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Testmanipulation bei VW

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graurock
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Re: Testmanipulation bei VW

Beitragvon graurock » 24.09.2015, 15:42

http://mobil.n-tv.de/wirtschaft/Mr-Dax- ... 02516.html

Betrachtet man das ganze Global,inkl. Fluchtlinge, würde ich mal behaupten, dass die USA zum Schlag gegen Deutschland und Europa ausholt.

Und wie im Bericht erwähnt. Der deutsche Trottel macht feste mit bei seinem Untergang. .

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Re: Hätte VW mal besser Silber gekauft....

Beitragvon Bumerang » 24.09.2015, 17:02

MrScott hat geschrieben:
1.) Ins metrische System umgelegt sind das ca. 29.000 Tonnen... Wenn ich davon ausgehe, dass ich als Unternehmen mein Lager nicht sofort auf 100% fahre, sondern zB über 5-7 Jahre aufbaue, ...dann ist die Lagerhaltung sehr wohl ein Thema, wenn ich unbedingt soviel auf Lager halten möchte.



Es ist nicht ganz trivial, aber ein unternehmen das so viel Geld übrig hat, wird ein ein LAger, dass so groß ist wie ein 4 stöckiges Haus verkraften können. Außerdem gibt es noch Gold. Silber war hier Symbolisch gemeint.

MrScott hat geschrieben:
2.) Wenn mir ein Vorstand erklärt, dass die Kapitalbindung ja nicht so schlimm ist, weil die Zinsen ja ohnehin niedrig sind und deshalb kaufen wir halt einfach mal für 12 Milliarden Euro Edelmetall um es rumliegen zu lassen, dann gehört er entfernt.


Entfernt wird vorerst, zu recht, der Vorstand der sie nicht nur schlecht investiert, sondern schlicht verballert. Wie lange die EM als schlechte Investition gelten, wird sich zeigen.



MrScott hat geschrieben:Wenn ich Edelmetall möchte kauf ich es selber, der Vorstand eines Industrieunternehmens (um ein solches geht es meines Verständnisses nach) soll sein Kapital gefälligst in Investitionen stecken die mit +15% IRR bringen oder wenn er es nicht schafft solche Investitionen zu tätigen, dann soll er es mir ausschütten, dann finde ich jemanden der das schafft.
3.) Großaktionäre der Großkonzerne sind nicht an Industrieunternehmen beteiligt, dass diese Edelmetalle kaufen, sondern damit diese Investitionen tätigen die Rendite bringen. Sein Edelmetall kauft sich jeder Großaktionär selber wenn er das möchte. Es ist dämlich diese Überschüsse in EM stecken, weil das ist einfach nicht ihr Job Edelmetalle zu kaufen und zu lagern.


Soweit die Theorie. Die Praxis zeigt immer wieder , dass feuchte Träume mit 15% Rendite, selten erfüllt werden und wenn ja, mit großen Risiken gekauft, die irgendwann platzen. Kommt noch alles.
Du hast aber Recht, dass ein Vorstand Überschüsse, die nicht in das eigene Unternehmen als Investition gesteckt werden können, lieber ausschütten sollte, weil es nicht Aufgabe des Vorstands ist, mit dem Geld der Aktionäre zu spekulieren. Offenbar gibt es kaum noch Investitionsmöglichkeiten, schon gar nicht mit 15%. Und, offenbar will man diese Überschüsse nicht ausschütten. Möglicherweise weil große Risiken lauern?

MrScott hat geschrieben:
4.) Ein Aktienrückkauf ist im Grunde nichts anderes als den Aktionären Geld zurück zu geben, ich bevorzuge als Privatinvestor sogar Aktienrückkäufe, weil ich darauf keine Steuern und Spesen zahle. Als Großaktionär würde ich eine Dividende bevorzugen. Dass sich damit jemand bereichert wäre mir neu. Stell dir vor, der Aktienkurs wäre gestiegen, dann hätte das Management alles richtig gemacht.



