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Milchflecken auf Silbermünzen

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Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Forum-Team » 26.04.2012, 12:26

Artikel: Milchflecken auf Silbermünzen entfernen

Liebe Community,

wir haben uns einmal dem Thema Milchflecken angenommen und hierzu einen entsprechenden Artikel mit Tests verschiedener Methoden zur Entfernung verfasst.

Den Artikel findet Ihr hier: Milchflecken auf Silbermünzen

Es wäre interessant zu wissen, ob es hierzu weitere Methoden, Erkenntnisse oder Erfahrungen gibt, die über den Artikel hinaus interessant für die Forumsgemeinde sein könnten. Wir bitten in diesem Faden ausschließlich sachliche und themenbezogene Postings einzustellen, um die Übersichtlichkeit zu behalten, danke!

Viele Grüße
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Ric III
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Ric III » 28.08.2018, 19:51

Gibt durchaus auch Gedenker welche zum Masseaufbau geeignet sind.

Die 5RM sind da ein Klassiker aus dem Umlaufbereich .Aktuell empfehle ich sie allerdings nicht.Seit einigen Jahren preislich zu hochgehypt.

Meine gegenwärtigen Favoriten bei den garantiert MILCHFLECKENFREIEN Ex-Umläufern (vor 2018) und Gedenkern (vor 2018) welche nicht aus der RCM Molkerei stammen wären.....

....bei Interese im Hortfaden zu finden.

Klar, der durchschnittliche Materialanleger wird in der Regel nicht über Jahre hinweg Junk und/oder Umläufer zusammentragen um eine Investquantität beisammen zu bekommen.
Für den gibt es aber das wundervolle Produkt jammer- und klagefreier Gußbarren/Münzbaren(Guß).

Und sollte auch der Bereich der Gußbarren eines (hoffentlich fernen) Tages in einen Bereich geschoben werden welcher irgendwelche unwesentlichen Sissifeatueres als "Qualität" anspricht wie es derzeit bei den kleinen Rundbarren mit Pseudonominal versucht wird.....

kauf ich eben Granulat.

9999Ag
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon 9999Ag » 28.08.2018, 21:28

jab2 hat geschrieben:gutes Posting Grandmaster
sehr erfrischend
thx smilie_01

und gerade zufällig gefunden , wer weiss am Ende behälst du vielleicht sogar recht damit smilie_11

Hoffnung “Mintshield”: neue Technologie von der Royal Canadian Mint

Die kanadische Prägeanstalt präsentiert Mintshield (wörtlich: Münzschild) als innovatives Mittel gegen Milchflecken: Labortests auf den silbernen Bullionmünzen sollen Erfolg gezeigt haben. Genaues zu Mintshield nennt die Royal Canadian Mint jedoch nicht.Weiterhin garantiert die RCM keine Vermeidung von Milchflecken. Coin World, das numismatische Wochenmagazin aus den Staaten, zitiert Angestellte der kanadischen Prägeanstalt: Mintshield reduziere Milchflecken – die neuartige Technologie eliminiere diese Verfärbungen jedoch nicht. Insgesamt muss sich die praktische Schutzwirkung des Münzschilds also erst noch zeigen.


http://www.granvalora.de/mintshield/

So ich denke jetzt können wir wieder ganz normal und angemessen mit diesem Thema hier weitermachen smilie_24


Das hier hast du aber in dem Bericht bewusst überlesen :wink: Jene optischen Makel ändern zwar nicht den Materialwert der betroffenen Münzen, wohl aber den Verkaufsgewinn des Herstellers: Münzen mit deutlichen Milchflecken kauft ein Händler oft nur mit Preisabschlag.

Mir ist schon klar, dass sie keine Garantie auf Fleckenfreie Ware geben, aber Meine Erfahrungen und die von vielen Anderen sind bis jetzt sehr positiv. Auch wenn nach einiger Zeit vereinzelt befallene Maple Leaf 2018 auftauchen, so wird es wohl niemals mehr den hohen Prozentsatz befallender Münzen erreichen, wie es die älteren Jahrgänge leider haben.

jab2
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon jab2 » 28.08.2018, 21:37

9999Ag hat geschrieben:
Das hier hast du aber in dem Bericht bewusst überlesen ...


