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Immobilienkauf Jetzt ?

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el-habib
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Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon el-habib » 05.06.2012, 10:58

Hallo zusammen,


Hatte gestern ein Gespräch mit einem befreundeten Pärchen, die mir lang und breit über Ihr neu gekauftes Häuschen vorgeschwärmt haben,
Das sie sich soeben zugelegt haben - ich hatte dann beiläufig was von Immobubble, Wirtschaftskrise und Geldentwertung fallen lassen -
Worauf ich dann einen tollen Vortrag über Betongold, niedrige Zinsen und krisensicheres Deutschland zu hören bekommen habe... smilie_08

Was meint die verehrte Forengemeinde denn zum Immobilienerwerb zum jetzigen Zeitpunkt - ich meine unter Berücksichtigung
Der wirtschaftlichen Lage?

Ich meine unter den normalen Bedingungen:

- Selbstgenutzt
- Mit EK-Quote 10-20 %
- Rest normal finanziert

Klug, weil eventueller Vorteil durch zukünftige Hyperinflation?

Unklug, weil evtl Immopreise momentan stark überbwertet?

Ich bin gespannt auf eure Sicht der Dinge...

grüßle

el-habib
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sbaenky
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Beitragvon sbaenky » 05.06.2012, 11:02

In meinen Augen kann sich ein Immo-Kauf zur Zeit durchaus (noch) lohnen. Man muss natürlich höllisch aufpassen, dass man keine überteuerte Immobilie erwirbt. Standort und Qualität sind natürlich ebenso zu berücksichtigen.

Bei den zur Zeit niedrigen Zinsen kann das echt lukrativ sein. Man muss nur etwas Glück haben und ein entsprechendes Objekt finden.
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bestone
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Beitragvon bestone » 05.06.2012, 11:12

Wenn ich kein Häuschen hätte, könnte ich mir aktuell durchaus vorstellen eins zu bauen.

Zinsen sind wirklich historisch niedrig, mit nur 10% Eigenkapitalquote würde ich mich allerdings nicht ran trauen. Wichtig auch bei evtl. "Schicksalsschlägen" sollte die Zins/Tilgungsrate noch zu zahlen sein.

Ich persönlich würde mir allerdings kein älteres Haus anschaffen, da hier meistens weit mehr investiert werden muss als man es voher bedenkt.

Bei allem Eigennutzung vorausgesetzt. Eine Imobillie als Anlage wäre mir zu riskant.
Viele Grüße
bestone

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haehnchen03
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Beitragvon haehnchen03 » 05.06.2012, 11:18

Immos sind im Moment recht gut und günstig zu kaufen.
Jedoch nur (meist) in ländlichen Gegenden.
Man braucht natürlich einen Fachmann an der Seite, der die Kosten der Renovierung sehr gut einschätzen kann.
EK von 10-20% halte ich persönlich für viel zu niedrig. 40% würde ich für geeigneter halten.
Ich habe mir mit einem Fachmann (Maurer) das schon öfters durchgerechnet.
Und bei 130.000 - 150.000 hast du da eine Toprenovierte Immo.

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HerrHansen
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Beitragvon HerrHansen » 05.06.2012, 11:18

Zur Selbstnutzung - ist ok, wenn das Gesamtpaket (LAGE!!!, Ausstattung, Preis, solide EK-Quote) stimmt.

zur Vermietung:
Eigentlich zu spät! Für unsere Region sind die Immo-Preise in den letzten 2 Jahren für ETW um etwa 30% gestiegen! Damit macht eine Vermietung nicht wirklich Spaß, weil selbst bei einer soliden Finanzierung kaum noch eine EK-Verzinsung übrig bleibt! Und 100% EK und dann V&V-Einkünfte versteuern wäre für mich auch kontraproduktiv...
hier bisher 40x erfolgreich gehandelt!
negative Erfahrungen 0 [null]

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Augsburger
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Re: Immobilienkauf Jetzt ?

