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Bitcoins

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lifesgood
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Re: Bitcoins

Beitragvon lifesgood » 08.06.2019, 08:39

... das materiell fixierte Denken wird erst dann völlig antiquiert sein, wenn es möglich ist in digitalen, nicht materiellen Wohnungen zu leben, sich von digitalen, nicht materiellen Lebensmitteln zu ernähren und sein Leben in einer digitalen, nicht materiellen Welt zu fristen.

Solange der Mensch ein materielles und nicht digitales Wesen ist, wird die materielle Welt immer aktuell sein. Die digitale Welt kann diese materielle Welt erweitern, aber nie ersetzen.

Sollte es dennoch dazu kommen, braucht diese digitale Welt auch den Menschen nicht mehr, die kommt dann mit künstlicher Intelligenz aus und der Mensch ist überflüssig.

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Frank the tank
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Re: Bitcoins

Beitragvon Frank the tank » 08.06.2019, 11:12

lifesgood hat geschrieben:... das materiell fixierte Denken wird erst dann völlig antiquiert sein, wenn es möglich ist in digitalen, nicht materiellen Wohnungen zu leben, sich von digitalen, nicht materiellen Lebensmitteln zu ernähren und sein Leben in einer digitalen, nicht materiellen Welt zu fristen.

Solange der Mensch ein materielles und nicht digitales Wesen ist, wird die materielle Welt immer aktuell sein. Die digitale Welt kann diese materielle Welt erweitern, aber nie ersetzen.

Sollte es dennoch dazu kommen, braucht diese digitale Welt auch den Menschen nicht mehr, die kommt dann mit künstlicher Intelligenz aus und der Mensch ist überflüssig.

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Sehe ich genauso, gehöre aber mit meiner Meinung bestimmt zum alten Eisen.
Woran erfreut sich der Mensch? Ich noch an physischen Dingen die ich anfassen kann.
Musik als bloße Datei, OK wer das mag. Ich benötige ein Cover und ein Inlay um mich auch mit den Infos auseinander zu setzen.
EM mit ihrer Optik und Haptik, nur physisch erfahrbar.
Ich frage mich immer: Was sind Bits eigentlich wert?
Aber, was glaube ich jeder verstanden hat: Es kann alles Geld sein, es muss nur von der Masse akzeptiert sein oder durch staatlichen Druck implementiert sein.

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Re: Bitcoins

Beitragvon lifesgood » 08.06.2019, 11:38

... bei Musik sehe ich es ja noch ein. Wenn ich die Musik höre, macht es vom Hörgenuß her keinen Unterschied, ob die Mucke aus einer Datei kommt oder von einem materiellen Datenträger. Und die Kapelle oder Band können sich nur die Wenigsten ins heimische Wohnzimmer holen ;)

Bei anderen Dingen des Lebens spielt die Materialität eine durchaus gewichtigere Rolle. So denke ich, dass man Cyber-Sex nicht mit realem Sex vergleichen kann und zudem führt er nicht zum eigentlichen evolutionären Ziel, dem Erhalt der Rasse.

Aber auch viele andere Dinge. Es kann durchaus Spass machen, mit einem Computerspiel schnell mit einem Sportwagen über eine Rennstrecke zu fahren. Mit der körperlichen Erfahrung (Beschleunigung, Fliehkräfte, Haltekräfte des Lenkrads, Erschütterung bei Unebenheiten usw. usw.) wenn man sowas in real life macht, hat das jedoch so gut wie nichts zu tun.

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Mahoni
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Re: Bitcoins

Beitragvon Mahoni » 08.06.2019, 11:52

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das die Banken tatenlos zusehen werden wie ihnen die Butter vom Brot genommen wird durch die Dezentralisierung von Kryptowährungen. Aber man wird sehen...

Bedenkt man das max. 21 Mio. Bitcoins gemint werden können wird anhand der TOP 10 der reichsten Besitzer klar wie leicht der Markt durch einige wenige manipulliert werden kann und wird. Wobei die Mining-Difficulty zum Generien eines neuen Blocks seit wenigen Tagen auf einem neuen Allzeithoch steht.

