Aktuelle Zeit: 19.02.2020, 09:01

Silber.de Forum

Crash Time? - Teil 2

Allgemeine Themen wie Kurse, Wirtschaft und Politik, Lagerung, (Steuer-)Rechtliches, Finanzen, Immobilien etc.

Moderatoren: winterherz, Mahoni, Forum-Team, Mod-Team

Benutzeravatar
Bumerang
Silber-Guru
Beiträge: 5456
Registriert: 18.05.2010, 10:50

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Bumerang » 19.01.2020, 11:06

San,

Fahnenflucht ist das falsche Wort. Nur weil meine Vermögenswerte im Ausland sind, bin ich nicht komplett aus dem System. Ich werde ein deutsche Rente beziehen, die mir eine KV in irgendeiner Form gewähren wird. Wie gut sie in 10+ Jahren sein wird, bleibt abzuwarten.

Die medizinischen Leistungen im Ausland sind sehr unterschiedlich.
Gesetzlich Versicherte schauen in die Röhre, das stimmt. Privatpatienten haben mitunter eine bessere Versorgung als Gesetzliche in Deutschland.

Beispiel. Meine Familie und ich, haben seit mindestens 15 Jahren kaum noch eine Zahnarztpraxis von innen gesehen, mal von absoluten und äußerst seltenen Notfällen abgesehen. Ich bin noch eher härter im Nehmen, und lasse schon mal eine Füllung (im Schweinsgalopp) hier machen. Meine Frau steigt eher in den Flieger und lässt sich das in meinem Heimatort in unsere Stammpraxis seit 1995 machen! Sie lehnt es kategorisch ab, zu einem Deutschen Zahnarzt zu gehen!!!
Unnötig zu sagen, dass die Kosten im Ausland, inkl Zuschuss bzw Übernahme der Vergleichbaren Kosten durch die deutsche GKV, meist völlig kompensiert werden. Selten sind sie höher, dafür ist man Privatpatient für den man sich die Zeit nimmt. Von den Implantaten und Prothesen meiner Schwiegereltern zum Bruchteil der Kosten Mal ganz abgesehen.

Muss man in der Not auf einen OP Tisch, sorgen ein Paar Tausend Euro im Umschlag oder offen als Privatanteil für eine absolut gute Behandlung. Ja, das Geld muss man haben. Wenn man sich länger dort aufhält, weiß man das und alles ist gut. Die finanziellen Vorteile überweigen, wenn man ein passives Einkommen hat.

Was genau kommt, ist nicht vorhersehbar. Tendenziell ist die Kaufkraft von Menschen die Vermögen haben, in Ländern mit eher niedrigem Durchschnittseinkommen höher.

Wir werden sehen.
Gruß

Bumerang
________________________________________

Der Crash hat längst begonnen!

Ignore Liste: Kookaburra Fan=barny68, Odyssee, BIOSHOCK, redtshirt, bernstedter

Anzeigen
Silber.de Forum
Benutzeravatar
lifesgood
Silber-Guru
Beiträge: 4873
Registriert: 10.01.2013, 11:42

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon lifesgood » 19.01.2020, 11:42

Aurifer hat geschrieben:
lifesgood hat geschrieben:Da stellt sich mir ernsthaft die Frage, ob diese Fehler der Politik, die zur Immopreisexplosion führen, tatsächlich aus Stümperhaftigkeit (was ich mir nicht vorstellen kann) oder mit Absicht passieren.


Ich kann mir die zweite deiner Alternativen - Absicht - nicht so ganz vorstellen.
Soll ich annehmen, dass parteiübergreifend die Regierung bewusst Absprachen trifft, was auf keinen Fall gefordert / gefördert werden darf, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, was wiederum zu Protesten und Demos und Wanderung der Wähler zu anderen Parteien führen wird? Hecken da 5-10 Leute etwas aus und die anderen Abgeordneten und Landesregierungen wissen davon nichts oder sind alle Abgeordneten eingeweiht, dürfen auch neue Wohnungen fordern, aber nicht sagen, zu welchem Zweck die Ablehnung ihrer Forderungen dient?


Nein natürlich nicht. Aber kannst Du ausschließen, dass mehrere politische Gruppierungen von Lobbyisten derselben Interessen infiltriert sind? Und es muss ja aktiv nichts gemacht werden, wenn man keine (bzw. lächerliche siehe § 7B EKStG) Wohnungsbauprogramme macht.

Aurifer hat geschrieben:Der Staat hat sich vor vielen Jahren weitgehend aus dem sozialen Wohnungsbau verabschiedet, wie er sich generell durch Privatisierungen aus manchen Bereichen zurückgezogen hat. Dann sind die Gelder nicht mehr im Haushalt verfügbar. Wohnungsbau ist teuer und die Gelder für diesen Bereich in Schuldenhaushalten zusätzlich zu regenerieren, hätte größere Einsparungen in anderen Bereichen geschaffen.
Die öffentliche Hand als Bauherr ist eine Katastrophe schlechthin, denn mir fällt keine einzige Baumaßnahme ein, die zum veranschlagten (genehmigten) Preis in vorgesehener Zeit zum Abschluss gebracht wurde. Dafür kenne ich Unmengen von Beispielen, bei denen die Fertigstellung viel länger gedauert hat und zwischenzeitlich wegen ausufernder Baukosten fraglich wurde. Sozialer Wohnungsbau ist nicht gerade ein Prestigeprojekt für den Großteil der Wohnbevölkerung / Wähler. Ein großes Problem ist es besonders erst in der letzten Zeit geworden.

