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Immobilienkauf Jetzt ?

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Hannoveraner
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Hannoveraner » 04.03.2021, 07:15

Sapnovela » 04.03.2021, 01:35 hat geschrieben:
Hannoveraner » 03.03.2021, 16:38 hat geschrieben:Um die Welt vor dem CO 2 zu retten werden Häuser die eigentlich atmen sollten in „ Plastik“ eingeschweißt. Kostet Geld und treibt die Kosten hoch. Damit die weiter atmen können und nicht verschimmeln, was viele Baukörper machen, werden nun Löcher in die Dämmung und Wände hergestellt durch die Luft gehen soll. Das am besten noch elektrisch geführt. Auch hier unterliegen diese Teile einer Wartungsverpflichtung und kosten natürlich Geld.


???

Niemand zwingt Dich Polystyrol für die Dämmung zu nehmen, ich habe selbst ein Haus in Steinwolle gedämmt, das ist ganz einfach mit einem Messer zu schneiden und diffusionsoffen. Fuck for Styropor.

Sofern Du mit den "Löchern" und "elektrisch geführt" Inventer meinst, kann ich Dich beruhigen. Nach 13 Jahren gibt es noch keinen Inventerfeger der hier putzen will. Technisch ist auch alles ohne Probleme. Der Wartungsaufwand ergibt sich aus dem Wechsel eines Pollen/Feinstaubfilters nach einigen Jahren. Darüber hinaus: Null.


Hannoveraner » 03.03.2021, 16:38 hat geschrieben:Es reicht natürlich nicht die Wände zu durchbohren. Je nach Bauart werden Fenster , Aussentüren zum Balkon und natürlich Innentüren mit Lüftungssystemen versehen die natürlich auch gewartet werden müssen und Geld kosten. Ob all die Teile die nun zusätzlich verbaut werden in der kompletten Fertigungskette inkl. Rohstoffgewinnung tatsächlich mehr CO2 Ersparnis bringen als im Prozess anfällt wage ich zu bezweifeln. Treiben aber wunderbar die Kosten hoch und sind ein Milliarden Geschäft. Sorgen aber auch dafür das es immer weniger bezahlbaren Wohnraum gibt


Die Inventer sind die 100% Garantie gegen Schimmel. Ich hab sie in einem Objekt verbaut, selbst in Bad und Küche Null Feuchtigkeit. Außerdem gewinnen sie nennenswert Heizwärme zurück. Verstehe nicht, wo da ein Problem sein soll. Sie müssen auch nicht 24h laufen. Einziges theoretisches Manko ist die durchbrochene Fassade, was auf die Schallisolierung negativen Einfluss hat. Also nicht unbedingt an der Hauptstraße machen. Ansonsten: smilie_01

Die Kernaussage auf das sich dieser Post beruft sind die steigenden Baukosten durch die CO2 Maßnahmen.
Darum geht es in dem aktuellen Austausch. Hier noch einmal zusätzlich mit der Fragestellung lohnt sich das CO2 und Energie technisch überhaupt im Verhältnis zum Aufwand. Kann man diese Milliarden die hier verbaut werden nicht sinnvoller nutzen? Kommt es durch die zusätzlich verbauten Teile nicht zu einem höheren Ausstoß und Energieverbrauch? Das unter Betrachtung der kompletten Kette von Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport, Verarbeitung, Betrieb und Entsorgung. Das sich das alles in der gesamt Betrachtung lohnt bezweifle ich stark. Du hast technische Lösungen aufgezeigt die funktionieren. Die aber wieder die Kosten nach oben treiben und zusätzliche Produkte benötigen. Genau darum geht es ja. Es muss immer mehr Aufwand betrieben werden um die Folgen des CO2 Wahns im Bau aufzufangen. Was glaubst du wohl was in vielen Häusern mit den Schlitzen und Öffnungen in den Wänden, Fenstern und Türen passiert. Die werden schnell zugeklebt und zugestopft, weil es zieht und zu Lärmbelästigungen führt. Glaubst du wirklich das überall Filter getauscht werden? Die aufwendigeren Lösungen unterliegen auch Wartungen. Versuch so einmal ein 10 Fam. Haus zu bauen in dem man bezahlbaren Wohnraum für einen normal Verdiener schafft. Es ist aus normaler wirtschaftlicher Sicht nicht mehr möglich. Es gibt zudem immer mehr Projekte die sich mit Wärmetauscher Luft oder Erdwärme beschäftigen. Ebenso auch im EFH Haus. Es muss ja noch das letzte am möglichen der CO2 Einsparung rausgeholt werden. Auch das kostet und bringt zusätzliche Herausforderungen. Dadurch sind die Kosten für alle Haustypen steigen, so das immer weniger sich sowas leisten können. Weder zur Miete noch zum Kauf. Im Vollbetrieb mit alternativen Energien schon einmal gar nicht. Das ganze lässt sich erst schön rechnen indem die Energiepreise durch staatliche Maßnahmen immer mehr verteuert werden. Energie wird zum Luxusgut damit sich der extreme Mehraufwand überhaupt nur ein wenig lohnenswert darstellen lässt. Was natürlich auch wieder die Baukosten nach oben treibt. Nicht nur durch den Baustrom sondern auch durch die Verteuerung der Produkte.