https://www.btc-echo.de/bitcoin-mining- ... ssen-muss/

Und solange sich fast ausschließlich Spekulanten in der Kryptoszene tummeln wird es in selbigem keine Stabilität geben. Und ohne eine solche wird der Bitcoin nicht massentauglich für die Gesellschaft sein. Das Ganze ist noch viel zu volatil. Krypto ist trotz allem immer noch in den Kinderschuhen. Zuviele Hürden durch benötigte Kryptobörsen, Cold-Wallets oder z.b. 2FA Auth-Prozedere. Die jungen Leute machen sich kaum Gedanken über Datenschutz. Bis der alltägliche Gebrauch massentauglich und sicher ist werden noch einige Tage ins Land ziehen. Seit ein paar Monaten kann der Ledger Nano S nur noch 1-2 ausgesuchte Kryptowährungen gleichzeitig verwalten. Aufgrund einer Sicherheitslücke. Und der Ledger galt bis dahin als wohl sicherste Wallet mit Aunahame der Paper-Wallet. Abhilfe schafft nur die Neuansachaffung eines Ledger Nano X. Denn es versteht sich von selbst das die Spekulanten nur einen Bruchteil ihres Kryptobestandes auf einer Onlinebörse parken sollten.

Anbei mal eine Liste der reichsten Bitcoin-Besitzer. Einige Überraschungen sind hier dabei.

https://www.finanztrends.info/die-top-1 ... -besitzer/
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Re: Bitcoins

Beitragvon MaciejP » 09.06.2019, 06:28

lifesgood hat geschrieben:Solange der Mensch ein materielles und nicht digitales Wesen ist, wird die materielle Welt immer aktuell sein. Die digitale Welt kann diese materielle Welt erweitern, aber nie ersetzen

Das stimmt natürlich. Es ging mir auch nicht um eine komplette Lösung von der physischen Welt, sondern vor allem um materiellen Besitz und eine zunehmende Verlagerung des Alltags in die digitale Welt.

Vor einigen Jahrzehnten waren ein schicker Mercedes oder gar eine Yacht noch Statussymbole, heute gelten die eher als Dreckschleudern. Für die jüngere Generation scheinen Autos eher Gebrauchsgegenstände zu sein, die man mit anderen teilt ("der Umwelt zuliebe"). Und selbst bei den Gebrauchsgegenständen verlagert sich alles immer mehr in die digitale Welt: statt vollen Bücherregalen gibt es E-Books, statt einer CD-Sammlung gibt es MP3s (oder es wird direkt gestreamt), statt Videokassetten werden Clips gespeichert etc.

Insofern ist es nur logisch, dass sich auch Bezahlmethoden mehr und mehr in den digitalen Bereich verlagern. Und weil sich Geldwerte digital nicht anders "offline" speichern lassen, braucht es Entwicklungen wie Bitcoin, die einen digitalen Bargeldersatz übernehmen. Deshalb denke ich, werden Kryptos auch in Zukunft für jüngere Leute in irgendeiner Form als Sparschwein oder Notfallgroschen dienen. So Dinge wie Gold und Silber wären dann antiquiert, weil man damit im Netz einfach nichts mehr anfangen kann.

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Bumerang
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Re: Bitcoins

Beitragvon Bumerang » 09.06.2019, 08:21

MaciejP hat geschrieben:
Vor einigen Jahrzehnten waren ein schicker Mercedes oder gar eine Yacht noch Statussymbole, heute gelten die eher als Dreckschleudern. Für die jüngere Generation scheinen Autos eher Gebrauchsgegenstände zu sein, die man mit anderen teilt ("der Umwelt zuliebe").

Insofern ist es nur logisch, dass sich auch Bezahlmethoden mehr und mehr in den digitalen Bereich verlagern.



Denkfehler Nr 1:
Junge Leute sehen Autos nicht als Statussymbol!

Alle die sich Eins leisten können, haben Eins. Und es wird sehr genau unterschieden, ob es "nur" um einen A3, einen S Liner, oder sogar einen S3 handelt.
Jene die sich Keins leisten können, deren Zahl steigt auch jährlich, "sind dann halt umweltbewusst".

Denkfehler Nr. 2
Die Welt besteht aus "meiner ÖkoGruppe".

Deutsche werden ärmer und konsumieren immer weniger Luxusgüter. Das ist traurig, hat aber mit dem Stellenwert der Statussymbole weltweit nix zu tun.

Die Anzahl der Millionäre und Milliardäre weltweit steigt. Diese kaufen sich immer mehr Yachten und andere Luxusgüter, von denen die Deutschen nur noch träumen können. Aber auch die Mittelschicht in China und Indien ist reicher geworden.