Die Wohnungen würden wohl vorwiegend von den Kommunen initiiert werden - gerade deren Finanzlage ist viel schlimmer als die der Länder und des Bundes, denn denen klopft einer auf die Finger, wenn die Schulden steigen. Beim Bund sind der Rechnungshof und das Schwarzbuch eher zahnlose Tiger, die der Öffentlichkeit mit ihren Bloßstellungen Anlass geben sich aufzuregen, aber bei den Politikern eher wenig bewirken.


Natürlich ist die öffentliche Hand als Bauherr eine Katastrophe, das war aber auch nicht mein Ansatz. Mein Ansatz war, den privaten Wohnungsbau zu stimulieren.

Hier hätte ein Blick in die jüngere Vergangenheit gereicht. Der Kohl hatte es vorgemacht. Nach der Wiedervereinigung gab es für Wohnbau in den neuen Bundesländern 50% Sonderabschreibungen, die der Steuerzahler beliebig auf 5 Jahre verteilen konnte..

Da aber eine Immobilie (nur der Gebäudewert ohne Grund) immer nur zu 100% abgeschrieben werden kann, blieben danach für die restlichen 45 - 49 Jahre nur noch 50% zum Abschreiben. Das wäre doch gerade in Zeiten von Steuerüberschüßen auch für den Staat interessant gewesen, weil er durch die geringere Abschreibung in der Zukunft, Steuereinnahmen in die Zukunft hätte verschieben können.

Damals haben auch viele Privatpersonen mit hoher Steuerprogression Wohnraum gekauft, weil man den Steuervorteil zum Teil als Eigenkapital einsetzen konnte.

Heute wäre das für den Staat sogar billiger als damals, weil durch die niedrigen Zinsen der Schuldzinsenabzug bei der Steuer deutlich geringer wäre als damals.

Das Einzige was die Pfuscher zustandegebracht haben ist der §7b Einkommensteuergesetz https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__7b.html. Der eine Sonderabschreibung von 4 Jahren x 5% vorsieht und das nur für Wohnraum, der nicht mehr als 3.000 € pro qm (ohne Grundstück) kostet. Da fällt vieles schon raus. Für mich war das nur ein Alibi, damit man ihnen nicht gänzliche Untätigkeit vorwerfen kann, aber nennenswerte Impulse für den Wohnungsbau bringt das nicht.

Wir hatten fest damit gerechnet, dass nach dem Flüchtlingsstrom entsprechende Wohnungsbauprogramme wie damals kommen. Es war für uns schlicht nicht vorstellbar, dass die Politik offenen Auges eine Wohnungsnot mit all ihren Auswüchsen, die wir derzeit sehen, zuläßt. Daher hatten wir 2015 ein Grundstück für ein 8 - 10-Familienhaus und ein Grundstück für ein 6-Familienhaus gekauft.

Da wir in unserer GmbH doch erhebliche stille Reserven haben, hätten wir diese durch die Sonderabschreibung sofort in Wohnbau investieren können.

Und ich denke, dass wir da nicht die einzigen sind die seit 2015 auf ein Wohnungsbauprogramm warten, das den Namen auch verdient.

Hätten die 2015/2016 so ein Programm aufgelegt, dann stünden IMHO heute mindestens 200.000 Wohnungen mehr zur Verfügung.

lifesgood

Benutzeravatar
Aurifer
Silber-Guru
Beiträge: 2508
Registriert: 05.12.2010, 09:15

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Aurifer » 19.01.2020, 12:49

lifesgood hat geschrieben:[Hätten die 2015/2016 so ein Programm aufgelegt, dann stünden IMHO heute mindestens 200.000 Wohnungen mehr zur Verfügung.


Glaube ich gerne bei der entsprechenden Förderung.

Das wären dann alles neue Wohnungen: würden sie das Problem, dass günstiger Wohnraum möglichst in städtischen Räumen gesucht wird, lösen? Gäbe es eine Mietendeckelung und Belegungszwang für Sozialfälle, sodass die Kommunen bei den Härtefällen Lösungen hätten?

Benutzeravatar
lifesgood
Silber-Guru
Beiträge: 4873
Registriert: 10.01.2013, 11:42

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon lifesgood » 19.01.2020, 13:32

Aurifer hat geschrieben:Das wären dann alles neue Wohnungen: würden sie das Problem, dass günstiger Wohnraum möglichst in städtischen Räumen gesucht wird, lösen? Gäbe es eine Mietendeckelung und Belegungszwang für Sozialfälle, sodass die Kommunen bei den Härtefällen Lösungen hätten?


