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CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon Rollmops » 18.07.2016, 14:17

Bumerang hat geschrieben:
lifesgood hat geschrieben:Nein, der Name ist nicht Voraussetzung.



Erleichtert das Leben aber ungemein. Ich kenne auch integrierte Türken, sogar mit akademischen Abschluss, die dennoch von Schwierigkeiten berichtet haben. Ist nicht überall und bei jedem so, aber es ist generell leider trotzdem so.

Ich kenne integrierte Türken, die ganz bewust den Namen ihrer deutschen Frau angenommen haben, weil es ihnen im Arbeitsleben hilft.
Wie war die Studie gleichnochmal: "Kevin ist kein Name, Kevin ist eine Diagnose"
http://www.tagesspiegel.de/wissen/studi ... 01654.html
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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon Bumerang » 18.07.2016, 14:29

Rollmops hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Sicher. Doch kann der Name schon mal dafür sorgen, nicht sofort aussortiert zu werden. Da ich maximale Integrationswilligkeit in so einem Fall unterstelle, kann man sich erst dadurch entsprechend präsentieren.

Machen wir uns nicht vor. Der Name ist ein Ausschlusskriterium in vielen Fällen.


In diesem Punkt muss ich Dir Recht geben.
... dass Menschen mit den falschen Nachnamen sich gar nicht erst bewerben müssen. Und das hat weniger mit rassistischen Gründen von Seiten des Vermieters als mit ökonomischen Gründen zu tun.


Eben. Benachteiligung ist Benachteiligung, egal warum. Das ist höchst kontraproduktiv, wenn man Integration fordert/will. Die Integrationswilligen können so schnell frustriert werden und bei den Integrationsunwilligen die Bestätigung finden, "na, hab ich Dir nicht gesagt?".

Diese Seite der Medaille wird an den Stammtischen selten thematisiert.

Ich will nicht generalisieren, doch meiner Erfahrung nach ist die Akzeptanz bei der Mehrheit nicht gegeben. Sie ist am geringsten auf der untersten Bildungsebene und steigt mit dem Bildungsgrad entsprechend.
Gruß

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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon bernstedter » 18.07.2016, 15:00

Bumerang hat geschrieben:
Rollmops hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Sicher. Doch kann der Name schon mal dafür sorgen, nicht sofort aussortiert zu werden. Da ich maximale Integrationswilligkeit in so einem Fall unterstelle, kann man sich erst dadurch entsprechend präsentieren.

Machen wir uns nicht vor. Der Name ist ein Ausschlusskriterium in vielen Fällen.


In diesem Punkt muss ich Dir Recht geben.
... dass Menschen mit den falschen Nachnamen sich gar nicht erst bewerben müssen. Und das hat weniger mit rassistischen Gründen von Seiten des Vermieters als mit ökonomischen Gründen zu tun.


Eben. Benachteiligung ist Benachteiligung, egal warum. Das ist höchst kontraproduktiv, wenn man Integration fordert/will. Die Integrationswilligen können so schnell frustriert werden und bei den Integrationsunwilligen die Bestätigung finden, "na, hab ich Dir nicht gesagt?".

Diese Seite der Medaille wird an den Stammtischen selten thematisiert.

Ich will nicht generalisieren, doch meiner Erfahrung nach ist die Akzeptanz bei der Mehrheit nicht gegeben. Sie ist am geringsten auf der untersten Bildungsebene und steigt mit dem Bildungsgrad entsprechend.


Hier muss man noch unterscheiden kulturfremd oder nicht, wenn nicht, dann hat auch die unterste Bildungsschicht nichts gegen diese Ausländer.

Kulturfremd: die gebildeten leben schön in ihrer Scheinwelt, ich hab auf Arbeit auch einige schwarze Ingenieure, aber die sind halt Ingenieure und kultiviert (Anzahl<10). Mit dieser Art kommen also gebildete in Kontakt und vergessen zu schnell das das Heer der Schwarzen aber ungebildete kulturfremde und öfters kriminelle sind als wir.

der ungebildete "Deutsche" wird mit diesen gebildeten wohl weniger in Kontakt kommen, aber er kommt mit den wohl überwiegenden Teil der Schwarzen in "Berührung" die das Heer der Schwarzen ausmachen wie oben beschrieben. Er erkennt also nicht die wenigen Ausnahmen sondern gleich das "normale". Dafür wird er dann von Linken etc. die in Ihrer Scheinwelt leben als Rassist abgestempelt obwohl er die Wahrheit wohl am besten sieht.


und ja da kann ich auch ganz offen sagen, denn die Kriminalitätsstatistik etc. sagt es ja eindeutig. Hätte ich die Wahl würde ich den Kulturfremden aussortieren und mir den der mir vertraut ist in die Wohnung holen.

