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EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

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Frank the tank
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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon Frank the tank » 03.06.2016, 13:08

Tach,
manchmal ertappe ich mich auch dabei: "Früher war alles besser." (Früher war mehr Lametta, Loriot)
Ich denke der entscheidene Punkt ist, man kann die Arbeit noch so billig machen, es ist einfach nicht genug für alle da.
Der Markt kann das eben nicht regeln.
Das hat Herr Flassbeck in seinem Vortrag sehr gut erklärt.

https://www.youtube.com/watch?v=hVj2lc8Blsc
Grüße
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lifesgood
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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon lifesgood » 03.06.2016, 13:41

Bumerang hat geschrieben:
Den Vergleich mit 1950 sollte man nicht 1:1 machen, denn dann lügt man sich in die Tasche.

Zuerst kannst Du davon ausgehen, dass es heute vielen nicht besser geht als 1950, sondern schlechter. Damals hatte fast jeder einen Job von dem er Miete und Lebenshaltung bestreiten konnte. Oft reichte das Gehalts des Mannes (Arbeiter) für die ganze Familie.


Oder waren damals die Ansprüche geringer? Wie viele Arbeitnehmerhaushalte haben heute ein Auto, wie viele hatten 1950 ein Auto?

In den 50er/60er Jahren wurden bei Neubauten von Mehrfamilienhäusern, maximal für die Hälfte der Wohnungszahl Autostellplätze gebaut, heute mehr Stellplätze als Wohnungen im Haus sind.

Hier mal eine Aufstellung wie lange ein durchschnittlicher Arbeitnehmer 1970 für Lebensmittel arbeiten mußte und wie lange 2014: http://de.statista.com/statistik/daten/ ... en-musste/

Ich denke 1950 war die Zeit noch länger ...

“Früher war alles billiger!” – dieser oft gehörte Satz lässt sich wissenschaftlich nicht halten. Einer aktuellen Kaufkraft-Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zufolge haben sich die Preise seit 1950 zwar knapp verfünffacht, allerdings sind die Nettoverdienste parallel um das 25-fache gestiegen. Im Ergebnis seien die meisten Waren des täglichen Bedarfs in den vergangenen 60 Jahren deutlich billiger geworden. Für ein Pfund Kaffe brauche man beispielsweise nur noch 19 Minuten zu arbeiten – statt mehr als eine halbe Woche wie noch 1950.


Quelle: http://finanzwertig.de/kaufkraft-vergle ... illiger-95

Das ist ja auch vollkommen in Ordnung und gut so, aber es widerlegt eben Deine obige Aussage. Natürlich geht es heute dem H4-Empfänger wohl schlechter als dem Arbeitnehmer 1950, aber das ist nicht der richtige Vergleich.

Dem Arbeitnehmer 2016 geht es zweifellos deutlich besser als dem Arbeitnehmer 1950.

Damals waren eben die Ansprüche geringer und es gibt auch heute wesentlich mehr Dinge zum Konsum als 1950. Viele Frauen haben sich früher bewußt für ein Hausfrauendasein und die Familie entschieden. Heute ist ein deutlich größerer Anteil der (Ehe) frauen in Arbeit ... evtl. auch ein Grund weshalb die Arbeitslosigkeit höher ist als damals smilie_08

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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon Bumerang » 03.06.2016, 18:00

lifesgood hat geschrieben:
Oder waren damals die Ansprüche geringer? Wie viele Arbeitnehmerhaushalte haben heute ein Auto, wie viele hatten 1950 ein Auto?

Natürlich geht es heute dem H4-Empfänger wohl schlechter als dem Arbeitnehmer 1950, aber das ist nicht der richtige Vergleich.

Dem Arbeitnehmer 2016 geht es zweifellos deutlich besser als dem Arbeitnehmer 1950.