Nö , ich hatte es gelesen
und habe nichts überlesen , weder bewusst noch unbewusst sondern da war nix bei was ich und alle anderen hier nicht sowieso gewusst hätten ? smilie_11

Lass es doch einfach sein hier immer noch weiter mit deiner Masche rumzubohren denn die kauft dir hier vermutlich eh niemand mehr ab ! smilie_06

( oder nur mit deutlichen Abzügen smilie_20 )

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Mike
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Mike » 28.08.2018, 23:28

PB350 hat geschrieben:Machen wir es doch ganz einfach: Jeder von euch muss sich nur folgende Frage beantworten: ,,Möchte ich lieber eine Münze wie A oder wie B kaufen?"

Münze A: https://www.gold.de/images/album/silber ... lecken.jpg

Münze B: https://www.gold.de/images/infothek/map ... silber.jpg

Das war's, mehr ist nicht zu tun. :D



Es kommt ganz auf den Preis an! :mrgreen:

:wink:
...

9999Ag
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon 9999Ag » 29.08.2018, 07:09

jab2 hat geschrieben:Lass es doch einfach sein hier immer noch weiter mit deiner Masche rumzubohren denn die kauft dir hier vermutlich eh niemand mehr ab ! smilie_06

Nur weil es dir nicht gefällt was ich schreibe höre ich bestimmt nicht damit auf und solange du hier die Milchfleckenfreiheit ins lächerliche ziehst, schreibe ich wie sehr ich mich darüber freue.

Du fragst dich warum ich den Maple Leaf ab 2018 (damit ist auch der 30 Jahre und der Incuse Maple Leaf gemeint, da diese auch von der neuen Technik profitieren) hier so hartnäckig verteidige?

Meine Antwort ist weil er es verdient hat, der Maple Leaf hat mit 9999er den höchst möglichen Feingehalt, ist mit der Lasergravur und dem DNA Zeichen die sicherste Silbermünze überhaupt, hat mit 5 Can. Dollar einen sehr hohen Nennwert und ist nach meinen Erfahrungen ab 2018 Milchfleckenfrei. Dies sind nun mal Fakten die es verdienen verbreitet zu werden, ob es dir nun passt oder nicht.

Ich frage mich eher warum du dieses so harneckig unterbinden möchtest? Nach deinen Angaben hast du ja nicht einmal Milchfleckenbefallendes Silber, kannst also vermutlich gar nicht nachvollziehen wie es ist, wenn man nach ein paar Monaten, sich seine teuer erkauften Münzen anschaut und sie sehen aus als wollten sie davon schimmeln...
Sicher der Silbergehalt bleibt natürlich der gleiche, aber das Auge isst mit, wie man so schön sagt.

Das ganze wäre so, als wenn BMW ein super Auto raus bringen würde, welches nur noch ein Liter Benzin braucht und du würdest die Verbreitung dieser Information mit Nachdruck verhindern wollen, da es ja der Konkurrenz schaden könnte, die es leider nicht schafft unter 3 Liter zu bleiben...

Zum Glück leben wir hier in einem freien Land wo sich jeder informieren kann und kaufen was er möchte.

lifesgood

Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon lifesgood » 29.08.2018, 11:48

... ich verstehe die ganze Diskussion nicht.

Offen gestanden nervt es mich auch, wenn in anderen Threads ständig wegen Milchflecken rumgeheult wird.

Aber dieser Thread trägt den Namen "Milchflecken auf Silbermünzen".

Wenn ich nichts über Milchflecken lesen möchte, klicke ich hier einfach nicht rein und gut ;)

Denn wo, wenn nicht hier soll über Milchflecken diskutiert werden smilie_08

lifesgood

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Friedrich 3
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Friedrich 3 » 29.08.2018, 12:09