Natürlich würden diese vom Mietpreis teureren Neubauwohnungen vordergründig von Besserverdienern bezogen. Aber die ziehen dann ja auch aus günstigerem, älteren Wohnraum aus, der dann frei wird. Wenn hier das Angebot entsprechend groß ist, wird es da bei Neuvermietung auch keine so heftigen Erhöhungen geben.

Und auch hier gibt es mehrere Fehler im System.

Wenn nur diejenigen, die berufsbedingt in den Städten leben müssen, auch dort leben würden, wäre der Wohnungsmarkt dort deutlich entspannter.

Wir haben hier bei uns auf dem Land einen starken Rentnerzuzug. Warum machen die das? Ganz einfach, die müssen von ihrer Rente leben und wenn sie auf dem Land weniger Miete bezahlen, bleibt von der Rente mehr zum Leben und für Sonstiges. Wären sie H4-Empfänger würden sie nicht umziehen.

Ich halte es für einen Fehler, dass im Sozialleistungsbereich nur die Fläche im Verhältnis zur Haushaltsgröße ein Maßstab ist. Da wird dem Leistungsempfänger in Ballungszentren für weniger Wohnraum mehr Miete bezahlt, als ihm für mehr Wohnraum (der ihm dann nicht zusteht) auf dem Land bezahlt werden müßte.

Ich hatte selbst einen konkreten Fall in einer Wohnung auf dem Dorf. Eine H4-Empfängerin wohnte dort für 480 € warm in einer 3-Zimmer-Wohnung mit 80 qm. Als ihre Tochter dann ausgezogen war, stand ihr diese Fläche nicht mehr zu. Sie hätte zuzahlen müssen, wozu sie finanziell nicht in der Lage war, obwohl ich ihr sogar noch ein wenig entgegengekommen bin. Obwohl sie gerne geblieben wäre, mußte sie umziehen. In eine kleinere, aber teurere Wohnung in der Stadt, die vollständig bezahlt wird. Und der Umzug mußte ihr auch noch bezahlt werden. Hat da irgendjemand etwas gewonnen?

Ich weiss, dass meine Ansicht hier grenzwertig ist, aber mal ganz ehrlich, es kann doch nicht sein, dass täglich Hunderttausende Berufstätige, denen das Wohnen in der Stadt zu teuer ist, nach Berlin pendeln und andererseits jedem Fünften Berliner (die Quote an H4-Empfängern liegt über 20%), die Wohnung bezahlt wird.

Was liesse sich da an CO2 einsparen ... smilie_10

Anderes Beispiel Bedarfsgemeinschaft: Mir sind persönlich mehrere Fälle von H4-Pärchen bekannt, denen zwei Wohnungen bezahlt werden. Offiziell leben sie nicht zusammen, wobei das in der Praxis völlig anders aussieht und eine Wohnung fast ständig leer ist.

Würden sie offziell zusammen wohnen, wären sie eine Bedarfsgemeinschaft und hätten weniger H4, als jetzt mit zwei Wohnungen. Also haben sie offiziell zwei Haushalte was den Sozialbereich zudem erheblich verteuert. Auch hier schlummert ein nicht zu unterschätzendes Potenzial an Wohnraum.

lifesgood

Benutzeravatar
Aurifer
Silber-Guru
Beiträge: 2508
Registriert: 05.12.2010, 09:15

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Aurifer » 19.01.2020, 15:05

lifesgood hat geschrieben:Ich hatte selbst einen konkreten Fall in einer Wohnung auf dem Dorf. Eine H4-Empfängerin wohnte dort für 480 € warm in einer 3-Zimmer-Wohnung mit 80 qm. Als ihre Tochter dann ausgezogen war, stand ihr diese Fläche nicht mehr zu. Sie hätte zuzahlen müssen, wozu sie finanziell nicht in der Lage war, obwohl ich ihr sogar noch ein wenig entgegengekommen bin. Obwohl sie gerne geblieben wäre, mußte sie umziehen. In eine kleinere, aber teurere Wohnung in der Stadt, die vollständig bezahlt wird. Und der Umzug mußte ihr auch noch bezahlt werden. Hat da irgendjemand etwas gewonnen?
...
Anderes Beispiel Bedarfsgemeinschaft: Mir sind persönlich mehrere Fälle von H4-Pärchen bekannt, denen zwei Wohnungen bezahlt werden. Offiziell leben sie nicht zusammen, wobei das in der Praxis völlig anders aussieht und eine Wohnung fast ständig leer ist.

Würden sie offziell zusammen wohnen, wären sie eine Bedarfsgemeinschaft und hätten weniger H4, als jetzt mit zwei Wohnungen. Also haben sie offiziell zwei Haushalte was den Sozialbereich zudem erheblich verteuert. Auch hier schlummert ein nicht zu unterschätzendes Potenzial an Wohnraum.