Ich trauer ja auch mehr um ein verstorbenes Familienmitglied als um jmd. anderen in meinem Dorf/Stadt. Mich interessieren ja zuerst die nachrichten aus Deutschland als die aus Syrien. Meine Freunde stehen mir näher als meine "nicht Freunde". Die meisten Freunde sind aus der gleichen Kultur wie aus der ich entstamme. etc. etc. etc.

Es ist absolut ganz und gar nicht rassistisch den kulturfremden abzuweisen und dafür das vertraute zu wählen. Es ist zutiefst menschlich!

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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon Ric III » 18.07.2016, 15:14

Bumerang hat geschrieben:Ich will nicht generalisieren, doch meiner Erfahrung nach ist die Akzeptanz bei der Mehrheit nicht gegeben. Sie ist am geringsten auf der untersten Bildungsebene und steigt mit dem Bildungsgrad entsprechend.


Ganz ohne die üblichen Klischeebilder geht es offensichtlich nicht.

Da glaubt man das Wurfholz wolle ausnahmsweise mal ideologiefrei debattieren und "rrrummms" schließt es mit dem kaum kaschierten Klischee von "bildungsfernen Wutbürger/Dunkeldeutschen etc.pp.

Daß Skepsis gerade auf einem langjähigen und breiten Erfahrungsschatz beruhen kann kommt ihm natürlich nicht in den Sinn.

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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon Bumerang » 18.07.2016, 15:22

Ric III hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Ich will nicht generalisieren, doch meiner Erfahrung nach ist die Akzeptanz bei der Mehrheit nicht gegeben. Sie ist am geringsten auf der untersten Bildungsebene und steigt mit dem Bildungsgrad entsprechend.



Daß Skepsis gerade auf einem langjähigen und breiten Erfahrungsschatz beruhen kann kommt ihm natürlich nicht in den Sinn.


Genau diese langjährige und breite Erfahrungsschatz (in den letzten 26 Jahren) hat bei mir zu diesem "Klischee" geführt.
Gruß

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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon gullaldr » 18.07.2016, 16:07

Die Forderung des CDU-Politikers ist eine alte von mir. :wink:

Übrigens hat man es in den USA früher auch so gemacht. Ich habe dort angeheiratete Verwandte, deren Urgroßeltern noch einen slawischen Namen trugen. Nun klingt er englisch.

Ich habe einen türkischen Kurden als Kumpel, der sich oft darüber beschwert hat, dass er mit seinem Namen keine deutschen Kunden gewinnt. Er wollte sogar mal meinen Namen nutzen, indem ich pro forma in sein business einsteige.

Letztlich aber, so mein Standpunkt, interessieren mich - das zu meiner Motivation - diese Benachteiligungsprobleme nur peripher. Mir geht es vor allem um den Erhalt meiner Kultur. Und diesbezüglich wäre ich für Eindeutschungen, und zwar schon deshalb, damit z.B. alte Namen, die sonst vielleicht vor dem Aussterben bedroht wären, erhalten bleiben.

Wenn der Hong-Viet Cuong künftig Cumberg heißt, sich vielleicht im örtlichen Trachtenverein engagiert, deutsch in Schrift und Sprache gut beherrscht, sich an die Rechtsordnung hält, arbeitet und Steuern zahlt, sich positiv zu seinem neuen Heimatland bekennt, für dessen Geschichte er sich interessiert, dann hätte ich kein Problem mit der Integration (zumindest einer überschaubaren Zahl) von Einwanderern.

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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon Ric III » 18.07.2016, 16:13

Bumerang hat geschrieben:
Genau diese langjährige und breite Erfahrungsschatz (in den letzten 26 Jahren) hat bei mir zu diesem "Klischee" geführt.


Und selbstverständlich ist es reiner Zufall daß dabei der übliche und gebetsmühlenartige repetierte Narrativ zu einem weitern ruhmreichen Einsatz gelangt. :wink:

@gulladr:

Einem Hong -Viet Cuong traue ich das in der Regel auch zu.
Leuten aus dem Spannungsbogen Maghreb-Hindukusch allerdings signifikant seltener.

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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon bernstedter » 18.07.2016, 16:20

gullaldr hat geschrieben:Wenn der Hong-Viet Cuong künftig Cumberg heißt, sich vielleicht im örtlichen Trachtenverein engagiert, deutsch in Schrift und Sprache gut beherrscht, sich an die Rechtsordnung hält, arbeitet und Steuern zahlt, sich positiv zu seinem neuen Heimatland bekennt, für dessen Geschichte er sich interessiert, dann hätte ich kein Problem mit der Integration (zumindest einer überschaubaren Zahl) von Einwanderern.