Widerspruch zu Deiner vorherigen Aussage! Wenn keine EM auch keine eigenen Aktien. Möglicherweise will ein Aktionär Aktien zurückkaufen, andere aber nicht. Die Steuerlichen Aspekte könnte man als Hinterziehung sehen. Der wahre Grund ist die Kurskosmetik.

MrScott hat geschrieben:5.) Ich weiß nicht auf welche "Probleme" du anspielst, aber wenn man sich ansieht was BP geschafft hat finanziell zu lösen, dann schätze ich mal, dass auch VW aus heutiger Sicht durchaus realistische Chancen hat zu überleben. (ACHTUNG: Nur meine persönliche Meinung!!!)


Das bestreite ich gar nicht. Ich denke auch, dass sie das eher schaffen. Es geht aber um Fehlverhalten, um es nicht Betrug zu nennen, von Vorständen, das auch noch ziemlich dumm und teuer für die Aktionäre ist. Das ggü der einfachen und ehrlichne Hortung von EM mal gestellt. Manchmal ist "zu professionell" eben dann doch schlecht.

MrScott hat geschrieben:6.)

Dies ist sicher ein Bereich subjektiven Empfindens. Meine naive Sicht der Dinge ist die, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung davon ausgeht, dass unser Geld "ehrlich" ist, weil sonst würden sie es ja nicht verwenden. Und jeder Mensch lügt mehrmals täglich, gibt dazu sicher Studien, ansonsten ist mir diese Aussage zu sehr verallgemeinernd, denn gelogen und betrogen wird sein Anbeginn der Menschheit, daran ist nichts neu.


Beim Geld kann nur einer lügen, die ZB! Die anderen müssen es glauben.
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Re: Testmanipulation bei VW

Beitragvon redtshirt » 24.09.2015, 17:13

Jetzt aber mal ruhig. Die Leute sind doch blöd. Die haben beim Abgasverhalten geschummelt. Das ist falsch aber jetzt beklatschen wir noch die Vernichtung des Standortes Deutschland. Gestorben ist daran keiner.
Wenn ich sehe das bei Chyrsler 100 Tote gab wegen Zündschloss, Airbags nicht funktionieren, Verbrauchsdaten jenseits der Realität liegen (das interessiert hier keinen) und der Abgasskandal zufällig bei der Vorstellung des neuen Passats kommt.
Wenn ich an die deutsche Bank denke, die den Zins und bei Währungsgeschäften manipuliert hat, die Commerzbank Rentner ausnimmt, 2008 bis heute die Banken euer Steuergeld vernichten, für die Bankenrettung Gesetze gebrochen werden, bei Flüchtlingen die Gesetze ignoriert werden, BP den Golf von Mexico verseucht ... . Da muss niemand seinen Hut nehmen. Ich persönl. finde die Tat im Vergleich zu den anderen Sachen gar nicht so schlimm. Vor allem weil alle wussten, dass alle hier schummeln. Aber das muss jeder selbst für sich bewerten.

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Re: Testmanipulation bei VW

Beitragvon Silbersparer » 24.09.2015, 18:05

Geschummelt ist wohl eine etwas harmlose Formulierung für Betrug. Die Aussage das es im Vergleich zu dem Zündschloss Problem keine 100 Tote gab sehen Umweltverbände anders. Die Werte sind wohl mehr als deutlich schlechter als vorgeschrieben. Dieselabgase sind gefährlich. Umweltverbände deuten die gesundheitliche Belastung insbesondere durch Dieselabgase da schon sehr negativ. Diesen Abgasen werden durchaus auch Todesfälle zugerechnet.....

Ich wünsche dem VW - Konzern nicht das er Pleite geht. Nur sind die VW Chefs oder Ingenieure dem Geiz ist Geil Verhalten zum Opfer gefallen. Eine technische Variante welche auch im Alltagsbetrieb bessere Abgaswerte gebracht hätte wäre wohl auch möglich gewesen. So lernt man halt auf die ganz harte Tour.

