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Immobilienkauf Jetzt ?

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Der Telefonmann
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Der Telefonmann » 29.11.2018, 22:11

Bumerang hat geschrieben:
Der Telefonmann hat geschrieben:Vor dem Staat ;)

Dann muss du sie ins Ausland bringen :-)


Wenn Das so einfach wäre :roll:

Ich hatte einen Bericht gelesen, welcher Immobilienbesitzern zur Stiftungsbildung geraten hat. Es gibt wohl schon Banken, welche bei der Immobilienfinazierung auf dieses Modell setzen, da die Immobilien dann wohl besser vor staatlichen Zugriff geschützt werden (Für den Fall der Fälle).
Ich hatte gehofft, daß hier vielleicht schon Jemand Erfahrungen gesammelt hat.

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JSBroker
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon JSBroker » 30.11.2018, 09:03

wintertanne hat geschrieben:@bumerang

Auch wenn dein Beitrag schon älter ist, gerade bei uns aktuell.
Auf Wunsch meiner Frau , da ich selbst kein Freund von Wohneigentum bin, gehen wir halbjährlich zum lokalen Immo Makler.

Immer die gleichen Eckdaten, lediglich unser Eigenkapital erhöht sich.
Nunja, mal wieder im Schnitt rund 5% höher als letztes mal. So heftig können wir als junge Familie gar nicht ansparen, um allein die Steigung zu kompensieren.
Ergo, die Preise steigen schneller als wir derzeit Sparen können ( Dank Sonderzahlung und Supersommer bei uns knapp ein Tusi pro Monat).
Dann kommt zum Schluss die Anektode vom mein 50. Besten Freund dem Makler. Hätten sie mal vor 2 Jahren was Neues gekauft, dann könnten Sie heute einziehen oder direkt für rund 15% weiter veräußern können, besser wäre nur noch die Vermietung. Bei den Neumieten zur Zeit.

Jo, oder wie ich es mag, in meiner Mietwohnung sitzen und dem Eigentümer haufen Geld in den Rachen werfen, wie mein 50. Bester Kumpel so sagt.


Und was ist jetzt die Frage oder die Aussage dieses Posts? smilie_08

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Sapnovela
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Sapnovela » 30.11.2018, 14:02

Der Telefonmann hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:
Der Telefonmann hat geschrieben:Vor dem Staat ;)

Dann muss du sie ins Ausland bringen :-)


Wenn Das so einfach wäre :roll:

Ich hatte einen Bericht gelesen, welcher Immobilienbesitzern zur Stiftungsbildung geraten hat. Es gibt wohl schon Banken, welche bei der Immobilienfinazierung auf dieses Modell setzen, da die Immobilien dann wohl besser vor staatlichen Zugriff geschützt werden (Für den Fall der Fälle).
Ich hatte gehofft, daß hier vielleicht schon Jemand Erfahrungen gesammelt hat.

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Dazu müsste vielleicht erst erklärt werden, vor welcher Art von Zugriff Du sprichst.

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Bumerang
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Bumerang » 30.11.2018, 14:22

Sapnovela hat geschrieben:
Der Telefonmann hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Dann muss du sie ins Ausland bringen :-)


Wenn Das so einfach wäre :roll:

Ich hatte einen Bericht gelesen, welcher Immobilienbesitzern zur Stiftungsbildung geraten hat. Es gibt wohl schon Banken, welche bei der Immobilienfinazierung auf dieses Modell setzen, da die Immobilien dann wohl besser vor staatlichen Zugriff geschützt werden (Für den Fall der Fälle).
Ich hatte gehofft, daß hier vielleicht schon Jemand Erfahrungen gesammelt hat.

smilie_24


Dazu müsste vielleicht erst erklärt werden, vor welcher Art von Zugriff Du sprichst.


Genau das meine ich, wir drehen uns im Kreis.

Das Rundumsorglos Paket gibt es nicht. Man kann nur Erträge vor dem Fiskus schützen, die Immobilie selbst nicht. Wenn eine Zwangshypothek eingeführt, oder die Grundsteuer stark erhöht wird (eher wahrscheinlich) nutzt die Stiftung wohl nichts. Echte gemeinnützige Stiftungen werden ggf geschont, aber sicher nicht solche Steuerkonstrukte.

Hat man ein Mehrfamilienhaus kann man es einer Liechtensteiner Stiftung übertragen und so zumindest die Mieterträge steueroptimiren. Aber das was heute gilt, kann morgen anders sein.

Diese dinge sind komplizierte juristische Konstrukte, die in einem Forum nicht annähernd geklärt werden können.

So als grobe Richtung, kann man davon ausgehen, dass Omas Häuschen, auch mit ELW, wohl nicht in Frage kommt. Da muss man schon eine paar Objekte haben, sonst wird es zu teuer.
Gruß

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Argentum Amicum
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Argentum Amicum » 30.11.2018, 16:14

Telefonmann, hier ein paar Gedanken dazu:

„Immobilien schützen vor staatlichem Zugriff“ wird nur mit sehr komplexen Strukturen möglich sein, wenn überhaupt (je nach Entwicklung der Gesetzeslage).