Ich finde es immer wieder sehr merkwürdig, wie in Bullion also Anlagemünzen = Massenmünzen eine Sammeleigenschaft hinein interpretiert wird. Die gibt es einfach nicht.
Es ist unerheblich was manche Firmen vorn und hinten draufprägen.Es zählt ausschliesslich Reinheit und Gewicht und der Preis.Ach ja und ganz wichtig, die Menge.
Geschätzte 90 % der Bullionkäufer werden Massekäufer sein,denen es egal ist ob und was drauf geprägt ist. Da spielen auch Milchflecken keine Rolle.Ihr würdet ja auch kein Gezeter machen wenn ein Münzrohling Flecken hätte.
Und wiederholt sage ich auch, das es unerheblich ist ob da nun 999 oder 9999 drauf steht.Für die Industrie ist das unwichtig, da ihr Silber nach ihren Vorgaben neu zurecht geschmolzen wird.Dem Anleger ist es auch egal.
Richtig merkwürdig wird es, wenn man anfängt Anlagemünzen zu kapseln.Irgend ein afrikanischer Diktator verkauft eine Lizenz zum Münzen prägen und 500k Stück werden als Sammlermünzen angepriesen die das aber niemals sein werden.Es bleibt eine Unze Silber mit irgendwas vorn und hinten drauf.

Sammelmünzen sind seltene Münzen oder mit geringer Auflage.Die Arche Noah 5oz 2011 ist eine Sammlermünze.die eigentlich eine Bullion werden sollte.Alles andere sind Massemünzen ohne jede Bedeutung.
smilie_24
So und nicht anders...
39 x Erfolgreich gehandelt und keine schlechten Geschäfte

jab2
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon jab2 » 29.08.2018, 12:50

lifesgood hat geschrieben:... ich verstehe die ganze Diskussion nicht.
Offen gestanden nervt es mich auch, wenn in anderen Threads ständig wegen Milchflecken rumgeheult wird.
Aber dieser Thread trägt den Namen "Milchflecken auf Silbermünzen".
Wenn ich nichts über Milchflecken lesen möchte, klicke ich hier einfach nicht rein und gut ;)
Denn wo, wenn nicht hier soll über Milchflecken diskutiert werden smilie_08
lifesgood


Demnach dürfte man diesen Thread also nicht dazu benutzen mitzuteilen das man diese Milchfleckenproblematik eventuell bei weitem nicht so dramatisch empfindet wie es andere hier in endlosschleife Propagieren ?

Ist dieser Therad also nur für User die Milchflecken immer noch viel schlimmer finden
als alle anderen zuvor oder worauf möchtest du hinaus ? :shock:

Vielleicht möchte ich hier ja lesen das andere das auch bei weitem nicht so schlimm finden wie manche User uns penetrant weiss machen wollen , wo ist denn dann der passende Thread für mich wenn es deiner Meinung nach dieser hier nicht wäre ? Ich dachte hier geht es um die Milchfleckenproblematik und zb die Hinweise das eben noch längst nicht jeder Händler Bullionware mit MF nur noch mit zusätzlichen Abzügen ankaufen würde !

Na wenn das hier nicht reingehört wohin gehört es dann ?

Und auch die Stellungnahmen der RCM das die Mintshield Technik Milchflecken nur reduziert ...etc
gehört hier dann deiner Meinung nach nicht rein oder wie soll ich mir das vorstellen ?

Ich verstehe irgendwie deine ganze Message nicht :roll:

--------------------

@ Friedrich 3
ganz pragmatisch gesehen hast du recht und ich betrachte es fast so wie du aber es ist dann eben doch noch etwas anders denn es gibt nuneinmal viele Händler die auch davon leben das viele Kunden auch Bullions längst als Sammlerware betrachten weil sie Bullions eben nicht als reine Materialanlage anlegen sondern als Sammlung sammeln , genau die machen viel kleinkram bei den Händlern aus die gerne auch ihre Cents an all den verschiedenen Bullions machen wenn sie Jahrgang für Jahrgang verkaufen und auch dieses Sammeln wird ja bestätigt wenn zb Jahrgangssammlungen von Kokaburras , Lunare o.ä die auch als Bullions gehandelt werden eben gerade als Komplettsammlungen deutliche Sammleraufschläge generiert haben ! Darin liegen ja auch bei Bullions mitunter die höheren preise als für andere....

