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Milchflecken auf Silbermünzen

Allgemeine Themen wie Kurse, Wirtschaft und Politik, Lagerung, (Steuer-)Rechtliches, Finanzen, Immobilien etc.

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Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Forum-Team » 26.04.2012, 12:26

Artikel: Milchflecken auf Silbermünzen entfernen

Liebe Community,

wir haben uns einmal dem Thema Milchflecken angenommen und hierzu einen entsprechenden Artikel mit Tests verschiedener Methoden zur Entfernung verfasst.

Den Artikel findet Ihr hier: Milchflecken auf Silbermünzen

Es wäre interessant zu wissen, ob es hierzu weitere Methoden, Erkenntnisse oder Erfahrungen gibt, die über den Artikel hinaus interessant für die Forumsgemeinde sein könnten. Wir bitten in diesem Faden ausschließlich sachliche und themenbezogene Postings einzustellen, um die Übersichtlichkeit zu behalten, danke!

Viele Grüße
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Zuletzt geändert von Forum-Team am 29.06.2012, 11:05, insgesamt 1-mal geändert.

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lifesgood
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon lifesgood » 04.09.2018, 03:53

9999Ag hat geschrieben:Einige Händler haben für den Maple Leaf 2018 schon die Preise etwas angehoben, also vermute ich mal, dass sich Milchfleckenfreie Ware doch recht gut verkaufen lässt.

Beim Heubach aktuell:

Maple Leaf 2018 15,04 Euro
Maple Leaf 2017 14,83 Euro

In den vergangenen Jahren war immer der aktuelle Jahrgang der günstigste, aber da war es ja auch egal hatten ja alle mehr oder weniger die MIlchpest.


Das ist doch lediglich der Unterschied zwischen Neuware und Gebrauchtware.

Die Preise beim Maple sind nur für Jahrgang 2017 günstiger als für 2018, alle anderen Jahrgänge sind teurer.

Maple-Heubach.png


Aber interressieren uns die Händlerverkaufspreise überhaupt, wenn wir verkaufen wollen? NEIN, da interessieren uns die Händlerankaufspreise und die sind über alle Jahrgänge gleich, unabhängig davon ob Milchfleckenjahrgang oder nicht. Selbst für den Incuse oder den Jubiläumsmaple wird im Ankauf nicht mehr bezahlt.

Interessant finde ich auch, dass Heubach im Ankauf für Milchflecken-Philharmoniker und Milchflecken-Känguruhs 1 Cent mehr bezahlt als für Maples, egal ob 2018er oder andere.

Kan-Heubach.png


Phili-Heubach.png


Natürlich wissen wir alle nicht, ob der Markt Milchfleckenfreiheit in 10 Jahren preislich honorieren wird.

Aber der große Gewinn muss doch ohnehin von der Kursentwicklung kommen. Als ich 2011 unter anderem auch Maples verkauft hatte, gab es die Differenzbesteuerung noch nicht. Da haben die Händler nur Spotpreis im Ankauf bezahlt. Das war ein größerer Abschlag, als der, der evtl. vielleicht mal wegen Milchflecken gemacht werden wird. Dennoch gab es damals 32 € pro Maple ;)

lifesgood

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Ric III
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Ric III » 04.09.2018, 04:04

Wo steht eigentlich geschrieben daß Sammlermünzen niedrige Auflagen haben müssen?

smilie_08

Die nächste Frage wäre WAS soll überhaupt eine Sammlermünze sein? Eine Münze welche bereits in Planung und Herstellung unmittelbar auf den Sammlermarkt zielt?


Gerade der klassisch numismatisch orientierte Sammler hat an Kommerzprodukten kein Interesse, sondern sammelt Stücke der Geldgeschichte. Ohne jetzt allzusehr auf die Marken einzugehen gibt es da ein vergleichbares Feld.Die 08/15 Sammlungen von Onkel Hein und Opa Pit welche 1956-1996 unter dem Aspekt der "behaupteten Qualität" zusamengetragen wurden und in der Regel aus Sammlerprodukten bestanden sind nahezu unverkäuflich bzw. maximal als ebay- Ware. Historische Postgeschichte in tatsächlich guter Qualität kann u.U. nach wie vor ihren Preis haben.

Wie auch immer, Sammlungen welche vorwiegend aus Sammlerprodukten (FÜR Sammler hergestellte Produkte)bestehen werden mit dem Ableben ihrer Sammler den Marktwert verlieren.
Da ist es wurst ob es um Briefmarken,Münzen,Ü-Eier oder sonstigen Schischi geht.

Das wirklich langfristige Potential bei den Sammlerbullions liegt in den meisten Fällen allerdings darin daß sie ein brauchbares Grundmaterial (eine Unze Ag)jenseits des zeitgeistigen Sammlerwertes mitbringen.
Mit oder ohne MF....

