Dr. Metall hat geschrieben: ↑25.12.2025, 06:25
...
Habe ich einen Denkfehler oder nicht? Wenn ich 500 Schilling in Silber kaufe, kann ich diese theoretisch doch immer Stand heute an die österreichische Bank zum Kurs von 1 Euro zu 13,7603 Schilling umtauschen.
Heißt: solange Österreich Schilling annimmt, bekomme ich für die 500 Schilling 36,34 Euro?!
Übrigens kann man auch aus Deutschland der ÖNB die Schilling Münzen per Post zum Umtausch einschicken:
25rubel hat geschrieben: ↑25.12.2025, 10:28
zumindest in deutschland ist das auch zeitlich unbegrenzt möglich.
Und warum ist das in Deutschland unbegrenzt möglich? Weil die DM noch immer mehr taugt als der Euro und alle anderen Fiatwährungen die es gibt! Die DM wurde durch den Euro ersetzt obwohl die DM noch nicht Mal kaputt war, nicht Mal ansatzweise, die DM war unkaputtbar und somit ein Dorn im Auge aller anderen Währungen.
Es ist möglich, weil es im "Gesetz über die Beendigung der Zahlungsmitteleigenschaft der auf Deutsche Mark lautenden Banknoten und der auf Deutsche Mark oder Deutsche Pfennig lautenden Bundesmünzen (DM-Beendigungsgesetz - DMBeEndG)" so geregelt ist: https://www.gesetze-im-internet.de/dmbe ... 10999.html
Und bei der BuBa praktisch umsetztbar: https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/b ... uro-599338
Dies gilt natürlich auch für die alten und neuen DM-Silbergedenkmünzen, damit mal die Thematik nicht ganz verloren geht.
Dabei hörte ich mal mal bei einem BuBa-Besuch die Äusserung eines Mitarbeiters beim Zählen der eingereichten Münzen eines älteren Herren den Kommentar: Was haben wir denn hier? Da kommen Sie aber um Jahre zu spät, der Umtausch ist nicht mehr möglich...es handelte sich noch um eine Münze aus dem dritten Reich.
Zweck des Disputs oder der Diskussion soll nicht der Sieg, sondern der Gewinn sein.
Joseph Joubert (1754-1824)
Auf YouTube gehen schon seit einigen Tagen KI Silbervideos rum welche ständig im vorraus wissen wann der Preis in Shanghai teurer ist als im Rest der Welt. Und kurz darauf zieht der US Dollar nach. Was ist da dran, habt ihr solche Videos aus gesehen?
ich habe in den letzten Jahren einiges an Tafelsilber, Tee- und Kaffeekannen, Tabletts, einzelnen- und kompletten Bestecken sowie Bruchsilber zusammen gekauft. Aufgrund der gestiegenen Preise würde ich nun einen Teil abverkaufen um mein Anlageportfolio neu auszurichten.
Hat jemand Interesse oder kann gute Tipps zum Verkauf abseits der Scheideanstalt oder ebay Kleinanzeigen empfehlen?
Einfache Stücke würde ich zum aktuellen Silberkurs abverkaufen, bei kompletten Sets würde ich mir schon einen gewissen Aufschlag für den Nutzwert erhoffen. Müssen ka nicht die 30% Aufschlag sein die momentan auf einfache Silber-Unzen verlangt werden.
Bei Interesse gern eine private Nachricht unter angabe wie viel Gramm Feinsilber gewünscht sind und auch gern welche Teile Favorisiert sind.
Bitte Beiträge in den Verkaufsfäden nur mit Nennung eines Preises in Euro einstellen, siehe Fadenregeln!Daher habe ich Deinen Beitrag hierhin verschoben.