Darüber wird aber nicht gesprochen. Schuld an den Preisexplosionen und Verknappung des bezahlbaren Wohnraums sind immer nur die bösen Investoren. CO2 ist nur 1 von vielen Dingen die durch staatliche Regulierungen und Maßnahmen die Preise nach oben treiben. 1 extrem wichtiger und entschiedener
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HerrHansen
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon HerrHansen » 04.03.2021, 08:21

Bumerang » 01.03.2021, 15:17 hat geschrieben:
Siebenundvierzig900 » 28.02.2021, 22:22 hat geschrieben:


.......
Ich riet schon länger davon ab, Mietobjekte zu kaufen. Die Abschreibung auf die "Steine" ist inzwischen nur ein Bruchteilder Gesamtsumme. Zinsen zum Abschreiben sind minimal. Somit wird ein Großteil der Mieteinnahmen mit dem (jeweiligen) Spitzensteuersatz versteuert. Wer jetzt einsteigt, geht ein großes Risiko ein. Aber das ist immer so. Zum Schluss kommen immer die Dummen - FOMO (fear of missing out).

......

Ich habe schon 2017 geflippt, 30 Km raus. Diese Regionen boomen regelrecht.

Ich hatte mit zunehmendem Home Office gerechnet, aber aus damaliger Sicht in 10 Jahre sollten wir da sein wie gerade.

......

Als ich für 160/qm gekauft hatte (Oktober 2016) haben mich einige ausgelacht, "am Arsch der Elle" so viel Geld bezahlt zu haben. Inzwischen zahlt man hier draußen 9€/qm Kaltmiete (Neubau). Der Preis ist auf 270/qm gestiegen, theoretisch, denn es gibt nix mehr. Man muss 25km weiter raus für 250/qm.

......

Aber, ich stehe Gewähr bei Fuß. Der Wegzug ins Warme steht bereits in der Planung. In meiner Firma haben bereits 25% einen Home Office only Vertrag. Der CEO hat bereits angekündigt, dass nach Corona nur noch 50% der Arbeitsplätze (Büro AP, nicht Menschen gemeint) erhalten bleiben. Ich glaube, eher weniger.

......

Wer mehrere Objekte hat, sollte jetzt umschichten in EM. Oder in Gebiete die Interessant für "Fernarbeiter" werden (Glaskugel notwendig :-) )



Das sind so die wesentlichen Punkte.

Ich habe vor 12 Jahren ein EFH in einem regionalen Zentrum (7.000 Einwohner) gekauft. Landeshauptstadt 10km - Strand 10km. Haben wir innerhalb einiger Jahre vollständig saniert, nur die Fassade steht jetzt noch aus. Heuse kosten die mit 600m² nur halb so großen grundstücke in den aktuellen neubaugebieten mehr wie das was wir bisher in Summe bezahlt haben.

Homeoffice wurde über Jahre gefordert, jetzt ist es da. In vielen ländlichen Regionen im norden ist mittlerweile FTH verfügbar bzw. wird gerade verlegt. Wir selbst werden morgen freigeschaltet, die umliegenden kleinen nachbardörfer sind seit zwei Jahren fix im Netz unterwegs. Jetzt kann Homeoffice umgesetztw erden. Die Pandemie hat das Ganze beschleunigt. Wir halten im Moment große Flächen für wenige Mitarbeiter vor und überlegen uns auch die Flächen zu reduzieren.

Was bei uns in der Region auch vermehrt dazu kommt sind Co-working-Space-Einheiten. Selbst bei uns im Dorf wurde eine eingerichtet. Und daran beteiligen sich Unternehmen, weil es günstiger ist, Mitarbeiter dort hinzusetzen als für sie ein eigenes Büro etc. vorzuhalten. Wer kein Platz zu Hause hat, kann dann zu Fuß oder mit dem Rad eben rüber in den Co-working-space und hat eine komplette Infrastruktur.

Und Vermietung ist durchwachsen. Im ländlichen Raum steigen die Mieten mittlerweile deutlich an. Ich selbst vermiete ehemals selbstgenutzte ETW. Läuft.
Neubau für Vermietung lohnt sich rein garnicht. Einzig die Lage in einem ausgewiesenen Sanierungsgebiet kann es lukrativ machen einen ALtbau zu erwerben und diesen zu sanieren und für 10 Jahre zu halten.B Die Arbeit will ich mir nicht wirklich ans bein binden. Ein guter Freund hat aber genau solche Objekte im Sanierungsgebiet. zwei hat er jetzt auf den Markt geworfen, damit saniert er seine beiden verbleibenden und hat damit ein hohes Abschreibungspotential nach §7h EStG (7 Jahre 9%, dann 4 Jahre 7%).