Perfekt gesagt! Überschaubar ist auch so ein Schlüsselwort, wenn es nicht überschaubar bleibt, kommt es zwangsläufig mehr oder weniger zu dem was wir jetzt haben.

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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon Bumerang » 18.07.2016, 17:01

Ric III hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:
Genau diese langjährige und breite Erfahrungsschatz (in den letzten 26 Jahren) hat bei mir zu diesem "Klischee" geführt.


Und selbstverständlich ist es reiner Zufall daß dabei der übliche und gebetsmühlenartige repetierte Narrativ zu einem weitern ruhmreichen Einsatz gelangt. :wink:



Nein, das ist überhaupt kein Zufall! Ich habe es zu meinem persönlichen Hobby gemacht, Heuchelei, in welcher Form und zu welchem Thema auch immer, aufzudecken. smilie_24

Meine Erfahrungen sagen mir, dass sie bei denen die immer das Maximum von der Gegenseite fordern, besonders groß ist. Denn egal wie sich die Gegenseite auch immer anstrengt, wird es für die Heuchler nicht gut genug sein.

Und ja, je niedriger der Bildungsgrad desto stärker ist diese Heuchelei ausgeprägt.

@gulladr

Das ist eine klassisch konservative nationale Haltung. Ist mir aus meiner Heimat bekannt, in der die Minderheiten geradezu genötigt wurden, sich zur Nationalität der Mehrheit zu bekennen. Hat bei mir (und vielen Anderen, eigentlich den meisten) nicht gefruchtet! Ich denke, ich kann hier aus eigener Erfahrung sprechen, weil ich es von Geburt kenne, nicht zur Mehrheit zu gehören.

Was für mich persönlich ausschlaggebend war, war die fehlende Akzeptanz der Mehrheit, mich als Angehöriger einer anderen ethnischen Gruppe voll zu akzeptieren, im Sinne einer modernen Nation, wie etwa die der Schweiz (oder USA). Nein, man hat von mir verlangt (wenn auch nur indirekt) mich zu assimilieren. Hat nix gebracht, im Gegenteil!

Ich denke, das ethnisch-nationale Staaten auf dem absteigenden Ast sind. Sie sind ohnehin nur seit ca 150 Jahren in Mode und wurden notwendig um Republiken gründen zu können. Eine moderne Nation muss sich losgelöst von der ethnischen Zugehörigkeiten bilden können, nur so wird sie stark. Ansonsten ist sie dauernd mit sich selbst beschäftigt.

Das was ich sage, soll nicht heißen, dass Integration nicht notwendig ist. Sie muss aber andere Maßstäbe haben. Einen "guten Deutschen" macht nicht die Essgewohnheit oder die Lautstärke in der Kommunikation aus, genauso wenig die Religion! Es ist das Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft. Sie kann man nicht erzwingen sondern nur fördern und schließlich akzeptieren! KO Kriterien müssen selbstredend erfüllt werden (Bekennen zur Demokratie und Rechtsordnung etc). Deshalb halte ich die automatische Einbürgerung von Kindern für kontraproduktiv. Man muss sich schon zur Gesellschaft bekennen.

Es ist so wie in einer Freundschaft. Man geht aufeinander zu und findet Gemeinsamkeiten. Wer nur darauf wartet, dass der Andere sich anpasst, bleibt ein MOF (von meinem Kind gelernt = Mensch ohne Freunde). In der Gesellschaft führt das zur Spaltung.
Gruß

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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon Rollmops » 18.07.2016, 17:37

Bumerang hat geschrieben:Das ist eine klassisch konservative nationale Haltung. Ist mir aus meiner Heimat bekannt, in der die Minderheiten geradezu genötigt wurden, sich zur Nationalität der Mehrheit zu bekennen. Hat bei mir (und vielen Anderen, eigentlich den meisten) nicht gefruchtet! Ich denke, ich kann hier aus eigener Erfahrung sprechen, weil ich es von Geburt kenne, nicht zur Mehrheit zu gehören.

Was für mich persönlich ausschlaggebend war, war die fehlende Akzeptanz der Mehrheit, mich als Angehöriger einer anderen ethnischen Gruppe voll zu akzeptieren, im Sinne einer modernen Nation, wie etwa die der Schweiz (oder USA). Nein, man hat von mir verlangt (wenn auch nur indirekt) mich zu assimilieren.

