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Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

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Vargas
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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon Vargas » 14.09.2015, 12:33

@Lifthrasir,
im Kombikraftwerk in Foshan hab ich auch einmal gearbeitet, und auch in Shunde ein bischen
weiter oben. So trifft sich die Welt. Alles ABB Gas-und Dampfturbinen.Wir sind da von Hongkong aus
mit einem Schnellboot auf dem Fluss aufwärts geschippert. Schöne Zeit.
Gruss
vargas
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Flugfux
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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon Flugfux » 14.09.2015, 12:38

@Lifthrasir


smilie_14 für Deine interessanten Zeilen! smilie_24

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Lifthrasir
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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon Lifthrasir » 14.09.2015, 13:41

Hallo Vargas,

Wann warst Du in FoShan und ShunDe? Von 2005 bis 2008 war ich in FoShan/NanHai tätig und habe dann meinen Wohnort mit änderndem Tätigkeitsfeld nach ZhongShan/DongSheng verlegen müssen. Seit April 2014 bin ich wieder in FoShan.
Anfangs hatte FoShan etwa 5 Millionen Einwohner. 2005 fanden in FoShan das Asian Culture Festival statt, wie ich hörte muss ich Glück gehabt haben, denn so eine kleine Stadt wie FoShan erhält normal nicht den Zuschlag aus Austragungsort - richtig gelesen - kleine Stadt.
Heute ist der Bezirk FoShan in 5 Stadtbezirke unterteilt (ShunDe gehört auch dazu) und beherbergt etwa 17 Millionen Einwohner. Ich wohne jetzt im Randbezirk von NanHai, dessen Bild sich so extrem verändert hat, das ich mich nach 5 Jahren nicht mehr zurecht finde. Das höchste Gebäude von NanHai hatte 16 Stockwerke, ich wohnte damals in dem zweithöchsten Gebäude mit 11 Stockwerken. Diese Gebäude existieren noch, sind aber kaum noch zu sehen. In den 5 Jahren hat sich das ländlich wirkende NanHai in eine neue Metropole mit Gebäuden üblicherweise zwischen 30 und 50 Stockwerken gewandelt. Die Nähe zur überquellenden Bezirkshauptstadt GuangZhou macht NanHai attraktiv für Wohnungssuchende.

Trotzdem frage ich mich, wer die ganzen Wohnungen kaufen will oder besser gesagt - kann? In China ist es üblich, das Wohnungen gekauft werden, auch wenn deren Benutzungszeit auf 70 Jahre beschränkt ist, denn China ist trotz allen kapitalistischen Zügen in der Regierungsform noch kommunistisch und alles gehört dem Volk. Trotz der Beschränkung auf 70 Jahre Nutzungsrecht und unverständlich hohen Quadratmeter Preisen, boomt der Hochhäuserbau.
In FoShan liegt der qm-Preis zurzeit zwischen 10.000 und 20.000 RMB, im benachbarten GuangZhou liegen die Preise zwischen 20.000 und 40.000 RMB. In ShenZhen der direkten Nachbarstadt von Hong Kong geht es zwischen 30.000 bis 70.000 RMB, je nach Lage. In BeiJing ging vor zwei Monaten eine Nachricht durchs Netz, das eine kleine gebrauchte Wohnung (40qm) in der Nähe einer bekannten Uni für 200.000 RMB/qm den Besitzer wechselte - der den Rest der 70 Jahr nun in seinen eigenen 4 Wändchen verbringen darf.
München ist dagegen ein billiges Pflaster... :P

Die Katamaran Fähren von HK fahren noch immer, den Fährhafen in ShunDe gibt es noch, aber der Hafen in FoShan/NanHai wurde 2007 geschlossen. Ich denke Du würdest die Städte nicht wieder erkennen.
Ende des Jahres soll die Strecke des CRH (der chinesische ICE) zwischen GuangZhou und HK Kowloon fertig gestellt sein, dann benötigt ein Reisender nur noch max. 1 Stunde von HK nach GuangZhou.


Einen Dank für die Zustimmungen der anderen User - doch Respekt gebührt eher meinen Mitmenschen, jenen die mir LaoWai (Langnase) mit Gastfreundlichkeit begegnet sind oder mit Geduld ihre Kultur näher gebracht haben. Danke!

