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Beginnende Bargeldverbote

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon K » 16.06.2017, 17:06

Sapnovela hat geschrieben:Sofortüberweisung?

Der Dienst, wo ich meine PIN und meine TAN an ein drittes Unternehmen übermittle, damit diese eine Zahlung für mich vornehmen können? No thanx. Dieser sog. Zahlungsdienstleister hat dann vollen Lese-Zugriff auf das Konto inkl. Kontostand,



@ Sapnovela

Nein, das ist so nicht richtig.
Habe Giropay schon öfter benutzt.

Hier wird weder Deine PIN oder Tan an ein drittes Unternehmen übermittel, noch gibt es einen Zugriff auf Dein Konto inkl. Kontostand.

Der Vorgang hat keinen Unterschied zu einer Zahlung ( online ) Deinerseits über Deine Bank.
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Sapnovela
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Sapnovela » 16.06.2017, 18:49

K hat geschrieben:
Sapnovela hat geschrieben:Sofortüberweisung?

Der Dienst, wo ich meine PIN und meine TAN an ein drittes Unternehmen übermittle, damit diese eine Zahlung für mich vornehmen können? No thanx. Dieser sog. Zahlungsdienstleister hat dann vollen Lese-Zugriff auf das Konto inkl. Kontostand,



@ Sapnovela

Nein, das ist so nicht richtig.
Habe Giropay schon öfter benutzt.

Hier wird weder Deine PIN oder Tan an ein drittes Unternehmen übermittel, noch gibt es einen Zugriff auf Dein Konto inkl. Kontostand.

Der Vorgang hat keinen Unterschied zu einer Zahlung ( online ) Deinerseits über Deine Bank.


Ok, dann rudere ich bei Giropay zurück, bei Sofortüberweisung ist es aber so, dass ein Dritter (die Sofort GmbH) Kontozugriff bekommt. Was die dann mit den Daten machen... wer weiß. Nix für mich.

wintertanne
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon wintertanne » 16.06.2017, 19:23

Silbermann 1984 hat geschrieben:Kann mir mal ein Finanzprofi erklären wie ich das überhaupt nachweißen soll smilie_11 ?

Wenn ich jetzt einen Kleinwagen kaufe für sagen wir mal 12.000€ und ich Bezahl diesen Bar,ich kann ja über Jahre jeden Monat mehr Geld abheben als ich brauche und den Rest lege ich mir immer zur Seite ,wie will ich da dann was nachweißen können woher das Geld stammt?

Von Oma gabs vielleicht auch mal 1000€ ...........


Naja, im Zweifel wirst du Kontoauszüge zeigen können worauf die Barabhebung ersichtlich ist.

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Silbermann 1984 » 17.06.2017, 09:11

Mal ein wenig was zum lesen

http://www.123recht.net/Bank-friert-Kon ... 71283.html

http://www.haz.de/Nachrichten/Medien/Ne ... -das-Konto

finde ich krass!

Daran sieht man das man ihnen nicht trauen kann,ich hab jetzt 2 x 500€ eingezahlt und wieder abgehoben um so in neue 50er zu tauschen ,da muss man ja auch schon bangen :shock:

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 18.06.2017, 11:40

So eine Diskussion, wollte ich gar nicht auslösen.

Die SÜ sollte nur ein Beispiel sein, für die Möglichkeit Bargeld auch für risikobehaftete Transaktionen zu ersetzen.

Ich denke, der Datenschutz in aller Ehre, wir müssen uns mit der Tatsache abfinden, dass unsere Daten über all gespeichert sind. Selbst dann wenn wir kein WhatsApp kein Google Account und sonstiger Online-Bezahldienste nutzen. Denn wir schreiben trotzdem E-Mails an Empfänger mit Google Account wir schicken SMS an Empfänger mit WhatsApp, wir bezahlen per Banküberweisung, wir geben unsere Kontoverbindung an verschiedenen Stellen bekannt, somit ist es fast ausgeschlossen, dass unsere Daten "sicher" sind.

