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Bitcoins

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Finerus
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Re: Bitcoins

Beitragvon Finerus » 17.08.2018, 20:16

Kryptowährung mit Lücken
Hunderte Schwachstellen bei "Smart Contracts" des Ethereum-Systems nachgewiesen

Riskante Geschäfte: Die Kryptowährung "Ether" ist möglicherweise weniger sicher als angenommen. Denn Forscher haben jetzt mehr als 800 Sicherheitslücken bei sogenannten Smart Contracts aufgespürt – teilautomatisierten Verträgen und Transaktionen der Ethereum-Blockchain. Diese Schwachstellen im Vertrags-Code ermöglichen es Hackern unter anderem, Gelder umzuleiten und so digitalen Diebstahl zu begehen.

Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-23054-2018-08-17.html

Der Artikel wartet so ganz nebenbei auch mal mit einem konkreten Betrag gestohlener Kryptoeinheiten auf:
So hat das US-Sicherheitsunternehmen Cyphertrce für das Jahr 2018 prognostiziert, dass Diebe insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar an Kryptowährungen von den Online-Plattformen stehlen werden.


Fällt das noch in die Kategorie Peanuts? Wahrscheinlich nicht mehr, wenn man selber davon betroffen ist.
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Argentusminimax
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Re: Bitcoins

Beitragvon Argentusminimax » 17.08.2018, 21:58

So hat das US-Sicherheitsunternehmen Cyphertrce für das Jahr 2018 prognostiziert, dass Diebe insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar an Kryptowährungen von den Online-Plattformen stehlen werden.



Im Kreditkarten Bereich sieht es aber auch nicht viel besser aus.
In 2015 mehr als 8 Milliarden Dollar Schaden durch Kreditkartenbetrug allein in den USA.
Insgesamt wurden weltweit im gleichen Jahr knapp 22 Milliarden US-Dollar Schaden verzeichnet.
https://goo.gl/bautPq

:wink:
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Re: Bitcoins

Beitragvon MaciejP » 18.08.2018, 00:35

[...] Die Kryptowährung "Ether" ist möglicherweise weniger sicher als angenommen. [...]

Weil das sehr missverständlich formuliert ist, nochmal zur Verdeutlichung: Diese Schwachstellen befinden sich nicht in der Kryptowährung selbst, sondern in den von den Nutzern implementierten Smart Contracts.

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Finerus
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Re: Bitcoins

Beitragvon Finerus » 18.08.2018, 08:40

Argentusminimax hat geschrieben:
So hat das US-Sicherheitsunternehmen Cyphertrce für das Jahr 2018 prognostiziert, dass Diebe insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar an Kryptowährungen von den Online-Plattformen stehlen werden.



Im Kreditkarten Bereich sieht es aber auch nicht viel besser aus.
In 2015 mehr als 8 Milliarden Dollar Schaden durch Kreditkartenbetrug allein in den USA.
Insgesamt wurden weltweit im gleichen Jahr knapp 22 Milliarden US-Dollar Schaden verzeichnet.
https://goo.gl/bautPq

:wink:


Sicher, nichts ist sicher. Die 1,5 Milliarden Schaden im Kryptobereich machen etwa ein Fünftel dessen aus, was durch Kreditkartenbetrug verloren geht. Allerdings spielen die Kartenumsätze auch in einer ganz anderen Liga, nicht wahr? Zu den Kryptowährungen gibt es leider keine verlässlichen Zahlen, doch es wird geschätzt, daß sie weit weniger als 1 Promille der Kartenzahlungen ausmachen. In der Hinsicht wären Kryptos also mindestens 200 mal unsicherer. Derzeit. Das kann sich natürlich noch anders entwickeln. Mir scheint, es wird auf jeden Fall intransparenter und komplizierter. Und das ist für mich per se noch kein wirklicher Fortschritt.
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jab2
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Re: Bitcoins

Beitragvon jab2 » 18.08.2018, 11:23

eh alles nur Beschiss

Nur Bares ist Wahres

und was Bares ist wissen doch 8)

MaciejP
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Re: Bitcoins

Beitragvon MaciejP » 19.08.2018, 00:32

Finerus hat geschrieben:Mir scheint, es wird auf jeden Fall intransparenter und komplizierter.

An welcher Stelle findest du Kryptowährungen intransparenter als die privaten digitalen Zahlungssysteme? Bei den meisten (?) Kryptos ist doch vom Protokoll über die Implementierungen bis zu den Transaktionsdaten alles öffentlich einsehbar.