Damals waren eben die Ansprüche geringer und es gibt auch heute wesentlich mehr Dinge zum Konsum als 1950. Viele Frauen haben sich früher bewußt für ein Hausfrauendasein und die Familie entschieden. Heute ist ein deutlich größerer Anteil der (Ehe) frauen in Arbeit ... evtl. auch ein Grund weshalb die Arbeitslosigkeit höher ist als damals smilie_08


Viele fahren heute Gebrauchten, die nicht unbedingt aus den 50-ern stammen aber inzwischen immer älter werden. Das Auto ist oft eine Notwendigkeit, weil man auf dem Land keine Job mehr hat und man pendeln muss.

Und es gibt immer mehr Menschen ohne Auto, egal ob andere 5 haben und so statistisch den Wohlstand erhöhen.

http://www.huffingtonpost.de/2015/08/18 ... 03748.html

Dem H4 Empfänger nützt der Wohlstand des Angestellt nix, da kannst Du sicher sein. Zudem verdienen immer mehr Arbeitnehmer immer weniger und konsumieren auch immer weniger.

Den Vorwurf der erhöhten Ansprüche, kann ich nicht nachvollziehen. Der Wohlstand der Masse sinkt seit den 80-ern. Man will nicht mehr sonder das was mal möglich war, erst recht heute, wenn insgesamt deutlich mehr da ist!

Wir haben eine Welt in denen es Manchen immer besser anderen immer schlechter geht. "Durchschnittlich" geht es uns gut. Na toll.
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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon lifesgood » 03.06.2016, 20:41

Deine Aussage war, dass es einem Arbeitnehmer 1950 besser ging als heute. Die war falsch.

Nun bringst Du 1980 als Referenzjahr ins Spiel. Hier hast Du Recht die Reallöhne sind heute niedriger als 1980.

Nominal zwar noch etwas höher als 1980 aber inflationsbereinigt ist hier ganz klar ein Kaufkraftverlust zu verzeichnen.

Das ist wohl der AGENDA2010 geschuldet. Und dem Kaufkrafttransfer in andere EU-Länder.

So gab es 2000 bis 2008 gab es in D einen Reallohnverlust von 0,8 % und in GR eine Steigerung von 39,6 %. Das nur, weil Du in anderen Threads immer die These vertrittst die griechische Bevölkerung hätte nichts davon gehabt ;)

http://de.statista.com/statistik/daten/ ... in-europa/

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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon Chinese » 03.06.2016, 21:56

Bumerang hat geschrieben:




Dem H4 Empfänger nützt der Wohlstand des Angestellt nix, da kannst Du sicher sein. Zudem verdienen immer mehr Arbeitnehmer immer weniger und konsumieren auch immer weniger.

.


Dann lasse doch den Angestellten sein bisschen Geld und verteile nicht noch mehr um. Noch besser verteile weniger um und der Angestellte hat wieder etwas mehr zum konsumieren.
Zuletzt geändert von Chinese am 04.06.2016, 05:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon haehnchen03 » 03.06.2016, 23:36

Bumerang das stimmt so auch nicht ganz.
1. Schau mal was im Moment für Autos sich auf unseren Straßen bewegen. Da findest du sehr wenig alte Gebrauchte und auch keine günstigen.
2. Wenn immer mehr Leute Autos fahren, warum steigt dann immer der Absatz in Deutschland weiter.
3. Die Verkehrsinfrastruktur hat sich seit 1950 um ein vielfaches verbessert. Wenn ich in der Großstadt oder deren Speckgürtel wohnen würde, dann hätte ich sicher auch kein Auto.

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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon Chinese » 04.06.2016, 06:18

Die Gesamten Lohnkosten inkl. Steuern, Sozialabgaben und sonstigen Lohnzusatzkosten sind in Deutschland auf einen sehr hohen Niveau. Sicherlich ist man hier in der Spitzengruppe dabei. Das ganze rechnet sich nur noch über eine sehr hohe Produktivität. Entweder durch Stress oder Maschinen, oft in der Kombination.

Beim Reallohn oder auch beim Nettolohn bleibt dem Arbeitnehmer viel Zuwenig übrig. Der Sozialstaat will über eine Umverteilung gefüttert werden.