Junk-Tafelsilber, behaupte ich mal, kauft hier eher keiner an. Zum Ankauf (mit die höchsten Ankaufspreise und seriöse Abwicklung) bekommst Du bei der ESG: https://www.edelmetall-handel.de/
Sammlerstücke, auch beim Tafelsilber kannst Du im Verkaufsfaden unter Nennung eines Preises sicher anbieten. Fotos sind dann aber hilfreich, aber nicht Pflicht.
Zweck des Disputs oder der Diskussion soll nicht der Sieg, sondern der Gewinn sein.
Joseph Joubert (1754-1824)
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem amerikanischen Proof und "unserem" Spiegelglanz und Polierter Platte?
Dann gibt es noch etwas mit halb Glanz halb mat, erhabene Stellen unterscheiden sich
Bei den Österreichern gibt es noch Handgehoben, ist das auch wieder etwas spezielles?
Hatte bisher immer einen Bogen darum gemacht, weil der Aufschlag immer so hoch war.
Leider noch nie beide, bzw alle Varianten in den Händen gehabt
Proof und Polierte Platte (von Verunreinigungen gesäuberter Prägestempel) sind gleich. Spiegelglanz hat man früher oft für die polierte Platte verwendet. Münzen mit meist kleinerer Auflage und besonderer Verpackung / Zertifikat > Sammlerausgaben mit meist kräftigem Aufpreis. So gibt es den Kiwi Silber 1 oz Proof mit Karton, Etui, Kapsel, Zertifikat und auch die BU-Prägung im Blister, der dann oft nur die Hälfte kostet.
Stempelglanz ist die normale Prägung für Sammlermünzen in großer Stückzahl. Bei den Händlern steht oft auch BU - Brilliant Uncirculated. Bei den Lunaren erwarten die Sammler allerdings Münzen ohne Kratzer und Dellen, ein Proof-Ausgabe mit solchen Schäden ist nur VZ (vorzüglich aus Proof liest man oft bei Muenzauktion).
Handgehoben (z.B. die Niob-Münzen) haben die Österreicher. Die ersten einwandfreien Prägungen werden gerne mit der Hand herausgenommen - man lässt sie nicht wie die meisten anderen einfach in eine Kiste fallen oder maschinell transportieren, wodurch Kratzer / kleine Dellen entstehen können (Stempelglanz). Höchste Prägequalität abseits der "Polierten Platte" (PP), oft mit unverletztem Prägeglanz.
Danke für die Antwort. Ich dachte, das sei ein Unterschied zwischen Proof und Polierter Platte.
Ist dann bei beiden Prägearten der Stempel und die Ronde poliert?
So ist es - die Ronden werden poliert und man reinigt den Prägestempel auch zwischendurch. Das ganze aufwendige Verfahren (nach MDM):
Die Herstellung der Münzen in Spiegelglanz wird in der aufwändigsten Prägetechnik vorgenommen. Die Münzplättchen (Ronden) werden vor dem Prägen nochmals hochglanzpoliert. Das gleiche gilt für die Prägestempel. Damit sich das Relief und die Umschriften fein mattiert von dem spiegelnden Untergrund abheben, werden diese Teile des Münzmotivs nochmals extra mit einem superfeinen Sandstrahlgebläse bearbeitet.
Im Prägesaal selbst muss peinliche Sauberkeit herrschen. Mitunter trägt das Personal sogar einen Mundschutz wie im Operationssaal. Ronden und Stempel dürfen nur noch mit weißen Baumwollhandschuhen angefasst werden.
Jede Münze wird einzeln von Hand in die Maschine eingelegt und geprägt. Schon nach wenigen Münzen müssen die Prägestempel mit einem Ledertuch nachpoliert werden. Nach einigen hundert Prägungen schon werden die Stempel aus der Presse entfernt und wieder neu nachgearbeitet.