Diese Diskussion erinnert mich an den Anfang des Internets. In den neunziger Jahren, waren die Rechner zunächst einmal nicht gesichert. Plötzlich merkt man, dass man von außen Zugriff drauf nehmen kann. Man hat versucht die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen, stellte man aber fest, dass viele Anwendungen nicht mehr funktionieren. Damals zirkulierter der Witz, dass ein PC nur dann sicher sei, wenn er 2 m in der Erde einbetoniert ist. Ich will jetzt Risiken nicht verharmlosen, aber eine vollkommene Sicherheit gibt es eben nicht mehr. Man muss im System für relative Sicherheit sorgen, soweit es geht, denn verhindern kann man das ganze nicht mehr. Viel mehr ist es aber wichtig meines Erachtens, dass alle Beteiligten den Zugang zu diesen Informationen haben! Somit kann man maximal für gleiche Verhältnisse sorgen. Ich will hiermit überhaupt nicht das Bargeld infrage stellen, im Gegenteil! Man wird aber nur mit Bargeld allein, nicht alle seine Probleme lösen können. Die Menschen die in einer Diktatur gelebt haben, wissen ganz genau, dass man das System als solches selten völlig ändern kann. Man muss innerhalb des Systems die Lösungen suchen. Internet, Onlinehandel, social Network, e-Mails, WhatsApp etc., sind und bleiben feste Bestandteile unseres Lebens.
Klar, wenn man unbedingt will, kann man all das umgehen. Um zu meiner Analogie zurückzukehren, stelle ich die Frage, wer hat noch ein PC der nicht mit dem Internet verbunden ist, um sich vor Viren und unberechtigten Zugriff zu schützen?
Gruß

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Sapnovela » 18.06.2017, 12:20

Bumerang hat geschrieben: Klar, wenn man unbedingt will, kann man all das umgehen. Um zu meiner Analogie zurückzukehren, stelle ich die Frage, wer hat noch ein PC der nicht mit dem Internet verbunden ist, um sich vor Viren und unberechtigten Zugriff zu schützen?


Vielleicht sollte die NSA mal darüber nachdenken...? Oder diejendigen, die von der NSA ausgenommen werden?
Die Frage ist nicht, ob man einen PC verbunden hat, sondern ob man mit einem System surft, bei dem man alle Daten angeschlossen hat. Die Antwort ist in vielen Fällen (hoffentlich) nein. Für Suchen in unsicheren Gegenden des Netzes kann man z.B. Knoppix nutzen, seine EM-Fotos könnte man auf einer verschlüsselten externen Platte lagern, die nicht immer angeschlossen ist, etc. Man kann auch TOR zum surfen benutzen, PGP Verschlüsselung etc.
Ich gehe so weit, dass ich sage man kann nicht nur vielem entgehen, man sollte vielem entgehen, resp nicht unnötig naiv sein, Stichwort Identitätsdiebstahl. Wer meint das sei nicht relevant, good luck smilie_24

Brakteat
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Brakteat » 18.06.2017, 16:12

lifesgood hat geschrieben:Darum hatte mich eben die Aussage gewundert, dass Autohändler kein Bargeld mehr akzeptieren.

lifesgood

Um mal zum eigentlichen Thema zurückzukehren: Bargeld ist das einzige(!) gesetzliche Zahlungsmittel. Ein Zahlungsmittel mit Annahmezwang. Solange die Summe nicht die Obergrenze von 10.000 Euro überschreitet (oder sind es noch 15.000?), muss ein Händler Bargeld annehmen. Giralgeld nicht.

Als in Griechenland die Menschen plötzlich kaum noch Geld abheben konnten, haben einige versucht, ihr Vermögen vor dem Haircut dadurch zu bewahren, dass sie z.B. teuren Schmuck kaufen und bargeldlos bezahlen wollten. Da haben manche Händler nur Bares verlangt - weil sie ja wussten, was mit höherem Vermögen auf dem eigenen Konto geschehen würde...

Bargeld ist ein Rechtsgut. Ein solches Gut plötzlich zu verbieten, ist kaum möglich. Deswegen sind die Kassandra-Rufe von einem Bargeldverbot auch so unsinnig, weil sie an der Wirklichkeit vorbeigehen und deshalb kaum ernstgenommen werden. Es findet vielmehr der Versuch einer schleichenden Bargeld-Entwöhnung statt. In einer vorgeblichen Demokratie brauchen die Herrscher immer das Einverständnis der Massenmehrheit. Die ist in diesem Fall nicht von heute auf morgen zu bekommen.

Deshalb Propaganda, deshalb hören wir schon seit Jahren das Geschwätz von "Geldwäsche" und "Schwarzarbeit" etc., die einzigen Gründe, die man dem Volk halbwegs verkaufen kann. Inzwischen kommt "Terrorfinanzierung" hinzu. Man muss es nur oft genug wiederholen. Nebenher preist man die praktischen Vorteile des bargeldlosen Bezahlens an und verpackt die Botschaft in viele schöne bunte Geschichtchen, erzählt immer wieder von der Oma, die an der Kasse die Pfennige abzählt...

