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Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

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Goldfisch
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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon Goldfisch » 28.12.2020, 18:07

Wie viele Versicherungsgesellschaften sind denn in den letzten Jahrzehnten pleite gegangen. Wie viele LVs waren vom Zahlungsausfall betroffen?

Ist es nicht vielmehr so, dass die Gesellschaften welche in finanzielle Schieflage geraten sind, bisher meist übernommen wurden? Das Geschäft der LVs basiert auf Vertrauen der Kundschaft. Die gesamte Branche hat ein existentiellen Interesse, dass dieses Vertrauen nicht in Frage gestellt wird.
Meiner Ansicht nach ist ein Ausfall der KLVs unwahrscheinlich und nur bei einem Zusammenbruch des gesamten Finanzsystems zu erwarten.
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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon Bumerang » 28.12.2020, 20:23

Goldfisch » 28.12.2020, 16:09 hat geschrieben:Und der Verweis auf die Vergangenheit sollte für die aktuelle Bewertung nicht ausschlaggebend seien. Wie sich die Anlageklassen in Zukunft entwickeln, ist wie immer nur Spekulation.


Goldfisch » 28.12.2020, 18:07 hat geschrieben:Wie viele Versicherungsgesellschaften sind denn in den letzten Jahrzehnten pleite gegangen?


Das sagt alles. Innerhalb 2 Stunden, schwenkt man von "Vergangenheit spielt keine Rolle" zu "Vergangenheit spielt eine Rolle". Wie man's braucht halt.

Es gibt Anlageklassen, deren Entwicklung in einem Fiat System keine Spekulation ist sondern Gewissheit.
EM und Immobilien steigen.
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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon Bumerang » 28.12.2020, 20:47

Sapnovela » 28.12.2020, 17:47 hat geschrieben:
4% garantierte Rendite bei einer Anlageklasse "ohne" Risiko ist in einem Nullzinsumfeld nicht nachhaltig. .... Klar vielleicht hat man Glück und ist vorher raus, aber das geht in Richtung Ponzi.


smilie_01

Sapnovela hat geschrieben:
Ein 10 jähriger Bund wird über die nächsten 10 Jahre eben die -0,56% Zinsen bringen, die sie jetzt bringen.

Von den möglichen Grundszenarien
a) Umfeld bleibt wie es ist, ungefähr Nullzinsen, Staatsfinanzierung stabil
b) Zinsen steigen an, Staatsfinanzierung stabil
c) Zinsen sinken weiter, Staatsfinanzierung stabil
d) Staatspleite oder teilweise Einstellung des Schuldendienstes

ist c) das einzige, was bei Staatsanleihen noch ein kleines bisschen Spaß macht, weil die Kurse steigen und man unter Umständen an einen noch Verzweifelteren verkaufen kann.

Dagegen ist Szenario d) dieses Jahr sehr viel wahrscheinlicher geworden. Das Bundesfinanzministerium hat vor gerade zwei Monaten die Belastung alleine für Deutschland auf 1,5 Billionen Euro beziffert. Und genau d) ist das Super-Gau Szenario für eine KLV mit Staatsanleihen.



a) geht nicht, denn um das System am laufen zu halten, müssen die Zinsen sinken. Jene die Staatsanleihen halten und traden, benötigen Kursgewinnen. Wie du es beschrieben hast.
c) klingt plausibel, geht aber im Minusbereich nicht wirklich. Die -0,5% gleichen Lagerkosten für Cash aus. Niemand kauft eine -1,x% oder gar 2% Anleihe, außer der Zentralbank natürlich. Aber dann auch niemand mehr irgendeine außer ihr. Also tritt d) ein.

Ich gehe von b) aus in max 2 jahren. Doch sollten sich Goldfisch und Schalkoli nicht freuen. Wenn seine KLV 10% Rendite p.a. abwirft, verliert der Wert seines Investments auch 10%, allerdings im Monat.

