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Beginnende Bargeldverbote

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dtx
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon dtx » 18.02.2018, 19:26

leicht_angelaufen hat geschrieben:Moin smilie_24

Meine bescheidene Meinung zum Sinn und Zweck der versuchten Abschaffung der 1 und 2 Cent-Münzen: Man liest ja bereits im Artikel, dass sich in der Praxis auf Käuferseite je Einkauf ein Verlust von 0,71 Cent ergeben hat. In den Leserkommentaren zu dem FAZ-Artikel

Aufrunden ist schon frech, immerhin müssen sie keine Kartengebühren zahlen und sie sparen sich das Handling der kleinen Münzen. Es sollte immer abgerundet werden. Der Kunde fühlt sich beschissen, auch wenn es nur ein paar Cent sind.
Ich denke die haben das völlig falsch angepackt.
Waren das wirklich Händler?!

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 22.02.2018, 12:38

Querulant hat geschrieben:@MaciejP
MaciejP:
Ihr wiederholt eure komischen Theorien doch selbst bei jeder Gelegenheit. Irgendwann glauben die Leute das ... :?

--> Bumerang:
warum haben die Zentralbanken Gold als Währung abgeschafft?

-->MaciejP:
Weiß ich nicht. Um den gläsernen Bürger ging es dabei m.E. aber nicht.

Ja, beim Gold und damals ging es sicher nicht darum.
Deswegen könnte es aber trotzdem JETZT darum gehen.

Und du gehst doch sicher mit, dass es zumindest immer nur um die Banken und Finanzwirtschaft geht und nicht in erster Linie um die Vorteile der Kunden, oder?


Sorry für die späte Antwort, war eine weile Unterwegs. Die Theorie die du hier beklagst ist wohl die Preisexplosion der Edelmetalle. Darauf zielte meine Frage und jetzt die Antwort.

MaciejP Sie haben es abgeschafft, weil sie nicht so viel Gold hatten wie viel sie gerne Geld drucken wollten. Damit ist die Fiatpreissteigerung des Goldes ein eingebautes Feature in unserem Geldsystem!
Sie gingen zunächst davon aus, alles im Griff zu haben. Sprich, dass sie es nicht übertreiben. Doch die Generationen danach haben es übertrieben. Was sie auch falsch eingeschätzt haben und Bestandteil der modernen Geldtheorie, dass der Goldpreis gar nicht so stark steigen wird, wenn die Nachfrage nach Gold als Geld nachlässt. Sie haben da nur mit den Zentralbanken gerechnet und die wachsende Bevölkerungszahl schlicht ignoriert. Blöd gelaufen.

Am Ende des (Fiat)Weges steht eine Preis von unendlich für jede Unze Gold oder Silber. smilie_24
Gruß

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon leicht_angelaufen » 23.02.2018, 20:33

Bumerang hat geschrieben:
Querulant hat geschrieben:@MaciejP
MaciejP:
Ihr wiederholt eure komischen Theorien doch selbst bei jeder Gelegenheit. Irgendwann glauben die Leute das ... :?

--> Bumerang:
warum haben die Zentralbanken Gold als Währung abgeschafft?

-->MaciejP:
Weiß ich nicht. Um den gläsernen Bürger ging es dabei m.E. aber nicht.

Ja, beim Gold und damals ging es sicher nicht darum.
Deswegen könnte es aber trotzdem JETZT darum gehen.

Und du gehst doch sicher mit, dass es zumindest immer nur um die Banken und Finanzwirtschaft geht und nicht in erster Linie um die Vorteile der Kunden, oder?


Sorry für die späte Antwort, war eine weile Unterwegs. Die Theorie die du hier beklagst ist wohl die Preisexplosion der Edelmetalle. Darauf zielte meine Frage und jetzt die Antwort.

MaciejP Sie haben es abgeschafft, weil sie nicht so viel Gold hatten wie viel sie gerne Geld drucken wollten.


