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Der gefährlichste Mann der Welt

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Datenreisender
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Der gefährlichste Mann der Welt

Beitragvon Datenreisender » 31.10.2010, 10:33

SuperMarkt: Der gefährlichste Mann der Welt

Bernanke schickt die Weltwirtschaft in ihren nächsten Alptraum: Die US-Notenbank flutet die Märkte wieder einmal mit billigen Dollars. Der Rest der Welt fürchtet das Entstehen riesiger Spekulationsblasen. Zu Recht.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/ec ... e/index.do
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salus
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Beitragvon salus » 31.10.2010, 13:09

Hallo,

habe den Artikel gelesen.

Allerdings, wenn Franz Schellhorn schreibt:

Die USA haben ihre Lektion gelernt. Die Fed bereitet zwar gerade die nächste Blase vor, platzen wird diese aber nicht mehr im eigenen Land.


dann muss das nicht unbedingt so kommen. Denn die anderen Länder sind vorgewarnt und viele haben einfach keine Lust mehr, die USA zu finanzieren. Die Chinesen bewegen sich schon vorsichtig,aber erkennbar (wie übrigens alle BRIC-Staaten) vom Dollar weg. Was Bernanke da treibt ist nämlich gerade nicht intelligent, sondern hoch gefährlicher Poker. Im Grunde gibt er damit nämlich offen zu, dass die USA keine Mittel mehr haben außer Geld zu drucken, um aus der Malaise herauszukommen.

Man kann zwar unendlich beliebig viel Geld drucken - dem stehen aber nun nicht unendlich viel physische Werte gegenüber. Und da liegt die Crux. Z.B. werden die OPEC-Staaten (was sie schon angekündigt haben) nicht zulassen, dass ihre Dollarreserven und -einkünfte wertmäßig ins Bodenlose fallen. Sprich, sie werden die Förderung von Öl herunterfahren, was den Ölpreis nach oben schnellen lassen wird. Schon sind dort Überlegeungen im Gange (zusammen mit RU) den Ölpreis auf zumindest 100$ anzuheben. Das wiederum würde die Staaten, deren Währung mehr "wert" ist als der Dollar, bevorzugen und weniger treffen und die USA benachteiligen. Außerdem führt ein weiteres Qunatitaive Easing die USA nicht aus der Rezession! Wie denn auch?

Mal ganz nebenbei: Im Irak haben die Amis zwar gesiegt, bei den Förderkonzessionen sind sie aber nicht zum Zug gekommen ....

Oh, mittlerweile hat der Rest der Welt (außer vielleicht Europa) schon einiges in der Hand, um nicht wehrlos zu sein. Man agiert bislang nur recht vorsichtig.

Interesant in dem Zusammenhang auch der Artikel "Das Great Game ist entschieden", wo es um den Zugriff auf die großen zentralasiatischen Ressourcen geht:

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1582/das-great-game-ist-entschieden

Siehe auch die zugehörigen Folgeartikel.

Mit der öffentlichen Erklärung des nächsten Währungskrieges durch QE 2 geben die USA allen in der Welt kund, dass sie definitiv pleite sind. Es braucht dann nur ein Steinchen in diesem Ponzi-sceme zu fallen und die ganze Sache bricht in sich zusammen. Sprich: Wenn Kriege planbar wären, dürfte es nie verloren Kriege geben. Dazu sagt ein alter Soldatenspruch schon alles: "Nach dem ersten Schuss ist alles anders."

salus

hartzer käse
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Beitragvon hartzer käse » 31.10.2010, 14:24

Vieles spricht dafür, dass es bei dem jetzigen Hickhack nicht vordergründig um China geht, sondern um eine neue Qualität des internationalen Wirtschaftskriegs zwischen den Währungen Euro und Dollar sowie um verschiedene geopolitische Strategien um die Kontrolle der weltweiten Ölreserven.

