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Beginnende Bargeldverbote

Hier können Sie lesenswerte Nachrichten zur Börse, Euro / Dollar, Öl, Finanzkrise, Inflation, Wirtschaft etc. aus Deutschland und dem Rest der Welt einstellen.

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Brakteat
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Brakteat » 04.07.2019, 09:35

Next step:

Das Handelsblatt wettert gegen den Hundert-Euro-Schein: "Der 100-Euro-Schein ist ein Problem und gehört abgeschafft".

Es war klar, dass irgendwann die Debatte weitergeht. Es kommt auch nicht darauf an, dass ALLE Leserkommentare dem Autor Frank Wiebe Dummheit bescheinigen und sich über den Kommentar aufregen.

Aus Sicht von Herrn Wiebe und seiner Leserschaft in den oberen Finanzetagen kommt es nur darauf an, dass die Debatte jetzt angestoßen wird. Man will der Masse eintrichtern, dass der Hunderter (und mit ihm jeder Gedschein) doof ist. Die paar Hanseln, die am Ende noch das Bargeld verteidigen, sind sowieso "alles rechte Spinner". Die Masse der Stromlinienbürger trottet dagegen immer schön mit...

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Mar1988cel
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Mar1988cel » 04.07.2019, 11:24

Tykon hat geschrieben:
Betonsammler hat geschrieben:Darum will man wirklich die Bargeldabschaffung!

https://www.youtube.com/watch?v=jaeAVaJO-Z4

Die Weidel lügt doch, wenn sie den Mund aufmacht. Wie alle aus dem Verein.


Das ist Deine Meinung.
Meiner Meinung nach spricht "dieser Verein" die Themen kritisch und offen an, wie keine andere Partei!
Somit ist Sie aus meiner Sicht ein Fürsprecher für das Volk und setzt für deren Interesse ein, so wie es jede Partei machen sollte. Aber nein, die Altparteien schweigen weiter und kochen ihr Süppchen..

Zu dem Artikel im Handelsblatt ist mir ehrlich gesagt die Spucke weggeblieben.
Solch ein schlechter und unqualifizierter Beitrag!
Mich wundert lediglich, dass Kommentare zugelassen werden. Der Tenor aus den Kommentaren geht Gott sei Dank übergreifend in die gleiche Richtung.
Egon von Greyerz: "Wer kein Gold und Silber besitzt, wird alles verlieren!"

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 04.07.2019, 12:00

Ric III hat geschrieben:

Eine klar erkennbare Tendenz zu staatlichen oder protostaatlichen Totalitarismen ist sowohl in Deutschland als auch in der EU und sehr wohl auch in der USA zu erkennen.


Soweit richtig und mit bloßem Auge erkennbar.

Ric III hat geschrieben:Zudem sind die kulturmarxistische Einflechtungen in den wirkenden Prozessen und handelnde Gruppen unübersehbar.


Diese Aussage ist zu ungenau.

Ric III hat geschrieben:Wer sich darunter nun eine klassisch sozialistische Struktur a la DDR oder Sowjetunion vorstellt liegt freilich daneben.Da der Begriff "Sozialismus" jedoch genau zu solchen Vorstellungen verleitet ist er zur Erfassung der Situation denkbar ungeeignet.

Überhaupt sind Struktureinordnungen kaum mit Begriffen von Gestern oder Vorgestern zu fassen.


Das ist auch absolut richtig. Warum hältst du dich aber selbst nicht an dieser Regel und verwendest wieder den Begriff "links" synonym mit Totalitarismus.

Ric III hat geschrieben:So stehen beispielsweise in gesellschaftspolitischen Fragen etliche CEOs globaler Großunternehmen wie Amazon oder Facebook sehr weit links ( im gesellschaftspolitischen Bereich ist linksliberal mit links nahezu komplett verschmolzen). Ob sie fiskalpolitisch auch nur ansatzweise im herkömmlichen "links" zu verorten wären bezweifele ich jedoch.