Viele Immobilien die heute gebaut werden haben über 100 Quadratmeter, bodentiefe Fenster und Blick auf irgendeine Skyline oder andere Sehenswürdigkeiten. Darin wohnen Jugendliche sicher nicht und die meisten Deutschen auch nicht (mehr). Das bleibt aber nach wie vor ein Statussymbol und ganz bestimmt nicht die "coole WG".

Es mag sein, dass Jugendliche aber auch andere Menschen in die digitale Welt flüchten, weil nach Abzug von Miete und Lebenshaltungskosten nicht mehr übrig bleibt als für ein 3D Spiel im Internet oder 0,01 BTC, mit der Hoffnung damit irgendwann reich zu werden. Ja, dieser Wunsch ist unter den Jugendlichen sehr stark verbreitet, anders als an der Oberfläche zugegeben. Man ist an der Oberfläche immer politisch korrekt, umweltbewusst, sozial blablablablabla. Eigentlich geht es den meisten nur ums Geldverdienen und sonst nichts. Das sagen aber nur Wenige direkt.

Ein bestes Beispiel sind die inzwischen zahlreiche Influenzas auf YouTube. Sie verkaufen sich an Konzerne und manipulieren Jugendliche.

Scheinbar glaubst du auch an einer idealen Welt. Je schneller du aus diesem Traum erwachst, desto schneller wird es dir persönlich besser gehen.

Denkfehler Nr.3
Digitale Güter die besser oder mind gleich gut sind wie Analoge.

Mp3 sind eine Weiterentwicklung von Schallplatten. Die Musik war stets das Gut, das von diesen Medien transportiert wurde bzw wird. Die Musik kauft man, nicht den Tonträger!
Und ja, es gibt auch (wertlose) materielle Güter die andere wertvolle Güter Transportieren. Geldscheine z.B.

Digitale Güter gibt es eigentlich nicht. Sie transportieren lediglich reale Güter, wenn auch nur Rechte oder Hoffnung auf Reale Güter!
Gruß

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Re: Bitcoins

Beitragvon lifesgood » 09.06.2019, 09:21

MaciejP hat geschrieben:Vor einigen Jahrzehnten waren ein schicker Mercedes oder gar eine Yacht noch Statussymbole, heute gelten die eher als Dreckschleudern. Für die jüngere Generation scheinen Autos eher Gebrauchsgegenstände zu sein, die man mit anderen teilt ("der Umwelt zuliebe").


Die nackten Zahlen sprechen eine andere Sprache.

KFZ-Bestand.png


Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/ve ... eugbestand

Der PKW-Bestand in D ist immer noch leicht steigend und liegt rund 30% höher als vor 20 Jahren.

Klar, wenn ich im urbanen Bereich wohne, mit U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn fußläufig erreichbar, brauche ich nicht zwingend ein Auto und kann mir für die wenigen male, die ich Eines benötige auch was mieten/sharen. Häufig brauche ich aber auch über die Anschaffung gar nicht mehr nachdenken, weil durch die horrenden Mieten in diesen Gegenden der finanzielle Spielraum dafür gar nicht mehr vorhanden ist. Hinzu kommt, dass man in Großstädten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln meist auch schneller unterwegs ist, als mit dem Auto und nicht teuer parken muss.

Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass der Wunsch danach nicht mehr da wäre.

MaciejP hat geschrieben:Insofern ist es nur logisch, dass sich auch Bezahlmethoden mehr und mehr in den digitalen Bereich verlagern. Und weil sich Geldwerte digital nicht anders "offline" speichern lassen, braucht es Entwicklungen wie Bitcoin, die einen digitalen Bargeldersatz übernehmen. Deshalb denke ich, werden Kryptos auch in Zukunft für jüngere Leute in irgendeiner Form als Sparschwein oder Notfallgroschen dienen. So Dinge wie Gold und Silber wären dann antiquiert, weil man damit im Netz einfach nichts mehr anfangen kann.


Als Bezahlfunktion ist es durch die Volatilität nicht geeignet und auch zum Sparen nur bedingt. Wenn man spart, spart man auf ein gewisses Ziel hin, da will man auch eine gewisse Sicherheit, dass das Ziel dann auch erreicht ist. Diese ist mit einer kleinen negative n Realverzinsung gegeben, nicht aber bei Schwankungen von 50% und mehr.
Und wenn das Sparziel erreicht ist, will man ja etwas Materielles dafür kaufen.
Ein weiterer Aspekt ist die ganze Klimadiskussion. Es wundert mich offengestanden, dass hier die ganze Kryptogeschichte noch aussen vor ist. Ich hatte kürzlich mal irgendwo gelesen, dass eine Bitcoin-Zahlung 460.000 mal :shock: soviel Strom verbraucht wie eine Kreditkartenzahlung.