Die Geldflut wird auf die Konsumenten ausgedehnt werden müssen. Die USA machen es schon vor. Zwar sträuben sich die Deutschen noch, doch auf Merkel wird eh keiner mehr hören. Sie und die Flinten-Uschi werden die (deutschen) VersagerInnen sein, die alles verbockt haben.
Dann steigen endlich die Preise, die Gehälter werden monatlich indexiert und der Traum der Zentralbanker wird wahr. Inflation. Die Banken und Staaten können gerettet werden.

Schalkoli kann sich dann für den Rückkaufwert seiner KLV eine Sachertorte kaufen oder abwarten und in 8 Jahren immerhin noch einen Lutscher. Wegen des Sammlerwerts, wird die Police in der Bucht das bestimmt reinholen.

Sapnovela hat geschrieben:Da kann man ganz ehrlich besser freiwillig Rentenbeiträge einzahlen, denn die Umlageversicherung geht wenigstens nicht pleite.


Da ist was dran.
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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon Frank the tank » 28.12.2020, 21:21

Kleiner Widerspruch, der Steuerzuschuß zu RV steigt auch weiter.


Der Bundeszuschuss zur Rente steigt auf über 100 Milliarden Euro an. So eine Prognose der Bundesregierung aus diesem Jahr. Er wird aus Steuermitteln finanziert. ... Der Staat, oder besser das Finanzministerium, überweist der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2017 insgesamt 91 Milliarden Euro.


https://www.bmas.de/DE/Themen/Rente/Fak ... erung.html

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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon buntebank » 28.12.2020, 22:00

ich frage ich jetzt mal echt ganz doof -
ob es denn da überhaupt keinen Versicherungs-Schutz -
bezüglich Versicherung von Angehörigen
im Falle eines vorzeitigen Ablebens gibt?
(oder das einfach nur ne Renten-Versicherungs-Anlage sein soll?)

was bei mir der Name Lebensversicherung irgendwie impliziert/ren wuerde
falls ich mit der Freude von Angehörigen konfrontiert waere...

ansonsten - falls irgendwelche Bankenrettungs-Beduerfnisse ausbrechen sollten,
bis 30.12. kann noch mit 16% USt. bei buntebank Papier-Geld bestellt werden B )
das is' garantiert nix wert - aber schoen bunt X ))
zufrieden verschiedenste Sorten getauscht mit einem guten Dutzend Forums-Mitgliedern.

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Panik95
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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon Panik95 » 29.12.2020, 01:55

Angehörige sichere ich mit einer Risikolebensversicherung ab.
Ich käme nie auf die Idee eine Kapitallebensversicherung mit jahrzehntelanger Laufzeit abzuschließen.
KLV ist etwas für Leute die nicht sparen können oder wollen,sie lassen Versicherungen ihr Geld verwalten in der Hoffnung im Alter satte Gewinne einzufahren.
Früher hat man die Leute in Lebensversicherungen gelockt,heute lockt man sie in die Riesterrente.
Seine Ersparnisse verwaltet man selbst und zwar so dass man jederzeit aus der Anlage problemlos aussteigen oder sie umschichten kann.
Leider ist Deutschland in Sachen Vermögensbildung ein Entwicklungsland.

Goldfisch
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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon Goldfisch » 29.12.2020, 02:54

Bumerang » 28.12.2020, 20:23 hat geschrieben:
Goldfisch » 28.12.2020, 16:09 hat geschrieben:Und der Verweis auf die Vergangenheit sollte für die aktuelle Bewertung nicht ausschlaggebend seien. Wie sich die Anlageklassen in Zukunft entwickeln, ist wie immer nur Spekulation.


Goldfisch » 28.12.2020, 18:07 hat geschrieben:Wie viele Versicherungsgesellschaften sind denn in den letzten Jahrzehnten pleite gegangen?


Das sagt alles. Innerhalb 2 Stunden, schwenkt man von "Vergangenheit spielt keine Rolle" zu "Vergangenheit spielt eine Rolle". Wie man's braucht halt.

Es gibt Anlageklassen, deren Entwicklung in einem Fiat System keine Spekulation ist sondern Gewissheit.
EM und Immobilien steigen.


