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Beginnende Bargeldverbote

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Frank the tank
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Frank the tank » 05.07.2019, 09:22

Sollte der Goldpreis sich verdoppeln, bekommt man mit der neuen Grenze schon Probleme eine Unze Gold zu verkaufen.
Evtl. macht es doch Sinn, in kleine Stückelungen zu diversifizieren .....

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Grandmaster
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Grandmaster » 05.07.2019, 09:54

Frank the tank hat geschrieben:Sollte der Goldpreis sich verdoppeln, bekommt man mit der neuen Grenze schon Probleme eine Unze Gold zu verkaufen.
Evtl. macht es doch Sinn, in kleine Stückelungen zu diversifizieren .....

Wenn die Obergrenze irgendwann auf null gesetzt wird, dann bekommt man bereits bei 1 Gramm Probleme.

Beim Verkauf muss man heute schon seine Daten angeben, es sei denn, man verkauft anonym an Privat mit Übergabe/Barzahlung.

Wenn bei Kauf/Verkauf von/an Privat sich beide einig sind, braucht man keine Obergrenzen.
Die Berühmtheit manches Zeitgenossen ist unmittelbar mit der Dummheit seiner Bewunderer verbunden.

MarcoLunar
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon MarcoLunar » 05.07.2019, 11:21

Für Gutmenschen aber bestimmt kein Problen smilie_11
In Italien ist schon seit vielen Jahren die Obergrenze 1000 Euro, wohl gemerkt für alles, nicht nur für Gold.

Warmduscher
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Warmduscher » 05.07.2019, 13:04

In Italien WAR die Grenze bei 1000 ...gem. dem Text hat man die schon auf 3000 angepasst, aber Mafia gibt es in Italien immer noch :-)
https://anlagegold24.blog/2019/07/05/bu ... verbieten/

Silbermann 1984
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Silbermann 1984 » 05.07.2019, 13:23

Frank the tank hat geschrieben:Sollte der Goldpreis sich verdoppeln, bekommt man mit der neuen Grenze schon Probleme eine Unze Gold zu verkaufen.
Evtl. macht es doch Sinn, in kleine Stückelungen zu diversifizieren .....


Ja 1/10 und 1/4 Unzen ,5 ,10, und 20 g. Barren


Mich persönlich betrifft es auch nicht ,2000€ für EM auf einmal sind für mich fern ab jeder Realität ,selbst 1000€ ,mich ärgert es aber trotzdem .

Und da ich Realist bin leg ich mir auch keine 100 oder 200der €'s hin die sind nämlich als nächstes dran .

Ich gehe davon aus das der 50er mal der größte sein wird um kleinere Einkäufe noch Bar tätigen zu können.

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lifesgood
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon lifesgood » 05.07.2019, 17:10

Frank the tank hat geschrieben:Sollte der Goldpreis sich verdoppeln, bekommt man mit der neuen Grenze schon Probleme eine Unze Gold zu verkaufen.
Evtl. macht es doch Sinn, in kleine Stückelungen zu diversifizieren .....


Das kommt drauf an, wie es generell mit dem Bargeld weitergeht.

Gerade die Absenkung der Grenze ist doch ein weiterer Schritt in Richtung Bargeldabschaffung.

Sollte es tatsächlich irgendwann abgeschafft werden (was ich nicht hoffe), ist Anonymität kein Thema mehr. Frau Lagarde hat ja im IWF auch das Thema Zentralbank-Kryptos aufgegriffen.

Gerade die Tatsache dass nochmal neue 100 und 200 € Scheine rausgekommen sind, nährt in mir die Hoffnung, dass wir doch noch ein paar Jährchen mit Bargeld mehr als ein paar Brötchen oder eine Zeitung kaufen können.

Gefährlich wird es, wenn die Währung mal crasht, denn da könnte man ja auf die Idee kommen, sich die Kosten für neuen Scheine und Münzen zu sparen und eine neue Währung gleich bargeldlos zu gestalten.

lifesgood

Relis
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Relis » 05.07.2019, 19:12

Grandmaster hat geschrieben:
Frank the tank hat geschrieben:Sollte der Goldpreis sich verdoppeln, bekommt man mit der neuen Grenze schon Probleme eine Unze Gold zu verkaufen.
Evtl. macht es doch Sinn, in kleine Stückelungen zu diversifizieren .....