Aber zurück zum Ausgangspunkt:
Jetzt noch Immobilien kaufen? gute Frage. Die langfristigen zinsen steigen bereits seit zwei Wochen, d.h. es könnte gut sein, dass in den kommenden Monaten auch die Immobilienpreise - auch in Folge der Auswirkungen der Pandemie - sinken könnten. Eine klare Empfehlung würde ich heute nicht mehr geben wollen.
"There ain’t no such thing as a free lunch" Milton Friedman
Irgendjemand wird dafür bezahlen - er wird es noch nicht wissen...

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Sapnovela
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Sapnovela » 04.03.2021, 10:36

Hannoveraner » 04.03.2021, 07:15 hat geschrieben:
Die Kernaussage auf das sich dieser Post beruft sind die steigenden Baukosten durch die CO2 Maßnahmen.
Darum geht es in dem aktuellen Austausch. Hier noch einmal zusätzlich mit der Fragestellung lohnt sich das CO2 und Energie technisch überhaupt im Verhältnis zum Aufwand. Kann man diese Milliarden die hier verbaut werden nicht sinnvoller nutzen?



Die CO2-Maßnahmen haben Einfluss auf die Baupreise, keine Frage, sind aber eben genau nicht der entscheidende Faktor. Du wirfst hier Nebelkerzen.

Das aktuelle Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt seit dem 1.11.2020, kann also die 2020er Preise nicht nennenswert beeinflusst haben. Die letzte Aktualisierung der EnEV war allerdings schon 2013. Ein nennenswerter Anstieg des Index für Baukosten ergab sich allerdings erst 2017. Die EnEV 2013 kann also nicht der Preistreiber gewesen sein.

Die Baupreise steigen seit 2017 wegen Vollauslastung der Branche. Zuwanderung, Nullzinsen, Anlagepanik, alles Treiber einer steigenden Nachfrage, die die Preise treibt. Mit den CO2-Maßnahmen hat das nur am Rande zu tun.

Wesentlich stärker als die Baupreise steigen allerdings die Grundstückspreise. Das ist alles statistisch belegt:

www-aktuelle-grundstueckspreise-de-deutschland.JPG

https://www.aktuelle-grundstueckspreise.de/deutschland

Weiterhin steigen die Baupreise natürlich wegen des Komfortgewinns der Wohnungen. Wer hat denn heute noch Aufputzleitungen für Strom oder Gas? Wer begnügt sich mit einer Steckdose neben der Tür? Nein es müssen Steckdosen in jede Wand, möglichst noch schaltbar. FHZ gegen Heizkörper hatten wir schon, elektrische Rollläden, etc.
Dieses Lamentieren über die CO2-Kosten ist wie Lamentieren darüber, dass ein Golf 7 wegen der CO2-Auflagen viel teurer ist als ein guter alter Golf 2, der hats ja schließlich auch getan. Klar gibts heute härtere Auflagen für den Verbrauch, aber den Komfortgewinn kann man schwer übersehen. Ich hab Wohnungen aus den 50ern, den 60ern, den 70ern, den 80ern und welche von nach 2000. Der Standard ist durchweg gestiegen. Klar steigt dann auch der Preis.

Last but not least: Am Ende zählt die total cost of ownership über einen längeren Zeitraum. Höheren Ausgaben beim Bau stehen niedrigere Ausgaben beim Betrieb gegenüber. Nicht alles rechnet sich bei Nullinflation. Aber die Inflation wird nicht bei 0,5% bleiben, ganz sicher nicht im Energiebereich.

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Hannoveraner » 04.03.2021, 17:22

Du schreibst ich werfe Nebelkerzen
Es sind keine Nebelkerzen , es sind 35 Jahre Berufserfahrung in der TGA Branche von denen ich 26 Jahre im Bereich technische Beratung tätig bin und gerade mit der Thematik hauptsächlich zu tun habe. Ich habe in der Beratung vom Handwerksbetrieb über den Planer zum Wohnungsbauunternehmen bis zum Projektentwickler zu tun. Hier teilweise mit engen persönlichen Kontakten zur Wohnungswirtschaft bis hin zu engen verwandtschaftlichen Beziehungen im Bereich GF Wohnungsunternehmen Neubau und Bestand. Von daher kannst du durchaus davon ausgehen das Ich weiß wovon ich rede und schreibe.
Ich habe dir genug technische Beispiele genannt die die Kosten nach oben treiben und könnte noch viel Tiefer einsteigen. Bringt aber nichts. Zudem habe ich einige Kennzahlen genannt mit denen du dich Beschäftigen könntest. Ohne jetzt exakte Zahlen nachzusehen gerne noch einmal grob umrissen. Der Anteil der TGA lag im Neubau Geschossbau 2005 bei ca. 20-25 %, 2010 bei 30-35% und heute bis 50%, wie mir ein Objektentwickler am Dienstag bestätigt hat. Geh mal davon aus das der restliche Baukörper durch immer stärkere Dämmung , dickere Fenster etc. nicht günstiger geworden ist.
Ein weiterer Punkt bei dem alle Bauträger gerade massive Bauchschmerzen haben ist die 2 Miete die durch die immer höheren Wartungskosten nach oben getrieben wird. Diese Entwicklung hauptsächlich durch die Forderung CO2 Reduktion. Besonders in den letzten 5Jahren haben diese Themen und Herausforderungen richtig Fahrt aufgenommen da hier Grenzen erreicht überschritten wurden. Nicht nur des Preises sondern auch der Umsetzbarkeit.
Die Herausforderungen durch die immer dichter werdenden Gebäudehüllen im Zusammenhang mit immer stärker werdenden Forderungen noch mehr Energie einzusparen lässt all dies weiter an Kosten Steigen Gerade der immer größer werdende Trend der Erdwärme oder Luftwärmetauscher setzt sich ja auch im Bereich MFH fort. Hier gibt es neben den Herausforderungen der Wärmeverteilung und Regelung immer die Herausforderung der Trinkwasserbereitung und Verteilung. Vor allem der Hygiene. Wie will man heute noch Energie einsparen? Es geht nur über niedrige Temperaturen. Die sorgen aber für massive Probleme beim Trinkwasser. Das in den Griff zu bekommen wird immer aufwendiger. Diese Forderungen werden die Kosten weiter nach oben treiben. In der Erstellung der Anlage , in der Überwachung und Betriebskosten.
Wenn du da inhaltlich oder sachlich Fragen zu hast sehr gerne .
Ab einem gewissen Punkt bitte per PN , da ich dann Zuviel von mir Preis geben würde. Ich kann dir konkrete Beispiele von Objekten inkl. Folge/ Betriebskosten benennen, da schlackern dir die Ohren.