Findest du nicht, dass ein krasser Widerspruch zwischen dem "CEO-Links" und dem Streben nach immer größeren Gewinnen unter dem Schutz des mächtigen Staates besteht? Warum assoziierst Du hohe Steuern für das Volk und keine für Konzerne ausschließlich mit Links, bzw erklärst per Definition, dass alles was damit verbunden ist bzw. alles was einen mächtigen Staat hervorruft Links sein muss und übersiehst dabei nicht nur den Faschismus, sondern auch die Monarchie und den Feudalismus, die ebenso das unfreie Volk hoch besteuert und in seiner Freiheit massiv eingeschränkt haben? Waren sie auch links? Insbesondere die Leibeigenschaft, die doch sehr ähnlich ist mit der Unfreiheit die DDR oder die UdSSR zu verlassen, muss doch der Gipfel linker Politik gewesen sein. Gab es denn dann überhaupt etwas Rechts oder Liberales auf der Welt nach dieser Definition?

Lass uns einfach von Freiheit und Toleranz vs Totalitarismus und Intoleranz sprechen und die sinnlose und streitbare Einstufung derer in Links oder Rechts einfach weglassen. So wird die Konversation gleich einfacher, verständlicher und flüssiger. Allerdings auch konkreter und ohne Möglichkeiten der Polemik. Letztendlich muss es uns scheißegal sein, ob wir in einem rechten oder linken Totalitarismus leiden oder in einer linken oder rechten Freiheit leben. Es nützt niemandem, eine vermeintlich richtige Einstufung des Totalitarismus in links (oder rechts, je nach Gusto)! Das Ergebnis ist das Gleiche. Ein Rechter oder Liberaler mag sich zwar wohlfühlen, wenn die aus seiner Sicht schlechte Situation als links eingestuft wird, helfen tut ihm das aber nicht.
Wenn man den Begriff Links (bzw. Rechts) verwendet, um andere Positionen zu bestimmten Themen, die man nicht teilt, zu diskreditieren, ist man Teil des Problems und verhält sich im höchsten Maße intolerant. Das hat mit Freiheit nichts mehr zu tun. Die Heile Welt kommt weder von Links noch von Rechts, noch vom Chaos (völlige Freiheit) sondern vom Miteinander. Gemeinsam müssen wir Regeln finden, mit denen wir leben können und wollen. Ein vermeintliche Wahrheit aus einem schlauen Buch als Gesetz gegen die Mehrheit durchzudrücken, kann nicht die Lösung sein.


Ric III hat geschrieben:Um mal wieder direkter auf das Bargeldverbot zu kommen: Ich suche mir seit geraumer Zeit Restaurants und Unterkünfte auch nach dem Kriterium aus daß dort NUR Bargeldzahlung möglich ist.
Waren auch zwo Ausrutscher darunter,aber unter dem Strich hat sich -insbesondere bezüglich des Essens- die Qualität klar erhöht.
[/quote]

Hier sind wir einer Meinung, wenngleich auch ich aus Bequemlichkeit größtenteils unbar zahle. Bin aber immer und gerne bereit, bar zu zahlen. Hatte ich neulich sogar in einer Werkstatt für den TÜV gemacht. Stand klar und Deutlich - Keine Kartenzahlung möglich -. Und genauso wie Deine Erfahrung ist auch meine. Faire Preise und gute Qualität. Warum sollen x% des Umsatzes an Mastercard/Visa und an Netzbetreiber gehen?

Hier ist das aus meiner Sicht absolut Gesetz in Kraft, das Händlern nicht gestattet, Unterschiedliche Preise für unterschiedliche Zahlungsmethoden aufzurufen. Eine klare Ausnutzung der Monopolmacht der Finanzbrache mit Hilfe des Staates. Links? Rechts? Ist doch egal.....
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon lifesgood » 04.07.2019, 12:08

Betonsammler hat geschrieben:Darum will man wirklich die Bargeldabschaffung!

https://www.youtube.com/watch?v=jaeAVaJO-Z4


Man braucht doch keine Bargeldabschaffung mehr. Das große Problem bei Bargeld ist für die Obrigkeit doch, die Fluchtgefahr wenn auf den Konten das Guthaben durch Negativzinsen dezimiert wird und Bargeld im Nennwert gleich bleibt.