Das Problem der Einzelfälle! Der Gesetzgeber legt den Rahmen fest und der Beamte hat dem zu folgen! So wie du dein Beispiel der Mieterin schilderst, der du noch entgegenkommen wolltest, sieht die Postion des Amtes schlecht aus. Jetzt versetze du dich aufs Amt. Hast du Zeit und Lust, dich um jeden einzelnen Antrag mit Sonderkonditionen des Vermieters für einen Kandidaten, der mehr Wohnraum beansprucht als ihm per Gesetz zusteht, zu kümmern - und bei einer Überprüfung der Wohnungsvergabe / Wohnungsgenehmigung durch Beamte dies evtl. zu deinem persönlichen Nachteil im Beruf (nicht an die bestehenden Regelungen gehalten) auf deine Kappe zu nehmen? Deine Position ist nachvollziehbar im Sinne der Kosten - vielleicht bei einer netten Mieterin auch persönlich gesehen insgesamt von Vorteil. Aber wie sieht es auf der anderen Seite aus? Da muss auch jemand den Kopf hinhalten.

Fall Nr. zwei: sie leben zusammen, aber es ist für sie günstiger sich zwei Wohnungen bezahlen zu lassen. Abzocker und Schädlinge, welche die Gesetzeslage zu ihrem Vorteil ausnutzen. Jedes Gesetz ist irgendwo auch ungerecht und lässt Schlupflöcher zu. Wer Gesetze will, muss auch akzeptieren, dass es nicht immer hundertprozentig alle denkbaren Fälle abdeckt.
__________
Zu deinem Argument der Besserverdienenden, die aus den günstigeren Wohnungen ausziehen.

Ich glaube, das jemand, der eine günstige Wohnung hat, nicht auszieht in eine teurere Wohnung, wenn er das nicht ohnehin tun würde. Wenn die günstige Wohnung in der Stadt für ihn bezüglich Mietsteigerung noch gebunden ist, sieht das bei einer Neuvergabe nicht anderes aus. Der arme Schlucker in der Wohnung des vorher Besserverdienenden zum gleichen Preis? Ich weiß nicht ...

Das Stadt-Land-Gefälle ist allein vom Preis nur schwer zu ändern. Es ist eine Lebensentscheidung. Wer kurze Fahrtzeiten und ÖPNV möchte, kommt um die Stadtwohnung nicht herum. Wer das Eigenheim im ländlichen Raum sucht, bekommt mit günstige(re)n Preisen die Möglichkeit zu bauen / zu kaufen, was in der Großstadt teilweise doppelt so teuer ist. Er nimmt dafür in Kauf, täglich ca. 1,5 bis 3 Std, unterwegs zu sein - und das zumeist im Auto. Auf lange Sicht wohl dennoch günstiger wg. Pendlerpauschale, Steuerveranlagung, Kreditzinsen / Kaufsumme / Kreditrahmen insgesamt und Lebensqualität: 200-220 Arbeitstage gegenüber 140-160 Freizeittagen (für Kinder das ganze Jahr) - ich bin ein Provinz-Landmensch und kann der Großatadt wenig abgewinnen.

Benutzeravatar
lifesgood
Silber-Guru
Beiträge: 4873
Registriert: 10.01.2013, 11:42

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon lifesgood » 19.01.2020, 15:31

Aurifer hat geschrieben:Das Problem der Einzelfälle! Der Gesetzgeber legt den Rahmen fest und der Beamte hat dem zu folgen! So wie du dein Beispiel der Mieterin schilderst, der du noch entgegenkommen wolltest, sieht die Postion des Amtes schlecht aus. Jetzt versetze du dich aufs Amt. Hast du Zeit und Lust, dich um jeden einzelnen Antrag mit Sonderkonditionen des Vermieters für einen Kandidaten, der mehr Wohnraum beansprucht als ihm per Gesetz zusteht, zu kümmern - und bei einer Überprüfung der Wohnungsvergabe / Wohnungsgenehmigung durch Beamte dies evtl. zu deinem persönlichen Nachteil im Beruf (nicht an die bestehenden Regelungen gehalten) auf deine Kappe zu nehmen? Deine Position ist nachvollziehbar im Sinne der Kosten - vielleicht bei einer netten Mieterin auch persönlich gesehen insgesamt von Vorteil. Aber wie sieht es auf der anderen Seite aus? Da muss auch jemand den Kopf hinhalten.

Fall Nr. zwei: sie leben zusammen, aber es ist für sie günstiger sich zwei Wohnungen bezahlen zu lassen. Abzocker und Schädlinge, welche die Gesetzeslage zu ihrem Vorteil ausnutzen. Jedes Gesetz ist irgendwo auch ungerecht und lässt Schlupflöcher zu. Wer Gesetze will, muss auch akzeptieren, dass es nicht immer hundertprozentig alle denkbaren Fälle abdeckt.


Da hast Du vollkommen Recht, ... aber ich hatte ja auch von Fehlern im System und nicht von Fehlern bei der genehmigenden Behörde oder beim genehmigenden Beamten geschrieben. Hier müssten die Vorgaben, nach denen sich der Beamte zu richten hat, geändert werden.

