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Zeigt Varoufakis Deutschland den Mittelfinger?

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veritas
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Beitragvon veritas » 17.03.2015, 13:32

Ich habe mir gerade die Ausführungen über die Lagarde-Liste bei Wikipedia durchgelesen. Darf ich mal zitieren?

"Die Liste enthält Kontodaten von über 2.000 griechischen Kunden der Genfer Privatbank HSBC

Gebrauch wurde von den Daten weder von Papakonstantinou noch von dessen Nachfolger als Finanzminister, Evangelos Venizelos, gemacht. Papakonstantinou erklärte, er habe eine Kopie an den damaligen Chef der griechischen Steuerfahndung weitergeleitet und das Original verloren. [1] Die Liste tauchte erst Anfang Oktober 2012 wieder auf – allerdings in leicht gekürzter Form: Hatte die ursprüngliche Lagarde-Liste noch 2.062 Einträge, so waren es nun nur noch 2.059. Es fehlten die Konten von zwei Cousinen Papakonstantinous und deren Ehegatten. Dies kam ans Licht, als Frankreich Griechenland die Original-Liste ein zweites Mal weiterreichte. Das griechische Parlament hob daraufhin am 15. Juli 2013 die Immunität Papakonstantinous auf.

Nach der Liste hatte die Ehefrau des früheren Finanz- und Verteidigungsminister Giannos Papantoniou, Stavroula Kourakou, bei der HBSC-Bank ein Guthaben von 1,3 Millionen Euro. Da Papantoniou dieses Vermögen in seiner Vermögenserklärung nicht angegeben hatte, wurde ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet.

Athener Zeitungen berichteten ferner, eines der HSBC-Schwarzgeldkonten im Umfang von 550 Millionen Euro laute auf den Namen Margaret Papandreou. Die 89-jährige Mutter des ehemaligen griechischen Premierministers Giorgos Papandreou sei damit Nutznießerin des umfangreichsten Kontos."

Nun ist die HSBC nicht die einzige Bank in der Schweiz, und die Schweiz nicht das einzige Land auf der Welt. Ich denke, da kommt schon etwas Kleingeld zusammen.

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Kerzenständerin
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Beitragvon Kerzenständerin » 17.03.2015, 13:50

Solange die dummen europäischen Steuerzahler weiterzahlen und bürgen, ist es aber nicht nötig, dieses Geld anzutasten.
Wie blöd, wenn fremde Fakten die eigene Überzeugung unterminieren.

GV Jäger
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Beitragvon GV Jäger » 17.03.2015, 13:51

Griechenland hat ein "insignifikantes, kleines Liquiditätsproblem" (Varoufakis).
Jetzt ist das auch endlich mal ausgesprochen, also nix mit "aus die Maus für Griechenland".
:shock:

GV Jäger
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Beitragvon GV Jäger » 17.03.2015, 14:00

And here is the 'undoctored' by the unscrupulous media's video:

https://twitter.com/yanisvaroufakis/sta ... 3050929153

frankdieter50
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Beitragvon frankdieter50 » 17.03.2015, 14:16

EL Greco schrieb:
Du setzt also die 80 Mrd. € deutsche Kredite gleich mit Reparationszahlungen?
Sorry, FAIL. Die Kredite wurden ja zu einem bestimmten Zweck überwiesen, und der hatte nichts mit Wiedergutmachung oder Entschädigung zu tun (Das Thema Reparationen geht mir auch auf den Kecks, wobei ich aber erwähnen will, dass das Thema nicht erst jetzt aktuell ist. Das Thema wird eig. alle 10 Jahre in Griechenland aufgerollt). Was außer der Definition von Worten deiner Aussage widerspricht ist, dass es dem griechischen Bürger ohne diese 80 Mrd. € heute besser gehen würde.


Lieber El Greco,

Griechenland hat in seiner über einhundertjährigen Geschichte es geschafft, nur in einem einzigen Jahr, einen Überschuß zu erwirtschaften. Ansonsten lag es immer anderen Leuten bzw. Staaten auf der Tasche.

Griechenland MUSS erst einmal dafür sorgen, dass ALLE Bürger Ihre Steuern möglichst pünktlich zahlen,
der Beamtenapparat an die Realität angepasst wird, nur derjenige eine Rente bekommt, der sie auch verdient hat.

Auf gut Deutsch, erst einmal die Hausaufgaben machen und dann, und nur dann, Forderungen stellen.