Frau Lagarde, unter deren Vorsitz der IWF schon Vorschläge zur Abwertung des zirkulierenden Bargeldes ausgearbeitet hatte, wird nun EZB-Chefin. Da können wir uns denken, wohin der Weg führen wird.

Manchmal kann ich gar nicht so viel essen, wie ich ko... möchte.

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Xiaolong
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Xiaolong » 04.07.2019, 13:30

Hmmm,

der HB-Artikel ist ein Kommentar!
Kleiner aber feiner Unterschied zu den normalen Artikeln. Ein Kommentar drückt also den persönlichen Standpunkt des Journalisten aus und versucht meinungsbildend zu sein. Der Autor selbst ist wohl auch, soweit ich informiert bin, für die WiWo tätig.
Also besteht der Artikel aus seiner Meinung, und muss nicht zwangsläufig die vom HB sein. Meine persönlichen Erfahrungen, was das bezahlen mit 100€-Scheinen angeht, sind in unserem Provinzkaff leider ähnlich.
Hatte da ja die Story mit den 10€ Stücken :D.
Ein weiterer Aspekt seines Kommentars ist ja auch korrekt. Die Scheine sind nur bedrucktes Papier. Wehe dem, der kein EM/Kaffee/Zigaretten oder Schnaps zum Tausch hat, falls es soweit kommt, das "Geld" nichts mehr wert ist.

Naja so schlimm wird ews schon nicht werden, so rigoros zu sagen den 100er abzuschaffen ist sicherlich auch niemand hier, aber ich kann seinen Argumenten zumindest ein stückweit folgen. Ob man nun 4kg 50er bunkert, oder 2kg 100er macht wirklich nicht deeeen Unterschied :D.

Bin aber mal gespannt, was passieren wird, wenn Die IWF-Tante tatsächlich Negativzinsen auf den Konten umsetzen will. Die Firmen werden mit Kapitalflucht reagieren und in Nullkommanix Buden außerhalb der EU aufmachen. Und wenn die Privatler auf die Idee kommen, ihr Geld abzuheben, um so einen Zins zu umgehen, werden wir den totalen Crash hinlegen.
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 04.07.2019, 13:32

lifesgood hat geschrieben:
Das große Problem bei Bargeld ist für die Obrigkeit doch, die Fluchtgefahr wenn auf den Konten das Guthaben durch Negativzinsen dezimiert wird und Bargeld im Nennwert gleich bleibt.

Frau Lagarde, unter deren Vorsitz der IWF schon Vorschläge zur Abwertung des zirkulierenden Bargeldes ausgearbeitet hatte, wird nun EZB-Chefin. Da können wir uns denken, wohin der Weg führen wird.

Manchmal kann ich gar nicht so viel essen, wie ich ko... möchte.

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Ich verstehe was du meinst, bin aber der Meinung, dass selbst wenn so gewollt, die Wirkung eine andere sein wird. Was nützt den Eliten, wenn die Geldmenge sinkt? Der Staat zahlt jetzt schon keine Zinsen mehr und kann sich quasi kostenlos verschulden. Ich kann keinen Vorteil darin erkennen, wenn der Staat Negativzinsen auf Guthaben einführt. Man kann die Kaufkraft doch auch positiv, wie seit eh und jeh mit Inflation dezimieren. Warum es offensichtlich machen? Damit würde man doch gerade die Fluch aus der Währung auslösen. Möglicherweise möchte man genau das bewirken um eben die Inflation in Gang zu bringen. Doch wer sagt denn, dass das Geld dahin fließt wo man es gerne hätte?