Der US-Dollar wurde schon seit den späten 1960er Jahren totgesagt. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Genau genommen ruht der Außenwert des Dollars auf drei Säulen:

Die erste und wichtigste Säule

ist die exponentiell wachsende Nachfrage aller Staaten nach Rohöl, das noch immer fast ausschließlich in Dollar gehandelt wird.
(Auch sämtliches Plastik und Gummizeug)
Die weltweite Nachfrage nach Öl hat eine noch immer exponentiell steigende Nachfrage nach US-Dollar an den Devisenmärkten zur Folge. Tendenziell treibt dies den Außenwert des Dollars nach oben, was den Abwertungsdruck des Dollars durch die US-Handelsbilanzdefizite deutlich reduziert.


Die zweite Säule des Dollars

ist eng mit der ersten verbunden. Es ist die Verschuldung der Staaten der ehemaligen so genannten Zweiten und der Dritten Welt in US-Dollar bei den amerikanischen Banken.
Die Ursache dieser Devisenschulden ist in erster Linie in der Abhängigkeit von Ölimporten begründet. Erdöl steht fast immer ganz oben auf der Importrechnung.

Natürlich haben die US-Banken keinerlei Interesse daran, dass sich die Schulden der Ölimportländer in ihrer Gesamtsumme auch nur um einen Cent reduzieren. Schon allein durch die relativ hohen Zinsen, die diese Schuldnerstaaten aufbringen müssen, um ihren Schuldendienst bei der Wall Street zu leisten, stieg die Nachfrage nach US-Dollar an den Märkten seit 1973 bisher exponentiell im Gleichschritt mit der Verarmung und den Devisennöten der Länder des Südens.
Außerdem: Ein großer Teil der Zinsen, die die US-Banken ihren heimischen Anlegern auf deren Geldvermögen - den Passiva - buchen müssen, werden mit Zinszahlungen von Schuldnern aus der Dritten Welt realisiert. Damit wird nicht nur der Außenwert des Dollars "gesund" gehalten, sondern auch das US-Bankensystem, weil die Dritte-Welt-Schulden den Zinsfluss von der Aktiv- auf die Passivseite der US-Banken deutlich vergrössern.


Die dritte Säule des Dollars

sind die Devisenhändler selber. Ein ganzes Dutzend davon kontrolliert fast den gesamten Devisenmarkt. Die Deutsche Bank beispielsweise, der weltgrößte Devisenhändler, hält schon im Interesse ihrer Kunden, der deutschen Exportindustrie, den Euro vergleichsweise niedrig und den US-Dollar oben, obwohl letzterer gegenüber dem Euro drastisch überbewertet ist, wie jeder weiß.
Der ehemalige Chef-Volkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat auch gerade angedroht, den US-Dollar nicht unter $1.70 zum Euro sinken zu lassen und gegebenenfalls mit dem Dollar in einen Abwertungswettlauf zu treten.


Nun kommt allerdings, so die Propaganda, China und bringt nicht nur die erste Dollar-Säule ins Wanken, sondern auch noch die zweite. Die vielbefürchtete Einkaufstour der Chinesen in Afrika - und mehr noch in Lateinamerika! - hätte theoretisch das Potential, die Dritte Welt aus der Schuldenfalle weitestgehend zu befreien und viele US-Banken schlicht umkippen zu lassen.

Alle Schwellen- und Entwicklungsländer zusammengenommen stehen mit weniger als drei Billionen Dollar bei den US-Banken in der Kreide.

Vergleicht man nun die chinesischen Dollarresserven - 2,5 Billionen - wird deutlich, wie sehr die USA um ihre Währung fürchten und an einem zügigen Währungsschnitt interessiert sein müssen!


Dennoch passierte bisher so gut wie gar nichts - und dabei haben wir doch seit über zwei Jahren die lang erwartete Weltfinanzkrise!

Weder gehen die Chinesen im erwarteten Ausmaß auf Einkaufstour und wandeln ihre Dollarreserven in Sachwerte um, noch scheint eine Währungsreform auf der Agenda der USA zu stehen.