Wenn die Obergrenze irgendwann auf null gesetzt wird, dann bekommt man bereits bei 1 Gramm Probleme.

Beim Verkauf muss man heute schon seine Daten angeben, es sei denn, man verkauft anonym an Privat mit Übergabe/Barzahlung.

Wenn bei Kauf/Verkauf von/an Privat sich beide einig sind, braucht man keine Obergrenzen.


Das ist ein wichtiger Punkt der oft vergessen wird bzw. auch gar nicht an die große Glocke gehangen wird.
Also ich meine damit, es wird immer schön "Werbung" gemacht, dass man Edelmetalle anonym per Tafelgeschäft kaufen kann. Das es aber beim Verkauf von Gold usw. an den Händler mit der Anonymität dahin ist, darauf weist man kaum oder gar nicht hin. Die Händler sind in dem Fall verpflichtet die Daten aufzunehmen, egal ob nur 1 Unze, 1/2, 1/4 etc. Es gab dazu auch mal ein gutes Video von Kettner, wo auf verschiedene Aspekte eingegangen wird (das soll um Gottes Willen keine Werbung für den Laden sein :wink: )

https://www.youtube.com/watch?v=zXJDkImSClU

Natürlich kann ich das von privat zu privat umgehen, aber wenn man dann im entsprechenden Alter ist, möchte ich den sehen, der seine 50, 100 oder mehr Goldunzen dann gegen Bargeld an den Privatmann bringen will smilie_08 Sowas ist ja auch nicht ganz ungefährlich und wie gesagt, in so einem großen Umfang auch gar nicht möglich, denn es geht hier nicht um 1 Unze, sondern um Gold & Silber, was man über Jahrzehnte gekauft hat. Es bleibt einem gar nix anderes übrig, als zum Händler zu gehen.

Selbst wenn man seinen Bestand privat an den Mann bringen könnte, wie soll man denn dann die Bargeldaufzahlungen erklären, falls sich das Finanzamt mal meldet bzw. kann man so viel Bargeld ja auch gar nicht ausgeben, um die Aufzahlung zu umgehen?
Ganz zu schweigen, dass ich nicht daran glaube, dass es in 20, 30, 40 Jahren noch Bargeld gibt.
Deswegen werden sich manche Personen darum vielleicht auch keine Gedanken machen, aber es gibt ja genügend Edelmetallanhänger, die noch Jahrzehnte zur Rente haben und dann erst ihren Bestand auflösen :wink:

Also nicht falsch verstehen, ich bin auch ein Anhänger von Bargeld, aber was die Bargeldfreigrenze beim Einkauf von Edelmetallen angeht, ist das doch egal, weil der Verkauf später so oder so auf normalen Wege nicht anonym ist smilie_08
Also weshalb sollte man da jetzt so großen Wert darauf legen anonym einzukaufen smilie_08

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Grandmaster
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Grandmaster » 05.07.2019, 20:19

Relis hat geschrieben:Natürlich kann ich das von privat zu privat umgehen, aber wenn man dann im entsprechenden Alter ist, möchte ich den sehen, der seine 50, 100 oder mehr Goldunzen dann gegen Bargeld an den Privatmann bringen will smilie_08 Sowas ist ja auch nicht ganz ungefährlich und wie gesagt, in so einem großen Umfang auch gar nicht möglich, denn es geht hier nicht um 1 Unze, sondern um Gold & Silber, was man über Jahrzehnte gekauft hat. Es bleibt einem gar nix anderes übrig, als zum Händler zu gehen.

Solange der Goldhandel nicht unter Strafe gestellt oder verboten wird, kann man Gold auch in größeren Mengen an Privat öffentlich verkaufen. Es gibt immer Käufer, die lieber außerhalb des Händlersegments kaufen. Und wenn es nur die 0,5% bis 1% sind, die sie dabei sparen. Beträge bis 10.000€ absolut kein Problem. Selbst bei 30.000€ oder 50.000€ sollte das möglich sein. Man sollte bei diesen Summen natürlich gewisse Vorplanungen machen. Spontan nachts um 3 Uhr, alleine an einem verlassenen Autobahnparkplatz würde ich das natürlich nicht machen. Auch muss man den jahrzehntelangen Bestand nicht auf einmal verkaufen.