Es geht um Kontrolle im Falle einer Hyperinflation, die durch Flucht aus der Währung einsteht, so dass man eben nicht mit 1 Mio im Sack Gold (oder was auch immer) kaufen kann. Ohne Bargeld wäre quasi sofort eine Parallelwährungen unterwegs ohne sie drucken und sie offensichtlich machen zu müssen(Währungsreform). Wie im Kommunismus. Du hast dein Gehalt bekommen, aber die Ware nicht, ohner der Rationskarte (die Paralellwährung).

Es ist einfach schizophren, was versucht wird. Die Quadratur des Kreises. Die Menschen sind doch nicht so blöd um nicht zu erkennen, wenn sie abgezockt werden. Meinst du, der Name der Masche macht was aus?
Man sieht es doch jetzt schon, wie Wirkungslos die Öko-Manipulation ist, obwohl sie Tag und Nacht im Fernseher läuft. In meinem Bekanntenkreis ist nur noch ein Bruchteil überzeugt davon. Selbst jene, die zunächst die Öko Haltung haben, gegen im Gesprächsverlauf zu, dass das Meiste was propagiert wird, wirkungslos sei. Die Omis und Opis mit Staatsanleihen und KLV, kriegen eh nichts mit bis zur Auszahlung. Ob Negativzins oder nicht.
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon lifesgood » 04.07.2019, 13:45

... nun, ich denke es geht eher darum, wirtschaftsstimulierende Impulse zu setzen.

Im Gegensatz zur FED hatte die EZB es ja versäumt (wohl auch wegen der verschuldeten Staaten) in den Boomjahren ab 2009 den Leitzins wieder moderat anzuheben.

Daher fehlt jetzt auch die Möglichkeit den Zins zu senken, ohne in den negativen Bereich zu rutschen.

Sollte die Konjunktur zurückgehen, wonach es ja aussieht, wird aber genau das erforderlich sein.

Hinzu kommt, dass auch die Banken, ein wenig von diesem Negativzins abgreifen könnten, um ihre Rentabilität zu steigern. Wir kennen ja alle die Statements von Dr. Krall, zum weggefallenen Geschäftsmodell der Banken.

Allerdings wird sich Frau Lagarde noch Gedanken machen müssen, wie sie dann die Flucht in Gold und Kryptos verhindert.

Wobei das im Falle von Gold mit einer MWSt. relativ einfach zu bewerkstelligen wäre.

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 04.07.2019, 13:55

Ric III hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:

Das ist auch absolut richtig. Warum hältst du dich aber selbst nicht an dieser Regel und verwendest wieder den Begriff "links" synonym mit Totalitarismus.



Na schau, eine Kritik welche ich in der Tat nicht pauschal als unsinnig zurückweisen kann.
Den Schuh muß ich mir wohl oder übel anziehen.


Die Marke darfst Du selbst auswählen. Siehste, ich bin gar nicht so links... :wink:


Ric III hat geschrieben:Gelegentlich könnte ich herleiten weshalb-über den kulturmarxistischen Weg der Frankfurter Schule- der gegenwätige Istzustand durchaus auch mit der klassischen Vorstellung von "links" vebandelt ist.
Da er(der Istzustand) aber min. in gleichem Maße mit dem Gegenetwurf des alten "links",dem Finanzkapitalismus (dieser ist eben KEINE freie Marktwirtschaft) verknotet ist bleibt Deine Krtik zutreffend.


Naja, selbst wenn man sich auf diese Aussage einigt, was ist mit dem Totalitarismus in der Zeit vor dem Finanzkapitalismus? Was war denn darin Links? Ich verwende gar nicht mein Lieblingsargument gegen diese Sichtweise wie deine oben, dass Kulturmarxisten den Staat als Eigentümer des gesamten Kapitals vorsehen.

M.E. ist die Links Rechts Politik eine relativ neue Erscheinung - ca ab Mitte des 19-ten Jahrhunderts - und eine Folge ähnlicher Forderungen der Arbeiterklasse mit denen sich das liberale Bürgertum konfrontiert sah, wie einst deren Forderungen gegen den Adel, der sie vorher ausbeutete. Wohlgemerkt, hatten die ersten Liberalen die Freiheit nicht für jedermann vorgesehen, sondern für Kaufleute und Handwerker.