Sind eben zwei unterschiedliche Sachverhalte:
1) Bewertung von der Wertentwicklung verschiedener Anlageklassen im Verhältnis zueinander.
2) Bewertung, ob eine Pleite mit einhergehendem Zahlungsausfall besteht.

Und wie sieht es denn inhaltlich mit meiner Fragestellung aus? Wann ist es zum letzten Mal zu Zahlungsausfällen bzgl. KLVs gekommen?

P.S.: Der Wert von Edelmetalle und Immobilien steigt also mit Gewissheit? Wenns nur so einfach wäre... Es hängt immer davon ab, welchen Zeitraum man betrachtet. Hat Gold einen Wertzuwachs zwischen den 80ern bis 2000 erlebt? Oder Silber zwischen 2011 und heute?

Ich gebe dir recht, dass einige Sachwerte im Allgemeinen auf Grund der Geldmengensteigerung grundsätzlich im Laufe der Zeit teurer werden. Das heißt allerdings nicht automatisch, dass ihr Wert steigt.
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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon Frank the tank » 29.12.2020, 08:08

Wie sieht es inhaltlich mit der Fragestellung bzgl. Papiergeldwährungen aus?
Gibt es Währungen, Wirtschaftsräume und oder Staatenverbunde die ewig existieren?

Nochmal, ich will hier niemanden bekehren. Die Zeiten unseres Finanzsystems waren noch nie so labil und manipuliert wie heute. Deshalb muss jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

Bei einer KLV schmilzt die Überschußbeteiligung mit jedem Jahr mehr ab. Je eher man da aussteigt, desto besser ist es (unter Beachtung, steuerrechtlich und gebührentechnisch betrachtet). Ich habe die Reißleine, mMn zu einen guten Zeitpunkt gezogen.
Meine Kollegen, welche in Rente gegangen sind, frag die mal nach ihren ausgezahlten Versicherungssummen. Versprechen und Wirklichkeit, die waren alle am ko......

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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon Bumerang » 29.12.2020, 09:28

Auch diese Diskussion ist hier zig mal geführt wurden. Wer das Problem heute nicht sieht, dem ist nicht mehr zu helfen. Vor 10 Jahren war es auch sichtbar aber nicht so deutlich.




Goldfisch » 29.12.2020, 02:54 hat geschrieben:
Sind eben zwei unterschiedliche Sachverhalte:
1) Bewertung von der Wertentwicklung verschiedener Anlageklassen im Verhältnis zueinander.
2) Bewertung, ob eine Pleite mit einhergehendem Zahlungsausfall besteht.

Und wie sieht es denn inhaltlich mit meiner Fragestellung aus? Wann ist es zum letzten Mal zu Zahlungsausfällen bzgl. KLVs gekommen?

P.S.: Der Wert von Edelmetalle und Immobilien steigt also mit Gewissheit? Wenns nur so einfach wäre... Es hängt immer davon ab, welchen Zeitraum man betrachtet. Hat Gold einen Wertzuwachs zwischen den 80ern bis 2000 erlebt? Oder Silber zwischen 2011 und heute?

Ich gebe dir recht, dass einige Sachwerte im Allgemeinen auf Grund der Geldmengensteigerung grundsätzlich im Laufe der Zeit teurer werden. Das heißt allerdings nicht automatisch, dass ihr Wert steigt.



1) Bei Immobilien kommt keine Anlageklasse mit. EM sind jeder Geldanlageklasse überlegen und auch den meisten Aktienanlagen(Fonds) als Sparplan.

Du vergleicht den Peek Silber als all in Invest 2011 mit der KLV die du 30 Jahre monatlich ansparst?
Mach das mal mit Silber und Gold über 30 Jahre.

2) Ob das eintritt ist unerheblich. Die Versicherung wird wahrscheinlich übernommen, allerdings sind die Ansprüche dann unterirdisch. Du wirst in der Zeitung lesen dass die KLV xyz übernommen wurde. Aber du wrist nicht lesen, dass die Versicherten nur 50% der eingezahlten Beiträge erhalten, Und/oder die Kündigung (siehe Bausparverträge).