Der Grund für das Zögern sowohl von China und als auch von den USA:

Die USA können den längst überfälligen Währungsschnitt solange nicht durchführen, solange der Euro als konkurrierende Weltreservewährung mit dem Dollar koexistiert.

hier geht es weiter:

http://www.mmnews.de/index.php/wirtscha ... tergruende
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Beitragvon hartzer käse » 31.10.2010, 14:34

Wenn ich es mir so betrachte und ich hätte die Wahl zwischen USD und Euro
dann nehme ich den USD.

Wo hat das geeinte Europa Rohstoffe um Ihre Währung vollständig zu decken?
Wer ist denn dort investiert bei den Immos(namenhafte dt.Banken und Versicherungen???)ebenlangfristig(?) ist es Klohpapier als Vergleich nehme ich die Nordmannen.. dort ist die NOK Währung Ölgedeckt.
Fazit:
.....Pleite kann nur Europa gehen oder es gibt eine weitere amerikanische Friedensmission und alles ist wieder gut.
"Ich sehe blühende Landschaften...“

Helmut Kohl, 1990

Telefon

Beitragvon Telefon » 31.10.2010, 14:46

hallo hartzer käse.

vielen dank für deine berichterstattung.

ich habe die wahl ......und habe Silber und Gold gewählt. smilie_01

mir egal, was mit den papiergeldfanatikern geschieht...... 8)

Tel.

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haehnchen03
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Beitragvon haehnchen03 » 31.10.2010, 14:58

Naja wo haben denn die Amis eine gedeckte Währung???
Soviel Schulden wie die habne soviel Rohstoffe gibt es doch garnicht auf der Welt.
Deutschland hat wenigstens noch eine Deckung, durch unsere Industrie und Exporte.
Abgesehen davon wüßte ich kein Land der Erde welches ihre Schulden durch Rohstoffe gedeckt hat(nicht mal die Ölstaaten).

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Beitragvon Silberinvestor » 31.10.2010, 18:56

Ich gehe davon aus das die USA die letzte Schlacht vorbereiten. Sie drucken die US Doller und bereiten dabei
den Zusammenbruch des Euro vor. Und schon geht es wieder in der Welt, weil es dann keine alternative
mehr zum Doller gibt. Auch so kann man Finanzpolitik machen auf kosten der restlichen Welt. Europa wird fallen,
auch wenn Rußland und China helfen und die USA machen nochmal 5 Jahre mit ihrem Doller.
„Das Glück bevorzugt denjenigen, der darauf vorbereitet ist.“

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j

Beitragvon haehnchen03 » 31.10.2010, 20:43

Silberinvestor:
Nach deiner Theorie überlebt das Land mit den meisten Schulden!!!!!!!!!??????????
Das glaube ich nie und nimmer, vorher wird der Dollar entmachtet.

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Beitragvon Silberinvestor » 31.10.2010, 20:58

haehnchen03:
Für mich ist die USA immer noch die Supermacht. Europa ist zerstritten und jedes Land versucht mit dem Ar.... an die Wand zu kommen.
Wir sind (Europa) ein nichts in der Welt. Die USA haben einen Binnenmarkt von dem andere Länder träumen.
Aufgrund der Schulden wird es dort auch eine neue Währung geben, vieleicht erhalten wir aber auch eine Weltwährung die wieder von den USA kontrolliert wird. Aber ich glaube daran das erst Europa mit dem Euro untergeht. Ist eben alles eine Glaubenssache oder?
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h

Beitragvon haehnchen03 » 31.10.2010, 21:04

Klar kann jeder glauben was er will.
Wissen tun wir eh nix, wir können nur vermuten.
Also der Ami Binnenmarkt ist nix anderes als eine Blase und auf Pump finanziert, gesund sieht anders aus.
Da ist unsere Wirtschaft und Konsum besser dran.