Die Tatsache, dass durch das Bürgertum einen technologischen und wirtschaftlichen Aufschwung gegeben hat, der zunächst die, mangels Verhütung und Verbesserung der Nahrungsversorgung, der Arbeitsbedingungen und der Medizin "überschüssige" (oh man, da bekomme ich nun prügle von Links und Rechts) Menschenmenge vom Land in den Städten beschäftigen konnte, täuschte vorübergehend über das Grundproblem hinweg.

Kapitalakkumulation in wenige Hände (auch die des Staates) führt zum Problem.

Lösungen sind gesucht, nicht Schuldzuweisungen was die Ursache angeht.
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Silbermann 1984 » 04.07.2019, 18:06

Tykon hat geschrieben:Also bzgl. der hier genannten Reduzierung des Betrages für anonyme Tafelgeschäfte kann ich nur sagen, es ist mir schlicht wurscht.
Ich habe mangels EM-Händler in akzeptabler Reichweite noch nie ein Bargeschäft mit einem EM-Händler getätigt und werde dies vermutlich auch nie tun.

Bzgl. einer Bargeldabschaffung hab ich noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich kein Freund von Bargeld bin und die Nutzung vermeide wo es nur geht.
Deshalb bin ich nicht für eine Abschaffung des Bargelds, aber auch dies ist mir schlicht egal, da es keine Änderung meiner Lebensgewohnheit bedeutet. Ich habe schon heute keine Angst ein „gläserner“ Bürger zu sein, und habe das auch zukünftig nicht.

Nichtsdestotrotz darf meinetwegen gerne jeder Bargeld nutzen wenn er möchte. Ich ärgere mich nur darüber, dass ich es nicht zu 100% vermeiden kann.



Über solche Gutmenschen wie du einer bist freut sich jeder Staat smilie_11 .

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Tykon
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Tykon » 04.07.2019, 18:58

Silbermann 1984 hat geschrieben:
Tykon hat geschrieben:Also bzgl. der hier genannten Reduzierung des Betrages für anonyme Tafelgeschäfte kann ich nur sagen, es ist mir schlicht wurscht.
Ich habe mangels EM-Händler in akzeptabler Reichweite noch nie ein Bargeschäft mit einem EM-Händler getätigt und werde dies vermutlich auch nie tun.

Bzgl. einer Bargeldabschaffung hab ich noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich kein Freund von Bargeld bin und die Nutzung vermeide wo es nur geht.
Deshalb bin ich nicht für eine Abschaffung des Bargelds, aber auch dies ist mir schlicht egal, da es keine Änderung meiner Lebensgewohnheit bedeutet. Ich habe schon heute keine Angst ein „gläserner“ Bürger zu sein, und habe das auch zukünftig nicht.

Nichtsdestotrotz darf meinetwegen gerne jeder Bargeld nutzen wenn er möchte. Ich ärgere mich nur darüber, dass ich es nicht zu 100% vermeiden kann.



Über solche Gutmenschen wie du einer bist freut sich jeder Staat smilie_11 .

Da „Gutmensch“ für mich keine Beleidigung ist, bedanke ich mich mal für das Kompliment smilie_14

Du bist dann sicher kein „Gutmensch“ ... also eher das Gegenteil? Ein Schlechtmensch? Darauf ist man dann stolz?

Menschen, die solche Begriffe wie du benutzen, sind einfach nur das allerletzte, verachtenswert ..... anders darf ich das hier leider nicht ausdrücken.

Brakteat
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Brakteat » 04.07.2019, 19:15

Tykon hat geschrieben:Also bzgl. der hier genannten Reduzierung des Betrages für anonyme Tafelgeschäfte kann ich nur sagen, es ist mir schlicht wurscht.
Ich habe mangels EM-Händler in akzeptabler Reichweite noch nie ein Bargeschäft mit einem EM-Händler getätigt und werde dies vermutlich auch nie tun.