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Bumerang
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Re: Bitcoins

Beitragvon Bumerang » 19.08.2018, 11:04

Ich vergleiche jetzt die Kryptos mit der ersten Generation Computern. Damals konnten nur die Programmierer tatsächlich die Geräte nutzen. Später wurden - erst rudimentäre dann immer bessere - Benutzeroberflächen entwickelt, mit denen Otto Normalverbraucher sich heranwagen konnte. Von gut damit umgehen, war noch nicht die Rede. Ich spreche von der Windows 95 Zeit ca. Diese Benutzeroberflächen wurden immer besser und ermöglichten sozusagen fast jedem den Umgang mit PCs. Smartphones und so weiter folgten.

Die Kryptowährungen sind derzeit in den Kinderschuhen, vergleichbar mit der DOS Zeit, jedenfalls wenn man sie völlig unabhängig von Dritten benutzen möchte. Denn das ist ja eigentlich der Sinn der Sache , nämlich das Risiko von Mittelsmännern auszuschalten.

Die "User" begreifen noch lange nicht, wie sie eigentlich funktionieren. Und anders als bei irgendeinem Spiel das auf der Diskette gespeichert war und im schlimmsten Falle nicht funktionierte, geht es hier um sein Vermögen. Der User will dabei sehr wohl alles verstehen. Momentan sehe ich noch lange nicht "Betriebssysteme" die ihm die Sicherheit einfach verdeutlichen, sodass Vertrauen in dieser Technologie entstehen könnte.
Vielleicht wird das irgendwann gelingen, vielleicht aber auch nie. Denn wir sind ja nicht Spezialisten in jedem Fachgebiet, das ist halt nunmal so. Wenn mein Auto kaputt geht muss ich in die Werkstatt gehen, denn ich kann es selber nicht reparieren, bin ja kein Kfz-Mechaniker. Auch wenn ich einigermaßen verstehe wie ein Motor funktioniert. Somit sehe ich nur eine einzige Chance diese Technologie tatsächlich zu nutzen, indem irgendjemand also ein Dritter, Haftung für für den Wert der einzelnen Coins übernimmt. Ob das nun besser oder schlechter ist, oder dem eigentlichen Sinn von Kryptos entspricht, spielt keine Rolle. Die Realität wird am Markt festgelegt, nirgendwo sonst. Sollte irgenwann mal ein "Betriebssystem" oder "GUI" für Kryptos erfunden werden, dass so gut wie alle Risiken ausschließt, bzw sie direkt und ausschließlich in Verbindung zur Nutzungsart durch den User stellt, könnte die Technologie von Vielen verstanden und entsprechend genutzt werden. Ob dadurch allein ein hoher, vor Allem aber stabiler Wert den Kryptos beigemessen wird, ist für mich immernoch noch mehr als fraglich.


Diese Frage kann eigentlich jeder für sich selbst anhand einer kleinen Gedankenübung beantworten. Man stelle sich vor, man erbt eine Millionen Euros. Wer würde jetzt diese Million für eine Woche in Kryptos zwischenparken bis man sich überlegt hat, was man mit dem Geld anfangen möchte?

Wenn man bereit wäre dies zu tun, ist man ein ehrlicher und überzeugter Anhänger von Kryptos. Wenn man nicht bereit wäre dies zu tun, ist man kein Anhänger von Kryptos, weil man ihnen nicht vertraut, sonder jemand der hofft, dass sie mal vertrauensvoll werden. Die Paar 100 Euros, mit denen die meisten zocken sind schlichtweg irrelevant.
Gruß

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Sapnovela
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Re: Bitcoins

Beitragvon Sapnovela » 19.08.2018, 11:31

Bumerang hat geschrieben:Die "User" begreifen noch lange nicht, wie sie eigentlich funktionieren. Und anders als bei irgendeinem Spiel das auf der Diskette gespeichert war und im schlimmsten Falle nicht funktionierte, geht es hier um sein Vermögen. Der User will dabei sehr wohl alles verstehen.


Die Krypto-User werden die Funktionsweise schon verstehen, allerdings die Nicht-User verstehen sie eben nicht. Macht aber auch nichts. Ich kann auch kein Flugzeug fliegen, da bin ich sozusagen Nicht-User

Bumerang hat geschrieben: Momentan sehe ich noch lange nicht "Betriebssysteme" die ihm die Sicherheit einfach verdeutlichen, sodass Vertrauen in dieser Technologie entstehen könnte.


