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Hier können Sie von privat zu privat Anlagemünzen, Barren, Gedenkmünzen, Sammlerstücke etc. zum Kauf, Verkauf oder Tausch anbieten.

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BIOSHOCK
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Beitragvon BIOSHOCK » 20.01.2015, 00:32

Raschisch Kufrupali hat geschrieben:was dann wieder den Krügerrand disqualifiziert...


Nein, da irrt das Ahornblatt. Barren sind auch kein Geld im monetären Sinne. Es ist eine angenehme Begleiteigenschaft der Suppenmünzen, daß man Ihnen einen Nennwert gegeben hat. Da dieser aber ohne Bedeutung, weil viel zu gering ist, bräuchte auch nichts dergleichen darauf stehen. Man macht sich aber so die Numismatiker zu willigeren Käufern und umgeht u.U. die Besteuerung.

Wäre mal interessant, zu sehen, wie der Verkäufer reagiert, wenn man mit einem ausgewachsenen Känguruh bezahlen möchte...



Hallo !

Nein nein, der Krügerrand hat einen Feingehalt von 917/100, also über 900. Die steuerl. Regelung mit dem Feingehalt von mindst. 900 wurde extra wg. dem Krügerrand so gewählt, da das die am meisten Verbreitete Goldmünze ist.

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BIOSHOCK
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Beitragvon BIOSHOCK » 20.01.2015, 00:33

BIOSHOCK hat geschrieben:
Raschisch Kufrupali hat geschrieben:was dann wieder den Krügerrand disqualifiziert...


Nein, da irrt das Ahornblatt. Barren sind auch kein Geld im monetären Sinne. Es ist eine angenehme Begleiteigenschaft der Suppenmünzen, daß man Ihnen einen Nennwert gegeben hat. Da dieser aber ohne Bedeutung, weil viel zu gering ist, bräuchte auch nichts dergleichen darauf stehen. Man macht sich aber so die Numismatiker zu willigeren Käufern und umgeht u.U. die Besteuerung.

Wäre mal interessant, zu sehen, wie der Verkäufer reagiert, wenn man mit einem ausgewachsenen Känguruh bezahlen möchte...



Hallo !

Nein nein, der Krügerrand hat einen Feingehalt von 917/1000, also über 900. Die steuerl. Regelung mit dem Feingehalt von mindst. 900 wurde extra wg. dem Krügerrand so gewählt, da das die am meisten Verbreitete Goldmünze ist.

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Beitragvon BIOSHOCK » 20.01.2015, 00:48

Finerus hat geschrieben:@999.9

Interessanter Einwand! Hier tauchen offenbar widersprüchliche Begriffserklärungen auf. Ich stifte gleich mal weitere Verwirrung. smilie_02

Aus der engl. Wikipedia zu bullion coin:

A bullion coin is a coin struck from precious metal and kept as a store of value or an investment, rather than used in day-to-day commerce. Investment coins are generally coins that have been minted after 1800, have a purity of not less than 900 thousandths and are or have been a legal tender in their country of origin.[1] Bullion coins are usually available in gold and silver, with the exception of the Krugerrand and the Swiss Vreneli which are only available in gold. The American Eagle series is available in gold, silver and platinum, and the Canadian Maple Leaf series is available in gold, silver, platinum and also palladium.

Demnach wären Bullionmünzen solche Münzen aus Edelmetall, deren Feingehalt wenigstens 900/1000 beträgt.






Hi !

Also die Defination von Barren(münzen) mag ja stimmen. Das deutsche Steuergesetz unterscheidet hier aber nur bei Goldmünzen und Barren:

Um steuerfrei belassen zu werden müssen Anlagemünzen aus Gold und gesetzl. Zahlungsmittel sein und nach dem Jahr 1800 geprägt worden sein. Der Feingehalt muss mindestens 900 0/00 (900/1000) betragen, vgl. § 8 Abs 1 Nr. 2 UStG i.V.m. § 25 Abs. 2 UStG und Z 8101 Abs. 85 UAbs. 2

Goldbarren und Goldplättchen müssen hingegen einen Feingehalt von 995 0/00 (995/1000) haben und die firmenspezifische eckige Form mit eingestanzter oder geprägter Angabe des Herstellers, des Feingoldgehaltes und des Gewichtes aufweisen, vgl. § 5 Abs. 1 Nr. 2 UStG i.V.m. § 25c Abs. 2 UStG.