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Devilfish
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Devilfish » 04.09.2018, 07:43

Ric III hat geschrieben:Ach so...

Du glaubst also daß es in 10 Jahren nur noch Käufer gibt welche entweder selbst Sammler sind oder sich zumindest soweit haben konditionieren lassen die Sammlerperspektive als Standart anzusehen.

Denken wir uns also mal in dieses 2028 ohne den Marktteilnehmertypus des Materialanlegers hinein.

Also, dann freilich ......

gibt es gar keine Bullionhändler für Materialanleger mehr welche mit geringen Spreads an und verkaufen. sondern der klassische Münzhandel (mit weit höheren Spreads) hätte übernommen. :wink:


Du willst es halt auch einfach nicht verstehen. Das hat für mich rein gar nichts mit sammeln zu tun.
Wenn du im Laden Äpfel kaufst, nimmst du dann die fleckigen oder die makellosen? Natürlich die perfekten, obwohl sie auch nicht anders schmecken. Aber du hast optisch einwandfreie Ware. Und genau so funktioniert der Markt und der Mensch. Wenn etwas nicht perfekt ist, will er weniger dafür bezahlen als für den perfekten Standard. Und genau so wird es bei Anlagemünzen sein

jab2
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon jab2 » 04.09.2018, 08:41

50 000 € für ne MB ?
Ja genau , vielleicht morgen schon smilie_09

:lol:
Zuletzt geändert von jab2 am 04.09.2018, 09:48, insgesamt 2-mal geändert.

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lifesgood
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon lifesgood » 04.09.2018, 08:52

100 € für die Unze (= 50.000 € für die MB), das wäre rund eine Verachtfachung des aktuellen Preises.

Das gab es durchaus in der Vergangenheit schon. So hatte sich der Preis von 3,85 € Ende Mai 2003 auf über 30 € im April 2008 innerhalb von 8 Jahren verachtfacht. Und das ohne Hyperinflation oder sonstwas.

Von 1970 bis 1980 hatte sich der Silberkurs durch die Hunt-Spekulation gar verzwanzigfacht. Und das auch ganz ohne Hyperinflation.

Also es gab den Fall in den letzten 50 Jahren schon zweimal.

Ich habe 2011 nicht an die 100 $ oder 100 € geglaubt und glaube da auch jetzt nicht dran.

Aber von den alten Hochstständen um die 30 € bin ich mittelfristig (5 - 10 Jahre) schon überzeugt.

lifesgood

jab2
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon jab2 » 04.09.2018, 09:07

ich gebs auf , sinnlos smilie_18

Ja Milchflecken sind ganz grausam
und ich .. ich bin schon völlig ...so ein Mist ... was kann man da nur machen ...smilie_04

Frank the tank
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Frank the tank » 04.09.2018, 10:00

Moin,
evtl. gibt es keine ganzen Brüder Hunt mehr,
sondern nur halbe .... JP Morgan
Evtl.schlägt das Szenario nicht mehr ganz sondern nur noch halb durch?

Verkaufen?
Man muss doch nicht alles verkaufen. Nur einen Teil Kasse machen und sich damit den altersgerechten Ruhesitz finanzieren/renovieren oder was auch immer.
Von lifesgood stammt: Spielbein, Standbein, finde ich vernünftig!

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lifesgood
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon lifesgood » 04.09.2018, 10:02

@jab: ... irgendwie erinnert mich Dein Auftreten - die agressive Art der Diskussion, das Löschen und Editieren von Postings an einen User vergangener Tage ... smilie_08

Ist aber vermutlich nur Zufall :mrgreen:

lifesgood

Frank the tank
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Frank the tank » 04.09.2018, 10:10

Tja,
als ich meinen Beitrag geschrieben habe, stand bei jab tatsächlich etwas anderes.
Ich dachte schon, ich leide unter Sinnestäuschungen .....

krothold
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon krothold » 04.09.2018, 10:19

Einfach Milchflecken sammeln, macht aus der Not eine Tugend. :mrgreen:
Dank an WalterSobchak, Meier73, Silbermax, Silverfreak, John_Silver, arsulah, maeuschen2012, Libertad1999, Unzen999, Gairsoppa, winterherz | silber.de/forum/krothold-t16592.html

9999Ag
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon 9999Ag » 04.09.2018, 12:10

9999Ag hat geschrieben:
Ric III hat geschrieben:
9999Ag hat geschrieben:
Maple Leaf 2018 15,04 Euro
Maple Leaf 2017 14,83 Euro



21 Cent Unterschied.

Will heißen daß ich bei einer MB 105€ für ein Feature zahlen soll welches mir völlig gleichgültig ist ? smilie_08

Du wirst das mit Sicherheit nicht bereit sein drauf zu zahlen, ich wie andere scheinbar auch, bin schon bereit für Fleckenlose Ware ca. 100 Euro mehr zu Zahlen, die wie ich finde bei einer Summe von ca. 7500 Euro für eine Masterbox, auch nicht mehr so ins Gewicht fallen. Da schwankt ja an manchen Tagen der Kurs schon mehr. Aber interessant finde ich diese Entwicklung schon und werde sie weiter beobachten.