Oder wie lange muss der Malergeselle arbeiten bis er sich mit seinem Nettolohn seine Tätikeit bei seinem Chef leisten kann. Im Regelfall mindestens den Faktor 5 oder höher. Also 5 Stunden arbeiten um 1 Stunde zubezahlen. Der Malerbetrieb schöpft ja nicht hier alles als Gewinn ab, sondern kommt als Handwerksbetrieb so über die Runden. Den großen Reibach macht er nicht.
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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon Frank the tank » 04.06.2016, 07:35

Moin,
Wer kauft denn die deutschen Autos? Das Ausland. Guck mal was sich die Deutschen für Autos leisten bzw. kaufen: Dacia, Kia und die anderen Asiaten. Hat das etwas mit Reallohnverlust zu tun?
Grüße
Frank the tank

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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon Frank the tank » 04.06.2016, 08:08

@haehnchen
Die Zulassungszahlen der deutschen Autobauer steigen evtl.
Guck doch mal wieviele VW mit WOB Kennzeichen `rumfahren. Alles neu zugelassene Autos.
So kann man die Zahlen auch schönen.

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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon AgCluster » 04.06.2016, 08:39

lifesgood hat geschrieben:Deine Aussage war, dass es einem Arbeitnehmer 1950 besser ging als heute. Die war falsch.

Nun bringst Du 1980 als Referenzjahr ins Spiel. Hier hast Du Recht die Reallöhne sind heute niedriger als 1980.

Nominal zwar noch etwas höher als 1980 aber inflationsbereinigt ist hier ganz klar ein Kaufkraftverlust zu verzeichnen.

Das ist wohl der AGENDA2010 geschuldet. Und dem Kaufkrafttransfer in andere EU-Länder.

So gab es 2000 bis 2008 gab es in D einen Reallohnverlust von 0,8 % und in GR eine Steigerung von 39,6 %. Das nur, weil Du in anderen Threads immer die These vertrittst die griechische Bevölkerung hätte nichts davon gehabt ;)

http://de.statista.com/statistik/daten/ ... in-europa/

lifesgood


Man sollte den Zeitraum von 1950 bis 1980 mit dem Zeitraum von 1980 bis 2016 vergleichen. Bis 1980 hat man die Löhne der Produktivität angepasst (teilweise sogar höher) und seit Thatcher/Reagan nicht mehr. In D nannte sich das "Geistig moralische Wende" unter Helmut Kohl. Damals begann die Welt dem neoliberalen Dogmen hinterher zulaufen. Damit die geringen Löhne nicht vollkommen auf der Strecke blieben, wurde das Geld entsprechend vom Staat umverteilt. Das hat aber nicht ausgereicht. Der Staat musste massiv Schulden machen, damit die Salden ausgeglichen wurden. Heute müsste sich der Staat jedes Jahr um 8,5% des BIP's neu verschulden, wenn das Ausland nicht die Schulden übernehmen würde. Oder anders ausgedrückt: Wir schenken dem Ausland jedes Jahr 8,5 % unseres Einkommens und wundern uns dann über die geringen Löhne.
The euro zone has the power to defeat market speculations.

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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon lifesgood » 04.06.2016, 09:40

Frank the tank hat geschrieben:Moin,
Wer kauft denn die deutschen Autos? Das Ausland. Guck mal was sich die Deutschen für Autos leisten bzw. kaufen: Dacia, Kia und die anderen Asiaten. Hat das etwas mit Reallohnverlust zu tun?
Grüße
Frank the tank


Das stimmt doch so nicht.

Sieh Dir mal die Zulassungsstatistik der 50 beliebtesten Modelle im April 2016 an, da dominieren deutsche Marken klar http://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeug ... ?nn=653844

Frank the tank hat geschrieben:@haehnchen
Die Zulassungszahlen der deutschen Autobauer steigen evtl.
Guck doch mal wieviele VW mit WOB Kennzeichen `rumfahren. Alles neu zugelassene Autos.
So kann man die Zahlen auch schönen.