Bei Silber gibt es keine steuerliche Beschränkung des Feingehaltes. Hier gilt lediglich die allg. Definition von Edelmetall, also mindestens 2 GHT (Gewichtshundertteile, also 2%). Warum auch immer...


Gruß

BIOSHOCK
Zuletzt geändert von BIOSHOCK am 20.01.2015, 02:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon Flugfux » 20.01.2015, 00:56

BIOSHOCK hat geschrieben:Um steuerfrei belassen zu werden müssen Anlagemünzen aus Gold und gesetzl. Zahlungsmittel sein und vor dem Jahr 1800 geprägt worden sein. (...)



Wenn ich nicht irre meintest Du nach 1800 geprägt. Richtig?

Liebe Grüße vom Fux smilie_24

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Beitragvon Ric III » 20.01.2015, 00:56

numerobis hat geschrieben:
Anlagefunktion hatten im 17.Jh bereits die Mehrfachtaler(Löser)
Diese waren nicht für den Umlauf bestimmt.




Unfug!Die Löser sind durchauaus umgelaufen.

Gewiß war die Tendenz sie zu horten etwas höher als bei den Einfachtalern,aber ein Umlauf ist unbestreitbar.


Wenn ich den erwische der hier damals solchen historischen Quatsch verbreitet hat......


:oops:

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Beitragvon BIOSHOCK » 20.01.2015, 02:33

Flugfux hat geschrieben:
BIOSHOCK hat geschrieben:Um steuerfrei belassen zu werden müssen Anlagemünzen aus Gold und gesetzl. Zahlungsmittel sein und vor dem Jahr 1800 geprägt worden sein. (...)



Wenn ich nicht irre meintest Du nach 1800 geprägt. Richtig?

Liebe Grüße vom Fux smilie_24



Yo.

Natürlich. :oops:

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Re:

Beitragvon nordmann_de » 21.11.2015, 13:12

BIOSHOCK hat geschrieben:
Hi !

Also die Defination von Barren(münzen) mag ja stimmen. Das deutsche Steuergesetz unterscheidet hier aber nur bei Goldmünzen und Barren:
http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__25c.html

BIOSHOCK hat geschrieben:Um steuerfrei belassen zu werden müssen Anlagemünzen aus Gold und gesetzl. Zahlungsmittel sein und nach dem Jahr 1800 geprägt worden sein. Der Feingehalt muss mindestens 900 0/00 (900/1000) betragen, vgl. § 8 Abs 1 Nr. 2 UStG i.V.m. § 25 Abs. 2 UStG und Z 8101 Abs. 85 UAbs. 2

Gruß

BIOSHOCK


@BIOSHOCK
(Bekannte) Ausnahme von der Steuerfreiheit von Goldmünzen steht auch im obigen Gesetz:
"2. Goldmünzen, die einen Feingehalt von mindestens 900 Tausendstel aufweisen, nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 Prozent übersteigt."
Hatten wir ja auch schon hier: viewtopic.php?t=18087
Zweck des Disputs oder der Diskussion soll nicht der Sieg, sondern der Gewinn sein.
Joseph Joubert (1754-1824)

BIOSHOCK
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Re: Re:

Beitragvon BIOSHOCK » 10.12.2015, 09:47

nordmann_de hat geschrieben:
@BIOSHOCK
(Bekannte) Ausnahme von der Steuerfreiheit von Goldmünzen steht auch im obigen Gesetz:
"2. Goldmünzen, die einen Feingehalt von mindestens 900 Tausendstel aufweisen, nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 Prozent übersteigt."
Hatten wir ja auch schon hier: viewtopic.php?t=18087




Hallo !

Ja natürlich. Der § 25c (2) Nr. 2 UStG wird ja durch das Verzeichnis mit den gelisteten (Anlage)Goldmünzen ergänzt. Das Verzeichnis ist übrigens abschließend. Die 80%-Grenze wird im Gesetzestext sozusagen nur informativ angeführt.

Hinweis: Bei Silber beträgt die Abgrenzung zwischen Anlage- und Sammlermünzen 250 v.H. (250%) des Metallwertes (vgl. VSF Z 8101 Anl. 1 a Abs. 3 Nr. 2 S.1)
Das ist nicht mehr mein Köln. Ich lebe jetzt in "Sex-Mob-City". smilie_04


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