so für, 

 

PS Elektroauto gekauft ohne Haus/Garage?

https://www.n-tv.de/auto/Ladepreis-Scho ... 23851.html

 PS Bitte nicht ganze Konversationen zitieren! Mit dem Smartphone ist das nicht mehr lesbar.

PPS Turnbeutelvergeser, ich habe mir gerade Crasheis aus'm Kühlschrank geholt. It's Crashtime, on the Rocks.

 

 

 
Gruß

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gorbi73
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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon gorbi73 » 18.02.2020, 16:56

Kurzer Einwurf:
Der Kollege Struck wollte seinerzeit die freiheitlich-demokratische Grundordnung am Hindukusch verteidigen (lassen). Das war letztendlich auch der entscheidende Ausschlag mein Engagement bei diesem Sicherheitsdienstleistungsunternehmen nicht mehr zu verlängern. Eine meiner besten Entscheidungen...

Aber ansonsten einer der wertvollsten Beiträge in diesem Laden. Chapeau smilie_01
Bevor ich mich drüber aufrege ist es mir lieber wurscht.

Früher war alles anders. Da waren sogar die Gummistiefel noch aus Holz.

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derleichte
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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon derleichte » 18.02.2020, 19:26

lifesgood hat geschrieben:... ich hatte erst im Sommer begonnen, als Mittel frei waren.

Das erste mal hatte ich die NEL in zwei Tranchen zu 0,725 € gekauft, aktuell steht sie bei 1,17 €. Das sind 44,5 Cent mehr, macht bei 15.000 St. 6.675 €. Da bin ich momentan noch drüber und selbst, wenn es nicht so wäre, wäre ich mit dem realisierten Gewinn zufrieden.

Mensch Leute, verschiedene Voraussetzungen verlangen unterschiedliche Vorgehensweisen.

Wenn ein junger Mensch über Jahrzehnte fürs Alter anspart und monatlich einen gewissen Betrag reinsteckt, bin ich da vollkommen bei Euch. Buy and Hold und CostAverage-Effekt nutzen.

Aber wenn ein alter Sack, der sich schon teilweise aus dem Berufsleben verabschiedet, gerade mal ein paar Euro übrig hat und nicht für 0 Zins dem Bail in-Risiko aussetzen möchte, muss der anders agieren. Gerade wenn sich die Aktienmärkte zu diesem Zeitpunkt an den Hochs befinden.

Ich brauche keine langfristige, renditeoptimierte Anlagestrategie mehr, bei der ich möglicherweise über einen längeren Zeitraum aussitzen muss. Ich will nur ein wenig kurzfristige Rendite generieren. Und so geht es, wie ich aus verschiedenen PNs weiss, nicht nur mir. Da gibt es einige, die Geld nur zwischenparken möchten, weil sie z.B. eine Immo-Anschaffung überlegen, oder in ein, zwei Jahren ein neues Auto gekauft werden soll, wo man zu einem bestimmten Zeitpunkt auch das Geld wieder braucht und eben nicht die Zeit hat auszusitzen, wenn die Kurse gerade nicht passen.

Okay, ganz konkret, ich habe im Sommer eine abgeschriebene, frei gewordene kleinere Immo verkauft, weil eine Renovierung und Neuvermietung keinen Sinn gemacht hätte. Eine EM-Anlage hätte meinen ohnehin schon zu hohen EM-Anteil weiter erhöht. Daher dachte ich mir, versuch doch einfach, die entgangene Mietrendite an der Börse zu generieren.

Nun seit Sommer letzten Jahre mache ich das. An realisierten Gewinnen habe ich bisher 1,5 Jahresmieten und wenn alle meine Stopp-Loss-Limits ausgelöst würden, bliebe nochmal eine halbe Jahresmiete. Also 2 Jahresmieten habe ich auf 8 Monate schon save und hinzu kommt, dass ich die Mieten mit dem Spitzensteuersatz (42% + Soli + Kirchensteuer) hätte versteuern müssen, die Börsengewinne aber nur mit dem Abschlagssteuersatz von 25% + Soli + Kirchensteuer. Das erhöht die Nettorendite zusätzlich.