Das erzählt man so oft, dass den Leuten irgendwann gar nicht mehr auffällt, dass das Barzahlen im Vergleich zum EC-Vorgang meistens viel schneller geht. Achtet mal drauf: Wie oft wartet ihr an der Kasse, weil der EC-Vorgang so lange dauert? Warten, Bon ausdrucken, unterschreiben bzw. Nummer eintippen......ohh, Magnetstreifen wohl nicht sauber, also nochmal........puhhh....

Wenn ich 20 Euro hingebe, habe ich in nullkommanix das Wechselgeld zurück und fertig. Die Pfennig-Oma taucht in meinen Beobachtungen viel seltener auf als schleppende EC-Zahlungsvorgänge. Aber die Leute sehen das kaum noch, weil sie die Märchen von der Pfennig-Oma als vorgekaute "Wahrheit" akzeptieren.

So läuft das. Aber die Masse ist zumindest in Deutschland noch nicht umgekippt. Und das ist ein gutes Zeichen. Ich zahle jedenfalls zu 98 Prozent nur noch bar. Schon grundsätzlich, und das umso öfter, je mehr man mir das Gegenteil schmackhaft machen möchte.

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 18.06.2017, 18:47

Tatsächlich geht es um Steuern, die mit Bargeld hinterzogen werden. Die Reichen halten ihr Vermögen nicht (kaum) auf dem Konto, daher ist ein Bargeldverbot hier unwirksam.

Steuerhinterziehungen im Kleinen ist inzwischen fast normal. Jeder der was anderes behauptet, ist unehrlich.

Als Beispiel, die Renovierung eines Badezimmers kosten nicht selten 10k. 19% davon sind rund 1600€. Der Fliesenleger muss auf den Rest noch sagen wir 35% Est zahlen, also fast 3000. Der Staat steckt fast die Hälfte in die Tasche! Deshalb ist Schwarzarbeit so lukrativ, oft nur noch so überhaupt rentabel. Wer das nicht möchte macht es selbst. Ich warte darauf, dass man Eigenleistung verbietet oder irgendwie besteuert.
Die hohe Steuerlast auf Lohn und Konsum ist das Problem.

Wenn man hier seinen 911 nicht mehr bar kaufen kann, fährt man nach Rumänien oder Bulgarien und macht es dort trotz Obergrenze.
Gruß

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Köni123 » 18.06.2017, 19:06

Wenn eine Badrenovierung 10K kostet, sind zwar 1,6k USt. Nur leider muss auch der Fliesenleger oder der Bauherr Material dafür verwenden. Und diese USt kann der Endkunde, wenn er das Material kauft, nicht so einfach hinterziehen. Auch der Fliesenleger hat es schwer,falls mal eine Betriebsprüfung kommt.
Und die 10k sind nicht sein Gewinn! Wenn es hochkommt vielleicht 3k, die in der Ek.St wirksam werden.
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Silbermann 1984 » 18.06.2017, 19:12

Bumerang hat geschrieben:Tatsächlich geht es um Steuern, die mit Bargeld hinterzogen werden. Die Reichen halten ihr Vermögen nicht (kaum) auf dem Konto, daher ist ein Bargeldverbot hier unwirksam.

Steuerhinterziehungen im Kleinen ist inzwischen fast normal. Jeder der was anderes behauptet, ist unehrlich.

Als Beispiel, die Renovierung eines Badezimmers kosten nicht selten 10k. 19% davon sind rund 1600€. Der Fliesenleger muss auf den Rest noch sagen wir 35% Est zahlen, also fast 3000. Der Staat steckt fast die Hälfte in die Tasche! Deshalb ist Schwarzarbeit so lukrativ, oft nur noch so überhaupt rentabel. Wer das nicht möchte macht es selbst. Ich warte darauf, dass man Eigenleistung verbietet oder irgendwie besteuert.
Die hohe Steuerlast auf Lohn und Konsum ist das Problem.

Wenn man hier seinen 911 nicht mehr bar kaufen kann, fährt man nach Rumänien oder Bulgarien und macht es dort trotz Obergrenze.


Schwarzarbeit ist gang und gäbe weil jeder irgendwie versucht über die Runden zu kommen,der Fliesenleger stellt sich ja nicht aus purer Lust Abends oder Samstags hin und Fliest ,dieses Geld wird ja zum großteil wieder ausgegeben ,das gibt dann so Sachen wie eine neue Waschmaschiene oder der Jahresurlaub (2 Wochen Ostsee) der sonst nicht drin sein würde!

Aus Geldgier oder weil sie den Hals nicht voll bekommen können die die oberen 10.000 macht das niemand ,die würden lieber die Füße hochlegen wenn sie es sich leisten könnten!