Genau. Und dass das Drucken danach problemlos ging, sieht man hervorragend an Charts, die die amerikanische Geldmengenentwicklung vor und nach 1971 (Abschaffung des Goldstandards durch Nixon) darstellen, wie z. B. hier: http://goldsilverworlds.com/wp-content/uploads/2014/01/US_monetary_base_since_1918.gif
Danke allen Handelspartnern für die mehr als 20 erfolgreichen Deals hier!

MaciejP
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon MaciejP » 24.02.2018, 01:36

leicht_angelaufen hat geschrieben:Genau. Und dass das Drucken danach problemlos ging, sieht man hervorragend an Charts, die die amerikanische Geldmengenentwicklung vor und nach 1971 (Abschaffung des Goldstandards durch Nixon) darstellen, wie z. B. hier: http://goldsilverworlds.com/wp-content/uploads/2014/01/US_monetary_base_since_1918.gif

Der Chart ist linear skaliert. Solche Charts sehen bei exponentiellen Entwicklungen in jedem beliebigen Zeitfenster nahezu identisch aus. Wesentlich erkenntnisreicher ist der logarithmisch skalierte Chart. Dort sieht man, dass die Geldmengenausweitung nach 1971 bis zur Finanzkrise ziemlich gleichmäßig verlief und keineswegs schneller, als in der Vergangenheit auch schon.
Dateianhänge
18-02-24 Monetary Base.png

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 26.02.2018, 10:09

Wenn das alles so gleichmäßig erfolgt, warum hat die Fed das "Goldfenster geschlossen" MaciejP?

Du hast hier pauschal den Goldbugs vorgeworfen, sie würden ihre "komischen Theorien" verbreiten. Welche denn, dass Gold knapper ist als Fiat?

Warum haben wir keine Daten bis 2017? Weil die Fed aufgehört hat, die Geldmenge zu messen! Die Begründung war, es hat keine unmittelbaren Einfluss mehr auf die Konjunktur.

PS Wie sieht der logarithmisch Chart der Löhne in Deutschland aus?
Gruß

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon MaciejP » 27.02.2018, 06:54

Bumerang hat geschrieben:Wenn das alles so gleichmäßig erfolgt, warum hat die Fed das "Goldfenster geschlossen" MaciejP?

Hast du mir doch oben selbst erklärt, damit sie weiter Geld drucken konnten. Meine Kritik bezog sich im Wesentlichen auf den linearen Chart, in dem man etwas "hervorragend" sehen können soll, was m.E. absolut nicht der Fall ist.

Um den Punkt aber aufzugreifen: Wenn das Drucken danach so "problemlos" vonstatten ging - vorher ja anscheinend nicht - wieso ist die Geldmenge dann nach 1971 nicht sofort explodiert?

Du hast hier pauschal den Goldbugs vorgeworfen, sie würden ihre "komischen Theorien" verbreiten. Welche denn, dass Gold knapper ist als Fiat?

Schon das erste Posting dieses Threads würde ich bspw. als so eine komische Theorie bezeichnen.

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon CasaGrande » 27.02.2018, 11:45

MaciejP hat geschrieben:...Um den Punkt aber aufzugreifen: Wenn das Drucken danach so "problemlos" vonstatten ging - vorher ja anscheinend nicht - wieso ist die Geldmenge dann nach 1971 nicht sofort explodiert?...

Wo hätte eine sofort explodierende Geldmenge ein Investitions-Ziel in adäquater Größenordnung finden sollen? Die entsprechende "Infrastruktur" musste erst noch geschaffen werden. Beispielsweise die erste elektronische Börse "NASDAQ" - gegründet im Jahr 1971.

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 27.02.2018, 15:29

MaciejP hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Wenn das alles so gleichmäßig erfolgt, warum hat die Fed das "Goldfenster geschlossen" MaciejP?