Die Mehrkosten im Gesamtpaket holst du schon lange nicht mehr durch Einsparungen in der Energieersparnis raus.

Ich freu mich drauf. Mein Job war noch nie so sicher wie zur Zeit und in Zukunft, da die Anforderungen durch den Klimawahn so hoch sind, das die kaum noch umsetzbar sind und man Leute wie mich dringend braucht.

Was hat das mit Immokauf jetzt zu tun? Einiges.
Sind die Wohnungen / Häuser für einen Bezahlbar? Gib es noch Mieter die das begleiten können?
Vor allem was passiert wenn es doch in 5 oder 10 Jahren zu einer Umkehr kommt und Vorschriften gelockert werden. Dann gibt es auf einmal Neubau Wohnungen die 10% günstiger gebaut werden können.
In den Wohnungsverbänden der Bundesländer gibt es hier schon einen engen Austausch und Diskussionen mit den Bundesländern zu dem Thema. Hier gibt es sehr weit fortgeschrittene Überlegungen die Energetischen Maßnahmen zurückzufahren. Hier erst einmal für BSchein Wohnungen etc.
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marco11111
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon marco11111 » 04.03.2021, 18:20

Ob am Bau oder Corona oder wo auch immer mittlerweile: Deutschland ist aus meiner Sicht dabei, dem Begriff der Bananenrepublik eine neue Bedeutung zu verleihen bzw. ihn „weiterzuentwickeln“. Landläufig versteht man darunter ein Land, in dem eine lasche Gesetzgebung mit kaum vorhandener Sanktionierung existiert - in dem also nichts zuverlässig funktioniert. Deutschland besetzt die andere Extremposition: Ein vollkommen überreguliertes Land, das sich an der selbst geschaffenen Überkomplexität abarbeitet, so dass am Ende auch (bald) nichts mehr funktioniert. Bananenrepublik 2.0 - quasi.

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Bumerang » 05.03.2021, 06:43

Die Balearen-Regierung hatte am Dienstag (2.3.) angekündigt, die Eigentümer von 56 Wohnungen auf den Balearen für sieben Jahre zu enteignen, um dringend benötigte Sozialwohnungen zu schaffen. Enteignet - und entsprechend entschädigt - werden ausschließlich Immobilien von Eigentümern, die mindestens zehn Wohnungen besitzen, die seit mindestens zwei Jahren völlig ungenutzt leerstehen.


https://amp.mallorcazeitung.es/immobili ... 81057.html

Findet den Fehler! Na?

Der quasi Null Zinssatz. Wenn ich für mein Geld bei der Bank keine Zinsen bekomme, kann ich mir auch leisten keine Miete zu bekommen, insbesondere wenn der Wert ständig steigt, im Gegensatz zum Geld. Das passiert nun überall. Das Geld fließt in Immobilien, die natürlich ohne Mieter schneller für mehr Geld verkauft werden können. Im besten Fall Airbnb.

Wenn das Geld nix mehr wert ist (der Zins gehört dazu) sucht man nach Ersatz. Für großes Geld es Immobilien, für kleineres Geld EM, Oldtimer etc.

Der Nullzins kann nicht dauerhaft funktionieren. Erst Recht kein Negativzis.

Das System ist völlig durcheinander.

Der Plan war, das meiste Geld in den Aktienmarkt und in Staatsanleihen zu treiben. Das klappt nicht ganz.

Diese Investoren schauen überhaupt nicht mehr auf die rechnerische Mietrenditte! Für die ist das Investment eine Rettung vor dem Kollaps.