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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon 00.43peter » 14.09.2015, 14:15

Lifthrasir hat geschrieben:Hallo Vargas,

Wann warst Du in FoShan und ShunDe? Von 2005 bis 2008 war ich in FoShan/NanHai tätig und habe dann meinen Wohnort mit änderndem Tätigkeitsfeld nach ZhongShan/DongSheng verlegen müssen. Seit April 2014 bin ich wieder in FoShan.
Anfangs hatte FoShan etwa 5 Millionen Einwohner. 2005 fanden in FoShan das Asian Culture Festival statt, wie ich hörte muss ich Glück gehabt haben, denn so eine kleine Stadt wie FoShan erhält normal nicht den Zuschlag aus Austragungsort - richtig gelesen - kleine Stadt.
Heute ist der Bezirk FoShan in 5 Stadtbezirke unterteilt (ShunDe gehört auch dazu) und beherbergt etwa 17 Millionen Einwohner. Ich wohne jetzt im Randbezirk von NanHai, dessen Bild sich so extrem verändert hat, das ich mich nach 5 Jahren nicht mehr zurecht finde. Das höchste Gebäude von NanHai hatte 16 Stockwerke, ich wohnte damals in dem zweithöchsten Gebäude mit 11 Stockwerken. Diese Gebäude existieren noch, sind aber kaum noch zu sehen. In den 5 Jahren hat sich das ländlich wirkende NanHai in eine neue Metropole mit Gebäuden üblicherweise zwischen 30 und 50 Stockwerken gewandelt. Die Nähe zur überquellenden Bezirkshauptstadt GuangZhou macht NanHai attraktiv für Wohnungssuchende.

Trotzdem frage ich mich, wer die ganzen Wohnungen kaufen will oder besser gesagt - kann? In China ist es üblich, das Wohnungen gekauft werden, auch wenn deren Benutzungszeit auf 70 Jahre beschränkt ist, denn China ist trotz allen kapitalistischen Zügen in der Regierungsform noch kommunistisch und alles gehört dem Volk. Trotz der Beschränkung auf 70 Jahre Nutzungsrecht und unverständlich hohen Quadratmeter Preisen, boomt der Hochhäuserbau.
In FoShan liegt der qm-Preis zurzeit zwischen 10.000 und 20.000 RMB, im benachbarten GuangZhou liegen die Preise zwischen 20.000 und 40.000 RMB. In ShenZhen der direkten Nachbarstadt von Hong Kong geht es zwischen 30.000 bis 70.000 RMB, je nach Lage. In BeiJing ging vor zwei Monaten eine Nachricht durchs Netz, das eine kleine gebrauchte Wohnung (40qm) in der Nähe einer bekannten Uni für 200.000 RMB/qm den Besitzer wechselte - der den Rest der 70 Jahr nun in seinen eigenen 4 Wändchen verbringen darf.
München ist dagegen ein billiges Pflaster... :P

Die Katamaran Fähren von HK fahren noch immer, den Fährhafen in ShunDe gibt es noch, aber der Hafen in FoShan/NanHai wurde 2007 geschlossen. Ich denke Du würdest die Städte nicht wieder erkennen.
Ende des Jahres soll die Strecke des CRH (der chinesische ICE) zwischen GuangZhou und HK Kowloon fertig gestellt sein, dann benötigt ein Reisender nur noch max. 1 Stunde von HK nach GuangZhou.


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Vargas
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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon Vargas » 16.09.2015, 12:41

@Lifthrasir,
also ich war Ende der 90er Jahre da. Die Anlegestelle in Shunde war noch im Bau, als wir auch
fertig waren mit den Revisionen der GT s war er auch fertig. Damals waren es noch kleine Städte
das Ramada war das neuste Hotel damals. Das Hotel wurde eröffnet,war aber noch nicht ganz
fertig, ich habe 3 Zimmer gehabt. Ich hatte Nachtschicht, und musste am Tag schlafen, das waren
aber auch noch die Bauarbeiter dran, ich hatte in jedem Flügel noch ein Zimmer, mein Hauptzimmer
war in der Mitte. Der alte Flughafen in Hongkong war noch in Betrieb,da zu landen war auch
jedes mal ein Abenteuer. In Foshan hatte auch ein neues Hotel eröffnet da haben wir auch ge-
wohnt,aber das war fertig.
Gruss
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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon Lifthrasir » 18.09.2015, 04:10