Autsch... da sieht man mal wieder wie wenig eine monatelange Diskussion bringen kann. Entweder versteht man den zu Grunde liegenden Algorithmus oder nicht. Wenn ja und ich ihn als gut beurteile, dann besteht die Basis für Vertrauen. Da aber die wenigsten Menschen in diesem Lande Ahnung von Programmierung und Kryptographie haben (wie viele % der User verschlüsseln ihre Mails?), kommt die breite Masse da nicht in Schwung. Wie soll sie auch, in einem Land wo zwar Latein unterrichtet wird, Informatik aber in der Schule nicht angeboten wird (es sei denn man hat Glück und motivierte Lehrer, die das als AG machen).

Also hat man kein Vertrauen in eine Technologie, die man nicht versteht. Und deswegen nutzt man sie nicht. Weil man sie nicht nutzt, gibt es wenig Erfahrungen und man fasst kein Vertrauen. Man macht nur das, was alle anderen auch machen. Schaf, määäh.

Aber wieso dann eigentlich Silber-Forum? Machen die anderen doch auch nicht? Und das Betriebssystem von Silbermünzen ist total veraltert....

rosab2000
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Re: Bitcoins

Beitragvon rosab2000 » 19.08.2018, 14:26

@Sap

du bist ja ein verfechter der Kryptos.. ich habe davon keine Ahnung ehrlich gesagt, aber Bumerang hat nicht unrecht damit, dass wahrscheinlich 70% der Anleger nicht bis ins kleinste Detail wissen worum es geht oder was alles dahinter steht.

Das ist genauso bei den Edelmetallen. Wir wissen das sie etwas wert sind, aber wie der Preis da gesteuert wird weiß im endeffekt auch keiner genau. Ob nun politisch, durch banken, durch förderung oder durch Nachfrage.

Man muss da nicht alles auf sich persönlich runter rechnen. Ich denke auch das da noch sehr viel undurchsichtig ist. nichts für ungut ,aber da sollte man auf beider Meinungsseiten keine Scheuklappen aufhaben.

smilie_24 lg rosab2000

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Finerus
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Re: Bitcoins

Beitragvon Finerus » 19.08.2018, 21:33

Sapnovela hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben: Momentan sehe ich noch lange nicht "Betriebssysteme" die ihm die Sicherheit einfach verdeutlichen, sodass Vertrauen in dieser Technologie entstehen könnte.


Autsch... da sieht man mal wieder wie wenig eine monatelange Diskussion bringen kann. Entweder versteht man den zu Grunde liegenden Algorithmus oder nicht. Wenn ja und ich ihn als gut beurteile, dann besteht die Basis für Vertrauen. Da aber die wenigsten Menschen in diesem Lande Ahnung von Programmierung und Kryptographie haben (wie viele % der User verschlüsseln ihre Mails?), kommt die breite Masse da nicht in Schwung. Wie soll sie auch, in einem Land wo zwar Latein unterrichtet wird, Informatik aber in der Schule nicht angeboten wird (es sei denn man hat Glück und motivierte Lehrer, die das als AG machen).


Latein schult das Denken in Kategorien; vorteilhaft für die Strukturwissenschaften Mathematik und Informatik. Die ist seit mehr als 30 Jahren reguläres Schulfach, wird heute flächendeckend gelehrt, sogar an Berufsschulen. Doch macht das ein Verständnis der Funktionsweise von Kryptowährungen so viel einfacher?

Bei den Kryptos heißt es immer, man habe sie nicht verstanden. Dann wird gerne nachgeschoben, daß man sich einfach nicht genug mit ihrer Funktionsweise auseinandergesetzt habe. Die Funktion verstehen, das geht über die bloße Anwendung weit hinaus. Doch auf der Gegenseite ist es mit dem Verstehen meist auch nicht weit her. Lenkt man ein und bittet darum, die erforderlichen mathematischen Zusammenhänge kurz zu umreißen und an einem konkreten Beispiel die Funktionsweise schlüssig und im Detail nachvollziehbar darzustellen - man will schließlich dazulernen - bringt man das Gegenüber, sofern nicht gerade Informatiker oder Mathematiker, zum Schweigen, gepaart mit einem unverkennbar angewiderten Gesichtsausdruck. Das Wort "Mathematik" wirkt in Kryptodebatten Wunder, ist aber abseits meiner gutgemeinten Polemik von zentraler Bedeutung.
smilie_13

Das Zitat von oben bringt das Dilemma der Kryptos auf den Punkt:
Entweder versteht man den zu Grunde liegenden Algorithmus oder nicht. Wenn ja und ich ihn als gut beurteile, dann besteht die Basis für Vertrauen. Da aber die wenigsten Menschen in diesem Lande Ahnung von Programmierung und Kryptographie haben ..., kommt die breite Masse da nicht in Schwung.


