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Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon nordmann_de » 16.04.2019, 20:01

Kooka-Burra hat geschrieben:Fälschungen haben in der Regel geringe Auflagen. smilie_11

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Diese pauschale Aussage ist falsch. Bei den 5 Mark Kaiserreich Goldmünzen werden von den Experten etwa bis 90% als Fälschungen eingeschätzt: https://www.scheideanstalt.de/reichsgoldmuenzen-5-mark/

Gerade im Bereich der historischen Münzen wird und wurde viel kriminelle Energie auf authentische Nachahmungen verwendet und dies nicht nur erst seit kurzer Zeit: https://www.alteroemer.de/de/blog/tag/a ... lschungen/
Zweck des Disputs oder der Diskussion soll nicht der Sieg, sondern der Gewinn sein.
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Mahoni
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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon Mahoni » 16.04.2019, 21:22

nordmann_de hat geschrieben:
Kooka-Burra hat geschrieben:Fälschungen haben in der Regel geringe Auflagen. smilie_11

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Diese pauschale Aussage ist falsch. Bei den 5 Mark Kaiserreich Goldmünzen werden von den Experten etwa bis 90% als Fälschungen eingeschätzt


Zustimmung smilie_01

Bei den Doppelkronen kann man aber durchaus auch mal daneben greifen.
Gebt auf Euch acht und bleibt gesund !!!
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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon IrresDing » 17.04.2019, 06:15

Mahoni hat geschrieben:[...]
Bei den Doppelkronen kann man aber durchaus auch mal daneben greifen.


Das kann ich als Sammlerin der Doppelkronen nicht bestätigen. 5er und 10er ja. Die 20er sind aber anhand der Randschrift mit etwas Erfahrung sehr leicht und eindeutig zu überführen. Die Schmidt/Hausmann-Fälschungen sind eine der besten der Welt. Mit Ausnahme der Randprägung. Die ist stümperhaft. Daher sind die 20er auch so ideal zum sammeln, da man sie selbst als informierter Laie selektieren kann.

LG

Nette Seite mit weiter führenden Hintergrundinformationen: https://germanycash.de/falschgeld/schmi ... ungen.html
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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon Mahoni » 17.04.2019, 08:22

IrresDing hat geschrieben:
Mahoni hat geschrieben:[...]
Bei den Doppelkronen kann man aber durchaus auch mal daneben greifen.


Das kann ich als Sammlerin der Doppelkronen nicht bestätigen. 5er und 10er ja. Die 20er sind aber anhand der Randschrift mit etwas Erfahrung sehr leicht und eindeutig zu überführen. Die Schmidt/Hausmann-Fälschungen sind eine der besten der Welt. Mit Ausnahme der Randprägung. Die ist stümperhaft. Daher sind die 20er auch so ideal zum sammeln, da man sie selbst als informierter Laie selektieren kann.

LG

Nette Seite mit weiter führenden Hintergrundinformationen: https://germanycash.de/falschgeld/schmi ... ungen.html


Als informierter Sammler wie du es sicherlich bist sollte die Gefahr deutlich geringer sein. Aber gerade die Schmidt-Hausmann Fälschungen sind ein Beispiel wie leicht es doch sein kann eine Fälschung an den Mann zu bringen. Seinerzeit waren die Fälschungen sogar im Umlauf der Banken. Ich hatte mich vor einer Weile bereits etwas intensiver mit eben dieser Schmidt Hausmann Geschichte beschäftigt da ich sie sehr spannend fand. Er und seine Schwester waren ein gutes Team :mrgreen:

Weitere nützliche Informationen zur Schmidt-Hausmann Geschichte:

Spiegel-Artikel 1961: Arzt am Scheidweg https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43364192.html
Spiegel-Artikel 1962: Falscher Wilhelm https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45124294.html
Die Zeit-Artikel 1962: Das Gold-Hobby des Doktor Schmidt https://www.zeit.de/1962/28/esel-streck ... -deck-dich
Urteil seines Prozesses aus dem Jahre 1963: Urteil des Amtsgerichts Bonn http://www.moneytrend.at/new/wmf/pdf/hausmann.pdf
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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon Friedrich 3 » 17.04.2019, 08:54

Die Hausmänner waren vor einigen Jahren schon einmal ein grosses Thema hier.
Hat einer zufällig Bilder, worauf man die Hausmänner erkennen kann?
So und nicht anders...
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IrresDing
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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon IrresDing » 17.04.2019, 10:29

Dazu gibts ganze Bilderstrecken und Fäden im emuenzen.de - Forum. Ich greife immer darauf zurück, wenn ich mal unschlüssig bin.