Hast du mir doch oben selbst erklärt, damit sie weiter Geld drucken konnten. Meine Kritik bezog sich im Wesentlichen auf den linearen Chart, in dem man etwas "hervorragend" sehen können soll, was m.E. absolut nicht der Fall ist.
Um den Punkt aber aufzugreifen: Wenn das Drucken danach so "problemlos" vonstatten ging - vorher ja anscheinend nicht - wieso ist die Geldmenge dann nach 1971 nicht sofort explodiert?



Der Mensch denkt linear, nicht logarithmisch! Aber gut, wenn Du glaubst, dir einen Gefallen getan zu haben, schauen wir uns an, wie der bekannte Chart der Goldproduktion aussieht, wenn wir die Skalierung auf logarithmisch ändern. Denn wir sollten nicht Äpfel mit Kürbisse vergleichen.

Lineare Goldproduktion
goldförderung.png


Ich habe die Werte (annähernd) in eine Excel-Tabelle übernommen und auf logarithmische Skalierung umgestellt.

Das Ergebnis:
gold2.jpg


Ziemlich flach würde ich sagen, was meinst Du? Da ist Dein Chart dagegen eine Rakete. Somit sieht man, egal welchen Chart man nimmt, dass die USD BASIS Geldmenge, also M0 (grob betrachtet) vieeeeel schneller gewachsen ist als die globale Goldmenge.

Aber M0 sagt inzwischen so gut wie nichts mehr aus. Bargeld und Noten sind heute nur ein Bruchteil der M3 Geldmenge in den USA, die seit 2006 auch nicht mehr veröffentlicht wird, so nebenbei gesagt.

Die Explosion seit 1971 fand schon statt, allerdings nicht in M0 sondern in M2 und M3 die überproportional gewachsen sind. Das virtuelle Geld (Giralgeld) hat seit dem stark zugenommen, dank der "Befreiung" des USD vom Goldanker.

Hier ein Paar (lineare) Charts dazu:
http://www.tagesgeld.de/informationen/geldmenge.html

Was ist aber mit der globalen Entwicklung der M3? Da sieht selbst der logarithmische Chart wie eine Rakete aus.

Nehmen wir die Derivate dazu, landen wir in der Stratosphäre.

http://money.visualcapitalist.com/world ... tion-2017/

Die "komischen Theorien", die man in einem EM Forum hört, basierend genau auf diese exorbitante Entwicklung der Geldmenge vs der Goldmenge. Daran kann und wird auch nicht ein logarithmischer Chart etwas ändern.

Andersherum, versuchen manche genau diese Fiatexplosion kleinzureden oder zu rechnen. Um den derzeit lächerlich niedrigen Goldpreis als angemessen, sogar als zu hoch, darzustellen.

Die Geldmengenausweitung mit dem Wirtschaftswachstum, die Basistheorie des Keynesianismus, greift noch nicht einmal auf alle Konsumgüter. Ganz bestimmt aber nicht auf Rohstoffe, trotz der fortschreitenden Technologie. Denn, anders als die Technik, sind die Ressourcen begrenzt. Irgendwann ist das Optimum erreicht und es geht nicht mehr weiter. Oder die Gesamtkosten (Umwelt, etc) schlicht zu hoch sind. Man wird nicht den ganzen Planeten umgraben dürfen, nur um noch mehr Gold zu fördern.
Gruß

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon MaciejP » 28.02.2018, 06:02

Ich versteh zwar nicht, wieso du aus einem einfachen technischen Hinweis gleich eine Grundsatzdiskussion lostreten musst, aber sei es drum ...

Bumerang hat geschrieben:Ziemlich flach würde ich sagen, was meinst Du? Da ist Dein Chart dagegen eine Rakete. Somit sieht man, egal welchen Chart man nimmt, dass die USD BASIS Geldmenge, also M0 (grob betrachtet) vieeeeel schneller gewachsen ist als die globale Goldmenge.