Relis hat geschrieben:Also nicht falsch verstehen, ich bin auch ein Anhänger von Bargeld, aber was die Bargeldfreigrenze beim Einkauf von Edelmetallen angeht, ist das doch egal, weil der Verkauf später so oder so auf normalen Wege nicht anonym ist smilie_08
Also weshalb sollte man da jetzt so großen Wert darauf legen anonym einzukaufen smilie_08

Reines Marketing. Anonymes Tafelgeschäft hört sich gut an, keiner weiß was außer mir(?), man fühlt sich danach wohl und sicher. Tolle Sache. Und manchmal zahlt man dafür sogar einen geringen Aufpreis (!)...wegen des Aufwandes...oder was weiß ich warum.

Letztendlich Blödsinn. Warum? Bei dem Edelmetallhändler, wo ich letztens war, hängt aus Sicherheitsgründen eine Überwachungskamera im Verkaufsraum. Der Händler hat zwar nicht meine Daten, aber mein Bild in der Kamera (Stichwort: Biometrische Daten). Natürlich kann ich mich jedesmal als lustigen Clown verkleiden, wenn ich da hingehe und einen Stimmverzerrer nutzen...wäre bestimmt lustig. Ich kann es aber auch lassen...denn es könnte falsch verstanden werden.
Weiterhin tollen sich hier und in anderen Foren der Großteil der edelmetallaffinen und edelmetallbesitzenden Community. Das Internet ist nicht anonym sondern pseudonym. Wenn von oben was kommt, sind als erstes nicht nur diejenigen als erstes Im Fokus, deren Daten bei irgendeinem Händler gespeichert sind, sondern auch alle Leute, deren Daten/IPs/etc bei den Foren abgespeichert sind. Es reicht schon, wenn jemand von seinem PC jeden Tag auf Händlerseiten oder Edelmetallforen wie dieses hier unterwegs ist (ist alles nachprüfbar => Google grüßt und lacht). Jeder von uns würde dann im Extremfall Besuch bekommen.

Sicherheit durch anonymes Tafelgeschäft gab es früher, heute in der digitalen Welt nicht mehr. Man kann seine Unzen also auch ganz normal bestellen und fertig. Macht keinen Unterschied.

Interessant wäre es dann doch, wenn man 300.000€ in Gold im Garten verbuddelt hat, die Frau nichts von weiß und sich scheiden lässt. Das ist gut für den Mann. Wenn sie es weiß und es eine Woche vorher heimlich ausgebuddelt hat ist das nicht gut...für den Mann. smilie_11
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Brakteat
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Brakteat » 05.07.2019, 21:15

In der Tat: Gold anonym zu kaufen und anonym zu besitzen ist so oder so ein Wunschtraum im digitalen Zeitalter, wo wir ständig unsere Spuren hinterlassen. Je nachdem welchen diktatorischen Grad unsere "Demokratie" nach und nach erreicht, wird man die "Bösewichter" mit Gold und Silber schnell ausfindig machen. Und die Masse wird das nicht weiter kümmern. Die werden viel zu sehr mit so Sachen beschäftigt sein wie das Klima zu schützen und reumütig für das böse CO2 zu bezahlen, das sie tonnenweise ausatmen. Die Umerziehung läuft gerade im Galopp. Rezo und Greta beweisen doch, wie schnell die Masse auf Linie gebracht werden kann. Und aus Sicht dieser umerzogenen Masse können EM-Besitzer ja gar nichts anderes als kriminell sein.

Und Bargeld-Verteidiger genauso. Seit Jahren diffundieren die Anti-Bargeld-Botschaften inzwischen durch die Medien in die Gehirnwindungen der Massen. Selbst wer gern bar bezahlt, hat doch die bescheurten Botschaften inzwischen intus: "Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, aufwendig, umständlich, teuer, unhygienisch, altmodisch..." und was da nicht noch alles an Argumenten eingesäht wird.

Viele Massen-Vertreter werden es vielleicht sogar ein bisschen blöd finden, wenn das Bargeld eines Tages verschwindet, aber da man ja seit Jahren mit den Argumenten gemästet wurde, wird sich die Masse eher früher als später damit abfinden. Vor 20 Jahren hätte/hat das Thema Bargeld-Abschaffung noch Sprengstoff-Potential gehabt. Ich mag mir die Welt in 20 Jahren vor dem Hintergrund der ganzen Entwicklung gar nicht mehr vorstellen.

silberschatzimsee
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon silberschatzimsee » 05.07.2019, 22:01

Nicht das ich was habe aber wie führt man ein "größeres" Geschäft aus wie hier kolportiert wurde?