Der Staat hat fertig! Man kann Menschen täuschen, aber nicht Mathematik außer Kraft setzen.
Gruß

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Hannoveraner » 05.03.2021, 07:49

Bumerang » 05.03.2021, 06:43 hat geschrieben:
Die Balearen-Regierung hatte am Dienstag (2.3.) angekündigt, die Eigentümer von 56 Wohnungen auf den Balearen für sieben Jahre zu enteignen, um dringend benötigte Sozialwohnungen zu schaffen. Enteignet - und entsprechend entschädigt - werden ausschließlich Immobilien von Eigentümern, die mindestens zehn Wohnungen besitzen, die seit mindestens zwei Jahren völlig ungenutzt leerstehen.


https://amp.mallorcazeitung.es/immobili ... 81057.html

Findet den Fehler! Na?

Der quasi Null Zinssatz. Wenn ich für mein Geld bei der Bank keine Zinsen bekomme, kann ich mir auch leisten keine Miete zu bekommen, insbesondere wenn der Wert ständig steigt, im Gegensatz zum Geld. Das passiert nun überall. Das Geld fließt in Immobilien, die natürlich ohne Mieter schneller für mehr Geld verkauft werden können. Im besten Fall Airbnb.

Wenn das Geld nix mehr wert ist (der Zins gehört dazu) sucht man nach Ersatz. Für großes Geld es Immobilien, für kleineres Geld EM, Oldtimer etc.

Der Nullzins kann nicht dauerhaft funktionieren. Erst Recht kein Negativzis.

Das System ist völlig durcheinander.

Der Plan war, das meiste Geld in den Aktienmarkt und in Staatsanleihen zu treiben. Das klappt nicht ganz.

Diese Investoren schauen überhaupt nicht mehr auf die rechnerische Mietrenditte! Für die ist das Investment eine Rettung vor dem Kollaps.

Der Staat hat fertig! Man kann Menschen täuschen, aber nicht Mathematik außer Kraft setzen.



Interessant ist dabei der Punkt das in einem anderen Bericht der Zeitung geschrieben wird das die Mietpreise gerade extrem zurückgehen. Selbst in der Altstadt von Palma sind Wohnungen unter 500€ zu Mieten.
Wenn man bedenkt das es in den letzten Monaten zu einem Massenzustrom von Refugees kam, kommt bei mir der Verdacht auf das diese enteigneten Wohnungen für diese Klientel gedacht ist. Momentan werden viele in Hotels untergebracht die entsprechend danach aussehen und hohe Kosten verursachen.
Würde eine schöne Münze darauf verwetten das dem so ist. Gerne auch eine größere.
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Bumerang » 01.04.2021, 07:48

https://www.bgvht.de/startseite/kostene ... en-sitzen/

Kostenexplosion bei Baumaterialien – Baufirmen bleiben oft auf den Mehrkosten sitzen


An Alle die darauf warten, "bald günstig" eine Immobilie zu kaufen.

Dass die Inflation nicht nur "mit dem Brotpreis" gemessen werden soll, werden Viele bald merken.

Der Verfall des Euro ist nicht nur an den nominalen Wechselkurse zu messen.
Mag er stärker (geworden) sein nominal, als andere Währungen. Wenn aber in diesen Ländern die Bevölkerung mehr frisches Geld bekommt als in Deutschland, haben die anderen mehr in der Tasche und kaufen auch "teuer".

Die "kapitalistischen Hardliner" aus USA verschenken Geld an die Bevölkerung, während die "Sozialisten" in Deutschland die Konzerne subventionieren , die Bevölkerung und die KMU's aber ausbluten lassen. smilie_01

Das wird sich noch auf Kleidung und andere Güter ausdehnen. Jetzt schon kosten gute Kleidung und Schuhe viel Geld! Billig ist nur Ramsch, wo die Nähte nach 6 Monaten aufgehen und Poliester statt Baumwolle/Wolle verwendet wurde, bzw "Einwegschuhe" die bis zum nächsten Regen halten.

1990 kosteten ein paar Lederschuhe für Herren 50DM im unteren Bereich. Nicht die Schönsten aber gut verarbeitet und stabil. Die meisten habe ich im guten Zustand weg geworfen.

Heute gibt es keine Lederschuhe unter 100€, Mal von Sonderangeboten die nur knapp drunter sind, abgesehen.

Die Miete für eine 3ZKB war 700 DM warm und das Gehalt einer Verkäuferin 1800DM Netto. Sie hätte darin allein leben können mit dem Geld!!

Heute verdient die Verkäuferin 1500€ Netto und zahlte alles für die Miete.
Gruß

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Hannoveraner » 01.04.2021, 08:55

Bumerang » 01.04.2021, 07:48 hat geschrieben:https://www.bgvht.de/startseite/kostenexplosion-bei-baumaterialien-baufirmen-bleiben-oft-auf-den-mehrkosten-sitzen/

Kostenexplosion bei Baumaterialien – Baufirmen bleiben oft auf den Mehrkosten sitzen


An Alle die darauf warten, "bald günstig" eine Immobilie zu kaufen.