So funktioniert das leider nicht. Du kannst nicht zwei Charts mit unterschiedlichen Skalen gegenüberstellen und dann behaupten, man kann an dem Anstieg der Kurven auf irgendwas schließen (selbst wenn es beides logarithmisch skalierte Charts sind). Dazu müsstest du beide Datenreihen im selben Chart, mit derselben Skala darstellen.

Aber ich habe auch gar nicht behauptet, die Goldmenge würde langsamer wachsen als die Geldmenge o.ä. Von daher ist mir nicht ganz klar, wogegen du mit deinen Charts gerade versuchst zu argumentieren.

Was ist aber mit der globalen Entwicklung der M3? Da sieht selbst der logarithmische Chart wie eine Rakete aus.

Finde ich ehrlich gesagt nicht. Im Anhang mal der direkte Vergleich zwischen M3 und der "Monetary Base" (keine Ahnung welcher M-Geldmenge das genau entspricht). Weil die beiden Kurven nominal schon unterschiedlich hoch starten, liegen sie im Chart auch weit auseinander. Ich habe zum besseren Vergleich die obere Kurve nochmal näher an die untere kopiert. Die Steigung ist m.E. bei beiden Kurven ziemlich gleich. M3 (in blau) steigt in den 80ern tatsächlich einen Hauch schneller an, flacht dann später aber wieder stärker ab als die rote Kurve.
Dateianhänge
18-02-28 Monetary Base + M3.png

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 28.02.2018, 09:22

MaciejP hat geschrieben:Ich versteh zwar nicht, wieso du aus einem einfachen technischen Hinweis gleich eine Grundsatzdiskussion lostreten musst, aber sei es drum ...

So funktioniert das leider nicht. Du kannst nicht zwei Charts mit unterschiedlichen Skalen gegenüberstellen und dann behaupten, man kann an dem Anstieg der Kurven auf irgendwas schließen (selbst wenn es beides logarithmisch skalierte Charts sind). Dazu müsstest du beide Datenreihen im selben Chart, mit derselben Skala darstellen.


Die Grundsatzdiskussion ist die "komische Theorie" von der Du sprichst und ständig (und erfolglos) widerlegen möchtest.

WER hat plötzlich einen logarithmischen Chart überhaupt ins Spiel gebracht, um seine komische Theorie (Fiat wächst doch gar nicht so schnell) zu belegen? Das warst Du! Ich habe das auch auf Gold angewendet, damit der Vergleich möglich ist.


MaciejP hat geschrieben:Aber ich habe auch gar nicht behauptet, die Goldmenge würde langsamer wachsen als die Geldmenge


Wie dreist Du bist! NATÜRLICH nicht, dass behaupten (eigentlich zeigen) wir Gold- und Silberbugs! Du hast versucht mit dem log. Chart die exorbitante Fiatauweitung zu relativieren und an die deutlich kleiner Goldmengenausweitung zu drücken.


MaciejP hat geschrieben:
Was ist aber mit der globalen Entwicklung der M3? Da sieht selbst der logarithmische Chart wie eine Rakete aus.

Finde ich ehrlich gesagt nicht. Im Anhang mal der direkte Vergleich zwischen M3 und der "Monetary Base" (keine Ahnung welcher M-Geldmenge das genau entspricht). Weil die beiden Kurven nominal schon unterschiedlich hoch starten, liegen sie im Chart auch weit auseinander. Ich habe zum besseren Vergleich die obere Kurve nochmal näher an die untere kopiert. Die Steigung ist m.E. bei beiden Kurven ziemlich gleich. M3 (in blau) steigt in den 80ern tatsächlich einen Hauch schneller an, flacht dann später aber wieder stärker ab als die rote Kurve.