Man kann allenfalls Haftungen und Steuern optimieren, bspw. durch:

1.) Eigennützige Familienstiftung (hier empfehle ich dringend einen darauf spezialisierten Steuerberater und einen Stiftungsberater mit ins Boot zu nehmen, es gibt hier unzählige „Fallstricke“). Hierzu bitte auch nach „Erbersatzsteuer“ googlen (fällt alle 30 Jahre an).
Bitte nicht mit „Gemeinnütziger Stiftung“ verwechseln.

2.) Vermögensverwaltende GmbH (hier ist keine Gewerbesteuer zu entrichten, wenn keinerlei gewerbliche Tätigkeiten ausgeübt werden und auch keine Unternehmensbeteiligungen gehalten werden), Versteuerung also „nur“ mit 15% Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag.
Aber Achtung: Selbst eine vermietete Einbauküche, der Sendemasten vom Telekommunikations-Anbieter auf dem Dach und viele weitere Tatbestände infizieren die VV GmbH bereits gewerblich!
Zudem ist ein steuerfreier Verkauf nach 10 Jahren hier nicht möglich! Am besten also hier Immobilien mit hoher Rendite/positivem Cashflow und eher niedriger Wertentwicklung rein packen.

3.) Beim gewerblichen Grundstückshandel (Kauf, ggf. Aufwertung und Verkauf von Immobilien) macht eine eigens dafür geführte GmbH Sinn, schon alleine um den privaten Bestand nicht gewerblich zu infizieren (Stichwort: „3-Objekte-Grenze“, Google hilft auch hierzu).

4.) Privat Immobilien mit hohem Wertsteigerungspotential kaufen (in der Regel sind die Renditen hier sehr gering), diese vermieten und nach mind. 10 Jahren „steuerfrei“ verkaufen (der Veräußerungsgewinn muss hier nach §23 EStG nicht versteuert werden, zumindest noch nicht, ich hoffe, dass dieses auch noch lange so bleibt).
Bei der komplett eigengenutzten Immobilie muss diese 10-Jahres-Frist nicht eingehalten werden.
Bei der selbst genutzten Immobilie sollte ein Wechsel/Verkauf aber auch nicht alle paar Monate erfolgen, der Sachbearbeiter beim Finanzamt bekommt ansonsten ein „rotes Lämpchen“ auf seinem Bildschirm. :wink:

Es gibt noch weitere Möglichkeiten und Strategien, ich möchte hier aber ausdrücklich nicht steuerlich oder juristisch beraten, sondern empfehle, hierzu immer vorab Beratung von spezialisierten Steuerberatern, Stiftungsberatern und Rechtsanwälten einzuholen.
Und ja, diese Dienstleister nehmen für Ihre Expertise nicht nur ein paar Silberunzen, sondern mindestens mal einige Goldunzen. Fehler in diesen Bereichen können allerdings ein Vielfaches davon kosten.
Viele Grüße
Argentum Amicum

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Der Telefonmann » 30.11.2018, 17:02

Ich geht mir nicht um ein Steuersparmodell, sondern eher um den Zugriff durch eine Zwangshypothek.

Ich habe den Bericht jetzt endlich bei Youtube wiedergefunden. Eure Erfahrung und Meinung würde mich interessieren.

https://m.youtube.com/watch?v=3_bE_tWfXIE

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Argentum Amicum
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Argentum Amicum » 30.11.2018, 19:28

Telefonmann, ich kann das im Video Mitgeteilte nicht in Gänze nachvollziehen.

„Ich habe gehört, dass….“, „ein befreundeter Anwalt ist der Meinung, dass….“
Ich kann eher mit der Nennung von konkreten Gesetzen oder Paragraphen umgehen.
Diese kann ich lesen, interpretieren und mir ggf. Abhandlungen oder Rechtsprechung dazu ansehen.
Mein Eindruck war, dass es sich hier um reine „Angstmacherei“ handelt.

Auch der Sinn der Idee, eine Immobilie in eine GbR zu packen, erschließt sich mir in dem Zusammenhang nicht. Eine GbR ist eine Personengesellschaft. Die Besteuerung erfolgt auch hier über die Einkommensteuer. Ein „Schutz“ der Immobilie „weil es sich bei der GbR um eine Gesellschaft handelt“ ist nach meinem Ermessen ebenso nicht vorhanden, als wenn ich die Immobilie privat halte.

Da macht ggf. eher eine GmbH Sinn, weil es sich hier um eine eigenständige Kapitalgesellschaft handelt.
Aber auch EINE private Immobilie in eine GmbH zu packen, macht in den meisten Fällen keinen Sinn, wenn sie nicht gerade einen siebenstelligen Wert hat.
Selbst wenn, würden hierfür erneut Kaufnebenkosten anfallen (Grunderwerbsteuer, Notargebühren, Amtsgericht).
Neben diesen einmaligen Kosten hat man auch nicht unerhebliche Strukturkosten durch die Kapitalgesellschaft: Kosten für Steuerberater, Veröffentlichungspflichten (Bilanz) und und und…

Hier werden derart viele Dinge durcheinander geworfen.
Natürlich gibt es gesetzliche Regularien bei der Kreditvergabe und auch Regularien für den fortlaufenden Kredit. Basel III und die Wohnimmobilienkreditrichtlinie seien hier im Wesentlichen genannt.