Zulassungszahlen werden mit Tageszulassungen bei den Händlern geschönt, auch bei den Importmarken. Diese Fahrzeuge fahren aber nicht auf den Straßen.

Was Du auf den Straßen rumfahren siehst, sind Werksfahrzeuge und auch Mitarbeiter-Leasingfahrzeuge. Egal ob on VW, Audi, BMW usw.

Das ist ein probates Mittel um dann Fast-Neuwagen zu einem attraktiven Preis anbieten zu können. Das heißt diese Fahrzeuge landen zwar nicht als Neufahrzeuge beim Kunden, aber als junge Gebrauchte. Und sie landen auf dem deutschen Markt.

Mein Touareg war auch so ein Auto. Listen-Neupreis fast 87 k€, hätte ich den neu bei Händler gekauft, hätte er wohl 75 k€ nach Rabatt gekostet. Als Werksdienstwagen, 10 Monate alt mit 24 tkm und einem Jahr zusätzlicher Gebrauchtwagengarantie (also 2 Monate mehr Garantie als ein Neuwagen) hat er eben dan 51,9 k€ gekostet. Also fast 3 Masterboxen Maples eingespart, dafür dass ich nicht als erster in die Sitze pupsen kann.

Etliche große Händler haben sich auf das Geschäft mit diesen Fahrzeugen spezialisiert.

Da ich meine Autos nicht von der Steuer absetzen kann, kaufe ich meist jung gebraucht, weil man bei einem Neuwagen schon mal etliche Tausend mehr ablegt, wenn man nur die Schilder dransteckt.

lifesgood

EDIT: @ Auragint: Sehe ich fast genauso, bleibt die Frage nach der Ursache. Ist es gewollt, dass D durch Europa geschwächt wird? :roll:
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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon Hebby » 04.06.2016, 22:53

Hallo
Also ich bin Jahrgang 60, ob es vielen besser ging in den 60gern würde ich mit ja beantworten.
Jeder Haushalt hatte keine zwei oder drei Fahrzeuge (war auch nicht nötig ), aber ein Auto gab es in den 60gern auch schon bei vielen, und wir gehörten unter Garantie nicht zu den Besserverdienenden. In Köln waren die Mieten für den Normalbürger erschwinglich obwohl die Frau in vielen Haushalten gar nicht arbeiten ging oder nur nebenbei putzen oder ähnliches und auch die Arbeitsstelle war für die meisten in der Nähe, max. mit dem Fahrrad oder Bus zu erreichen. Apropos Auto: Die Karre war mit etwas technischem Verständnis sogar in manchen Fällen noch selber zu reparieren, heute blickt nicht mal mehr der Mechaniker durch und tauscht so lange aus ( meist ganze Sätze, weil einzelne Bauteile werden nicht mehr verkauft ), bis die Kiste wieder läuft, das natürlich zu nem angenehmen Preis.
-Ich war vor kurzem in nem Automuseum, da stand ne Karre die hat 4 bis 4,5 Liter auf Hundert gebraucht und die war von 1948-
Der Opa und die Oma wohnten um die Ecke wo der Nachwuchs ab und an abgegeben werden konnte, auch brauchte Opa und Oma nicht im Heim versauern weil sie von Ihren Kindern versorgt wurden, heute reisen die der Arbeit hinterher und die Eltern können sehen wie die zurecht kommen.
In der Schule war kein Druck vorhanden, erst recht nicht mit Konsumgütern wie Handy, Klamotten, PC-Spiele und dergleichen, (das ham wir nicht gebraucht ) die Kinder spielten auf der Straße mit anderen Kindern und waren glücklich, oder fuhren mit ihren Eltern am Wochenende zum Camping oder in den Schrebergarten.
Die Rente war sicher, keiner hat sich um seine Zukunft Gedanken gemacht.
Zur Ernährung: Die Lebensmittel waren bestimmt im Verhältnis teurer wie Heute aber keiner hat Kohldampf geschoben und der Tante Emma Laden und die Umliegenden Bauern hatten ihr auskommen, es gab halt überwiegend Lebensmittel der Saison, die Lebensmittel wurden nicht um die halbe Welt gekarrt um dann wieder hier anzukommen, es gab keine Plastiktüten und die Milch aus Gläsern.
Privat en Handy für 500 bis 600 Eu oder sich mit nem teuren Vertrag mit sinnlosen Klingeltönen und oder irgendwelchen Filmchen zu versorgen, das geht ins Geld, abgesehen von dem Stress durch die dauernde Erreichbarkeit mit dem Brett am Kopp.
Alle Nase lang kommt was neues raus, das "alte" funktioniert nicht mehr oder nur unzureichend, es muss was neues gekauft werden und wenn's en sprechender Kühlschrank ist der mir über ne App mitteilt wann er leer ist und sowieso nach ner vorprogrammierten Zeit das Zeitliche segnet.
Das alles muss auch so sein um den Konsum aufrecht zu erhalten, sonst gehen Arbeitsplätze verloren und wir wären schon längst abgekackt, leider machen die Löhne nicht überall mit, aber die Zinsen sind niedrig und man kauft auf Pump.
Jetzt brauchen wir noch dringend Billigarbeitsplätze für gut ausgebildete neue Mitbürger, die ja auch konsumieren sollen ( wo von eigentlich ? ), und unsere Rente mit 70 in paar Hundert Jahren sichern.