OK, "mein Junge". Du hast keine Ahnung was ein logarithmischer Chart ist und wie er gelesen wird. Du bewegst einfach die Linie von oben nach unten. smilie_20

Oben ist der Abstand zwischen den Einheiten viel kleiner als unten. Im unteren Bereich, wo die rote Linie ist, geht es um Milliarden (billions) während oben in der gleichen breite bereits Billionen (trillions) sind.

Klar haben sie einen unterschiedlichen nominal Wert, das kannst du aber nicht verstehen, weil du die Unterschiede zwischen M0 bis M3 nicht kennst. Außerdem sagte ich globale Geldmenge, nicht die der USA.

OHNE Worte!
Gruß

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon dtx » 28.02.2018, 18:44

Die Schweden rudern zurück: http://www.manager-magazin.de/finanzen/ ... 94393.html
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Rechtlich ist es so: In Deutschland kann ein Laden nicht einfach Bargeld verweigern, sonst kommt er in Annahmeverzug.

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon MaciejP » 01.03.2018, 07:37

Bumerang hat geschrieben:Die Grundsatzdiskussion ist die "komische Theorie" von der Du sprichst und ständig (und erfolglos) widerlegen möchtest.

Wo rede ich denn "ständig" von einer solchen Diskussion? Das ist hier nur einmal erwähnt worden. Widerlegen wollte ich die auch nicht, ich habe auf deine Nachfrage lediglich ein Beispiel genannt.
Du scheinst einen Wald zu sehen, wo eine Wiese ist. smilie_13

Du hast keine Ahnung was ein logarithmischer Chart ist und wie er gelesen wird.

Du hast offensichltich gar nicht verstanden, worum es mir ging. Die Ausgangsaussage war "Und dass das Drucken danach problemlos ging, sieht man hervorragend an Charts [...] wie z. B. hier". Diese Aussage impliziert, dass ab einem gewissen Zeitpunkt (1971 in dem Fall) das Gelddrucken schneller vonstatten ging, als vor diesem Zeitpunkt. Weil wir über exponentielle Kurven reden, kam mein Hinweis auf logarithmische Charts, weil man exponentielle Kurven in linearen Charts überhaupt nicht fassen kann.

Eine Beschleunigung bzw. Reduzierung des Wachstums (= Wachstumsrate) äußert sich in logarithmischen Charts durch eine steigende bzw. abflachende Kurve. Die Ausrichtung der Kurve auf der y-Achse gibt nur die nominelle Höhe der Geldmenge an, ist für die Betrachtung der Wachstumsrate also völlig irrelevent. Besonders in diesem Fall, da die Geldmengen schon vor 1971 auf einem ähnlich hohen Niveau wie 1971 lagen. Deshalb kann man die Kurven dort auch beliebig entlang der y-Achse bewegen, ohne irgendwas an der Aussage zu verfälschen, solange man sie nicht um den Koordinatenursprung dreht und so die Wachstumsraten verfälschen würde.

Und ich kann da eben keine plötzliche "Fiatexplosion" erkennen, weder im M0- noch im M3-Chart, sondern nur ein "weiter so wie bisher". Ob das Fialgeld schneller wächst als die Goldmenge, war übrhaupt nie der Punkt, das versuchst du jetzt aus welchen Gründen auch immer zur Diskussionsgrundlage zu machen. Da musst du dir nicht mal die Mühe machen, das in einem ordentlichen Vergleichschart darzustellen, das glaub ich dir direkt. :mrgreen:

Außerdem sagte ich globale Geldmenge, nicht die der USA.

Stimmt, das "global" hab ich tatsächlich überlesen. Eine solche Datenreihe konnte ich bei FRED gar nicht finden. Woher hast du die?