Jemand der 16 Millionen Euro im Jahr verdient sollte seinen Laden halt kennen, Winterkorn war ja auch gleichzeitig Chef der Entwicklungsabteilung... Sorry mein Verständnis hält sich da bei den ganzen Vorgängen in Grenzen. Es ist bitter für die Reputation, Schade für evtl. verlorengehende Arbeitsplätze aber die Schuld trifft Volkswagen !!!
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Re: Testmanipulation bei VW

Beitragvon 999.9 » 24.09.2015, 19:12

"Mr. Dax" Dirk Müller hat, wie häufig Recht mit seiner Analyse.

Wem nutzt das Volkswagen-Bashing?"Mr. Dax": VW-Skandal ist gar keiner

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Mr-Dax-VW ... 02516.html

"Was für ein Aufschrei, was für ein Blutrausch. Mit Begeisterung stürzt sich das Publikum auf Volkswagen und seinen Chef Martin Winterkorn. Dessen Rücktritt verdient Respekt - ist aber ebenso lächerlich wie die ganze Aufregung. "
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Re: Testmanipulation bei VW

Beitragvon Robbert » 24.09.2015, 20:54

Silbersparer hat geschrieben:Schade für evtl. verlorengehende Arbeitsplätze aber die Schuld trifft Volkswagen !!!

Sehe ich genau so.

Des weiteren sehe ich es so, ob Spionage oder Wirtschaftsbetrug, alles alter Hut, in flagranti erwischt zu werden bleibt aber nun einmal peinlich. Gut so.

Mehrere Indizien sprechen klar dafür, dass aus Sicht von VW der Schlag absolut überraschend kam. Eine gezielte Attacke also.

Da ich jetzt beim Ami-Bashing angekommen bin, was ich immer so frustrierend finde, egal ob VW oder zig andere hoch brisante Politskandale, es gibt kein Garant darauf jemals über tatsächliche Motive, Verstrickungen, Verursacher, Profteure etc. informiert zu werden.

Das wiederum erscheint mir genau der Grund zu sein, warum Mossad, CIA, KGB, MI5 & Co existieren.

Zum Kommentar von Dirk Müller: neben vielen guten Betrachtungen stört mich die Aussage, der VW-Skandal sei gar keiner. Die im Raum stehenden 18 Mrd sind definitiv keine Peanuts--ganz zu schweigen vom erlittenen Vertrauensverlust.

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Re: Testmanipulation bei VW

Beitragvon stoffe67 » 25.09.2015, 09:47

Volkswagen hat sehr spät von PDS auf Common rail umgestellt. Evtl. hängt es damit zusammen. Ich befürchte ebenso es ist mal wieder an der Zeit in Anbetracht des wirtschaftlichen Abschwungs in Verbindung mit diversen anderen negativen Faktoren dem Kraftfahrzeughalter ein Stück tiefer in die Tasche zu greifen. Am Besten rückwirkend wie zuletzt 2007. Das hat mit der Aufdeckung des VW (Skandals) nichts zu tun doch wird wohl dankbar von der Politik herangezogen.
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Re: Hätte VW mal besser Silber gekauft....

Beitragvon MrScott » 25.09.2015, 09:51

EDIT: Da ich mich mit dem Layouten hier nicht so auskenne, habe ich meine Anmerkungen in den Text geschrieben, sind leider vom Hintergrund her gleich wie die Zitate auf die es sich bezieht, hoffe man kann es trotzdem lesen.

Bumerang hat geschrieben:
MrScott hat geschrieben:
1.) Ins metrische System umgelegt sind das ca. 29.000 Tonnen... Wenn ich davon ausgehe, dass ich als Unternehmen mein Lager nicht sofort auf 100% fahre, sondern zB über 5-7 Jahre aufbaue, ...dann ist die Lagerhaltung sehr wohl ein Thema, wenn ich unbedingt soviel auf Lager halten möchte.