Soll ich etwa daraus schliessen, daß Du tatsächlich glaubst, daß Du in der Schweiz und der USA als "Angehöriger einer anderen ethnischen Gruppe" voll akzeptiert wirst?
Wenn ja, habe ich eine neue Erkenntnis für Dich: Wirst Du nicht.
Nur weil Du Vorbehalte nicht sofort spürst, heisst es nicht dass sie nicht da sind.
Diese Erkenntnis habe ich gewonnen als ich nach Bayern gezogen bin. Zur Info, ich spreche kein Bayrisch und bin nicht als gebürtige Bayerin erkennbar. Wohin ich auch kam, wurde ich freundlich empfangen. Die unsichtbare Mauer habe ich immer erst dann gesehen, als sie verschwand. Das war jedesmal echt faszinierend zu beobachten, wie ein Schalter umgelegt wurde, als meinem Gegenüber klar wurde, aus welcher Familie ich stamme. Das war wie ein Zauberstab, plötzlich war ich eine von Ihnen und ich konnte schwören darauf, in den nächsten Minuten fällt der Satz: Und Bayrisch bringen wir Dir auch noch bei.
Diese Mauern gibt es auch in der USA und erst Recht in der Schweiz. Vielleicht liegt es daran, dass zu meinen engsten Freunden ein paar Urschweizer gehören, dass ich weis wie sehr Tradition und Herkunft dort verwurzelt sind. Wer glaubt, dass es hier schwierig ist, ein voll anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu werden, hat keine Ahnung von der Schweiz.
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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon Bumerang » 18.07.2016, 17:55

Rollmops,

du beschreibst eine "zweite Stufe" der Integration, nämlich die in die lokale Gesellschaft. Die gibt es überall, ist aber nicht das wovon ich spreche. Ich bezweifle, dass in der Schweiz oder USA ein Araber mit der Nationalfahne in der Hand so gesehen wird wie hier in Deutschland.
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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon Rollmops » 18.07.2016, 18:01

In der Schweiz wird schon ein Deutscher Einwanderer kritischer gesehen, als ein Schweizer in Deutschland. Und ein Araber wird dort nur solange akzeptiert, wo er Geld mitbringt.

Wobei ich Dir in einem Punkt Recht gebe: Die Ablehnung der Araber in der USA und der Schweiz hängt wesentlich höher an der Religion als in Deutschland. Ein Araber mit Kreuz und dem Hals und Nationalfahne wird wohl weniger abgelehnt
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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon Rollmops » 18.07.2016, 18:27

Und die USA ist gerade dabei in einen Bürgerkrieg zwischen Schwarz und Weiss zu schlittern.
Da von mehr Akzeptanz zu sprechen ist schon abenteuerlich, vor allem da es in diversen Bundesstaaten immer noch gelebte Rassentrennung gibt
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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon gullaldr » 19.07.2016, 00:19

Bumerang hat geschrieben:Eine moderne Nation muss sich losgelöst von der ethnischen Zugehörigkeiten bilden können, nur so wird sie stark. Ansonsten ist sie dauernd mit sich selbst beschäftigt.
Das was ich sage, soll nicht heißen, dass Integration nicht notwendig ist. Sie muss aber andere Maßstäbe haben. Einen "guten Deutschen" macht nicht die Essgewohnheit oder die Lautstärke in der Kommunikation aus, genauso wenig die Religion! Es ist das Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft. Sie kann man nicht erzwingen sondern nur fördern und schließlich akzeptieren! (...)
Es ist so wie in einer Freundschaft. Man geht aufeinander zu und findet Gemeinsamkeiten. Wer nur darauf wartet, dass der Andere sich anpasst, bleibt ein MOF (von meinem Kind gelernt = Mensch ohne Freunde). In der Gesellschaft führt das zur Spaltung.