Hier im Forum tummeln sich einige Informatiker, die naturgemäß einen direkteren Zugang zu der Materie finden, wenn sie sich nur intensiv genug mit ihr befassen. Den meisten anderen fehlt dieser Zugang, sie sind allenfalls interessierte Laien. Immerhin, selbst wer wirklich überhaupt nichts mit Zahlen am Hut hat, wäre trotzdem noch in der Lage, eines der klassischen Kryptoverfahren anzuwenden, z.B. um schrägen Freunden eine verschlüsselte Postkarte zu schicken. Gar kein so seltenes Hobby. Das Problem ist nur, daß die modernen asymmetrischen Kryptosysteme aus einem ganz anderem Holz geschnitzt sind als die simple Caesar-Chiffre. Da fallen Begriffe wie Fundamentalsatz der Arithmetik, Zahlkörpersieb, effiziente Faktorisierungsverfahren: mit etwas Mühe - den Bronstein und passende Fachliteratur zur Hand - alles eigenständig erschließbar. Auf dieser Grundlage läßt sich die Funktionsweise moderner kryptographischer Verfahren nachvollziehen, das nötige Sitzfleisch vorausgesetzt. Nur, an dem Punkt angelangt entziehen sich die konkreten Software-Implemetierungen von Kryptowährungen immer noch einer Beurteilung. Diesen Details auch noch nachzugehen, wäre weit mehr als nur ein Hobby. Ein Aufwand, den man nur noch aus handfesten Gründen auf sich nimmt. Selbst dann bleibt aber die Ungewissheit, Fallstricke oder Hintertürchen zu übersehen, die regelmäßig auch Experten über Monate verborgen bleiben.

Wie sollte da die "breite Masse" in Schwung kommen, Kryptos verstehen und Vertrauen fassen? Mehr als eine vage Vorstellung davon, was überhaupt ein Algorithmus ist, kann man von ihr nicht erwarten. In Programmiersprachen sind Laien ungeübt. Und von der Zahlentheorie aus der sich jene Algorithmen erklären, haben sie erst recht keine Ahnung. All das geht über Schulwissen weit hinaus. Wie soll man diese abstrakten Zusammenhänge einer breiten Masse nahebringen? Woher sollte überhaupt die Motivation stammen?

Mein Fazit: Kryptowährungen sind nicht anschaulich und viel zu abstrakt, um unmittelbar verstanden zu werden. Eine eigenständige Beurteilung ist dem Laien so gut wie unmöglich, damit auch eine Vertrauensbildung.

Vertrauen ist zwar die Voraussetzung für eine Akzeptanz in der breiten Masse. Für die bloße Spekulation ist es zum Glück unerheblich. Da zählt nur, daß der Preis in Bewegung bleibt - und der Rubel rollt. Vertrauensbildend wirken aber auch diese Aktivitäten nicht.

Besten Gruß
Fin.
smilie_24
Zuletzt geändert von Finerus am 20.08.2018, 07:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bitcoins

Beitragvon jab2 » 19.08.2018, 22:07

wie funktionierte die Welt eigentlich ohne Kryptowährungen
oder
wenn mir keiner gesagt hätte das sie gibt
hätte ich sie auch nie vermisst
was ich paradoxerweise auch immer noch nicht mache

ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor deckt bei mir ein Bedürfnis nach Mobilität
was tut eine Kryptowährung für mich ?

erinnert mich an soetwas wie :
wie Rainald Grebe mal sang
``Seit ich einen Anwalt habe brauche ich ihn auch`` smilie_11
https://www.youtube.com/watch?v=Hi6OmYfm7Q8

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Re: Bitcoins

Beitragvon buntebank » 19.08.2018, 22:39

nicht das hier noch sowas wie Mystizismus ausbricht:

so'ne Blockchain ist prinzipiell eine hintereinanderweggeschriebene Datenbank.

nicht mehr und nicht weniger.

das bringt Vor- und Nachteile bezueglich Datenbank-Fragen;
alles weitere drumherum ist wahrscheinlich mit "menschlich" am besten beschrieben...
zufrieden verschiedenste Sorten getauscht mit einem guten Dutzend Forums-Mitgliedern.