Du solltest den Rat, den ich schon 2012

https://forum.silber.de/viewtopic.php?t=8196&start=165

und 2015 gegeben habe

https://forum.silber.de/viewtopic.php?f ... rt#p522241

mal beherzigen.

Zitat
Die Garantieverzinsung wirkt sich nicht auf die Gesamtsumme, sondern auf den Sparanteil. Hatten wir schon zig Mal durchgekaut. Ist und war auch nicht notwendig zu spekulieren, denn ich sagte, ausrechnen lassen! Ablaufleistung, minus RKW und minus Raten bis zum Schluss = Zins. In vielen Fällen war die Verzinsung in den letzten Jahren nahe null.


Heute wird sie wohl negativ sein. Aber hey, wer kümmert sich schon um den Papierkram, wenn die Hoffnung so süß ist. Bekommst du jedes Jahr von deiner Versicherung die RKW Tabelle? Nein? Dann frag mal danach. Du wirst sehen, dass du mehr einzahlst als du THEORETISCH zurückbekommst.

Die zwei damaligen (Haupt)Mitstreiter sind inzwischen verschwunden. Silbersparer seit fast 4 Jahren SilberZug seit anderthalb. Oder wärmen den alten Kaffee unter einem neuen Namen auf. smilie_11

Verfolgt mal die damaligen Diskussionen. Da ist alles gesagt.
Gruß

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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon Münzteufel » 29.12.2020, 13:23

Aus meiner Sicht soll eine Lebensversicherung die Hinterbliebenen absichern, falls einer stirbt.

Aus diesem Grund habe ich nur eine Risiko-Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit.

Gegenseitigkeit bedeutet in diesem Fall: Wenn meine Frau und meine Person zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall beide ins Gras beißen, wird die RISIKO LV nur einmal ausbezahlt. Wenn nur einer ins Gras beißt, bekommt der Partner die in der RLV vereinbarte Todesfallsumme.

So weiß ich, dass der eingezahlte Betrag nur zur Risikoabsicherung und die entsprechenden Verwaltungskosten verwendet verwendet wird und ansonsten ist die Kohle eben weg.

Bei einer KLV ist der Beitrag für die Risikoabsicherung und die Verwaltungskosten auch weg, nur der Rest wird angelegt.

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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon Bumerang » 29.12.2020, 14:50

Münzteufel » 29.12.2020, 13:23 hat geschrieben:Aus meiner Sicht soll eine Lebensversicherung die Hinterbliebenen absichern, falls einer stirbt.

Aus diesem Grund habe ich nur eine Risiko-Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit.


Bei einer KLV ist der Beitrag für die Risikoabsicherung und die Verwaltungskosten auch weg, nur der Rest wird angelegt.



Genau richtig gemacht. Risiko LV mit Todesfallleistung. Man kann auch eine Einmalleistung bei BU/EU abschließen. Von einer Rentenzahlung ist abzuraten, weil sie mit der Zeit inflationiert.
Gruß

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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon domrepp » 30.12.2020, 11:21

Sehe ich gerade zufällig...

Dramatisch: Die 50-Milliarden-Euro-Lücke der Lebensversicherer

https://www.institutional-money.com/new ... er-203409/


Bumerang hat geschrieben:
Goldfisch » 29.12.2020, 02:54 hat geschrieben:
Zitat
Die Garantieverzinsung wirkt sich nicht auf die Gesamtsumme, sondern auf den Sparanteil. Hatten wir schon zig Mal durchgekaut. Ist und war auch nicht notwendig zu spekulieren, denn ich sagte, ausrechnen lassen! Ablaufleistung, minus RKW und minus Raten bis zum Schluss = Zins. In vielen Fällen war die Verzinsung in den letzten Jahren nahe null.