Dass die Inflation nicht nur "mit dem Brotpreis" gemessen werden soll, werden Viele bald merken.

Der Verfall des Euro ist nicht nur an den nominalen Wechselkurse zu messen.
Mag er stärker (geworden) sein nominal, als andere Währungen. Wenn aber in diesen Ländern die Bevölkerung mehr frisches Geld bekommt als in Deutschland, haben die anderen mehr in der Tasche und kaufen auch "teuer".

Die "kapitalistischen Hardliner" aus USA verschenken Geld an die Bevölkerung, während die "Sozialisten" in Deutschland die Konzerne subventionieren , die Bevölkerung und die KMU's aber ausbluten lassen. smilie_01

Das wird sich noch auf Kleidung und andere Güter ausdehnen. Jetzt schon kosten gute Kleidung und Schuhe viel Geld! Billig ist nur Ramsch, wo die Nähte nach 6 Monaten aufgehen und Poliester statt Baumwolle/Wolle verwendet wurde, bzw "Einwegschuhe" die bis zum nächsten Regen halten.

1990 kosteten ein paar Lederschuhe für Herren 50DM im unteren Bereich. Nicht die Schönsten aber gut verarbeitet und stabil. Die meisten habe ich im guten Zustand weg geworfen.

Heute gibt es keine Lederschuhe unter 100€, Mal von Sonderangeboten die nur knapp drunter sind, abgesehen.

Die Miete für eine 3ZKB war 700 DM warm und das Gehalt einer Verkäuferin 1800DM Netto. Sie hätte darin allein leben können mit dem Geld!!

Heute verdient die Verkäuferin 1500€ Netto und zahlte alles für die Miete.


Das ganze geht weiter. Es sind die ersten Produkte nicht mehr Lieferbar. Das hat 2 Gründe.
1. Panikkäufe. Die Händler und Handwerker versuchen sich gerade die Läger vollzuknallen um vor den Preiserhöhungen zu kaufen. Einige Lieferanten liefern wie bestellt ohne zu Deckeln und können nicht so schnell nachproduzieren. Nun haben einige Händler das Lager voll, andere bekommen nichts mehr. Was natürlich die Situation verschärft.
2. Lieferfähigkeit Rohstoffe. Gerade Kunststoffgranulate werden knapp. Die ersten Produkte können derzeit nicht geliefert werden weil Granulate fehlen oder was noch absurder klingt. Es fehlen Verpackungsmaterialien.

Wird nach VOB beauftragt können die Handwerker die Mehrkosten weiterreichen. Wird nach BGB beauftragt nicht. Der Hausverkäufer bleibt nach Vertragsabschluss in der Regel auf den Mehrkosten hängen.
Kommt es jetzt zu Materialengpässen und der Handwerker kann seine Leistung nicht erbringen, wird das noch schlimmer. Bauzeitenverzug, Kostenanmeldungen der anderen Betriebe etc.
Du glaubst gar nicht was in den letzten 3-4 Monaten in der Baubranche los ist. Da herrschen teilweise Panikartige Zustände. Die Preise und Lieferfähigkeit, Corona und die Schutzmaßnahmen, Auftragsbücher voll, Fachkräftemangel usw. Auch das schlägt sich auf die Preise wieder. Nach Jahren des Preisdrucks schlagen viele Betriebe zu und verdienen endlich wieder richtig gutes Geld
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Aurargint » 01.04.2021, 09:08

Bumerang » 01.04.2021, 07:48 hat geschrieben:https://www.bgvht.de/startseite/kostenexplosion-bei-baumaterialien-baufirmen-bleiben-oft-auf-den-mehrkosten-sitzen/

Kostenexplosion bei Baumaterialien – Baufirmen bleiben oft auf den Mehrkosten sitzen


An Alle die darauf warten, "bald günstig" eine Immobilie zu kaufen.

Dass die Inflation nicht nur "mit dem Brotpreis" gemessen werden soll, werden Viele bald merken.

Der Verfall des Euro ist nicht nur an den nominalen Wechselkurse zu messen.
Mag er stärker (geworden) sein nominal, als andere Währungen. Wenn aber in diesen Ländern die Bevölkerung mehr frisches Geld bekommt als in Deutschland, haben die anderen mehr in der Tasche und kaufen auch "teuer".

Die "kapitalistischen Hardliner" aus USA verschenken Geld an die Bevölkerung, während die "Sozialisten" in Deutschland die Konzerne subventionieren , die Bevölkerung und die KMU's aber ausbluten lassen. smilie_01

Das wird sich noch auf Kleidung und andere Güter ausdehnen. Jetzt schon kosten gute Kleidung und Schuhe viel Geld! Billig ist nur Ramsch, wo die Nähte nach 6 Monaten aufgehen und Poliester statt Baumwolle/Wolle verwendet wurde, bzw "Einwegschuhe" die bis zum nächsten Regen halten.

1990 kosteten ein paar Lederschuhe für Herren 50DM im unteren Bereich. Nicht die Schönsten aber gut verarbeitet und stabil. Die meisten habe ich im guten Zustand weg geworfen.