Es gibt einen H4-Regelsatz für den Lebensunterhalt. Warum führt man den nicht auch z.B. für Wohnen ein. So hat der H4-Empfänger die Wahl, ob er lieber in der engen Wohnung in der Großstadt sitzt (deren Möglichkeiten er mit seinem Regelsatz für Lebensunterhalt ohnehin nicht oder kaum nutzen kann) oder auf dem Land mehr und/oder schöneren Wohnraum hat und womöglich noch Geld über. Meines Erachtens würde das den Wohnungsmarkt in Ballungszentren entspannen, ohne Mehrkosten zu verursachen.

Die Rentner machen es doch auch. Ich habe hier drei Wohnungen an Rentner vermietet, die zuvor in Ballungszentren gelebt haben. Nächste Woche habe ich wieder einen Besichtigungstermin mit einem Rentnerpaar. Auch der Chef der örtlichen Baugenossenschaft, spricht von einer 30-40% igen Rentnerquote aus den Ballungszentren bei den Interessenten für Wohnungen.

Aurifer hat geschrieben:Zu deinem Argument der Besserverdienenden, die aus den günstigeren Wohnungen ausziehen.

Ich glaube, das jemand, der eine günstige Wohnung hat, nicht auszieht in eine teurere Wohnung, wenn er das nicht ohnehin tun würde. Wenn die günstige Wohnung in der Stadt für ihn bezüglich Mietsteigerung noch gebunden ist, sieht das bei einer Neuvergabe nicht anderes aus. Der arme Schlucker in der Wohnung des vorher Besserverdienenden zum gleichen Preis? Ich weiß nicht ...

Das Stadt-Land-Gefälle ist allein vom Preis nur schwer zu ändern. Es ist eine Lebensentscheidung. Wer kurze Fahrtzeiten und ÖPNV möchte, kommt um die Stadtwohnung nicht herum. Wer das Eigenheim im ländlichen Raum sucht, bekommt mit günstige(re)n Preisen die Möglichkeit zu bauen / zu kaufen, was in der Großstadt teilweise doppelt so teuer ist. Er nimmt dafür in Kauf, täglich ca. 1,5 bis 3 Std, unterwegs zu sein - und das zumeist im Auto. Auf lange Sicht wohl dennoch günstiger wg. Pendlerpauschale, Steuerveranlagung, Kreditzinsen / Kaufsumme / Kreditrahmen insgesamt und Lebensqualität: 200-220 Arbeitstage gegenüber 140-160 Freizeittagen (für Kinder das ganze Jahr) - ich bin ein Provinz-Landmensch und kann der Großatadt wenig abgewinnen.


Ich denke, hier machst Du es Dir zu einfach. Wenn hochwertiger Wohnraum fehlt und die Gut-/Besserverdiener dort eine Wohnung brauchen, treiben sie durch ihre Finanzkraft auch die Preise für nicht so hochqualitativen Wohnraum in die Höhe, weil sie diejenigen mit geringerem Einkommen ausstechen.
Für Viele aus dem Handwerks- und Handelsbereich ist es keine Lebensentscheidung mehr, ob sie in der Großstadt, in der sie arbeiten, auch wohnen wollen. Sie können es sich schlicht und ergreifend mit ihrem Einkommen nicht mehr leisten. Ich schreib Dir dazu noch was per PN.

Ich persönlich bin auch kein Großstadtmensch, aber direkt auf dem Land möchte ich auch nicht leben. Ein wenig Leben und Infrastruktur (medizinische Versorgung, kulturelle und gastronomische Angebote usw.) möchte ich an meinem Wohnort schon haben und fußläufig erreichen können. Daher lebe ich nicht mehr an meinem Geburts-/Arbeitsort,sondern in einer Stadt mit knapp 35.000 Einwohnern.

Meine Lebensgefährtin wohnt in einem Dorf, da ist es einfach blöd, wenn man immer ins Auto muss und mindestens 10 km fahren, wenn man mal essen gehen möchte oder ins Kino oder sonstwas.

lifesgood

Benutzeravatar
Aurifer
Silber-Guru
Beiträge: 2508
Registriert: 05.12.2010, 09:15

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Aurifer » 19.01.2020, 16:04

@ lifesgood

Ich denke, wir unterscheiden ganz gut zwischen den einzelnen Zwängen und individuellen (Un)möglichkeiten in der Realität und beleuchten die unterschiedlichen Seiten derselben Medaille.

Was heißt schon direkt auf dem Land? Meine Stadt besteht aus mehren Dörfern und dazwischen ist Feld / Wald. Für mein Empfinden wohne ich nicht in einer Stadt mit 20.000 Einw. sondern an der Grenze auf dem Dorf. Fahre ich 5-6 km weiter, bin ich in der nächsten Kreisstadt mit knapp 50.000 Einwohnern, aber da sieht es, abgesehen von der Innenstadt = Einkaufsstadt mit c. 15.000 Einw., ansonsten ähnlich aus: viele Dörfer mit 2.000-5.000 Einw. wurden später eingemeindet und heute kann man in dieser Provinzstadt locker 20 km von einem Ende zum anderen fahren. Krankenhaus, Kreisverwaltung, Gesundheitsamt, Fachärzte, Polizei, Staßenverkehrsamt, Banken, alle Schulfomen, Kino usw. alles vorhanden - dennoch irgendwie DORF! Ich mag es. Mieten erschwinglich, Autobahnanschluss nach Düsseldorf vorhanden, viele Pendler, obwohl im "normalen" Arbeitsbereich die Lage gut aussieht. Für (hoch)qualifizierte Jobs ist natürlich der Weg nach Aachen (35 km) / Düsseldorf (60 km) fast Pflicht.