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Re: Bitcoins

Beitragvon Herebordus » 09.06.2019, 11:59

MaciejP hat geschrieben:
lifesgood hat geschrieben:
Vor einigen Jahrzehnten waren ein schicker Mercedes oder gar eine Yacht noch Statussymbole, heute gelten die eher als Dreckschleudern. Für die jüngere Generation scheinen Autos eher Gebrauchsgegenstände zu sein, die man mit anderen teilt ("der Umwelt zuliebe").


Bei jungen Migranten sind die üblichen Statussymbole noch da. Dicke Autos, Rolex-Uhren, Markensachen usw. haben die weiter im Besitz. Im Video auch zu sehen.


https://www.youtube.com/watch?v=8QK9HKRs85k

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Mahoni
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Re: Bitcoins

Beitragvon Mahoni » 09.06.2019, 12:13

lifesgood hat geschrieben:Ein weiterer Aspekt ist die ganze Klimadiskussion. Es wundert mich offengestanden, dass hier die ganze Kryptogeschichte noch aussen vor ist. Ich hatte kürzlich mal irgendwo gelesen, dass eine Bitcoin-Zahlung 460.000 mal :shock: soviel Strom verbraucht wie eine Kreditkartenzahlung.

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Absolut korrekt. Das Mining von Bitcoin & Co. passt so gar nicht zum Thema Klimaschutz! Vielmehr trägt der ganze Kryptomarkt im negativen Sinne zum Klimawandel bei. Jede einzelne Bitcoin-Überweisung verursacht derzeit eine Emission von gut 270kg klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids. Oder anders gesagt: Um eine einzelne Bitcoin-Transaktion abzuwickeln, werde derzeit genauso viel Energie verbraucht, wie 17 US-Haushalte an einem Tag benötigen. Die Konstruktion des Bitcoin sieht vor, dass mehr Energie aufgewendet werden muss, um neue Bitcoin zu generieren, je mehr die Währung wert ist. 2018 dürften für Validierung und Verschlüsselung der Transaktionen insgesamt gut 14 Terawattstunden verschlungen worden sein, schätzt die Website Digiconomist. Das ist ein Zehntel des Energieverbrauchs von ganz Deutschland. Innerhalb von nur sechs Monaten hat sich der Energieverbrauch durch Bitcoin-Berechnungen verdoppelt. Hält der Trend an, könnte die Kryptowährung Ende nächsten Jahres so viel Energie verschlingen wie derzeit alle Solaranlagen weltweit erzeugen. Bei uns in Deutschland ist das Mining ja schon länger unrentabel da die Stromkosten den generierten Wert übersteigen. Selbst China, das nicht gerade für seinen Umweltschutz bekannt ist, erwägt es mittlerweile das Mining per Gesetz zu verbieten.
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Re: Bitcoins

Beitragvon lubucoin » 09.06.2019, 15:26

Das Problem mir der Energie hatte ich auch schon einmal erwähnt.
Daher finde ich Bitcoins in der aktuellen Klimasituation einfach unverantwortlich und die Bitcoins bzw. deren Transaktion und Mining gehören eigentlich extremst hoch besteuert.

https://www.focus.de/wissen/natur/bitco ... 61765.html

Mehr Energie als die Goldgewinnung

Das Ergebnis für die absoluten Werte: Im Jahr 2017 verbrauchte allein das Bitcoin-Mining 948 Megawatt Strom, Ethereum lag mit 299 Megawatt an zweiter Stelle, gefolgt von Litecoin mit 30 und Monero mit 23 Megawatt. "Damit konsumierte allein Bitcoin in dieser Zeit so viel Energie wie Angola oder Panama.", sagen die Forscher. "Alle vier Kryptowährungen zusammen benötigten so viel Strom wie Kuba oder Slowenien in diesem Jahr."

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Re: Bitcoins

Beitragvon Bumerang » 10.06.2019, 07:19

Die Energie Diskussion ist, wie jeder andere Diskussion dieser Art, völlig unnötig und sinnlos. Man kann Stunden, Tage oder Jahre lang darüber debattieren, ob es sinnvoll ist eine 150m Luxusyacht, ein Flugzeugträger, Raketen, Skipisten in der Wüste - die Liste kann ich ewig fortsetzen -, zu bauen. Wie viel Energie geht denn da rein und was ist der Nutzen für die Menschheit?