Das ist eben die Krux an der Geschichte und würden es tatsächlich alle so glasklar betrachten wie du dann würden die Händler von allen Bullions nur noch die drei günstigsten Varianten verkaufen und würden alle anderen Bullions dann gar nicht mehr oder kaum noch anbieten , die Vielfalt die angeboten wird auch bei Bullions basiert darauf das viele auch alle Möglichen Bullions Jahrgänge Ausgaben usw auch als Sammelobjekte horten und um Sammlungen dementsprechend zu komplettieren und die fühlen sich natürlich von MF weit mehr geärgert als irgendein Masterboxvergraber der das zu 100% nur als Materialanlage betrachtet !

Die Wahrheit liegt also irgendwo dazwischen und MF sind ein Problem oder besser gesagt ein Problemchen und das sollte man weder dramatisieren aber ebenso auch nicht als völlig irrelevant betrachten denn zb bei Privatverkäufen zahlt dann eben doch kaum jemand den aktuell voll angesetzten Marktpreis wenn er ebenso dafür `` Neuware`` von Händler kaufen könnte !

Es ist also schon was dran das Schönheitsfehler nicht nur ärgerlich sind sondern auch die Verkaufspreise drücken können und ob Anleger oder Sammler , für beide ist auch die Verkaufsfrage mitunter irgendwann einmal relevant !
Händler kaufen nunmal auch nur zu ihren Ankaufspreisen wären man privat dafür mehr als diesen Preis bekommen könnte, da ist dann aber vorrausgesetzt das es möglichst Fleckenfreie Ware ist im Topzustand !

Es ist eben keine Mücke diese Fleckengeschichte aber ein Elefant ist es eben auch nicht ! smilie_06

ansonsten smilie_01

lifesgood

Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon lifesgood » 29.08.2018, 13:31

Du solltest nicht immer alles gleich auf Dich persönlich beziehen.

Natürlich kann jeder hier seine Meinung zu Milchflecken kund tun. Im Positiven wie im Negativen. Dazu ist ein Forum ja da. Und für die Meinungen über Milchflecken ist eben dieser Thread da. Ich seh das auch nicht so tragisch mit den Milchflecken. Würde ich das, müßte ich mir bei meinen Beständen an Maples und Philis die Kugel geben :mrgreen:

Aber da meine Masterboxen ja orginal verschlossen sind, sehe ich sie ja nicht :roll:

Jedoch sehe ich eben keinen Sinn darin, in einem Thread der sich explizit um Milchflecken dreht, Leute anzumachen, weil sie über Milchflecken oder über Münzen, die angeblich keine Milchflecken mehr bekommen (schaun wir mal in 2 - 3 Jahren) diskutieren.

Das ist ungefähr so, als würde man im Freibad die Leute anmachen, weil sie schwimmen gehen ... ;)

lifesgood

Finerus
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Finerus » 29.08.2018, 13:38

jab2 hat geschrieben:Demnach dürfte man diesen Thread also nicht dazu benutzen mitzuteilen das man diese Milchfleckenproblematik eventuell bei weitem nicht so dramatisch empfindet wie es andere hier in endlosschleife Propagieren ?

Ist dieser Therad also nur für User die Milchflecken immer noch viel schlimmer finden
als alle anderen zuvor oder worauf möchtest du hinaus ? :shock:

Vielleicht möchte ich hier ja lesen das andere das auch bei weitem nicht so schlimm finden wie manche User uns penetrant weiss machen wollen , wo ist denn dann der passende Thread für mich wenn es deiner Meinung nach dieser hier nicht wäre ? Ich dachte hier geht es um die Milchfleckenproblematik und zb die Hinweise das eben noch längst nicht jeder Händler Bullionware mit MF nur noch mit zusätzlichen Abzügen ankaufen würde !


Zitat oben:
Wir bitten in diesem Faden ausschließlich sachliche und themenbezogene Postings einzustellen, um die Übersichtlichkeit zu behalten, danke!