Beitragvon Augsburger » 05.06.2012, 11:19

el-habib hat geschrieben:Hallo zusammen,


Hatte gestern ein Gespräch mit einem befreundeten Pärchen, die mir lang und breit über Ihr neu gekauftes Häuschen vorgeschwärmt haben,
Das sie sich soeben zugelegt haben - ich hatte dann beiläufig was von Immobubble, Wirtschaftskrise und Geldentwertung fallen lassen -
Worauf ich dann einen tollen Vortrag über Betongold, niedrige Zinsen und krisensicheres Deutschland zu hören bekommen habe... smilie_08

Was meint die verehrte Forengemeinde denn zum Immobilienerwerb zum jetzigen Zeitpunkt - ich meine unter Berücksichtigung
Der wirtschaftlichen Lage?

Ich meine unter den normalen Bedingungen:

- Selbstgenutzt
- Mit EK-Quote 10-20 %
- Rest normal finanziert

Klug, weil eventueller Vorteil durch zukünftige Hyperinflation?

Unklug, weil evtl Immopreise momentan stark überbwertet?

Ich bin gespannt auf eure Sicht der Dinge...

grüßle

el-habib



Hallo el-habib

Schwer zu sagen. Ich würde es nicht machen. Wie lange ist Laufzeit? Haben sich deine Bekannten mal Informiert was in der Euro Zone abgeht? Wenn nein,dann haben sie unendliches Gottvertrauen das der Euro alternativlos ist. Ganz heißes Eisen.
Aber jeder muß selbst wissen was er macht.Meine Immo ist bezahlt und zwei Andorra sind mein eigen.
Du kannst mir glauben das ich ab Mitte 2010 einige schlaflose Nächte wegen einer Immo gehabt habe.
Damals war ich uninformiert und habe meine Immo über eine LV abbezahlt. Das würde ich nie wieder machen.
Wenn Immo dann in ca.3-5 Jahren wenn die Richtung klar ist. Das ist auch mein Ziel für die nächste Immo. Ich habe Zeit und schaue mir das Trauerspiel entspannt an.

Gruß Augsburger

DerFremde
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Beitragvon DerFremde » 05.06.2012, 11:40

Das Problem ist doch einfach das es keinen Unterschied macht ob die Zinsen hoch oder niedrig sind. Fremdfinanzierung Immobilien sind, waren und bleiben zu teuer.

Die Immobilien sind heute so teuer, dank der niedrigen Zinsen, das die Gesamtsumme (Tilgung+Zins) nicht günstiger ist als noch vor 20Jahren bei 8% Zinsen.

Gruß

MapleHF

Beitragvon MapleHF » 05.06.2012, 11:45

... ob Immos schon überbewertet sind, hängt nicht unwesentlich von der Lage ab.

In Groß- und Hochschulstädten (suche gerade am Studienort meiner 3. Tochter eine ETW) steigen die Preise brutal. Hier bei uns in der Provinz fallen sie immer noch.

Sicher, rein theoretisch ist eine Hyperinflation eine Chance, eine Immobilie "billig" abzubezahlen.

Allerdings sollte man dabei den Gegenspieler - die finanzierende Bank - nicht vergessen.

Wir haben wohl alle keine praktischen Erfahrungen mit einer Hyperinflation, aber ich denke mal, dass die steigenden Einkommen den steigenden Preisen in einem solchen Fall immer mindestens einen Schritt hinterherhinken würden.

Somit besteht durchaus die Gefahr, dass man vor der Frage steht; "Kaufe ich für meine Familie und mich was zu essen, oder Heizöl oder sonstwas Lebensnotwendiges, oder zahle ich lieber die Rate für das Haus".

In einem solchen Szenario würde wohl die finanzierende Bank jeden noch so kleinen Zahlungsverzug dazu nutzen, des Hauses habhaft zu werden.

Das Ganze mit 10 - 20% Eigenkapital wäre mir zu heiß.

MapleHf

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Mar1988cel
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Beitragvon Mar1988cel » 05.06.2012, 11:51

Das Ganze mit 10 - 20% Eigenkapital wäre mir zu heiß.


Das kommt auch auf den Kaufpreis an.