Es ist nicht ganz trivial, aber ein unternehmen das so viel Geld übrig hat, wird ein ein LAger, dass so groß ist wie ein 4 stöckiges Haus verkraften können. Außerdem gibt es noch Gold. Silber war hier Symbolisch gemeint.


Es geht nicht darum was das Unternehmen verkraften könnte, sondern darum, dass das Lager so groß wie nötig und so gering wie möglich zu bemessen ist, weil sonst Kapital darin gebunden wird. Wenn ich von Lagerkosten spreche, dann sind damit auch Kosten für die Räumlichkeiten gemeint, die machen aber den verschwindend geringeren Teil aus, mir geht es mehr um die Versicherungskosten von 12 Mrd. Edelmetall, egal wieviel Raum das benötigt um gelagert zu werden.


MrScott hat geschrieben:
2.) Wenn mir ein Vorstand erklärt, dass die Kapitalbindung ja nicht so schlimm ist, weil die Zinsen ja ohnehin niedrig sind und deshalb kaufen wir halt einfach mal für 12 Milliarden Euro Edelmetall um es rumliegen zu lassen, dann gehört er entfernt.


Entfernt wird vorerst, zu recht, der Vorstand der sie nicht nur schlecht investiert, sondern schlicht verballert. Wie lange die EM als schlechte Investition gelten, wird sich zeigen.


Nochmal: Es geht nicht darum ob das Edelmetall hinterher mehr oder weniger wert ist in ner Währungseinheit, sondern darum, dass ein Vorstand von einem Industrieunternehmen sein Thema verfehlt hat, wenn er im großen Stil Edelmetalle kauft um diese zu halten.

MrScott hat geschrieben:Wenn ich Edelmetall möchte kauf ich es selber, der Vorstand eines Industrieunternehmens (um ein solches geht es meines Verständnisses nach) soll sein Kapital gefälligst in Investitionen stecken die mit +15% IRR bringen oder wenn er es nicht schafft solche Investitionen zu tätigen, dann soll er es mir ausschütten, dann finde ich jemanden der das schafft.
3.) Großaktionäre der Großkonzerne sind nicht an Industrieunternehmen beteiligt, dass diese Edelmetalle kaufen, sondern damit diese Investitionen tätigen die Rendite bringen. Sein Edelmetall kauft sich jeder Großaktionär selber wenn er das möchte. Es ist dämlich diese Überschüsse in EM stecken, weil das ist einfach nicht ihr Job Edelmetalle zu kaufen und zu lagern.


Soweit die Theorie. Die Praxis zeigt immer wieder , dass feuchte Träume mit 15% Rendite, selten erfüllt werden und wenn ja, mit großen Risiken gekauft, die irgendwann platzen. Kommt noch alles.
Du hast aber Recht, dass ein Vorstand Überschüsse, die nicht in das eigene Unternehmen als Investition gesteckt werden können, lieber ausschütten sollte, weil es nicht Aufgabe des Vorstands ist, mit dem Geld der Aktionäre zu spekulieren. Offenbar gibt es kaum noch Investitionsmöglichkeiten, schon gar nicht mit 15%. Und, offenbar will man diese Überschüsse nicht ausschütten. Möglicherweise weil große Risiken lauern?


Nochmal: Es geht um die Aufgabenstellung die der Vorstand hat. Dass nicht jede Investition die ein Industrieunternehmen tätigt erfolgreich sein wird ist klar, dennoch ist es die Aufgabe des Vorstandes solche Investitionsprojekte zu suchen/entwerfen/umzusetzen. Woran erkennst du, dass es offenbar keine Investitionsprojekte mit 15% IRR gibt? Die Aufgabe des Vorstandes ist unternehmerisches Risiko einzugehen, das ist nicht spekulieren, ganz im Gegensatz zur Spekulation auf Preisänderungen bei Edelmetallen.