Sorry, wenn ich auf ein anderes Forum verweise. Aber jeder der da mal rein sieht, der wird mir sicher zustimmen, dass man diese detaillierte Information hier nicht adäquat abbilden kann:

https://www.emuenzen.de/forum/threads/d ... 948.58507/

Die Randschrift von J 253 1913 Preussen ist z.B. ein wunderbares Beispiel hausmännischer Prägung.

https://www.emuenzen.de/forum/threads/e ... zen.73722/

https://www.emuenzen.de/forum/threads/d ... zen.22911/

https://www.emuenzen.de/forum/threads/b ... usw.26122/

... und bestimmt noch ein paar mehr. Das betreffende Unterforum auf emuenzen ist ein wahrer Schatz dazu.

Ich hoffe ich konnte helfen,
LG
smilie_01

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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon Mahoni » 17.04.2019, 12:23

Meine vollste Zustimmung, irresding smilie_01

Dort gibt es einige richtig tolle Numismatik-Experten die dazu sehr freundlich und stets hilfsbereit sind.
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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon Ric III » 17.04.2019, 14:42

Kooka-Burra hat geschrieben:Fälschungen haben in der Regel geringe Auflagen. smilie_11

KB


Naja,

Das Interesse an Fälschungen von Antiken hat in der Regel andere Beweggründe

Wobei es auch da Ausnahmen gibt.

Antike Nachahmungen von Antiken (also Verkehrsfälschungen) sind unter numismatischen Aspekten hochinteressant.
Von suberaten Denar aus der offiziellen Münzstätte, den lokalen Minimi des gallischen Sonderreichs,den Limesfalsa und den oftmals als "barbarisiert" bezeichneten Prägungen aus den unterschiedlichsten Heckenmünzstätten gibt es da eine breite Palette "echter" Falscher. :D

Ganz am Ende des Tagebaus besteht die gesamte keltische Numismatik aus im Laufe der Zeit immer mehr verwilderten "Kopien" griechischer oder römischer Vorbilder.
Gerade die späteren Kopien von Kopien von Kopien....entwickeln dabei freilich eine bestechend schöne eigene Formensprache.
n der Völkerwanderungszeit orientiert man sich ebenso an römischen oder byzantinischen Vorbildern.

"Richtige" Fälschungen(also Fälschuungen welche Sammler täuschen sollen) hat aber beispielsweise der italienische Stempelschneider Giovanni Gavino in der frühen Neuzeit(um 1550+ - 20) geschaffen.
Etliche seiner Schöpfungen sind sogar reine Phantasieprägungen ohne historisches Vorbild.
Gavino (und einige andere "Fälscher") wirkten in Padua und somit nennt man diese Stücke Paduaner.
"Echte" Paduaner sind durchaus begehrt und keineswegs billig.
Paduaner wurden ihrerseits erstmals ca. 200 Jahre nach ihrer Entstehung gefälscht und selbst diese falschen Falschen welche nun ihrerseits zweieinhalb Jahrhunderte auf dem Buckel haben werden immer noch gesammelt.

Die Fälschungen aus den letzten Jahrzehnten legt man sich im Grunde vorwiegend deshalb zu um die Entwcklung der Fälscher"kunst" zu verfolgen und um den Unterschied zwischen echten Echten, echten Falschen,falschen Falschen und vollkommen Falschen herausdröseln zu können.

Die Realität ist freilich mal wieder deutlch komplexer, aber selbst diesen Sermon versteht ja schon kaum noch Jemand. smilie_07

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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon Kooka-Burra » 17.04.2019, 17:28

Ric III hat geschrieben:
Die Fälschungen aus den letzten Jahrzehnten legt man sich im Grunde vorwiegend deshalb zu um die Entwcklung der Fälscher"kunst" zu verfolgen und um den Unterschied zwischen echten Echten, echten Falschen,falschen Falschen und vollkommen Falschen herausdröseln zu können.