Wer will schon festlegen, was sinnvoll und was sinnlos ist? Nur in einer Diktatur sagt mir jemand von oben was sinnvoll ist und was sinnlos ist. Für die Demokratie nehme ich in Kauf, dass der Markt dies regelt. Es gibt keine bessere Alternative dazu.

ich persönlich halte nicht so viel von Bitcoins. Aber sie zu verbieten ist absolut der falsche Weg. Und wenn es nur die Möglichkeit der anonymen Zahlung derzeit mitbringt ( manche stellen auch das in Frage).

Die waren Umweltretter beschäftigen sich damit, Energiegewinnung effizienter zu machen bzw die Energieverbräuche zu senken. Die Diktatoren beschäftigen sich damit alles Mögliche zu verbieten.

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!
Gruß

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Re: Bitcoins

Beitragvon libelle » 10.06.2019, 10:05

Verschwendung zieht irgendwie auch immer eine Umweltbelastung nach sich.
Und bei all der Verschwendung die es so gibt, wundert es mich dann auch nicht, dass die Grünen so zugelegt haben.

Grüne wollen Amazon verbieten, Retouren zu vernichten

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 71675.html

Männer seien wir mal ehrlich, Retouren dürfte es in diesem Ausmaß doch gar nicht geben von Vernichten will ich erst gar nicht reden.

Das ist doch der Hammer was alles zurück und quer durch die Republik geschickt wird.

Da sind ja mehr Schuhe und Klamotten auf Retoure als in den Geschäften. :?

Das kann und muss auch anders gehen!
Ich denke ich habe in meinem ganzen Leben noch keine 3 Pakte Retoure geschickt.

MaciejP
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Re: Bitcoins

Beitragvon MaciejP » 10.06.2019, 11:04

Bumerang hat geschrieben:Scheinbar glaubst du auch an einer idealen Welt. Je schneller du aus diesem Traum erwachst, desto schneller wird es dir persönlich besser gehen.

Auch wenn deine Annahme grundlegend falsch ist, würde mich doch mal interessieren, inwiefern der Glaube an eine schlechtere Welt dazu führen wsollte, dass es einem persönlich besser geht. :o

lifesgood hat geschrieben:Der PKW-Bestand in D ist immer noch leicht steigend und liegt rund 30% höher als vor 20 Jahren.

Das spricht erstmal nicht gegen die Theorie, dass junge Leute weniger Autos kaufen als früher. Deutschland wird immer älter, d.h. wenn die Fahrzeugverkäufe zunehmen, dürfte das vor allem auf die älteren Generationen zurückzuführen sein. In diesem Artikel ist von einer Studie die Rede, die meine Theorie bestätigt.

Wenn man spart, spart man auf ein gewisses Ziel hin, da will man auch eine gewisse Sicherheit, dass das Ziel dann auch erreicht ist. Diese ist mit einer kleinen negative n Realverzinsung gegeben, nicht aber bei Schwankungen von 50% und mehr.

Ich gehe eher davon aus, sofern sich Bitcoin denn langfristig halten können wird, dass er eben nicht für tägliche Transaktionen genutzt wird, sondern als längerfristiger Wertspeicher. Also genau den Zweck, den Gold heute in desem Bereich erfüllt. Die Preisschwankungen bei Edelmetallen werden ja auch hingenommen, wenn sie auch deutlich geringer sind als bei Bitcoin.

Mahoni hat geschrieben:Absolut korrekt. Das Mining von Bitcoin & Co. passt so gar nicht zum Thema Klimaschutz! Vielmehr trägt der ganze Kryptomarkt im negativen Sinne zum Klimawandel bei.

Der Energieverbrauch bei Bitcoin oder anderen PoW-Coins ist ein Problem. Deshalb habe ich oben auch in Fragezeichen gesetzt, ob sich Bitcoin langfristig als das digitale Geld druchsetzen können wird. Der immense Energieverbrauch spricht u.a. dagegen. Allerdings halte ich die Verallgemeinerung auf den gesamten Kryptomarkt für falsch. Es gibt nämlich sehr wohl Alternativen zu Proof of Work, z.B. Proof of Stake, bei dem auf das energieintensive Verifizierungsverfahren verzichtet wird (die DAG-basierten Coins lenken den Energieverbrauch glaube ich direkt auf die Urheber der Transaktionens um).