Und soweit ich das festgestellt habe sind die Dividenden in den letzten Jahren bei sehr vielen Unternehmen gestiegen, was meiner Meinung schon eher ein Zeichen ist, dass steigende Überschüsse auch weitergegeben werden. Dass nicht 100% ausgeschüttet werden ist auch klar, da ja zumindest Ersatzinvestitionen getätigt werden müssen. Wenn Risiken lauern die dem Unternehmen bekannt sind, dann hat das Unternehmen dafür Rückstellungen zu bilden.

MrScott hat geschrieben:
4.) Ein Aktienrückkauf ist im Grunde nichts anderes als den Aktionären Geld zurück zu geben, ich bevorzuge als Privatinvestor sogar Aktienrückkäufe, weil ich darauf keine Steuern und Spesen zahle. Als Großaktionär würde ich eine Dividende bevorzugen. Dass sich damit jemand bereichert wäre mir neu. Stell dir vor, der Aktienkurs wäre gestiegen, dann hätte das Management alles richtig gemacht.



Widerspruch zu Deiner vorherigen Aussage! Wenn keine EM auch keine eigenen Aktien. Möglicherweise will ein Aktionär Aktien zurückkaufen, andere aber nicht. Die Steuerlichen Aspekte könnte man als Hinterziehung sehen. Der wahre Grund ist die Kurskosmetik.


Wieso sollte der Rückkauf von eigenen Aktien auch nur im Entferntesten etwas mit dem Rückkauf eigener Aktien zu tun haben? Kommen wir wieder zum 15%IRR Beispiel und gehen davon aus, dass der Vorstand keine neuen Investitionsprojekte findet, die durchschnittliche IRR der Investitionen im Unternehmen 15% ist und der Kurs der eigenen Aktie einen Wert reflektiert der 15%IRR entspricht. Dann braucht kauft er mit jeder Aktie 15% IRR... Und wenn sich die Aktionäre nicht einig sind, wird auf der Hauptversammlung abgestimmt und wenn sich eine Mehrheit findet, dann hat der Vorstand die Ermächtigung. Ganz einfach.

*lol* Ein Aktienrückkauf der Firma XY ist eine Steuerhinterziehung der Aktionäre? Na ihr habt ja ein schönes Steuergesetz in Deutschland... Jetzt mal ernsthaft: Wenn ein Unternehmen eigene Aktien zurückkauft, dann tut es das vom versteuerten Gewinn. Wenn die rückgekauften Aktien dazu verwendet werden um Sie Aktionären oder Mitarbeitern in Form von Dividenden oder Boni zu geben, dann löst das Steuerpflicht aus. Wenn die Aktien eingestampft werden, dann muss das Vermögen durch weniger Anteile geteilt werden und der Kurs jeder einzelnen Aktie sollte um diesen Betrag steigen. Wenn ich die Aktien dann mit um diesen Betrag höheren Gewinn veräußere, dann löst das Steuerpflicht aus. Wie gesagt der Vorteil ist, dass ich zum Zeitpunkt des Aktienrückkaufs keine Steuer zahle, sondern mit dem von mir selbst bestimmbaren (Übernahmeangebote/Delisting/etc mal ausgenommen) Verkaufszeitpunkt festlege, wann die Steuerpflicht ausgelöst wird. Zumindest ist die die Regelung in Österreich, ich gehe aber davon aus, dass es in Deutschland sehr ähnlich sein sollte.

Dein Argument, dass ein Vorstand eines Industrieunternehmens keine eigenen Aktien zurückkaufen darf, wenn er auch kein Edelmetall kaufen darf, vergisst meines Erachtens, dass man das eine nicht mit dem anderen vergleichen kann.

MrScott hat geschrieben:5.) Ich weiß nicht auf welche "Probleme" du anspielst, aber wenn man sich ansieht was BP geschafft hat finanziell zu lösen, dann schätze ich mal, dass auch VW aus heutiger Sicht durchaus realistische Chancen hat zu überleben. (ACHTUNG: Nur meine persönliche Meinung!!!)