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Beitragvon Silberinvestor » 31.10.2010, 21:26

haehnchen03:
Wenn man deine Ausführungen auf Deutschland bezieht sieht es besser aus, aber das restliche Europa ist nicht besser
als die USA. In Spanien und England haben wir eine Immbilienblase und der rest ist privat wie staatlich so verschuldet wie die USA.
Aber wie du schon schreibst, wir können alle nicht in die Zukunft sehen.
Aber eines kommt bestimmt!!! Der Zusammenbruch des jetzigen Finanzsystems da wir am Ende der Schulden und deren
Finanzierung angekommen sind.
„Das Glück bevorzugt denjenigen, der darauf vorbereitet ist.“

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Beitragvon Finerus » 31.10.2010, 21:43

Zu den komplexen Themen Finanzwirtschaft und Geldwesen gibt es mehr Meinungen als Experten. In diesem Forum sind naturgemäß einige Anhänger einer warengedeckten, insbeondere einer durch Gold bzw. Silber gedeckten Währung vertreten. Ähnliche Überlegungen reichen bis in die 30-er Jahre zurück, Stichwort Bancor.

In jüngerer Zeit schlagen einige wenige, von nationalen oder supranationalen Währungsorganisationen weitgehend unabhängige Ökonomen einen ganz anderen interessanten Lösungsansatz vor: das Vollgeld. Dieser Ansatz findet sich z.B. aktuell beschrieben in "Monetäre Modernisierung" von Joseph Huber.

Mit dem Vollgeld-Ansatz würde die Macht der Geschäftsbanken gebrochen und die Politik erhielte das Primat der Handlung zurück, ein nicht unerheblicher Vorzug gegenüber einer nur schwierig politisch steuerbaren warengedeckten Währung, aber natürlich auch ein Vorteil gegenüber dem jetzigen kranken System der von Geschäftsbanken vollkommen dominierten multiplen Geldschöpfung.
Nach diesem neuen Ansatz wären die Banken aussen vor bei dem Spiel der beliebigen Geldvermehrung. Sie wären einfach nicht mehr als Sparvereine. So gesehen könnte für diesen Weg in breiten Bevölkerungsschichten sehr schnell Sympathie aufkommen, spätestens dann, wenn bonigeschwängerte, vollkommen inkompetente Bankenmanager in der Finanzkrise 2.0 nach weiteren Steuermilliarden verlangen, immer mit der unverhohlenen Drohung, daß bei nicht Nichterfüllung ihrer Forderung die Weltwirtschaft und mit ihr die globale Zivilisation untergehe.

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Beitragvon Silberinvestor » 31.10.2010, 21:56

Die Regierungen und das Bankenkartel arbeiten zusammen.
Das Finanzsystem ist so Mächtig in dieser Welt und die Staaten brauchen immer Geld für ihre Sozialleistungen. Wie es auch kommt, so geht es jedenfalls nicht mehr weiter. Und das sich das Volk durchsetzt, na ja daran glaube ich auch nicht. Es wird keine Revolution geben sondern windige Politiker die wieder die Massen belügen und mit einer neuen Währung betrügen.
„Das Glück bevorzugt denjenigen, der darauf vorbereitet ist.“

Telefon

Beitragvon Telefon » 31.10.2010, 22:11

hallo.

letztendlich ist alles eine frage der gerechtigkeit.....die es zu 100 % nie gab und auch nie geben wird!
eine gerechte lösung mit einer einhergehenden finanzsystemreform zu realisieren ist nahezu unmöglich. bleibt lediglich das ziel, anähernd die umstände und rahmenbedingungen so zu gestalten, dass der innere und äußere frieden gewährleistet ist.


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Beitragvon Silberguru » 31.10.2010, 22:17

Die USA hat noch einen Joker im Ärmel und der wird demnächst wohl ausgespielt werden.

Gruß Silberguru
Glauben und Wissen verhält sich wie die Illusion zur Realität.
Das der Glaube keine Berge versetzten kann, merkt man frühestens dann wenn man die Augen aufmacht und spätesten wenn man mit dem Berg zusammen gestossen ist!


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