Heute gibt es keine Lederschuhe unter 100€, Mal von Sonderangeboten die nur knapp drunter sind, abgesehen.

Die Miete für eine 3ZKB war 700 DM warm und das Gehalt einer Verkäuferin 1800DM Netto. Sie hätte darin allein leben können mit dem Geld!!

Heute verdient die Verkäuferin 1500€ Netto und zahlte alles für die Miete.


Beim Punkt mit der Miete stimme ich zu, bei den Schuhen nicht: 50 DM 1990 entsprachen in etwa den 100 Euronen von heute.

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Bumerang » 01.04.2021, 17:25

Hannoveraner » 01.04.2021, 08:55 hat geschrieben:

Du glaubst gar nicht was in den letzten 3-4 Monaten in der Baubranche los ist. Da herrschen teilweise Panikartige Zustände. Die Preise und Lieferfähigkeit, Corona und die Schutzmaßnahmen, Auftragsbücher voll, Fachkräftemangel usw. Auch das schlägt sich auf die Preise wieder. Nach Jahren des Preisdrucks schlagen viele Betriebe zu und verdienen endlich wieder richtig gutes Geld


Ich glaube nicht, ich weiß es :wink: Heute nicht mehr als 5 Säcke Quarzsand beim Baustoffhändler (nicht Baumarkt) bekommen!


Aurargint » 01.04.2021, 09:08 hat geschrieben:
Beim Punkt mit der Miete stimme ich zu, bei den Schuhen nicht: 50 DM 1990 entsprachen in etwa den 100 Euronen von heute.


smilie_08 Du weißt schon, dass 1€ = 2DM und nicht umgekehrt, oder?

Ich habe nur ein Ostblock Abitur smilie_07 , aber zu Fuß gerechnet mit dem 3-Satz komme ich auf Folgendes.

Schuhe vs Gehalt einer Verkäuferin

50 DM ----------------- 1800 DM (netto)
200 DM (100€)--------- x DM (netto)

x = 7200 DM bzw 3.600€ Netto So viel müsste die Verkäuferin heute verdienen, wenn 50 DM von damals 100€ von heute entsprächen. In einem Ferrari Autohaus vielleicht, bei C&A sicher nicht.

Damals konnte sie 36 Paar Herrenschuhe kaufen, heute nur 15. Ihre Kaufkraft ist um mehr als 50% gesunken!
Gruß

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Aurargint » 01.04.2021, 20:27

Bumerang » 01.04.2021, 17:25 hat geschrieben:
Hannoveraner » 01.04.2021, 08:55 hat geschrieben:

Du glaubst gar nicht was in den letzten 3-4 Monaten in der Baubranche los ist. Da herrschen teilweise Panikartige Zustände. Die Preise und Lieferfähigkeit, Corona und die Schutzmaßnahmen, Auftragsbücher voll, Fachkräftemangel usw. Auch das schlägt sich auf die Preise wieder. Nach Jahren des Preisdrucks schlagen viele Betriebe zu und verdienen endlich wieder richtig gutes Geld


Ich glaube nicht, ich weiß es :wink: Heute nicht mehr als 5 Säcke Quarzsand beim Baustoffhändler (nicht Baumarkt) bekommen!


Aurargint » 01.04.2021, 09:08 hat geschrieben:
Beim Punkt mit der Miete stimme ich zu, bei den Schuhen nicht: 50 DM 1990 entsprachen in etwa den 100 Euronen von heute.


smilie_08 Du weißt schon, dass 1€ = 2DM und nicht umgekehrt, oder?

Ich habe nur ein Ostblock Abitur smilie_07 , aber zu Fuß gerechnet mit dem 3-Satz komme ich auf Folgendes.

Schuhe vs Gehalt einer Verkäuferin

50 DM ----------------- 1800 DM (netto)
200 DM (100€)--------- x DM (netto)

x = 7200 DM bzw 3.600€ Netto So viel müsste die Verkäuferin heute verdienen, wenn 50 DM von damals 100€ von heute entsprächen. In einem Ferrari Autohaus vielleicht, bei C&A sicher nicht.

Damals konnte sie 36 Paar Herrenschuhe kaufen, heute nur 15. Ihre Kaufkraft ist um mehr als 50% gesunken!


Ich rechne anders: Damals für 50 Mark = Einkaufswagen voll, heute 100 Euronen = Einkaufswagen voll.
Bei der Umstellung galt zwar: 1 Eurone = knapp 2 Mark, hielt aber nicht lange... smilie_04

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Schubidu » 01.04.2021, 21:53

... es ist doch immer dasselbe, da werden einfach Zahlen in den Raum gestellt und für eine Berechnung herangezogen, damit das Ergebnis zur Argumentation paßt.

Wenn man dann versucht die Zahlen zu verifizieren, stellt man fest, dass sie falsch sind.

Hier auf Seite 4 (unten) die Tariflöhne im Einzelhandel http://www.tarifregister.nrw.de/pdf/tar ... g-2016.pdf

Ungelernt gab es 1.511,30 DM brutto im Monat und qualifiziert gab es 1.778,-- DM brutto im Monat.