Das bestreite ich gar nicht. Ich denke auch, dass sie das eher schaffen. Es geht aber um Fehlverhalten, um es nicht Betrug zu nennen, von Vorständen, das auch noch ziemlich dumm und teuer für die Aktionäre ist. Das ggü der einfachen und ehrlichne Hortung von EM mal gestellt. Manchmal ist "zu professionell" eben dann doch schlecht.


Die Verantwortlichen werden hoffentlich die entsprechenden Konsequenzen ertragen müssen. So wie ich das verstehe (ich habe mich mit VW noch nie intensiv beschäftigt) waren diese Vorwürfe ja schon länger im Raum? Warum haben die Aktionäre auf der Hauptversammlung ein solches Verhalten nicht hinterfragt, sondern eher stillschweigend hingenommen? Profitdenken? Ich weiß es nicht, aber ich persönlich gehe davon aus, dass es früher oder später auch Klagen von Aktionären geben wird, was uns wieder zu den Konsequenzen aus dem ersten Satz führt.

Hm... einfache und ehrliche Hortung von EM? Schon mal nachgeschaut wie dein "ehrliches" EM gewonnen wird? Ich habe selbst physisches EM und Minenaktien, aber ehrlich ist beides nicht, wenn man sieht welche massiven Eingriffe in die Natur die Förderung bedingt und welche chemischen Mittel dazu verwendet werden um die EM aus dem Gestein zu lösen. Aber ich kenne dieses Verhalten von mir selbst, das was ich habe ist gut, da ist es schwer objektiv zu sein...


MrScott hat geschrieben:6.)

Dies ist sicher ein Bereich subjektiven Empfindens. Meine naive Sicht der Dinge ist die, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung davon ausgeht, dass unser Geld "ehrlich" ist, weil sonst würden sie es ja nicht verwenden. Und jeder Mensch lügt mehrmals täglich, gibt dazu sicher Studien, ansonsten ist mir diese Aussage zu sehr verallgemeinernd, denn gelogen und betrogen wird sein Anbeginn der Menschheit, daran ist nichts neu.


Beim Geld kann nur einer lügen, die ZB! Die anderen müssen es glauben.


In wie weit lügen die Zentralbanken? Meines Erachtens gibt es sämtliche Informationen zur freien Verfügung.

Dass es die meisten Menschen einfach nicht interessiert und sie sich nicht mit dem auseinandersetzen wollen was diese Informationen oder die Aussagen von Zentralbanken bedeuten ist meiner Meinung nach keine Lüge, ja nicht mal das Vorenthalten von Informationen, sondern schlicht und ergreifend, mag es auch noch so frustrierend sein, mangelnde Eigenverantwortung der Menschen.

Wie die Einteilung in die Kategorien gut und böse zu erfolgen hat sollen andere entscheiden, das interessiert mich weniger...

lg
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Zuletzt geändert von MrScott am 25.09.2015, 10:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Testmanipulation bei VW

Beitragvon 999.9 » 25.09.2015, 09:52

Wer auf Aktien als Beimischung setzt sollte übrigens jetzt antizyklisch massiv in VW investieren.

Billiger kommt man an einen kerngesunden Global Player nicht ran. :idea:

Die Software-Manipulation ist ein Joke. Niemand wurde unmittelbar geschädigt, kein Todesfall, kein Sicherheitsrisiko. Ja sogar die Behebung desselben kann man mit einem Software-Update bequem lösen.

In Europa ist das zwar auch verbaut, aber nicht aktiviert.

Insofern: Much Ado about nothing - Viel Lärm um Nichts.
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Re: Testmanipulation bei VW

Beitragvon stoffe67 » 25.09.2015, 10:03

999. Dein Beitrag ist richtig leider 2 Tage zu spät. Doch evtl. gibt es noch ein 2. Kaltstart.
Es wird aufwärts gehen, es wird abwärts gehen, es wird nicht untergehen.