Ok, mal ganz konkret:
Meine Partnerin (Jahrgang 1987) hat eine (kleine) KLV, die noch ihr Vater für sie abgeschlossen hat. Es handelt sich dabei um die "Allianz Privat Rente Klassik".
- Start 2004 / Ende 2052
- Begonnen im August 2004 mit 35 EUR und einer jährlichen Dynamik von 5%
- Die Versicherung wurde 2015 vom Vater auf Tochter übertragen --> Steuerliche Probleme/Änderungen???
- bis einschließlich 2015 wurde jede Dynamik mitgenommen, seither nur noch einmal, so dass im Jahr 2020 monatlich 62,87 EUR fällig wären.
- Die Dynamik ist mittlerweile raus und es wurde auf jährliche Zahlungsweise umgestellt.
- Aktueller jährlicher Betrag ab August 2020 wäre somit: 725,75 EUR (Was interessant ist, da wir anscheinend alleine durch die Umstellung der Zahlungsweise ca. 29 EUR sparen: 62,87 x 12 vs 725,75 x 1)
- Standmitteilung aus August 2020: Garantiert ab 1.8.2052 monatlich 218,31 EUR einmalig 55.625 EUR / Leistung bei Beitragsfreistellung 2052 monatlich 76,51 einmalig 19.494 EUR / Leistung falls zum 31.7.2020 gekündigt worden wäre 9.764,28 / Absicherung Todesfall zum 1.8.2020 wären gewesen 10.671,57 EUR / Es gibt natürlich Zahlen zu einer modellhaften Entwicklung der Altersvorsorge am 1.8.2052 die deutlich besser aussehen, aber lassen wir das mal außen vor.

2019 war noch zu lesen: "...wir verzinsen das Kapital unserer Kunden in 2019 unverändert mit durchschnittlich 3,4 % vor Abzug von Kosten..."
2020 reden wir schon von 3,1 % vor Kosten...

Die große Frage natürlich nun: Was machen mit dem guten Stück???
Ich bin natürlich aus verschiedenen Gründen dieser Art von Altersvorsorge extrem abgeneigt gegenüber und habe mit fixen Verträgen zu diesem Zweck gar nichts am Hut. Jetzt reden wir aber zumindest noch von einem Vertrag aus 2004 (Zins 2,75% plus ein bissel Überschuss). Kann man sich das irgendwie schön rechnen / argumentieren? Die Unsicherheiten aufgrund des SEHR langen Zeitraums sind mir bewusst. Wie ihr seht, konnte ich zumindest schonmal die monatliche Zahlweise und die Dynamik beenden. Ich habe den Vertrag auch schon bzgl. des nachträglichen Widerrufsrecht, das für Verträge aus u. a. 2004 teilweise möglich gewesen sein soll, prüfen lassen - leider nicht möglich!
Also, ein Baustein (auch mit Bauchschmerzen) für die Altervorsorge (Rest in EM und ETFs) oder gibt es harte Fakten / Argumente in Form von Zahlen, wegen denen ihr mit raten würdet: Kündigen / zumindest beitragsfrei stellen!!!!!

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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon bestone » 30.12.2020, 13:27

@ domrep:

geh mal in dich, glaubst Du 2052 besteht der € noch?

Wenn ja, KLV als Baustein vielleicht. Ich halte von solch einem Baustein allerdings nichts und habe meine vor einigen Jahren ca.15 Monate vor Ablauf gekündigt und dabei mehr erhalten als wenn ich bis zum Schluß eingezahlt hätte. Glaubt man kaum, war aber so!

Wenn nein, was passierte mit (kleinen) Vermögen bei Währungsumstellungen in der Vergangenheit?
Viele Grüße
bestone

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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon Bumerang » 30.12.2020, 14:19

domrepp » 30.12.2020, 11:21 hat geschrieben:
- Aktueller jährlicher Betrag ab August 2020 wäre somit: 725,75 EUR


Standmitteilung aus August 2020: Garantiert ab 1.8.2052 monatlich 218,31 EUR einmalig 55.625 EUR /
Leistung bei Beitragsfreistellung 2052 monatlich 76,51 einmalig 19.494 EUR /

Leistung falls zum 31.7.2020 gekündigt
worden wäre 9.764,28 /



Wenn du beitragsfrei stellst, verzinst sich dein kapital i.H. 9.764,28 mit ca 2,18% jährlich. Zahlst du weiter, sind es ca 2,36%. Muss ja, sonst zahlt keiner.