Unendlicher Geld-Nachschub auf: https://www.buntebank.com/

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Sapnovela
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Re: Bitcoins

Beitragvon Sapnovela » 20.08.2018, 15:03

@finerus

Das Thema Kryptographie muss man nicht schwieriger machen als es ist. Im Grunde hat man schon viel verstanden, wenn man sich mit dem Begriff Primfaktorzerlegung auseinandersetzt. Es geht schlicht um ein Verfahren, dass in einer Richtung einfach ist und in der anderen sehr schwer.

Bsp.:
Es ist leicht zwei zufällig gewählte Primzahlen zu multiplizieren, bekommen die meisten von uns ohne Probleme mit Bleistift und Papier hin:
37x211 = 7807

Nun zerlege in die Primfaktoren.... viel Spaß.

Praktische Verwendung findet das z.B. bei der RSA-Verschlüsselung, die gut nachvollziehbar bei Wikipedia beschrieben ist
https://de.wikipedia.org/wiki/RSA-Krypt ... C3%BCssels

Wenn man anfängt sich dann ein wenig mit den verschiedenen Methoden auseinanderzusetzen merkt man schnell, dass der Fehler nicht in der Verschlüsselung liegt, sondern darin, wie die Schlüssel zum Entschlüsseln verwaltet werden. Niemand legt seine EM-Sammlung auf die Wohnungstreppe ... aber beim Diebstahl Kryptos nach dem Diebstahl von Keys ist das System dann unsicher...?

Finerus hat geschrieben:Mein Fazit: Kryptowährungen sind nicht anschaulich und viel zu abstrakt, um unmittelbar verstanden zu werden. Eine eigenständige Beurteilung ist dem Laien so gut wie unmöglich, damit auch eine Vertrauensbildung.

Der Witz ist.... UNverschlüsselten Systemen wie Mails wird vertraut, einer Verschlüsselung die so komplex ist, dass man sie nicht versteht nicht. Im Grunde sollte sich jeder, der intensiv Rechner für Dinge abseits von Spiel & Konsum nutzt, mit Verschlüsselung auseinandersetzen. Die Beschäftigung mit Kryptos sind ein interessanter Weg zu diesem Ziel.

jab2
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Re: Bitcoins

Beitragvon jab2 » 20.08.2018, 15:26

Sapnovela hat geschrieben:... Im Grunde sollte sich jeder, der intensiv Rechner für Dinge abseits von Spiel & Konsum nutzt, mit Verschlüsselung auseinandersetzen..... Die Beschäftigung mit Kryptos sind ein interessanter Weg zu diesem Ziel.


Genau das ist es doch , für geschätzte 99% der Menschen ist genau das doch gar nicht der Fall und sie haben auch gar keinen Grund so ein Ziel anzuvisieren . Die breite Masse nutzt ihre PCs nur für Spiel und Konsum .

Mein Reden , was soll man überhaupt mit Kryptowährungen wenn man nicht spekulieren will , nicht im Darknet irgendwas anonym löhnen will o.ä......und es sowieso vorerst nicht für die Masse an Menschen eine akzeptierte und sichere Handelssystematik darstellt und zugleich Kryptowährungen en Maß jeden Tag aufs neue aus irgendwelchen Löchern quillen ? Da bekommt man kein Vertrauen in die Schädel der Massen wenn es erstmal heisst na setzt dich da mal erstmal mit auseinander ... will kaum jemand und schon gar nicht wenn er garkein Interesse dahinter hat .

Völlig uninteressant weil auch gar nicht wirklich benötigt und so wie es bisher mit den Kryptos allgemein ablief ist da auch so schnell kein Vertrauen in der Breite zu machen sondern ganz im Gegenteil , das Misstrauen wächst doch von Tag zu Tag und auch nicht ohne Grund . :wink:

Tausende von Kryptowährungen und die meisten brauchen schlichtweg keine einzige Kryptowährung , da darf man nicht erwarten das sich Massen noch in ihrer eh schon knappen Freizeit mit derartigen Thematiken beschäftigen , die meisten sind froh wenn ihr Konto für 2 Wochen gedeckt bleibt smilie_11

-------------------------------------------------------------------------------

Hier nur mal ein Auszug unter Sonstiges zu Wiki Kryptowährungen

Kryptologische Sicherheit: Die Sicherheit einer Kryptowährung ist wesentlich von der Sicherheit der darin verwendeten Verfahren bestimmt. Beispielsweise wurde SHA-2 als Reaktion auf bekanntgewordene Angriffe gegen SHA-1 entwickelt. Sollte sich etwas Ähnliches mit SHA-2 oder einer anderen Hashfunktion wiederholen, wären darauf basierende Kryptowährungen manipulierbar.

