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SPD will Vermögensteuer wieder einführen

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Sapnovela
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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon Sapnovela » 12.01.2020, 21:07

Der Telefonmann hat geschrieben:Besteuert werden sollen lediglich die Wertzuwächse bei Immobilien,

wenn ein Grundstück zu Bauland durch eine Kommune umgewidmet wird und dieses Grundstück dadurch extrem an Wert zunimmt und wenn dieses Land dann mit Gewinn verkauft wird und der Besitzer nicht selber baut.


Da musste ich auch 2 - 3 mal genauer hinsehen, es ist aber genauso, wie Du schreibst. Vielleicht hat der Praktikant bei NT-V die Sache auch schlicht nicht verstanden... smilie_02 smilie_02

Der Telefonmann hat geschrieben:Ich finde die Idee gar nicht so schlecht, da dadurch die Baukosten gesenkt werden könnten.


Nur wird durch eine neue Steuer selten etwas billiger.
Im Grunde kann man das Problem auch anders lösen. Eine Gemeinde kann nur das als Bauland ausweisen, was ihr selbst gehört. Kein Bauer hat das Recht, dass sein Acker Bauland wird.

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Aurifer
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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon Aurifer » 12.01.2020, 21:59

Sapnovela hat geschrieben: Kein Bauer hat das Recht, dass sein Acker Bauland wird.


Beim Bauern ist die Sache oft verzwickter, den in der Regel dürfte das Ackerland eher Anlagevermögen im Betrieb als Privatvermögen sein. Gehört das Ackerland zum Betrieb, hat der Bauer beim Erwerb zumeist keine Grunderwerbssteuer bezahlt (Kleinbauern mussten sie früher dennoch zahlen) und die steuerliche Einstufung ist ziemlich gering. Verkauft der Bauer das Ackerland als Bauland, zieht er das Land aus dem Betriebsvermögen heraus - und das Finanzamt kommt sogleich mit einer saftigen Forderung um die Ecke. Der Bauer kann den Erlös alternativ in den nächsten Jahren in seinen Betrieb investieren (Stallungen etc.).
Kommt das Bauland aus privatem Vermögen, bedient sich zunächst die Gemeinde mit der Erschließung, ob man will oder nicht, selbst wenn man seinen großen Garten hinter dem Haus vielleicht gar nicht verkaufen möchte. Auch hier dürfte der eine oder andere, wenn er nicht sehr flüssig ist, bei den Kosten schnell schlaflose Nächte bekommen oder schnellstens einen Käufer suchen.

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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon lifesgood » 12.01.2020, 22:48

Aurifer hat geschrieben:
Sapnovela hat geschrieben: Kein Bauer hat das Recht, dass sein Acker Bauland wird.


Beim Bauern ist die Sache oft verzwickter, den in der Regel dürfte das Ackerland eher Anlagevermögen im Betrieb als Privatvermögen sein. Gehört das Ackerland zum Betrieb, hat der Bauer beim Erwerb zumeist keine Grunderwerbssteuer bezahlt (Kleinbauern mussten sie früher dennoch zahlen) und die steuerliche Einstufung ist ziemlich gering. Verkauft der Bauer das Ackerland als Bauland, zieht er das Land aus dem Betriebsvermögen heraus - und das Finanzamt kommt sogleich mit einer saftigen Forderung um die Ecke. Der Bauer kann den Erlös alternativ in den nächsten Jahren in seinen Betrieb investieren (Stallungen etc.).
Kommt das Bauland aus privatem Vermögen, bedient sich zunächst die Gemeinde mit der Erschließung, ob man will oder nicht, selbst wenn man seinen großen Garten hinter dem Haus vielleicht gar nicht verkaufen möchte. Auch hier dürfte der eine oder andere, wenn er nicht sehr flüssig ist, bei den Kosten schnell schlaflose Nächte bekommen oder schnellstens einen Käufer suchen.