Nein, ich setze Kredite nicht mit Reparationen gleich, aber der deutsche Steuerzahler wird von den bereits ausgereichten Krediten NICHTS wiedersehen.( Ich rede von Rückzahlung innerhalb von normalen Zeiträumen, also bis 10 Jahre, nicht vom St. Nimmerleinstag ) Darauf wette ich gerne ein paar Unzen Silber.

Ich halte viel von Solidarität nur kann dies keine Einbahnstraße sein, und Unverschämt nur fordern, kann man keinem Steuerzahler dauerhaft vermitteln.
Denn Glauben ist nicht Wissen und Wissen ist so rar, Das ist Wahr, Das ist Wahr, Das ist Wahr

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El Greco
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Beitragvon El Greco » 17.03.2015, 14:21

die steuerumgehung ist in griechenland quasi "genetisch verankert"


Tolle Aussage. smilie_10

Heute hat mir ein Arbeitskollege einen "Witz" erzählt:
"Wie grillt man auf griechisch? .................. Ohne Kohle."

Sehr schön, ich hab viel gelacht. Nicht wegen dem Spruch, sondern weil ich mehr als mein Kollege verdiene.

Auch witzig finde ich die Vorschläge, griechische Inseln zu deutschem Territorium zu erklären. Klasse.

Ich möchte mich hiermit an meine deutschen Mitbürger (nicht alle, aber viele) für ein schwere Zeit (die letzten 5 Jahre) bedanken. Danke dafür.
Erfolgreich gehandelt mit:

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Beitragvon frankdieter50 » 17.03.2015, 14:22

Ich füge hier noch einen Link ein, dessen Inhalt etwas zur Aufklärung beiträgt:

http://www.voltairenet.org/article186989.html
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Beitragvon El Greco » 17.03.2015, 14:24

Ich halte viel von Solidarität nur kann dies keine Einbahnstraße sein, und Unverschämt nur fordern, kann man keinem Steuerzahler dauerhaft vermitteln.


Das halbe Volk ist vollkommen verarmt, innerhalb von 5 Jahren. Ja du hast Recht, "Hilfe" zu fordern ist unverschämt smilie_10

Von Hilfe kann man bis jetzt nicht reden. Trotz den Überweisungen nach Griechenland. Bedankt euch bei Mutti.
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Beitragvon frankdieter50 » 17.03.2015, 14:36

Lieber El Greco,

Hilfe zu leisten gehört meines Erachtens zu den Grundpflichten eines Menschen !

Ich verweise auf meinen ersten Beitrag auf Seite 2

Im Moment läuft der größte Raubzug in der Menschheitsgeschichte!!

Beraubt werden ALLE Bürger innerhalb der " Europäischen Union " und in anderen Ländern dieser Erde !
Durch eine Finanz- und Machtelite, bestehend aus weltweit vielleicht einer Million Menschen, vorwiegend aus dem anglo-amerikanischen Wirtschaftsgebiet, unterstützt durch die Mehrzahl unserer Regierenden!

Das man die Bürger, wie uns beide, zu solchen Auseinandersetzungen bringt, bedeutet doch nur:

Die Maxime " Teile und Herrsche " funktioniert Bestens.

Also immer die Frage stellen: Wem nützt es ?
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Beitragvon El Greco » 17.03.2015, 14:53

Lieber frankdieter50,

ich habe deine Aussagen verstanden und teile deine Meinung. Andere leider nicht...
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GV Jäger
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Beitragvon GV Jäger » 17.03.2015, 14:54

El Greco hat geschrieben:"Wie grillt man auf griechisch? .................. Ohne Kohle."



Wie grillt man Griechen?....Keine Kohle

Und wie schafft man Bankerboni bei Bad Banks?.....Viel Kohle

veritas
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Beitragvon veritas » 17.03.2015, 14:59