Glaubwürdigkeit: Viele Kryptowährungen sind nur leicht variierte Duplikate bereits existierender Währungen ohne nennenswerten technischen Fortschritt. Sie sind in manchen Fällen auch überhaupt nicht ernst gemeint, wie das Beispiel „Coinye West“ zeigt, bei dem auf den Rapper Kanye West angespielt wurde.[45]

Regulierungsbehörden: In einigen Ländern haben sich Regulierungsbehörden gegen die Verwendung von Kryptowährungen ausgesprochen sowie teilweise bereits konkrete Regulierungsmaßnahmen ergriffen, um die Benutzung zu unterbinden.[46]

Rückbuchung: Da Transaktionen irreversibel sind, besteht beim Tausch gegen rückbuchbare Bezahlarten (Lastschrift, Kreditkarte, PayPal u. ä.) für Händler von Kryptowährungen die Gefahr, nach einer Rückbuchung auf dem Verlust sitzenzubleiben.

Werbeverbote: Google und Facebook verbannen Werbung für Kryptowährungen. Damit ist Werbung für Kryptowährungen von den beiden größten Anzeigenplattformen im Internet ausgeschlossen.[47]
...
Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptow%C3%A4hrung


Na das alleine zu lesen reicht doch wohl schon aus um 90% aller Interessierten zumindest schonmal massiv zu verunsichern ob das überhaupt eine gute Idee ist sich mit Kryptowährungen zu beschäftigen .
Wers wirklich wissen will ob und wie sicher das im speziellen ist der muss schon voll in die Thematik einsteigen und sich erstmal viel Grund und Hintergrundwissen anschaffen , nur wenige sind bereit dazu und die haben alle ganz spezielle Motivationen sonst würden auch die sich nur nen Teufel drum scheeren.

Ist nunmal so und Oma Meier ist doch schon überfordert ein Passwort für ihren Zalandoo Account zusammenzuschustern . Kryptowährungen bleiben noch ganz lange für die allermeisten kryptisch im wahrsten Sinne !

kryp·tisch
krýptisch/
Adjektivbildungssprachlich

unklar in seiner Ausdrucksweise oder Darstellung und daher schwer zu deuten, dem Verständnis Schwierigkeiten bereitend

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Bumerang
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Re: Bitcoins

Beitragvon Bumerang » 20.08.2018, 17:33

Sapnovela hat geschrieben:Die Krypto-User werden die Funktionsweise schon verstehen, allerdings die Nicht-User verstehen sie eben nicht. Macht aber auch nichts. Ich kann auch kein Flugzeug fliegen, da bin ich sozusagen Nicht-User

Der Witz ist.... Unverschlüsselten Systemen wie Mails wird vertraut, einer Verschlüsselung die so komplex ist, dass man sie nicht versteht nicht.


Der Witz ist, dass man weder dem Flugzeug noch der E-Mail vertraut sondern dem Dritten der dahinter steht! Im Falle des Flugzeugs sind es z.B. Airbus und Boeing, im Falle der E-Mail sind es die vielen Provider. So und nur so stiegt man in eine Flugzeug.

Würde mir jemand sagen, da ist ein Flugzeug das von einer anonymen Community entwickelt wurde, viel besser und sichere als alle bisherigen Modelle, würde ich als Nicht-Flugzeugingenieur noch nicht mal auf die Treppe steigen.


Mann kann aber theoretisch davon ausgehen, dass die "Schlauen" das Produkt so lange und so oft nutzen, bis auch die "Dumen" Vertrauen fassen. So zusagen eine Schrittweise Annäherung. Aber beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. Da ist niemand bereits zu verlieren. Also muss jede Kryptowährung stabil sein, damit sie als Währung akzeptiert wird, auch ohne sie zu verstehen. Genau diese Stabilität fehlt ihnen und ich sehe nicht, wie sie entstehen soll.
Gruß

Bumerang
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