Mein Ziel war nicht den Markt zu schlagen (auch wenn mir das unterstellt wird), sondern mit möglichst geringem Risiko die Mietrendite zu erreichen. Ich bin mehr als zufrieden.

Den Ehrgeiz ein großes Vermögen zu machen habe ich nicht. Ich will nur gut leben und dafür reicht mir das, was ich habe. Die Zeiten, dass ich des Geldes wegen auf Freizeit und Lebensqualität verzichtet habe waren lang, sind aber endgültig vorbei.

lifesgood


8) NEL ASA habe ich aktuell zum 3x bei aktuell 1,244€ auch wieder gut im Plus.
Aktien sind für mich als Absicherung unwichtig, eher wie ein Spiel an einem Automaten in einer Kneipe,
mit etwas mehr Knöpfen.
Ich drück den richtigen Knopf, und der Rest oder Gewinn kommt wieder raus.

Ich kann gerade nicht so gut tippen,Arm gebrochen :shock: habe auch gefährliche Hobbys smilie_08
Einer der prominentesten Gegner von Gold ist der US-Kult-Investor Warren Buffett. Menschen würden das Edelmetall in entlegenen Weltregionen aufwendig aus der Erde buddeln, um es dann Tausende Kilometer entfernt wieder in Tresoren unter der Erde zu verstecken. Vor allem aber sei es unproduktiv und bringe keine laufenden Erträge :mrgreen:

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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon lifesgood » 18.02.2020, 19:52

... da wir uns im selben Lebensabschnitt befinden, ticken wir ähnlich smilie_01

Großartig was aufbauen, müssen wir nicht mehr.

Gute Besserung!

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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon MaciejP » 18.02.2020, 20:26

John Doe Silver hat geschrieben:In ein paar Jahren dürfte nur noch zählen das du Edelmetalle hast nicht das die Unze 15 oder 25 Euro gekostet hat. Was spielt das in diesem Fiat System überhaupt für eine Rolle? Fiat Systeme haben 100% Scheiterrate.

Es spielt sogar eine ganz entscheidende Rolle. Schau dir mal an, wie lange dieses Fiat-System nun schon existiert. Immer wieder mal mit kleineren Crashs hier und da, als Gesamtsystem aber erstaunlich robust. Wie lange existiert der Dollar nun bereits? Wie lange das Britische Pfund, obwohl Großbritannien seine Vormachtstellung in der Welt schon lange verloren hat? Für den einzelnen Anleger, der finanziell in diesem System vielleicht zwei Generationen lang unterwegs ist, spielt der Kurs beim Einstieg und Ausstieg also eine wesentliche Rolle. Ganz besonders, wenn man Einwohner eines der stabilsten Kernländer im System ist.

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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Bumerang » 18.02.2020, 21:40

gorbi73 hat geschrieben:Kurzer Einwurf:
Der Kollege Struck wollte seinerzeit die freiheitlich-demokratische Grundordnung am Hindukusch verteidigen (lassen). ...

Aber ansonsten einer der wertvollsten Beiträge in diesem Laden. Chapeau smilie_01


Danke für die Korrektur und die Wertschätzung.

Köhler wollte die Handelswege militärisch verteidigen. Etwas zu konkret die Aussage, deshalb musste er zurücktreten.

Trauriges Schauspiel..
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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon lifesgood » 18.02.2020, 21:56

Bumerang hat geschrieben:Köhler wollte die Handelswege militärisch verteidigen. Etwas zu konkret die Aussage, deshalb musste er zurücktreten.

Trauriges Schauspiel..