Wenn man das Persönliche mal außen vorläßt, fällt es leichter beim Thema zu bleiben. Wie bei vielen Dingen werden wir uns zu Milchflecken eben auch keine einheitliche Meinung bilden.
smilie_55

Ich schrieb weiter oben, daß wahrscheinlich 99% der Bullionware in Masterboxen bliebe. Das war vorschnell dahingeschrieben. Die 90% von Friedrich3 klingen realistischer. Das hieße natürlich mehr kritische Käufer. En gros schaut man bei Bullions mMn momentan in erster Linie auf Masse und nicht auf eine perfekte Oberfläche. Das schließt langfristig nicht aus, daß milchfleckenanfällige Bullions zunehmend von fleckenresistenten verdrängt werden. Die Zukunft wird es zeigen.
smilie_24
Zuletzt geändert von Finerus am 29.08.2018, 17:03, insgesamt 1-mal geändert.

Ric III
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Ric III » 29.08.2018, 14:43

Friedrich 3 hat geschrieben:I. Da spielen auch Milchflecken keine Rolle.Ihr würdet ja auch kein Gezeter machen wenn ein Münzrohling Flecken hätte.


Seit einigen Tagen wettete ich auch darauf keine allzu große Summe....

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Geronimo
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Geronimo » 29.08.2018, 17:18

Finerus hat geschrieben: Die Zukunft wird es zeigen. smilie_24


In Zukunft müssen wir alle sterben. Was bleibt ist ein Haufen Metallschrott.

9999Ag
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon 9999Ag » 30.08.2018, 06:50

Finerus hat geschrieben:Ich schrieb weiter oben, daß wahrscheinlich 99% der Bullionware in Masterboxen bliebe. Das war vorschnell dahingeschrieben. Die 90% von Friedrich3 klingen realistischer. Das hieße natürlich mehr kritische Käufer. En gros schaut man bei Bullions mMn momentan in erster Linie auf Masse und nicht auf eine perfekte Oberfläche. Das schließt langfristig nicht aus, daß milchfleckenanfällige Bullions zunehmend von fleckenresistenten verdrängt werden. Die Zukunft wird es zeigen.
smilie_24

Auch wenn ich mich zu den 90% zähle, so ist es doch legitim, dass auch ich für mein Geld einwandfreie Ware einlagern möchte, auch wenn hier einige schreiben, dass die Punkte wie 9999, hoher Nennwert, sicherste Münze, keine Milchflecken für Massenanleger keine Rolle spielen sollte, so sind dies in meinen Augen alles positive Eigenschaften die ich mit dem Maple Leaf ab 2018 mit nehmen kann.
Er kostet kaum mehr als andere, meist ist er sogar mit die günstigste Münze, also egal was die Zukunft bringt, fühle ich mich mit ihm einfach gut aufgestellt.

Outback 1403
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Outback 1403 » 30.08.2018, 08:57

Geronimo hat geschrieben:
Finerus hat geschrieben: Die Zukunft wird es zeigen. smilie_24


In Zukunft müssen wir alle sterben. Was bleibt ist ein Haufen Metallschrott.



Fleckiger Metallschrott smilie_02

Das ist die übliche Schönrederei. Man verkauft den Leuten wissentlich minderwertigen Müll, Hauptsache der Umsatz stimmt.

Ähnlichkeiten zu Bänkern und ihren Schiff-Fonds natürlich rein zufällig smilie_11

Wer geht mit einem fleckigen Hemd zur Arbeit? Wer kauft sich ein fleckiges Auto?

Und ausgerechnet - man glaubt es kaum was einem hier vorgesetzt wird - bei einem " Edelmetall ", wo die Ästhetik nochmal eine ganz andere Rolle spielt - kann man ja fleckige Ware vernachlässigen.

Ist immer wieder geil, was man hier so serviert bekommt.

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Grandmaster
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Re: Milchflecken auf Silbermünzen

Beitragvon Grandmaster » 30.08.2018, 10:54

Friedrich 3 hat geschrieben:Es zählt ausschliesslich Reinheit und Gewicht und der Preis.


Und das ist auch letztendlich der Knackpunkt. Den meißten wären die Flecken vollkommen egal (außer ein paar Ästhetikern und Sammlern), wenn nur der Preis stimmt.

Beispiel: Hier im Marktplatz würden Silber-Bullions angeboten für 12,75€/Stück (Spot aktuell 12,55€, also gerade mal 20 Cent drüber). Natürlich mit Flecken und Kratzern bis zum geht nicht mehr, also alles andere als sammelwürdig. Die wären trotzdem schneller verkauft, als man "Ich will haben!" sagen kann. Würde man die für 16€ anbieten, wäre das Interesse 0,0 + nix.