Hallo Vargas

:shock: Ende der 90er - das muss noch richtig Abenteur gewesen sein. Dann würdest Du einen Schock bekommen, wenn Du heute wieder in diese Städte kommen würdest. 2006 wurde ein Autobahnring um Foshan fertiggestellt, vier Spuren für jede Richtung plus 2 oder 3 spurige An- und Abfahrtswege nebendran. Durch Shunde wurde die G105 zu einer Schnellstraße ausgebaut, Kreuzungsbereiche wurden entweder durch Brücken oder Tunnel entschärft. Es gibt jede Menge neuer Brücken über den Seitenarmen des Pearl und die umliegenden Städte wurden mit einem Sky-Train mit dem neuen Hauptbahnhof des CRH in Guangzhou verbunden.

Ein Freund hat die Entwicklung vom Shenzhen miterlebt. 1986 stand dort noch kein Stein auf dem Anderen. Einer Anekdote nach soll Deng XiaoPing mit einem Zirkel auf der Karte einen Kreis geschlagen haben mit den Worten: "Hier bauen wir eine neue Stadt." Heute zählt Shenzhen zu den modernsten Städten der Welt mit fast 20 Millionen Einwohnern. In China hat sich seit dem Aufbau der Stadt der Begriff "Das Shenzhen Tempo" geprägt.
Eine Fahrt von Shenzhen nach Zhongshan hat in den 90igern noch über 8 Stunden gedauert und glich wohl mehr einer Safarifahrt, weil es keine befestigten Strassen gab. Dieses Jahr soll die längste Brücke der Welt fertiggestellt werden, die dann Hong Kong direkt mit Macau verbindet.

Aber auch heute gibt es noch Gegenden in China, die eher an das Mittelalter als an das 21. Jahrhundert erinnern. In dem Heimatdorf meiner Frau im Nordwesten der Hunan Provinz zeigen nur die Stromkabel, das es zu einer moderneren Welt gehört - der Rest? In den Häusern gibt es weder fließend Wasser noch Sanitäre Anlagen oder Heizungen, selbst der Boden besteht noch häufig aus festgestampften Lehm. Glück hat der, der eine Quelle in der Nähe des Hauses hat, derjenige muss nicht weit laufen um Wasser zu holen.
Ich durfte zu Gast bei einem Freund in seinem Heimatdorf in der Guangxi Provinz sein - ich war der erste Ausländer in dem Dorf, selbst während der Kriegszeit mit Japan wurde das Dorf verschont, weil es sehr abgelegen und schwer (einziger Zugang über eine Hängebrücke) zu erreichen ist. Ich habe gelernt, je einfacher die Menschen, desto herzlicher die Gastfreundschaft. Seit dem frage ich mich manchmal, wer ein glücklicheres und zufriedeneres Leben führt --- klar zu sagen ist, ich wurde als Deutscher auf der Sonnenseite des Lebens geboren!


Hallo Peter,

Ich bin nicht schüchtern smilie_24 eher haben mich die letzten Jahre gelehrt bescheiden zu sein.

Als ich 2005 in Hong Kong die Leuchtenmesse besuchte, die immer Ende Oktober stattfindet, lud uns unser Chef zum Oktoberfest ein, das auch jedes Jahr im Oktober von dem Manager des Marco Polo Hotel in HK Kowloon veranstalltet wird. Dort sah ich einen Ausländer, der rechts und links eine schöne Asiatin im Arm haltend, zwischen seinen frech grinsenden Lippen eine dicke Zigarre umherwabbelnd einen jungen Mann in den Hintern trat - und alle umstehenden Leute mussten lachen, weil das arrogante A....gesicht wahrscheinlich ein dicker Boss war --- als ich diese Szene beobachtete, habe ich mich geschämt ein Ausländer zu sein.
Ich habe seit dem viele Menschen kennen lernen dürfen - superreiche Leute oder arme Schlucker. wobei die armen Schlucker oft manierlicher sind als die superreichen Leute. Wer reich ist muss nicht unbedingt klug und gescheit sein - und wer arm ist muss nicht zwangsläufig ein dummer Mensch sein - der eine hatte Glück und bekam Chancen, der andere nicht. Die Reichen sind nicht besser und die Armen nicht schlechter - jeder ist so wie er ist.
Mich hat das Leben gelehrt das ich Glück hatte...