... wobei seinerzeit auch spekuliert wurde, ob Köhler nicht einen Grund zum Rücktritt provoziert hatte, weil die Merkel ihn zur Unterzeichnung des Euro-Rettungsfonds genötigt hatte ...

Die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren ...

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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon amabhuku » 19.02.2020, 10:01

lifesgood hat geschrieben:
... wobei seinerzeit auch spekuliert wurde, ob Köhler nicht einen Grund zum Rücktritt provoziert hatte, weil die Merkel ihn zur Unterzeichnung des Euro-Rettungsfonds genötigt hatte ...

Die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren ...

lifesgood


Vielleicht dann wenn die nächste "Wende" kommt.
Dann schreiben solche Kasparköpfe gern gefahrlos ein BUCH, in dem sie sich als DEN Widerstandskämpfer per se gerieren.
Also wartet er erst mal ab und verschlemmt die Steuergeld Pension......

An die Forenpolizei: Nur mal spekuliert, das darf man, braucht ihr nicht löschen, keine Gefahr.
:mrgreen:

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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Bumerang » 19.02.2020, 11:35

War das nicht Wulf? Er wollte doch auch irgendwas nicht unterschreiben, oder?

In Thüringen ist es nun Passiert.
CDUSPDFDPGRÜNELINKE rufen:

"Es lebe die Nationale Front, des demokratischen Deutschlands"

Aber national passt nich, also weg lassen.

Die AfD Anhänger können nun sagen, QED!



MaciejP hat geschrieben: Schau dir mal an, wie lange dieses Fiat-System nun schon existiert. Immer wieder mal mit kleineren Crashs hier und da, als Gesamtsystem aber erstaunlich robust. Wie lange existiert der Dollar nun bereits? Wie lange das Britische Pfund, obwohl Großbritannien seine Vormachtstellung in der Welt schon lange verloren hat?


Das absolute Fiatsystem existiert de jure seit 1971. De facto hat es bereits Anfang der des letzten Jahrhunderts begonnen.  In USA 1933 mit dem Goldverbot und Abwertung des Dollars von 20,67/OZ auf 35/OZ, im Kaiserreich 1910 mit dem Annahmezwang von Mark Noten, damals hat eine OZ 87 Mark gekostet, nach dem WWI dann endgültig inkl. Hyperinflation,  in GB 1930 de facto und de jure mit dem Sterlingblock, eine Art britisches Bretton Woods entstand.

 

Was aus dem Dollar und dem Pfund seit Aufgabe der Goldbindung geworden ist, mag man bezeichnen wie man will, nur stabil sollte man nicht als Attribut verwenden. Das Einzig stabile ist der Name.

Während man 1910 für ziemlich genau 87 Goldmark (was dem durchschnittlichen Monatslohn entsprach) eine OZ Gold bekam (Kurs von 4,2 zum Dollar), bekommt man heute für die OZ 1500€ bzw. 1600$. In beiden Fällen ist das grob die Hälfte eines Durchschnittslohns. Also bekommen die Arbeitnehmer in beiden Ländern heute zwei OZ/Monat, aber die Währungseinheiten haben sich vervielfacht.

Also ich sehe absolut keine Unterschiede zwischen Dollar und Euro bzgl. Stabilität.  Nur weil die Deutschen den Namen jedes Mal gewechselt haben, macht ihre Währung nicht schlechter als den Dollar.  Der Name ist nur Schein, kein Sein :-).

 

Nun kann man spekulieren, ob Gold an Kaufkraft verloren hat, oder ob es unterbewertet ist. Was unstrittig ist, dass die Währungseinheiten nur Momentaufnahmen sind.  Und als solche sind sie zu betrachten.

Deshalb stimmt John Doe Silver’s Aussage, dass der Einkaufspreis in Fiat für eine OZ, mittel- bis langfristig keine Rolle spielt. Insb. wenn es WIEDR zu einer völligen Entwertung kommt.

