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EU Gesetzesrahmen zur Bankenwiederherstellung und -abwicklung

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Silbersparer
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Beitragvon Silbersparer » 07.04.2013, 10:17

Ja Silberneck. Das glaube ich mittlerweile auch.

Die Püolitik versucht ja alles um die Leute dran zu erinnern... wer jetzt nicht umdenkt....
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Silverneck
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Beitragvon Silverneck » 07.04.2013, 11:04

Wenn ich jetzt noch viel Cash hätte, dann würde ich es auf mehrere Konten bei verschiedenen Banken verteilen. Auf keinem Konto würde ich mehr als 20.000€ lagern. In Zypern war im 1. Versuch die Grenze von 20.000€ zur Enteignung genannt worden. Da kommen wir früher oder später hin, wenn keine größeren Konten abkassiert werden können.
Meinem Bekanntenkreis habe ich das jedenfalls so geraten und in meiner Verwandschaft ist das bereits umgesetzt. Es ist zwar etwas zeitlicher Aufwand, aber letztlich kein größeres Problem. Die Verteilung der Freistellungsaufträge will überlegt sein, dann klappt das alles reibungslos.

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Jacob
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Beitragvon Jacob » 11.04.2013, 17:53

"Die EU-Kommission hat einen Entwurf vorgelegt, wie Banken-Rettungen künftig aussehen sollen. Der Kern des Papiers: Alle müssen bluten. Neu an dem Papier: Auch die Kredite, die sich Banken untereinander gewährt haben, werden rasiert. Über die Höhe der Beteiligung der kleinen Sparer müssen sich die Finanzminister noch einigen."

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... d-konkret/

smilie_24

nur ich
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Beitragvon nur ich » 12.04.2013, 05:46

stargate hat geschrieben:Hi,

ja und sind die 100k dann auch nicht mehr garantiert ?


Noch nie 2 sich widersprechende Gesetze gesehen ? ;)
So kann man auch 100 000 garantieren und dann doch wieder nicht.

Im Zweifel das Schlimmste annehmen und für Zweifel gibt es mehr als Indizien.
Außerdem gibt es Teuerung über haben-Zins und noch andere Späße, also man muss eher umgekehrt fragen was für eine Bankeinlage sprechen würde und mir fällt ehrlich gesagt kaum etwas ein.
Einzig etwas um Rechnungen zu bezahlen die anders nicht zu bezahlen sind, das ist alles wozu man Bankeinlagen notgedrungen braucht und die paar Euro die tun dann auch nicht weh wenn sie weg sind.

barny68
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Beitragvon barny68 » 12.04.2013, 09:04

Ich finde der jetzt eingeschlagene Weg zur Bankenrettung ist richtig.
Das nicht alles Perfekt ist, ist ein anderes Thema.
Was ist perfekt? Frage das Forum . Hier gibt es ja schon unterschiedliche Aussagen und Meinungen.
Was aber auch jedem klar sein sollte ist der Umstand das die 100.000€ Sicherheit nichts Wert ist.
Wenn keiner mehr soviel Geld auf der Bank hat, dann muss man es sich woanders holen.
Daher ist es richtig auch Aktionäre und Kreditgeber mit ins Boot zu holen.
Interessant wird die Frage was mit kleinen Unternehmen passiert.
Handwerksbetrieb mit 30 MA bekommt eine Rechnung bezahlt, da ist durchaus mehr auf dem Konto.
Das wird Ruinös für viele große und kleine Unternehmen.

Insgesamt aber besser als alles dem Steuerzahler aufzubürden oder die Bank Pleite gehen zu lassen.

Die nächste Krise kommt bestimmt.
Da werden etliche große und kleine Banken krachen gehen
Die Immobilienkrise wird teilweise aufplatzen und einige Länder/Banken ins schwitzen bringen

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Jacob
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Beitragvon Jacob » 20.04.2013, 13:10

Schäuble sieht in Zypern doch eine Blaupause

smilie_20

http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 96614.html

„Die Beteiligung von Eigentümern, nachrangigen Anleihegläubigern und dann ungesicherten Anlegern muss der Normalfall sein, wenn ein Finanzinstitut in eine Schieflage gerät.“

Irgendwie vergisst der Wolfgang da die "normalen" vorrangigen Anleihegläubiger...