...diese Erkenntnis hat mich Bescheidenheit gelehrt und ich bin dankbar, das mich die Einheimischen, ob arm oder reich, dieses Landes so freundlich aufgenommen haben und an ihrem Leben teilhaben lassen. Nicht jeder Ausländer hat das Glück so freundlich in der Fremde aufgenommen zu werden...

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes und friedvolles Wochenende, Euer Lifthrasir
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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon Bumerang » 30.03.2021, 11:09

Ich hole mal diesen Faden aus der Versenkung, denn das Thema wird nun aktueller den je.

Hier habe ich noch Pläne für den Ruhestand im Ausland gehabt, die ich nu wohl anpassen muss.

Ich beginne konkrete Pläne zu schmieden, ins Ausland zu ziehen, den HO Job solange aufrecht zu erhalten wie es geht, aber auch ggf nur aus dem bisher angesammelten kapital zu leben. Konkret das was ich hier habe zu verkaufen und mehrere kleinere Wohneinheit im Ausland zu kaufen und zu vermieten.

Für mich ist die Zukunft in Deutschland zu Ende.

Ich habe mich über Südamerika informiert (Paraguay, Argentinien, Uruguay) aber auch Russland, konkret die Krim. Südafrika und Namibia habe ich bereits fallen lassen. Zu unsicher bzw zu klein und zu einfach.

Für Südamerika spricht das Klima aber auch die gechillte Einstellung der Menschen. Infrastruktur vergleichsweise gut, aber ziemlich weit. Aber auch zu nah an den USA. Russland ist riesig, voller Rohstoffe und inzwischen freier bei 14% Steuern. Die Technologien werden immer billiger. Die Kombination und die kommende Seidenstraße sprechen für einen Boom. Auf der Krim ist es klimatisch gut, woanders käme für mich nicht unbedingt in Frage. Man ist auch noch in Europa aber im anderen System. Wenn alle Stricke reißen, kann man sich irgendwo in Sibirien verstecken.

Gibt es unter euch welche, die bereits weiter sind? Würde mich interessieren.
Gruß

Bumerang
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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon san agustin » 30.03.2021, 11:15

Bumerang » 30.03.2021, 11:09 hat geschrieben:Ich hole mal diesen Faden aus der Versenkung, denn das Thema wird nun aktueller den je.

Hier habe ich noch Pläne für den Ruhestand im Ausland gehabt, die ich nu wohl anpassen muss.

Ich beginne konkrete Pläne zu schmieden, ins Ausland zu ziehen, den HO Job solange aufrecht zu erhalten wie es geht, aber auch ggf nur aus dem bisher angesammelten kapital zu leben. Konkret das was ich hier habe zu verkaufen und mehrere kleinere Wohneinheit im Ausland zu kaufen und zu vermieten.

Für mich ist die Zukunft in Deutschland zu Ende.

Ich habe mich über Südamerika informiert (Paraguay, Argentinien, Uruguay) aber auch Russland, konkret die Krim. Südafrika und Namibia habe ich bereits fallen lassen. Zu unsicher bzw zu klein und zu einfach.

Für Südamerika spricht das Klima aber auch die gechillte Einstellung der Menschen. Infrastruktur vergleichsweise gut, aber ziemlich weit. Aber auch zu nah an den USA. Russland ist riesig, voller Rohstoffe und inzwischen freier bei 14% Steuern. Die Technologien werden immer billiger. Die Kombination und die kommende Seidenstraße sprechen für einen Boom. Auf der Krim ist es klimatisch gut, woanders käme für mich nicht unbedingt in Frage. Man ist auch noch in Europa aber im anderen System. Wenn alle Stricke reißen, kann man sich irgendwo in Sibirien verstecken.