Klar: In den 60gern puften zum Teil noch Dampfrosse durch die Gegend und aus den Industrieschornsteinen qualmte es ordentlich und die Arbeitsbedingungen waren Teils schlechter, aber hätten wir die Energie und den Fortschritt hauptsächlich dazu genutzt um dies zu verbessern wie es ja auch geschehen ist, alles wäre nur besser geworden, aber dieser Fortschritt wurde in großem Umfang genutzt um einigen wenigen zu großem Wohlstand zu verhelfen aber die Umwelt nachhaltig zu zerstören und Arbeitsplätze zu vernichten die dann wieder geschaffen werden müssen.
Zum Herrn Grillo: Trotz des Fortschritts, die Arbeiter in seinem Werk schaffen bestimmt nicht mal die 70.
Hochleistungskühe, Fischerei mit 50 Km langen Netzen, Überdüngung der Böden, Fracking usw.
Fracking: Wo sind die Grünen ? die müssten auf die Barrikaden gehen, da arbeiten kaum Leute, aber die Umweltschäden sind nicht einzuschätzen. Sitzen bestimmt welche im Vorstand dieser Firmen.

Viele sehen das alles als einen normalen Verlauf an ( so ist halt der Fortschritt ), sie kennen es nicht anders!

Ich fahr jeden Werktag ne Menge KM mit dem Firmenfahrzeug zur Baustelle über die A3 in Richtung Ruhrgebiet, manchmal überlege ich mir dabei wie viele Handwerker zum gleichen Zeitpunkt in die entgegen gesetzte Richtung mit den gleichen Aufgaben unterwegs sind, und wie viel Zeit und Geld unnötig verballert und die Umwelt geschädigt wird.
Na ja bald gibbet ja wieder was neues, das Elektroauto für Jedermann und ne Abwrackprämie für die Stinker ( die fahren dann in Afrika weiter ), Strom kommt ja aus der Steckdose und entlang der A3 stehen dann E-Ladestationen um sein Auto im Stau nach zu laden. Die Autos fahren dann auch selbständig wie die leere Bahn. Dem Fortschritt sei Dank.
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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon lifesgood » 05.06.2016, 08:59

smilie_01 smilie_01 smilie_01

Nicht alles was Fortschritt ist, muss gut sein :(
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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon Finerus » 05.06.2016, 11:25