Die Realität ist freilich mal wieder deutlch komplexer, aber selbst diesen Sermon versteht ja schon kaum noch Jemand. smilie_07


Wenn falsche Falsche die Echten sind, dann … jetzt weiß ich nicht mehr was ich sagen wollte. smilie_02

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Meine Meinung ist nicht festgemauert und ich kann andere Meinungen akzeptieren!

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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon nordmann_de » 17.04.2019, 20:05

@Ric III

Bei so manchem falschem Fuffziger ergeht es mir genauso.
Mir sind da schon einige untergekommen.
Zweck des Disputs oder der Diskussion soll nicht der Sieg, sondern der Gewinn sein.
Joseph Joubert (1754-1824)

pontos
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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon pontos » 20.04.2019, 15:54

Hallo, besitz jemand hier im Silberforum den Maria-Theresien-Taler?
Da die Wiener Philharmoniker richtig verseucht sind, würde ich gerne wissen, wie es mit den Milchflecken bei dem MTT aussieht.
Ist der MTT als Anlage eigentlich eine gute Idee, oder soll ich lieber den klassischen Bullion kaufen?

Panik95
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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon Panik95 » 20.04.2019, 18:52

@pontos.
Der Maria T.Taler ist als Anlagemünze nicht geeignet
Günstigster Händlerpreis heute 14,30€, bei Verkauf bekommst Du gerade mal 10€,da sind 40% weg.
Als Anlagemünzen am besten sind aktuell der 2019er Marple Leaf für 15,80€ und die Eule von Athen für 15,88€.
Bei beiden Münzen bekommst Du eine gute Milchflecken freie Qualität zum günstigsten Preis.

pontos
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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon pontos » 20.04.2019, 20:21

Panik95
Danke.

Ric III
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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon Ric III » 20.04.2019, 22:34

pontos hat geschrieben:Hallo, besitz jemand hier im Silberforum den Maria-Theresien-Taler?
Da die Wiener Philharmoniker richtig verseucht sind, würde ich gerne wissen, wie es mit den Milchflecken bei dem MTT aussieht.
Ist der MTT als Anlage eigentlich eine gute Idee, oder soll ich lieber den klassischen Bullion kaufen?


MTTs bringen (einen Hauch mehr als ) eine 3/4 Unze Silber mit.

Bekommst Du MTTs zu oder unterhalb 3/4 des Preises einer aktuellen Anlagebullion kann das freilich sinnvoll sein. Allerdings sollten es gewisse Mindestmengen sein. Mit drei -vier- fünf Stücken verzettelt man sich da nur.

Der MTT kauft und verkauft sich von Privat an Privat durchaus recht gut.
Wobei ich in den letzten Jahren ausschließlich gekauft habe.

Bobby
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Re: Ich habe da mal eine Frage zum Thema Edelmetalle...

Beitragvon Bobby » 20.04.2019, 22:48

Panik95 hat geschrieben:@pontos.
Der Maria T.Taler ist als Anlagemünze nicht geeignet
Günstigster Händlerpreis heute 14,30€, bei Verkauf bekommst Du gerade mal 10€,da sind 40% weg.
Als Anlagemünzen am besten sind aktuell der 2019er Marple Leaf für 15,80€ und die Eule von Athen für 15,88€.
Bei beiden Münzen bekommst Du eine gute Milchflecken freie Qualität zum günstigsten Preis.


Da möchte ich widersprechen, denn die Eule ist eine Münze minderer Prägequalität, was sich auch in den äußerst niedrigen Ankaufspreisen spiegelt. Für die Eule darf man auf keinen Fall mehr bezahlen als für einen Maple (nicht Marple, wie du geschrieben hast, das ist die Detektivin).

Und Maples sind ganz bestimmt nicht milchfleckenfrei, die ersten Münzen mit MF waren Maples! Ist aber relativ egal, fürs Horten sind die Maples schon in Ordnung, die kauft Dir ein seriöser Händler auch mit MF wieder zu normalen Kursen wieder an. Vermutlich gibt es im Hintergrund einen Deal mit dem Produzenten, um das Produkt nicht zu verderben. Ich habe einiges verkauft in letzter Zeit und war doch erstaunt und erleichtert, das selbst grottigste Münzen ohne mit der Wimper zu zucken vom Händler ohne Abschlag angekauft wurden. Das waren alles gängige Unzen.


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