Bzgl. einer Bargeldabschaffung hab ich noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich kein Freund von Bargeld bin und die Nutzung vermeide wo es nur geht.
Deshalb bin ich nicht für eine Abschaffung des Bargelds, aber auch dies ist mir schlicht egal, da es keine Änderung meiner Lebensgewohnheit bedeutet. Ich habe schon heute keine Angst ein „gläserner“ Bürger zu sein, und habe das auch zukünftig nicht.

Nichtsdestotrotz darf meinetwegen gerne jeder Bargeld nutzen wenn er möchte. Ich ärgere mich nur darüber, dass ich es nicht zu 100% vermeiden kann.


Ich finde Bargeld einfach suuuuper. Seit ich mich mit der Problematik auseinandersetze, bin ich dazu übergegangen, so oft wie nur irgend möglich wieder mit Bargeld zu zahlen. Ich genieße das inzwischen regelrecht als Freiheitsaspekt. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass niemand nachvollziehen kann, wann und wie oft und wofür ich mein Geld ausgebe. Und wenn man mal genau drauf achtet: Wer bar zahlt, ist in der Regel sogar schneller. Das ganze Rumhantieren mit der Karte, das Eintippen der PIN, dann funktioniert das Gerät nicht, boah.... Da bin ich mit meinem 20-Euro-Schein wesentlich schneller. Selbst das passende Zahlen geht mir inzwischen fix von der Hand. -- Mit all den tollen technischen Möglichkeiten, die man uns aufschwatzen will, lassen wir uns leider sehr schnell aberziehen, wie sich echte Freiheit anfühlt.

Ich hab nix dagegen, wenn jemand die tollen technischen Möglichkeiten lieber mag. Aber ich will nicht, dass das eine das andere ersetzen soll. Und genau das ist ja geplant. Und das ist aus meiner Sicht der schnurgerade Weg in die Diktatur. Wenn das Bargeld einmal wirklich weg ist, dann war's das. Dann werden wir es nicht wiederbekommen. Und das werden dann auch die zu spüren bekommen, die heute so leichtfertig und gutgläubig sagen, sie hätten ja nix zu verbergen.

Außerdem ist Bargeld das einzige gesetzliche Zahlungsmittel, also eine Institution des Rechts. Das Sichtguthaben auf dem Konto ist nur ein Anspruch auf Geld, ein Bankzahlungsmittel, aber kein gesetzliches Zahlungsmittel, und es kann das gesetzliche Zahlungsmittel auch nicht wirklich ersetzen. Ohne Bargeld als gesetzliches Regulativ wird die Gesetzlosigkeit der Finanzwelt vollends um sich greifen, und das sollten wir uns lieber nicht wünschen.

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Xiaolong
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Xiaolong » 04.07.2019, 22:23

Bevor es hier wieder zu persönlich wird...

Weiss nicht ob das Thema schon angeschnitten wurde, aber in der Literatur/Filmen, die utopische oder dystopische Gesellschaften beschreiben, gibt es nie Bargeld.
Egal ob Heiopeia (StarTrek), oder Kampf um Ressourcen (MadMax/Das Unsterblichkeitsprogramm/The Expanse), bezahlt wird immer mit irgendwelchen Credits, die direkt einer Person zugeschrieben werden.
Quasi ist das Individuum selbst immer unter totaler Kontrolle, was seinen finanziellen Spielraum angeht.
Vielleicht gibt es ja doch eine Menge Leute, die denken das bargeldfrei toll wäre?
Funfact...
Allen Dystopien liegt meist ein kompletter Zurückzug staatlicher Fürsorge zugrunde, also der totale Liberalismus. Private Gruppen/Institutionen herrschen über wohl und wehe der Bevölkerung.

Ich persönlich finde es gruselig, in der EDV heißt es nicht umsonst immer(bei Firewallsystemen und Sicherheitssoftware), wer kontrolliert den Wächter?
Spätestens seit Snowden haben wir es schwarz auf weiss, das hinter jeder Ecke eine Dreibuchstabenorganisation lauert, die vielleicht staatlich alimentiert ist, aber irgendwie immer ihr eigenes Süppchen kocht.