Benutzeravatar
Bumerang
Silber-Guru
Beiträge: 5456
Registriert: 18.05.2010, 10:50

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Bumerang » 19.01.2020, 20:27

https://youtu.be/mDcy4tAFe_k

Profit mit Leerstand

Das passiert, wenn die Währung nichts mehr wert und der Zins abgeschafft ist.

Möglicherweise ist das Problem doch größer als gedacht. Gerade in den Städten, wo der Wohnraum ohnehin knapp und teuer ist.
Gruß

Bumerang
________________________________________

Der Crash hat längst begonnen!

Ignore Liste: Kookaburra Fan=barny68, Odyssee, BIOSHOCK, redtshirt, bernstedter

Robbert
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 499
Registriert: 22.05.2015, 21:11
Wohnort: GMT

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Robbert » 19.01.2020, 20:34

Aurifer hat geschrieben:Das Problem der Einzelfälle! Der Gesetzgeber legt den Rahmen fest und der Beamte hat dem zu folgen!

... und schwupps werden 200 - 250 ehemalige 3 - Zimmer Wohnungen auf 50 nochwas Quadratmeter "abgespeckt", um irgendwelchen Vorgaben bzgl. H4 Gesetzgebung gerecht zu werden (vor ca. 10 Jahren in einem Stadtteil von Braunschweig).

Schizophren ist so etwas.

Die Mietpreisbremse auch -- mit ihren zig tausend Ausnahmen / Sonderregelungen.

Die Bonpflicht, die Transaktionssteuer ... wat ein Quark!

robbert
"The presence of those seeking the truth is infinitely to be preferred to the presence of those who think they've found it." Terry Pratchett

Benutzeravatar
gullaldr
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 795
Registriert: 27.09.2012, 04:00

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon gullaldr » 20.01.2020, 00:10

lifesgood hat geschrieben:Wenn nur diejenigen, die berufsbedingt in den Städten leben müssen, auch dort leben würden, wäre der Wohnungsmarkt dort deutlich entspannter.


Der Begriff "in den Städten leben müssen" ist natürlich einer aus der Perspektive des Dörflers oder Kleinstädters. Die Leute, die ich kenne, wollen in den Städten leben. Ich höre von ihnen immer wieder, dass sie das urbane Leben wünschen.
Ich wohne nicht auf dem Dorf, aber am Stadtrand. Ich kann mich noch erinnern, wie mich in jüngeren Party-Jahren ein paar Mädels mal nachts nach hause fuhren, weil mein Auto streikte. Die äußerten: "Hier möchte ich nie im Leben wohnen." Es war ihnen schlicht "zu weit ab vom Schuss".
Auch andere Freunde haben mich teils seit Jahren nicht besucht. Einige seit 15, 20 Jahren nicht. Die lächeln nur milde, wenn ich ihnen das mal vorwerfe. Ich bin aber regelmäßig bei ihnen, weil sie nahe von Restaurants, Bars, Kinos, Geschäften wohnen. Und, wie gesagt, ich wohne sogar in der Großstadt, also nicht auf dem Land.

lifesgood hat geschrieben:Wir haben hier bei uns auf dem Land einen starken Rentnerzuzug. Warum machen die das? Ganz einfach, die müssen von ihrer Rente leben und wenn sie auf dem Land weniger Miete bezahlen, bleibt von der Rente mehr zum Leben und für Sonstiges.


Manche Rentner haben womöglich andere Kriterien, z.B. Ruhe oder gute Luft. Und natürlich diese finanziellen Beweggründe, die Du richtig ansprichst. Aber, sie können sich verspekulieren, wenn die ärztliche Versorgung auf dem Land dünner wird. Oder wenn es mit dem eigenen Autofahren nicht mehr so klappt und kein adäquater öffentlicher Nahverkehr vorhanden ist. Oder das Autofahren im Zuge der Verkehrswende immer mehr verteuert wird. Ich erlebe das gerade bei einer älteren Verwandten, die nur noch jammert, weg zu wollen, weil in dem kleinen Ort, in dem sie ihren Wohnung hat, "nichts los" sei.

So kenne ich auch den entgegengesetzten Fall. Ein wohlhabender Rentner hat mir vor ein paar Jahren gesagt, dass er sein Haus in der Kleinstadt gerne verkaufen und in eine Wohnung in der Großstadt ziehen wolle. Einfach zu Fuß in die Oper zu gehen, wäre für ihn ein Beweggrund. Indes, seine Frau wolle leider nicht. Er hätte einst den Fehler gemacht, ihr ein zu schönes Haus zu bauen. :wink:

lifesgood hat geschrieben:Da wird dem Leistungsempfänger in Ballungszentren für weniger Wohnraum mehr Miete bezahlt, als ihm für mehr Wohnraum (der ihm dann nicht zusteht) auf dem Land bezahlt werden müßte.