Treuhänder?
Milchflecken sind das neueste Sicherheitsfeature bei der RCM

Brakteat
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Brakteat » 05.07.2019, 22:23

Ric III hat geschrieben:
Sehe ich ein Stück entspannter. In jeder Runde in welcher sie "Böse" definieren wollen welche die Schuld daran tragen daß ihr "Gutes" ständig scheitert greifen sie neue Personengruppen an.
Und bei jedem neuerlichen Angriff kegeln sie zumindest einen Teil der Angegriffenen aus der Gruppe welche Ihnen noch eine Deutungshoheit zubilligt.

Ob das Sammler antiker Münzen sind oder
Kneipenbetreiber
Hebammen
Bargeldbefürworter
Islamkritiker
Edelmetallbeitzer
Mediziner
Immobilienbesitzer
Prepper
Modellflugfreunde
Angler
Schießsportfreunde
Motorsportler
Fleischesser
Dieselfahrer
Medienkritiker
Migrationskritiker
Selbständige
"alte weiße Männer"
Pilzsammler
Bademeister
Polizisten
RWE Mitarbeiter
etc. pp.

Im Gegenzug laufen ihre medial aufgeladenen Gretel-Rezo-RakeTTTe Fangruppen unter einem Akku welcher entweder dauergeladen werden muß oder aber nach sehr überschaubarer Frist leer ist.

Blebt in jedem Fall spannend.


Is'n Argument. Wenn die Umerzieher nicht aufpassen, treten sie zu vielen auf die Füße... Vermutlich setzen sie deshalb so sehr auf die Jugendlichen: Schnell alles rein, was man so an Denkstrukturen einpflanzen kann. Aber auch Jugendliche sind nicht bis ins letzte berechenbar. Wer weiß, wie viele "Selbstdenker" sich da noch entpuppen, die irgendwann den Braten riechen.

Trotzdem ist es schwer, gegen die Betonierung von Denkstrukturen anzustinken. Aber es hat ja auch niemand versprochen, dass das leicht sein würde. Ich muss da immer an moderne Mythen wie "Der Herr der Ringe" oder "Matrix" denken, wo am Ende das Monströse doch noch in sich zusammenfällt, obwohl es kaum noch zu erwarten war...

Relis
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Relis » 05.07.2019, 23:09

Grandmaster hat geschrieben:
Relis hat geschrieben:Natürlich kann ich das von privat zu privat umgehen, aber wenn man dann im entsprechenden Alter ist, möchte ich den sehen, der seine 50, 100 oder mehr Goldunzen dann gegen Bargeld an den Privatmann bringen will smilie_08 Sowas ist ja auch nicht ganz ungefährlich und wie gesagt, in so einem großen Umfang auch gar nicht möglich, denn es geht hier nicht um 1 Unze, sondern um Gold & Silber, was man über Jahrzehnte gekauft hat. Es bleibt einem gar nix anderes übrig, als zum Händler zu gehen.

Solange der Goldhandel nicht unter Strafe gestellt oder verboten wird, kann man Gold auch in größeren Mengen an Privat öffentlich verkaufen. Es gibt immer Käufer, die lieber außerhalb des Händlersegments kaufen. Und wenn es nur die 0,5% bis 1% sind, die sie dabei sparen. Beträge bis 10.000€ absolut kein Problem. Selbst bei 30.000€ oder 50.000€ sollte das möglich sein. Man sollte bei diesen Summen natürlich gewisse Vorplanungen machen. Spontan nachts um 3 Uhr, alleine an einem verlassenen Autobahnparkplatz würde ich das natürlich nicht machen. Auch muss man den jahrzehntelangen Bestand nicht auf einmal verkaufen.

Relis hat geschrieben:Also nicht falsch verstehen, ich bin auch ein Anhänger von Bargeld, aber was die Bargeldfreigrenze beim Einkauf von Edelmetallen angeht, ist das doch egal, weil der Verkauf später so oder so auf normalen Wege nicht anonym ist smilie_08
Also weshalb sollte man da jetzt so großen Wert darauf legen anonym einzukaufen smilie_08

Reines Marketing. Anonymes Tafelgeschäft hört sich gut an, keiner weiß was außer mir(?), man fühlt sich danach wohl und sicher. Tolle Sache. Und manchmal zahlt man dafür sogar einen geringen Aufpreis (!)...wegen des Aufwandes...oder was weiß ich warum.