Je höher die Differenz zwischen Spot und Kaufpreis, desto höher die Fallhöhe, der man ausgesetzt ist. Und das sehe ich seit langem bei Bullionware und dem schon fast krankhaften Wahn, der darum gemacht wird.

Bei dem mir am nächsten gelegenen Händler, wo ich Tafelgeschäfte machen könnte, sieht es so aus:

Verkauf Maple Leaf 15,49€
Ankauf Maple Leaf 13,19€

Differenz 2,30€. Differenz zum Spotpreis (12,55€) liegt bei 2,94€.

Wenn ich dem Händler jetzt MLs anbiete, die vielleicht nicht mehr so schön aussehen, also voller Milchflecken, hat er die Möglichkeit, den Ankaufpreis bis zum Spotpreis zu drücken...und das können bis zu 2,94€ sein.

Hätte ich die Münze wie im obigen Beispiel aber für 12,75€ gekauft, wäre die Fallhöhe bei einem Notverkauf im schlimmsten Fall gerade mal 0,20€, trotz Milchflecken. Das Problem sind also nicht die Milchflecken, sondern der Anschaffungspreis in Relation zum Spotpreis.

Die Betrachtung oben ist auf einen festen Zeitpunkt angesetzt. Wenn der Silberpreis im Laufe der Zeit auf 30€/oz steigt, kann es mir eigentlich relativ egal sein, ob ich die Silberunze dank Mängel dann für 25€ statt für 27€ verkaufe, wenn ich sie für 16€ gekauft habe. Ein guter Gewinn in beiden Fällen. Andersrum bringt mir eine prachtvoll glänzende Münze auch nichts, wenn ich diese für 16€ gekauft habe, aber der Silberpreis auf unter 10€/oz fällt. Die kauft, dank Glanz, trotzdem keiner für 25€.

Zurück ins Jetzt: Wenn ich also...wie in meinem letzten Post...die genannten 10 DM 925 für 6€/Stück (Unzenpreis 13€) kaufen kann, was aktuell nicht unrealistisch ist (Privatkäufe), beträgt die Fallhöhe gerade mal 0,45€ auf die Unze gerechnet. Wenn ich den Nennwert mit einbeziehe, kann die Unze im Worst case sogar preislich nicht unter 11,08€ (Umtauschwert) fallen (=> der neue Silberkrüger soll einen Tauschwert von 6 Cent haben, habe ich irgendwo gelesen). Warum sollte ich mir da als kleiner Silberanleger Bullionware kaufen? Dieser Bullionhype hat nichts mit Rationalität zu tun, sondern mit Marketing. Und das funktioniert sehr gut.

Und wenn ich ein kleiner Verschwörungstheoretiker wäre, würde ich sogar sagen, dass dieses Milchfleckenproblem eigentlich gut ins Geschäft passt: Man verkauft vor Frust seine Fleckenmünzen (natürlich mit Abschlägen,weil ja "minderwertig") und kauft sich neue Glanzware (z.B. ML2018) und darüber hinaus fällt der "Gebrauchtmarkt" zusammen, weil nur noch die neue Glanzware "sicher" ist und alles davor man lieber die Finger von lassen sollte. Das alte "minderwertige" Zeug wandert dann nach und nach für Spottpreise (nicht Spot) in die Schmelze und wird wieder zu wunderschöner (und teurer) Glanzware gegossen. Herrlich.

Und der Perversion wird meiner Ansicht nach noch die Krone aufgesetzt, wenn große Ankäufer (z.B. ESG), eine Ankaufspraxis fahren, die noch nicht mal mehr als unverschämt bezeichnet werden kann, sondern mehrere Etagen darunter anzusiedeln ist (=> dementsprechend meine Anmerkung, bewußt Händler (z.B. MP) zu unterstützen, die eine meiner Meinung nach mehr kundenfreundlichere Ankaufspraxis praktizieren).

Das ganze ist nur meine persönliche Sichtweise. Muss keiner teilen.
Die Berühmtheit manches Zeitgenossen ist unmittelbar mit der Dummheit seiner Bewunderer verbunden.


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