Durch das aufwendige Prägeverfahren erkennt man in der Regel einen schönen Kontrast zwischen dem matt schimmernden Relief und dem spiegelnden Hintergrund der Münze Die Münzen in der höchsten Prägequalität "Polierte Platte" (PP) werden in der Regel speziell für Sammler und normalerweise nicht für den alltäglichen Umlauf hergestellt, sondern werden in Anbetracht ihres Sammlerzwecks gekapselt und mit Zertifikat verkauft.
Früher wurden diese aufwändig geprägten Stücke vorwiegend an Staatsgäste und an wichtige Persönlichkeiten im eigenen Land vergeben. Heute sind Münzen in Spiegelglanz für jedermann zugänglich und erschwinglich.
Die Oberflächen von PP-Münzen sind sehr empfindlich. Kleinste Stöße, Berührungen mit anderen Materialien oder sogar Schwefel in der Luft können die Oberfläche der wertvollen Münzen angreifen. Man darf sie deshalb nicht mit bloßen Händen berühren, möglichst sollte man sie in der schützenden Münzkapsel belassen.
Um die Frage noch mal etwas differenzierter zu behandeln:
Erst mal haben wie verschiedene Herstellungsarten: einerseits Polierte Platte (PP) und Spiegelglanz (SP), beide ausschließlich für Sammlermünzen, und andererseits die Normalprägung.
Bei PP werden sowohl die Ronden, als auch die Stempel poliert, bei SP meist nur die Stempel. Meist werden PP-Münzen auch in mehreren Schlägen durchgeführt.
Proof ist nur die englische Übersetzung von PP.
SP (engl. Proof-like, PL) ist eine technisch reduzierte, kostengünstigere PP‑ähnliche Herstellungsart.
Und als Spielerei gibt's dann noch Abarten wie "Reverse Proof", also umgekerte PP. Hier sind die spiegelnden und Matten Stellen einer PP-Münze genau vertauscht worden.
Dann haben wir Erhaltungsangaben:
- Polierte Platte/Spiegelglanz (nur für die jeweils gleichnamige Herstellungsart): die Münzen dürfen keine mit dem Auge sichtbaren Beschädigungen aufweisen (bei Kratzern wird das sonst ein "vorzüglich aus PP")
- Stempelglanz (engl. brilliant uncirculated, BU): makellose Münze aus Normalprägung, darf ebenfalls keine mit dem Auge sichtbaren Beschädigungen aufweisen (numismatische Definition nach Kurt Jäger, leider gibt es eine Tendenz, den Begriff auf alle unzirkulierten Münzen anzuwenden - vor allem, um beim Verkauf höheren Profit zu generieren, siehe "Stempelglanz"-Ausgaben der deutschen Euromünzen in Blistern)
- Bankfrisch/unzirkuliert (engl.: uncirculated, unc): Münzen aus Normalprägung, die noch nicht im Umlauf waren. Durch die Behandlung nach der Prägung (Auffangen in Containern und im Ausland teils sackweises verpacken) können die Stücke Kratzer aufweisen und teils schon ziemlich lädiert aussehen. Die engl. Bezeichnung für solche Macken ist "bag marks" (eben durch das Verpacken/den Transport in Säcken).
- Handgehoben: österreichischer Marketingbegriff für lupenreines Stempelglanz
Bei den erwähnten Lunaren übrigens auch interessant: immer wieder werden hier Stempelglanz-Exemplare als Polierte Platte angeboten. Das liegt an den teilweise polierten Stellen der Stempelglanz-Varianten. Die PP-Version sieht jedoch ganz anders aus, da ist immer der Hintergrund spiegelglänzend.
Hallo,
ich hätte mal eine frage an die Experten.
Da ja im Moment viele Silbermünzen die einen Sammlerwert hatten
vom Materialpreis eingeholt wurden habe ich überlegt ein paar Münzen die noch
einen höheren Sammlerwert haben zu verkaufen.
Ich habe noch ein paar Lunar 2 Mäuse 2oz. Was wären die im Moment so Wert?
Dazu findet man nicht soviel. Wäre klasse,wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.