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Jacob
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Beitragvon Jacob » 22.04.2013, 13:13

"Einen europaweiten Schuldenschnitt in Kombination mit einer Vermögensabgabe fordert Daniel Stelter von der Boston Consulting Group. Die Gläubiger müssten auf etwas verzichten, und auch die Schuldner sollten einen Beitrag leisten."

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ ... w/2080503/

Stelter: Meine Einschätzung ist folgende: Die Vorgehensweise in Zypern, auch wenn sie vielleicht vom Prozess her etwas unglücklich war, ist für mich ein klares Zeichen, dass in die Richtung Schuldrestrukturierung und auch Solidarität innerhalb Europas weiter gegangen wird. Und damit ist es für mich eigentlich nur eine Frage der Zeit und nicht so sehr eine Frage der sozusagen politisch gerade an der Macht Seienden, dass wir in diese Richtung gehen werden.

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Beitragvon $Unzennerd$ » 22.04.2013, 13:39

Nichts Neues, mein Kontostand wird Monat für Monat verkonsumiert. smilie_02

Und damit wollen die eine nicht umkehrbare mathematische Gleichung ''entschulden''. smilie_20

Unfassbar wie Massen das in Passivität verharrend über sich ergehen lassen, weil sie sich der politischen Entwicklungen nicht mit etwas Eigenrecherche und Selbstbestimmheit annehmen...
$$$ 92 erfolgreiche Deals in diesem Forum $$$

Mein Bewertungsprofil ist einzusehen unter: http://www.silber.de/forum/unzennerd-t8001.html

''Gold und wirtschaftliche Freiheit'' von Alan Greenspan: http://docs.mises.de/Greenspan/Greenspan_Gold.pdf

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Friedrich 3
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Beitragvon Friedrich 3 » 22.04.2013, 14:08

Silverneck hat geschrieben:Wenn ich jetzt noch viel Cash hätte, dann würde ich es auf mehrere Konten bei verschiedenen Banken verteilen. Auf keinem Konto würde ich mehr als 20.000€ lagern. In Zypern war im 1. Versuch die Grenze von 20.000€ zur Enteignung genannt worden. Da kommen wir früher oder später hin, wenn keine größeren Konten abkassiert werden können.
Meinem Bekanntenkreis habe ich das jedenfalls so geraten und in meiner Verwandschaft ist das bereits umgesetzt. Es ist zwar etwas zeitlicher Aufwand, aber letztlich kein größeres Problem. Die Verteilung der Freistellungsaufträge will überlegt sein, dann klappt das alles reibungslos.

Silverneck


Das ist die Frage ob du damit dein Geld sichern kannst..wenn nicht per Konto enteignet wird sondern per Person...sieht das dann schon anders aus.Das setzt auch deine personengebundene Steuernummer in ein ganz neues Licht....
So und nicht anders...
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Beitragvon Silverneck » 22.04.2013, 14:21

@Friedrich3,
So lange die Enteignungsgrenze mit der Einlagensicherung verquickt bleibt und ich verschiedene Institute wähle, müsste das mit der Splittung klappen. Aber die Entwicklung geht ja viel schneller voran. Wenn pro Person enteignet wird, ist das natürlich anders.

In ganz Europa wird der Sparer neuerdings umgetauft in einen Kreditgeber für die Bank. Damit hat er also ein Risiko zu tragen. Wir werden schon bald die Argumentation erleben, dass auch kleinere Anlagesummen (Kreditsummen) in die Haftung einbezogen werden müssen, weil in den Verfassungen überall die Gleichbehandlung festgeschrieben ist.

Mir kann im Bezug auf Bankguthaben jedenfalls nichts viel passieren. Banken traue ich nicht mehr. Ich habe kein Geld auf der Bank und tausche regelmäßig in Sachwerte.

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Beitragvon Jacob » 22.04.2013, 15:47

Silverneck hat geschrieben:...
In ganz Europa wird der Sparer neuerdings umgetauft in einen Kreditgeber für die Bank. Damit hat er also ein Risiko zu tragen.
...
Silverneck


Sehe das ein wenig anders. Der Sparer bzw. der Einleger war schon immer Kreditgeber der Bank, nur wurde ihm seit Jahrzehnten etwas anderes vorgegaukelt, um ihn in scheinbarer Sicherheit zu wiegen die nicht existiert.

