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Re: 100-Kilo-Goldmünze ist dann mal weg

Verfasst: 17.12.2020, 07:59
von foxele
Zudem bezweifle ich das da noch reste vom BML zu finden sein werden.
Denke ist schon komplett umgeschmolzen.
Gefälschte Goldmünzen kann man auch aus Altgold herstellen, wie sollte man da auf die Herkunft des Goldes schliessen können?

Re: 100-Kilo-Goldmünze ist dann mal weg

Verfasst: 17.12.2020, 13:46
von Turnbeutelvergesser
Meines Wissens kann man durch Bestimmung der Isotopenverhältnisse(?) ziemlich genau bestimmen, woher Gold kommt. Somit ist es völlig egal ob umgeschmolzen. Es lässt sich sogar feststellen, ob Gold als Flussgold oder aus einem Bergwerk gewonnen wurde.

Re: 100-Kilo-Goldmünze ist dann mal weg

Verfasst: 17.12.2020, 15:06
von foxele
Gehe aber nicht davon aus das der BLM aus Gold einer einzigen herkunft hergestellt wurde.
Von daher? smilie_08

Re: 100-Kilo-Goldmünze ist dann mal weg

Verfasst: 17.12.2020, 15:08
von amabhuku
Dann müsste jedoch eine Analyse der damaligen Goldmünze gemacht worden sein, vor dem Diebstahl, was ich stark bezweifle. Dann könntest du vergleichen.

Dazu kommt; da Diebe, Fälscher und Hehler den Behörden und Institutionen (wozu ich auch Museen zähle) immer einen Schritt voraus sind, haben die so etwas natürlich bedacht.
Du schmilzt das Gold ein und mischst mit allem möglichen anderen. Drei bis vier mal wieder einschmelzen, ist in zwei Stunden getan.
Gar kein Problem und dann hat es sich mit einer Isotopenanalyse bzw. sie zeigt vieles an.
Alle Spuren verwischt.

Die einen sind engagiert und besessen, die anderen staatlich bezahlt und jeden Tag nach 16 Uhr im Feierabend, außerdem Wochenende, Urlaub, krank und faul.
Wer wird wohl wen in die Tasche stecken?

The Big Goldcoin ist so was von weg.

Re: 100-Kilo-Goldmünze ist dann mal weg

Verfasst: 17.12.2020, 15:41
von Turnbeutelvergesser
Würde davon ausgehen, dass vor der Herstellung bekannt war woher das Gold der 100 kg Münze stammt.

Wer könnte den logistischen Aufwand von schmelzen, mischen, neue Münzen herstellen bei der Menge Gold illegal bewältigen? K.A.,ob es wirklich so einfach ist, um die Herkunft komplett zu verschleiern. Vermute mal es wäre trotzdem riskant das Gold wieder in D in den Umlauf zu bringen.

Re: 100-Kilo-Goldmünze ist dann mal weg

Verfasst: 18.12.2020, 12:55
von amabhuku
Turnbeutelvergesser » 17.12.2020, 15:41 hat geschrieben:Würde davon ausgehen, dass vor der Herstellung bekannt war woher das Gold der 100 kg Münze stammt.

Wer könnte den logistischen Aufwand von schmelzen, mischen, neue Münzen herstellen bei der Menge Gold illegal bewältigen? K.A.,ob es wirklich so einfach ist, um die Herkunft komplett zu verschleiern. Vermute mal es wäre trotzdem riskant das Gold wieder in D in den Umlauf zu bringen.


Nein, ist nicht schwer, wird seit Urzeiten so gemacht.
Jeder bekloppte Hinterhofschmelzer kann die Menge bewältigen, dazu braucht es nur eine Propangasflasche und einen Dreifach-Brenner wie zum Messerschmieden.
In 30 min 1200°C bei 50 kg.
Das hat mit "Logistik" nichts zu tun. Du trennst die große Münze in Teile (Flex) und schmeisst sie in vier Chargen zusammengemischt mit Kupfer-/Messing-/Bronze-/ Silber- Goldschrott in den Tiegel.
Die vier Barren dann nach Bedarf verkleinern und an verschiedene Edelmetallverwerter verticken.
Das Zeug findest du dann später in den aktuellen Eheringen vom Juwelier wieder.
Unanalysierbar.

Re: 100-Kilo-Goldmünze ist dann mal weg

Verfasst: 18.12.2020, 17:23
von Turnbeutelvergesser
Hätte gedacht die Isotope sind Gold spezifisch und man müsste Gold mit Gold legieren. Das legieren mit anderen Metallen dieses Verhältnis nicht verändert. Letztendlich k.A., Metallurgie ist nicht mein Fachbereich.

Wie viele dubiose Gold An-/Verkäufer und somit Mitwisser bräuchte man wohl, um das Gold zu waschen?

Re: 100-Kilo-Goldmünze ist dann mal weg

Verfasst: 18.12.2020, 18:58
von amabhuku
Schon mal eine Isotopenanalyse mitgemacht oder beigewohnt? Wir ja, im Studium damals.
Allein die Ausrüstung kostet 6-7stellig, je nach Anforderung. Von Zeit und Mühe für Erfassung und Auswertung gar nicht zu reden, etwas für eine komplette Doktorarbeit, ---> siehe Lehmann, Der Erfurter Schatzfund (Bleiisotopenanalyse).

Goldschrott ist doch anderes Gold.....
Warum sollten sie eine Goldanalyse mit Isotopenmessung vorher gemacht haben. Teuer, aufwendig und nutzlos, es sei denn die Münze wird später geklaut. 8) Aber wie geschrieben, halte ich auch dann für nutzlos.
Welche Mitwisser? Ich gehe offiziell zu einem Goldankäufer und verkaufe ihm ein Metallgemisch mit Goldanteil. Jedes Clanmitglied nur einmal, das sind hunderte.......alles ganz legal.

Völlig illusorisch das die "Untersuchungsbehörden" eine Nachverfolgung auch nur ins Auge fassen.
Nicht so viel schlechte TV Files konsumieren.

Doch ich will dir deinen Glauben nicht nehmen, wirkt bloss so........ :mrgreen:

Re: 100-Kilo-Goldmünze ist dann mal weg

Verfasst: 07.01.2021, 14:47
von proton
Warmduscher » 12.07.2017, 10:24 hat geschrieben:...und wer hätte das gedacht: Man hat auch schon Juwelier im Verdacht, der geholfen haben könnte, das Ding zu verwerten. Der Einfachheit halber auch in Neukölln. Um sprachlichen Problemen aus dem Weg zu gehen, auch mit Migrationshintergrund: https://www.bullion-investor.com/blog/r ... aechtiger/


Wie sagt man so gerne "ein Volk ist eine Schicksalsgemeinschaft"...und ein Stück Plastik auf dem "deutsch" steht hat hierbei keine Relevanz.

Was bleibt ist, uns wurde ein Stück Kultur weggenommen, zerstört. Es ist eine Erniedrigung bei der man unter normalen Umständen Vergeltung üben würde. So aber lädt es ein zu weiteren Verbrechen, siehe grünes Gewölbe.