Gibt es unter euch welche, die bereits weiter sind? Würde mich interessieren.


smilie_08 willst du uns veräppeln oder sind das echt Deine Gedankengänge ?

vor allem dieser Satz lässt mich verwirrt zurück:
,,......aber auch Russkand, konkret die Krim.......,, :shock:
Ich will meiner Linie und meiner Ansicht eines menschlichen und respektvollen miteinander in diesem Land treu bleiben und jeglicher Art von Diskriminierung entgegenwirken, daher: der EM Handel mit folgenden Personen ist nicht erwünscht: die User, welche es betrifft, wissen es und damit ist es ausreichend....

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Lillebor
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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon Lillebor » 30.03.2021, 11:26

Jo, da denke ich schon seit 1 Jahr drüber nach. Das Problem das ich dabei habe ist das ich noch 15 Jahre bis zur Rente muss. Egal wo ich jetzt hin wollte, muss ich noch dort weiter arbeiten da das Geld wohl nicht so lange reichen würde.
Glaube aber auch das der Zug in Deutschland langsam aber sicher abfahren wird. Daher hoffe ich das dieses System hier noch ein wenig hält. Die Frage ist bei nicht ob, sondern wann!
Da ich weder Russisch noch Spanisch/Portugiesich spreche fallen die von dir angetrebten Länder erstmal raus. Deswegen muss es gut überlegt sein, denn die Sprache muss man können wenn man hier alles abbricht. Siehe "die Auswanderer" im TV, da geht mir manschmal der Hut hoch. Ohne Sinn und Verstand und nicht einmal der Sprache mächtig smilie_13
Bei einem Absturz sollte man vorne sitzen, denn da kommt der Getränkewagen nochmal vorbei.

san agustin
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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon san agustin » 30.03.2021, 11:42

Lillebor » 30.03.2021, 11:26 hat geschrieben:…….
Deswegen muss es gut überlegt sein, denn die Sprache muss man können wenn man hier alles abbricht. Siehe "die Auswanderer" im TV, da geht mir manschmal der Hut hoch. Ohne Sinn und Verstand und nicht einmal der Sprache mächtig smilie_13


gut erkannt !
hier scheitern dann schon knapp 90 % der Menchen
und überhaupt: warum eigentlich immer alle Zelte abbauen ?

ich sehe mich hier eher: 6 Monate Ausland / 6 Monate Deutschland
wenn du schon eine Immobilie im Ausland besitzt und seit Jahren ,,das pendeln kennen gelernt hast,,
fällt es recht einfach smilie_02 smilie_01

Ist ja nicht alles schlecht in Deutschland: das Gesundheitswesen und die Versorgung ist schon klasse
da lasse ich mir hier auch im Forum kein A für ein O verkaufen smilie_24
Ich will meiner Linie und meiner Ansicht eines menschlichen und respektvollen miteinander in diesem Land treu bleiben und jeglicher Art von Diskriminierung entgegenwirken, daher: der EM Handel mit folgenden Personen ist nicht erwünscht: die User, welche es betrifft, wissen es und damit ist es ausreichend....

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gullaldr
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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon gullaldr » 30.03.2021, 13:28

@Bumerang
Die Krim ist insofern etwas riskant, als man nicht weiß, ob Russland sie nicht doch mal an die Ukraine rückübertragen muss. Auch wenn das nicht sehr wahrscheinlich ist. Sicherer wäre z.B. Sotchi.

@San Augustin
Pendeln zwischen zwei weit entlegenen Wohnsitzen setzt voraus, dass man das auch darf und kann. Schon die Corona-Maßnahmen zeigen, dass es sehr erschwert werden kann, in ein anderes Land aus- oder einzureisen. Auch kostet das Pendeln, wenn damit Flüge gemeint sind, die im Zuge des Klimaschutzes immer teurer werden dürften. Außerdem setzt es voraus, dass Du das auch gesundheitlich bewältigen kannst, was mit zunehmendem Alter immer schwieriger wird.