Diese gab es zwar in Dollar noch nie. Allerdings haben die USA bisher auch nicht zwei Kriege verloren und sie waren bisher noch nie wirtschaftlich abgeschlagen. Mindestens der letzte Punkt wird sich mittelfristig ändern. Das wird schon reichen und hoffentlich den ersten Punkt obsolet machen.

 
MaciejP hat geschrieben: Für den einzelnen Anleger, der finanziell in diesem System vielleicht zwei Generationen lang unterwegs ist, spielt der Kurs beim Einstieg und Ausstieg also eine wesentliche Rolle. Ganz besonders, wenn man Einwohner eines der stabilsten Kernländer im System ist.


Deshalb ist obige Aussage für jemand der 2 Generationen unterwegs ist, zwar technisch nicht falsch, aber die Möglichkeit, die du hier implizierst, es könnte u.U. ein Kaufkraftverlust, nicht etwa real, sondern ggü dem Fiat eintreten, so wahrscheinlich wie ein Sechser in Lotto zwei Mal hintereinander.  

 

 

Ich habe heute etwas interessantes in der Dezember Ausgabe des Spiegel aus dem Jahre 1953 gefunden..

 

Diese Ankündigungen Minister Preuskers waren es, die den Gewerkschaftsbund mit Lohndrohungen auf den Plan riefen. Auch der westdeutsche Mieterbund erhob sofort Protest dagegen, daß Preusker den durchschnittlichen Mietanteil an den heutigen Einkommen auf 9,8 Prozent veranschlagte, während früher 20 Prozent durchaus normal gewesen seien. Schon unter Kaiser Wilhelm, so hielt der Mieterbund dem entgegen. habe der Mietanteil an den Löhnen und Gehältern nur 11,5 Prozent betragen. Eine Mieterhöhung sei deshalb heute nicht zu verantworten.


 

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25658179.html

Man muss sich mal vorstellen, zu Willi’s Zeiten zahlte der Deutsche als Miete ca 10% seines Einkommens, also ca 3 bis 4 g Gold! Die Gewerkschaften hielten 1953 die Erhöhung der Mieten auf 20% des Einkommens für übertrieben! Habe ich was verpasst, oder haben die Kommunisten zu Willi‘s Zeiten regiert?!


 
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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon MaxeBaumann » 22.02.2020, 09:44

Wer die Wahrheit sagt braucht ein schnelles Pferd ( indianische Weisheit ).

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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon libelle » 22.02.2020, 10:30

Egal wie man zu dem Mann steht, die Menschen scheint es zu interessieren und das ist gut so.
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derleichte
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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon derleichte » 24.02.2020, 12:06

lifesgood hat geschrieben:... da wir uns im selben Lebensabschnitt befinden, ticken wir ähnlich smilie_01

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Gute Besserung!

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Danke smilie_01 Update... NEL ASA bei 1.44€ ausgestoppt, guten Gewinn verbucht, und werde die Aktie wohl noch ein 4 x kaufen. Ich bin von dem Unternehmen überzeugt, und sehe da viel Potenzial.
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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon lifesgood » 24.02.2020, 12:30

... darum immer schön Stopp-Loss nachziehen, heute steht sie bei 1,18 €.

Ich hab die auch noch auf dem Schirm und werde sie auch wieder kaufen, wenn der Preis paßt und die Lage sich entspannt hat.

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Frank the tank
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Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Frank the tank » 25.02.2020, 08:19

Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann - Jung & Naiv: Folge 451
12.01.2020

Nicht unbedingt crashig ... aber:
Sollte die Automobilbranche und die Zulieferer weiter vor die Wand gefahren werden, Arbeitslose.
Sie räumt mit dem Mythos auf, dass E-Autos sauber sind! (als Mitglied der Grünen)

https://www.youtube.com/watch?v=TAaUZcZUmnI

läuft 1Stunde 25 Minuten, sehenswert, bzw. hörenswert.


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