Alles richtig, was Du schreibst Aurifer und gerade die Erschließungskosten können sehr heftig sein. Und genau hier sind wir an dem Punkt, dass diese Steuer wieder nur die Kleinen trifft, die ein Grundstück im Privatvermögen halten, denn die großen Grundstücksbesitzer sind ja in der Regel gewerblich unterwegs.

Erfolgt der Grundstücksverkauf im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit (da ist man sehr schnell drin), dann ist der Gewinn/Wertsteigerung auch jetzt schon steuerpflichtig.

Nur im Privatbereich wäre eine Wertsteigerung nach 10 Jahren Haltedauer steuerfrei.

Hier mal zwei Beispiele:
1.) Ich bin ja seit meiner beruflichen Veränderung 2019 überwiegend im Immo-Bereich tätig. Wir hatten 2015 und 2017 Baugrundstücke gekauft, weil wir mit einem massiven Wohnungsbauprogramm gerechnet hatten. Da dies leider immer noch nicht in Sicht ist, tragen wir uns mit dem Gedanken eines der Grundstücke wieder abzugeben. Das Grundstück steht mit den Erwerbskosten in den Büchern, abgeschrieben wird ja bei Grund und Boden in der Regel nichts. Wenn wir nun das Grundstück wieder abgeben (egal ob jetzt oder in 20 Jahren) stellt die Differenz zwischen Verkaufserlös und Kaufpreis immer einen steuerpflichtigen Gewinn dar.

2.) Meine Lebensgefährtin hatte vor über 20 Jahren mit ihrem damaligen Mann (beides Arbeitnehmer, die hart gearbeitet haben) das Nachbargrundstück gekauft, falls irgendwann mal eines der beiden Kinder dort bauen möchte und weil ja auf dem Land die Regel gilt, dass man ein Nachbargrundstück kaufen soll, wenn es möglich ist. Die Kinder sind jetzt erwachsen und beruflich und durch Ehe steht nun fest, dass keines ihrer Kinder dort bauen wird.
Nach aktueller Gesetzeslage wäre die (auf dem Land relativ geringe) Wertsteigerung steuerfrei. Nach den Plänen der SPD müßte sie zukünftig Steuern zahlen.

Da stellt sich mir schon die Frage, ob die Jungs und Mädels von der SPD die Rechtslage nicht kennen, oder ob hier wieder mal versucht wird die Leute zu verarschen.

lifesgood

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Aurifer
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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon Aurifer » 12.01.2020, 23:48

@ lifesgood

Meine Schwester war insofern davon betroffen, dass nach dem Tod der Eltern unser behinderter Bruder eine kleine Landwirtschaft weiterhin als Beschäftigung unterhielt. Hinter dem großen Garten und den Schuppen für Maschinen wurde die Lage erschlossen. Auf der anderen Seite des ursprünglichen Feldweges, wo vor Jahrzehnten nur eine einzige Baugenehmigung erteilt worden war, hatten meine Eltern noch eine größere Wiese hinzugekauft, um dort die Kühe direkt in Hausnähe weisen zu lassen. Nach Auflösung der Landwirtschaft konnte das Land aus dem Betriebsvermögen heraus aus Steuergründen noch nicht sofort verkauft werden. Für mehrere Baustellen, weil aus dem Feldweg eine offizielle Straße wurde, hat die Gemeinde kräftig kassiert. Und das Finanzamt wollte auch schon nach einer Verkaufsankündigung frühzeitig Geld sehen. Ohne private Rücklagen legt sich bei den Summen schon ein Strick um den Hals.

Da meine (privat) geerbten Grundstücke Ackerland blieben, hatte ich damit zum Glück nichts zu tun, mag bei meiner Schwester unter dem Strich etwas mehr übrig geblieben sein (war auch so beabsichtigt wegen Betreuung des Bruders). Ich hatte jedenfalls in diesem Fall keinen Ärger mit den Behörden.