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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon Outback 1403 » 30.03.2021, 14:06

Man kann ja erstmal klein anfangen und sich einen Zweitwohnsitz besorgen. Was auch wichtig ist und hier schon beschrieben wurde: mit der entsprechenden Fremdsprache sollte man sich beschäftigen und zumindest ausbaufähige Sprachkenntnisse aneignen. Hab mir eine kleinere Wohnung in Cádiz gekauft, weil die Entwicklung in Deutschland doch schon absehbar war. Die Geschäfte und Restaurants sind hier wenigstens teilweise geöffnet. Kann ich ja später immer noch tauschen gegen etwas Größeres, wenn ich in Deutschland die Zelte komplett abschlage. Mir graut es jetzt schon vor der Situation nach den nächsten Wahlen: CDU/Grün mit Kanzler Söder mit dem Motto " Wollt ihr die totale Ausgangssperre " ? Oder die CO2 Werte sind zu hoch und man darf dann aus Rücksicht aufs Klima ein Jahr lang gar nicht verreisen. Und erzähle mir bloß keiner, dass das Panikmache sei. Zero Covid sind doch nur die Vorboten.

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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon Bumerang » 30.03.2021, 14:35

gullaldr » 30.03.2021, 13:28 hat geschrieben:@Bumerang
Die Krim ist insofern etwas riskant, als man nicht weiß, ob Russland sie nicht doch mal an die Ukraine rückübertragen muss. Auch wenn das nicht sehr wahrscheinlich ist. Sicherer wäre z.B. Sotchi.


Meinetwegen auch Sotchi. Dass die Krim "zurück" an die Ukraine geht, ist nur in einem Fall wahrscheinlich. Wenn die Ukraine der GUS wieder beitritt. smilie_07


@San Augustin
Pendeln zwischen zwei weit entlegenen Wohnsitzen setzt voraus, dass man das auch darf und kann. Schon die Corona-Maßnahmen zeigen, dass es sehr erschwert werden kann, in ein anderes Land aus- oder einzureisen. Auch kostet das Pendeln, wenn damit Flüge gemeint sind, die im Zuge des Klimaschutzes immer teurer werden dürften. Außerdem setzt es voraus, dass Du das auch gesundheitlich bewältigen kannst, was mit zunehmendem Alter immer schwieriger wird.


Genau das wäre auch meine Antwort gewesen. Auch ich ging davon aus, dass man zwischen den Welten pendeln kann/darf. War wohl ein Trugschluss. Die Reisefreiheit, das größte und m.E. einzige Argument pro EU, wurde leider für Otto-Normal gerade aus dem Programm gestrichen. Hätte ich NIEMLAS für möglich gehalten. Der Lockdown hat vor allem den Zweck, die Kapitalströme zu kontrollieren, bzw zu kappen. Der Normalo darf wohl nicht die Vorzüge der Globalisierung genießen. Schöne Verarsche war das.

Die BRICS, vor allem Russland, Indien und China werden das Sagen haben, wirtschaftlich betrachtet.
Ich sehe schon jetzt, dass in der IT ohne Inder kaum noch etwas läuft. Nur wenn man sie zu 50% in einem Projekt einsetzt (100-300 am Tag) , können noch für die "deutschen" Fachkräfte Tagessätze um die 1000€ ausgerufen werden. Mal von absoluten Spezialisten (SAP, Oracle etc) abgesehen.

Das Klima ist nix, Rohstoffe keine, das technologische Know-How ideologisch vernichtet. Was bleibt Deutschland noch außer hohe Mieten, Steuern und kranke Regeln? Man wird nun die Substanz verbrauchen und dann die DDR 2.0 haben.

san agustin hat geschrieben:Ist ja nicht alles schlecht in Deutschland: das Gesundheitswesen und die Versorgung ist schon klasse, da lasse ich mir hier auch im Forum kein A für ein O verkaufen smilie_24


Noch, aber schon lange nicht mehr sehr gut. Eine lukrative Hüftprothese bekommst noch inkl. tollen Service. Geh mal aber mit einer chronischen Krankheit die pauschal abgerechnet wird ins KKH. Oder in ein Heim. Die Krankenkassen renne in Milliardendefizite. Die Beiträge sind jetzt schon sehr hoch und die kommende Arbeitslosigkeit (bzw Umwandlung der "Kurzarbeit") wird den Rest geben. Wer sein Gebiss in Ungarn hat machen lassen, muss nun für den Deutschen Arzt tief in die Tasche greifen oder eben wie Lauterbach lächeln.