Und ja, wenn sich wesentliche Merkmale beim Kreditnehmer ändern (bspw. er/sie verliert den Job oder die Immobilie hat einen deutlichen Wertverlust zu verzeichnen), darf die Bank zusätzliche Sicherheiten verlangen, ist doch klar.
Solange man aber den Kredit regelmäßig und ohne Ausfälle bedient, kann die Bank doch nicht „…Kraft Gesetz ab 2019…“ die Immobilie einfach verwerten, sie also der Zwangsversteigerung zuführen. Wenn die Bank (im Extremfall und das auch nur unter ganz bestimmten Bedingungen) den Kredit kündigen sollte, warum sollte ich dann nicht den Kredit (die Restschuld) auf einen Schlag abzahlen dürfen (Umfinanzierung über eine andere Bank, Geld leihen bei Verwandten/Freunden)?

Ich möchte hier ausdrücklich nicht behaupten, dass es hier um die Beschaffung von Mandaten für den im Video erwähnten Anwalt geht, doch mir erschließt sich dieses Ängste schüren leider nicht.

Wenn ich die Kommentare unter dem Video sehe, sagt dieses auch schon einiges über die Zielgruppe aus, sinngemäß steht dort: „Die blöden Reichen werden immer reicher“, „es gibt in diesem BRD keine Gesetzgeber“, „alles eine Schweinerei“, „Die Banken und der Staat sind Drecksgesindel“ usw.
Klischeehafter können Kommentare kaum sein. Wieder mal geht es gegen "die da oben", diese einfache Gesinnung ist mir zu pauschal und zu wenig differenziert.
Ich mag kritisches Denken sehr, aber bitte mit Sach- und Fachverstand.
Viele Grüße
Argentum Amicum

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon lifesgood » 30.11.2018, 20:16

Danke für Deine Ausführungen smilie_01

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Maple Leaf » 30.12.2018, 19:27

@Argentum Amicum
Ich stimme lifesgood absolut zu, du bist mir bisher sehr positiv aufgefallen ... smilie_02
Liebe Grüße vom Ahornblatt

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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Argentum Amicum » 30.12.2018, 19:41

Herzlichen Dank für die Wertschätzung an lifesgood und MapleLeaf.

Bisher lese ich hier im Forum wesentlich mehr, als zu schreiben und habe hier schon viel zum Thema Edelmetalle lernen dürfen.
Dafür meinen Dank an alle Forenmitglieder. smilie_14
Viele Grüße
Argentum Amicum

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon libelle » 17.09.2019, 09:51

Also in meinem Bekanntenkreis hat das Interesse an Gold deutlich zugenommen.
Aufmerksamer als sonst wird in der Presse schon verfolgt wohin die Reise noch gehen mag.

Es fließt derzeit aber auch viel Geld im Immobilien und Ackerland, wobei sich natürlich auch dort noch herausstellen muss, ob die Preise am Ende gerechtfertigt waren.

Aber ich denke auch, dass es noch sehr viele Menschen in unserem Land gibt, die noch nicht so Recht wissen wohin mit der Kohle. Sich vielleicht auch nicht trauen andere Wege als bisher zu gehen.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 17.09.2019, 10:17

... nachdem Negativzinsen für Normalos nun doch in den Mainstream-Medien angekommen sind, suchen viele nach Alternativen, weil sie ihrem Geld nicht beim Schrumpfen zusehen möchten..

Gold (und Silber) sind da am Einfachsten. Man kauft es und läßt es liegen. Dafür hat man aber auch keine Rendite

Immobilien sind momentan so eine Sache. Neubau ist schweineteuer und kauft man eine Bestandsimmobilie so können da mit der ganzen Klimageschichte doch unerwartet weitere erhebliche Kosten durch gesetzliche Vorschriften kommen. Ist schwierig momentan.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon saho111 » 17.09.2019, 10:57

Wer genügend Kohle (und EM) hat, sollte sich vielleicht auch mal in einem anderen Land nach Immobilien umschauen. Ich sehe hier zu viele Risiken für einen Immo Kauf, neben der auch immer schlechter werdenden Lebensqualität hier in D.

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon lifesgood » 17.09.2019, 11:56

... das hängt nicht unerheblich von den familiären Bindungen ab, die der Einzelne hat. Für mich wäre das daher nichts.

lifesgood

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Re: Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall, Teil 7

Beitragvon saho111 » 17.09.2019, 13:10

Das stimmt, das ist auch ein Grund bei mir warum ich es noch nicht getan habe. Aber man sollte auch mal an sich denken, und wenn es nur für 2-3 Monate im Jahr ist, ansonsten ist das eigene Leben schnell vorbei oder man ist nicht mehr in der Lage dazu.


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