Wenn man sich in einer mittleren Großstadt (ca. 100.000 EW) eine 1 Zi.-Whg. zur Anlage kauft, dann kann man mit gut 20% EK das Objekt über die Miete finanzieren.

So uninteressant ist das sicher nicht, oder smilie_08
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haehnchen03
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Beitragvon haehnchen03 » 05.06.2012, 11:57

Naja ??????
rechne mal durch.
wären 80.000 Kredit.
Bei 5% Zins und Tilgung wären das Pro Jahr 4000€ und pro Monat 333€.
Also müßte die Miete 333€ kalt sein.
Das wirst du nicht ganz erreichen in einer mittleren Großstadt für ein 1 Zimmerapp.
oder????

Khan
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Beitragvon Khan » 05.06.2012, 12:31

Immobilie auf Raten. Muahaha. smilie_02
Ja die berühmte Altersvorsorge, das eigene Häuschen, so wird man von den Banken in die Kreditfalle gelockt.

Ne Immo ist das selbe wie ein Ferrari. Das Ding kauft man wenn man Kohle über hat.

Ich sag euch mal wie diese berühmte Altersvorsorge aussieht: Nach spätestens 35 Jahren, kannste Dach, Fenster und Heizung erneuern. Und gnade dir Gott du bist dann ein armer mittelloser Renter Ende 60. Als Mieter sagste einfach hallo hier bitte erneuern aber pronto bitte.

Merkste was? Richtig! :lol:

Auch wird gerne das Argument der Geldanlage genommen, hahaha...verkaufste dann 2 Quadratmeter Ziegeln und 3 Fenster wenn du mal an dein Geld ran willst? smilie_11

MapleHF

Beitragvon MapleHF » 05.06.2012, 12:40

Normalerweise liegt man bei wohnimmobilien mit einer Rendite von 4% schon sehr gut.

Das reicht nicht mal für die Zinsen, von der Tilgung ganz zu schweigen. Dann kommen aber von der Kaltmiete noch Kosten ab, die nicht auf den Mieter umlegbar sind, wie Hausverwaltung, Instandhaltungsrücklage, Reparaturen usw..

Wenn man bereits Mieteinnahmen hat, so dass man in dieser Einkommensart auch steuerlich Verluste geltend machen kann, bringt es noch ein bisschen was.

Wer nicht monatlich ein paar Euros zuschießen kann (um auch schneller zu tilgen) sollte die Finger davon lassen.

Zudem sollte man auch die Risiken und Kosten, die durch Leerstand, Renovierung oder sonstwas entstehen können, berücksichtigen.

Damals nach der Wende, als es die Sonderabschreibungen auf die Ost-Immos gab, meinten viele mit wenig oder keinem Eigenkapital über Miete und Sonderabschreibung so eine Wohnung finanzieren zu können.

Da sind einige übelst auf die Nase gefallen und die Wohnungen wurden versteigert.

MapleHF

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haehnchen03
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Beitragvon haehnchen03 » 05.06.2012, 12:46

Kahn,
das sehe ich ganz anders.
Wohlgemerkt bei einer eigengenutzten Immo.
Bei einer Anlage Immo, die ich vermieten sieht die Rechnung etwas anders aus.

Khan
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Beitragvon Khan » 05.06.2012, 12:50

Mit Immobilen verdienhst du nur Geld, wenn du diese billig kaufst und teuer weiterverscherbelst and dumme Kreditnehmer. smilie_02

FlorianGeyer
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Beitragvon FlorianGeyer » 05.06.2012, 12:50

Ich würde es im Moment wirklich bleiben lassen. Die Nachteile sind doch ausführlichst in den letzten Jahren beleuchtet worden.

Das Bizarre ist doch: Jede Generation leistet aufs Neue Fronschuldendienst. Jedes Kind baut wieder eine neue Hütte, die 30 Jahre später wieder kein Kind haben kann oder will.

Vor über 2600 Jahren hat Solon angeblich die Athener aus der Schuldknechtschaft befreit, nun also ist ganz Hellas im Schuldenjoch.


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