Als gab es die 1.800 DM, die man uns hier als Nettolohn einer Verkäuferin in 1990 vormachen will, nicht mal als Bruttolohn.

Genauso falsch ist es, dass 1990 eine 3-Zimmer-Wohnung 700 DM warm gekostet hat. Das mag im Dorf in der Pampa so gewesen sein, aber da kann ich eine solche Wohnung auch heute noch für 500 - 600 € warm mieten. Kaltmieten von 10 - 12 DM pro qm waren auch in den 90er Jahren in Randgebieten üblich. In Ballungszentren deutlich mehr, in diesem Artikel https://www.abendzeitung-muenchen.de/mu ... art-475783 wird geschrieben, dass die qm-Miete in München 1990 bei 9,50 € (= 18,58 DM) lag. Somit hat eine 70 qm 3-Zimmerwohnung in München 1990 schon 1.300 DM kalt + ca. 300 DM Nebenkosten gekostet. Mit den oben genannten Tariflöhnen konnte eine Verkäuferin in der Großstadt damals ebensowenig ihre Miete bezahlen, wie heute.

Natürlich hat sich in den "einfachen" Berufen seit 1990 nichts zum Besseren verändert, eher im Gegenteil, insbesondere im Vergleich zu den Mietpreisen. Aber so wie es dargestellt wurde, ist es eben auch nicht.

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Bumerang » 03.04.2021, 05:21

Schubidu » 01.04.2021, 21:53 hat geschrieben:... es ist doch immer dasselbe, da werden einfach Zahlen in den Raum gestellt und für eine Berechnung herangezogen, damit das Ergebnis zur Argumentation paßt.


In der Tat.

Wer hat von München gesprochen?

Ich selbst hatte kanapp unter 700 bezahlt in einem MFH aus den 70-ern in einer Stadt in BW mit ca 300k Einwohner.

Meine damals noch zukünftige Schwiegermutter hatte 1800 DM Netto inkl. Verkaufsprämie verdient bei Appelrath & Cüpper. Sie wohnten in einer 96qm 4ZKB Wohnung für ca 900 warm.
Mein damals zukünftiger Schwiegervater
Verdiente als Montagearbeiter in einer großen Fabrik in zwei Schichten ca 2600 Netto. Egal wie man rechnet, die Kaufkraft der meisten Menschen ist stark gesunken.

Aurargint irgendwie willst du unbedingt mir das Gegenteil beweisen, sagst aber haargenau das selbe wie ich smilie_11

Ich erinnere mich noch an einem Bekannten mit einem Laden, der wollte ein großes Haus an der Weinstraße mieten für ca 2000DM mieten. Das Haus hatte 6 Zimmer, einen großen Garten, Pool etc. War mit ihm zur Besichtigung.
Hat sich aber dagegen entschieden. Dafür in in der Stadt ein etwas kleineres mit kleinem Garten für 1400 genommen.
Gruß

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Schubidu » 03.04.2021, 09:42

Es freut uns natürlich alle, dass deine Schwiegermutter übertariflich verdient hat. Es ist dennoch nicht die Regel, die Regel wird durch die Tariflöhne abgebildet, die ich verlinkt hatte. Und es wird auch heute Verkäuferinnen geben die mehr verdienen. Aber das ist ebensowenig die Regel, wie sie es 1990 war.

Du führst nun die 300.000 Einwohner-Stadt in BW als Mietbeispiel an. Gut, das dürfte Karlsruhe sein. Wenn ich mir nun die Mietpreise für 3-Zimmer-Wohnungen in Karlsruhe ansehe https://www.immobilienscout24.de/Suche/ ... esult_list

wird schnell klar, dass Deine Aussage, die 1.500 € netto der Verkäufering reichen nicht für die Warmmiete auch ins Reich der Märchen und Fabeln gehört, wie Deine Angaben zum Nettoverdienst 1990. Denn drei von den nur vier angebotenen 3-Zimmern-Wohnungen in Karlsruhe liegen unter 1.000 € warm und das bei Neuvermietung, wo die Preise ja höher sind als die Bestandsmieten.

Die Bestandsmieten liegen in Stuttgart, der teuersten Mietstadt Deutschlands bei durchschnittlich 10,38 € pro qm. Der Durchschnitt aller Mietspiegelstädte in Deutschland liegt bei einer Bestandsmiete von 7,11 € netto/kalt pro qm.
Quelle: https://www.ka-news.de/ratgeber/bauen/b ... 58,2637092

Ich habe ja geschrieben, dass es schlechter geworden ist. Das ist uns allen klar, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Aber es reicht, sich bei der Verschlechterung an die Fakten zu halten.

Sorry, aber wenn ich solche Berechnungen lese, die mir unplausibel erscheinen, versuche ich einfach die Zahlen zu verifzieren. Dass ich dabei festgestellt habe, dass Deine Zahlen so nicht stimmen, liegt nicht an mir ... ;)

Vielleicht sollte man spätestens, wenn aufgeflogen ist, dass man übertrieben hat, die Eier haben es zuzugeben ;)


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