Daran sind die "Oben" aber selbst schuld würden anständige Löhne bezahlt werden würden sie Samstags auch im Bett liegen bleiben :wink: .

Weil das aber nicht der Fall ist heist es eben https://www.youtube.com/watch?v=IwAqW547gxA smilie_20

Zum 911 ,der muss dann eben an der Grenze versteuert werden smilie_11

Die großen bekommen sie so oder so nicht ,es ging schon immer drum die "unten" zu kontrollieren und zu steuern.Denn denen kann man leichter ans Bein pi.... als den großen.

Auf dem Land ist die Nachbarschaftshilfe ganz normal,da kennt irgendeiner immer einen smilie_11

CoClArAg
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon CoClArAg » 12.07.2017, 16:03

Ist jetzt möglicherweise ein wenig OT, weiß jedoch nicht wohin sonst damit:

Ich glaube zwar nicht daran ein direktes Bargeldverbot zu erleben, wenn ich jedoch bedenke wie groß mein Anteil bargeldloser Transaktionen inkl. Zahlen im Supermarkt mit dem Smartphone mittlerweile geworden ist, bin ich mir sicher, dass in 25 Jahren mit Start meines geplanten Abverkaufs meiner Edelmetallbestände Bargeld eine untergeordnete Rolle spielt und Menschen heute so fremd sein wird wie meiner Oma das Zahlen mit dem Handy heutzutage.

Ich will hier niemandem was aus seiner Glaskugel wegschauen, es geht mir mehr um Meinungen erfahrener Sammler / Horter:

Glaubt Ihr, dass Menschen ohne Bezug zu Bargeld sich für das Sammeln / Besitzen von Edelmetallmünzen noch in gleichem Maße interessieren werden wie heute? Gelingt der Brückenschlag, etwas was man anfassen kann, etwas physischem ohne wirklichen Nutzen innerlich einen Wert zuzuordnen und es damit besitzenswert zu machen? Verlieren Silber- und Goldmünzen den Status "Zahlungsmittel" den wir, die wir mit Münzen aufgewachsen sind als selbstverständlich erachten. Hier kaufen wohl auch die Mehrheit der User Münzen, für Medallien aus Edelmetall interessert man sich dafür eher kaum. Oder zahlt hier einer die gleichen Aufschläge für Medallien, die er für Münzen bereit ist in Kauf zu nehmen?

Briefmarkensammeln war damals beispielsweise ja nun auch sehr viel populärer als heutzutage, wo Onlinefrankierung bzw. mehr noch email sehr viel verbreiteter sind und handgeschriebene Briefe noch so häufig anzutreffen sind wie Briefmarkensammler. Ich jedenfalls interessiere mich 0 für Briefmarken und wäre auch nicht bereit einen Aufschlag zum Material- oder Portowert zu zahlen, auch wenn die Marke 50 Jahre alt ist.

Oder aber sogar im Gegenteil: Edelmetalle geben in Zeiten von Nullen und Einsen ein Gefühl etwas tatsächlich zu besitzen und wenn's nebenbei hübsch aussieht ist's sogar noch besser. Einen Sammeltrieb werden die Menschen immer haben wie auch das Bedürfnis etwas in Händen zu halten und anschauen zu können. Aufschläge werden immer gerechtfertig sein, da Nennwert eine gewisse Limiterung garantieren, da diese nur bestimmte Prägeanstalten herstellen dürfen und nicht Hinz und Kunz. Edelmetallmünzen werden nicht das Schicksal von Briefmarken (aus wertlosem Papier) teilen.

Wie gesagt, es geht um (Sammler)Münzen. Nicht um Barren oder reine Bullionware möglichst nahe am Spot wo der Materialwert 99% des Kaufarguments ausmachen. Und schon gar nicht um irgendwelche ETF's.

Was meint ihr?

PS: Sollte das Briefmarkengeschäft doch noch ein sehr attraktives sein, so bitte ich dies zu Entschuldigen und nur als misslungenes Symbol für einen möglicherweise eintretenden Wertverfall zu sehen sein. Soll kein Affront gegen Philatelisten sein.

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon lifesgood » 12.07.2017, 17:08

... die Relevanz von Gold im Währungssystem ergibt sich, unabhängig vom Sammelwert, auch aus der Tatsache, dass es von fast jeder Zentralbank als Währungsreserve gehalten wird. Wobei die Zentralbankbestände in den letzten Jahren eher zu- als abnehmen.

Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.

Der Wert von Sammlerbriefmarken ergibt sich ausschließlich aus ihrer Seltenheit, der Materialwert tendiert gegen 0. Bei Edelmetallen ist dies nicht so.