Lillebor hat geschrieben:..Das Problem das ich dabei habe ist das ich noch 15 Jahre bis zur Rente muss. ...Daher hoffe ich das dieses System hier noch ein wenig hält. ....Deswegen muss es gut überlegt sein, denn die Sprache muss man können wenn man hier alles abbricht. Siehe "die Auswanderer" im TV, da geht mir manschmal der Hut hoch. Ohne Sinn und Verstand und nicht einmal der Sprache mächtig smilie_13


Ich habe auch ungf so lange bis zur Rente. Theoretisch. Ich frage mich, ob Deutschland diese Renten überhaupt noch ins Ausland überweisen wird. Insofern könnte eine frühe "Flucht" der kleinere Übel sein.
Die Sprache lernt man i.d.R. vor Ort viel schneller als man glaubt. Die TV Auswanderer scheitern selten an der Sprache. Wenn man aber auf Malle einen Solarium aufmacht, muss man sich nicht wundern, dass man pleite geht. Auch ist nicht jeder geeignet zum Auswandern. Ich sage mal, wer gar kein Kapital hat, wird es sehr schwer haben. Im Niedriglohn-Ausland nur aus Arbeit zu leben ist, mit wenigen Ausnahmen, ganz schwer.


Die Spaltung in Haves and Have Nots findet gerade statt. Der Reset findet gerade statt.
Gruß

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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon Turnbeutelvergesser » 30.03.2021, 14:51

Das Gesundheitswesen ist sicher nicht perfekt. Und was die langfristige Finanzierung angeht.... na ja, da sind berechtigte Zweifel angebracht. Aber, in welchem Land bekommt man als Rentner, für die paar Euro, die hiesige Rentner als Beiträge bezahlen, eine vergleichbare Leistung?

Von daher kommt auch nur so was wie sechs Monate hier, sechs Monate Ausland in Frage. Auf keinen Fall komplett abmelden. Spätestens wann man schwer krank wird, kommen doch alle wieder nach D zurück gekrochen.

Wer sein Arbeitsleben zum größten Teil noch vor sich hat, mag das anders bewerten und dementsprechend planen.

Auf die Krim? Ich war schon dort. Aber seit dem sie besetzt ist, geht gar nicht. smilie_13

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Re: Umfrage: Würdet ihr Euer Land verlassen?

Beitragvon Bumerang » 30.03.2021, 15:23

Turnbeutelvergesser » 30.03.2021, 14:51 hat geschrieben:Das Gesundheitswesen ist sicher nicht perfekt. Und was die langfristige Finanzierung angeht.... na ja, da sind berechtigte Zweifel angebracht. Aber, in welchem Land bekommt man als Rentner, für die paar Euro, die hiesige Rentner als Beiträge bezahlen, eine vergleichbare Leistung?

Von daher kommt auch nur so was wie sechs Monate hier, sechs Monate Ausland in Frage. Auf keinen Fall komplett abmelden. Spätestens wann man schwer krank wird, kommen doch alle wieder nach D zurück gekrochen.

Wer sein Arbeitsleben zum größten Teil noch vor sich hat, mag das anders bewerten und dementsprechend planen.

Auf die Krim? Ich war schon dort. Aber seit dem sie besetzt ist, geht gar nicht. smilie_13



Wir versuchen in die Zukunft zu schauen! Die Gegenwart sieht (fast) jeder. Wenn die Arbeitslosigkeit steigt ist es mit der guten Versorgung vorbei. Da niemand weiß, wie er sich im Alter fühlen wird, kann keiner genau kalkulieren. Offensichtlich wird auch jeder "zurück kriechen" wenn es sich führ ihn lohnt.

Die Frage ist, will man noch 10/20/30 Jahre in Vorleistung gehen, wenn der Staat gerade seine Glaubwürdigkeit zerstört?

Edit: Was die Krim angeht, sollte man politische Kämpfe/Spielchen nüchtern als solche betrachten und keine Moral daraus machen, denn sie ist fas nie angebracht. Besetzung=Befreiung, je nach dem von welcher Seite man schaut. Wurden die Indianer von den Engländern etwa befreit? Oder die Ostblockländern von der Rote Armee? Moral und Politik, waren noch nie vereinbar.
Gruß

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