Hier liegt der Denkfehler meines Erachtens darin, dass nur Wohnraum mit Lebensqualität gleichgesetzt wird. Doch es gibt eben viele Menschen (siehe oben), für die 50 Quadratmeter im Stadtzentrum mehr Wert sind als 80 Quadratmeter in Hinter-den-Tannen-Dorf.
Ein Kumpel von mir bezieht Hartz IV. Weil er eigentlich in einer etwas zu großen Wohnung wohnt, nimmt er finanzielle Abschläge in Kauf, um nicht in eine kleine Bude am Stadtrand ziehen zu müssen, womöglich noch in ein Beton-Problem-Ghetto mit zwielichtiger Nachbarschaft.

Und zum Thema Einwanderung, das oben angesprochen wurde: Hätte die Regierung nun noch ein großes Wohnungsbauprogramm aufgelegt (wie das Lobbygruppen a la Pro Asyl schon Anfang der 90er Jahre gefordert hatten; die hatten damals schon eine halbe Million Einwanderer im Jahr gefordert), hätte das zu noch mehr Bodenvernichtung, Abholzung, Erwärmung, Straßenbau usw. geführt. Und wie soll sich das eigentlich mit der Klima- und Umweltpolitik vertragen, die gerade in aller Munde ist?

Eine Lösung kann für mich nur in einer völlig entgegengesetzten Politik liegen. Diese lautet "weniger Menschen", gesundschrumpfen. In Zukunft werden wird durch die Automatisierung und Digitalisierung weniger (Billig-)Arbeitskräfte benötigen. Jeder, der dann zuviel im Land ist, ist nur eine finanzielle und ökologische Belastung. Insofern habe ich nichts gegen eine gewissen Wohnungsknappheit, sofern diese zu einer Umorientierung der Politik führt.

Benutzeravatar
Bumerang
Silber-Guru
Beiträge: 5456
Registriert: 18.05.2010, 10:50

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Bumerang » 20.01.2020, 07:10

Ich bin bei dem Thema mehr oder weniger beim gullaldr.


Wer wohnt schon in der Stadt wenn er nicht in der Stadt wohnen muss? ???

Die Realität sieht so aus, dass tatsächlich diejenigen die in der Stadt wohnen auch in der Stadt arbeiten bzw ihre Partner in der Stadt arbeiten ihre Eltern und ihre Kinder und so weiter in der Stadt arbeiten. Es sind Familien Geflechte die dazu führen, das Menschen in der Stadt wohnen.
Tatsächlich träumen Viele vom Häuschen im Grünen, nur lässt sich das nicht so einfach realisieren. Die Kinder haben sowieso keinen Einfluss darauf wo die Eltern bauen oder oder mieten. Später wenn sie 18,19, 20 sind und ausziehen, stellt sich die Frage welche Miete sie sich leisten können. Dieses, Ich will Action um mich herum haben, ist zwar ein Grund das vorgeschoben wird tatsächlich aber nicht die wahre Ursache, warum Menschen in der Stadt wohnen.
wenn ich vom Dorf als Alternative spreche, meine ich nicht irgend einen verlassenen Kaff, 150 bis 200 km von der nächsten größeren Stadt entfernt.
die Dörfer von denen wir sprechen, sind eigentlich Städte, mehrere Dörfer zusammengesetzt, die meisten ca 30 Minuten von der Stadt entfernt sind.
30 Minuten ist mindestens die Zeit die man braucht um München, Frankfurt, Köln oder andere Städte zu überqueren. Das bedeutet, dass 30 Minuten ins Dorf zu fahren, nicht problematischer ist, als von einem Randgebiet aus einer Disco, nach Hause auf der anderen Seite der Stadt zu fahren.
Die Zeiten werden sich aber noch ändern. Die Mädels werden dann die Wahl haben, in das 5 Minuten entfernte Wohnklo des Freundes zu gehen, oder 30 Minuten in eine vernünftige Wohnung zu fahren. Kommt jetzt drauf an natürlich, ob das nur ein one night Stand ist oder eine potenzielle Partnerschaft. Ich glaube nicht, das eine 25 Quadratmeter Stadtwohnung für die Mädels attraktiver sein wird. Das ist aber jetzt ein anderes Thema.

Was H4-Empfänger angeht, würde der Vorschlag, den lifesgood macht, zu einer ghettoisierung außerhalb der Städte führen. Für jene die an der Endstation angekommen sind möglicherweise noch okay, für jeden der aber da rauskommen möchte, eine Katastrophe. Die Chance dort einen Job zu finden sind 0. Selbst in der Stadt sind deren Chancen gering aber vorhanden. Winkt plötzlich ein Job in der Stadt, steht schon das erste Problem vor der Türe, dass man möglicherweise ein Auto oder ein teures Ticket und so weiter braucht um überhaupt in die Arbeit zu kommen. Hartz IV Empfänger steige nämlich nicht mit 50.000 jahresgehalt ein.

Wir sind tatsächlich zu viele, allerdings nicht unbedingt den Deutschland sondern weltweit.