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Re: Hätte VW mal besser Silber gekauft....

Beitragvon Bumerang » 25.09.2015, 11:52

MrScott hat geschrieben:
In wie weit lügen die Zentralbanken? Meines Erachtens gibt es sämtliche Informationen zur freien Verfügung.


Wenn zwei Kaufmänner sich auf dem freien Markt treffen, können sie entweder sich gegenseitig beschießen, oder vernünftig miteinander umgehen. Wenn einer bescheißt, wird der andere das auch tun oder gar keine Geschäfte mehr mit dem ersten machen.

Mit der ZB machen wir alle "Geschäfte", notgedrungen, denn sie bestimmt die Kaufkraft unserer Währung und damit unsere realen Gewinne bzw. Verluste. Wenn sie im Vorfeld, ohne sich mit uns abzustimmen, mindestens uns zu informiere, Zinsen senkt oder erhöht, dann beschießt sie die Einen und beglückt die Anderen. Das ist alles Andere als transparent.

Als "Strafe" können wir uns max. im Forum auslassen, denn mehr geht nicht. Wir könne weder (kaum) in anderen Währungen Geschäfte machen bzw. Verträge schließen, noch können wir von Ihr Schadensersatz verlangen. Dass die Befugnisse der ZB gesetzlich geregelt sind, ändert nichts an der Tatsache, dass sie sich nicht wie ein ordentlicher Kaufmann benimmt.

MrScott hat geschrieben:Dass es die meisten Menschen einfach nicht interessiert und sie sich nicht mit dem auseinandersetzen wollen was diese Informationen oder die Aussagen von Zentralbanken bedeuten ist meiner Meinung nach keine Lüge, ja nicht mal das Vorenthalten von Informationen, sondern schlicht und ergreifend, mag es auch noch so frustrierend sein, mangelnde Eigenverantwortung der Menschen.

Wie die Einteilung in die Kategorien gut und böse zu erfolgen hat sollen andere entscheiden, das interessiert mich weniger...

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Sehe ich anders. Nur weil sich viele dafür nicht interessieren, wird das Handeln der ZB nicht ehrlich. Auch nicht, wenn sich plötzlich alle dafür interessieren. Das ist eben kein subjektives Empfinden, sondern schadet objektiv allen Gehaltsempfänger und Sparer.

Das habe ich als Beispiel genommen, für ein inzwischen weit verbreitetes verhalten in der Wirtschaft. Täuschung und Unehrlichkeit, statt Partnerschaft und Offenheit. Das ist auch der Link zum VW Skandal, der in diesem Licht gerückt, natürlich nur ein Skandälchen ist. Für sich allein betrachtet bleibt es kriminell.
Gruß

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Re: Testmanipulation bei VW

Beitragvon stoffe67 » 25.09.2015, 12:45

Sorry Leute, Ihr textet hier über ein anderes Thema scheint mir. Technik Motoren Abgasreinigungssysteme Steuergeräte Lambdasonden usw. wären hier wohl angemessener.
Zuletzt geändert von stoffe67 am 25.09.2015, 12:48, insgesamt 1-mal geändert.
Es wird aufwärts gehen, es wird abwärts gehen, es wird nicht untergehen.

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Re: Hätte VW mal besser Silber gekauft....

Beitragvon MrScott » 25.09.2015, 12:46

Bumerang hat geschrieben:
MrScott hat geschrieben:
In wie weit lügen die Zentralbanken? Meines Erachtens gibt es sämtliche Informationen zur freien Verfügung.


Wenn zwei Kaufmänner sich auf dem freien Markt treffen, können sie entweder sich gegenseitig beschießen, oder vernünftig miteinander umgehen. Wenn einer bescheißt, wird der andere das auch tun oder gar keine Geschäfte mehr mit dem ersten machen.