Deswegen ...

Bargeld lacht! Und wäret den anfängen...

Hortet EM :D!
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Silbermann 1984 » 04.07.2019, 23:14

Ric III hat geschrieben:
Tykon hat geschrieben:
Menschen, die solche Begriffe wie du benutzen, sind einfach nur das allerletzte, verachtenswert ..... anders darf ich das hier leider nicht ausdrücken.





Daß "Gutmensch" KEIN Synonym für "guter Mensch" sondern eine offensichtlich sehr treffende Terminologie für einen naiven Typus ist welcher sich bereitwillig instrumentalisieren läßt vor jeden Karren kulturmarxistischer (@ Bumi: statt "linker") "Weltenretter" gespannt zu werden sollte 2019 aber nun auch wirklich nicht neu sein.

Insofern wäre der Gegenpart zum "Gutmensch" eher der Realist.



Richtig erkannt ,ich kenne genug dieser "ist mir doch alles Scheißegal" Menschen wo ich mir denke wie Naiv muss man doch sein .

Dann gibts die,die aufwachen wenn es sie persönlich dann doch trifft und dann noch die in dem Falle immer noch die Augen verschließen .

Als wöllte mir der Staat was gutes ,man soll schön bezahlen und wenns ihm einfällt bekommt man die paar Restlichen Kröten auch noch abgenommen .

Da ich leider nicht zu der Erlauchten Gesellschaft gehöre wie vielleicht einige hier die sich das Gutmensch sein leisten können mit Villa und hohem Zaun drum das man nur im großen SUV verlässt um zum nächsten Biomarkt zu fahren smilie_11 hab ich mitbekommen was sich die letzen Jahre alles verändert hat .

Mir persönlich ist es nicht Scheißegal wenn der Staat noch mehr möglichkeiten sucht um mir noch die letzten paar Kröten abzunehmen .

Auch finde ich es Armseelig das man heutzutage überlegt Schwimmbäder mit Stacheldraht einzuzäunen wie ein Hochsicherheitsknast und man am Eingang erst mal gefilzt wird und drinnen "Wärter" Streife laufen müssen .

Da ist doch alles Faul,Straftaten die begangen werden einfach keine Verurteilung erfolgt....

Aber nicht wenige machen einfach die Augen zu ,weiter so wird gedacht :roll:


Den Staat geht es einen Feuchten an was ich mit meinen paar Kröten mache, ob ich sie nun in den Puff trage oder EM Kaufe ,oder sie im Ich bin doch nicht Blöd Markt verjubel !
Mich fragt der Staat ja auch nicht ob ich was dagegen habe wenn sie Milliarden für einen Mist aus dem Fenster werfen.

MarcoLunar
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon MarcoLunar » 04.07.2019, 23:33

Das ganze endet in einem Polizeistaat!!! Ala 1940.

Wenn die Gutmenschen nicht aufhören die Augen zu verschließen, weiterhin brav das "GEZ bezahlen" für selbstverständlich halten und zu jeder Steuererhöhung "danke, runden sie gerne den Betrag auf ganze Euros auf" sagen, dann werden nicht nur die Gutmenschen sondern auch die "normalen" Menschen darunter leiden. Weil die totale Überwachung ist schon im vollen Gange, die meisten können es nur nicht erkennen.
Vielen Dank schonmal an die Gutmensch-Versuchskaninchen aus Rotterdam und Britanien, sollte euch jetzt dann demnächst mal der Arm abfaulen, haben meine Enkelkinder gute Karten einen überarbeiteten, nicht faulenden Chip implantiert zu bekommen. smilie_24

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Mahoni
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Mahoni » 05.07.2019, 08:55

Ein neuer Gesetzentwurf läuft an smilie_08

Anonymer Goldkauf nur noch bis 2.000 €?

https://www.gold.de/artikel/geldwaeschegesetz-2019/
Was Du denkst, bist Du. Was Du bist, strahlst Du aus. Was Du ausstrahlst, ziehst Du an.
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Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.


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