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Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

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Datenreisender
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Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon Datenreisender » 13.11.2015, 07:05

Steuern
Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Der Bundestag verabschiedete einstimmig den automatischen Austausch von Finanzdaten mit anderen Staaten. Banken sind künftig verpflichtet, Informationen über Guthaben, Zinsen und Dividenden ab 2017 an die Behörden zu melden.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... eimnisses/
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thesilversurfer
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Re: Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon thesilversurfer » 13.11.2015, 10:16

Bail-In Ick hör Dir trapsen, ach nee, das machen die ja nur wegen der bösen Terroristen, während die Guten wie Google, Amazon und Co. legal alles auf die Cayman Islands geschafft haben.

Wie könnte sich der Michel dagegen wehren ? Richtig, Geld abheben. Macht er aber nicht, der Michel, denn er smilie_03 so lange bis die Regierung sagt smilie_13 Dein Geld ist nun weg, dann wird der Michel :x auf Flüchtlinge oder sonst wen und wählt AFD oder sowas.

Wie sagt Merkel so schön: Wenn der Michel nicht mal bald aufwacht, dann ist das nicht mehr meine Land smilie_04

Finerus
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Re: Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon Finerus » 13.11.2015, 16:35

Bail-In findet im Großen längst statt, durch eine beispiellose Geldmengenausweitung. Im Draghi-Zeitalter des endlosen billigen Geldes braucht es vielleicht gar kein Bail-In auf Bankenebene mehr, wer weiß?

Trotzdem ist die endgültige Aufhebung des Bankgeheimnisses als vertrauensbildende Maßnahme denkbar ungeeignet. Parallelwährungen, Komplementärwährungen, Ersatzwährungen und Sachwerte werden wohl noch mehr an Bedeutung gewinnen, getrieben von der Hoffnung, unabwendbare Krisen damit besser zu überstehen als mit einem Kontoguthaben, das nach Belieben inflationiert oder bei Bedarf konfisziert wird.

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Bumerang
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Re: Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon Bumerang » 13.11.2015, 17:53

Also, mal Hand aufs Herz. Wie viele hier haben steuerpflichtige Kapitaleinnahmen die über die Freibeträge hinausgehen, oder wenn doch etwas mehr einen viel höheren Steuersatz als 27%? Geschweige den Konten in der Schweiz oder gar auf den Cayman Islands?

Falls doch, sind das nicht die breiten Schultern die eigentlich versteuert werden sollten? smilie_08

Welche Rolle hat eigentlich das Bankgeheimnis?

Das Bankgeheimnis (eigentlich Bankkundengeheimnis) besteht aus der Pflicht der Kreditinstitute zur Verschwiegenheit über kundenbezogene Tatsachen und Wertungen , die ihnen aufgrund, aus Anlass oder im Rahmen der Geschäftsverbindung zum Bankkunden bekannt geworden sind und die der Kunde geheim zu halten wünscht.


https://de.wikipedia.org/wiki/Bankgeheimnis

Also geht es hier in erster Linie darum, dass der Nachbar nicht erfährt, dass man sein neues Auto nur mit einer 100% Finanzierung kaufen, oder der Handwerker die Löhne nur mit einem Kredit begleichen konnte.

Daraus haben die Bänker dann eine Möglichkeit erschaffen, um den Kunden die Steuerhinterziehung zu erleichtern. M.E. die übelste Sorte der Hinterziehung, denn Kapitalerträge müssten viel höher verteuert werden.

Vertrauen in den Banken hat Otto Normal sowieso nicht mehr. Selbst wenn, hat er kaum noch Geld, dass er vor dem Finanzamt verstecken muss.
Gruß

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Gamera
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Re: Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon Gamera » 13.11.2015, 17:57

Diesbezüglich kann ich den Roman DER MASTERCODE empfehlen.
Nicht direkt neu, etwas überzogen stellenweise, und doch erschreckend.
Who the f*** is Godzilla? https://m.youtube.com/watch?v=riLiop5vhJI

Goldeuro15
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Re: Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon Goldeuro15 » 13.11.2015, 19:04

Bumerang hat geschrieben:Also, mal Hand aufs Herz. Wie viele hier haben steuerpflichtige Kapitaleinnahmen die über die Freibeträge hinausgehen


15-20 T Festgeld vor ein paar Jahren angelegt und du bist locker drüber.... ist man da etwa schon eine "breite Schulter" ?


Bumerang hat geschrieben:Also, mal Hand aufs Herz. ........, oder wenn doch etwas mehr einen viel höheren Steuersatz als 27%?


in der Spitze nahezu jeder der Einkommen hat, im Durchschnitt immernoch locker die allermeisten...


Hand aufs Herz... smilie_24

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Sapnovela
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Re: Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon Sapnovela » 13.11.2015, 19:55

Faktisch ist das Bankgeheimnis bereits 2005 unter Rot-Grün aufgehoben worden, durch die Kontenabrufe von Behörden. So dürfen Finanzämter für Steuerzwecke, Sozialbehörden (Hartz IV läßt grüßen), Polizeibehörden, Zollämter, Gerichtsvollzieher und Co. schon jetzt die entsprechenden Daten einsehen. Das Bundesverfassungsgericht hat das 2007 bereits durchgewinkt... also am Ende des Tages nichts neues. Nur eine andere rechtliche Grundlage.