Gruß zur Nacht smilie_24

saho111
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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon saho111 » 13.01.2020, 09:20

Die meisten Grundstücke werden bevor es zu einer Qualitätshochstufung kommt bzw. ein Flächennutzungsplan erstellt wird, von den Gemeinden enteignet. Die wollen die Gewinne doch selbst abschöpfen (siehe Städtebauförderungsgesetz).

Im Übrigen bei meinem Vater mehrfach geschehen.

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Sapnovela
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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon Sapnovela » 13.01.2020, 09:36

saho111 hat geschrieben:Die meisten Grundstücke werden bevor es zu einer Qualitätshochstufung kommt bzw. ein Flächennutzungsplan erstellt wird, von den Gemeinden enteignet. Die wollen die Gewinne doch selbst abschöpfen (siehe Städtebauförderungsgesetz).

Im Übrigen bei meinem Vater mehrfach geschehen.


Wie funktioniert das rein praktisch? Durch einen reinen Verwaltungsakt?

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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon saho111 » 13.01.2020, 09:42

@Sapnovela

Die Gemeinden bilden eine Gesellschaft zur Stadtentwicklung und machen den Eigentümern zuerst mal ein Angebot zum Erwerb. Falls das nicht fruchtet geht es an die Enteignungsbehörde beim RP. Da wird dann um die Entschädigung gestritten und ein Gutachten erstellt. Dann kann es natürlich weiter gehen vor Gericht. Da werden dann wieder Gutachten für die Entschädigung erstellt.

domrepp
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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon domrepp » 13.01.2020, 10:43

Telefonmann,
du hast den Hintergrund der vorgeschlagenen Maßnahmen absolut richtig beschrieben. Auf den ersten Eindruck könnte man meinen: Ok, gar keine schlechte Sache.
Allerdings sind deine Schlussfolgerungen hinsichtlich möglicher Auswirkungen aus meiner Sicht deutlich zu kurz gedacht bzw. sogar falsch! Die Gründe dafür wurden von meinen Vorrednern bereits erwähnt!

Zufällig habe ich vor wenigen Tagen mit einem befreundeten Landwirt geredet. In seinem Dorf haben wir viele Freunde, die aktuell gerne bauen würden, allerdings fast unmöglich an Grundstücke kommen. Meine Frage an ihn war, warum er denn nicht einfach an unsere Freunde das ein oder andere Ackerstück verkaufen würde. Er hat so viel, da würden z. B. 2000 qm2 gar nicht ins Gewicht fallen. Einige Ackerstücke liegen so, dass sie im neuen Nutzungsplan sehr wahrscheinlich als Bauland ausgewiesen werden. Er meinte, klar, theoretisch kein Problem, ABER: 1. Die Grundstückpreise sind vergleichbar mit denen der großen Ballungsräume, wo das Bauland (fast) nicht mehr erschwinglich ist, nicht besonders hoch, daher von Anfang an unattraktiver für ihn (was bei den Freunden vielleicht gar nicht DAS Entscheidene wäre)! 2. Für ihn durch die gewerblichen Abgaben und Auflagen hinsichtlich Verwendung der erzielten Verkaufspreise so gut wie nix mehr über bliebe. 3. Mit der neuen Steuer ist er sich sicher, dass nix mehr über bleibt!
Nagelt mich jetzt nicht auf Details und begriffliche Feinheiten fest, der Grundtenor war jedoch genau der: Es lohnt sich für ihn NULL. Sprich, die neuen Ideen sorgen nicht dafür, dass auch nur ein einziges neues Baugrundstück hinzukommt (mag von Region zu Region unterschiedlich sein), es seidenn, es wird enteignet.

Vergleichbar ist das Ganze für mich mit der Finanztransaktionssteuer! Vom Begriff her könnte man zunächst glauben: Endlich, die Zockerei wird reguliert! Was passiert tatsächlich? DAS GEGENTEIL...

Marek
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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon Marek » 13.01.2020, 11:24

Hallo,

die Besteuerung bei Landwirten bezüglich
"Entnahme von Betriebsvermögen" ist ein totaler (schlechter) Witz!