Es wurde nicht genug gebaut, die Gründe wurden hier vielfach dargestellt. Hinzu kommt eine abrauchende Währung mit nullzins. Das scheint hier komplett unterschätzt zu werden!
Wäre ich Multimillionär und 0 Zinsen auf meinem sparbuch oder Konto erhalten, und ich bereits Aktien hätte, bzw deren Hochs nicht mehr Trauer, ginge ich in irgendwelche Sachwerte, selbst wenn sie keine Zinsen abwerfen.
Also kann ich mir leisten Immobilien zu kaufen, die Mieter eins nach dem anderen raus werfen, und die Wohnungen unvermietet höher zu verkaufen. Das findet massenweise statt. Warum den Ärger mit dem Gesetzgeber eingehen und mit einem potentiellen Mieter der nicht mehr raus will. Die Folgen der nullzinspolitik sind katastrophal für die Volkswirtschaft. Alle glauben aber nur, dass das Probleme für den Sparer bereitet!

Man stelle sich vor, nur ein Bruchteil des Kapitals das derzeit in Derivaten und sonstigen Börsen Murks gefangen ist in den Immobilien-Markt fließt!

You ain't seen nothing yet!
Gruß

Bumerang
________________________________________

Der Crash hat längst begonnen!

Ignore Liste: Kookaburra Fan=barny68, Odyssee, BIOSHOCK, redtshirt, bernstedter

silberschatzimsee
Silber-Guru
Beiträge: 2186
Registriert: 25.10.2013, 20:36

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon silberschatzimsee » 20.01.2020, 07:40

.
Zuletzt geändert von silberschatzimsee am 16.02.2020, 14:03, insgesamt 1-mal geändert.
Milchflecken sind das neueste Sicherheitsfeature bei der RCM

Benutzeravatar
lifesgood
Silber-Guru
Beiträge: 4873
Registriert: 10.01.2013, 11:42

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon lifesgood » 20.01.2020, 08:21

Jedem seine Meinung, dafür sind wir ja hier um unterschiedliche Meinungen zu diskutieren.

Nur was die von Bumerang angeführte Ghettoisierung angeht muss ich doch heftig widersprechen. Gerade in kleineren Ortschaften gibt es die nicht, da klappt auch die Integration von Minderheiten besser. In Großsstädten sieht das anders aus, ein Blick nach Berlin Kreuzberg oder Neukölln genügt.

lifesgood

Straati
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 72
Registriert: 19.03.2019, 21:47

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Straati » 20.01.2020, 09:13

So viel Pauschalisierung und gefährliches Halbwissen. Man Leute macht euch mal über Wichtigeres Gedanken.

Ich lebe gern in der Stadt, bin von Berlin nach München gezogen. Ja und weil ich Berlin nunmal weit aus attraktiver finde, nach 5 Jahren wieder zurück.

Die Bezirke die so schlimm sein sollen. Naja ich habe von vielen Westdeutschen Städten gehört die sollen regelrechte NoGo Areas haben?

Benutzeravatar
Bumerang
Silber-Guru
Beiträge: 5456
Registriert: 18.05.2010, 10:50

Re: Crash Time? - Teil 2

Beitragvon Bumerang » 20.01.2020, 11:02

silberschatzimsee,

man kann dem Staat und der rot-grünen Neidgesellschaft gewiss vorwerfen, mit dem Problem falsch umzugehen doch nicht, es verursacht zu haben!
Da haben Andere die Finger im Spiel gehabt.
Sie Nutzen den Staat als Handlanger um ihre Ziele zu erreichen.

Schließlich waren es dir Realos der SPD und Grünen die die Sozialaxt in die Hand genommen haben. Die Schröders und Münteferings nicht die Linken wie Lafontaine!

Eine perfektere Infiltration der Linken durch das Kapital habe ich nicht gesehen.

Der Staat hat nix mehr, alles verkauft. Wie gut die Finanzbranche und die Konzerne das Kapital der Sparer verwalten, ham'we auch gesehen.

Nur weil Kevin Künert Schwachsinn von sich gibt, sind wir noch lange nicht im Sozialismus!

lifesgood,

die Integration klappt JETZT auf dem Land besser. Das liegt an der relativ kleinen Zahl der zu Integrierenden! Zumal jene die ins Dorf ziehen bzw dort bleiben wollen, schon mal ein anderes "normaleres" Mindset haben. Die Problemfälle suchen die Anonymität der Großstadt!
Das würde sich ändern, wenn massenweise niedere Schichten die Dörfer fluten würden. Was wiederum zur Flucht der Normalen führt.

Edit
Mal von der großen Ungerechtigkeit abgesehen, das normale Menschen im Rentenalter auf H4 Niveau sinken und mit problematische Bevölkerungsgruppen Tür an Tür wohnen müssen!!
Zuletzt geändert von Bumerang am 20.01.2020, 11:31, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß

Bumerang
________________________________________

Der Crash hat längst begonnen!

Ignore Liste: Kookaburra Fan=barny68, Odyssee, BIOSHOCK, redtshirt, bernstedter


Zurück zu „Stammfäden Allgemein“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste