Auch Kartenzahlung kosten Geld. Und wenn es kein Bargeld mehr gibt, kann man davon ausgehen, dass diese Gebühren tendenziell steigen werden.
Das Hauptargument für den Handel ist übrigens nicht das umständliche/teure Handling von Bargeld, sondern das Kaufverhalten. Das Zahlen mit der Karte (bewusst einfach gemacht durch "kontaktlos bezahlen", deswegen ist diese Sicherheitslücke ja mittlerweile auf jeder Karte vorhanden und bei Auslieferung aktiviert) merkt der Kunde so gut wie nicht. Daher kauft er tendenziell mehr, als wenn er den Kauf mit richtigem Geld bezahlen muss. Da merkt er nämlich, dass er "ärmer" wird (nennt sich "Trennungsschmerz", auch wenn es sich komisch anhört).
Ich hatte mal eine Kollegin, die hat auch alles per Karte bezahlt - und komplett den Überblick verloren. Ist ja alles so "bequem" und "einfach". Hier mal ein Kauf, dort mal Essen gehen, oder einen Elektroroller mieten. Obwohl sie gut verdient hat, hat sie es durch fehlende Ausgabendisziplin am Monatsende immer deutlich ins Minus geschafft. Nun hat sie sich ein zweites Konto eingerichtet, auf das sie das Geld für die monatlichen Lebenshaltungskosten überweist und das sie genauer im Blick behält. Ich hoffe für sie, dass ihr das hilft.
Und neulich bei DM: ein Mädel (vermutlich Schülerin) holt dort Fotos (ja, gedruckte!) ab und zahlt per Gutschein. An der Kasse stellt sich raus, dass sie trotzdem noch 50 Cent (!) zahlen muss. Ihre Karte ging nicht. Sie hatte dann wirklich keinen einzigen Cent in bar dabei ("braucht man doch nie") und hat dann an der Kasse rumgequängelt, bis ihr jemand aus der Schlange einen Euro geschenkt hat...