Ein Bekannter von mir (Landwirt) wollte von einem seiner Äcker
ein rd. 600 m² großes Grundstück abtrennen, um darauf zu bauen.
Der Wert / Kaufpreis wäre etwa 48.000 € gewesen (80 € / m² laut "Boris. nrw").
Er hätte jedoch gute 42.000 € (!!!) Steuern zahlen müssen, verteilt auf drei Jahre....

Tja: So kommt der Wohnungsbau richtig in die Gänge.... smilie_08

Liebe Grüße
Marek

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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon Aurifer » 13.01.2020, 13:19

So hörte sich das bei meiner Schwester zunächst auch an. Sie hat dann zumindest einige Jahre nach der Auflösung des Kleinbauernbetriebs meines Bruders gewartet, damit gewisse Fristen für den Verkauf eingehalten wurden. Das Elternhaus lag an der Hauptstraße, nach hinten gab es ca.150 m Stallungen, Scheunen, Garten / Wiese / Einfahrt für Trecker / Maschinen. Durch die Erschließung des Feldweges - das Feld begann hinter den Häusern / Gärten - mussten alle die Kosten akzeptieren, auch wenn sie den Bauplatz - ihren Garten - nicht veräußern wollten.

Am Anfang des Weges stand eine gut restaurierte und funktionierende Windmühle. Ein Denkmal - deshalb durfte in unserer Obstwiese davor nicht gebaut werden, um den Blick auf die Mühle nicht zu stören. Als man dann dort die Straße ausgebaut hat, wurde auch die Obstwiese zu Bauland. Denkmal? Sch... drauf!

Die meisten Bauern werden sich inzwischen hüten, Land zu verkaufen, weil sie mit herkömmlicher Landwirtschaft die Pacht für Ackerland kaum noch bezahlen können, seitdem Konzerne und reiche Investoren viel Land aufgekauft / langfristig gepachtet haben. Mit dem Pflanzenanbau zur Verwertung in Biogasanlagen lässt sich oft mehr verdienen. Das Viehfutter beziehen wir wiederum aus Afrika und Südamerika, wo man weiter kräftig rodet und zerstört, um die Sojaflächen für unsere Massentierhaltung (Fleisch muss superbillig sein!) auszuweiten. Weil die Gülle vor Ort wegen der Nitratbelastung nicht mehr ausgebracht werden kann, gibt es dort auch schon den Gülletourismus (NL per Schiff / Niedersachsen nach NRW / Rheinland-Pfalz usw.). Dafür zahlt die Regierung wiederum Strafe in die EU-Kasse. smilie_55

Ich liebe diese Welt! smilie_40

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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon lifesgood » 13.01.2020, 15:22

Solange man es betreibt, sind land- und forstwirtschaftliche Grundstücke steuerlich eher begünstigt, vor allem auch bei der Erbschaftssteuer. Aber wenn man was verkauft, wird es häufig bitter.

Ich hatte vorletztes Jahr für die Fa. mit einem Waldnachbarn verhandelt, dessen Wald an drei Seiten von unserem Wald umschlossen wird. Das hätte gut dazugepaßt und da der gar nichts macht in seinem Wald züchtet der den Borkenkäfer (bis unser Holzfäller wieder aushilft). Und so riesig ist die Parzelle nicht. Wir waren uns über den Preis auch schon einig, aber nachdem er sich erkundigt hatte, was da an Steuern auf ihn zukommt hat er wieder zurückgezogen. :(

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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon domrepp » 13.01.2020, 17:38

Ist doch interessant, wie sich eure Erfahrungen / euer Kenntnisstand mit den Erzählungen meines Bekannten decken.
Ich weiß nicht mehr in welchem Zusammenhang genau, aber schon vor einigen Jahren im Studium wurde der Professor feuerrot als es um die Gattung Politiker in DE ging. Den Satz "da treibt es einem Schamesröte vor lauter Idiotie ins Gesicht" werde ich wohl nie vergessen....
Wie aktuell das noch immer und immer mehr doch ist!