Letztendlich Blödsinn. Warum? Bei dem Edelmetallhändler, wo ich letztens war, hängt aus Sicherheitsgründen eine Überwachungskamera im Verkaufsraum. Der Händler hat zwar nicht meine Daten, aber mein Bild in der Kamera (Stichwort: Biometrische Daten). Natürlich kann ich mich jedesmal als lustigen Clown verkleiden, wenn ich da hingehe und einen Stimmverzerrer nutzen...wäre bestimmt lustig. Ich kann es aber auch lassen...denn es könnte falsch verstanden werden.
Weiterhin tollen sich hier und in anderen Foren der Großteil der edelmetallaffinen und edelmetallbesitzenden Community. Das Internet ist nicht anonym sondern pseudonym. Wenn von oben was kommt, sind als erstes nicht nur diejenigen als erstes Im Fokus, deren Daten bei irgendeinem Händler gespeichert sind, sondern auch alle Leute, deren Daten/IPs/etc bei den Foren abgespeichert sind. Es reicht schon, wenn jemand von seinem PC jeden Tag auf Händlerseiten oder Edelmetallforen wie dieses hier unterwegs ist (ist alles nachprüfbar => Google grüßt und lacht). Jeder von uns würde dann im Extremfall Besuch bekommen.

Sicherheit durch anonymes Tafelgeschäft gab es früher, heute in der digitalen Welt nicht mehr. Man kann seine Unzen also auch ganz normal bestellen und fertig. Macht keinen Unterschied.

Interessant wäre es dann doch, wenn man 300.000€ in Gold im Garten verbuddelt hat, die Frau nichts von weiß und sich scheiden lässt. Das ist gut für den Mann. Wenn sie es weiß und es eine Woche vorher heimlich ausgebuddelt hat ist das nicht gut...für den Mann. smilie_11


Gut geschrieben @Grandmaster smilie_01 ..vor allem der Abschluss, Kopfkino xD
Ich glaube, manche unterliegen wirklich dem Irrtum, dass die anonyme Bargeldgrenze eben auch beim Verkauf gilt. Sprich ich geh einfach mal zum Händler, geb dem 3, 4, 5 Unzen Gold oder zich Unzen Silber, bekomme das Bargeld dafür und kann einfach wieder gehen, ohne das meine Daten aufgenommen werden. Leider ist dem nicht so und wie gesagt, klären die Händler die Kunden gar nicht auf, dass es die Anonymität beim späteren Verkauf nicht gibt.
Bei Ebay-Kleinanzeigen, Foren etc. sind wir wieder beim Thema, wie soll ich fremden Leuten vertrauen bzw. wie soll da eine wirkliche Vertrauensbasis geschaffen werden.
In dem Sinne hast du Recht, dass man anonyme Tafelgeschäfte heute als Marketing bezeichnen kann, denn umgekehrt funktionieren sie nämlich nicht :cry:
Man braucht sich ja auch nur einige Webseiten von Edelmetallhändlern angucken, wie dort mit auf's anonyme Tafelgeschäft aufmerksam gemacht wird. Das später beim Verkauf vor Ort dann aber der Personalausweis vorgelegt werden muss und die Daten erfasst werden, liest man dann nur bei den Ankaufsrichtlinien.

Die nächtliche Parkplatzübergabe xD
Aber selbst am Tag hätte ich Bedenken, jemand ein paar Goldunzen/Silberunzen in die Hand zu drücken und da paar Tausend Euro zu bekommen. Ich meine, so viele Scheine möchte man ja erst mal überprüfen auf Echtheit.
So viel Vertrauen kann da vorher gar nicht geschaffen worden sein, dass man das einfach so nimmt. Natürlich auch auf der Gegenseite, die ja sicherlich auch die Echtheit der Unzen überprüfen möchte. Klar, ich weiss das die echt sind, aber das nützt der Gegenseite wenig.
Also natürlich sind das für einige, die das wollen alles keine Hindernisse und es gibt Personengruppen die das machen, aber ich stell's mir grausig und kompliziert vor :shock:

Wie Brakteat schon sagte, man will gar nicht dran denken, wie das Ganze in 10 20 Jahren überhaupt von den gesetzlichen Regelungen her aussieht, vor allem eben was unser Bargeld angeht.