Aber wie bestone schon sagte, 32 Jahre sind sehr, sehr lang. Was du für den Betrag kaufen kannst, falls du es bekommst, ist mehr als fraglich.

Ich würde die 9,7k auf alle Fälle mitnehmen.
Gruß

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Re: Lebensversicherung? Alles viel schlimmer.

Beitragvon domrepp » 30.12.2020, 19:41

bestone hat geschrieben:@ domrep:

geh mal in dich, glaubst Du 2052 besteht der € noch?


Tja, das ist eine sehr gute und wichtige Frage in dem Zusammenhang! Von meinem Verständnis der Welt, Währungen, Märkte usw. glaube ich absolut nicht, dass der Euro noch über Jahrzehnte bestehen kann. Wenn es danach gehen würde, hätte schon Schluss sein müssen. Was wir allerdings wahrscheinlich unterschätzen, ist die Kreativität von Politikern in ganz Europa, um die Zangengeburt "EUR" weiter durchzubringen. So gesehen ist alles möglich, auch wenn es mir vom klaren Menschenverstand her völlig widerstrebt.

bestone hat geschrieben:Wenn ja, KLV als Baustein vielleicht. Ich halte von solch einem Baustein allerdings nichts und habe meine vor einigen Jahren ca.15 Monate vor Ablauf gekündigt und dabei mehr erhalten als wenn ich bis zum Schluß eingezahlt hätte. Glaubt man kaum, war aber so!


Bei so einem kurzen Zeitraum bis zum Ende!!?!? :shock: Wie kommt's, gibt es da eine Erklärung für??

bestone hat geschrieben:was passierte mit (kleinen) Vermögen bei Währungsumstellungen in der Vergangenheit?


Tja, auch das wäre interessant. Wenn es wie 1948 kommt, muss man sich wohl darauf einstellen, dass Guthaben in Form Bargeld, Konten, Bausparguthaben usw. deutlich schlechter gestellt werden im Vergleich zu Schulden z. B.! Oder das die Versicherungen von der Bafin dazu gedrängt/ermächtigt werden, Leistungen zu kürzen, oder.... usw. usf.! Damals war es meiner Erinnerung nach:
Laufenden Zahlungen 1:1 / Guthaben 10:0,65 / Verbindlichkeiten 10:1 / Aktien 1:1
Wenn es soweit kommt, dann Gnade uns Gott.
Sollten wir den EUR noch 30-40 Jahre haben, traue ich der Allianz zumindest genug Stärke zu, um bis dahin durchzuhalten - schaut man sich zumindest sowas wie die Solvenz-Daten an. Aber das kann ich natürlich nicht sicher einschätzen, es muss auf jeden Fall beobachtet werden.

Bumerang hat geschrieben:- Aktueller jährlicher Betrag ab August 2020 wäre somit: 725,75 EUR
Standmitteilung aus August 2020: Garantiert ab 1.8.2052 monatlich 218,31 EUR einmalig 55.625 EUR / Leistung bei Beitragsfreistellung 2052 monatlich 76,51 einmalig 19.494 EUR /
Leistung falls zum 31.7.2020 gekündigt
worden wäre 9.764,28 /


Wenn du beitragsfrei stellst, verzinst sich dein kapital i.H. 9.764,28 mit ca 2,18% jährlich. Zahlst du weiter, sind es ca 2,36%. Muss ja, sonst zahlt keiner.

Aber wie bestone schon sagte, 32 Jahre sind sehr, sehr lang. Was du für den Betrag kaufen kannst, falls du es bekommst, ist mehr als fraglich.

Ich würde die 9,7k auf alle Fälle mitnehmen.


Ok, also aus deiner Sicht schlicht kündigen!? Was wäre da die bisherige Rendite bei den gegebenen Daten?
Die 2,18% hatte ich auch raus. Wie kommt du auf die 2,36%? Du gehst auch ausshließlich von den "garantieren" Leistungen in der Zukunft aus?
Kannst du mir bitte kurz auf die Sprünge helfen, was die gesamten Kosten für den Vertrag über 1. die bisherige Laufzeit und 2. über die gesamte Laufzeit angeht?


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