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 01.03.2018, 16:58

MaciejP hat geschrieben:Wo rede ich denn "ständig" von einer solchen Diskussion? Das ist hier nur einmal erwähnt worden. Widerlegen wollte ich die auch nicht,


Das wird von der (idelogisierte) Fiatfraktion, zu der Du gehörst, ständig gepredigt, insb wenn jemand sagt, dass Fiat sich schneller "vermehrt" als eine Exponentialfunktion. smilie_07


MaciejP hat geschrieben:Du hast offensichltich gar nicht verstanden, worum es mir ging.
................
Weil wir über exponentielle Kurven reden, kam mein Hinweis auf
logarithmische Charts, weil man exponentielle Kurven in linearen Charts überhaupt nicht fassen kann.



Kurven und die Skalierung der Charts sind zwei Paar Schuhe! Eine lineare Kurve ist immer eine lineare Kurve, egal ob der Chart linear oder logarithmisch skaliert ist. Die Exponentielle auch.

MaciejP hat geschrieben:Die Ausrichtung der Kurve auf der y-Achse gibt nur die nominelle Höhe der Geldmenge an, ist für die Betrachtung der Wachstumsrate also völlig irrelevent. Besonders in diesem Fall, da die Geldmengen schon vor 1971 auf einem ähnlich hohen Niveau wie 1971 lagen. Deshalb kann man die Kurven dort auch beliebig entlang der y-Achse bewegen, ohne irgendwas an der Aussage zu verfälschen, solange man sie nicht um den Koordinatenursprung dreht und so die Wachstumsraten verfälschen würde.


Die Goldmenge wächst aber linear nicht exponentiell! Das ist schon mal der erste grobe Fehler, wenn man Äpfel mit Kürbissen vergleicht. Also muss man auch die gleiche Skalierung als Vergleich nehmen. Das tat ich. Der gewaltige Unterschied ist in beiden Charts erkennbar. Ab 1971 ist die log Kurve von Fiat sehr wohl steiler als davor, insb bei M3. Seit 2006 wird nur gemutmaßt wo sie gelandet ist!

MaciejP hat geschrieben:Ob das Fialgeld schneller wächst als die Goldmenge, war überhaupt nie der Punkt,


Ok, dann einigen wir uns das Fiat exponentiell wächst, deshalb muss Gold, dessen Menge linear zunimmt, im Preis exponentiell steigen.



MaciejP hat geschrieben:Stimmt, das "global" hab ich tatsächlich überlesen. Eine solche Datenreihe konnte ich bei FRED gar nicht finden. Woher hast du die?


Die wirst Du dort auch nicht finden.

https://www.godmode-trader.de/artikel/g ... ss,4167700
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon MaciejP » 02.03.2018, 07:21

Bumerang hat geschrieben:Das wird von der (idelogisierte) Fiatfraktion, zu der Du gehörst, ständig gepredigt, insb wenn jemand sagt, dass Fiat sich schneller "vermehrt" als eine Exponentialfunktion.

Wie kommst du auf die Idee, dass ich zu einer "(idelogisierte[n]) Fiatfraktion" gehöre? Kannst du das auch mit Argumenten untermauern, außer deiner konstruierten Theorie, ich würde hier gegen Gold und für Fiat argumentieren? Und wenn ich zu dieser ominösen Fiatfraktion gehören würde, sollte ich dann nicht eher behaupten, die Fiatgeldmenge würde langsamer wachsen als eine Exponentialfunktion? Sonst würde ich doch pro Fiatgeldentwertung argumentieren. :mrgreen:

Die Goldmenge wächst aber linear nicht exponentiell!

Auch diese Theorie erschließt sich mir nicht. Oben hast du doch mit dem linearen Chart zur kumulierten Goldmenge sehr eindrücklich gezeigt, dass die Goldmenge nicht einer linearen Entwicklung folgt, sondern einer konvexen Kurve. Linear wächst sie folglich nicht. Im logarithmischen Chart sieht die Kurve dagegen in der ersten Hälfte konkav, in der zweiten Hälfte stark linear aus. Das spräche zumindest für die letzten 60-70 Jahre für eine annäherned exponentielle Entwicklung.