Na ja gut frankdieter50, die Beweggründe der EU und deren Machenschaften sind schon bekannt. Niemand wird da aus rein humanitären oder moralisch einwandfreien Beweggründen agieren. Das ist bekannt, nur welche Wahl hat Griechenland? Griechenland ist wirtschaftlich nicht in der Lage, selbst Ausrufezeichen zu setzen, und wird immer abhängig sein, besonders in der heutigen globalen Welt. Es hat die Wahl zwischen Pest und Cholera, zwischen Diktat der EU und eben der anderen Alternative. Diese wären die Haie mit amerikanischer und russischer Herkunft, welche schon überall auf hoher See kreisen, nur auf den Austritt warten, und beim Zusammenfall gnadenlos zubeißen würden. Es bringt aber nichts, über die EU zu meckern, wenn man an deren finanziellen Tropf hängt. Dann müsste man konsequent sein und sich davon befreien. Schuldenschnitt mit Austritt. Davon will man aber nichts wissen, weil die Milliarden fließen und immer weiter fließen werden, man sich um Eigenständigkeit überhaupt nicht zu bemühen braucht. Ich halte es für einen Irrtum, dass der Austritt Griechenlands überdimensionalen Einfluss haben würde, in Hinsicht auf Nachahmer. Sicherlich würde es auf den Märkten richtig rumpeln, dieses oder jenes Geld wäre weg, bzw. nicht mehr zu machen, aber grundsätzlich meine ich, dass sich die EU damit als Ganzes letztendlich nur sanieren würde. Griechenland hin, Portugal & Spanien her, entscheidend wird sein, wie die Zukunft Frankreichs aussehen wird. Hier entscheidet sich, wie lange das EU-Projekt und dessen Kind Euro noch am Leben bleiben werden.
Zuletzt geändert von veritas am 17.03.2015, 15:19, insgesamt 1-mal geändert.

pandafan
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Beitragvon pandafan » 17.03.2015, 15:18

Griechenland verhält sich wie ein Bankkunde, der in einer Filiale randaliert, weil er von dieser Bank Kredite erhalten hat.

Die demokratisch legitimierte Entscheidung, einen Haufen realitätsferner Kommunistenidioten zu wählen, darf das griechische Volk meinetwegen gerne selber ausbaden.

juergen1228
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Beitragvon juergen1228 » 17.03.2015, 18:26

frankdieter50 hat geschrieben:Griechenland MUSS erst einmal dafür sorgen, dass ALLE Bürger Ihre Steuern möglichst pünktlich zahlen,
der Beamtenapparat an die Realität angepasst wird, nur derjenige eine Rente bekommt, der sie auch verdient hat.

Auf gut Deutsch, erst einmal die Hausaufgaben machen und dann, und nur dann, Forderungen stellen.

Nein, ich setze Kredite nicht mit Reparationen gleich, aber der deutsche Steuerzahler wird von den bereits ausgereichten Krediten NICHTS wiedersehen.( Ich rede von Rückzahlung innerhalb von normalen Zeiträumen, also bis 10 Jahre, nicht vom St. Nimmerleinstag ) Darauf wette ich gerne ein paar Unzen Silber.

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Stimmt das sehe ich ähnlich, neben der Korruption (Steuerausfälle) werden nur unzureichend Steuern gezahlt und eingetrieben.
Diese Problem haben die Griechen auch in den Letzten Jahren nicht signifikant angegangen
und Hilfe aus Deutschland für den Aufbau eines gut funktionierenden Steuersystems wurden ja bekanntlich wegen Einmischung in innerliche Angelegenheiten auch abgelehnt.

Das zweite Hauptproblem ist die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit.
Die Produktivität sprich Lohnkosten sind im Vergleich zu den Nachbarländer und der EU zu hoch.
Olivenoel wird aus Deutschland gekauft, Tomaten aus Holland u.s.w.
Das kann man nur ändern indem man die Lohnkosten massiv runterfährt respektive die Währung abwertet
z.B. zum Drachme zurückkehrt.
Wir tun den Griechen keinen Gefallen indem wir jedes Jahr weiter Ihre Defizite zahlen und sie quasi subventioniert im Euroraum halten.
Das wird sich auch nicht ändern, denn der Euro ist einfach zu stark für die Griechen.

Was die Abzahlung der hier erwähnten Kredite betrifft, die sind weit in die Zunkunft gestreckt worden.
Sogar die Zahlung von Zinsen ist noch gar nicht angesagt. Diese beiden Faktoren betreffen also nicht die Probleme der Gegenwart,
sondern die temporären Probleme sind die reinen Haushaltsdefizite zwischen Staatseinnahmen und Staatsausgaben, (also ohne Schuldentilgung).

ps.
Es gibt Länder in der EU bei denen das pro Kopf Einkommen, Gehälter, Renten, Sozialleistungen. niedriger sind als in Griechenland.
Diese Länder zahlen und tragen aber trotzdem die Hilfsgelder für Griechenland mit, obwohl sie eigentlich schlechter dran sind.

GV Jäger
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Beitragvon GV Jäger » 17.03.2015, 18:36

Schweiz.htmlBild


In einer früheren Version des Textes hieß es, nach Statistiken der Schweizer Notenbank lagerten rund 800 Milliarden Franken griechisches Vermögen in der Schweiz. Richtig ist: Es lagerten 800 Millionen Franken griechisches Vermögen in der Schweiz. Wir bitten, dieses Versehen zu entschuldigen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... hweiz.html


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