Wie gesagt, ich finde, es sollte ein wenig mehr Aufklärung betrieben werden, was den späteren Verkauf von Edelmetallen angeht, anstatt immer nur den anonymen Kauf bzw. die Bargeldfreigrenze beim Kauf zu bewerben, denn der anonyme Kauf ist im Umkehrschluss alles andere als anonym.
Am Ende hat man mit den anonymen Käufe in vielen Jahren beim registrierten Verkauf, wo sicherlich gar kein Bargeld mehr existieren wird, eher Probleme mit dem anonym erworbenen Edelmetall. Je nach Umfang und Kontobewegungen kann dann schnell mal das Finanzamt anklopfen und dann ist man in der Nachweispflicht. Man hat dann natürlich die Quittungen vom Tafelgeschäft, aber auch hierzu sollte man dann erklären können, woher das Bargeld dafür stammte. Wer natürlich über die Jahre immer fleissig arbeiten war und Geld abgehoben hat, dazu auch noch die Kontoauszüge mit den Abhebungen hat, für den ist das sicherlich auch kein Problem..........

Also egal wie man es dreht oder wendet, Bargeld ist, egal wie es kommt, nicht mehr das was es mal war. Die Aufregung wegen den fallenden Bargeldgrenzen, gerade im Bezug auf Edelmetallkauf, unter den genannten Gesichtspunkten des Verkaufs, am Ende total überflüssig : (

Pet
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Pet » 06.07.2019, 08:21

Die Sicherheit die man mit Bargeld hat, ist auch nicht allzu groß. An der Kasse im Suppermarkt, werden sehr oft die Geldscheine vom Kunden geprüft. Das mal ein Kunde das Wechselgeld mit einem tragbaren Gerät testet, habe ich noch nie gesehen oder von gehört. Ist der Schein dann wirklich falsch, verliert der Kunde sein Geld, auch der Verlust durch Diebstahl oder Verlieren ist nicht ausgeschlossen. Dies spricht eigentlich für das bargeldlose Bezahlen.
Für mich ist es wichtig, die Kontrolle über mein Geld nicht zu verlieren und das geht am besten mit Bargeld.Wir sollten es uns nicht wegnehmen lassen!

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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Grandmaster » 06.07.2019, 08:59

Pet hat geschrieben:Die Sicherheit die man mit Bargeld hat, ist auch nicht allzu groß. An der Kasse im Suppermarkt, werden sehr oft die Geldscheine vom Kunden geprüft. Das mal ein Kunde das Wechselgeld mit einem tragbaren Gerät testet, habe ich noch nie gesehen oder von gehört. Ist der Schein dann wirklich falsch, verliert der Kunde sein Geld,...

Bei einem Privatkauf hatte ich mal einen Verkäufer, der hat die Geldscheine mit einem Geldprüfstift geprüft. Einfach über den Schein "drübermalen" und fertig. So ein Geldprüfstift kostet um die 3-4€. Zwar nicht 100% sicher, aber bei kleineren Beträgen im dreistelligen Bereich trotzdem gut umsetzbar. Bei großen Beträgen mit mehreren tausend Euro oder wenn es sich ohne Umstände einrichten lässt, sollte man die Geldübergabe dann doch besser immer in einer Bankfiliale mit Geldautomat machen und das Geld gleich einzahlen.
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon buntebank » 06.07.2019, 09:04

Diebstahl oder Verlust scheint bei Kryptos inzwischen ja an der Tagesordnung zu sein.
zu Falschgeld
moechte ich anmerken, dass bei einigermassen sorgfaeltiger Sicht-Pruefung im Tageslicht
eine Taeuschung inzwischen fast nicht mehr moeglich ist.
Da muss schon ein Betrueger "eine Masche" abziehen um einen abzulenken,
oder es passiert in einer stockfinsteren Diskothek trotz Schwarzlicht.
Mit ein bisschen Gefuehl ertastet man dort den Unterschied bereits am Papier,
bzw. an den schwer nachzuahmenden haptischen Merkmalen.
Bestaende ein falscher Schein alle Pruefungen waere er so gut wie echt... X )
zufrieden verschiedenste Sorten getauscht mit einem guten Dutzend Forums-Mitgliedern.

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