Gestern noch habe ich über Kursschwankungen geschrieben und schon heute bekommt man die Milchfleckenfreien 2018er zum gleichen Preis wo es gestern nur die verseuchten 2017er gab. Ist echt krass zur Zeit, aber ich freue mich immer wenn ich günstig nachkaufen kann.

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lifesgood
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon lifesgood » 04.09.2018, 12:34

Mein Limit wurde heute auch unterschritten und ich hab mir 600 Milchflecken-Krüger bestellt ;)

lifesgood

KarlTheodor
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon KarlTheodor » 04.09.2018, 13:38

lifesgood hat geschrieben:Mein Limit wurde heute auch unterschritten und ich hab mir 600 Milchflecken-Krüger bestellt ;)

lifesgood


Warum kaufst Du die im Vergleich zu z.B. Maples teueren und in der Erhaltung schlechteren Silber Krüger smilie_08 ?

Du bist doch eigentlich als Anleger bekannt, der viel Material für sein Geld will.

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lifesgood
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon lifesgood » 04.09.2018, 14:07

Das ist nicht rational, ich weiß.

Ich habe von allen Bullions recht große Stückzahlen, nur vom Krüger habe ich nur wenige Ansichtsexemplare.

Daher hatte ich mir für die Krüger ein Limit gesetzt.

Der Kauf ist nicht deshalb erfolgt, weil ich noch Silber aufstocken müßte, sondern weil ich noch eine MB Krüger haben wollte ;)

600 wurden es, weil ich damit eine 100er Zahl bei den Kilos vollgemacht habe.

Aber jetzt ist mit Bullion endgültig Schluss. Die Lunar-Schweine noch und die Queens-Beast komplettieren, dann ist das Silber-Invest komplett abgeschlossen. Dann nur noch ein wenig Spass-Silber.

Also von mir aus kann es ab sofort steigen ... smilie_10

lifesgood

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Ric III
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Ric III » 04.09.2018, 15:24

Devilfish hat geschrieben:
Ric III hat geschrieben:Ach so...

Du glaubst also daß es in 10 Jahren nur noch Käufer gibt welche entweder selbst Sammler sind oder sich zumindest soweit haben konditionieren lassen die Sammlerperspektive als Standart anzusehen.

Denken wir uns also mal in dieses 2028 ohne den Marktteilnehmertypus des Materialanlegers hinein.

Also, dann freilich ......

gibt es gar keine Bullionhändler für Materialanleger mehr welche mit geringen Spreads an und verkaufen. sondern der klassische Münzhandel (mit weit höheren Spreads) hätte übernommen. :wink:


Du willst es halt auch einfach nicht verstehen. Das hat für mich rein gar nichts mit sammeln zu tun.
Wenn du im Laden Äpfel kaufst, nimmst du dann die fleckigen oder die makellosen? Natürlich die perfekten, obwohl sie auch nicht anders schmecken. Aber du hast optisch einwandfreie Ware. Und genau so funktioniert der Markt und der Mensch. Wenn etwas nicht perfekt ist, will er weniger dafür bezahlen als für den perfekten Standard. Und genau so wird es bei Anlagemünzen sein



Stimmt!
Ich will und werde mir diese Sammlerbefindlichkeit (welche natürlich nichts mit Sammeln zu tun hat)nicht als Standart aufdrängen lassen.

Daß Teile der Menschen sich sehr bereitwillig zum geschmacklosen Apfel (aber "schön" ist er halt) oder ganz generell zum mit immer weiteren Features aufgeblähten Produkt erziehen lassen ist mir ebensowenig verboregen geblieben wie die Tatsache daß eben diese Klientel meint für die Allgemeinheit sprechen zu können.

Apropos Äpfel..... habe in den letzen Tagen bereits ~70 Pfund von der Streuobstwiese geholt.Klein, meist mit äußerlichen Unebenheiten, lagerfähig bis ins Frühjahr und saulecker.
Ziehe am WE für zwei weitere Sorten nochmals los..... und überlasse die ALDI-Äpel dem Klientel welches sich brav zum gewünschten Customer erziehen läßt. smilie_24


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