Wobei ich mich schon frage, wie die genannten Zahlen zusammengekommen sind. Man kennt zwar den Energieverbrauch des Netzwerks recht gut, die Art der verwendeten Stromerzeugung m.E. aber weniger. Davon hängt aber entscheidend ab, wie hoch der CO2-Ausstoß ist. Northern Bitcoin bspw. erzeugt nach eigener Aussage Bitcoins nur durch 100% "grüne" Energien (derzeit Wasserkraft). Die Studie, auf dem deine Zahlen zu basieren scheinen, liegt leider hinter einer Paywall. (So Sätze wie "Die Konstruktion des Bitcoin sieht vor, dass mehr Energie aufgewendet werden muss, um neue Bitcoin zu generieren, je mehr die Währung wert ist." sind übrigens auch Unsinn.)

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Re: Bitcoins

Beitragvon lifesgood » 10.06.2019, 13:56

MaciejP hat geschrieben:
Wenn man spart, spart man auf ein gewisses Ziel hin, da will man auch eine gewisse Sicherheit, dass das Ziel dann auch erreicht ist. Diese ist mit einer kleinen negative n Realverzinsung gegeben, nicht aber bei Schwankungen von 50% und mehr.

Ich gehe eher davon aus, sofern sich Bitcoin denn langfristig halten können wird, dass er eben nicht für tägliche Transaktionen genutzt wird, sondern als längerfristiger Wertspeicher. Also genau den Zweck, den Gold heute in desem Bereich erfüllt. Die Preisschwankungen bei Edelmetallen werden ja auch hingenommen, wenn sie auch deutlich geringer sind als bei Bitcoin.


Hier muss man die Begrifflichkeiten etwas besser definieren, bzw. zwischen Sparen und Vorsorgen unterscheiden.

Unter Sparen verstehe ich etwas ansparen, z.B. wenn ich mir in ein paar Jahren ein neues Auto kaufen möchte, oder eine neue Heizung fällig wird usw. usw.. Wenn ich zu einem bestimmten Zeitpunkt einen bestimmten Betrag benötige, ist auch Edelmetall nur bedingt geeignet, weil der Kurs zu diesem Zeitpunkt schlecht sein kann.

Anders ist es bei Vorsorge. Hier setzen eben viele hier auf Edelmetall weil es historisch betrachtet immer ein Wertspeicher war. Der Wert konnte zwar schwanken, aber es war immer ein Wert vorhanden.
Der Beweis, dass dies bei Kryptos auch so ist, steht noch aus. Daher könnte ich mir durchaus vorstellen, dass auch die junge Generation zur Vorsorge über sehr lange Zeitspannen etwas handfestes, materielles bevorzugt.

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Re: Bitcoins

Beitragvon Bumerang » 10.06.2019, 15:20

MaciejP hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Scheinbar glaubst du auch an einer idealen Welt. Je schneller du aus diesem Traum erwachst, desto schneller wird es dir persönlich besser gehen.

Auch wenn deine Annahme grundlegend falsch ist, würde mich doch mal interessieren, inwiefern der Glaube an eine schlechtere Welt dazu führen wsollte, dass es einem persönlich besser geht. :o.


Ganz einfach. Wer nicht manipuliert wird, verzichtet nicht für sich und seine Angehörigen auf Wohlstand und Sicherheit. Es geht nicht nur um einen selbst. Man hat Kinder, Eltern, Großeltern ggü denen man moralische oder sonstige Verpflichtungen hat, aber auch die Nächstenliebe praktizieren kann. Nicht ggü einer abstrakten Gruppe Menschheit. Wenn es wenigstens helfe würde. Das tut es aber nicht, solange das was man selbst verschont, von Andern konsumiert wird!


MaciejP hat geschrieben:
lifesgood hat geschrieben:Der PKW-Bestand in D ist immer noch leicht steigend und liegt rund 30% höher als vor 20 Jahren.

Das spricht erstmal nicht gegen die Theorie, dass junge Leute weniger Autos kaufen als früher.
,

Das war aber nicht die Theorie, das ist eine Tatsache. Die Theorie ist, dass sie weniger Autos kaufen, weil sie an die Umwelt denken oder diese Autos als Statussymbol den Stellenwert eingebüßt haben. Den Beweis must du noch erbringen.
Gruß

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