Deine Einschätzung teile ich nicht. Gerade eine Gesellschaft, die losgelöst von ethnischen Zugehörigkeiten ist, ist ständig mit sich beschäftigt. Das erleben wir gerade wieder in den USA mit dem Konflikt zwischen schwarzer Minderheit und der Polizeimacht, die diese Schwarzen angeblich diskriminiere. Um mal ein Beispiel eines multiethnischen/multikulturellen Staates zu geben, der innenpolitisch noch verhältnismäßig gut funktioniert. Ich betone das "noch", denn das Ganze funktioniert so lange das Wohlstandsversprechen aufrecht erhalten werden kann und die staatlichen Kontrollorgane funktionieren. Sonst sieht es rasch aus wie in anderen Teilen der Erde. Das von Dir erwähnte "Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft" wächst nicht aus dem nirgendwo oder in Luftschlössern. Es wurzelt in ganz klar feststellbaren Kritieren, die da lauten: Der ist mir ähnlich, der nicht. Wird jemand hinsichtlich Verhalten, Aussehen, Sprache, Lebensansichten zu unähnlich, hat man mit ihm ab einem bestimmten Punkt der Fremdheit kein Zugehörigkeitsgefühl. Das mag man "intellektuell" verdrängen, ist aber einfach eine Tatsache. Mich verbindet mit einem pakistanischen Gemüsehändler, dessen Frau in der Burka herumhuscht faktisch nichts. Ebenso habe ich nichts mit dem Zigeunerpapa zu tun, der seine Kinder harsch mit dem Mercedes einsammelt. Null Zusammengehörigkeitsgefühl. Dazu gehören durchaus auch die Lautstärke der Kommunikation und Essgewohnheiten. Als ich z.B. mal in einer Bar mit einem Kumpel war und sich neben uns zwei Südländer (vermutlich Araber) hektisch unterhielten, meinte er, dass ihm diese Typen voll auf den Nerv gehen. Mir war es ähnlich gegangen. Oder Essgewohnheiten. Ich mag Inder in der Regel nicht. Nicht weil ich sie für böse Menschen hielte, sondern wegen deren Ausdünstungen. Das kommt von deren Essen, deren Gewürzen. Wenn ich lesend im Bus sitze und irgendwann kommt mir dieser Geruch in die Nase, weiß ich, dass sich ein Inder in der Nähe aufhalten muss. Ich blicke auf, und zwei Sitze vor mir sehe ich einen. Ich kann natürlich tolerant sein (was ich irgendwie auch bin, weil ich mich ja umsetzen oder die Bar wechseln kann; noch habe ich dazu die Möglichkeiten, diesen Menschen aus dem Weg zu gehen), aber Zusammengehörigkeitsgefühl oder gar Nation wächst daraus halt nicht. Nun wird natürlich der kluge Linke gleich einwänden und sagen: "Viele Deutsche essen Schweinefleisch, und das mag ich als Veggie auch nicht." Oder: "Ich mag indische Küche lieber als Nürnberger Rostbratwürste." Oder "Viele Deutsche reden dummes Zeug, da sind mir zwei arabische Professoren lieber." usw. Dann fühlt sich der Linke in der Regel besonders clever. Ich aber kann nur für mich antworten, dass trotz aller individuellen Fremdheit bei mir die kollektiven Züge der Ähnlichkeit bei den meisten Deutschen das noch wettmachen, so dass ich tendenziell noch eher Zusammengehörigkeitsgefühl empfinde. Sage ich als ziemlicher Einzelgänger.
Nation ist eben gerade nicht mit Freundschaften vergleichbar. Man wählt sich die Nation nicht im Internet-Chat nach irgendwelchen Vorlieben aus und schließt dann Kompromisse miteinander, um Zusammenhalt zu basteln. Man wird in sie geboren, wie in eine Familie. Kommen in die Familie zu viele fremde Faktoren hinein, zerbricht sie einfach. Dann ist sie weg, und der eventuell gemeinsame Haushalt ist dann umso mehr mit sich selbst beschäftigt.

Ric III
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Re: CDU-Politiker fordert deutsche Namen für Ausländer

Beitragvon Ric III » 19.07.2016, 00:57

Bumerang hat geschrieben:
Und selbstverständlich ist es reiner Zufall daß dabei der übliche und gebetsmühlenartige repetierte Narrativ zu einem weitern ruhmreichen Einsatz gelangt. :wink:



Nein, das ist überhaupt kein Zufall! Ich habe es zu meinem persönlichen Hobby gemacht, Heuchelei, in welcher Form und zu welchem Thema auch immer, aufzudecken. smilie_24

[/quote]

Und vor lauter "aufgedeckter Heuchelei",selbstredend nach Wurfholzdefinition,haben wir die Fähigkeit entwickelt Ironie nicht mehr zu erkennen.

Ich werde hier nun nicht in epischer Breite ausführen WER und WESSEN Handlungen in der realen Welt leider mehr als geeignet sind die Gesellschaft noch tiefer zu spalten,denn seinen wir einfach mal offen,gespalten ist sie längst.

Ein Detail greife ich mir aber dennoch gerne heraus,einfach nur weil ich es persönlich als extrem unangenehm empfinde.
Massiv übersteigerte Lautstärke in der verbalen Kommunikation geht mir auf den Geriffelten.Und ich spreche schlicht und ergreifend Wurfhölzern das Recht ab darüber zu entscheiden wie ich dazu zu stehen oder mich zu verhalten habe.


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