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Beitragvon Silverneck » 22.04.2013, 15:53

Hei Jacob,
Das sehen wir schon identisch. Ich wollte nur auf das geänderte Vokabular hinweisen. Man geht nun zur Realität des Kreditgebers über, weil es besser in die kommenden Enteignungsszenarien passt. Es sieht dann nicht mehr so sehr nach Diebstahl aus. Selbstschutz von Politgangstern, sozusagen.

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Beitragvon Jacob » 18.05.2013, 10:25

"Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) plädierte im Verein mit seinen niederländischen und dänischen Amtskollegen für eine harte Gangart. Danach sollen Sparer im gleichen Ausmaß wie vorrangige Anleihenbesitzer in die Haftung genommen werden."

"Einige Länder, darunter Deutschland, zeigten ihre Kompromissbereitschaft. Sparer "könnten" eine Vorzugsbehandlung erhalten, aber sollten auf keinen Fall von der Haftung ausgenommen sein, sagte Schäuble. "Es ist eine Frage des Zeitpunkts, wann die Sparer Verluste auf sich nehmen müssen, nicht die Frage des Ob", präzisierte der deutsche Finanzminister."

http://www.wallstreetjournal.de/article ... 91944.html


Und passend dazu

"Hochvermögende entziehen den Banken systematisch Kapital", bilanziert Yvonne Brückner, die Gründerin des Netzwerks (www.fo-panel.de). Die Tendenz gehe dahin, Kapital aus Bankeinlagen, aber auch Geldmarktfonds und Anleihen abzuziehen.

Der Grund für die Fluchtbewegung: "Viele Vermögende und Family Officer sind weder von einer gesicherten Stabilität des Finanzsystems noch von der Langlebigkeit des Euro überzeugt", sagt die Wirtschaftsprofessorin von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

http://www.manager-magazin.de/unternehm ... 85,00.html

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Beitragvon Jacob » 21.05.2013, 17:15

"STRASBOURG, France, May 20 (Reuters) - A draft law that a group of European Union lawmakers voted for on Monday would shield small depositors from losing their savings in future bank rescues, but customers with more than 100,000 euros in savings when a bank failed could suffer losses."

""The case in Cyprus showed how important it is to have clear procedures for making shareholders, bondholders and ultimately depositors foot the bill," a press release from the committee said after the vote."

http://www.reuters.com/article/2013/05/ ... LZ20130520

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Radler
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Beitragvon Radler » 21.05.2013, 18:44

Bei der BMW Bank ist das Geld etwas sicherer ... Zitat aus dem BMW Geschäftsbericht 2012:
Die BMW AG haftet dem Umfang und der Höhe nach für Kundeneinlagen des Tochterunternehmens BMW Bank GmbH anstelle des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e. V., dem die BMW Bank GmbH angehört. Die Haftung je Kunde ist auf 30 % des maßgeblichen Eigenkapitals der BMW Bank GmbH begrenzt.

Laut Anteilsbesitzliste hat die BMW AG mit der BMW Bank GmbH einen "Ergebnisübernahmevertrag" abgeschlossen (siehe Fußnote 3). Das bedeutet, dass die Konzernmutter alle Verluste der BMW Bank ausgleichen muss.
Fazit: Die BMW Bank GmbH kann nur dann "platzen", wenn der gesamte BMW-Konzern "platzt".

Eine ähnliche Konstruktion gibt es bei der VW Bank GmbH. Dort ist die Bank über die zwischengeschaltete "VW Financial Services AG" mit zwei "Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen" an die VW AG gekoppelt.
Zitat aus dem Geschäftsbericht 2012 der VW Bank GmbH:
Zwischen der Volkswagen Financial Services AG und der Volkswagen Bank GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Zitat aus dem Geschäftsbericht 2012 der VW Financial Services AG (VW FS AG):
Zwischen der Volkswagen AG und der VW FS AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Fazit: Auch die VW Bank kann nur dann "platzen", wenn der gesamte VW-Konzern "platzt".


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