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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon Kerzenständerin » 13.01.2020, 18:00

domrepp hat geschrieben:Ist doch interessant, wie sich eure Erfahrungen / euer Kenntnisstand mit den Erzählungen meines Bekannten decken.
Ich weiß nicht mehr in welchem Zusammenhang genau, aber schon vor einigen Jahren im Studium wurde der Professor feuerrot als es um die Gattung Politiker in DE ging. Den Satz "da treibt es einem Schamesröte vor lauter Idiotie ins Gesicht" werde ich wohl nie vergessen....
Wie aktuell das noch immer und immer mehr doch ist!


Defacto sind nicht wirklich die Politiker dämlich, sondern die, die diese makro-ökonomischen Nixblicker in Amt und Würden wählen.

Es gibt kein Land in der Welt, in dem eine linksgerichtete Regierung nachhaltig gut war für Wirtschaft und Wohlstand des Landes. Die völlig sinnlosen und das Gegenteil des Gewollten bewirkenden Instrumente der SPD sind ein nettes Beispiel dafür. Trotzdem werden die gewählt. smilie_09 smilie_04
Wie blöd, wenn fremde Fakten die eigene Überzeugung unterminieren.

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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon Aurifer » 13.01.2020, 18:24

Kerzenständerin hat geschrieben:Defacto sind nicht wirklich die Politiker dämlich, sondern die, die diese makro-ökonomischen Nixblicker in Amt und Würden wählen.

Es gibt kein Land in der Welt, in dem eine linksgerichtete Regierung nachhaltig gut war für Wirtschaft und Wohlstand des Landes. Die völlig sinnlosen und das Gegenteil des Gewollten bewirkenden Instrumente der SPD sind ein nettes Beispiel dafür. Trotzdem werden die gewählt. smilie_09 smilie_04


Ich weiß nicht, wer die Steuergesetze mit der niedrigen Bewertung der Landwirtschaftsfläche und deren hoher Besteuerung beim Herauslösen aus dem Betrieb gemacht. Aber es sind keine neueren Bestimmungen, sondern die gelten meines Wissens schon seit Jahrzehnten, sodass die vielleicht eher von einer schwarzen Regierung stammen. Einwand gegen die Pauschal-Kritik an linksgerichteter Regierung also zumindest hier im Faden bei der gerade diskutierten Thematik.

Es kritisiert sich immer leicht, aber wohin auch immer man den Blick wendet: wo ist das Superland, in dem die bösen Politiker viel mehr richtig machen als bei uns? Britain und das Brexit-Trauerspiel, Frankreich und seine Unfähigkeit bei Sozialreformen, Italien und seine dauernden Regierungswechsel im Pleitestatus - soweit die großen TOP 4 in der EU. Österreich hat sein Ibiza, Spanien und die Separatisten, Polen mit Rechtsruck, Belgien und die EU wurden bei Handelsabkommen von einer kleinen Minderheit erpresst ... Lieber ein blasses Rautenspiel als die Poltergeister Trump, Erdogan, Orban oder die skrupellosen Kim Jong, Putin und Xi. Willkommen in der zivilisierten Welt!

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Re: SPD will Vermögensteuer wieder einführen

Beitragvon lifesgood » 13.01.2020, 19:27

Kerzenständerin hat geschrieben:Defacto sind nicht wirklich die Politiker dämlich, sondern die, die diese makro-ökonomischen Nixblicker in Amt und Würden wählen.


Das ist immer leicht dahergesagt. Aber letztendlich kann man nur diejenigen wählen die auch kandidieren.

Kandidaten die in allen Bereichen den eigenen Vorstellungen entsprechen gibt es nicht. Der Eine trifft wirtschaftlich die eigenen Vorstellungen, der Andere vielleicht sozialpolitisch, der Dritte umweltpolitisch usw. usw..

So bleibt dann letztendlich immer nur die Wahl des geringeren Übels ... wobei man auch da nicht sicher sein kann, ob die nach der Wahl so agieren, wie sie vor der Wahl versprochen haben.

lifesgood


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