In der Tat hat Dr. Jürgen Müller bereist mehrfach über diese Art der Entwicklung geschrieben, wie man sie beim Abbau von Rohstoffen immer wieder findet, bspw. in diesem Beitrag. Es handelt sich dabei typischerweise um eine logistische/Sigmoid-Funktion, die im ersten Teil einen exponenteillen Charakter hat, wegen der Beschränktheit der Ressource aber irgendwann ihre maximale Steigung (Peak des Abbaus) erreicht und dann in eine Art logarithmische Kurve mit oberer Schranke übergeht.

MaciejP hat geschrieben:Stimmt, das "global" hab ich tatsächlich überlesen. Eine solche Datenreihe konnte ich bei FRED gar nicht finden. Woher hast du die?

Die wirst Du dort auch nicht finden.
https://www.godmode-trader.de/artikel/g ... ss,4167700

In dem Artikel gibt es gar keine Charts zur weltweiten Geldmengenentwicklung.

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 02.03.2018, 09:09

MaciejP hat geschrieben:Wie kommst du auf die Idee, dass ich zu einer "(idelogisierte[n]) Fiatfraktion" gehöre? Kannst du das auch mit Argumenten untermauern,... Und wenn ich zu dieser ominösen Fiatfraktion gehören würde, sollte ich dann nicht eher behaupten, die Fiatgeldmenge würde langsamer wachsen als eine Exponentialfunktion? Sonst würde ich doch pro Fiatgeldentwertung argumentieren. :mrgreen:


Du versuchst ständig die exponentielle Funktion zu relativieren. Zur Not mit Unterstreichung von Tippfehlern. Jeder der Deine Beiträge liest, wird zur selben Erkenntnis kommen! Hier verweise ich insb auf gold.de, wo wir in der Vergangenheit auch schon ziemliche Disputs hatten. Naja, eigentlich Ladon und ich, Du warst da mehr sein Versteher.

MaciejP hat geschrieben:
Die Goldmenge wächst aber linear nicht exponentiell!

Auch diese Theorie erschließt sich mir nicht. Oben hast du doch mit dem linearen Chart zur kumulierten Goldmenge sehr eindrücklich gezeigt, dass die Goldmenge nicht einer linearen Entwicklung folgt, sondern einer konvexen Kurve. Linear wächst sie folglich nicht.


Eine mathematische Diskussion werde ich mit Dir nicht führen, die Gründe habe ich bereits erläutert. Die Grundsätzliche Knappheit des Goldes mit copy-paste "Argumente" aus der Mathematik [ die Du nicht verstehst] zu "widerlegen", hilft Dir nicht weiter.
Wo gibt es schon die perfekte lineare Funktion in der Natur? Diese Kurve aber mit einer Exponentiellen nur annähernd zu Vergleichen, zeigt Deine Wissenslücken. Oder ist ein Beleg für versuchte Irreführung. Vom Mond betrachtet sind eine Hütte und ein Wolkenkratzer auch nur zwei Punkte, nicht war?


MaciejP hat geschrieben:
MaciejP hat geschrieben:Stimmt, das "global" hab ich tatsächlich überlesen. Eine solche Datenreihe konnte ich bei FRED gar nicht finden. Woher hast du die?

Die wirst Du dort auch nicht finden.
https://www.godmode-trader.de/artikel/g ... ss,4167700

In dem Artikel gibt es gar keine Charts zur weltweiten Geldmengenentwicklung.




Du hattest gefragt, woher ich die Datenreihe habe. Da ich nur einen Goldchart gepostet hatte, ging ich davon aus, dass Du die Quelle dazu möchtest. Der Rest meines Beitrags bezog sich auf die weltweite Geldmenge.

Dazu ein Bild

netd.jpg


... und zwei weitere Links.


http://www.businessinsider.de/all-of-wo ... ?r=US&IR=T

https://howmuch.net/articles/worlds-mon ... erspective
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