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Sapnovela
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Re: Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon Sapnovela » 13.11.2015, 20:06

Goldeuro15 hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Also, mal Hand aufs Herz. ........, oder wenn doch etwas mehr einen viel höheren Steuersatz als 27%?


in der Spitze nahezu jeder der Einkommen hat, im Durchschnitt immernoch locker die allermeisten...


Hand aufs Herz... smilie_24


Da es um den Grenzsteuersatz geht und dieser bereits knapp über 20.000 Euro zu versteuerndem Einkommen bei 27% liegt... sind wohl in der Tat die meisten betroffen. Selbst der Durchschnittssteuersatz von 27% greift bereits bei 50.000 pro Jahr, was definitiv viele verdienen.

Tip: https://www.glassdoor.de/Geh%C3%A4lter/index.htm

Futter für die Neiddebatte smilie_11

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Re: Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon Bumerang » 13.11.2015, 20:42

Der Spitzensteuersatz Spiel keine Rolle, sondern die tatsächliche Steurbelastung.

Also zahlt man 27% ab einem zu versteuerndes Einkommen von ca 54T€, was grob ca 63T€ Bruttojahreseinkomm bedeuten für einen Single. Ich meine, so viele verdienen das nicht. Aber auch dann, zahlt man nicht mehr als die heutige Abgeltungssteuer. Man muss schon Jenseits von Brutto 80T€ p.a. verdienen um auf 30% Steuersatz zu kommen, also gerade mal 3% mehr als 27%.

Wie sollen denn die Reichen besteuert werden, wenn man als Gutverdiener hier auf 1 bis 3 % schielt, dass man auf Die meist nicht üppigen Kapitalerträge mehr Zahlen müsste?

Für einen Einkommensmillionären wäre das eine Steigerung von 27 auf 42%! Mann stellt sich aber in der Mittelschicht selbst ein Bein, so ähnlich wie einst der Mittelstand, der dachte zu den Großunternehmertum zu gehören und gegen die eigene Kundschaft, der Normalverbraucher Politik gemacht hat. Jetzt sind die Kunden Pleite und mit ihnen viele Mittelständler.

Jetzt wird die Mittelschicht dieses Gesetzt vielleicht verhindern und die Steuerlücken mit einer höheren EKSt schließen aber sich freuen dass er auf die inzwischen mikrigene Kapitaleinkünften nur 27% zahlt. smilie_02
Gruß

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Re: Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon Datenreisender » 13.11.2015, 21:20

@ Bumerang:

Mit Deinem Arbeitseinkomen kannst Du nicht vor der Besteuerung fliehen, aber Kapital ist ein scheues Reh.

Kapital lässt sich bei Bedarf innerhalb von wenigen Tagen (inkl. Kontoeröffnungs-Prozedere) problemlos in eines oder mehrere der von diesem Datenaustausch nicht betroffenen ca. 150 verbliebenen Länder transferieren, zumindest sofern es den Betrag von ca. 50.000 € (oder Gegenwert) pro Bank / Land nicht unterschreitet.
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Re: Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon Datenreisender » 17.11.2015, 06:03

Ende der Abgeltungssteuer
Steuererhöhung für Sparer

Finanzminister Schäuble will bei Zinsen und Dividenden stärker zulangen: Statt pauschal 25 Prozent sollen künftig bis zu 45 Prozent fällig werden. Für wen lohnt sich da noch das Sparen?

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/mei ... 13229.html
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Re: Bundestag beschließt einstimmig das Ende des Bank-Geheimnisses

Beitragvon Finerus » 17.11.2015, 10:04

Eine berechtigte Frage.

Die Gedankenspiele zur Verschärfung der Abgeltungsteuer sehe ich als billige Polemik an, mit der die Politik die vermeintlich privilegierten Aktionäre als Sündenböcke präsentiert, anstatt die Bewältigung der wahren Steuerprobleme anzugehen, nämlich die Steuervermeidung von Großkonzernen. Dabei müsste jedem klar sein, daß die Besteuerung mittels Abgeltungsteuer bereits in ihrer jetzigen Form jedes gerechte Maß überschreitet und nur noch als völlig überzogen zu bezeichnen ist. Schließlich erreicht der effektive Steuersatz dieser Steuerart, zumindest soweit sie die Dividendenbesteuerung betrifft, Werte, die höher liegen als bei jeder anderen Besteuerung von Einkünften:

Im Durchschnitt haben Kapitalgesellschaften in Deutschland eine Steuerlast von 30% zu tragen (Körperschaftsteuer plus Gewerbesteuer). In dieser Höhe ist der ausgeschüttete Gewinn also bereits belastet. Im Rahmen des Abgeltungsteuer-Regimes kommt es zu einer Besteuerung der Dividende von 26,375% (25% plus Solidaritätszuschlag). Die Abgeltungsteuer auf Dividenden ist eine Doppelbesteuerung, die effektive Gewinnbelastung beträgt somit 30% plus 26,375%*0,7=48,46%.

Quelle: http://www.godmode-trader.de/artikel/abgeltungsteuer-vor-der-abschaffung,3743907

Schon heute wird ein Kleinaktionär mit seinen Dividendeneinkünften also stärker belastet als jeder Einkommensmillionär.

Gruß
Fin.


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