So wie Hebby sehen das aber leider nur wenige, meist eher die älteren Semester, die sowieso irgendwann mal kürzertreten wollen. Aus meinem Bekanntenkreis (meist Selbständige zwischen 40 und 60 Jahren) versuchen auch die meisten, einerseits der beruflichen Belastung, andererseits den privaten Ausgaben Grenzen zu setzen. Das erfordert Disziplin, gute Planung und nicht zuletzt Durchsetzungsvermögen gegenüber Partnern, Angestellten und Kunden - und gelingt nach meiner Beobachtung nur vereinzelt. Trotzdem führen manchmal schon ganz kleine Änderungen zu deutlichen Entlastungen. Letztes Jahr war ein früherer Kollege nicht mehr per Mobiltelefon erreichbar. Auf Nachfrage teilte er mit, er hat's satt, rund um die Uhr für Hinz und Kunz erreichbar zu sein. Ab sofort nur noch auf dem Festnetz im Büro und für Freunde und Bekannte auf der privaten Festnetznummer. Dazu noch berufliche und private E-Mail. Das ist immer noch als Doppelte an Kommunikationskanälen, die bis Ende der 80er üblich waren. Dennoch sorgte diese Abschaltaktion für (gespielte) Empörung bei seinen Kollegen. Inzwischen haben einige aber nachgezogen und erfreuen sich eines Stücks neuer, alter Freiheit.

Abschalten, so einfach ist es natürlich selten, wird oft von den Betroffenen auch gar nicht gewünscht. Handy, Klamotten, Party, das Eingebundensein in einem weitgehend auf Konsum und Erlebnis ausgerichteten Umfeld, das alles steht bei der Jugend so hoch im Kurs, daß man dafür ohne zu Überlegen Geld ausgibt, vor allem wenn man es gar nicht mehr selber in die Hand nimmt, sondern elektronisch abbuchen läßt. Der nächste Schritt, das Schuldenmachen, folgt bei vielen ganz automatisch. Was soll daran auch falsch sein? Schließlich kommt schon wieder irgendwie frisches Geld nach, die Überziehungszinsen sind niedrig und die Banken mit den kompetenten, netten Beratern überbieten sich gegenseitig im Verteilen bunter Hochglanzbrochüren für Verbraucherkredite. Die Idee, daß man sich diese Art der Sorglosigkeit problemlos leisten kann, wird nicht nur von der Wirtschaft mit Ratenkrediten an jeder Ecke vermittelt, sondern schon ganz früh von Banken und Sparkassen in die Köpfe der künftigen Kundschaft eingepflanzt. Nicht umsonst drängen sie bereits Schüler und Auszubildende mit allerlei Karten(-tricks) und "Produkten" auf die Konsumschiene und in eine langjährige Geschäftsbeziehung Abhängigkeit.

All das trägt mMn zu einer Grundhaltung beim Verbraucher bei, die von einer Mischung aus Unwissen, Gleichgültigkeit und Fatalismus geprägt ist. Was kann der Einzelne denn schon daran ändern? Selbst ein staatlich sanktionierter Zugriff aufs Ersparte - sofern überhaupt vorhanden - wird dann eben als unabwendbares Schicksal abgetan. Danach wird es schon wieder irgendwie weitergehen. Egal welche Richtung, wir folgen. Määhhh...

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Re: EU plant Massenzugriff auf Bankkonten

Beitragvon lifesgood » 05.06.2016, 11:55

Sehr schön zusammengefaßt Finerus smilie_01

Finerus hat geschrieben:So wie Hebby sehen das aber leider nur wenige, meist eher die älteren Semester, die sowieso irgendwann mal kürzertreten wollen. Aus meinem Bekanntenkreis (meist Selbständige zwischen 40 und 60 Jahren) versuchen auch die meisten, einerseits der beruflichen Belastung, andererseits den privaten Ausgaben Grenzen zu setzen. Das erfordert Disziplin, gute Planung und nicht zuletzt Durchsetzungsvermögen ...


... das stelle ich auch zunehmend fest und denke selbst auch so.

Irgendwann ereilt jeden die Erkenntnis dass "Lebenszeit" das Wertvollste ist, das man hat und dass sich Lebensqualität nicht über Konsum definiert. Den Einen früher, den Anderen später oder zu spät ... :(

lifesgood
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