Es wird immer Menschen geben, die in Sachwerte investieren möchten, aber deren Mittel z.B. für Immobilien nicht reichen. Da bieten sich Edelmetalle einfach an.

Was die Sammelaufschläge angeht, sehe ich das so.

In guten Zeiten, in denen viele Menschen mehr Geld haben als sie brauchen, werden Sammelaufschläge bezahlt. Egal ob bei Edelmetallen, Oldtimern, Kunst oder sonstwas. Denn Sammeln ist eine Leidenschaft, die man sich leisten können muss.

Sollte es zu einer schweren Krise oder gar Währungsreform kommen, so werden breite Teile der Bevölkerung erst mal wieder ein gewisses Vermögen aufbauen müssen, bevor sie darüber nachdenken können, sich Sammelware zu kaufen. In diesem Fall würde wohl nur der Metallwert zählen.

Da wir alle nicht wissen was kommt und wie es kommt, sollte man auch diesbezüglich streuen. Da ein wenig Bullion, dort ein wenig Sammelkram. Gewichtung je nach Leidenschaft und Laune.

lifesgood

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bestone
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon bestone » 12.07.2017, 20:35

Das junge Menschen welche noch keine richtige Krise mitgemacht haben weniger Bezug zu EM oder anderen Sachwerten haben mag stimmen, wie sieht es jedoch aus wenn der nächste Abschwung kommt?

Wie sieht es aus wenn die Wachstum, Wachstum, Wachstum Stimmen von Angela nicht mehr ziehen?

Wie sieht es aus wenn das ständig suggerierte "Konsum ist das einzig Wahre" nicht mehr funktioniert?

Wie sieht es aus wenn die nächste Währung (€, $, sonstiges) den Bach runter geht (wäre in der Geschichte ja nicht das erste Mal)?

Wie sieht es aus wenn die Wahrheit über die maroden Staatsfinanzen fast überall auf der Welt nicht mehr vertuscht werden oder durch Zeit hinausgeschoben werden können?

Was zählt dann? Smartphones? Mode? Zettelgeld? Kreditkarten? Shorts auf Gold oder Silber?

Es wird kommen, in 10, 20 oder 100 Jahren?

Nein, ich möchte es eigentlich nicht erleben. Aber durch eine (hoffentlich) vernünftige Diversifikation möchte ich nicht komplett von einem evtl. eintretenden Ereignis überrascht werden und nahezu alles verlieren.

Deshalb AUCH EM und BARGELD, außerdem mir gefällt's :mrgreen:
Viele Grüße
bestone

Chancelino76
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Chancelino76 » 12.07.2017, 21:08

Der Mensch ist ein "Homo Ludens" - jedenfalls die meisten...
Besitz von seltenen und wertvollen physischen Dingen wird immer erstrebenswert sein,auch wenn "bargeldlos" gezahlt wird.


Unser "Bargeld" ist Fiat Money....und bargeldlos ist auch Fiat Money,absolut egal...beides ist eine Täuschung,denn: laut laut J.P.Morgan ist "Nur Gold auch Geld"....
daher wird jeder Mensch der Systemkritsich ist bestrebt sein,einen werthaltigen Wertspeicher zu finden und das können auch Sammlungen sein..und gerade weil Papiergeld wertlos ist bzw.immer weniger von der Kaufkraft her wird,sind Sammlungen in Münzen,Oltimern oder teure Uhren sehr angesagt....und bei Briefmarken ist eben vor allem Qualität angesagt ( zb.Kolonialgebiete ) und da werden auch gute Preise gezahlt - klar ebenso das der ganze neue massenhafte Krempel BRD/DDR wie Blei bei den Händlern liegt.


Bei Sammelmünzen zählt auch nur Qualität - ein alter Panda wird IMMER seine Käufer finden - eine unbekannte "super limitierte" blabla Münze eher nicht.

Ps:Auch die neue bunte metrosexuelle Generation wird erkennen das ein J.P.Morgan nicht unrecht hat - und wenn´s auf die harte Tour ist... :D
Zuletzt geändert von Chancelino76 am 12.07.2017, 23:26, insgesamt 1-mal geändert.

meier7
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon meier7 » 12.07.2017, 23:24

Na so ganz wertlos ist unser Bares ja nun auch nicht, jeden falls bei uns in der Gegend bekommt man für nen alten Silberpanda beim Bäcker oder bei Netto nicht das schwarze unterm Fingernagel und erst recht kein Em! Kann vielleicht in Bayern oder NRW anders sein, war lange nicht da. :roll:
Ohne Moos nix los!


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