Mit der ZB machen wir alle "Geschäfte", notgedrungen, denn sie bestimmt die Kaufkraft unserer Währung und damit unsere realen Gewinne bzw. Verluste. Wenn sie im Vorfeld, ohne sich mit uns abzustimmen, mindestens uns zu informiere, Zinsen senkt oder erhöht, dann beschießt sie die Einen und beglückt die Anderen. Das ist alles Andere als transparent.

Als "Strafe" können wir uns max. im Forum auslassen, denn mehr geht nicht. Wir könne weder (kaum) in anderen Währungen Geschäfte machen bzw. Verträge schließen, noch können wir von Ihr Schadensersatz verlangen. Dass die Befugnisse der ZB gesetzlich geregelt sind, ändert nichts an der Tatsache, dass sie sich nicht wie ein ordentlicher Kaufmann benimmt.


Wie gesagt, was VW angeht mag jeder selbst urteilen.

Was die Abhängigkeit von der EZB angeht: Wir wählen Volksvertreter und die sind dazu aufgerufen meine Interessen bestmöglich zu vertreten. Wenn sie das nicht machen, dann sollten sie nicht mehr gewählt werden. Wenn eine Mehrheit sich für sie entscheidet und die zulassen, dass die Zentralbank handelt wie sie handelt, dann muss ich mich in eine Demokratie damit abfinden, auch wenn ich anderer Meinung bin. Oder auswandern.

Demokratie ist die Diktatur der Mehrheit über den Einzelnen. Anscheinend ist es, auch wenn ich als Einzelner anderer Meinung bin, für die Mehrheit der Menschen von Vorteil, dass gehandelt wird wie gehandelt wird, denn sonst hätte man die Volksvertreter ja nicht gewählt. Wenn ich in einem Währungsraum lebe, dann muss ich mich nach der Währung richten die akzeptiert wird und das ist ein Europa nun mal der Euro, du kannst sicher auch versuchen in brasilianischen Real zu bezahlen, es verbietet dir auch niemand in diesen Währungen Geschäfte abzuschließen, aber wie du einleitend feststellst, wenn sich zwei Kaufleute treffen, dann bestimmen sie selbst wie sie miteinander umgehen und wenn ich dem einen anbiete ihm für seine Ware 3 Unzen Gold zu zahlen, er aber Euro möchte, dann ist das sein gutes Recht bzw. wenn er nicht bereit ist dich in EM zu bezahlen ist das auch sein gutes Recht.

Auch steht es jedem frei die EZB auf Schadenersatz zu verklagen, die Frage wird sein welchen Schaden du beanspruchst ersetzt zu bekommen und wie du nachweist, dass dir dieser auf Grund des Verhaltens der EZB entstanden ist.

Ich weiß nicht ob das Ziel der EZB ist sich wie ein ordentlicher Kaufmann zu benehmen. Meines Wissens nach ist das oberste Ziel der EZB Preisstabilität und wenn diese nicht gefährdet ist die Unterstützung der Ziele der EU. Nun kann man argumentieren ob es nicht eher das Ziel sein sollte sich wie ein ordentlicher Kaufmann zu verhalten, aber die Leute die gewählt wurden haben nun mal diese Ziele festgelegt.

Es würde vielleicht für dich persönlich ein besseres Ergebnis bringen, wenn das Verhalten dem eines ordentlichen Kaufmanns entsprechen würde, aber wie gesagt, die Zielsetzung ist eine andere.

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Re: Testmanipulation bei VW

Beitragvon stoffe67 » 25.09.2015, 12:57

Verbohrung oder Aufbohrung das ist jetzt die Frage...
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marco11111
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Re: Testmanipulation bei VW

Beitragvon marco11111 » 25.09.2015, 13:02

Dieselgate – NGOs treiben die Zerstörung der
deutschen Automobilindustrie voran:

http://www.deutscherarbeitgeberverband. ... lgate.html


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